DE19909390C1 - Bearbeitungskopf und Verfahren zur Oberflächenbearbeitung von Werkstücken mittels Laserstrahl - Google Patents
Bearbeitungskopf und Verfahren zur Oberflächenbearbeitung von Werkstücken mittels LaserstrahlInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Bearbeitungskopf sowie ein Verfahren zur Oberflächenbearbeitung von Werkstücken mittels Laserstrahl, bei dem unter Verwendung eines zugeführten pulverförmigen Zusatzwerkstoffes, eine Beschichtung, eine Auflegierung im oberflächennahen Bereich oder ein Dispergieren einer Randzone des Grundmaterials mit Pulverpartikeln durchgeführt werden kann. Mit der Erfindung soll es dabei möglich werden, den zugeführten Pulvermassenstrom auch richtungsabhängig nahezu konstant zu halten, wobei ein gleichförmiger Pulver-Hohlstrahl ausgebildet werden soll. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem Gehäuse des Bearbeitungskopfes eine Verwirbelungskammer ausgebildet ist, in die ein Pulver-Gasstrom zumindest über eine Einströmöffnung eingeführt und der Pulver-Gasstrom durch einen konischen Ringspalt, als koaxialer Hohlstrahl, wie auch der durch das Gehäuse geführte Laserstrahl auf eine Werkstückoberfläche gerichtet ist und zwischen der Verwirbelungskammer und dem Ringspalt parallel zur Längsachse des Laserstrahls ausgerichtete Beruhigungskanäle in radialsymmetrischer Anordnung vorhanden sind.
Description
Die Erfindung betrifft einen Bearbeitungskopf sowie
ein Verfahren zur Oberflächenbearbeitung von Werk
stücken mittels Laserstrahl, bei dem unter Verwendung
eines zugeführten pulverförmigen Zusatzwerkstoffes,
eine Beschichtung, eine Auflegierung im oberflächen
nahen Bereich oder ein Dispergieren einer Randzone
des Grundmaterials mit Pulverpartikeln durchgeführt
werden kann, so daß die Geometrie und/oder die Ober
flächeneigenschaften eines Werkstückes gezielt beein
flußt werden können. Die Erfindung ist dabei insbe
sondere für Anwendungen geeignet, bei denen zwischen
dem verwendeten Laserstrahl und dem Werkstück eine
Relativbewegung durchgeführt wird und diese Relativ
bewegung häufig wechselnde Richtungen aufweist. Die
erfindungsgemäße Lösung kann zum Beschichten, Regene
rieren von Werkzeugen und Bauteilen, wie z. B. für die
Gießereitechnik, der Metallformung, der Schneidtech
nik sowie im Motoren- und Turbinenbau Verwendung fin
den. Außerdem ist sie für die unter die Oberbegriffe
"Rapid Prototyping" und Rapid Tooling" fallenden Be
arbeitungsverfahren geeignet.
Von E. Beyer und K. Wissenbach ist in "Oberflächenbe
handlung mit Laserstrahlung"; Springer-Verlag; 1998,
Seiten 300 und 301 auf Möglichkeiten zur pneumati
schen Förderung von Pulvern und u. a. auch auf soge
nannte koaxiale Düsen hingewiesen worden, wobei ein
Laserstrahl durch eine solche zum Teil hohle Düse auf
ein Werkstück zu dessen Oberflächenerwärmung gerich
tet und ein Pulver-Gasstrom durch eine solche Düse
als sich konisch verjüngender Hohlstrahl ebenfalls
auf die Oberfläche eines Werkstückes gerichtet werden
kann.
Daneben ist aus US 4,724,299 ein entsprechender Be
arbeitungskopf bekannt, der ein zweigeteiltes Gehäuse
aufweist. Die beiden Teile dieses Gehäuses können
teleskopförmig in bezug zueinander verschoben werden,
um eine Möglichkeit zu schaffen, die Fokuslage eines
Pulverstrahls auf die Fokuslage des Laserstrahls ab
zustimmen, so daß dieser Pulverstrahl bereits vor dem
Auftreffen auf der Oberfläche eines Werkstückes er
wärmt wird. Dabei müssen sowohl der Pulverstrahl, wie
auch der Laserstrahl gemeinsam durch eine düsenför
mige Öffnung. Hierfür ist jedoch ein entsprechender
Durchmesser einer solchen düsenförmigen Öffnung er
forderlich und dementsprechend wird ein zylinderför
miger Pulverstrahl mit entsprechender Größe auf die
Oberfläche eines Werkstückes gerichtet, so daß das
Pulver im Überschuß zugeführt wird und entsprechend
hohe Pulververluste zu verzeichnen sind.
In US 5,418,350 ist eine Pulverzuführung in Verbin
dung mit einem Laserbearbeitungskopf beschrieben, bei
dem eine Düse verwendet wird, über die Pulver durch
mindestens einen konischen Ringspalt auf die Oberflä
che eines Substrates geführt und dort mittels eines
Laserstrahles aufgeschmolzen wird.
Bei dieser Lösung wird das Pulver mit einem Gasstrom
über Pulvereinlässe eingeführt und es gelangt über in
einer Lochscheibe ausgebildete Bohrungen in eine
relativ großformatige Kammer. In der Kammer treten
Verwirbelungen auf, die insbesondere bei Pulvern,
deren Einzelbestandteile unterschiedliche Dichten
aufweisen, zur Entmischung führen können. Aus dieser
Kammer gelangt das Pulver unmittelbar in einen koni
schen Ringspalt, durch dessen Querschnittsver
ringerung eine Erhöhung der Fördergeschwindigkeit
auftritt, die sich ungünstig auf die Pulverausnutzung
und den Schichtbildungsvorgang auswirkt. Infolge der
Verwirbelung in der Kammer können wechselnde Druck
verhältnisse und demzufolge auch wechselnde Förderge
schwindigkeiten auftreten, so daß sich die geförderte
Pulverrate zeitlich ändern kann, wobei sich dies ins
besondere beim Aufbringen von Schichten oder der Aus
bildung von gewünschten Konturen auf solchen Werk
stücken negativ auswirkt.
An der dort beschriebenen Vorrichtung ist außenseitig
ein Kühlsystem angesetzt, mit dem jedoch nicht unbe
dingt die besonders kritischen Bereiche ausreichend
gekühlt werden können und außerdem zwischen Kühlmit
tel und Innerem, die vollständige Wandung des Gehäu
seteiles liegt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zu
schaffen, mit der eine Oberflächenbearbeitung mittels
Laserstrahlen durchgeführt werden kann, bei der ein
Pulver zugeführt wird, wobei der zugeführte Pulver
massenstrom auch richtungsunabhängig nahezu konstant
und der Pulver-Hohlstrahl gleichförmig gehalten wer
den kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungs
formen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
mit den in den untergeordneten Ansprüchen enthaltenen
Merkmalen.
Ein erfindungsgemäßer Bearbeitungskopf kann relativ
zu einer Werkstückoberfläche in mindestens zwei Achs
richtungen eine Relativbewegung in bezug zum Werk
stück durchführen, wobei einmal ein solcher Bearbei
tungskopf allein, das Werkstück allein oder Bearbei
tungskopf und Werkstück gemeinsam entsprechend bewegt
werden können, so daß eine schnelle und lokal geziel
te Oberflächenbearbeitung durch legen von Spuren,
auch mit häufigem Richtungswechsel, möglich ist.
Der Bearbeitungskopf ist dabei so aufgebaut, daß
durch ihn ein Laserstrahl, einen einstellbaren
Strahlfleck auf der Oberfläche eines Werkstückes aus
bildend, geführt werden kann. Hierfür ist ein Gehäuse
entsprechend ausgebildet, so daß ein Hohlraum, par
allel zur Längsachse des Laserstrahls vorhanden ist,
durch den der Laserstrahl entsprechend fokussiert auf
die Werkstückoberfläche gerichtet werden kann.
Innerhalb des Gehäuses ist eine Verwirbelungskammer
um den Hohlraum, durch den der Laserstrahl geführt
wird, rotationssymmetrisch ausgebildet, in den ein
Pulver-Gasstrom durch mindestens eine Einström
öffnung, bevorzugt im oberen Teil der Verwirbelungs
kammer, eingeführt wird. In der Verwirbelungskammer
erfolgt eine gleichmäßige Verteilung des Pulvers in
Form einer sich koaxial zum Laserstrahl ausbildende
Pulverwolke sowie eine intensive Vermischung des Pul
vers. Die Verwirbelungskammer mündet in ihrem unteren
Bereich, bevorzugt über einen sich konisch verjüngen
den Einlauftrichter in mehrere parallel zur Längsach
se des Laserstrahls angeordnete Beruhigungskanäle,
die radialsymmetrisch und in gleichem Abstand, über
den Umfang verteilt, angeordnet sind. Die Beruhi
gungskanäle münden dann in einen sich konisch in
Richtung auf die Oberfläche des Werkstoffes verjün
genden Ringspalt, in dem keinerlei Stege oder andere
Verwirbelungselemente enthalten sind. Das Pulver
tritt dann aus dem Ringspalt, als sich ebenfalls ko
nisch verjüngender Pulver-Hohlstrahl aus, wobei der
Fokuspunkt dieses konisch verjüngenden Pulver-Hohl
strahls außerhalb des Gehäuses und demzufolge auch
außerhalb des Bearbeitungskopfes liegt. Günstigerwei
se wird der Ringspalt so ausgebildet und weist ent
sprechende Neigungswinkel auf, daß er unter Berück
sichtigung des Abstandes zur Oberfläche des Werk
stückes einen sich konisch verjüngenden Pulver-Hohl
strahl ausbildet, dessen Fokuspunkt unmittelbar auf
der Werkstückoberfläche liegt.
Die Größe des Fokuspunktes des Pulver-Hohlstrahls
sollte dabei, zumindest annähernd der Größe des
Strahlfleckes des Laserstrahls auf der Oberfläche des
Werkstückes entsprechen, so daß eine optimale Pulver
ausnutzung erreicht werden kann.
Mit den zwischen der Verwirbelungskammer und dem
Ringspalt angeordneten Beruhigungskanälen, insbeson
dere durch deren parallele Ausrichtung zur Längsachse
des Laserstrahls und auch deren Form und Abmessungen
kann eine gleichmäßige Pulverförderung mit sehr klei
nen Pulvermassenstromschwankungen unterhalb 5% er
reicht werden, so daß bei einer entsprechenden Ober
flächenbearbeitung eines Werkstückes im wesentlichen
auf zusätzliche Maßnahmen, wie z. B. eine Steuerung
der Laserleistung verzichtet werden kann und trotzdem
ein gezielter Schichtaufbau bzw. eine gezielte Beein
flussung von Oberflächenbereichen durch Legieren bzw.
Dispergieren an einem Werkstück erreicht werden kön
nen.
Die Beruhigungskanäle sollten eine Länge von minde
stens 10 mm aufweisen, um den gewünschten Effekt zu
erreichen.
Vorteilhafterweise können an der Verwirbelungskammer
auch zwei Einströmöffnungen vorhanden sein, die be
vorzugt, an sich radial gegenüberliegenden Seiten der
Verwirbelungskammer angeordnet sind. Hierdurch ist es
auch möglich, Pulver verschiedener Zusammensetzung zu
verwenden, die dann in der Verwirbelungskammer homo
gen vermischt und dann als homogene Mischung über die
Beruhigungskanäle und den Ringspalt auf die Oberflä
che gerichtet werden kann.
Die Beruhigungskanäle werden günstigerweise so dimen
sioniert, daß die Summe ihrer freien Querschnitte
zumindest nicht kleiner als der freie Querschnitt der
einen bzw. mehrerer Einströmöffnungen ist. Dies führt
dazu, daß in der Verwirbelungskammer, den Beruhi
gungskanälen und im Ringspalt nahezu konstante Druck
verhältnisse und Strömungsgeschwindigkeiten erreicht
werden können, die, wie bereits erwähnt, zu einer
gleichmäßigen Förderung des Pulvers führen.
Vorteilhaft ist es außerdem, wenn das Gehäuse aus
zwei Teilen gebildet ist, die entlang der Längsachse
des Laserstrahls relativ, wie bei einem Teleskop, zu
einander verschoben werden können. Dabei bilden die
beiden Teile auch den Ringspalt, durch entsprechend
konisch sich verjüngend ausgebildete Wandungen aus.
Erfolgt nun eine entsprechende Relativbewegung der
beiden Teile des Gehäuses, kann die lichte Weite des
Ringspaltes variiert werden, wobei der Konuswinkel
beibehalten wird. Durch diese Variation der lichten
Weite des Ringspaltes kann Einfluß auf den momentanen
geförderten Pulverstrom und den Durchmesser und die
Querschnittsfläche des Pulverstrahls auf der Werk
stückoberfläche genommen werden. Dabei kann eine re
lativ kleine Zeitkonstante erreicht werden, die we
sentlich kleiner ist, als dies bei einer Steuerung
des in die Verwirbelungskammer eingeführten Pulver-
Gasstromes der Fall ist.
Die beiden Teile eines solchen Gehäuses können mit
tels herkömmlicher Gewinde verbunden sein, wobei bei
entsprechend kleiner Steigung eines solchen Gewindes
eine sehr genaue Einstellbarkeit der lichten Weite
des Ringspaltes möglich ist. Am einfachsten kann eine
eingestellte Position der beiden Teile eines Gehäuses
mittels herkömmlicher Kontermutter festgestellt wer
den.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, einen zusätzli
chen Drehantrieb vorzusehen, mit dem eine Einstellung
der lichten Weite des Ringspaltes auch während der
Bearbeitung möglich ist. Diese Einstellung kann sich
günstig auswirken, wenn eine Bewegung in nahezu ent
gegengesetzter Richtung, also an solchen Umkehrpunk
ten, durchgeführt wird oder es kann die Pulverförde
rung sehr schnell unterbrochen werden, wenn Totwege,
d. h. Bereiche einer Werkstückoberfläche überschritten
werden, die unbeeinflußt bleiben sollen, zurückgelegt
werden.
Anstelle eines solchen Drehantriebes kann auch ein
entsprechend geeigneter Linearantrieb verwendet wer
den, mit dem diese Relativbewegung der beiden Teile
des Gehäuses durchgeführt werden kann.
In einfachster Form kann hierfür auch ein Elektroma
gnet verwendet werden, der jedoch bevorzugt dann ein
gesetzt werden soll, wenn lediglich eine Öffnungs-
und eine Schließbewegung des Ringspaltes erforderlich
ist.
Wird der Ringspalt mit einer der obengenannten
Varianten geschlossen oder der Pulverstrom auf die
Oberfläche des Werkstückes, z. B. durch Verschließen
des Laserbearbeitungskopfes an seiner zur Werkstück
oberfläche weisenden Seite gesperrt, ist es günstig,
gleichzeitig die Pulverzufuhr zu sperren. Hierzu kann
ein vor der/den Einströmöffnung(en) angeordnetes Ven
til geschlossen werden. Günstiger ist es jedoch, an
die Verwirbelungskammer einen Pulver-Gas-Auslaßkanal
anzuschließen, der bei normalem Betrieb mit einem
Ventil verschlossen ist. Wird aber der Ringspalt ge
schlossen, sollte nahezu gleichzeitig dieses Ventil
geöffnet werden, um einen Druckanstieg und eine er
höhte Pulveransammlung in der Verwirbelungskammer zu
vermeiden. Der Pulver-Gas-Auslaßkanal ist vorteilhaft
mit dem Pulvervorratsbehälter verbunden, aus dem das
Pulver im Regelfall in die Verwirbelungskammer ge
langt und so Pulververluste vermieden werden können.
Günstigerweise sollte das Gehäuse zumindest überwie
gend aus einem Material mit guter Wärmeleitung beste
hen, so daß auch ein Langzeitbetrieb eines erfin
dungsgemäßen Bearbeitungskopfes möglich ist. Das Ge
häuse kann beispielsweise aus Kupfer und/oder einer
Kupfer-Legierung, wie Messing bestehen. Dabei können
die beiden Teile eines Gehäuses ohne weiteres aus
unterschiedlichen Materialien bestehen, wobei jedoch
deren Wärmeausdehnungskoeffizienten beachtet werden
sollten.
Vorteilhaft ist es außerdem, wenn das Gehäuse bzw.
die beiden Teile eines solchen Gehäuses mit einer
verschleißfesten Beschichtung versehen ist/sind, wie
dies beispielsweise bei Nickel oder Nickel-Legierun
gen der Fall ist. Eine solche Beschichtung kann wei
ter den Vorteil haben, daß sie eine höhere Reflexion
für die Laserstrahlung aufweist und zusätzlich even
tuelle Spritztropfen schlechter anhaften.
Der unerwünschten Erwärmung eines erfindungsgemäßen
Bearbeitungskopfes, die sicher bei einem Langzeitbe
trieb, bei der Bearbeitung größerer bzw. komplex ge
formter Werkstücke auftritt, ist im Gehäuse ein Küh
lung integriert. Hierfür sind Ringkanäle, als Kühlka
näle ausgebildet, durch die z. B. entsprechend tempe
riertes Wasser im Kreislauf und vorteilhaft außerhalb
des Bearbeitungskopfes über einen Wärmetauscher ge
führt wird.
Durch Integration der Kühlkanäle und deren Anordnung
in besonders kritischen Bereichen, also auch in der
Nähe des Ringspaltes, kann eine gute Wärmeabführung
erreicht werden, so daß eine verringerte Erwärmung zu
verzeichnen ist.
Am Teil des Gehäuses, der in Richtung auf die Ober
fläche des Werkstückes weist, kann eine zusätzliche
Schutzschicht ausgebildet oder eine entsprechende
Schutzscheibe angeordnet sein. Auch hierbei sollten
die Reflexionseigenschaften und die Oberflächeneigen
schaften bei Spritzern Beachtung finden.
Vorteilhaft kann es außerdem sein, wenn die besonders
beanspruchten Teile eines erfindungsgemäßen Bearbei
tungskopfes austauschbar sind. Dies ist z. B. eine
entsprechende Düsenspitze, die hohl gebohrt und durch
die der Laserstrahl auf die Oberfläche des Werkstüc
kes gerichtet ist. Dabei kann die äußere Mantelfläche
einer solchen Düsenspitze die Innenwandung des Ring
spaltes bilden.
Entsprechend kann auch eine, bevorzugt konisch ausge
bildete Außendüse verwendet werden, wobei ein Konus
sowohl an der Außenseite dieser Außendüse, wie auch
an der inneren Mantelfläche ausgebildet ist. Die in
nere Mantelfläche dieser Außendüse bildet dann die
äußere Wandung des Ringspaltes. Da bekanntermaßen an
den Wandungen des Ringspaltes durch die Pulverbewe
gung und die dort sicher höheren Temperaturen ein
erhöhter Verschleiß zu erwarten ist, können diese
Teile relativ einfach und schnell bei Bedarf ausge
tauscht werden.
Mit der Erfindung können sowohl Einzelspur-, wie auch
Flächenbeschichtungen, wie dies insbesondere auch bei
Freiformflächen der Fall ist, als Verschleiß- und
Korrosionsschutz ausgebildet werden. Außerdem sind
Reparaturbeschichtungen, wie sie beispielsweise bei
Umformwerkzeugen infolge von Bruch oder Verschleiß
erforderlich sind, durchgeführt werden. Es können
aber auch einfache und formkomplizierte Körper gene
riert werden, wobei dichte Körper mit hoher mechani
scher und thermischer Belastbarkeit erhalten werden
können. Dies ist beispielsweise bei Verfahren des
Rapid-Prototyping und Rapid Tooling der Fall. Mit der
Erfindung kann ein Einschicht-, aber auch ein mehr
schichtiger Strukturaufbau mit mehreren hundert ver
tikal auch horizontal überlappenden Einzelspuren
durchgeführt werden. Da solche Verfahren ununterbro
chene Strahleingriffzeiten erforderlich machen, die
einen Zeitaufwand von mehreren Stunden erfordern,
wirkt sich die Ausbildung mit der entsprechenden
Werkstoffauswahl und der integrierten Kühlung beson
ders günstig aus.
Durch die hohe Präzision, mit der die Pulverzuführung
erreicht werden kann, kann eine hohe geometrische
Genauigkeit der einzelnen Spuren (Breite, Höhe, To
leranzen entlang der Spur) eingehalten werden, die zu
einer hohen Formtreue und kleinen Toleranzen bei Be
schichtungen an Konturen führt. Außerdem können form
getreue Hohl- und Volumenkörper mit entsprechend ho
her Maßhaltigkeit erhalten werden.
Außerdem kann auch die Materialzusammensetzung in
einem so hergestellten Körper oder einer entsprechen
den Beschichtung relativ einfach und gezielt einge
stellt werden. Hierfür können verschiedene Pulver
oder Pulvermischungen mit unterschiedlichen
Mischungsverhältnissen ohne weiteres zur Verfügung
gestellt werden. So kann beispielsweise über einen
bestimmten Zeitraum lediglich ein Pulver der Verwir
belungskammer zugeführt werden und für die Beeinflus
sung bestimmter lokaler Bereiche eines Werkstückes
kann zeitweise, beispielsweise zumindest ein zweites
Pulver in die Verwirbelungskammer eingeführt werden.
Da die Pulverzufuhr koaxial zum Laserstrahl erfolgt,
spielen Richtungsänderungen bei der Relativbewegung
Bearbeitungskopf-Werkstück keine Rolle. In gleicher
Weise wirkt sich auch die homogene Pulververteilung
über den Querschnitt des Pulver-Hohlstrahls aus.
Bei verschiedenen Verfahren kann es erforderlich
sein, durch Bewegung des Bearbeitungskopfes in ver
tikaler Richtung, den Abstand zwischen Bearbeitungs
kopf und Werkstückoberfläche konstant zu halten, so
daß der Fokuspunkt des Pulver-Hohlstrahls und auch
die Größe des Laserstrahlfleckes auf der Oberfläche
des Werkstückes konstant gehalten werden kann. Dabei
kann der Bearbeitungskopf beispielsweise mit einem
hierfür geeigneten Manipulator, wie z. B. einem Indu
strieroboter, bevorzugt einem Gelenkarmroboter ver
bunden sein. Ein Industrieroboter ermöglicht dabei
eine Bewegung des Bearbeitungskopfes in den drei zu
mindest erforderlichen Freiheitsgraden.
Mit den zwischen der Verwirbelungskammer und dem
Ringspalt angeordneten Beruhigungskanälen wird er
reicht, daß das Pulver nach der Zwangsführung in den
Beruhigungskanälen beruhigt bleibt und mit definier
ter Strömungsrichtung und -geschwindigkeit in den
sich konisch verjüngenden Ringspalt, dessen lichte
Weite günstigerweise auch einstellbar ist, eintreten
kann. Mit dem Ringspalt kann ein kegelförmiger Pul
ver-Hohlstrahl mit einem minimalen Durchmesser bis zu
1 mm geformt werden. Der Ringspalt bildet dann das
Ende des Strömungskanals, so daß der Pulverstrom
durch keine weiteren Düsenelemente beeinträchtigt
wird. Der Fokuspunkt des Pulver-Hohlstrahls liegt
dabei generell außerhalb des Bearbeitungskopfes und
dadurch kann der kleinste Querschnitt dieses Pulver-
Hohlstrahls unmittelbar genutzt werden. Durch die
Gestaltung des Ringspaltes zwischen der Düsenspitze
und einer Außendüse kann eine Verteilung sämtlicher
Pulverteilchen in einem Kernstrahl in konzentrierter
Form erreicht und Pulverstreuungen am Düsenausgang
weitestgehend vermieden werden. Daraus ergibt sich
eine hohe Ausnutzung des zugeführten Pulvers und die
Prozeßstabilität kann erhöht werden, da unkontrol
liert gestreutes Pulver weitestgehend vermieden wird.
Nachfolgend soll die Erfindung beispielhaft beschrie
ben werden.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines Beispiels
eines erfindungsgemäßen Bearbeitungskopfes
und
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie A-A, des
in Fig. 1 gezeigten Beispiels.
Bei dem in der Fig. 1 gezeigten Beispiel eines er
findungsgemäßen Bearbeitungskopfes, wird ein aus zwei
Teilen 4 und 5 gebildetes Gehäuse verwendet, die mit
einem Gewinde 9 miteinander verbunden sind, wobei
eine Feststellmöglichkeit in einer bestimmten Stel
lung durch eine zusätzliche Kontermutter 10 gegeben
ist. Mit dem Gewinde 9 können die beiden Teile 4 und
5 des Gehäuses relativ zueinander verschoben werden,
so daß eine teleskopförmige Verschiebung parallel zur
Längsachse eines Laserstrahls 7 erreicht werden kann.
Der Laserstrahl 7 kann unter Verwendung einer hier
nicht dargestellten Strahlführungs- und gegebenen
falls auch einer Strahlformungseinheit durch das Ge
häuseteil 4 auf die Oberfläche eines schematisch an
gedeuteten Werkstückes gerichtet werden. Dabei wird
die Fokussierung des Laserstrahls 7 so eingestellt,
daß eine bestimmte Strahlfleckgröße auf der Oberflä
che des Werkstückes erreicht werden kann, die in etwa
mit der Größe eines Fokuspunktes eines Pulver-Hohl
strahls übereinstimmt. Dabei kann, wie in Fig. 1
erkennbar, der Fokus des Laserstrahls 7 auch inner
halb des Gehäuses des Bearbeitungskopfes angeordnet
sein.
In nicht dargestellter Form kann zusätzlich zum La
serstrahl 7 durch das Gehäuseteil 4 auch ein inertes
Gas auf die Oberfläche des Werkstückes gerichtet wer
den, was zum einen eine verbesserte Kühlung ermög
licht und zum anderen von der Oberfläche aufspritzen
de Tröpfchen am Eindringen in das Gehäuse hindern
kann.
Sowohl das Teil 4, wie auch das Teil 5 des Gehäuses,
sind bei diesem Beispiel rotationssymmetrisch um die
Längsachse des Laserstrahls 7 ausgebildet. Zwischen
Teil 4 und Teil 5 des Gehäuses ist eine das Teil 4
des Gehäuses umgebende Verwirbelungskammer 1 ausge
bildet, in die sich radial gegenüberliegende Ein
strömöffnungen 11 im oberen Bereich der Verwirbe
lungskammer 1 einmünden. Durch die Einströmöffnungen
11 kann jeweils ein Pulver-Gasstrom in die Verwirbe
lungskammer 1 geführt werden, wobei im Inneren der
Verwirbelungskammer 1 eine Vermischung, der gegebe
nenfalls verschiedenen Pulverkomponenten erfolgen
kann. Die Verwirbelungskammer 1 ist in ihrem unteren
Teil sich konisch verjüngend ausgebildet, wobei ein
Neigungswinkel des Konus gewählt werden sollte, der
ein Anhaften von Pulverpartikeln an der Innenwandung
vermeidet.
Bei diesem Beispiel mündet die Verwirbelungskammer 1
in einen Einlauftrichter 8, an dem wiederum Ein
trittsöffnungen für Beruhigungskanäle 2 vorhanden
sind. Die Beruhigungskanäle 2 sind, wie in Fig. 1
erkennbar, parallel zur Längsachse des Laserstrahls 7
ausgerichtet und wie insbesondere in Fig. 2 erkenn
bar, radialsymmetrisch über den Umfang mit konstantem
Abstand voneinander angeordnet. Das Pulver mit dem
Trägergas gelangt dann durch die zylindrischen Beru
higungskanäle 2 in einen sich in Richtung auf die
Oberfläche des Werkstückes konisch verjüngenden Ring
spalt 14. Der Konuswinkel des Ringspaltes 14 sollte
dabei so gewählt werden, daß der aus dem Ringspalt 14
austretende koaxiale Pulver-Hohlstrahl mit kleinem
Durchmesser, bevorzugt in dessen Fokuspunkt, auf die
Oberfläche des Werkstückes trifft.
Am Gehäuseteil 4 ist eine austauschbare Düsenspitze 6
vorhanden, die hier mit einem Gewinde mit dem Gehäu
seteil 4 verbunden ist. Dabei bildet zumindest ein
Teil der äußeren Mantelfläche der Düsenspitze 6 die
innere Wandung des Ringspaltes 14.
Am Gehäuseteil 5 ist an dessen zur Oberfläche des
Werkstücks weisenden Seite eine konisch ausgebildete
Außendüse 3 vorhanden bzw. ausgebildet. Auch diese
Außendüse 3 kann austauschbar gestaltet sein. Die
innere Mantelfläche der Außendüse 3 bildet dann die
äußere Wandung des Ringspaltes 14. Mit dieser Kon
struktion kann die lichte Weite des Ringspaltes 14
durch entsprechende Drehung der beiden Gehäuseteile 4
und 5 variiert werden, wobei eine entsprechend des
jeweiligen Drehwinkels mehr oder weniger große Rela
tivbewegung der Gehäuseteile 4 und 5 in bezug zur
Längsachse des Laserstrahls 7 erreicht werden kann.
Am Teil 5 des Gehäuses und außerdem am Teil 4 sind
ein oder mehrere miteinander verbundene Kühlkanäle
12, 12' und 13 ausgebildet, durch die ein Kühlmittel,
bevorzugt Wasser, insbesondere in den kritischen Teil
des Bearbeitungskopfes gelangen kann. Der ringförmige
Kühlkanal 13 kann insbesondere das innere Teil 4 mit
Düsenspitze 6 kühlen. Der Kühlkanal 12' beeinflußt
insbesondere den Bereich der Außendüse 3. Mit dieser
integrierten Kühlung kann auch die bei einer Lang
zeitbearbeitung kritische Erwärmung ohne weiteres
beherrscht werden.
Mit einem solchen erfindungsgemäßen Bearbeitungskopf
können z. B. verschlissene Werkzeuge wieder einsatz
fähig gemacht werden. Dabei können geschädigte Werk
zeugbereiche, auch Freiformflächen mit komplexer Geo
metrie, wieder hergestellt werden. Der Werkstoffauf
trag auf solche Oberflächenbereiche erfordert aber
höchste Präzision, die mit dem erfindungsgemäßen Be
arbeitungskopf erreicht werden kann.
Bei einem verschlissenen Schmiedegesenk-Werkzeug kann
in einem ersten Arbeitsschritt die verschlissene Ist-
Kontur der Gesenkgravur mittels eines Digitalisie
rungssystems erfaßt und die Differenz zur bekannten
Soll-Kontur ermittelt werden. Nachfolgend werden das
ermittelte Differenzvolumen in eine Vielzahl horizon
taler Ebenen zerlegt und mittels eines Postprocessors
das NC-Programm zur Steuerung von Laser, Bearbei
tungsmaschine mit Laserbearbeitungskopf und Pulver
förderung generiert sowie die Strategie für den Werk
stoffauftrag festlegt.
In einem weiteren Arbeitsschritt erfolgt dann die
eigentliche Reparaturschweißung. Hierfür ist es er
forderlich, den Werkstoff entsprechend, der vorab
berechneten horizontalen Ebenen mit höchster Präzi
sion aufzuschweißen und so das fehlende Werkstoffvo
lumen Schicht für Schicht wieder aufzubauen.
Dabei kann durch Defokussierung des Laserstrahls 7
(Z-Position der Fokussieroptik in bezug zur Werk
stückoberfläche) ein Strahlfleck von etwa 2 mm
Durchmesser auf der Werkstückoberfläche eingestellt
werden. Im Anschluß daran wird der Bearbeitungskopf
und hier insbesondere die Position des Ringspaltes 14
in bezug zur Oberfläche des Werkstückes so einge
stellt, daß der Fokuspunkt des Hohlpulverstrahls auf
der Werkstückoberfläche liegt, so daß eine sehr gute
Richtungsunabhängigkeit auch bei schnellen Bewegungen
und Richtungsänderungen und eine hohe Pulverausnut
zung erreicht werden können.
So kann bei einem solchen Schmiedegesenk-Werkzeug
eine Auftragschweißung mit einem Pulver, z. B. Stellit
21, mit einer Förderrate von 8 g/min eingesetzt wer
den. Um die ebenen und gleichmäßigen Auftragsraupen
zu erzielen, kann eine Laserleistung von 900 W und
eine Vorschubgeschwindigkeit von 600 mm/min, unter
Verwendung eines CO2-Lasers, eingestellt werden. Un
ter diesen Bedingungen betragen die Breite einer Ein
zelraupe 1,6 mm und es ist ein Höhenzuwachs von Lage
zu Lage in einer Ebene von 0,3 mm erreichbar.
Der erfindungsgemäße Bearbeitungskopf ermöglicht ei
ne, wie bereits erwähnt, homogene Pulververteilung
koaxial zum Laserstrahl 7 und es kann ein gleichmäßi
ger Werkstoffauftrag realisiert werden, der auch nach
hunderten von Einzelraupen fehlerfrei ist. Es treten
keine Schichtüberhöhungen an schroffen Geometrieüber
gängen auf. Auch unter Verzicht von zerspanenden Zwi
schenbearbeitungen kann eine sehr gute Konturgenau
igkeit erreicht werden. Das neugebildete Gefüge ist
fehlerfrei, vollständig dicht und die einzelnen Lagen
in den verschiedenen übereinander ausgebildeten Ebe
nen sind fest miteinander verbunden. Durch die kon
struktive Gestaltung des Bearbeitungskopfes, mit der
erreichbaren intensiven Kühlung, können ununterbro
chene Bearbeitungszeiten von mehreren Stunden, in
stabiler Form, ohne weiteres realisiert werden.
Claims (24)
1. Bearbeitungskopf zur Oberflächenbearbeitung mit
tels Laserstrahl, der ein Gehäuse, in dem eine
Verwirbelungskammer ausgebildet ist, in die ein
Pulver-Gasstrom über mindestens eine Ein
strömöffnung eingeführt und der Pulver-Gasstrom
durch einen konischen Ringspalt, als koaxialer
Hohlstrahl, der, wie auch der durch das Gehäuse
geführte Laserstrahl, auf eine Werkstückoberflä
che gerichtet ist, aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Verwirbelungskammer (1) und Ring
spalt (14) parallel zur Längsachse des Laser
strahls (7) zylindrische Beruhigungskanäle (2)
in radialsymmetrischer Anordnung angeordnet
sind.
2. Bearbeitungskopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verwirbelungs
kammer (1) über einen Einlauftrichter (8) in die
Beruhigungskanäle (2) mündet.
3. Bearbeitungskopf nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrischen
Beruhigungskanäle (2) eine Länge von mindestens
10 mm aufweisen und über den Umfang des Einlauf
trichters (8) in gleichmäßigen Abständen ver
teilt sind.
4. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Einströmöff
nungen (11), sich radial gegenüberliegend, an
der Verwirbelungskammer (1) vorhanden sind.
5. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der
freien Querschnittsflächen der Beruhigungskanäle
(2) gleich groß oder größer als die freie Quer
schnittsfläche der Einströmöffnung(en) (11) ist.
6. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß der Konuswinkel
des Ringspaltes (14) sichert, daß der Fokuspunkt
des sich konisch verjüngenden Pulver-Hohlstrahls
außerhalb des Bearbeitungskopfes liegt.
7. Bearbeitungskopf nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bearbeitungskopf
so angeordnet oder geführt ist, daß der Fokus
punkt des koaxialen Pulver-Hohlstrahls auf der
Oberfläche des Werkstückes liegt.
8. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse zwei
geteilt ist; und die beiden Teile (4, 5) des
Gehäuses relativ zueinander verschiebbar sind,
wobei die beiden Teile (4, 5) des Gehäuses einen
Ringspalt (14) variabler lichter Weite bilden.
9. Bearbeitungskopf nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile (4,
5) des Gehäuses mit einem Gewinde verbunden
sind.
10. Bearbeitungskopf nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile (4,
5) des Gehäuses mit einem Linear- oder Drehan
trieb relativ zueinander verschiebbar sind.
11. Bearbeitungskopf nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile (4,
5) des Gehäuses mittels Elektromagneten tele
skopförmig verschiebbar sind.
12. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
überwiegend aus einem Material guter Wärmeleit
fähigkeit besteht.
13. Bearbeitungskopf nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse aus Kup
fer und/oder einer Kupfer-Legierung besteht.
14. Bearbeitungskopf nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse mit
Nickel oder einer Nickel-Legierung beschichtet
ist.
15. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
14, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse Kühl
kanäle (12, 13) ausgebildet sind.
16. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
15, dadurch gekennzeichnet, daß an der zur Ober
fläche des Werkstückes weisenden Seite des Be
arbeitungskopfes eine Schutzschicht ausgebildet
oder eine Schutzscheibe angeordnet ist.
17. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Teil
(4) des Gehäuses, durch das der Laserstrahl (7)
gerichtet ist, eine austauschbare Düsenspitze
(6), deren äußere Mantelfläche die Innenwandung
des Ringspaltes (14) bildet, befestigt ist.
18. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Teil
(5) des Gehäuses in Richtung auf das Werkstück
in einer konischen Außendüse (3) endet, deren
innere Mantelfläche die äußere Wandung des Ring
spaltes (14) bildet.
19. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
18, dadurch gekennzeichnet, daß im inneren Teil
(4) des Gehäuses zur Kühlung ein umlaufender
Ringkanal (13) ausgebildet ist.
20. Bearbeitungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß an der Verwirbe
lungskammer (1) ein mit einem Ventil verschließ
barer Pulver-Gas-Auslaßkanal angeschlossen ist.
21. Verfahren zur Oberflächenbearbeitung mittels
Laserstrahl, mit einem Bearbeitungskopf nach
einem der Ansprüche 1 bis 20, bei dem
- - ein Laserstrahl (7) durch ein Gehäuse auf die Oberfläche eines Werkstückes gerichtet,
- - in eine im Gehäuse ausgebildete Verwirbe lungskammer (1) ein Pulver-Gasstrom einge führt und durch Verwirbelung vermischt und homogen in Bezug zur Längsachse des Laser strahls (7) verteilt wird und durch einen konischen Ringspalt (14) so geführt wird, daß der Fokuspunkt des sich konisch verjün genden Pulver-Hohlstrahls außerhalb des Bearbeitungskopfes liegt,
- - das vermischte Pulver parallel zur Längs achse des Laserstrahls (7) über zylindri sche Beruhigungskanäle (2) in den konischen Ringspalt (14) gelangt.
22. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß der auf die Oberflä
che des Werkstückes gerichtete Pulver-Volumen
strom durch Variation der lichten Weite des
Ringspaltes (14) gesteuert wird.
23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Weite des
Ringspaltes (14) durch Relativbewegung zweier
Teile (4, 5) des Gehäuses variiert wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des Fokus
punktes des sich konisch verjüngenden Pulver-
Hohlstrahls entsprechend der Größe des Strahl
fleckes des Laserstrahls (7) auf der Oberfläche
des Werkstückes eingestellt wird.
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