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DE102008025044B3 - Vorrichtung und Verfahren zum Schneiden von Werkstücken mit einem Laserstrahl - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Schneiden von Werkstücken mit einem Laserstrahl Download PDF

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DE102008025044B3
DE102008025044B3 DE102008025044A DE102008025044A DE102008025044B3 DE 102008025044 B3 DE102008025044 B3 DE 102008025044B3 DE 102008025044 A DE102008025044 A DE 102008025044A DE 102008025044 A DE102008025044 A DE 102008025044A DE 102008025044 B3 DE102008025044 B3 DE 102008025044B3
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cutting gas
cutting
nozzle
workpiece
gas channels
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DE102008025044A
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English (en)
Inventor
Thomas Dr. Himmer
Florian Dipl.-Ing. Bartels
Lothar Dr. Morgenthal
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Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
Original Assignee
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Schneiden von Werkstücken mit einem Laserstrahl, wobei in an sich bekannter Form mit einem Schneidgas, das über eine Schneiddüse in den Bereich eines Schnittspalts geführt ist, gearbeitet wird. Aufgabe der Erfindung ist es, Möglichkeiten vorzuschlagen, mit denen unterschiedlichste Werkstücke bei erhöhter Bearbeitungsgeschwindigkeit, mit wechselnder Vorschubsachsrichtung, so zu bearbeiten, dass auch bei höheren Werkstückdicken eine gute Schnittkantenqualität erreicht und der Schneidgasverbrauch in Grenzen gehalten werden kann. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird ein Laserstrahl durch einen Durchlasskanal mit düsenförmiger Dusgebildet sind, auf ein Werkstück gerichtet. Dabei sind mehrere Schneidgaskanäle, deren Düsenaustrittsöffnungen in einem Abstand zum Mittel- oder Flächenschwerpunkt und dem radial äußeren Rand der Durchlassöffnung angeordnet sind, vorhanden. In jeder Schneidgaszuleitung oder in jedem Schneidgaskanal ist ein einzeln ansteuerbares Ventil angeordnet oder es ist innerhalb der Schneiddüse eine um die mittlere Längsachse rotierende Blende an der mindestens eine Durchbrechung, zur Freigabe oder dem Sperren einer Schneidgaszufuhr in Schneidgaskanäle ausgebildet ist, angeordnet. Die Ventile oder der Drehantrieb für die Blende sind an eine elektronische Steuerung angeschlossen.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Schneiden von Werkstücken mit einem Laserstrahl, wobei in an sich bekannter Form mit einem Schneidgas, das über eine Schneiddüse in den Bereich eines Schnittspalts geführt ist, gearbeitet wird. Außerdem ist es wichtig, dass während der Bearbeitung zum Schneiden von Werkstücken auch bei hohen Vorschubgeschwindigkeiten Richtungsänderungen der Vorschubachsrichtung berücksichtigt werden können und dabei auch die Zufuhr von Schneidgas zur Ausbildung guter Schnittkanten an einem zu bearbeitenden Werkstück gesichert werden.
  • Bei bekannten in Verbindung mit Laserstrahlen eingesetzten Schneiddüsen wirkt sich ein kleiner Einwirkbereich auf den Schnittspalt (Staudruck über dem Schnittspalt) als eine wichtige Einflussgröße negativ aus. Dem kann beispielsweise durch größere Düsenöffnungen entgegengewirkt werden, wobei jedoch der erforderliche Schneidgasvolumenstrom ansteigt, was selbstverständlich die Kosten negativ beeinflusst. Dieser Einfluss ist besonders groß, wenn Laserstrahlen mit hoher Strahlqualität eingesetzt werden, wie sie beispielsweise von Faserlasern oder Scheibenlasern zur Verfügung gestellt werden können.
  • Ganz besonders problematisch entwickeln sich die Verhältnisse beim Austreiben von schmelzflüssigem Werkstoff aus einem Schnittspalt mit dem eingesetzten Schneidgas, wenn ein Werkstück geschnitten werden soll, das eine erhöhte Dicke im zu schneidenden Bereich aufweist.
  • Bisher wurden unterschiedliche Lösungsansätze vorgeschlagen, um diesen Problemen entgegenzuwirken.
  • So ist es aus DE 44 07 755 A1 bekannt, an Schneiddüsen eine oder auch mehrere langgestreckte Austrittsöffnungen vorzusehen, aus denen Schneidgas auf den Schnittspalt gerichtet werden kann. Solche Austrittsöffnungen sollen dabei bevorzugt an beiden Seiten parallel zur Vorschubachsrichtung neben dem Schnittspalt angeordnet und entsprechend ausgerichtet sein. Außerdem wird darin vorgeschlagen, mit einem geeigneten Antrieb eine Drehung zur Berücksichtigung wechselnder Vorschubachsrichtungen an einer solchen Schneiddüse vornehmen zu können.
  • In DE 36 30 127 C2 und G 83 37 305 U1 sind Vorrichtungen beschrieben, bei denen Schneidgas durch mehrere Gasaustrittsdüsen strömt, die um eine Durchgangsbohrung, durch die ein Laserstrahl auf ein zu schneidendes Werkstück gerichtet ist, angeordnet sind. Das Schneidgas wird dabei über einen Ringkanal zugeführt und dann aus den mehreren Gasaustrittsdüsen in Richtung auf einen Schneidspalt mit erhöhtem Druck beschleunigt. Das Schneidgas strömt dabei aber immer durch alle vorhandenen Gasaustrittsdüsen, unabhängig davon, wie die momentane Vorschubachsrichtung verläuft und welche Werkstückdicke momentan zu schneiden ist, was zu einem erhöhten Gasverbrauch führt.
  • In allgemeiner Form ist es außerdem bekannt, dass zum Schneiden dickerer Werkstücke Düsenöffnungen mit größerem freiem Querschnitt eingesetzt werden, um eine zufriedenstellende Schnittqualität der erhaltenen Schnittkanten am Werkstück erreichen zu können. Dadurch erhöht sich aber der Schneidgasverbrauch erheblich. So führt beispielsweise eine Vergrößerung einer rotationssymmetrischen Düsenaustrittsöffnung dazu, dass beim Schneidgasverbrauch die jeweilige Radiusvergrößerung quadratisch in den jeweiligen Gasverbrauch eingeht. Dadurch wird ein größerer Flächenbereich über dem Schnittspalt auf der Werkstückoberfläche mit Schneidgas beaufschlagt, wobei aber der effektiv nicht nutzbare Bereich ebenfalls ansteigt.
  • Demzufolge sind Vergrößerungen von Düsenaustrittsöffnungen bei Schneiddüsen, die lediglich eine solche Austrittsöffnung aufweisen, nur bedingt geeignet, um bei der Bearbeitung mit wechselnder Vorschubachsrichtung, bei gleichzeitig erhöhter Werkstückdicke, sowohl die gewünschte gute Schneidkantenqualität zu sichern wie auch den erforderlichen Schneidgasverbrauch zu minimieren.
  • Aus JP 60 096 393 A ist eine Laserschweißvorrichtung bekannt, bei der zusätzliches Gas mit Ventilen ge steuert durch Düsen auf ein Werkstück gerichtet werden kann.
  • Das DD 288 339 A5 betrifft eine Einrichtung zum Entfernen von Abtragsprodukten bei der abtragenden Laser-Materialbearbeitung, bei der neben einer Laserstrahl-Austrittsöffnung Gasstrahldüsen vorhanden sind und ein Gasstrahl in Richtung der Relativbewegung des Laserstrahls und des Werkstücks angeordnet werden kann.
  • Techel A. u. a. beschreiben in „Automation Solutions for Metal Laminated Tooling”; Laser Assisted Net Shape Engineering 4; Proceedings of the Lane 2004; Bamberg; Verlag Meisenbach; 2004; S. 561–566; ISBN3-87525-202-0 Möglichkeiten für die Herstellung von Bauteilen mit stoffschlüssig miteinander verbundenen plattenförmigen Elementen.
  • Die DE 10 2005 27 836 A1 betrifft eine Vorrichtung zum Laserstrahlschweißen mit eine speziellen Düsenausführung.
  • Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Möglichkeiten vorzuschlagen, mit denen unterschiedlichste Werkstücke bei erhöhter Bearbeitungsgeschwindigkeit, mit wechselnder Vorschubachsrichtung, so zu bearbeiten, dass auch bei höheren Werkstückdicken eine gute Schnittkantenqualität erreicht und der Schneidgasverbrauch in Grenzen gehalten werden kann.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Vorrichtung, die die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist, gelöst. Dabei kann mit einem Verfahren, wie es mit dem Anspruch 17 definiert ist, gearbeitet werden.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungsformen und Weiterbildungen der Erfindung können mit in untergeordneten Ansprüchen bezeichneten Merkmalen erreicht werden.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Schneiddüse so ausgebildet, dass durch sie ein Durchlasskanal mit in Richtung auf das jeweilige zu schneidende Werkstück angeordneter düsenförmiger Durchlassöffnung vorhanden ist. Durch den Durchlasskanal und die düsenförmige Durchlassöffnung wird dann der zum Schneiden eingesetzte Laserstrahl auf das Werkstück gerichtet. Des Weiteren sind mehrere Schneidgaskanäle, deren Düsenaustrittsöffnungen in einem Abstand zum Mittel- oder Flächenschwerpunkt und dem radial äußeren Rand der Durchlassöffnung angeordnet sind, vorhanden. Als wesentlicher Unterschied zum Stand der Technik können aber die Schneidgaskanäle jeweils gesondert angesteuert werden, so dass Schneidgas bei Bedarf durch mindestens einen dieser zusätzlichen Schneidgaskanäle auf das Werkstück und in den Schnittspalt gerichtet werden kann. Hierfür besteht nicht nur die Möglichkeit, jeden Schneidgaskanal über ein einzeln ansteuerbares Ventil mit Schneidgas beaufschlagen zu können oder den jeweiligen Schneidgaskanal zu sperren. Dementsprechend kann jedem Schneidgaskanal ein Ventil zugeordnet sein.
  • Erfindungsgemäß ist innerhalb der Schneiddüse eine rotierende Blende vorgesehen, die um die mittlere Längsachse rotieren kann. In der Blende ist dann mindestens eine Durchbrechung ausgebildet. Bei Drehung der Blende kann diese dann so positioniert werden, dass eine Durchbrechung mindestens einen Schneidgaskanal für die Zufuhr von Schneidgas in Richtung auf den Schnittspalt freigibt, aber gleichzeitig andere Schneidgaskanäle geschlossen sind, so dass durch die se kein Schneidgas auf den Schnittspalt des Werkstücks gerichtet wird. Hierfür sind die angesprochenen Ventile oder der Drehantrieb für die mit Durchbrechung(en) versehenen Blende an eine elektronische Steuerung angeschlossen. Dadurch kann gesichert werden, dass die Schneidgaszufuhr unter Berücksichtigung der jeweiligen momentanen Vorschubachsrichtung beim Schneiden und/oder der jeweiligen zu schneidenden Werkstückdicke gezielt beeinflusst werden kann. Sie sollte möglichst tangential zur Vorschubachsrichtung gehalten werden.
  • Bei der Erfindung besteht aber auch die Möglichkeit, dass eine Schneidbearbeitung von Werkstücken auch so erfolgt, dass sämtliche Schneidgaskanäle geschlossen gehalten sind und Schneidgas dann ausschließlich über den Durchlasskanal mit düsenförmiger Durchlassöffnung auf das jeweilige Werkstück in den Schnittspaltbereich gerichtet wird. Dies kann immer dann der Fall sein, wenn relativ kleine Werkstückdicken zu schneiden sind, was beispielsweise bis zu einer Dicke von maximal 6 mm möglich ist. Sollen aber auch größere Dicken mit wechselnder Vorschubachsrichtung geschnitten werden, können dann in gezielter Form mindestens ein weiterer Schneidgaskanal geöffnet und zusätzlich Schneidgas durch diesen Schneidgaskanal auf Werkstückoberfläche und in den Schnittspalt zugeführt werden. Dabei kann durch gezielte Drehung der Blende eine entsprechend an die jeweilige Vorschubachsrichtung angepasste Zufuhr von Schneidgas über dies berücksichtigend angeordnete Schneidgaskanäle erreicht werden.
  • Für eine Schneidbearbeitung in so genannter Remote-Technologie kann es vorteilhaft sein, Durchlasskanal und düsenförmige Durchlassöffnung so zu gestalten und zu dimensionieren, dass eine Verschwenkung des Laserstrahls in Bezug zur Längsachse des Durchlasskanals unter Berücksichtigung wechselnder Vorschubachsrichtungen möglich ist. Dies kann mit einer geeigneten und an sich bekannten Scanneroptik erreicht werden. Dabei sollte eine Verschwenkung um mindestens 1°, bevorzugt um mindestens 3° möglich sein.
  • Da für eine gute Qualität ausgebildeter Schneidkanten ein zumindest nahezu senkrechter Einfall des Laserstrahls günstig ist, kann bevorzugt für die Remote-Bearbeitung auch eine telezentrische Planfeld-Optik eingesetzt werden. Mit dieser kann dann eine Verschiebung der optischen Achse des Laserstrahls bei einem solchen Einfallswinkel erreicht und dadurch ein größerer Bearbeitungsbereich allein durch eine Beeinflussung des Laserstrahls erreicht werden. Dies kann mit der überlagerten Vorschubbewegung kombiniert zu erhöhten Bearbeitungsgeschwindigkeiten führen. Die so innerhalb des jeweiligen Bearbeitungsbereich veränderte Position des auftreffenden Laserstrahls kann mit der erfindungsgemäß möglichen Beeinflussung des Schneidgasstromes besser berücksichtigt werden.
  • Die Düsenaustrittsöffnungen von Schneidgaskanälen sollten möglichst mit jeweils gleichen Winkelabständen zueinander angeordnet sein.
  • In weiteren Alternativen besteht die Möglichkeit, die Düsenaustrittsöffnungen von Schneidgaskanälen mit nicht rotationssymmetrischen Querschnitten auszubilden, sie also z. B. abweichend von einem kreisrunden Querschnitt eine längsgestreckte Spaltform aufweisen können. Dabei sollten die ausgebildeten spaltförmigen Düsenaustrittsöffnungen sternförmig um den Mittel- oder Flächenschwerpunkt der düsenförmigen Durchlass öffnung des Durchlasskanals ausgebildet und ausgerichtet sein. Schneidgaskanäle können dabei eine Lavalgeometrie aufweisen, die zumindest im Bereich der Düsenaustrittsöffnung eingehalten sein sollte.
  • Es besteht aber auch die Möglichkeit, Schneidgaskanäle mit Düsenaustrittsöffnungen so auszubilden und anzuordnen, dass die Düsenaustrittsöffnungen unterschiedliche Abstände zum jeweiligen Mittel- oder Flächenschwerpunkt der düsenförmigen Durchlassöffnung aufweisen und dementsprechend in unterschiedlichen Radien auf Kreisbahnen angeordnet sein können. Dabei können Düsenaustrittsöffnungen hintereinander auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sein, oder es kann auch eine versetzte Anordnung gewählt werden. Dabei können dann Düsenaustrittsöffnungen jeweils auf mehreren gemeinsamen Radien um den Mittel- oder Flächenschwerpunkt der düsenförmigen Durchlassöffnung angeordnet sein.
  • Für die Zufuhr von Schneidgas in Richtung auf den Schnittspalt und in diesen hinein ist es außerdem günstig, die Schneidgaskanäle in der Schneiddüse so auszubilden, dass die Schneidgaskanäle in gleichen Winkeln in Bezug zur Längsachse des Durchlasskanals in schräg geneigter Form und in Richtung auf den Schnittspalt ausgerichtet sind. Dies sollte insbesondere für solche Schneidgaskanäle berücksichtigt werden, deren Düsenaustrittsöffnungen in gleichen Abständen zum Mittel- oder Flächenschwerpunkt der Durchlassöffnung angeordnet sind. Sind Düsenaustrittsöffnungen mit unterschiedlichen Abständen zu Mittel- oder Flächenschwerpunkt der Durchlassöffnung vorhanden, kann der jeweilige Neigungswinkel unter Berücksichtigung des jeweiligen Abstandes verändert sein. So kann beispielsweise bei Düsenaustrittsöff nungen mit größerem Abstand der Neigungswinkel des jeweiligen Schneidgaskanals in Bezug zur Längsachse des Durchlasskanals vergrößert sein.
  • Insbesondere beim Schneiden von Werkstücken mit größerer Dicke können Schneidgaskanäle aber auch senkrecht zur Werkstückoberfläche ausgerichtet sein, wobei dies zumindest im Gasaustrittsbereich der Fall sein sollte.
  • Bevorzugt ist es außerdem, Düsenaustrittsöffnungen von Schneidgaskanälen konzentrisch um den Mittel- oder Flächenschwerpunkt der düsenförmigen Durchlassöffnung anzuordnen.
  • Es besteht aber auch die Möglichkeit, an Schneidgaskanälen Düsenaustrittsöffnungen vorzusehen, deren freier Querschnitt nicht gleich groß ist. Dementsprechend können Düsenaustrittsöffnungen mit größerem oder kleinerem freiem Querschnitt bzw. voneinander unterschiedlicher Querschnittsgeometrie vorhanden sein, so dass auch dadurch Möglichkeiten bestehen, durch gezieltes Öffnen oder Verschließen von Schneidgaskanälen Einfluss auf den jeweiligen zugeführten Schneidgasvolumenstrom und die entsprechende Strömungsgeschwindigkeit sowie den Staudruck nehmen zu können.
  • Ähnlich kann aber auch bei der Ausbildung von Durchbrechungen in der Blende vorgegangen werden. So können in einer Blende mehrere Durchbrechungen ausgebildet sein, die eine unterschiedliche freie Querschnittsfläche aufweisen, so dass bei einer entsprechenden Drehung mit Positionierung der jeweiligen Durchbrechung in Bezug zu einem Schneidgaskanal dann mehr oder weniger Schneidgas in den Schneidgaskanal eingeführt werden kann. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Durchbrechungen an einer Blende vorzusehen, deren freier Querschnitt eine nicht rotationssymmetrische Geometrie bzw. ein von der komplementären Geometrie des Schneidgaskanals im Bereich der Blende abweichende Geometrie aufweist. Auch dadurch kann bei entsprechender Drehung der Blende in gezielter Form der gesamte freie Querschnitt des Schneidgaskanals für die Zufuhr von Schneidgas freigegeben werden, aber auch lediglich eine teilweise Freigabe erfolgen, wodurch Einfluss auf den durch einen Schneidgaskanal zuführbaren Schneidgasvolumenstrom und die entsprechende Schneidgasströmungsgeschwindigkeit/Staudruck genommen werden kann, wobei dann der Druck des zugeführten Schneidgases bis vor die jeweilige Blende und den Schneidgaskanal konstant gehalten werden kann.
  • Ein ähnlicher Effekt kann auch dadurch erreicht werden, dass eine entsprechende Ansteuerung von Ventilen, die jeweiligen Schneidgaskanälen zugeordnet sind, erfolgt.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltungsform kann zusätzlich ein Drehwinkelsensor vorgesehen sein, mit dem die jeweilige Ausrichtung der Blende bestimmt werden kann. Der Drehwinkelsensor sollte dann ebenfalls an die elektronische Steuerung angeschlossen sein, so dass das jeweilige Drehwinkelmesssignal auch bei der Steuerung der Schneidgaszufuhr über die jeweiligen Schneidgaskanäle berücksichtigt werden kann.
  • Bei der Schneidbearbeitung ist es häufig auch günstig, dass gleichzeitig mindestens zwei Schneidgaskanäle geöffnet sind, so dass Schneidgas über diese beiden Schneidgaskanäle und durch deren Düsenaustrittsöffnungen auf das Werkstück und in den Schnitt spalt gerichtet werden kann. Dabei sollte die Ansteuerung so erfolgen, dass die Schneidgaszufuhr durch Schneidgaskanäle mit Düsenaustrittsöffnungen, die unmittelbar neben- und/oder hintereinander angeordnet sind, erfolgt.
  • Beim Schneiden besteht die Möglichkeit, den Volumenstrom des Schneidgases, der über Durchlasskanal und düsenförmige Durchlassöffnung in Richtung Schneidspalt strömt, konstant zu halten und dann eine Anpassung an sich verändernde Verfahrensbedingungen, also eine Veränderung der Werkstückdicke und/oder der Vorschubachsrichtung lediglich durch Ansteuerung der Schneidgaskanäle zu erreichen.
  • Eine erfindungsgemäß ausgebildete Schneiddüse kann auf verschiedenste Art und Weise hergestellt werden. So können unterschiedlichste Verfahren aus dem Bereich des sogenannten Rapid Prototyping eingesetzt werden. Die Kanäle, also der Durchlasskanal und die Schneidgaskanäle, können aber auch in an sich bekannter Form durch Erodieren aus einem vorab zur Verfügung gestellten Werkstück ausgebildet werden.
  • Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine solche Schneiddüse gießtechnisch herzustellen, wobei bevorzugt verlorene Formen oder Kerne eingesetzt werden können.
  • Besonders vorteilhaft können Schneiddüsen mit einem Verfahren, das unter der Bezeichnung ”MELATO®” bekannt ist, hergestellt werden. Dabei werden eine Vielzahl plattenförmiger Elemente in gestapelter Form zu einer Schneiddüse gefügt. Die einzelnen plattenförmigen Elemente weisen dabei entsprechende Durchbrechungen auf, mit denen dann die jeweils erforder lichen und zuvor bereits erläuterten und definierten unterschiedlichen Kanäle auch mit wechselnder Richtung sowie variabler freier Querschnittsgröße sehr einfach und flexibel ausgebildet werden können. Die plattenförmigen Elemente, die dann in gestapelter Form eine erfindungsgemäß ausgebildete Schneiddüse bilden, sollten bevorzugt stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Dies kann beispielsweise durch Löten oder auch durch Schweißen, bevorzugt Diffusionsschweißen, erreicht werden. Die für die Herstellung eingesetzten plattenförmigen Elemente müssen nicht unbedingt eine konstante Dicke aufweisen, sondern die Dicke kann in Abhängigkeit von der jeweiligen Kanalführung und der jeweiligen freien Querschnitte gewählt werden.
  • Das Verschweißen kann aber auch am äußeren Rand erfolgen. Außerdem ist es zweckmäßig, Erhebungen oder Vertiefungen an plattenförmigen Elementen vorzusehen, die dann bei benachbart angeordneten plattenförmigen Elementen komplementär ausgebildet sein sollten, so dass eine Positionierung und Ausrichtung der miteinander zu verbindenden plattenförmigen Elemente in exakter Form erreicht werden kann.
  • In Schneiddüsen, die wie zuvor erläutert mit den plattenförmigen Elementen hergestellt worden sind, können zusätzlich auch Kühlkanäle integriert werden.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht auch die Möglichkeit diese mit einem integrierten Abstandssensor auszubilden. Dabei können dann zwei elektrisch leitende Teile mit einem dielektrischen Teil getrennt sein, um eine kapazitive Abstandsbestimmung zu einer Werkstückoberfläche vornehmen und für eine Regelung nutzen zu können. Bei mit platten förmigen Elementen gebildeten Schneiddüsen kann dies mit mindestens einem elektrisch isolierenden plattenförmigen Element, das als z. B. vorletzte Platte in Richtung Werkstückoberfläche angeordnet ist und einem plattenförmigen Element aus Kupfer, das den stirnseitigen Rand in Richtung Werkstückoberfläche bildet und weiteren elektrisch leitenden plattenförmigen Elementen, die auf der anderen Seite des elektrisch isolierenden plattenförmigen Element angeordnet sind und einer für eine kapazitive Abstandsbestimmung geeigneten elektrischen Kontaktierung erreicht werden.
  • Die plattenförmigen Elemente, die für die Herstellung von Schneiddüsen in erfindungsgemäßer Ausbildung eingesetzt werden, können aber auch mit anderen geeigneten Verbindungselementen zusammengehalten und so verbunden werden. Dies können beispielsweise Schraubverbindungen sein. Dabei können dann geeignete Dichtelemente im Bereich der unterschiedlichen Kanäle mit integriert werden, da alle Kanäle nach außen möglichst fluiddicht abgedichtet sein sollten und teilweise doch erhebliche Schneidgasdrücke bis in Bereich von 30 bar und ggf. darüber hinaus berücksichtigt werden müssen.
  • Einzelnen Schneidgaskanälen zugeordneten Ventile sollten möglichst nah zu den jeweiligen Düsenaustrittsöffnungen angeordnet werden, um eine kleine Zeitkonstante für den Druckaufbau einhalten zu können und so auf unterschiedlichste technologische Anforderungen bei der Schneidbearbeitung reagieren zu können.
  • Nachfolgend soll die Erfindung beispielhaft näher erläutert werden.
  • Dabei zeigen:
  • 1 in einer schematischen Schnittdarstellung ein Beispiel einer Schneiddüse für eine erfindungsgemäße Vorrichtung;
  • 2 in einer schematischen Schnittdarstellung ein weiteres Beispiel einer Schneiddüse für eine erfindungsgemäße Vorrichtung;
  • 3 Möglichkeiten für Anordnungen und Ausbildungen von Düsenaustrittsöffnungen von Schneidgaskanälen;
  • 4 eine schematische Darstellung für eine Bearbeitung innerhalb eines Bearbeitungsfeldes;
  • 4a–c ein Beispiel für eine Bearbeitung in Remote-Technologie mit Schneidgaskanälen, die in unterschiedlichen Winkeln ausgerichtet sein können;
  • 5a und b ein Beispiel mit schwenkbaren Schneidgaskanälen.
  • In den 1 und 2 sind zwei Beispiele für bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung einsetzbaren Schneiddüse 1 schematisch im Schnitt dargestellt.
  • Dabei ist hier ein Laserstrahl 4 senkrecht auf die Werkstückoberfläche zur Schneidbearbeitung durch den Durchlasskanal 2 mit düsenförmiger Durchlassöffnung 2.1 gerichtet. Umlaufend sind mehrere Schneidgaskanäle 3 mit Düsenaustrittsöffnungen 3.1 vorhanden aus denen selektiv gesteuert Schneidgas zuführbar ist.
  • Einzelne Schneidgaskanäle 3 können, wie im allgemeinen Teil der Beschreibung erläutert, mit einer Blende geöffnet oder geschlossen werden. Beim in 2 gezeigten Beispiel sind Schneidgaskanäle 3 mit Düsenaustrittsöffnungen 3.1 mit unterschiedlichen Abständen zum Mittelpunkt der Durchlassöffnung 2.1 vorhanden. Durch gezielte Ansteuerung der Scheidgaskanäle 3 kann so auch ein unterschiedlicher Abstand der Schneiddüse 1 von einem zu bearbeitenden Werkstück mit dem jeweiligen Neigungswinkel der Schneidgaskanäle 3 berücksichtigt werden.
  • Bei diesen beiden Beispielen sind die Schneidgaskanäle 3 in jeweils gleichen Winkeln in Bezug zur Längsachse des Durchlasskanals 2 ausgerichtet. Dies muss aber nicht unbedingt der Fall sein. Es können auch unterschiedliche Neigungswinkel an Schneidgaskanälen 3 gewählt werden, die beispielsweise den jeweiligen Abstand der Düsenaustrittsöffnung zur Längsachse der Durchlassöffnung 2.1 berücksichtigen.
  • In 3 sind mehrere unterschiedliche Anordnungen und Geometrien von Düsenaustrittsöffnungen 3.1 beispielhaft dargestellt. Inder linken Darstellung von 3 sind unterschiedliche Querschnittsgeometrien dargestellt, die jeweils in Kreissegmenten zusammengefasst sind. Neben rotationssymmetrischen Ausbildungen, die hier auch in unterschiedlichen Abständen zur mittleren Längsachse des Durchlasskanals 2 mit unterschiedlichen Radien dargestellt sind, sind auch andere Geometrien und unterschiedliche freie Querschnitte gezeigt.
  • In der rechten Darstellung sind mögliche Gestaltungen von Schneidgaskanälen 3 im Bereich des Schneidgasaustritts an den Düsenaustrittsöffnungen dargestellt. So zeigt die ganz links bei e angeordnete eine einfache Lavalgeometrie, die daneben bei f eine weitere Lavalgeometrie, die bei g eine Kombination konisch-zylindrisch und die bei h ganz rechts dargestellte eine konisch-zylindrische Ausbildung mit einer Senkung an der Düsenaustrittsöffnung 3.1.
  • Außerdem wird in 3 angedeutet, dass die Ausrichtung der Schneidgaskanäle 3 in unterschiedlichen Winkeln gewählt werden kann. Hier ist eine senkrechte Ausrichtung gezeigt. Es kann aber eine Neigung um vorgebbare Winkel gewählt werden, so dass Schneidgas schräg geneigt austreten kann. Die Neigung kann wie angedeutet bis zu 60° gewählt werden. Dabei kann bei der Wahl des Neigungswinkels, der jeweilige Abstand zur mittleren Längsachse des Durchlasskanals 2 bzw. auch der Abstand zum Schnittspalt berücksichtigt werden.
  • Die gezeigten Geometrien können aber auch mit weiteren anderen kombiniert werden oder auch andere Geometrien und Dimensionierungen gewählt werden.
  • Mit 4 sollen Möglichkeiten für eine Auslenkung des Laserstrahls 4 innerhalb eines Bearbeitungsfeldes 5 verdeutlicht werden. Dabei sind umlaufend um den Durchlasskanal 2 Düsenaustrittsöffnungen 3.1 in einer Ringanordnung vorhanden.
  • Bei den in den 4a bis 4c gezeigten Beispiel ist der freie Querschnitt von Durchlasskanal 2 und insbesondere der Durchlassöffnung 2.1 deutlich größer, so dass eine Auslenkung des Laserstrahls 4 zusätzlich zur Relativbewegung der Vorrichtung mit dem Werkstück möglich ist. In 4b ist gezeigt, wie ein Laserstrahl 4 zentral in der Längsachse des Durchlasskanals 2 zur Bearbeitung auf ein Werkstück gerichtet wird. Die Schneidgaskanäle 3 sind dabei jeweils gleich ausgebildet und rotationssymmetrisch um die Längsachse des Durchlasskanals 2 angeordnet. Im Bereich der Düsenaustrittsöffnungen 3.1 sind die Schneidgaskanäle 3 jeweils in gleichen Richtungen und in gleichen Winkeln geneigt, so dass Scheidgas in Richtung auf den Brennpunkt des Laserstrahls 4 gerichtet werden kann.
  • Bei dem in 4a bis 4c gezeigten Beispiel sind mehr Schneidgaskanäle 3 an einer Schneiddüse 1 vorhanden als beim Beispiel nach 5a und 5b. Wie in der Darstellung verdeutlicht münden deren Düsenaustrittsöffnungen 3.1 in unterschiedlichen Abständen von der Längsachse des Durchlasskanals 2.
  • Wie aus den Darstellungen der 4a bis c nicht hervorgeht, können die Schneidgaskanäle 3 zumindest im Bereich der Düsenaustrittsöffnungen 3.1 aber auch unterschiedliche Neigungswinkel aufweisen, mit denen eine dementsprechende Auslenkung des Laserstrahls 4 erreichbar ist, wenn der Laserstrahl 4 außer mittig ausgelenkt oder so verschoben ist. Wie in 4a und 4c gezeigt, kann der Laserstrahl 4 außermittig in einem Abstand zur Längsachse des Durchlasskanals 2, die durch den Mittelpunkt des Durchlasskanals 2 verlaufen. So kann je nach Verschiebung oder Auslenkung die Strömungsrichtung von Schneidgas an die Auslenkung eines Laserstrahls 4 angepasst werden.
  • Mit den 5a und 5b soll eine besonders für eine Remote-Bearbeitung geeignete Ausführung der Erfindung verdeutlicht werden. Durchlasskanal 2 und Durchlassöffnung 2.1 sind so gestaltet und dimensioniert, dass der Laserstrahl 4 innerhalb eines Bearbeitungs bereichs an einer Werkstückoberfläche bewegt werden kann, was zumindest den Fokuspunkt betrifft. In 5a soll die Bearbeitung in einem zentraler angeordneten Punkt des Bearbeitungsbereichs erfolgen, wohingegen die Bearbeitung, wie in 5b gezeigt in einem äußeren Randbereich erfolgen soll.
  • Dabei sind Schneidgaskanäle 3 zumindest teilweise oder deren Düsenaustrittsöffnungen 3.1 um mindestens eine Achse verschwenkbar, so dass die auf die Werkstückoberfläche gerichtete Schneidgasströmung in jeweils gewünschter Form und Richtung auf die Werkstückoberfläche und die Position der Schnittfuge gerichtet werden kann. In 5a sind die beiden gezeigten Schneidgaskanäle 3 in gleichen Winkeln in Bezug zur Längsachse des Durchlasskanals 2 und hier auch des Laserstrahls 4 ausgerichtet. Da die Bearbeitungsposition in 5b aber in einen Randbereich verschoben ist, kann dies mit einer dies berücksichtigenden Verschwenkung der Schneidgaskanäle 3 kompensiert werden. So kann Schneidgas mit dem links angeordneten Schneidgaskanal 3 in einem steileren und mit dem rechts dargestellten Schneidgaskanal 3 flacheren Winkel auf die Bearbeitungsposition des Laserstrahls 4 an der Werkstückoberfläche gerichtet werden. Dabei können alle oder lediglich ausgewählte Scheidgaskanäle 3 verschwenkbar ausgeführt sein. Als Schwenkantriebe können beispielsweise pneumatische oder elektrische eingesetzt werden. Sie können auch eine mehrachsige Verschwenkung ermöglichen.
  • Bei den in den 4 und 5 gezeigten Beispielen erfolgte die Auslenkung/Verschiebung des Laserstrahls 4 unter Einsatz einer telezentrischen Optik (Planfeld-Optik). Dadurch konnte ein größerer Bearbeitungsbereich mit dem vergrößerten Durchlasskanal 2 und seiner Durchlassöffnung 2.1, bei gleichzeitigem zumindest nahezu senkrechten Einfallswinkel des Laserstrahls 4 auf die zu bearbeitende Oberfläche eines Werkstücks erreicht werden.

Claims (21)

  1. Vorrichtung zum Schneiden von Werkstücken mit einem Laserstrahl, der durch einen Durchlasskanal mit düsenförmiger Durchlassöffnung, die innerhalb einer Schneiddüse ausgebildet sind, auf ein Werkstück gerichtet ist, dabei mehrere Schneidgaskanäle, deren Düsenaustrittsöffnungen in einem Abstand zum Mittel- oder Flächenschwerpunkt und dem radial äußeren Rand der Durchlassöffnung angeordnet sind, vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Schneiddüse (1) eine um die mittlere Längsachse rotierende Blende angeordnet ist, an der mindestens eine Durchbrechung zur Freigabe oder dem Sperren einer Schneidgaszufuhr in Schneidgaskanäle (3) ausgebildet ist; wobei der Drehantrieb für die Blende an eine elektronische Steuerung angeschlossen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Düsenaustrittsöffnungen (3.1) der Schneidgaskanäle (3) mit jeweils gleichen Winkelabständen zueinander angeordnet sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenaustrittsöffnungen (3.1) einen nicht rotationssymmetrischen Querschnitt aufweisen.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durch lassöffnung (2.1) einen Austritt für Schneidgas bildet.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlasskanal (2) und die Durchlassöffnung (2.1) einen freien Querschnitt aufweisen, so dass eine Verschwenkung des Laserstrahls mit einem Winkel von mindestens 1° in Bezug zur Längsachse des Durchlasskanals (2) möglich ist.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Schneidgaskanäle (3) in gleichen Winkeln in Bezug zur Längsachse des Durchlasskanals (2) schräg geneigt sind.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Anspräche, dadurch gekennzeichnet, dass Schneidgaskanäle (3) in Bezug zur Längsachse des Durchlasskanals (2) in mindestens einer Achsrichtung verschwenkbar sind.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Schneidkanäle (3), deren Düsenaustrittsöffnungen (3.1) unterschiedliche Abstände zum Mittel- oder Flächenschwerpunkt der Durchlassöffnung (2.1) aufweisen, vorhanden sind.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Düsenaustrittsöffnungen (3.1) konzentrisch um den Mittel- oder Flächenschwerpunkt der Durchlassöffnung (2.1) angeordnet sind.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Düsenaus trittsöffnungen (3.1) mit unterschiedlicher freier Querschnittsfläche vorhanden sind.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Blende Durchbrechungen mit unterschiedlicher freier Querschnittsfläche ausgebildet sind.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehwinkelsensor an der Blende vorhanden und an eine elektronische Steuerung angeschlossen ist.
  13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig durch Drehung der Blende und dementsprechende Positionierung der Durchbrechung(en) zwei Schneidgaskanäle (3) geöffnet sind.
  14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiddüse zumindest teilweise aus miteinander verbundenen plattenförmigen Elementen gebildet ist, in denen für die Ausbildung des Durchlasskanals (2) und der Schneidgaskanäle (3) Durchbrechungen ausgebildet sind; wobei die Position, Größe und/oder geometrische Gestalt der in plattenförmigen Elementen ausgebildeten Durchbrechungen voneinander abweicht.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Elemente stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
  16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidgaskanäle (3) im Bereich der Düsenaus trittsöffnung (3.1) eine Lavalgeometrie aufweisen.
  17. Verfahren zum Schneiden von Werkstücken mit einem Laserstrahl, bei dem ein Laserstrahl durch einen Durchlasskanal (2) mit Durchlassöffnung (2.1) auf ein Werkstück gerichtet wird, dabei die Zufuhr von Schneidgas durch zusätzliche Schneidgaskanäle (3), deren Düsenaustrittsöffnungen (3.1) in einem Abstand zum Mittel- oder Flächenschwerpunkt und dem radial äußeren Rand der Durchlassöffnung (2.1) angeordnet sind, in Abhängigkeit der jeweiligen Vorschubachsrichtung beim Schneiden, der jeweiligen Dicke des Werkstücks im Bearbeitungsbereich und/oder der momentanen Laserleistung gesteuert wird, indem eine Blende in gesteuerter Form so gedreht wird, dass die Zufuhr von Schneidgas durch mindestens einen Schneidgaskanal (3), durch Positionierung einer an der Blende ausgebildeten Durchbrechung, freigegeben wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass Schneidgas auch durch den Durchlasskanal (2) und dessen Durchlassöffnung (2.1) in den Schnittspalt gerichtet wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig Schneidgas durch mindestens zwei Schneidgaskanäle (3) in den Schnittspalt am Werkstück gerichtet wird.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig Schneidgas durch mindestens zwei in Bezug zur Vorschubachsrichtung unmittelbar neben- und/oder hintereinander angeordnete Düsenaustrittsöffnungen (3.1) von Schneidgaskanälen (3) in den Schnittspalt am Werkstück gerichtet wird.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Querschnitt mindestens eines Schneidgaskanals (3) durch entsprechende Positionierung einer Durchbrechung der Blende teilweise freigegeben und dadurch der Schneidgasvolumenstrom und die Strömungsgeschwindigkeit des durch diesen Schneidgaskanal (3) geführten Schneidgases beeinflusst wird.
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