DE19909223A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von spezifisch schweren Verunreinigungen aus dem Eingangsmaterial eines Turbo-Rotors - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von spezifisch schweren Verunreinigungen aus dem Eingangsmaterial eines Turbo-RotorsInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Beseitigung von spezifisch schweren Verunreinigungen aus dem Eingangsmaterial eines Turbo-Rotors (1). Der Gefahr einer Beschädigung oder gar Zerstörung des Turbo-Rotors (1) wird dadurch begegnet, dass das Eingangsmaterial im Mahlluftstrom des Turbo-Rotors (1) windgesichtet wird. Das geschieht dadurch, dass der Turbo-Rotor (1) einen vorzugsweisen horizontalen Luftansaugkanal (6), vorzugsweise mit dem Querschnitt eines liegenden Rechtecks, aufweist, auf dessen Oberseite (8) ein dem Luftansaugkanal (6) überragender Aufbau (9), mit einer Eintragsöffnung (10) für das unsortierte Eingangsmaterial und in dessen Boden (13) eine unterhalb des Aufbaus (9) befindliche Sammelwanne (14) für aussortierte Fremdstoffe angeordnet sind.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Beseitigung von spezifisch schweren Verunreinigungen aus dem
Eingangsmaterial eines Turbo-Rotors.
Eine Voraussetzung für den wirtschaftlichen Einsatz von
Turbo-Rotoren zum Zermahlen von Abfallstoffen ist deren
Vorzerkleinerung auf eine Teilchengröße von ca. 10 mm
Durchmesser. Außerdem muss das Eingangsmaterial frei von
Verunreinigungen und Fremdstoffen wie groben und massiven
Metallteilen sein, die zu einer Beschädigung des Turbo-Rotors
führen können.
Das gilt zum Beispiel für Verbundwerkstoffe (Gemische und
Verbunde aus Metall-Kunststoff-Papier), die normalerweise
wenig sortiert gehandelt werden. In solchen Abfällen sind
Fremdteile wie Werkzeuge, Kugellager, größere Alu-, Messing-,
Stahl-, Edelstahl- und Eisenteile, Schrauben, Muttern und
ähnliches regelmäßig enthalten. Bei der Verarbeitung dieser
Abfallstoffe ist deren Verunreinigung fast immer ein
erhebliches Problem, obwohl die dem Turbo-Rotor
vorgeschalteten Aggregate durch Magnete, häufig auch durch
Allmetall-Abscheider geschützt sind. Bei den Magneten handelt
es sich meist um nicht besonders effiziente Überbandmagnete,
die ohne dies nur magnetisierbare Metallteile separieren
können. Der Einsatz von Allmetall-Abscheidern scheidet häufig
aus, weil das Eingangsmaterial in einer Form vorliegt, die den
Allmetall-Abscheider wirkungslos macht. Deshalb ist ein
wirksamer Schutz des Turbo-Rotors vor Beschädigung oder
Zerstörung durch jegliche Fremdstoffe zwingend erforderlich.
Das deutsche Gebrauchsmuster 295 15 433.0 beschreibt eine
Micro-Wirbel-Mühle zum Mahlen, Trocknen, Mahltrocknen, Mischen
bzw. zum selektiven Zerkleinern von Produkten, Grundstoffen
oder Materialien der Nahrungsmittel- oder Kunststoffindustrie,
der Chemie oder anderer Industriezweige, umfassend einen
Grundrahmen mit Antriebsmotor und Riemenscheibengetriebe, ein
Fußstück mit einem unteren Wellenlager, einen darauf
angeordneten Außenmantel mit Mahlbahnen, einen mit Mahltellern
und Mahlwerkzeugen ausgebildeten Rotor, mit einer im unteren
Wellenlager sowie in einem oberen Loslager gelagerten
Rotorwelle, ein das Gehäuse des oberen Wellenlagers
aufnehmendes Kopfstück, einen Luft/Mahlgut-Einlass und einen
Luft-Fertiggut-Auslass.
Das Mahlprinzip der Micro-Wirbel-Mühle beruht auf einem hohen
Luftdurchsatz. Mahlluft wird in der Mühle durch den Rotor im
Zusammenwirken mit an der Innenseite des den Mahlraum
umgebenden Außenmantels in eine Vielzahl energiereicher
Turbulenzwirbel versetzt. Das in dieser turbulenten
Luftströmung in der Schwebe gehaltene Mahlgut wird dabei in
einer Vielzahl von Micro-Wirbeln im Luftstrom einer schonenden
Feinstzerkleinerung durch autogene Prallwirkung unterworfen.
Diese Prallwirkung wird dadurch erzielt, dass in extrem kurzen
Zeitintervallen sowohl die Richtung als auch die
Geschwindigkeit der mitgeführten Gutteilchen drastisch
geändert wird. Dabei ergibt sich eine hohe Mahlleistung durch
pulsierende Rotationsströmung sowie Luftschwingungen im
Ultraschallbereich. Ein Höchstmaß an Mahlwirkung durch extrem
energiereiche Micro-Wirbel wird erreicht durch Auswahl
geeigneter, miteinander geschwindigkeitsabhängig
zusammenwirkender Mahlwerkzeuge des Rotors mit
Mahlbahnelementen der Mühlenwandung.
Der Anwendungsbereich von Micro-Wirbel-Mühlen erstreckt sich
über unterschiedlichste Materialien aus verschiedensten
Industriezweigen. Die wirtschaftliche Verarbeitung eines
Materials ändert sich deshalb je nach dessen Eigenschaften,
Zusammensetzung und Verhalten in der Mühle. Die Vielseitigkeit
der zu zerkleinernden Materialien macht eine
maschinentechnische Anpassung an die jeweilige
Aufgabenstellung unbedingt erforderlich. In dieser
Druckschrift gibt es keinen Hinweis auf einen wirksamen Schutz
des Turbo-Rotors vor Fremdstoffen jeglicher Art. Dasselbe gilt
auch für die nachfolgend beschriebenen Schriften.
In der DE 42 04 600 A1 werden ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur integrierten Nass-Feinmahlung und Trocknung
von Materialien durch alternierende Phasenwechsel des
Trägermediums und ein Kreisprozess beschrieben, der ähnlich
einer Wärmepumpe arbeitet. Die thermodynamischen Parameter des
Kreisprozesses, wie Drücke und Temperaturniveaus, können in
Abhängigkeit von den jeweiligen Randbedingungen durch Wahl
geeigneter Trägermedien für das Mahlsystem ausgelegt werden,
wobei sowohl mit einem Verdichter für das verdampfte
Trägermedium zwischen Überdruck und Normaldruck als auch mit
einer Vakuumpumpe als Verdichter zwischen Normaldruck- und
Endvakuum gearbeitet werden kann.
Die DE 38 11 910 A1 behandelt eine Mühle, die zur
Mahltrocknung eines feuchten Produktes vorgesehen ist, mit
einem zylindrischen Statorgehäuse und einem mit mehreren
übereinander angeordneten Mahltellern ausgerüsteten Rotor, in
der das Produkt zwischen einer am Innenumfang des
Statorgehäuses vorgesehenen Mahlplatte zerkleinert wird und in
der das Produkt in einem von unten nach oben strömenden
Trägergas getrocknet und transportiert wird. Die Mühle lässt
sich unmittelbar mit einem zum Verklumpen oder Verkleben
neigenden Produkt ohne Vorbehandlung des letzteren
beaufschlagen, wenn das Eingangsprodukt über einen sich etwa
parallel zur Rotorachse erstreckenden Schlitz stets filmartig
dünn unmittelbar in den Bereich zwischen Mahlbahn und
Mahlplatten gepresst wird.
In der DE 42 00 827 A1 werden ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Erfassung eines Kunststoffs oder Gummis aus
einem Abfallgemisch beschrieben, das einen oder mehrere
unterschiedliche Kunststoffe oder Gummisorten und/oder andere
Stoffe enthält, bei denen unter anderem eine Zerkleinerung des
Produkts und eine sich daran anschließende Sichtung
stattfinden. Die einzelnen Bestandteile werden dadurch wirksam
erfasst, dass die Zerkleinerung der Produkte im Luftwirbel
erfolgt.
In der EP 07 96 660 A1 werden ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Herstellung von extrem feinem Pulver
beschrieben, welche in einer mechanischen Mühle nass gemahlen
und anschließend getrocknet werden. Um eine weitgehend
agglomeratfreie Trocknung der Pulver zu erreichen, wird eine
der mechanischen Mühle nachgeschaltete Luftwirbelmühle
eingesetzt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren und eine Vorrichtung zur Beseitigung von spezifisch
schweren Verunreinigungen aus dem Eingangsmaterial eines
Turbo-Rotors zu schaffen, um denselben vor Beschädigung oder
Zerstörung zu bewahren.
Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, bei dem das
Eingangsmaterial im Mahlluftstrom des Turbo-Rotors
windgesichtet wird. Diese Form der Fremdkörperseparierung ist
deshalb so wirksam, weil die Fremdkörper so gut wie immer ein
hohes spezifisches Gewicht aufweisen. Als der für die
Windsichtung erforderliche Luftstrom dient der Mahlluftstrom
des Turbo-Rotors. Die Windsichtung erfolgt vorzugsweise im
Querstrom, d. h., dass das Eingangsmaterial senkrecht in die
horizontal angesaugte Mahlluft eingegeben wird. Dabei werden
die leichten Teile von Mahlluftstrom mitgenommen, während die
schweren Teile durch denselben hindurchfallen und so vor dem
Turbo-Rotor ausgeschieden werden.
Die Windsichtung kann bei mehr oder weniger geneigt
angeordnetem Ansaugkanal auch im Gegenstrom erfolgen. Hierbei
wird die Windgeschwindigkeit für schwierig trennbare Stoffe
durch eine aufwärts gerichtete Luft/Material-Strömung
unterstützt.
Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch eine Vorrichtung
gelöst, bei der der Turbo-Rotor einen vorzugsweise
horizontalen Luftansaugkanal mit dem Querschnitt eines
vorzugsweise liegenden Rechtecks aufweist, auf dessen
Oberseite ein den Luftansaugkanal überragender Aufbau, mit
einer Eintragsöffnung für das unsortierte Eingangsmaterial und
in dessen Boden eine unterhalb des Aufbaus befindliche
Sammelwanne für aussortierte Fremdstoffe angeordnet sind. Das
Eingangsmaterial wird über den Luftansaugkanal möglichst
gleichmäßig verteilt eingetragen; es wird dem Luftstrom
ausgesetzt und je nach Gewicht mehr oder weniger quer
beschleunigt, so dass die Leichten Bestandteile mitgenommen
und die schweren Bestandteile abgeschieden werden.
Es ist vorteilhaft, dass die Eintragsöffnung eine Rechteckform
aufweist, an deren Längsseiten, die sich über den größten Teil
der Breite des Luftansaugkanals erstrecken, im Innern
desselben eine erste Klappe und eine zweite Klappe angelenkt
sind, die vorzugsweise parallel und in Strömungsrichtung
schwenkbar ausgebildet sind. Auch hat es Vorteile, dass die
Klappen unterschiedliche Länge aufweisen, wobei die erste
Klappe in senkrechter Lage in etwa bis zur Oberseite des
Luftansaugkanals, die zweite Klappe in etwa bis zu dessen
Mittenebene reicht. Durch die Neigung der Klappen können
zugleich der Auftreffwinkel des Eingangsmaterial auf den
Mahlluftstrom und die Länge der Fluglinie desselben variiert
werden, um eine optimale Windsichtung zu erreichen.
Durch waagerecht Stellen der ersten Klappe kann die
Eintragsöffnung vom Innern des Luftansaugkanals aus
verschlossen werden, durch senkrecht Stellen der zweiten
Klappe werden Luft und Produkt in der Eintragszone auf die
Eintrittsgeschwindigkeit des Turbo-Rotors beschleunigt.
Vorteilhaft ist auch, dass auf der Innenseite des Bodens des
Luftansaugkanals stromab der Eintragsöffnung und am Auslauf der
Sammelwanne eine dritte, schwenkbare Klappe vorgesehen ist,
die sich über die Breite des Luftansaugkanals erstreckt und
die eine geringere Höhe als die erste und zweite Klappe
aufweist. Bei hochgeklappter dritter Klappe erfährt die
Luft/Produktströmung eine aufwärts gerichtete Tendenz. Dadurch
wird bei schwierig abtrennbaren Stoffen die
Sinkgeschwindigkeit unterstützt.
Dadurch, dass im Luftansaugkanal in Strömungsrichtung nach der
dritten Klappe eine Drosselklappe angeordnet ist, können die
Menge und die Strömungsgeschwindigkeit der Mahlluft
eingestellt werden. Wenn der Strömungsquerschnitt vom Bereich
der Drosselklappe an durch Reduktion der Höhe des
Luftansaugkanals verringert ist, steigt die
Luftgeschwindigkeit zum Turbo-Rotor hin an.
Mögliche Sichtfenster in den Begrenzungswänden des
Luftansaugkanals gestatten die Beobachtung und Steuerung der
Strömung im Innern des Ansaugluftkanals. Dadurch kann die für
das jeweilige Eingangsmaterial optimale Stellung der Klappen
eingestellt werden.
Vorteilhaft für einen störungsfreien Betrieb des Turbo-Rotors
ist auch, dass ein Transportband vorgesehen ist, das das
Eingangsprodukt gleichmäßig verteilt zu der Eintragsöffnung
oder zu einem dieser vorgeschalteten Einlauftrichter fördert.
Auf diese Weise gelangt das Eingangsmaterial gleichsam als
dünner Schleier von oben in den Luftstrom und wird je nach
Gewicht beschleunigt.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den
Ansprüchen, der folgenden Beschreibung und den Zeichnungen, in
denen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt ist.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Turbo-Rotors mit
geschnittenem Windsichter,
Fig. 2 eine vergrößerte und teilweise geschnittene
Seitenansicht des Windsichters nach Fig. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte, erfindungsgemäße Anlage zeigt
einen Turbo-Rotor 1 mit einem elektrischen Antriebsmotor 2,
die beide auf einen gemeinsamen Rahmen 3 befestigt sind. Der
Turbo-Rotor 1 weist einen rechteckigen Einlass 4 für die
Mahlluft und das gereinigte Eingangsmaterial und einen
zylindrischen Auslass 5 für die Mahlluft und das Mahlgut auf.
Am Einlass 4 ist ein Windsichter in Gestalt eines
Luftansaugkanals 6 angeflanscht. Dieser ist in Fig. 2 in
vergrößerter, teilgeschnittener Seitenansicht dargestellt. Der
Luftansaugkanal 6 ist ein waagerecht angeordneter Blechkanal
mit einem liegenden Rechteckquerschnitt, der in einer
Luftansaugöffnung 7 endet. Auf seiner Oberseite 8 ist ein den
Luftansaugkanal 6 überragender Aufbau 9 mit einer
horizontalen, rechteckigen Eintragsöffnung 10 angebracht.
Stromauf der Eintragsöffnung 10 weist der Aufbau 9 eine erste
Begrenzungswand 11 auf, die senkrecht auf einer Oberseite 8
des Luftansaugkanals 6 steht. Stromab der Eintragsöffnung 10
verläuft eine zweite Begrenzungswand 12 des Aufbaus 9 mit
Neigung in die Oberseite 8.
Unterhalb des Aufbaus 9 befindet sich in einem Boden 13 des
Luftansaugkanals 6 eine Sammelwanne 14 für aussortierte
Fremdstoffe; diese ist in etwa spiegelbildlich zum Aufbau 9
gestaltet. Mit einem flachen Bodenteil 15, einer anderen
ersten Begrenzungswand 16, die senkrecht auf dem Boden 13
steht und einer anderen zweiten Begrenzungswand 17, die schräg
in den Boden 13 ausläuft. In gegenüberliegenden Seitenwänden
18 sind gegenüberliegende, verschließbare Seitenöffnungen 26
vorgesehen, die zur Entsorgung der aussortierten Fremdteile
dienen. Es ist auch denkbar, zu diesem Zweck anstelle der
Seitenöffnungen 26 die gesamte Sammelwanne 14 schwenkbar
auszubilden. Dieser Ausleervorgang kann sogar automatisiert
werden.
Im Innern des Luftansaugkanals 6 befinden sich vier Klappen.
Im Bereich des Einlasses 4 ist eine drehbare Drosselklappe 19
vorgesehen; mit ihr wird die Menge der Mahlluft und damit
deren Strömungsgeschwindigkeit eingestellt. Im Aufbau 9 sind
eine erste Klappe 20 und eine zweite Klappe 21 vorgesehen. Die
Klappen 20, 21 können parallel und im Sinne der Luftströmung
geschwenkt werden und dienen dabei der Führung des
Eingangsmaterials zum Mahlluftstrom.
Das Eingangsmaterial gelangt über ein Transportband 22 (Fig.
1) zu einem Einlauftrichter 23 (Fig. 1) und über die
Eintragsöffnung 10 zwischen die Klappen 20, 21. Durch
Gleichverteilen des Eingangsmaterials auf dem Transportband 22
bildet sich ein gleichmäßiger Schleier von Eingangsmaterial,
das so optimal für die Windsichtung aufbereitet ist. Die Menge
des Eingangsmaterials kann durch stufenlose Regelung der
Geschwindigkeit des Transportbandes 22 verändert werden.
Mit der ersten Klappe 20 kann durch deren getrenntes Schwenken
die Eintragsöfffnung 10 geschlossen werden. Mit der Stellung
der zweiten Klappe 21 kann auch die Strömungsgeschwindigkeit
und die Strömungsrichtung im Luftansaugkanal 6 beeinflusst
werden. Eine dritte, schwenkbare Klappe 24 ist am Auslauf 25
der Sammelwanne 14 angeordnet; sie erstreckt sich wie die
erste und zweite Klappe 20, 21 über die gesamte Breite des
Luftansaugkanals 6. Durch senkrecht Stellen der dritten Klappe
24 erfährt die Strömung in der Luftansaugleitung 6 eine
Ablenkung nach oben, die zur Unterstützung der Windsichtung
dient.
Die erfindungsgemäße Anlage funktioniert folgendermaßen: Das
unsortierte Eingangsmaterial gelangt über das Transportband 22
gleichmäßig verteilt zum Einlauftrichter 23 und weiter zur
Eintragsöffnung 10. Der Turbo-Rotor 1 saugt Mahlluft über die
Luftansaugöffnung 7 an, die durch den Luftansaugkanal 6 zum
Einlass 4 gelangt. In diesen Mahlluftstrom wird das
Eingangsmaterial je nach Zusammensetzung unter einem
bestimmten Winkel eingegeben, der durch die Stellung der
Klappen 20, 21 vorgegeben wird. Spezifisch schwere
Verunreinigungen fallen durch den Mahlluftstrom in die
Sammelwanne 14, während leichte Komponenten des
Eingangsmaterials vom Mahlluftstrom mitgenommen werden. Durch
entsprechende Stellung der ersten, zweiten und dritten Klappe
20, 21, 24 kann bei Fremdstoffen mit wenig höherem
Schüttgewicht als das Eingangsprodukt deren Fluglinie verkürzt
werden. Bei schwierig abtrennbaren Stoffen kann auf diese
Weise die Windgeschwindigkeit durch eine aufwärts gerichtete
Luft/Produktströmung unterstützt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die erfindungsgemäße
Anlage bei geringem Bauaufwand einen wirksamen Schutz gegen
Beschädigung und Zerstörung des hochwertigen Turbo-Rotors
bietet.
Claims (10)
1. Verfahren zur Beseitigung von spezifisch schweren
Verunreinigungen aus dem Eingangsmaterial eines Turbo-Rotors,
dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangsmaterial im
Mahlluftstrom des Turbo-Rotors (1) windgesichtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Windsichtung vorzugsweise im Querstrom erfolgt.
3. Vorrichtung zur Beseitigung von spezifisch schweren
Verunreinigungen aus dem Eingangsmaterial eines Turbo-Rotors,
zur Durchführung des Verfahrens nach den vorherigen
Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der Turbo-Rotor (1)
einen vorzugsweise horizontalen Luftansaugkanal (6) mit dem
Querschnitt eines vorzugsweise Liegenden Rechtecks aufweist,
auf dessen Oberseite (8) ein den Luftansaugkanal (6)
überragender Aufbau (9), mit einer Eintragsöffnung (10) für
das unsortierte Eingangsmaterial und in dessen Boden (13) eine
unterhalb des Aufbaus (9) befindliche Sammelwanne (14) für
aussortierte Fremdstoffe angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Eintragsöffnung (10) eine Rechteckform aufweist, an deren
Längsseiten, die sich über den größten Teil der Breite des
Luftansaugkanals (6) erstrecken, im Innern desselben eine
erste Klappe (20) und eine zweite Klappe (21) angelenkt sind,
die vorzugsweise parallel und in Strömungsrichtung schwenkbar
ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappen (20, 21) unterschiedliche Länge aufweisen,
wobei die erste Klappe (20) in senkrechter Lage in etwa bis
zur Oberseite (8) des Luftansaugkanals (6), die zweite Klappe
(21) in etwa bis zu dessen Mittenebene reicht.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass auf der Innenseite des Bodens
(13) des Luftansaugkanals (6) stromab der Eintragsöffnung (10)
und am Auslauf (25) der Sammelwanne (14) eine dritte,
schwenkbare Klappe (24) vorgesehen ist, die sich über die
Breite des Luftansaugkanals (6) erstreckt und die eine
geringere Höhe als die erste und zweite Klappe (20, 21)
aufweist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass im Luftansaugkanal (6) in
Strömungsrichtung nach der dritten Klappe (24) eine
Drosselklappe (19) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsquerschnitt vom
Bereich der Drosselklappe (19) an durch Reduktion der Höhe des
Luftansaugkanals (6) verringert ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass in den Begrenzungswänden des
Luftansaugkanals (6) Sichtfenster einbaubar sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis
9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Transportband (22)
vorgesehen ist, das das Eingangsprodukt gleichmäßig verteilt
zu der Eintragsöffnung (10) oder zu einem dieser
vorgeschalteten Einlauftrichter (23) fördert.
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Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE19909223A1 (de) |
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