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DE19907962B4 - Sicherheitsgurtvorrichtung mit Gurtstraffer - Google Patents

Sicherheitsgurtvorrichtung mit Gurtstraffer Download PDF

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DE19907962B4
DE19907962B4 DE19907962A DE19907962A DE19907962B4 DE 19907962 B4 DE19907962 B4 DE 19907962B4 DE 19907962 A DE19907962 A DE 19907962A DE 19907962 A DE19907962 A DE 19907962A DE 19907962 B4 DE19907962 B4 DE 19907962B4
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DE
Germany
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belt
coupling
reel
tensioner
belt reel
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DE19907962A
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Gerhard Klingauf
Joachim Nüsseler
Christian Vogel
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Takata AG
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Takata Petri AG
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Priority to JP2000048385A priority patent/JP4070383B2/ja
Priority to US09/512,453 priority patent/US6405959B1/en
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D41/00Freewheels or freewheel clutches
    • F16D41/12Freewheels or freewheel clutches with hinged pawl co-operating with teeth, cogs, or the like
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R22/00Safety belts or body harnesses in vehicles
    • B60R22/34Belt retractors, e.g. reels
    • B60R22/46Reels with means to tension the belt in an emergency by forced winding up
    • B60R22/4676Reels with means to tension the belt in an emergency by forced winding up comprising energy-absorbing means operating between belt reel and retractor frame
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R22/00Safety belts or body harnesses in vehicles
    • B60R22/34Belt retractors, e.g. reels
    • B60R22/46Reels with means to tension the belt in an emergency by forced winding up
    • B60R2022/468Reels with means to tension the belt in an emergency by forced winding up characterised by clutching means between actuator and belt reel

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Abstract

Sicherheitsgurtvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge mit einem Sicherheitsgurt (11), der einerseits über ein Gurtschloss (12) mit dem Fahrzeugchassis (13) und andererseits mit einem am Fahrzeugchassis (13) angebrachten Gurtaufroller (14) verbunden ist, welcher eine um eine Querachse (16) drehbare Gurtrolle (15) aufweist, auf die der Sicherheitsgurt (11) mehr oder weniger weit aufgewickelt ist, welche von einem Federmechanismus (17) in Gurtaufwickelrichtung beaufschlagt und an einen Gurtstraffer (18) sowie eine Abwickel-Sperrvorrichtung (19) angeschlossen ist, die beim Versuch eines schnellen Gurtauszugs und/oder bei unfallbedingten Beschleunigungen den weiteren Gurtauszug spätestens nach einer begrenzten Weiterdrehung der Gurtrolle (15) sperrt, wobei zwischen dem Gurtstraffer (18) und der Gurtrolle (15) eine aus einem Eingangsteil (22), einem Ausgangsteil (24) sowie dazwischen wirksamen Koppelgliedern (25) bestehende Kupplung (20) geschaltet ist, welche normalerweise geöffnet ist und bei Beginn der Drehung des Gurtstraffers (18) nach einer Auslösung schließt, damit die Gurtrolle (15) vom Gurtstraffer (18) schlagartig in Aufwickelrichtung angetrieben werden kann, wobei die...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsgurtvorrichtung insbesondere für Kraftfahrzeuge mit einem Sicherheitsgurt und einem Gurtstraffer nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Bei dem Sicherheitsgurt kann es sich um einen Zwei-Punkt- oder Drei-Punkt-Sicherheitsgurt handeln, wobei ein Gurtteil vom Chassis über das Schloß zu einem Gurtaufroller geführt ist und außerdem von dem lösbaren Schloßteil ein Verbindungselement zum Chassis des Fahrzeugs verläuft.
  • Der Gurtaufroller hat den Zweck, mittels eines Federmechanismus eine Kraft in Aufwickelrichtung auf die Gurtrolle auszuüben, damit der Sicherheitsgurt im abgelegten Zustand weitgehend eingerollt wird und im angelegten Zustand nicht zu locker am Insassen anliegt. Die Abwickel-Sperrvorrichtung hat den Zweck, den weiteren Gurtauszug beim Versuch eines schnellen Ausziehens oder bei unfallbedingten Beschleunigungen spätestens nach einer geringen Weiterdrehung der Gurtrolle zu unterbinden. Der Gurtstraffer ist am Gurtaufroller vorgesehen, um bei unfallbedingten Beschleunigungen des Fahrzeugs die Gurtrolle um so viel Umdrehungen in Aufwickelrichtung schlagartig zu verdrehen, daß der zunächst locker am Fahrzeuginsassen anliegende Sicherheitsgurt so gestrafft wird, daß der Insasse nicht in den locker angelegten Gurt hineinfällt und sich dabei verletzt.
  • Für die Zwecke der Erfindung besonders geeignete Gurtstraffer sind aus der EP 581 288 B1 und der US 5 553 803 A bekannt.
  • Während der Gurtstraffer normalerweise durch eine Kupplung von der Gurtrolle getrennt ist, wird er im Falle einer Auslösung schlagartig mit der Gurtrolle gekoppelt, um die Gurtstraffung veranlassen zu können. Ein Problem besteht darin, dass nach erfolgter Gurtstraffung der Gurt ungehindert vom verbrauchten Gurtstraffer ausgezogen werden könne soll, damit der Fahrer sich nach dem Unfall vom Gurt leichter befreien kann, und dass für den Fall, dass die Gurtrolle bei Gurtauszug sich relativ zur gesperrten Abwickel-Sperrvorrichtung noch ein Stück verdrehen kann, eben diese die Nach-vorn-Bewegung des Insassen dämpfende begrenzte Drehbewegung der Gurtrolle möglich ist.
  • Ein weiterer Gurtstraffer ist in der DE 43 31 027 A1 beschrieben.
  • Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine Sicherheitsgurtvorrichtung mit Gurtstraffer der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei der der beispielsweise pyrotechnisch ausgelöste und betriebene Gurtstraffer nach einer Auslösung und der anschließenden Straffung des Gurtes keinen nachteiligen Einfluss mehr auf die erwünschten Bewegungen der Gurtrolle ausübt.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruches 1 vorgesehen.
  • Die während der Gurtstraffung in Aufwickelrichtung drehfest mit der Gurtstrafferwelle gekuppelte Gurtrolle wird nach Beendigung der Gurtstraffung vom Gurtstraffer entkuppelt, wenn die Auszugskraft am Gurt die Strafferkraft über steigt, so dass eine nach einem Unfall erwünschte, definierte Auszieh-Drehbewegung der Gurtrolle nicht vom noch arbeitenden oder schon verbrauchten Gurtstraffer behindert wird.
  • Vorteilhafterweise ist nach Anspruch 2 oder 3 vorgesehen, dass eine Drehrichtungsumkehr von Gurtrolle und/oder Abtrieb des Gurtstraffers die Kupplung ausrückt.
  • Der Kupplungsantrieb bewirkt nach Anspruch 4, dass die Schließung bzw. Einrückung der Kupplung durch die Drehung des Gurtstraffers unmittelbar nach einer Auslösung erfolgt.
  • Das Einsteuerglied nach Anspruch 5, 6 oder 7 gewährleistet eine besonders betriebssichere, einwandfreie Kupplungsbetätigung.
  • Eine vorteilhafte und besonders platzsparend unterzubringende Ausführungsform ist durch Anspruch 8 gekennzeichnet. Sowohl die Scheibe als auch die Koppelglieder und der Kupplungsring können sehr flach und damit in axialer Richtung mit wenig Platz benötigend ausgebildet sein.
  • Anspruch 9 kennzeichnet eine besonders einfache und baulich vorteilhafte Maßnahme zum Ein- und Aussteuern der Koppelglieder.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform entnimmt man Anspruch 10. Das Ratschenrad sorgt dafür, dass die Ein- bzw. Aussteueranschläge sich während einer Auslösung mit der Kupplung drehen, jedoch am Beginn und Ende einer Auslösung festgehalten werden, so dass sie in Verbindung mit dem Verdrehen der Scheibe in der einen oder anderen Richtung die Ein- bzw. Aussteuerung der Koppelglieder sicher vornehmen können.
  • Anspruch 11 zeigt eine baulich günstige und sehr betriebssichere Maßnahme auf, um einerseits eine Verdrehung des Ratschenzahnrades in Aufwickelrichtung gegen einen begrenzten Widerstand zu ermöglichen und ein Rückdrehen des Ratschenzahnrades gänzlich zu unterbinden.
  • Vorteilhafte Ausführungen des Ratschenrades entnimmt man dem Anspruch 12. Besonders wichtig sind die im Rahmen des Drehspiels wirksamen Drehfederelemente.
  • Die Koppelglieder sind zweckmäßig gemäß Anspruch 13 ausgebildet.
  • Eine besonders günstige Aufteilung der verschiedenen Bauelemente auf die beiden Stirneseiten ist durch Anspruch 14 gekennzeichnet.
  • Baulich platzsparend kann die Kupplung nach Anspruch 15 untergebracht werden. Der das Ausgangsglied der Kupplung darstellende Kupplungsring ist dabei zweckmäßig nach Anspruch 16 in die Gurtrolle integriert.
  • Die Ausnehmung wird nach Anspruch 17 zweckmäßig durch den Kupplungsantrieb abgedeckt, welcher bevorzugt durch das Ratschenrad und die an ihm angeordneten Bauelemente gebildet wird.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn nach den Ansprüchen 18, 19, 20 oder 21 zwischen der Abwickel-Sperrvorrichtung und der Gurtrolle ein insbe sondere durch einen Torsionsstab ermöglichtes begrenztes Drehspiel vorliegt, welches es ermöglicht, daß die Gurtrolle im Falle einer unfallbedingten Zugkraft am Sicherheitsgurt noch einige Umdrehungen, insbesondere drei bis vier Umdrehungen machen kann, damit das Nach-vorn-Fallen des Insassen bevorzugt in einen aufgeblähten Airbag entsprechend gedämpft wird. Der Torsionsstab verformt sich also beim Verdrehen unter unfallbedingten Kräften plastisch, d. h. bleibend.
  • Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben; in dieser zeigt:
  • 1 eine schematische vertikale Schnittansicht des Gurtaufrollers einer erfindungsgemäßen Sicherheitsgurtvorrichtung, wobei der Sicherheitsgurt, das Schloß und das Zugglied nur schematisch strichpunktiert angedeutet sind,
  • 2 eine perspektivische Explosionsansicht der wesentlichen, Bauelemente eines erfindungsgemäßen Gurtaufrollers,
  • 3 eine axiale Draufsicht einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kupplung und des axial dahinter angeordneten Kupplungsantriebs,
  • 4 eine verkleinerte Ansicht des Gegenstandes der 3 ohne Innenzahnkranz und Kupplungsring, wobei die Koppelglieder wie in 3 in Ausrückposition beaufschlagt sind,
  • 5 eine Ansicht wie 4, wobei jedoch die Außenzähne des Ratschenrades in der durch den Innenzahnkranz des Gehäuses radial nach innen gedrückten Position wiedergegeben sind und die Koppelglieder in die Einrückposition der Kupplung gedrückt sind,
  • 6 eine Ansicht der Gegenstände der 4, 5 von der entgegengesetzte Seite, wobei die Außenzähne sich in einer Zwischenposition zwischen den Stellungen nach 4 und 5 befinden und
  • 7 eine Draufsicht des Gegenstandes der 6.
  • Nach 1 ist ein Dreipunkt-Sicherheitsgurt 11 einerseits teilweise auf eine Gurtrolle 15 eines am Fahrzeugchassis 13 befestigten Gurtaufrollers 14 aufgerollt und andererseits über ein nur gestrichelt angedeutetes Gurtschloß 12 zum Fahrzeugchassis 13 geführt. Das lösbare Gurtschloßteil 12' ist über ein Zugglied 11' ebenfalls mit dem Fahrzeugchassis verbunden.
  • Die Gurtrolle 15 ist um eine Querachse 16 drehbar am fahrzeugfesten Gehäuse 40 gelagert. Sie weist einen links offenen und rechts durch eine Stirnwand 38 abgeschlossenen Hohlraum 36 auf, in den sich von einem Sperrzahnrad 41 einer an der linken Stirnseite der Gurtrolle 15 vorgesehenen Abwickel-Sperrvorrichtung 19 ein Torsionsstab 37 bis zur nahe der rechten Stirnseite gelegenen Stirnwand 38 erstreckt, wo das betreffende Ende des Torsionsstabes 37 drehfest mit der einen integrierenden Bestandteil der Gurtrolle 15 bildenden Stirnwand 38 verbunden ist. Das Sperrzahnrad 41 arbeitet mit einer oder mehreren Sperrklinken 42 zu sammen, welche durch geeignete Steuermittel 43 entweder beim Versuch eines schnellen Auszuges des Gurtes 11 oder bei unfallbedingten Beschleunigungen des Fahrzeuges in solchen Eingriff mit dem Sperrzahnrad 41 gebracht wird bzw. werden, daß eine sonst mögliche Verdrehung des Sperrzahnrads 41 in Gurtauszugsrichtung unterbunden wird.
  • Neben dem Sperrzahnrad 41 befindet sich ein Federmechanismus 17, der einerseits am Gehäuse 40 und andererseits am Sperrzahnrad 41 in der Weise angeordnet ist, daß auf den Torsionsstab 37 und damit auf die Gurtrolle 15 ein Drehmoment in Aufwickelrichtung des Sicherheitsgurtes 11 ausgeübt wird.
  • Auf der vom Federmechanismus 17 und der Abwickel-Sperrvorrichtung 19 abgewandten Stirnseite der Gurtrolle 15 ist am Gehäuse 40 ein Gurtstraffer 18 vorgesehen, der bei unfallbedingten Beschleunigungen bevorzugt pyrotechnisch ausgelöst und betrieben wird und auf seine beispielsweise als Polygonhülse ausgebildete Ausgangswelle 21 ein in Aufwickelrichtung des Sicherheitsgurtes 11 wirkendes Drehmoment ausübt.
  • Die Welle 21 ist mit einer zur Gurtrolle 15 hin offenen koaxialen Bohrung von etwa dreieckigem Querschnitt versehen, in welche von der Seite der Gurtrolle 15 her ein Achsstummel 44 komplementären Querschnitts (1, 6, 7) einer Kupplung 20 drehfest eingreift. Nach 1 ist auch der Achsstummel 44 hohl ausgebildet und in Richtung der Gurtrolle 15 offen. In diesen kreisrunden Hohlraum greift das Wellenende 45 der Gurtrolle 15 drehbar ein und erstreckt sich mit einem Endzapfen 45' kleineren Durchmessers in eine dort vorgesehene Lagerbuchse 53.
  • Nach den 1, 6 und 7 sitzt auf dem Achsstummel 44 auf der von der Kupplung 20 abgewandten Seite ein Ratschenrad 28 mit deutlich größerem Durchmesser als die Kupplung 20. Das Ratschenrad 28 mit den an ihm angeordneten Bauelementen stellt einen Kupplungsantrieb 34 dar.
  • Nach 1 und 3 bis 7 besteht die Kupplung 20 aus einer am gurtrollenseitigen Ende des Achsstummels 44 befestigten kreisrunden Scheibe 22, die über ihren Umfang verteilt drei Ausnehmungen 23 mit einem teilkreisförmigen radial inneren Ende aufweist, in denen als Klauen ausgebildete Kuppelglieder 25 der insbesondere aus 3 ersichtlichen Formgebung so angeordnet sind, daß sie begrenzt um eine parallel zur Gurtrollenachse 16 verlaufende Achse 32 verschwenken können. Hierzu sind die Koppelglieder 25 radial innen analog zu den Ausnehmungen 23 teilkreisförmig ausgebildet.
  • Radial außen sind die Koppelglieder 25 mit einer Klemmzahnung 33 versehen, die mit der Innenwand eines umgebenden kreiszylindrischen Kupplungsringes 24 zusammenarbeiten, welcher gemäß 1 von der dem Gurtstraffer 18 zugewandten Stirnseite der Gurtrolle 15 axial vorsteht und mit dieser einstückig ist. Auch das Ratschenrad 28 ist gemäß den 1 und 7 im wesentlichen als flache kreisartige Scheibe ausgebildet, die an der von der Gurtrolle 15 abgewandten Seite der Scheibe 22 der Kupplung 20 anliegt.
  • Von der der Gurtrolle 15 zugewandten Oberfläche des Ratschenrades 28 springen in Richtung der Gurtrolle drei Anschlagtragelemente 46 vor (3 bis 5), die im wesentlichen teilkreisförmig ausgebildet sind und sich jeweils über einen solchen Winkel relativ zur Achse 16 erstrecken, daß zwischen jeweils zwei Anschlagtragelementen 46 eine Lücke 47 verbleibt, in die mit Umfangsspiel jeweils eines der Koppelglieder 25 eingreift. Die beiden Enden jedes Anschlagtragelementes 46 bilden Einsteuer- bzw. Aussteuer-Anschläge 26, 27, die wahlweise mit den radial äußeren Bereichen der Koppelglieder 25 in Eingriff kommen können. Während die Anschlagtragelemente 46 außen teilkreisförmig und konzentrisch zur Querachse 16 ausgebildet sind, weisen sie innen einen Rücksprung 54 auf, der sich auf der Seite der Aussteueranschläge 27 befindet. Hierdurch wird eine platzsparende Unterbringung der Koppelglieder 25 in der Scheibe 22 ermöglicht.
  • Auf seinem Außenumfang weist das Ratschenrad 28 um jeweils eine parallel zur Achse 26 verlaufende Achse federnd verschwenkbare Außenzähne 29 auf, die in Vertiefungen 48 zwischen den Innenzähnen 31 eines Innenzahnkranzes 30 federnd eingreifen, welcher am Gehäuse 40 ausgebildet ist. Die Zahl der Innenzähne 31 ist doppelt so groß wie die der Außenzähne 29, so daß nur in jede zweite Zahnvertiefung 48 des Innenzahnkranzes 30 ein Außenzahn 29 des Ratschenrades 28 eingreift.
  • Von wesentlicher Bedeutung ist, wie das Ratschenrad 28 radial innen von den Außenzähnen 29 ausgebildet und auf dem Achsstummel 44 gelagert ist. Nach 6 besteht das Ratschenrad 28 aus einem im wesentlichen kreisscheibenförmigen Einsteuerglied 28', einem drehfest auf dem Achsstummel 44 sitzenden Innenteil 28'', das faktisch den Abtrieb des Gurtstraffers 18 darstellt, und sich zwischen diesen beiden Teilen 28', 28'' erstreckenden Federelementen 28''', von denen über den Umfang verteilt drei Stück vorgesehen sind.
  • Ausgehend vom Innenteils 28'' verlaufen die mit den Teilen 28', 28'' einstückigen Federelemente 28' zunächst im wesentlichen radial nach außen in eine entsprechende Ausnehmung 49 des Außenteils 28', biegen dann in Straffungsrichtung um etwas weniger als 180° nach innen um und gehen schließlich über einen Schrägsteg 39 und einen weiteren Krümmungsbereich 55 in einen radial vom Außenteil 28' nach innen in die Ausnehmung 49 vorstehenden Steg 50 über.
  • Die Federkonstante der Federelemente 28''' ist im Vergleich zur Federkonstante der Außenzähne 29 so gewählt, daß sich beim Drehen des Achsstummels 44 in Richtung des Pfeiles 51 in 6 zunächst nur der Innenteils 28'' des Ratschenrades 28 unter teilweise ziehharmonikaartiger Zusammendrückung der Federelemente 28''' verdreht, während das Einsteuerglied 28' durch Massenträgheit und die in die Zahnvertiefungen 48 (3) eingreifenden Außenzähne 29 gegen eine Verdrehung festgehalten wird. Nachdem die Federelemente 28''' so weit verformt sind, daß ein vorbestimmtes Drehmoment auf das Einsteuerglied 28 ausgeübt wird, rasten die Außenzähne 29 aus den Rastvertiefungen 48 aus und jeweils in die nächste Zahnvertiefung ein.
  • Zu betonen ist, daß sich die Anschlagtragelemente 46 am Einsteuerglied 28' des Ratschenrades befinden, so daß sich während der ersten Phase der Drehbewegung des Achsstummels 44 bis zum teilweisen Zusammendrücken der Federelemente 28''' zwar die Scheibe 22 der Kupplung 20 in Richtung des Pfeiles 51 in 3 verdreht, das Einsteuerglied 28' des Ratschenrades 28 aber zunächst noch stehen bleibt. Während dieser Bewegungsphase nähern sich die Außenbereiche der Koppelglieder 25 den Einsteueranschlägen 26 und stoßen schließlich an diese an (5). Bei weiterer Relativverdrehung zwischen der Scheibe 22 und dem Außenteil 28' schwenken die Koppelglieder 25 um ihre Achsen 32 in Richtung auf die Innenwand des Kupplungsringes 24 zu, bis die Klemmzahnungen 33 mit dem Kupplungsring 24 in festem Eingriff stehen. Bei weiterer Verdrehung des Achsstummels 44 nehmen nunmehr die Koppelglieder 25 den Kupplungsring 24 und damit auch die Gurtrolle 15 zu einer Drehbewegung in Richtung des Pfeiles 51 mit.
  • Nachdem bei teilweise zusammengedrückten Federelementen 28''' auch das Einsteuerglied 28' die Drehbewegung des Achsstummels 44 mitmacht, drehen sich jetzt die Kupplungsscheibe 22 und das Ratschenrad 28 bei mit dem Kupplungsring 24 in Eingriff befindlichen Koppelglieder 25 gemeinsam so lange, bis eine vorbestimmte Gurtkraft erreicht ist oder die pyrotechnische Ladung des Gurtstraffers 18 verbraucht ist.
  • Die Kupplung 20 bleibt also so lange eingerückt, bis das durch die z. B. von einem in den Gurt fallenden Insassen erzeugte Gurtzugkraft auf die Gurtrolle 15 ausgeübte Drehmoment das gegenläufige Drehmoment des Gurtstraffers 18 übersteigt. Jetzt nimmt der Kupplungsring 24 unter Verwindung des Torsionsstabes 37 über die Koppelglieder 25 die Scheibe 22 in Gurtauszugsrichtung mit, wodurch bei stehenbleibendem Ratschenrad 28 die Koppelglieder 25 sich von den Einsteueranschlägen 26 lösen und mit den Aussteueranschlägen 27 in Eingriff gelangen, was das Ausrücken der Kupplung 20 zur Folge hat. Der Gurt kann nunmehr unter den bremsenden Einfluß der Abwickel-Sperrvorrichtung 19 und des Torsionsstabes 37 noch ein begrenztes Stück ausgezogen werden.
  • Sofern während des Arbeitens des Gurtstraffers 18 keine Gurtzugkraft auf den Gurt ausgeübt wird, nimmt das Drehmoment auf den Achsstummel 44 ab und verschwindet schließlich ganz. Daraufhin können die zunächst noch zusammengedrückten Federelemente 28''' sich entspannen und bei durch Einrasten der Außenzähne 29 in die Zahnvertiefungen 48 (3) gegen Drehung entgegen dem Pfeil 51 festgehaltenem Einsteuerglied 28' das Innenteil 28'' in 6 entgegen dem Sinn des Pfeiles 51 um ein solches Stück verdrehen, daß die Koppelglieder 25 sich von den Einsteueranschlägen 26 lösen und nunmehr mit den umfangsmäßig gegenüberliegenden Aussteueranschlägen 27 in Kontakt kommen (3, 4), wodurch die Koppelglieder 25 um ihre Achsen 32 so verschwenkt werden (in 3 im Uhrzeigersinn), daß die Klemmzahnungen 33 außer Eingriff mit der Innenwand des Kupplungsringes 24 kommen. Nunmehr kann sich die Gurtrolle 15 ungehindert durch den ausgelaufenden Gurtstraffer 18 so verdrehen, wie das der Federmechanismus 14 (1), die Abwickel-Sperrvorrichtung 19, der Torsionsstab 37 und die auf den Sicherheitsgurt 11 ausgeübten Zugkräfte erlauben.
  • Die Kupplung 20 ist in einer Stirnausnehmung 35 der Gurtrolle 15 untergebracht und nach 3 gemäß den 1, 2 und 7 durch eine Abdeckplatte 52 auf der der Gurtrolle 15 zugewandten Seite abgedeckt.
  • Die Funktion der beschriebenen Sicherheitsgurtvorrichtung ist wie folgt:
    Solange der Gurtstraffer 18 nicht ausgelöst ist, befinden sich die Koppelglieder 25 in der ausgerückten Position nach den 3 und 4. Die Gurtrolle 15 kann sich jetzt je nach dem Einfluß des Federmechanismus 17, der Abwickel-Sperrvorrichtung 19 und der auf den Sicherheitsgurt 11 ausgeübten Zugkräfte ungehindert verdrehen oder festgehalten werden.
  • Löst jetzt der Gurtstraffer 18 bei einem Unfall aus, so werden zunächst nur das Innenteil 28'' (6) des Ratschenrades 28 und die Scheibe 22 der Kupplung 20 (3) in Richtung des Pfeiles 51 verdreht, während das Einsteuerglied 28' noch stillsteht, wobei die Koppelglieder 25 an den Einsteueranschlägen 36 zur Anlage kommen und aus der ausgerückten Position nach den 3 und 4 in die eingerückte Position nach 5 gelangen und mit ihrer Klemmzahnung 33 kraftübertragend an der Innenwand des Kupplungsringes 24 angreifen. Die Kupplung 20 ist nunmehr durch den Kupplungsantrieb 34 eingerückt.
  • Bei weiterer Verdrehung des Gurtstraffers 18 nehmen die Koppelglieder 25 den Kupplungsring 24 und damit die Gurtrolle 15 in Aufwickelrichtung mit. Sobald die Federelemente 28'''. (6) soweit zusammengedrückt sind, daß sie ein ausreichendes Drehmoment auf das Einsteuerglied 28' übertragen können, wird das Einsteuerglied 28' des Ratschenrades 28 zu einer Drehbewegung mitgenommen, wobei die Außenzähne 29 sukzessive in die aufeinanderfolgenden Zahnvertiefungen 48 des Innenzahnkranzes 80 einschnappen.
  • Während der unfallbedingten Gurtstraffung fällt im allgemeinen der vom Gurt gehaltene Insasse in den Gurt und übt eine entsprechend zunehmende Zugkraft auf diesen aus, welche ein entsprechendes Drehmoment in Abwickelrichtung an der Gurtrolle 15 zur Folge hat. Sobald dieses Drehmoment das vom Gurtstraffer 18 erzeugte Gegendrehmoment übersteigt, dreht sich der Kupplungsring 24 zunächst synchron mit den Kop pelgliedern 25, der Scheibe 20 und dem Innenteil 28'' ein Stück in Abwickelrichtung, wobei sich die Federelemente 28''' zunehmend entspannen und das Einsteuerglied 28 stehenbleibt, bis die Koppelglieder 25 an den Aussteueranschlägen 27 zur Anlage kommen und anschließend vom Kupplungsring 24 gelöst werden.
  • Da bei einem Unfall auch die Abwickel-Sperrvorrichtung 19 in die Sperrstellung gelangt, ist die Drehrichtungsumkehr der Gurtrolle 15 nur möglich, weil zwischen ihr und der Abwickel-Sperrvorrichtung 19 der ein definiertes relatives Drehspiel ermöglichende Torsionsstab 37 zugeordnet ist.
  • Nunmehr ist die Kupplung 20 ausgerückt, und der in den Gurt gefallene Insasse wird unter weiterer Verwindung des Torsionsstabes 37 sanft abgefangen. Normalerweise fällt der Insasse dabei gleichzeitig in einen allgemein vorhandenen, aufgeblähten Airbag.
  • Sollte aus irgendeinem Grund bis zur Erschöpfung der pyrotechnischen Ladung des Gurtstraffers 18 noch keine merkliche Zugkraft am Gurt entstanden sein, entspannen sich die Federelemente 28''' in die aus 6 ersichtliche Position, sobald das vorn Gurtstraffer 18 ausgeübte Drehmoment geringer ist als das von den Federelementen 28''' erfolgte Rückstellmoment. Hierbei verdreht sich das Innenteil 28'' und damit der Achsstummel 44 entgegen dem Pfeil 51. Auch in diesem Fall bewegen sich die Koppelglieder 25 aus der Einrückposition nach 5 in die ausgerückte Stellung nach den 3, 4, so daß nunmehr die Gurtrolle 15 den die Drehbewegung gegebenenfalls behindernden Einflüssen des ausgelaufenen Gurtstraffers 18 entzogen ist.
  • Ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß durch Lösung der Kupplung 20 während der Straffung durch den Gurtstraffer 18 der Gurtkraftverlauf nach einem zunächst relativ gleichmäßigen Anstieg annähernd konstant ist und keinen überhöhten Spitzenwert aufweist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Kupplung auch unter Last problemlos öffnet. Das Ratschenrad erfüllt dabei eine Mehrfachfunktion.
  • Der Ausrückung der Kupplung 20 ist zwischen der Abwickel-Sperrvorrichtung 19 und der Gurtrolle 15 ein Drehspiel von ca. 15° vorzusehen, d. h., daß die Gurtrolle 15 sich unter dem Einfluß einer bestimmten Gurtzugkraft relativ zur sperrenden Abwickel-Sperrvorrichtung 19 um diesen Winkel in Abwickelrichtung verdrehen kann.
  • 11
    Sicherheitsgurt
    11
    Zugglied
    12
    Gurtschloß
    13
    Chassis
    14
    Gurtaufroller
    15
    Gurtrolle
    16
    Querachse
    17
    Federmechanismus
    18
    Gurtstraffer
    19
    Abwickel-Sperrvorrichtung
    20
    Kupplung
    21
    Welle
    22
    Scheibe
    23
    Ausnehmung
    24
    Kupplungsring
    25
    Koppelglied (Klaue)
    26
    Einsteueranschlag
    27
    Aussteueranschlag
    28
    Ratschenrad
    28'
    Einsteuerglied (Ringscheibe)
    28''
    Innenteil (Abtrieb)
    28'''
    Federelement
    29
    Außenzahn
    30
    Innenzahnkranz
    31
    Innenzahn
    32
    Achse
    33
    Klemmzahnung
    34
    Kupplungsantrieb
    35
    Ausnehmung
    36
    Hohlraum
    37
    Torsionsstab
    38
    Stirnwand
    39
    Schrägsteg
    40
    Gehäuse
    41
    Sperrzahnrad
    42
    Sperrklinke
    43
    Steuermittel
    44
    Achsstummel
    45
    Wellenende
    45
    Endzapfen
    46
    Anschlagtragelement
    47
    Lücke
    48
    Zahnvertiefung
    49
    Ausnehmung
    50
    Steg
    51
    Pfeil
    52
    Abdeckplatte
    53
    Lagerbuchse
    54
    Rücksprung
    55
    Krümmungsbereich

Claims (21)

  1. Sicherheitsgurtvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge mit einem Sicherheitsgurt (11), der einerseits über ein Gurtschloss (12) mit dem Fahrzeugchassis (13) und andererseits mit einem am Fahrzeugchassis (13) angebrachten Gurtaufroller (14) verbunden ist, welcher eine um eine Querachse (16) drehbare Gurtrolle (15) aufweist, auf die der Sicherheitsgurt (11) mehr oder weniger weit aufgewickelt ist, welche von einem Federmechanismus (17) in Gurtaufwickelrichtung beaufschlagt und an einen Gurtstraffer (18) sowie eine Abwickel-Sperrvorrichtung (19) angeschlossen ist, die beim Versuch eines schnellen Gurtauszugs und/oder bei unfallbedingten Beschleunigungen den weiteren Gurtauszug spätestens nach einer begrenzten Weiterdrehung der Gurtrolle (15) sperrt, wobei zwischen dem Gurtstraffer (18) und der Gurtrolle (15) eine aus einem Eingangsteil (22), einem Ausgangsteil (24) sowie dazwischen wirksamen Koppelgliedern (25) bestehende Kupplung (20) geschaltet ist, welche normalerweise geöffnet ist und bei Beginn der Drehung des Gurtstraffers (18) nach einer Auslösung schließt, damit die Gurtrolle (15) vom Gurtstraffer (18) schlagartig in Aufwickelrichtung angetrieben werden kann, wobei die Kupplung (20) dann, wenn das auf die Gurtrolle (15) in Abwickelrichtung wirkende Drehmoment das vom Gurtstraffer (18) ausgeübte Drehmoment übersteigt, selbsttätig ausrückbar ist, und wobei die Sicherheitsgurtvorrichtung ein Ratschenrad (28) als ein Teil eines Kupplungsantriebes (34) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ratschenrad (28) aus einem Einsteuerglied 28', einem Innenteil (28'') als einen Abtrieb des Gurtstraffers (18) und sich zwischen diesen Teilen (28', 28'') erstreckenden Federelementen (28''') besteht.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (20) durch eine Drehrichtungsumkehr der zunächst in Straffungsrichtung gedrehten Gurtrolle (15) ausrückbar ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (20) durch eine Rückdrehung des Abtriebs (28'') des Gurtstraffers (18) ausrückbar ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (20) durch den Beginn der Drehung des Gurtstraffers (18) in Straffungsrichtung geschlossen wird.
  5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Abtrieb (28'') des Gurtstraffers (18) und dem Einsteuerglied (28') ein Drehspiel von solcher Größe vorhanden ist, dass durch eine Relativverdrehung dieser beiden Bauelemente (28', 28'') innerhalb des Drehspiels ein Einrücken oder Ausrücken der Kupplung (20) erfolgt.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsteuerglied (28') als eine den Abtrieb (28'') umgebende, mit diesem verbundene koaxiale Ringscheibe ausgebildet ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteuerglied (28') relativ zum Abtrieb (28'') des Gurtstraffers (18) in Straffungsdrehrichtung derart leicht federnd vorgespannt ist, daß in Ruhestellung die Öffnung der Kupplung (20) gesichert ist, am Beginn einer Auslösung der Abtrieb (28'') des Gurtstraffers (18) sich relativ zum Einsteuerglied (28') soweit verdrehen kann, daß die Kupplung (20) eingerückt wird und beim Verschwinden der Antriebskraft des Gurtstraffers (18) nach einer Auslösung und nicht vorhandener Gurtkraft der Abtrieb (28'') sich relativ zum Einsteuerglied (28') um ein Stück entgegen der Straffungsrichtung verdrehen und dabei die Kupplung (20) öffnen kann.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (20) als Eingangsteil eine mit dem Abtrieb (28'') des Gurtstraffers (18) drehfest verbundene Scheibe (22) mit radial nach außen offenen Ausnehmungen (23) zur Aufnahme von radial beweglichen Koppelgliedern (25) und als Ausgangsteil einen die Scheibe (22) umgebenden Kupplungsring (24) der Gurtrolle (15) aufweist, wobei die Koppelglieder (25) mit der Innenwand des Kupplungsringes (24) in Kupplungseingriff treten können und die Scheibe (22), der Kupplungsring (24) und die Gurtrolle (15) koaxial sind.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelglieder (25) mit radial außen an ihnen angreifenden Ein- bzw. Aussteueranschlägen (26, 27) zusammenwirken, die am Einsteuerglied (28') befestigt sind.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsteuerglied (28') an einem mit der Welle (21) koaxialen Ratschenrad (28) vorgesehen ist, welches mit dem Abtrieb (28'') des Gurtstraffers (18) nach Überwindung des zum Ein- oder Ausrücken der Kupplung (20) ausreichenden Drehspiels drehfest verbunden ist und sich in Straffungsrichtung mit dem Abtrieb (28'') vorzugsweise schrittweise drehen kann, entgegen der Straffungsrichtung dagegen gegen Drehung gesperrt ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Ratschenrad (28) auf seinem Umfang radial nach innen federnde Außenzähne (29) aufweist, die mit einem gehäusefesten Innenzahnkranz (30) zusammenwirken.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenzahnkranz (30) doppelt so viele Innenzähne (31) wie das Ratschenrad (28) Außenzähne (29) aufweist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelglieder (25) Klauen sind, die radial innen in den Ausnehmungen (23) der Scheibe (22) um parallel zur Welle (21) verlaufende Achsen (32) schwenkbar gelagert sind und radial außen Klemmzähne (33) aufweisen, welche gegenüber der zugeordneten Achse (32) in der Drehrichtung bei Gurtstraffung versetzt sind.
  14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüber einer Stirnseite der Gurtrolle (15) der Federmechanismus (17) und die Abwickel-Sperrvorrichtung (19) sowie gegenüber der anderen Stirnseite axial hintereinander die Kupplung (20), der das Einsteuerglied (28') aufweisende Kupplungsantrieb (34) und der Gurtstraffer (18) vorgesehen sind.
  15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (20) innerhalb einer nach außen offenen konzentrischen Ausnehmung (35) an der zugeordneten Stirnseite der Gurtrolle (15) untergebracht ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (35) von dem mit der Gurtrolle (15) fest verbundenen, insbesondere mit ihr einstückigen Kupplungsring (24) umgeben ist.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsantrieb (34) die Ausnehmung (35) auf der von der Gurtrolle (15) abgewandten Seite abdeckt und vorzugsweise radial deutlich über die Ausnehmung (35) vorsteht.
  18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Gurtrolle (15) und der Abwickel-Sperrvorrichtung (19) ein begrenztes Drehspiel vorliegt, derart, dass nach Einrücken der Abwickel-Sperrvorrichtung (19) beim Versuch eines schnellen Gurtauszuges oder bei unfallbedingten Beschleunigungen die Gurtrolle (15) sich unter dem Einfluss der Gurtzugkraft noch um ein definiertes Stück, beispielsweise einige Umdrehungen verdrehen kann.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die gegenüber einer Stirnseite der Gurtrolle (15) gelegene Abwickel-Sperrvorrichtung (19) über einen zur Gurtrolle (15) koaxialen, durch einen zu der betreffenden Stirnseite offenen Hohlraum (36) der Gurtrolle (15) geführten, das Drehspiel zwischen der Abwickel-Sperrvorrichtung (19) und der Gurtrolle (15) gewährleistenden Torsionsstab (37) mit einer von der offenen Stirnseite abgewandten Stirnwand (38) drehfest verbunden ist.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Torsionsstab (37) derart plastisch verformbar ist, dass er durch den bei einem Unfall in den Gurt (11) fallenden Insassen um ein bis fünf, insbesondere zwei bis vier Umdrehungen verwunden werden kann.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Verwindungsgegenkraft des Torsionsstabes (37) unmittelbar nach Überführung der Abwickel-Sperrvorrichtung (19) in die Sperrstellung zunächst ansteigt und dann während des weiteren Verlaufes der Verwindung des Torsionsstabes (37) zumindest im Wesentlichen gleich bleibt.
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