DE19907863C1 - Vorrichtung zur Elektrotauchlackierung - Google Patents
Vorrichtung zur ElektrotauchlackierungInfo
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Abstract
Bei einer Vorrichtung zur Elektrotauchlackierung elektrisch leitfähiger Kleinteile, mit DOLLAR A - einem Becken (6) mit einer vorbestimmten Füllhöhe zur Aufnahme eines Tauchbades aus elektrisch leitfähigem, flüssigen Beschichtungsmittel, DOLLAR A - einem um seine Achse drehbaren Förderrohr (1) zum Befördern der Kleinteile in seiner Längsrichtung, mit einer Kleinteileinlassöffnung (4), einer Kleinteilauslassöffnung (12) und einer an der Innenseite des Förderrohres (1) angebrachten Bandschnecke (5), DOLLAR A - wobei das Förderrohr (1) derart relativ zu dem Becken (6) angeordnet ist, dass ein in Längsrichtung des Förderrohres (1) verlaufender Lackierabschnitt (9) des Förderrohres (1) teilweise unterhalb der vorbestimmten Füllhöhe des Beckens (6) liegt, und DOLLAR A - einer ersten Elektrode (16), die mit dem einen Pol einer Stromquelle verbunden an der Innenseite des Lackierabschnittes (9) des Förderrohres (1) angeordnet ist, und einer zweiten Elektrode (14), die mit dem anderen Pol der Stromquelle verbunden ist, DOLLAR A besteht die Aufgabe, die Qualität der beschichteten Kleinteile zu verbessern. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass DOLLAR A - die zweite Elektrode (14) innerhalb des Lackierabschnittes (9) des Förderrohres (1) unterhalb der vorbestimmten Füllhöhe des Beckens im Becken angeordnet ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur
Elektrotauchlackierung elektrisch leitfähiger Kleinteile,
mit
- - einem Becken mit einer vorbestimmten Füllhöhe zur Aufnahme eines Tauchbades aus elektrisch leitfähi gem, flüssigem Beschichtungsmittel (KTL; ATL)
- - einem um seine Achse drehbaren Förderrohr zum Be fördern der Kleinteile in seiner Längsrichtung, mit einer Kleinteileinlassöffnung, einer Kleinteilaus lassöffnung und einer an der Innenseite des Förder rohres angebrachten Bandschnecke,
- - wobei das Förderrohr derart relativ zu dem Becken angeordnet ist, dass ein in Längsrichtung des För derrohres verlaufender Lackierabschnitt des Förder rohres teilweise unterhalb der vorbestimmten Füll höhe des Beckens liegt, und
- - einer ersten Elektrode, die mit dem einen Pol einer Stromquelle verbunden und an der Innenseite des Lackierabschnittes des Förderrohres angeordnet ist, und einer zweiten Elektrode, die mit dem anderen Pol der Stromquelle verbunden ist.
Eine solche Vorrichtung zur Elektrotauchlackierung elek
trisch leitfähiger Kleinteile ist aus der DE 42 05 672 C2
bekannt. Bei der dort beschriebenen Vorrichtung ist das
Förderrohr als Schneckenförderer ausgebildet, wobei das
Förderrohr eine an seinem Innenumfang befestigte Bandschnec
ke als Schuborgan für in dem Förderrohr aufgenommene Klein
teile aufweist. Innenseitig des Förderrohres sind elektrisch
leitende Kontakte als erste Elektrode angeordnet, die mit
dem einen Pol einer Stromquelle verbunden ist. Die elek
trisch leitenden Kontakte sind über den Innenumfang des
Lackierabschnittes des Förderrohrs verteilt und dienen dazu,
am Boden des Förderrohres befindliche Kleinteile, die elek
trisch leitfähig sind, mit einem elektrischen Potential zu
beaufschlagen.
Die zweite Elektrode wird von einem Kontaktblech gebildet,
das unterhalb und außerhalb des Förderrohres in dem Tauch
becken angeordnet ist.
Für eine ausreichende Durchflutung des Förderrohres mit
Beschichtungsmittel ist das Förderrohr mit Perforationen
versehen, die einen Durchtritt des flüssigen Beschichtungs
mittels gestatten, wobei auch die Möglichkeit eröffnet wird,
dass elektrische Feldlinien von der ersten zur zweiten Elek
trode durch die Perforationen des Förderrohres hindurch
verlaufen.
Durch Drehung des Förderrohres werden zu beschichtende
Kleinteile mit der Bandschnecke entlang dem Boden des För
derrohres geführt, wobei sie zunächst die elektrischen Kon
takte berühren, so dass die elektrolytische Beschichtung
erfolgen kann. Durch weiteres Drehen des Förderrohres ver
lassen die Kleinteile den durch die elektrischen Kontakte
gekennzeichneten Lackierabschnitt des Förderrohres und kön
nen mittels der Perforationen abtropfen, wonach sie das
Förderrohr verlassen. Das Beschichtungsmittel verläßt das
Förderrohr über einen gesonderten Ablauf.
Eine solche Vorrichtung hat den Nachteil, dass beim Betrieb
der Vorrichtung Kurzschlüsse auftreten, die dazu führen,
dass von den Elektroden abgebranntes Material als Koagulat
im Beschichtungsmittel vorliegt. Dies führt zu einer gerin
geren Qualität der beschichteten Kleinteile.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung liegt darin
begründet, dass die beschichteten Kleinteile aufgrund der
Perforation des Förderrohres auf ihrem Weg durch das Förder
rohr einem Abrieb unterworfen werden. Dieser Abrieb führt
dazu, dass die elektrolytisch aufgebrachte Beschichtung der
Kleinteile in ihrer Dicke örtlich vermindert oder sogar
abgetragen werden kann.
Des weiteren ist es bei der bekannten Vorrichtung erforder
lich, mit einem relativ hohen Betriebsstrom zu arbeiten.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
die oben erläuterte, bekannte Vorrichtung derart weiter
zuentwickeln, dass die Qualität der mit der Vorrichtung
beschichteten Kleinteile verbessert wird.
Diese Aufgabe wird bei der Vorrichtung der eingangs genann
ten Art dadurch gelöst, dass
- - die zweite Elektrode innerhalb des Lackierabschnit tes des Förderrohres unterhalb der vorbestimmten Füllhöhe des Beckens im Becken angeordnet ist.
Aufgrund der Anordnung der zweiten Elektrode innerhalb des
Lackierabschnittes des Förderrohres unterhalb der vorbe
stimmten Füllhöhe des Beckens liegen sich die beiden für die
elektrolytische Beschichtung erforderlichen Elektroden nun
mehr unmittelbar gegenüber. Die zu beschichtenden Kleinteile
befinden sich bei dem Vorgang der Elektrotauchlackierung am
Boden des Förderrohres in Kontakt mit der ersten Elektrode,
während die zweite Elektrode aufgrund der vorgesehenen An
ordnung in einem Abstand zu den Kleinteilen innerhalb des
Beckens liegt. Das elektrische Feld, das zwischen den beiden
Elektroden vorliegt, ist somit im Gegensatz zum Stand der
Technik ungestört, so dass sich insbesondere der Betriebs
strom der Vorrichtung auf etwa die Hälfte des bei der be
kannten Vorrichtung einzusetzenden Wertes verringern läßt.
Außerdem gestattet es die Anordnung der zweiten Elektrode,
die Innenfläche des Förderrohres ohne Öffnungen auszubilden,
so dass diese Fläche eben gestaltet werden kann. Ein Abrieb
der beschichteten Kleinteile ist somit erheblich geringer
als bei der bekannten Vorrichtung.
Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung besteht darin, dass bei
der neuen Elektrodenanordnung sehr viel weniger Kurzschlüsse
auftreten, wodurch eine Verunreinigung des Beschichtungs
mittels mit Koagulat wirksam eingeschränkt und die Qualität
der beschichteten Kleinteile verbessert wird.
Außerdem ist beobachtet worden, dass die sich bei der Elek
trotauchlackierung einstellende Beschichtung elektrisch
leitender Kontakte der ersten Elektrode wesentlich geringer
ist als bei der bekannten Vorrichtung. Die zweite Elektrode
kann vorteilhafterweise so angeordnet sein, dass sie verti
kal über den zu beschichtenden Kleinteilen liegt.
Die äußere Form der zweiten Elektrode ist nur insoweit ein
geschränkt, dass ein ausreichend günstiges Verhältnis zwi
schen der Oberfläche der zweiten Elektrode und der Ober
fläche der als erste Elektrode anzusehenden Kleinteile ge
währleistet ist. Ein typischer Wert für das Verhältnis "Flä
che der zweiten Elektrode: Fläche der zu beschichtenden
Kleinteile" liegt in dem Bereich 1 : 1 bis 1 : 5.
Sämtliche Formen der zweiten Elektrode, die das angegebene
Flächenverhältnis bereitstellen, können bei der Vorrichtung
eingesetzt werden. Beispielsweise kann die zweite Elektrode
als eine Mehrzahl Stäbe ausgebildet sein, die elektrisch
leitend miteinander verbunden sind.
Vorzugsweise ist die zweite Elektrode jedoch als im Quer
schnitt kreissegmentförmiges Blech, beispielsweise als Loch
blech, ausgebildet, wobei der Mittelpunkt des dem Segment
zugeordneten Kreises auf der Längsachse des Förderrohres
liegen kann.
Sofern die Fläche des Bleches für das oben angegebene Flä
chenverhältnis nicht ausreicht, weist das Blech vorzugsweise
in Bezug auf das Förderrohr radial nach außen verlaufende
Lamellen auf.
Vorzugsweise weist die zweite Elektrode auf ihrer radial
außen liegenden Seite ein Kunststoffgitter auf. Dieses
Kunststoffgitter kann beispielsweise auf den freiliegenden
Enden der Lamellen des Bleches aufliegen und dort befestigt
sein. Das Kunststoffgitter hat den Vorteil, dass das Auf
treten von Kurzschlüssen zwischen den Elektroden noch weiter
vermindert wird.
Im Gegensatz zu der Vorrichtung nach dem Stand der Technik
weist das Förderrohr bevorzugt zwischen der Kleinteilein
lassöffnung und der Kleinteilauslassöffnung eine im wesent
lichen (erste Elektrode) ebene Innenfläche auf. Dieses Merk
mal ist für die neue Vorrichtung nicht unbedingt erforder
lich, bietet jedoch die oben bereits angegebenen Vorteile in
bezug auf den Abrieb der beschichteten Kleinteile.
Hinzu kommt, dass die Kleinteile aus der Kleinteilauslass
öffnung zusammen mit dem flüssigen Beschichtungsmittel aus
treten. Die Kleinteile sind somit mit Beschichtungsmittel
benetzt. In dem Fall, wenn die Kleinteile aus der Kleinteil
auslassöffnung nach unten fallen, wird ihr Aufschlag durch
benetzendes Beschichtungsmittel gedämpft, wobei auch aufein
ander prallende Kleinteile überwiegend nicht beschädigt
werden.
Bevorzugt ist die Kleinteilauslassöffnung in Förderrichtung
hinter dem Lackierabschnitt des Förderrohres und dem Becken
am Umfang des Förderrohres angeordnet. Aufgrund der Schwer
kraft fallen Kleinteile aus der Kleinteilauslassöffnung bei
entsprechendem Drehwinkel des Förderrohres nach unten her
aus. In diesem Fall kann unterhalb des Förderrohrbereichs
der Kleinteilauslassöffnung eine Transporteinrichtung vor
gesehen sein, mit der die Kleinteile weiterbefördert werden.
Vorzugsweise ist der Kleinteilauslassöffnung eine Transport
einrichtung zugeordnet, die derart relativ zu der Kleinteil
auslassöffnung angeordnet ist, dass nach unten fallende
Kleinteile von der Transporteinrichtung aufgenommen und im
wesentlichen senkrecht zum Förderrohr transportiert werden.
Bevorzugt kann oberhalb der Transporteinrichtung eine Spül
einrichtung zur Beaufschlagung der Kleinteile mit Spülflüs
sigkeit angeordnet sein. Auf diese Weise wird eine effektive
Spülung der Kleinteile unter Entfernung von anhaftendem
Beschichtungsmittel erreicht.
Die Transporteinrichtung kann als Förderband-Anordnung aus
gebildet sein, wobei die Kleinteile ohne weiteres für eine
Beaufschlagung mit Spülflüssigkeit freiliegen.
Vorzugsweise ist der Lackierabschnitt des Förderrohres in
einem solchen Abstand in Förderrichtung von der Kleinteil
einlassöffnung angeordnet, dass die Kleinteile vor dem Be
schichtungsvorgang entlüftet werden. Es hat sich gezeigt,
dass die Qualität der beschichteten Kleinteile verbessert
wird, wenn zwischen den typischerweise als Schüttgut vorlie
genden Kleinteilen vorliegende Luft entweichen kann. Auf dem
Weg von der Kleinteil-Einlassöffnung bis zum Lackier
abschnitt des Förderrohres kann zwischen den Massenklein
teilen vorliegende Luft als Blasen innerhalb des Tauchbades
nach oben steigen.
Bevorzugt ist zum Betrieb der Vorrichtung ein Kreislauf für
das Beschichtungsmittel vorgesehen, der eine Kühlung, wenig
stens ein Filter und ein Ultrafiltrationsmodul aufweist.
Diese Einrichtungen tragen zur Stabilität des Tauchbades bei
und sorgen für eine saubere Beschichtung im Kraftinnenan
griff von Kleinteilen und bei Gewinden.
Außerdem kann ein Kreislauf für die Spülflüssigkeit vor
gesehen sein, bei dem die Spülflüssigkeit von dem Ultrafil
trationsmodul gebildetes Filtrat enthält (geschlossener
Kreislauf). In dieser Weise wird eine ökonomische Spülung
der Kleinteile erreicht.
Die Merkmale der Vorrichtung, die sich auf die beschriebene
Entlüftung oder Spülung der Kleinteile beziehen, werden
jeweils, unabhängig von der Elektrodenanordnung, als ge
sonderte Erfindungen angesehen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen, die
bevorzugte Ausführungsformen darstellen, noch näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Gesamtansicht einer Vorrichtung zum elektroly
tischen Beschichten von Kleinteilen, teilweise im
Schnitt;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht des Lackierabschnitts der
Vorrichtung gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Vorrichtung gemäß
Fig. 1 zusammen mit mehreren Flüssigkeitskreislauf
systemen zum Betrieb der Vorrichtung.
Wie in Fig. 1 zu sehen ist, weist die Vorrichtung zur Elek
trotauchlackierung von elektrisch leitfähigen Kleinteilen,
insbesondere Metallteilen, ein Förderrohr 1 aus Kunststoff
zur Beförderung von Kleinteilen in Längsrichtung des Förder
rohres 1 auf. Die Zuführung von Kleinteilen erfolgt über
eine Waage 2, die bei Erreichen eines vorbestimmten Gewich
tes an Kleinteilen in Richtung auf eine Einlaufrutsche 3
verkippt wird, über die die Kleinteile durch eine Kleinteil
einlassöffnung 4, die von einem offenen Ende des Förder
rohres 1 gebildet wird, in das Förderrohr 1 eingeleitet
werden.
Das Förderrohr 1 ist über seine gesamte Länge mit einer an
seiner Innenseite befestigten Bandschnecke 5 ausgestattet,
so dass eine entsprechende Drehung des Förderrohres 1 um
seine Längsachse eine Beförderung der Kleinteile in einer
Förderrichtung bewirkt.
In Förderrichtung der Kleinteile gesehen, liegt etwa die
erste Hälfte des Förderrohres 1 in einem Becken 6, das bis
zu einem vorbestimmten Pegel mit Beschichtungsmittel für die
Kleinteile gefüllt ist.
Das Becken 6 hat über seine gesamte Länge einen im wesentli
chen U-förmigen Querschnitt, wobei die in Förderrichtung
vorne liegende Kante 7 des Beckens 6 horizontal verläuft,
während die in Förderrichtung hintere Kante 8 des Beckens 6
in ihrer Form an die radialen Abmessungen des Förderrohres 1
angepasst und gegenüber dem Förderrohr 1 abgedichtet ist.
Die Höhe der Bandschnecke 5 ist im Bereich 5a der hinteren
Kante 8 des Beckens 6 so gewählt, dass das im Becken 6 be
findliche Beschichtungsmittel in dem Bereich 5a nicht über
die Bandschnecke 5 hinüber fließen kann, sondern, wie die
Kleinteile, von der Bandschnecke 5 in Förderrichtung bewegt
wird.
In einem Abstand zur Kleinteileinlassöffnung 4 weist das
Förderrohr 1 einen Lackierabschnitt 9 auf, der auf seiner
Innenseite mit eine erste Elektrode 16 bildenden elektri
schen Kontakten 10 versehen ist. Die elektrischen Kontakte
10 sind über den gesamten Umfang des Lackierabschnitts 9
verteilt, so dass bei jeder Drehlage des Förderrohrs 1 im
Bereich der elektrischen Kontakte 10 befindliche Kleinteile
mit dem Potential der elektrischen Kontakte 10 beaufschlagt
werden. Die elektrischen Kontakte 10 stehen in elektrischer
Verbindung zu einer Kontaktschiene 11 mit Schleifkontakt,
die auf der Außenseite des Förderrohres 1 angeordnet ist und
mit einem ersten Pol einer Gleichstromquelle (nicht dar
gestellt) verbunden ist. Die elektrischen Kontakte 10 sind
an durch Öffnungen in dem Förderrohr 1 verlaufenden, an der
Kontaktschiene 11 angeschweißten Querverbindern abnehmbar
befestigt, beispielsweise aufgesteckt oder -geschraubt, so
dass sie leicht ausgetauscht werden können. Auch hier liegt
ein Vorteil gegenüber der bekannten Vorrichtung, bei der
Kontakte in ein Förderrohr eingeschweißt sind. Das in För
derrichtung hintere Ende des Lackierabschnitts 9 entspricht
in seiner Lage der hinteren Kante 8 des Beckens 6.
In Förderrichtung ist hinter dem Lackierabschnitt 9 am Um
fang des Förderrohres 1 eine Kleinteilauslassöffnung 12
vorgesehen, die als Ausschnitt in dem Förderrohr 1 ausge
bildet ist.
Unterhalb des Förderrohrbereiches der Kleinteilauslassöff
nung 12 ist ein Förderband 13 angeordnet, das zum Weiter
transport der Kleinteile dient.
In dem Lackierabschnitt 9 ist außerdem eine zweite Elektrode
14 vorgesehen, die wenigstens teilweise in das Beschich
tungsmittel eingetaucht ist. Die äußere Form der zweiten
Elektrode 14 wird später anhand von Fig. 2 näher beschrie
ben.
Die gesamte Vorrichtung ist in einem Gestell gehaltert und
auf dem Boden aufgestellt. Das Gestell umfasst Lagerrollen
15 für das Förderrohr 1 und einen Antriebsmotor für den
Drehantrieb des Förderrohres 1.
Beim Betrieb der Vorrichtung legen über die Einlaufrutsche 3
in das Förderrohr 1 eingeleitete Kleinteile zunächst die
Strecke entsprechend dem Abstand der Kleinteileinlassöffnung
bis zum Lackierabschnitt 9 zurück, wobei noch keine elek
trolytische Beschichtung stattfindet. Über diese Strecke
kann zwischen den Kleinteilen eingeschlossene Luft in Form
von Blasen entweichen und dem Beschichtungsmittel entzogen
werden. Anschließend gelangen die entlüfteten Kleinteile in
den Lackierabschnitt 9, wobei sie durch Berührung der elek
trischen Kontakte 10 mit einem elektrischen Potential be
aufschlagt werden.
Durch das elektrische Feld, das zwischen den mit einem
Potential beaufschlagten Kleinteilen (Kathode) und der zwei
ten Elektrode 14 (Anode) vorliegt, werden die Kleinteile
elektrolytisch beschichtet. Nach Abschluß des Beschichtungs
vorgangs werden die Kleinteile durch die Bandschnecke 5 zur
Kleinteilauslassöffnung 12 befördert, bei der sie nach unten
zum Weitertransport auf das Förderband 13 fallen. Dies ge
schieht zusammen mit dem Beschichtungsmittel, da die Innen
fläche des Förderrohres 1 im Gegensatz zu der oben beschrie
benen Vorrichtung nach dem Stand der Technik keine gesonder
te Auslassöffnung für das Beschichtungsmittel aufweist.
Somit fallen die beschichteten Kleinteile mit Beschichtungs
mittel benetzt auf das Förderband, wodurch eine mechanische
Beschädigung der Beschichtung durch den Aufprall auf das
Förderband oder durch einen Zusammenprall von Kleinteilen
weitestgehend vermieden wird.
Die Einheit aus Förderrohr 1, Becken 6 und Förderband 13 ist
oberhalb eines Beschichtungsmittel-Vorratsbehälters 17 an
geordnet, so dass über den Rand des Beckens 6 tretendes oder
aus der Kleinteilauslassöffnung 12 ablaufendes Beschich
tungsmittel aufgefangen wird. Eine Pumpe 18 dient zur För
derung des Beschichtungsmittels aus dem Vorratsbehälter 17
über eine Zuleitung zu dem Becken 6 für das Beschichtungs
mittel.
Aus Fig. 2 geht die äußere Form der zweiten Elektrode 14
und ihre relative Anordnung zum Förderrohr 1 hervor. In
Fig. 2 sind von Außen nach Innen die Kontaktschiene 11, das
Förderrohr 1, die Bandschnecke 5, der Bandschneckenabschnitt
5a mit vergrößerter Höhe und die zweite Elektrode 14 dar
gestellt. Auch die elektrischen Kontakte 10 auf der Innen
seite des Förderrohres 1 sind zu sehen.
Die zweite Elektrode 14 weist ein im Querschnitt kreisseg
mentförmiges Lochblech 19 mit radial nach Außen verlaufenden
Lamellen 20 zur Elektrodenflächevergrößerung auf. Auf den
radial äußeren Enden der Lamellen 20 ist ein Polypropylen-
Gewebe 38 angeordnet, das zur Vermeidung von Kurzschlüssen
zwischen der zweiten Elektrode und den Kleinteilen dient.
Die zweite Elektrode 14 steht mit dem zweiten Pol der Strom
quelle (nicht dargestellt) in elektrischer Verbindung und
ist in dem Lackierabschnitt 9 in ihrer Lage fest, d. h. sie
folgt nicht der Drehbewegung des Förderrohres 1. Dazu ist
die zweite Elektrode 14 über einen Arm 21 an einem Befesti
gungsstab 22 angebracht, der auf der Längsachse des Förder
rohrs 1 angeordnet ist. Die zweite Elektrode 14 ist in Bezug
auf den tiefsten Punkt des Förderrohres 1 symmetrisch an
geordnet, wobei die Mittelpunkte des Kreissegments des Ble
ches 19 und des Förderrohres 1 zusammenfallen. Der Arm 21
ist längeneinstellbar ausgeführt, so dass sich die Höhe der
zweiten Elektrode 14 verändern lässt, beispielsweise, um
eine Anpassung der Position der zweiten Elektrode 14 an die
Füllhöhe des Förderrohrs 1 mit Kleinteilen vorzunehmen.
Fig. 3 zeigt das Fließschema zum Betrieb der Vorrichtung
zur Elektrotauchlackierung von elektrisch leitenden Klein
teilen. Die Pumpe 18 fördert aus dem Vorratsbehälter 17
Beschichtungsmittel, das nach Durchtritt durch eine Kühlung
37, die eine Beschichtungsmitteltemperatur von etwa 28 bis
30°C aufrechterhält, und einen nachfolgenden Filter 23 (50
bis 75 µm) in das Becken 6 und das Förderrohr 1 eingeleitet
wird. Aus dem Becken 6 über das Förderrohr 1, insbesondere
die Kleinteilauslassöffnung 12, austretendes Beschichtungs
mittel gelangt zurück in den Vorratsbehälter 17, so dass ein
erster Beschichtungsmittelkreislauf geschlossen wird.
Eine Pumpe 24 fördert Beschichtungsmittel aus dem Vorrats
behälter 17 und führt es über einen Filter 25 (50 µm), zu
einem Ultrafiltrationsmodul. Das Ultrafiltrationsmodul 26
bewirkt, dass beispielsweise Wasser, Säuren und Amine, nach
folgend als Spülflüssigkeit bezeichnet, dem Beschichtungs
mittel als Filtrat entzogen werden.
Das zur Badstabilität im Ultrafiltrationsmodul 26 gefilterte
Beschichtungsmittel kann direkt in den Vorratsbehälter 17
zurückgeführt werden, so dass ein zu dem ersten paralleler
zweiter Beschichtungsmittelkreislauf geschlossen wird.
Die als Filtrat vorliegende Spülflüssigkeit gelangt von dem
Ultrafiltrationsmodul 26 aus über einen Durchflussmengenzäh
ler 27 in einen Filtratvorlagebehälter 28. Mittels einer
Filtratpumpe 29 wird Filtrat über einen zweiten Durchfluss
mengenzähler 30, dessen Meßwert unterhalb des Meßwertes des
ersten Durchflußmengenzählers liegen sollte, einer Spülein
richtung 31 zugeführt. Die Spüleinrichtung 31 wird im dar
gestellten Ausführungsbeispiel von insgesamt drei Düsen 32a,
32b, 32c gebildet, aus denen Spülflüssigkeit austritt. Die
Düse 32a ist oberhalb des Förderbands 13 angeordnet, und
spült beschichtete Kleinteile aus dem Förderrohr 1.
Die mit dem Förderband 13 transportierten Kleinteile fallen
an dem von dem Förderrohr 1 entfernten Ende des Förderbandes
13 in ein Spülflüssigkeitsbecken 33, im einzelnen auf ein
weiteres Förderband 34, das in seiner Förderrichtung schräg
nach oben verläuft und teilweise aus der Spülflüssigkeit
heraustritt. Im Bereich des aus der Spülflüssigkeit heraus
tretenden Teils des Förderbandes 34 sind die Düsen 32b und
32c angeordnet und beaufschlagen die Kleinteile mit Spül
flüssigkeit, die von dem Förderband 34 in das Spülflüssig
keitbecken 33 gelangt. Eine Pumpe fördert Spülflüssig
keit, die den Düsen 32a und 32b zugeleitet wird.
Außerdem ist ein Anmischbehälter 35 vorgesehen, dem mittels
der Filtratpumpe 29 Spülflüssigkeit und ein Ausgangs
beschichtungsmittel zugeleitet wird. In dem Anmischbehälter
35 wird das Ausgangsbeschichtungsmittel durch Zumischen von
Filtrat auf eine gewünschte, gegenüber dem Ausgangsprodukt
verringerte Beschichtungsmittelkonzentration gebracht und
anschließend dem Vorratsbehälter 17 zugeführt.
Eine nur beim Spülen der Vorrichtung zum Einsatz kommende
Spülpumpe 36 fördert aus dem Filtratvorlagenbehälter 28
stammende Spülflüssigkeit, die zum Spülen der Membran des
Ultrafiltrationsmoduls 26 dient.
Claims (12)
1. Vorrichtung zur Elektrotauchlackierung elektrisch leit
fähiger Kleinteile, mit
- 1. einem Becken (6) mit einer vorbestimmten Füllhöhe zur Aufnahme eines Tauchbades aus elektrisch leit fähigem, flüssigem Beschichtungsmittel (KTL, ATL);
- 2. einem um seine Achse drehbaren Förderrohr (1) zum Befördern der Kleinteile in seiner Längsrichtung, mit einer Kleinteileinlassöffnung (4), einer Klein teilauslassöffnung (12) und einer an der Innenseite des Förderrohres (1) angebrachten Bandschnecke (5),
- 3. wobei das Förderrohr (1) derart relativ zu dem Bec ken (6) angeordnet ist, dass ein in Längsrichtung des Förderrohres (1) verlaufender Lackierabschnitt (9) des Förderrohres (1) teilweise unterhalb der vorbestimmten Füllhöhe des Beckens (6) liegt, und
- 4. einer ersten Elektrode (16), die mit dem einen Pol einer Stromquelle verbunden und an der Innenseite des Lackierabschnittes (9) des Förderrohres (1) angeordnet ist, und einer zweiten Elektrode (14), die mit dem anderen Pol der Stromquelle verbunden ist,
- 1. die zweite Elektrode (14) innerhalb des Lackier abschnittes (9) des Förderrohres (1) unterhalb der vorbestimmten Füllhöhe des Beckens im Becken an geordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Elektrode (14) als im Querschnitt
kreissegmentförmiges Blech (19) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Blech (19) in Bezug auf das Förderrohr radial
nach außen verlaufende Lamellen (20) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die zweite Elektrode (14) auf
ihrer radial außen liegenden Seite ein Kunststoffgitter
(38) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass das Förderrohr (1) zwischen der
Kleinteileinlassöffnung (12) und der Kleinteilauslass
öffnung (4) im wesentlichen eine ebene Innenfläche
aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch
gekennzeichnet, dass die Kleinteilauslassöffnung (12)
in Förderrichtung hinter dem Lackierabschnitt (9) des
Förderrohres und dem Becken (6) am Umfang des Förder
rohres (1) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kleinteilauslassöffnung (12) eine Transport
einrichtung (13) für die Kleinteile zugeordnet ist, die
derart relativ zu der Kleinteilauslassöffnung (12)
angeordnet ist, dass nach unten fallende Kleinteile von
der Transporteinrichtung (13) aufgenommen und im we
sentlichen senkrecht zum Förderrohr (1) transportiert
werden.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, dass oberhalb der Transporteinrichtung
(13) eine Spüleinrichtung (31; 32a, 32b, 32c) zur Be
aufschlagung der Kleinteile mit Spülflüssigkeit an
geordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung (13) als
Förderband ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass der Lackierabschnitt (9) des För
derrohres (1) in einem solchen Abstand in Förderrich
tung von der Kleinteileinlassöffnung (12) angeordnet
ist, dass die Kleinteile vor dem Erreichen des Lackier
abschnitts (9) entlüftet werden.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Kreislauf für das Beschich
tungsmittel vorgesehen ist, der eine Kühlung (37),
wenigstens ein Filter (23, 25) und ein Ultrafiltra
tionsmodul (26) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Kreislauf für die Spülflüssigkeit vorgesehen
ist, bei dem die Spülflüssigkeit von dem Ultrafiltra
tionsmodul (26) gebildetes Filtrat enthält.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999107863 DE19907863C1 (de) | 1999-02-23 | 1999-02-23 | Vorrichtung zur Elektrotauchlackierung |
| PCT/EP2000/001437 WO2000050670A2 (en) | 1999-02-23 | 2000-02-22 | Apparatus for electro-dipcoating |
| AU28066/00A AU2806600A (en) | 1999-02-23 | 2000-02-22 | Apparatus for electro-dipcoating |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999107863 DE19907863C1 (de) | 1999-02-23 | 1999-02-23 | Vorrichtung zur Elektrotauchlackierung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19907863C1 true DE19907863C1 (de) | 2000-03-16 |
Family
ID=7898631
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999107863 Expired - Lifetime DE19907863C1 (de) | 1999-02-23 | 1999-02-23 | Vorrichtung zur Elektrotauchlackierung |
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| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE19907863C1 (de) |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102009025620A1 (de) | 2009-06-18 | 2010-01-14 | Daimler Ag | Verfahren zum Beschichten eines Hohlraums eines Karosseriebauteils |
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| DE4205672C2 (de) * | 1992-02-25 | 1995-04-20 | Doerken Ewald Ag | Vorrichtung zur elektrolytischen Beschichtung von Kleinteilen |
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- 1999-02-23 DE DE1999107863 patent/DE19907863C1/de not_active Expired - Lifetime
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- 2000-02-22 AU AU28066/00A patent/AU2806600A/en not_active Abandoned
- 2000-02-22 WO PCT/EP2000/001437 patent/WO2000050670A2/en not_active Ceased
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO2000050670A3 (en) | 2000-12-07 |
| WO2000050670A2 (en) | 2000-08-31 |
| AU2806600A (en) | 2000-09-14 |
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