DE19907700A1 - Polymermaterial für ein Photoresist, dieses enthaltende Photoresistzusammensetzung und Herstellungsverfahren hierfür - Google Patents
Polymermaterial für ein Photoresist, dieses enthaltende Photoresistzusammensetzung und Herstellungsverfahren hierfürInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Polymermaterial für ein chemisch verstärktes Photoresist, auf eine ein solches Polymermaterial enthaltende Photoresistzusammensetzung und auf ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Polymermaterials. DOLLAR A Erfindungsgemäß wird ein Polymermaterial bereitgestellt, das aus drei oder mehr verschiedenen Monomeren polymerisiert ist und eine an die Polymerhauptkette gebundene, säureinstabile Dialkylmalonat-Gruppe aufweist. Eine erfindungsgemäße Photoresistzusammensetzung enthält ein solches Polymermaterial sowie einen photosensitiven Säuregenerator. Das Polymermaterial kann erfindungsgemäß durch Polymerisieren von Dialkylmalonylmethylstyrol, Alkoxystyrol oder Alkoxystyrolderivat oder (Meth)acrylatderivat und Acetoxystyrol oder Acetoxystyrolderivat zur Erzielung eines Terpolymers und anschließendes Deacetylieren desselben erhalten werden. DOLLAR A Verwendung z. B. für Photoresiste in der Photolithographie.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Polymermaterial für ein in
der Photolithographie verwendetes, chemisch verstärktes Pho
toresist, auf eine ein solches Polymermaterial enthaltende
Photoresistzusammensetzung und auf ein Verfahren zur Herstel
lung eines solchen Polymermaterials.
Gegenwärtige Halbleiterchips sind von hochintegrierter Struk
tur und erfordern komplexe Herstellungsprozesse. So werden
beispielsweise Photolithographieprozesse benötigt, die in der
Lage sind, feine Strukturen im Bereich von 0,25 µm oder weni
ger zu erzeugen. Solche feinen Strukturen müssen unter Ver
wendung von Strahlung im tiefen Ultraviolett (UV) bei z. B.
248 nm und somit bei einer kürzeren Wellenlänge als die her
kömmlichen Strahlungen auf der g-Linie (436 nm) und der
I-Linie (365 nm) gebildet werden. Wenn jedoch tiefe UV-Strahlung
verwendet wird, wird bei gleicher Energiedosis im Vergleich
zur Einstrahlung mit einer konventionellen Lichtquelle eine
kleinere Anzahl von Protonen transferiert. Daher wird bei
Verwendung von tiefer UV-Strahlung eine deutliche höhere
Energiedosis benötigt, um dieselbe Anzahl von Protonen zu
transferieren und dasselbe Ergebnis zu erhalten, wie es bei
Verwendung herkömmlicher Photolithographie erzielt wird. Um
diese Schwierigkeit zu überwinden, ist ein neues Material
eingeführt worden, das als "chemisch verstärktes Photoresist"
bezeichnet wird und aufgrund seiner verbesserten Photosensi
vität hochsensitiv für Protonen ist, selbst wenn tiefe
UV-Strahlung mit einer ähnlichen Dosis eingestrahlt wird, wie
sie bei der Bestrahlung mit einer konventionellen Lichtquelle
verwendet wird.
Allgemein weist das chemisch verstärkte Photoresist eine
säureinstabile Gruppe auf, die leicht einer Hydrolyse durch
einen Säurekatalysator unterworfen werden kann und die als
ein Auflösungsinhibitor fungiert. Das verstärkte Photoresist
enthält außerdem einen photosensitiven Säuregenerator zur Er
zeugung von Protonen (H⁺), d. h. Säure, unter Lichteinwirkung.
Wenn das chemisch verstärkte Photoresist mit Licht bestrahlt
wird, wird durch den photosensitiven Säuregenerator Säure er
zeugt. Der Auflösungsinhibitor, der an die Hauptkette des Po
lymers gebunden ist, wird dann durch die katalytische Reakti
on der erzeugten Säure hydrolisiert, wodurch die Polarität
und damit die Löslichkeit des Polymers verändert wird. Die
Säurehydrolyse des Polymers durch Säurediffusion erzeugt eine
Struktur mit einer höheren Lichtdurchlässigkeit. Der Kon
trast, d. h. eine die Differenz in der Löslichkeit eines che
misch verstärkten Photoresistes vor und nach der Belichtung
repräsentative Kenngröße, wird daher durch die säureinstabile
Gruppe bestimmt, die an die Hauptkette des Polymers gebunden
ist.
Die Patentschrift US 4.491.628 offenbart ein chemisch ver
stärktes Photoresist, das ein Polymer enthält und t-Butoxy
carbonyl (t-BOC) als eine säureinstabile Gruppe verwendet.
Dieses chemisch verstärkte Photoresist besitzt jedoch eine
thermische Zersetzungstemperatur (Td), die niedriger ist als
ihre Glasübergangstemperatur (Tg). Wenn daher das Photoresist
vor der Belichtung zwecks Verdampfen von unerwünschtem orga
nischem Lösungsmittel und Härten des Photoresistfilms auf ei
ner Temperatur gebacken wird, die über der Glasübergangstem
peratur liegt, zersetzt sich das Photoresist. Wenn anderer
seits die Vorhärtungstemperatur ausreichend niedrig ist, um
thermische Zersetzung zu verhindern, können Verunreinigungen
aus der Luft in die Oberfläche des freiliegenden Photore
sistfilms absorbiert werden, wodurch eine katalytische Reak
tion durch die Säure verhindert wird. Dies resultiert in ei
ner Struktur mit einem mängelbehafteten Profil, wie einem
T-Oberseitenprofil. T-Oberseitenprofile sind das Ergebnis von
Verunreinigungen aus der Luft, welche in die Oberfläche des
Photoresistfilms absorbiert werden und die Säure neutralisie
ren, die vom Photoresist bei Belichtung erzeugt wird. Als Re
sultat erfahren gewisse Bereiche des belichteten Photoresists
keine Säurehydrolyse und bleiben daher unlöslich. Die unlös
lichen Bereiche des Photoresistes werden durch den Entwickler
nicht entwickelt und resultieren in T-Oberseitenprofilen.
Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstel
lung eines Polymermaterials, das sich für ein chemisch ver
stärktes Photoresist mit relativ hohem Kontrastvermögen und
guten thermischen Eigenschaften eignet, einer ein solches Po
lymermaterial enthaltenden Photoresistzusammensetzung, die
somit gute thermische Eigenschaften aufweist und sich zur Er
zeugung von Strukturen mit relativ hoher Auflösung und hohem
Kontrast eignet, sowie eines vorteilhaften Verfahrens zur
Herstellung eines solchen Polymermaterials zugrunde.
Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung
eines Polymermaterials mit den Merkmalen des Anspruchs 1, ei
ner Photoresistzusammensetzung mit den Merkmalen des An
spruchs 6 und eines Polymermaterial-Herstellungsverfahrens
mit den Merkmalen des Anspruchs 11.
Das Polymermaterial für ein chemisch verstärktes Photoresist
gemäß Anspruch 1 besitzt eine säureinstabile Dialkylmalonat-Grup
pe, die an der Polymerhauptkette hängt und vor der Be
lichtung recht voluminös ist und als Auflösungsinhibitor fun
giert. Die Belichtung führt jedoch dazu, daß der photosensi
tive Säuregenerator Säure bildet, welche die Dialkylmalonat-Grup
pe in dem Auflösungsinhibitor hydrolisiert, so daß Malon
säure erzeugt und der Auflösungsinhibitor weniger voluminös
gemacht wird. Die Säurehydrolyse erhöht signifikant die Lös
lichkeit des Photoresists, und dies resultiert in einem Kon
trast, der beträchtlich besser ist als derjenige, der bei
Verwendung herkömmlicher Photoresistzusammensetzungen erhal
ten wird.
Von Bedeutung ist des weiteren, daß die thermische Zerset
zungstemperatur (Td) der ein solches Polymermaterial enthal
tenden Photoresistzusammensetzung gemäß Anspruch 6 höher als
die Glasübergangstemperatur (Tg) ist, so daß ein daraus her
gestellter Photoresistfilm durch Vorbacken vor der Belichtung
unter Verwendung einer Vorhärtungstemperatur gehärtet werden
kann, die höher als die Glasübergangstemperatur ist. Das so
mit bei relativ hoher Temperatur mögliche Vorhärten schützt
vor einem defektbehafteten Strukturprofil, wie einer
T-Oberseite, die sich ansonsten aufgrund einer Schädigung durch
Verunreinigungen bilden kann.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen angegeben.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfol
gend näher erläutert. Darin wird insbesondere auf die Chemie
des erfindungsgemäßen Polymermaterials für ein chemisch ver
stärktes Photoresist und auf die Chemie einer ein solches Po
lymermaterial enthaltenden, erfindungsgemäßen Photoresistzu
sammensetzung sowie auf Photolithographieprozesse eingegan
gen, bei denen solche Photoresistzusammensetzungen eingesetzt
werden. Des weiteren wird auf das erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung des Polymermaterials eingegangen.
Ein erfindungsgemäßes Polymermaterial für ein chemisch ver
stärktes Photoresist ist ein Polymer, das eine säureinstabile
Dialkylmalonat-Gruppe enthält, die an eine Polymerhauptkette
gebunden ist, welche aus drei oder mehr unterschiedlichen Mo
nomeren besteht. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die
Dialkylmalonat-Gruppe Di-t-butylmalonat oder Ditetrahydro
pyranylmalonat.
Das zur Herstellung eines chemisch verstärkten Photoresistes
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Er
findung verwendete Polymermaterial wird durch die nachstehen
de chemische Formel CF1 dargestellt und besteht aus einem
Terpolymer, das aus Monomeren wie Dialkylmalonylmethylstyrol,
Alkoxystyrol oder ein Alkoxystyrolderivat sowie Hydroxystyrol
oder ein Hydroxystyrolderivat gebildet ist. Ein Terpolymer
ist ein Polymer, das aus drei verschiedenen Monomeren gebil
det ist.
In der chemischen Formel CF1 bezeichnen R1 t-Butyl oder
Tetrahydropyranyl, R4 Methyl oder t-Butyl, R2, R3, R5 und R6
Wasserstoff oder Methyl sowie l, m und n ganze Zahlen derge
stalt, daß das Verhältnis l/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und
0,5 liegt, das Verhältnis m/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und
0,5 liegt und das Verhältnis (l+m)/(l+m+n) zwischen etwa 0,1
und 0,5 liegt. In einer bevorzugten Ausführungsform sind R1
und R4 t-Butyl-Gruppen, und R2, R3, R5 und R6 sind Wasser
stoff.
Ein weiteres Terpolymer, das durch die nachstehende chemische
Formel CF2 dargestellt wird, wird aus Monomeren wie Dialkyl
malonylmethylstyrol, (Meth)acrylatderivat, Acetoxystyrol oder
Acetoxystyrolderivat, und Hydroxystyrol oder Hydroxystyrolde
rivat gebildet.
In der chemischen Formel CF2 bezeichnen R1 und R7 t-Butyl
oder Tetrahydropyranyl, R5, R6 und R8 Wasserstoff oder Methyl
sowie l, m und n ganze Zahlen dergestalt, daß das Verhältnis
l/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und 0,5 liegt, das Verhältnis
m/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und 0,5 liegt und das Verhältnis
(l+m)/(l+m+n) zwischen etwa 0,1 und 0,5 liegt. In einer wei
teren bevorzugten Ausführungsform dieses Terpolymers sind R1
und R7 t-Butyl-Gruppen, und R5, R6 sowie R8 sind Wasserstoff.
In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform liegt das
durchschnittliche Molekulargewicht Mw des durch die chemi
schen Formeln CF1 und/oder CF2 repräsentierten Polymermateri
als im Bereich von etwa 5000 bis 100 000.
Eine erfindungsgemäße Photoresistzusammensetzung enthält ei
nes der oben beschriebenen Polymermaterialien der chemischen
Formel CF1 oder CF2 und einen photosensitiven Säuregenerator
in einer Menge zwischen etwa 1 Gew.-% bis 15 Gew.-% bezogen auf
das Gewicht an Polymermaterial. In einer bevorzugten Ausfüh
rungsform werden als photosensitiver Säuregenerator Verbin
dungen mit hoher thermischer Stabilität verwendet, wie Tri
arylsulfoniumsalze, Diaryliodoniumsalze oder Sulfonate.
Eine erfindungsgemäße Photoresistzusammensetzung enthält des
weiteren eine organische Base in einem Anteil zwischen etwa
0,01 Gew.-% und 2,0 Gew.-% bezogen auf das Gewicht an Polymer
material. Einige Beispiele von zur Verwendung bei der vorlie
genden Erfindung geeigneten organischen Basen sind Triethyl
amin, Triisobutylamin, Diethanolamin und Triethanolainin. Die
organische Base verhindert eine Verringerung der kritischen
Abmessung der Struktur nach Belichtung, die durch Säure ver
ursacht wird, welche von einem belichteten Bereich des Photo
resists zu einem unbelichteten Bereich diffundiert.
Die erfindungsgemäßen Photoresistzusammensetzungen enthalten
einen Auflösungsinhibitor, der ein Polymermaterial beinhal
tet, das ein Dialkylmalonat als eine säureinstabile Gruppe
besitzt, die an die Polymerhauptkette gebunden ist. Das Dial
kylmalonat wird durch die Säure, die bei Belichtung vom pho
tosensitiven Säuregenerator erzeugt wird, zu Malonsäure hy
drolysiert. Die Säurehydrolyse erhöht signifikant die Lös
lichkeit und damit den Kontrast der Photoresistzusammenset
zung nach der Belichtung durch Verringern der Abmessungen des
Auflösungsinhibitors. Da sowohl die Dialkylmalonat-Gruppe als
auch der photosensitive Säuregenerator thermisch stabil sind,
weisen die erfindungsgemäßen Photoresistzusammensetzungen au
ßerdem den wichtigen Vorteil auf, daß sie bei Temperaturen
thermisch stabil sind, die höher als ihre Glasübergangstempe
ratur von etwa 130°C sind. Dies bedeutet, daß ein mit einer
solchen Photoresistzusammensetzung beschichteter Wafer bei
einer Temperatur vorgehärtet werden kann, die höher als deren
Glasübergangstemperatur Tg, aber niedriger als ihre Zerset
zungstemperatur Td ist. Das Vorhärten schützt davor, daß Ver
unreinigungen in das Photoresist absorbiert werden, wo sie
mit der Funktion des photosensitiven Säuregenerators interfe
rieren, ohne daß durch das Vorhärten eine Zersetzung des Pho
toresists verursacht wird.
Wie in der nachstehenden Reaktionsgleichung RF1 illustriert,
wird nach Auflösen von Dialkylmalonat (I) in einem organi
schen Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran (THF), in dem Natri
umhydrid gelöst wurde, Chlormethylstyrol zu der Lösung zuge
geben. Durch eine Substitutionsreaktion wird Dialkylma
lonylstyrol (II) erhalten.
In der Reaktionsgleichung RF1 bedeutet R1 t-Butyl oder
Tetrahydropyranyl.
Durch die in der nachstehenden Reaktionsgleichung RF2 reprä
sentierte Reaktion wird das Terpolymer (V) erhalten.
In der Reaktionsgleichung RF2 sind R1 und R4 t-Butyl oder
Tetrahydropyranyl, R2 Methyl oder t-Butyl, R3, R5 und R6 Was
serstoff oder Methyl sowie l, m und n ganze Zahlen derge
stalt, daß das Verhältnis l/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und
0,5 liegt, das Verhältnis m/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und
0,5 liegt und das Verhältnis (l+m)/(l+m+n) zwischen etwa 0,1
und 0,5 liegt.
Nach Auflösen von Dialkylmalonylmethylstyrol (II), Alkoxystyrol
oder Alkoxystyrolderivat (III) sowie Acetoxystyrol oder
Acetoxystyrolderivat (IV) in einem organischen Lösungsmittel,
z. B. Toluol, wird ein Polymerisationsinitiator, wie Azobis
isobutyronitril (AIBN) zugegeben, um das Terpolymer (V) durch
Polymerisation zu erhalten.
Wie in der nachstehenden Reaktionsgleichung RF3 illustriert,
wird das Terpolymer (V) durch Verwendung einer organischen
Base deacetyliert, was im Terpolymer (VI) resultiert, welches
ein durchschnittliches Molekulargewicht im Bereich von 5000
bis 10 000 aufweist und durch die obige chemische Formel CF1
repräsentiert wird. In dieser Reaktion ist die Base Ammonium
hydroxid oder Hydrazin, es können jedoch statt dessen auch an
dere, dem Fachmann geläufige organische Basen verwendet wer
den.
Das Terpolymer (VIII) wird durch die Reaktion erhalten, die
durch die nachstehende Reaktionsgleichung RF4 repräsentiert
wird.
In der Reaktionsgleichung RF4 sind R1 und R7 t-Butyl oder
Tetrahydroxypyranyl, R5, R6 und R8 Wasserstoff oder Methyl
sowie l, m und n ganze Zahlen dergestalt, daß das Verhältnis
l/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und 0,5 liegt, das Verhältnis
m/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und 0,5 liegt und das Verhältnis
(l+m)/(l+m+n) zwischen etwa 0,1 und 0,5 liegt.
Nach Auflösen von Dialkylmalonylmethylstyrol (II), Acetoxy
styrol oder Acetoxystyrolderivat (IV) sowie (Meth)acrylat
derivat (VII) in einem organischen Lösungsmittel wird ein Po
lymerisationsinitiator, wie AIBN, zugegeben, um durch Polyme
risation das Terpolymer (VIII) zu erhalten.
Wie in der nachstehenden Reaktionsgleichung RF5 dargestellt,
wird das Terpolymer (VIII) unter Verwendung einer organischen
Base deacetyliert, was in einem Terpolymer (IX) mit einem
mittleren Molekulargewicht zwischen 5000 und 100 000 resul
tiert, das durch die obige chemische Formel CF2 repräsentiert
wird.
Die durch die oben beschriebenen Reaktionen erhaltenen und
mit den chemischen Formeln CF1 bzw. CF2 repräsentierten Ter
polymere (VI) und (IX) und ein photosensitiver Säuregenerator
mit einem Anteil zwischen 1 Gew.-% und 15 Gew.-% bezogen auf
das Gewicht des Terpolymers werden in einem geeigneten Lö
sungsmittel gelöst, um eine chemisch verstärkte Photore
sistzusammensetzung zu bilden. Bevorzugte photosensitive Säu
regeneratoren umfassen Triarylsulfoniumsalze, Diaryliodonium
salze oder Sulfonate, die thermisch stabil sind.
Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Photoresistzu
sammensetzungen außerdem eine organische Base in einem Anteil
zwischen etwa 0,01 Gew.-% und 2,0 Gew.-% bezogen auf das Ge
wicht an Terpolymer. Bevorzugte organische Basen umfassen
Triethylamin, Triisobutylamin, Diethanolamin und Triethanol
amin.
Durch das obige Verfahren hergestellte, chemisch verstärkte
Photoresistzusammensetzungen können in einem allgemeinen Pho
tolithographieprozeß angewandt werden. Besonders eignen sich
die chemisch verstärkten Photoresistzusammensetzungen der
vorliegenden Erfindung zur Erzeugung feiner Strukturen mit
einem Entwurfsmaß von 0,25 µm oder weniger unter Verwendung
von tiefer UV-Strahlung als Lichtquelle für die Belichtung.
Der säureinstabile, Dialkylmalonat enthaltende Auflösungsin
hibitor und der photosensitive Säuregenerator, die in den
Photoresistzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung ein
gesetzt werden, sind beide thermisch stabil. Die diese Ver
bindungen enthaltenden Photoresistzusammensetzungen besitzen
daher eine hohe thermische Zersetzungstemperatur Td von unge
fähr 170°C oder mehr, die höher als deren Glasübergangstempe
ratur Tg von ungefähr 130°C ist. Indem eine gegenüber der
Glasübergangstemperatur Tg höhere Zersetzungstemperatur Td
vorliegt, wird es möglich, das Photoresist bei einer relativ
hohen Temperatur vor der Belichtung vorzubacken, um es zu
härten, ohne eine Zersetzung des Photoresists zu verursachen.
Damit kann eine Beeinträchtigung des Photoresistfilms durch
Verunreinigungen aus der Luft effektiv verhindert werden,
wenn die erfindungsgemäßen Photoresistzusammensetzungen ver
wendet werden.
Nach dem Vorhärten wird der Photoresistfilm mit einer Licht
quelle für tiefe UV-Strahlung unter Verwendung einer Maske
mit einem vorgegebenen Muster belichtet. Durch den photosen
sitiven Säuregenerator wird bei der Belichtung in dem Photo
resistfilm Säure gebildet, und die an das Polymer gebundene
Dialkylmalonat-Gruppe wird durch Säurehyrolyse aufgrund der
katalytischen Reaktion der erzeugten Säure in Malonsäure um
gewandelt. Die Säurehydrolyse führt zu einem signifikanten
Unterschied in der Polarität des belichteten Teils des Photo
resistfilms im Vergleich zur Polarität von dessen unbelichte
tem Teil, was einen hohen Kontrast ergibt.
Nach der Belichtung wird der Photoresistfilm vor der Entwick
lung einer kurzen thermischen Behandlung unterzogen. Dieses
Nachhärten aktiviert die Säurehydrolyse, so daß jegliches
Dialkylmalonat, das im belichteten Bereich verblieben ist,
vollständig in Malonsäure umgewandelt wird und den Kontrast
steigert.
Als nächstes wird das Photoresist unter Verwendung eines ge
eigneten Entwicklers entwickelt, der in Abhängigkeit davon
ausgewählt wird, ob es sich bei dem Photoresistfilm um ein
positives oder negatives Photoresist handelt. Danach werden
Standardprozesse ausgeführt, um die Photoresiststrukturbildung
zu vervollständigen. Auf diese Weise wird unter Verwendung
der erfindungsgemäßen Photoresistzusammensetzungen eine Pho
toresiststruktur hoher Auflösung mit einem guten Profil ge
bildet.
Nachfolgend werden anhand von einigen nicht beschränkenden
Beispielen das Polymermaterial, die ein solches Polymermate
rial enthaltende Photoresistzusammensetzung und ein Verfahren
zur Herstellung des Polymermaterials gemäß der vorliegenden
Erfindung sowie eine derartige Photoresistzusammensetzung
verwendende Photolithographieprozesse näher ausgeführt.
4,8 g (0,12 mol) Natriumhydrid wurden in 250 ml Tetrahydrofuran
(THF) zugegeben. 25 g (0,11 mol) Di-t-butylmalonat wurden lang
sam in die Lösung getropft und für 1 eine Stunde zur Reaktion
gebracht. Dann wurde 0,1 mol Chlormethylstyrol langsam in die
Mischung bei 0°C getropft und für 12 Stunden bei Raumtempera
tur reagiert. Nach Abschluß der Substitutionsreaktion wurde
das Reaktionsprodukt in überschüssigem Wasser gelöst, mit
Salzsäure neutralisiert und dann unter Verwendung von Di
ethylether extrahiert.
Nach Trocknen des erhaltenen Reaktanden unter Verwendung von
Magnesiumsulfat wurde das Reaktionsprodukt unter Verwendung
von Säulenchromatographie separiert (Ausbeute 65%). Von dem
erhaltenen DBMST-Monomer wurden Analysen mit Kernspinresonanz
(NMR) und fouriertransformierter Infrarot-Spektroskopie
(FT-IR) mit folgenden Resultaten durchgeführt.
1H-NMR(CDCI3) (ppm):
1,4(s,18H), 3,1(d,2H), 3,5(t,1H), 5,2(dd,1H), 5,7(dd,1H), 6,6(dd,IH), 7,2(m,4H)
FT-IR(NaCI) (cm-1): 2978(C-H,t-Butyl), 1727(C=O), 1369, 1140, 847.
1H-NMR(CDCI3) (ppm):
1,4(s,18H), 3,1(d,2H), 3,5(t,1H), 5,2(dd,1H), 5,7(dd,1H), 6,6(dd,IH), 7,2(m,4H)
FT-IR(NaCI) (cm-1): 2978(C-H,t-Butyl), 1727(C=O), 1369, 1140, 847.
3 g (9 mmol) DBMST, 3,2 g (18 mmol) t-Butoxystyrol (BST) und
10,5 g (63 mmol) Acetoxystyrol (AST) wurden in 80 ml Toluol ge
löst. Dann wurden 0,74 g AIBN zugegeben und unter Verwendung
von Stickstoffgas für 1 Stunde gespült, wonach für etwa 24
Stunden bei 70°C eine Polymerisation durchgeführt wurde.
Nach der Polymerisation wurde das Reaktionsprodukt in über
schüssigem Methanol ausgefällt (etwa 10 Teile Methanol zu ei
nem Teil Reaktionslösung). Der Niederschlag wurde dann in ei
nem auf 50°C gehaltenen Vakuumofen für etwa 24 Stunden ge
trocknet, um das Reaktionsprodukt abzutrennen (Ausbeute 70%).
Das erhaltene Reaktionsprodukt war ein Terpolymer mit den Mo
nomeren DBMST, BST und AST, einem durchschnittlichen Moleku
largewicht von 13.125 und einer Polydispersität von 1,7. Es
ergab sich folgendes Resultat einer FT-IR-Analyse des Terpo
lymers (DBMST-BST-AST).
FT-IR(KBr) (cm-1):
2978(C-H, t-Butyl), 1767(C=O, Acetyl), 1727 (C=O, Malonyl), 1368, 1214.
FT-IR(KBr) (cm-1):
2978(C-H, t-Butyl), 1767(C=O, Acetyl), 1727 (C=O, Malonyl), 1368, 1214.
10 g des durch Beispiel 2 erhaltenen Terpolymers wurden in ei
ner gemischten Lösung mit 10 ml Ammoniumhydroxid (28%) und
50 ml Methanol zwecks Deacetylierung für etwa 4 Stunden reflu
xiert. Dann wurde das Reaktionsprodukt langsam in überschüs
sigem Wasser ausgefällt. Nach Auflösen des Niederschlags in
THF wurde er erneut langsam in überschüssigem n-Hexan ausge
fällt. Dann wurde der Niederschlag in einem auf 50°C gehalte
nen Vakuumofen für etwa 24 Stunden getrocknet, um das Reakti
onsprodukt abzutrennen (Ausbeute 91%).
Das erhaltene Reaktionsprodukt war ein Terpolymer mit den in
einem Verhältnis von etwa 10 : 20 : 70 vorhandenen Monomeren
DBMST, BST und Hydroxystyrol (HST). Das durchschnittliche Mo
lekulargewicht des Terpolymers betrug 12.639, seine Polydis
persität betrug 1,85, und der Transmissionsgrad bezüglich ul
travioletter Strahlung betrug 73%/µm. Es ergab sich folgendes
Resultat einer FT-IR-Analyse des Terpolymers (DBMST-BST-HST).
FT-IR(KBr) (cm-1):
3340(0-H), 2978(C-H,t-Butyl), 1728(C=O), 1513, 1368, 1141.
FT-IR(KBr) (cm-1):
3340(0-H), 2978(C-H,t-Butyl), 1728(C=O), 1513, 1368, 1141.
In weiteren Experimenten wurden auch Terpolymere mit ver
schiedenen Polymerisierungsanteilen jedes Monomers unter Ver
wendung der gleichen, oben beschriebenen Bedingungen erhal
ten. Um diese Terpolymere zu analysieren, wurden das mittlere
Molekulargewicht (Mw), die Polydispersität und der Transmissi
onsgrad für UV-Strahlung (%/µm) jedes Terpolymers gemessen.
Triphenylsulfoniumtriflate (PSOTf) wurde in einem Anteil von
3,0 Gew.-% bezogen auf das Gewicht an Terpolymer als ein pho
tosensitiver Säuregenerator zugegeben, um eine Photoresistzu
sammensetzung zu bilden. Mit der abkürzenden Bezeichnung
"triflate" ist dabei "Trifluorethansulfonester" gemeint. Die
zur Bildung einer Struktur mit Feldern mit Linien und Zwi
schenräumen von 0,40 µm benötigte optimale Bestrahlungsenergie
der Photoresistzusammensetzung wurde gemessen. Die Ergebnisse
sind in der untenstehenden Tabelle 1 aufgelistet.
6,8 g (20 mmol) DBMST, 7,8 g (60 mmol) t-Butylacrylat (BA) und
20 g (120 mmol) Acetoxystyrol (AST) wurden in 140 ml Toluol ge
löst. Dann wurde das Reaktionsprodukt durch dieselben Prozes
se wie im Beispiel 2 abgetrennt, mit der Ausnahme, daß zur
Auslösung der Polymersiation 1,31 g AIBN hinzugefügt wurden.
Das erhaltene Reaktionsprodukt war ein Terpolymer, das die
Monomere DBMST, BA und AST enthält, ein durchschnittliches
Molekulargewicht von 13.117 und eine Polydispersität von 1,98
besitzt. Das Ergebnis einer FT-IR-Analyse des Terpolymers
(DBMST-BA-AST) ist folgendes.
FT-IR(KBr) (cm-1):
2978(C-H,t-Butyl), 1766(C=O,Acetyl), 1724(C=O), 1506, 1369(C-H,t-Butyl), 1217(C-O), 1167, 1147, 912.
FT-IR(KBr) (cm-1):
2978(C-H,t-Butyl), 1766(C=O,Acetyl), 1724(C=O), 1506, 1369(C-H,t-Butyl), 1217(C-O), 1167, 1147, 912.
10 g des in Beispiel 4 erhaltenen Terpolymers wurden durch
dieselbe Vorgehensweise wie in Beispiel 3 deacetyliert. Das
erhaltene Reaktionsprodukt war ein Terpolymer, das die Mono
meren DBMST, BA und HST in einem Verhältnis von 10 : 30 : 60 ent
hält. Das durchschnittliche Molekulargewicht des erhaltenen
Terpolymers betrug 12.438, die Polydispersität war 1,97, und
der Transmissionsgrad für UV-Strahlung betrug 74%/µm. Das Er
gebnis einer FT-IR-Analyse des DBMST-BA-HST-Terpolymers ist
wie folgt.
FT-IR(KBr) (cm-1):
3397(0-H), 2978(C-H,t-Butyl), 1699(C=O), 1513, 1369(C-H,t-Butyl), 1231(C-O), 1172, 1150, 830.
FT-IR(KBr) (cm-1):
3397(0-H), 2978(C-H,t-Butyl), 1699(C=O), 1513, 1369(C-H,t-Butyl), 1231(C-O), 1172, 1150, 830.
Unter denselben Bedingungen wie oben wurden Terpolymere mit
unterschiedlichen Polymerisationsanteilen jedes Monomers er
halten. Dazu wurden jeweils das mittlere Molekulargewicht
(Mw), die Polydispersität und der Transmissionsgrad für
UV-Strahlung (%/µm) für jedes Termpolymer gemessen. Als photo
sensitiver Säuregenerator wurde TPSOTf in einem Anteil von
3,0 Gew.-% bezogen auf das Gewicht an Terpolymer hinzugefügt,
um eine Photoresistzusammensetzung zu bilden. Die optimale
Bestrahlungsenergie der Photoresistzusammensetzung, die zur
Bildung einer Struktur mit Feldern aus Linien und Zwischen
räumen von 0,40 µm benötigt wird, wurde dann gemessen. Die Er
gebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 2 aufgelistet.
6,8 g (20 mmol) DBMST, 5,7 g (20 mmol) t-Butylmethacrylat (BMA)
und 18 g (140 mmol) AST wurden in 140 ml Toluol gelöst. Nach Zu
geben von 1,31 g AIBN wurde das Reaktionsprodukt durch diesel
ben Prozesse wie in Beispiel 2 abgetrennt (Ausbeute 75%).
Das erhaltene Reaktionsprodukt war ein Terpolymer mit den Mo
nomeren DBMST, BMA und AST, einem mittleren Molekulargewicht
von 11.748 und einer Polydispersität von 1,9. Das Ergebnis
einer FT-IR-Analyse des DBMST-BMA-AST-Terpolymers ist folgen
des.
FT-IR(KBr) (cm-1:
2978(C-H,t-Butyl), 1766(C=O, Acteyl), 1726(C=O), 1506, 1369 (C-H, t-Butyl), 1214 (C-O), 1147.
FT-IR(KBr) (cm-1:
2978(C-H,t-Butyl), 1766(C=O, Acteyl), 1726(C=O), 1506, 1369 (C-H, t-Butyl), 1214 (C-O), 1147.
10 g des durch Beispiel 6 erhaltenen Terpolymers wurden durch
dieselbe Vorgehensweise wie im Beispiel 3 deacetyliert
(Ausbeute 90%).
Es ergab sich ein mittleres Molekulargewicht des erhaltenen
Reaktionsprodukts von 10.658, eine Polydispersität von 2,0
und ein Transmissionsgrad für UV-Strahlung von 74%/ µm. Das
Ergebnis einer FT-IR-Analyse des Terpolymers DBMST-BMA-AST
ist folgendes.
FT-IR(KBr) (cm-1):
3402(0-H), 2978(C-H,t-Butyl), 1702(C=O), 1513, 1369(C-H,t-Butyl), 1231(C-O), 1150.
FT-IR(KBr) (cm-1):
3402(0-H), 2978(C-H,t-Butyl), 1702(C=O), 1513, 1369(C-H,t-Butyl), 1231(C-O), 1150.
1,0 g des durch Beispiel 3 erhaltenen Terpolymers (DBMST-BST-HST)
wurden in 6 g Propylenglycolmonomethyletheracetat gelöst,
und dann wurden 0,03 g TPSOTf als photosensitiver Säuregenera
tor zugegeben. Das Gemisch wurde gerührt und dann durch einen
Filter mit Poren von 0,2 µm gefiltert, was eine Photoresistzu
sammensetzung ergab.
Die erhaltene Photoresistzusammensetzung wurde in einer Dicke
von 0,5 µm auf einen mit einer zu strukturierenden Material
schicht versehenen Wafer aufgeschleudert, und der Wafer wurde
dann bei ungefähr 140°C für etwa 90 s sanft gehärtet. Nach dem
sanften Härten wurde das Photoresist unter Verwendung einer
Maske, die eine Struktur mit Feldern aus Linien und Zwischen
räumen von 0,40 µm definiert, und eines Steppers belichtet, in
welchem ein KrF-Eximerlaser mit einer numerischen Apertur von
0,45 eingesetzt wurde. Der Wafer wurde dann bei ungefähr
140°C für etwa 90 s nachgehärtet. Schließlich wurde das Photo
resist unter Verwendung von 2,38 Gew.-% Tetramethylammonium
hydroxid für 60 s entwickelt, um ein Photoresistmuster zu er
zeugen. Dann wurde die unter dem strukturierten Photoresist
liegende Materialschicht unter Verwendung der resultierenden
Photoresiststruktur geätzt.
Es zeigte sich, daß bei Verwendung einer Bestrahlungsenergie
von 21 mJ/cm2 ein Photoresistmuster mit einem ausgezeichneten
Profil mit Feldern aus Linien und Zwischenräumen von 0,40 µm
gebildet wurde und durch Verwenden dieses Photoresistmusters
eine Materialschichtstruktur mit einem ausgezeichneten Profil
hergestellt werden konnte.
Eine Photoresistzusammensetzung wurde durch dieselbe Vorge
hensweise wie in Beispiel 8 hergestellt, mit der Ausnahme,
daß zusätzlich 2 mg Diethanolamin als eine organische Base zu
gegeben wurden und das sanfte Härten bei 130°C durchgeführt
wurde.
Unter Verwendung einer Bestrahlungsenergie von 30 mJ/cm2 wurde
ein Photoresistmuster mit einem ausgezeichneten Profil mit
Feldern aus Linien und Zwischenräumen von 0,40 µm gebildet,
und es wurde unter Verwendung dieses Photoresistmusters eine
Materialschichtstruktur mit einem ausgezeichneten Profil er
halten.
Durch dasselbe Verfahren wie in Beispiel 8 wurde unter Ver
wendung von 1,0 g des in Beispiel 5 erhaltenen Terpolymers,
das die Monomere DBMST, BA und HST enthält, eine Photore
sistzusammensetzung hergestellt und auf einen Wafer aufge
bracht. Dann wurde ein Photolithographieprozeß ausgeführt.
Es entstand unter Verwendung einer Bestrahlungsenergie von
20 mJ/cm2 ein Photoresistmuster mit einem ausgezeichneten Pro
fil von Feldern aus Linien und Zwischenräumen von 0,40 µm, und
unter Verwendung dieses Photoresistmusters wurde eine Materi
alschichtstruktur mit ausgezeichnetem Profil erhalten.
Eine Photoresistzusammensetzung wurde durch dieselbe Vorge
hensweise wie in Beispiel 10 hergestellt, mit der Ausnahme,
daß zusätzlich 2 mg Diethanolamin als organische Base zugege
ben wurden und ein sanftes Härten bei 130°C durchgeführt wur
de.
Es entstand unter Verwendung einer Bestrahlungsenergie von
34 mJ/cm2 ein Photoresistmuster mit einem ausgezeichneten Pro
fil von Feldern aus Linien und Zwischenräumen von 0,40 µm, und
es wurde unter Verwendung des Photoresistmusters eine Materi
alschichtstruktur mit einem ausgezeichneten Profil erhalten.
Durch dasselbe Verfahren wie in Beispiel 8 wurde unter Ver
wendung von 1,0 g des in Beispiel 5 erhaltenen, die Monomere
DBMST, BMA und HST enthaltenden Terpolymers eine Photore
sistzusammensetzung hergestellt, wonach damit ein Photolitho
graphieprozeß ausgeführt wurde.
Unter Verwendung einer Bestrahlungsenergie von 24 mJ/cm2 wurde
ein Photoresistmuster mit einem ausgezeichneten Profil von
Feldern aus Linien und Zwischenräumen von 0,40 µm erzeugt, und
es wurde unter Verwendung des Photoresistmusters eine Materi
alschichtstruktur mit einem ausgezeichneten Profil erhalten.
Die erfindungsgemäßen Polymermaterialien und Photoresistzu
sammensetzungen besitzen, wie aus der obigen Beschreibung
vorteilhafter Beispiele deutlich wird, einige Vorteile gegen
über herkömmlichen Polymermaterialien und Photoresisten. Sie
erlauben einen Härtungsvorgang vor und nach der Belichtung
bei Temperaturen, die das Photoresist härten, ohne dessen
Zerfall zu verursachen, und sie weisen eine erhöhte Löslich
keit und einen erhöhten Kontrast auf, wodurch sich Felder mit
schärferen, feineren Linien und Zwischenräumen erhalten las
sen als durch Verwendung herkömmlicher Photoresiste.
Die an die Hauptkette des erfindungsgemäßen Polymermaterials
gebundene, säureinstabile Dialkylmalonat-Gruppe fungiert in
den Photoresistzusammensetzungen als effektiver Auflösungsin
hibitor. Die Säurehydrolyse der voluminösen Dialkylmalonat-Grup
pe in Malonsäure während der Belichtung erhöht die Lös
lichkeit der Photoresistzusammensetzung beträchtlich. Die
Löslichkeitsdifferenz vor und nach der Belichtung liefert ei
nen Kontrast, der deutlich höher ist als der durch Verwendung
herkömmlicher Photoresistzusammensetzungen mit einer
t-Butoxycarbonyl (t-BOC)-Gruppe als säureinstabiler Gruppe er
hältliche Kontrast.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Photoresistzusam
mensetzungen besteht darin, daß der photosensitive, säurein
stabile Auflösungsinhibitor, der das Dialkylmalonat enthält,
und der photosensitive Säuregenerator beide thermisch stabil
sind. Daher haben diese Polymermaterialien der erfindungsge
mäßen Photoresistzusammensetzungen den Effekt, daß sie eine
gegenüber der Glasübergangstemperatur von etwa 130°C höhere
thermische Zersetzungstemperatur besitzen. Die Photoresiste
können daher durch Vorbacken ohne Zersetzung des Resistes ge
härtet werden. Dieses Härten verhindert, daß Verunreinigungen
in die Photoresistschicht absorbiert werden, wo sie mit dem
photosensitiven Säuregenerator in Wechselwirkung treten und
zu defektbehafteten Strukturen führen. Die erfindungsgemäßen
Photoresistzusammensetzungen können bei einer ausreichend ho
hen Temperatur vorgehärtet werden, um die Adsorption von Ver
unreinigungen zu verhindern, die in defektbehafteten Struktu
ren resultiert, wie T-Oberseitenprofilen. Es versteht sich,
daß die Erfindung neben den oben beschriebenen Beispielen
weitere Realisierungen im Umfang der beigefügten Ansprüche
umfaßt.
Claims (12)
1. Polymermaterial für ein chemisch verstärktes Photore
sist,
dadurch gekennzeichnet, daß
es aus drei oder mehr verschiedenen Monomeren polymerisiert
ist und eine an die Polymerhauptkette gebundene, säureinsta
bile Dialkylmalonat-Gruppe aufweist.
2. Polymermaterial nach Anspruch 1, weiter dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dialkylmalonat-Gruppe aus Di-t-butylmalonat
oder Ditetrahydropyranylmalonat besteht.
3. Polymermaterial nach Anspruch 1 oder 2, weiter dadurch
gekennzeichnet, daß das Polymer ein mittleres Molekularge
wicht im Bereich zwischen 5000 und 100 000 aufweist.
4. Polymermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wei
ter dadurch gekennzeichnet, daß es folgende chemische Formel
CF1 besitzt:
wobei R1 t-Butyl oder Tetrahydropyranyl, R4 Methyl oder t-Butyl, R2, R3, R5 und R6 Wasserstoff oder Methyl sowie l, m und n ganze Zahlen dergestalt sind, daß das Verhältnis l/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und etwa 0,5 liegt, das Verhält nis m/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und etwa 0,5 liegt und das Verhältnis (l+m)/(l+m+n) zwischen etwa 0,1 und etwa 0,5 liegt, und wobei das mittlere Molekulargewicht des Polymerma terials zwischen 5000 und 100 000 liegt.
wobei R1 t-Butyl oder Tetrahydropyranyl, R4 Methyl oder t-Butyl, R2, R3, R5 und R6 Wasserstoff oder Methyl sowie l, m und n ganze Zahlen dergestalt sind, daß das Verhältnis l/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und etwa 0,5 liegt, das Verhält nis m/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und etwa 0,5 liegt und das Verhältnis (l+m)/(l+m+n) zwischen etwa 0,1 und etwa 0,5 liegt, und wobei das mittlere Molekulargewicht des Polymerma terials zwischen 5000 und 100 000 liegt.
5. Polymermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wei
ter dadurch gekennzeichnet, daß es die folgende chemische
Formel CF2 besitzt:
wobei R1 und R7 t-Butyl oder Tetrahydropyranyl, R5, R6 und R8 Wasserstoff oder Methyl sowie l, m, n ganze Zahlen dergestalt bezeichnen, daß das Verhältnis l/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und etwa 0,5 liegt, das Verhältnis m/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und etwa 0,5 liegt und das Verhältnis (l+m)/(l+m+n) zwi schen 0,1 und etwa 0,5 liegt, und wobei das Polymermaterial ein mittleres Molekulargewicht im Bereich zwischen 5000 und 100 000 aufweist.
wobei R1 und R7 t-Butyl oder Tetrahydropyranyl, R5, R6 und R8 Wasserstoff oder Methyl sowie l, m, n ganze Zahlen dergestalt bezeichnen, daß das Verhältnis l/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und etwa 0,5 liegt, das Verhältnis m/(l+m+n) zwischen etwa 0,01 und etwa 0,5 liegt und das Verhältnis (l+m)/(l+m+n) zwi schen 0,1 und etwa 0,5 liegt, und wobei das Polymermaterial ein mittleres Molekulargewicht im Bereich zwischen 5000 und 100 000 aufweist.
6. Photoresistzusammensetzung mit
- - einem Polymermaterial und
- - einem photosensitiven Säuregenerator, dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Polymermaterial ein solches nach einem der Ansprüche 1 bis 5 ist.
7. Photoresistzusammensetzung nach Anspruch 6, weiter da
durch gekennzeichnet, daß sie eine organische Base in einem
Anteil zwischen etwa 0,01 Gew.-% und etwa 1,0 Gew.-% bezogen
auf das Polymergewicht aufweist.
8. Photoresistzusammensetzung nach Anspruch 7, weiter da
durch gekennzeichnet, daß die organische Base Triethylamin,
Triisobutylamin, Diethanolamin oder Triethanolamin ist.
9. Photoresistzusammensetzung nach einem der Ansprüche 6
bis 8, weiter dadurch gekennzeichnet, daß der photosensitive
Säuregenerator ein Triarylsulfoniumsalz, ein Diaryliodonium
salz oder ein Sulfonat ist.
10. Photoresistzusammensetzung nach einem der Ansprüche 6
bis 9, weiter dadurch gekennzeichnet, daß der photosensitive
Säuregenerator in einem Anteil zwischen etwa 1 Gew.-% und etwa
15 Gew.-% bezogen auf das Polymergewicht enthalten ist.
11. Verfahren zur Herstellung eines Polymermaterials für
ein chemisch verstärktes Photoresist, insbesondere eines Po
lymermaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- - Polymerisieren von erstens Dialkylmalonylmethylstyrol, zweitens Alkoxystyrol, Alkoxystyrolderivat oder (Meth)acry latderivat sowie drittens Acetoxystyrol oder Acetoxystyrolde rivat, um ein Terpolymer mit drei oder mehr verschiedenen Mo nomeren zu erhalten, und
- - Deacetylieren des durch Polymerisation erhaltenen Terpoly mers unter Verwendung einer organischen Base.
12. Verfahren nach Anspruch 11, weiter dadurch gekennzeich
net, daß die organische Base aus den beiden Substanzen Ammo
niumhydroxid und Hydrazin ausgewählt wird.
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Effective date: 20140902 |