DE19907552A1 - Polyelektrolythüllen auf biologischen Templaten - Google Patents
Polyelektrolythüllen auf biologischen TemplatenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Kapseln mit einer Polyelektrolythülle sowie die durch das Verfahren erhältlichen Kapseln.
Description
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Kapseln mit einer
Polyelektrolythülle sowie die durch das Verfahren erhältlichen Kapseln.
Mikrokapseln sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt und
werden insbesondere für die kontrollierte Freisetzung und den
zielgerichteten Transport von pharmazeutischen Wirkstoffen sowie zum
Schutz von empfindlichen Wirkstoffen, wie etwa Enzymen und Proteinen
verwendet.
Mikrokapseln können durch mechanisch-physikalische Verfahren, bzw.
Versprühen und nachfolgende Beschichtung, chemische Verfahren, wie
etwa Grenzflächenpolymerisation bzw. -kondensation oder
Polymerphasentrennung oder durch Verkapselung von Wirkstoffen in
Liposomen hergestellt werden. Bisher bekannte Verfahren weisen jedoch
eine Reihe von Nachteilen auf.
Die Deutsche Patentanmeldung 198 12 083.4 beschreibt ein Verfahren zur
Herstellung von Mikrokapseln mit einem Durchmesser < 10 µm, wobei auf
einer wässrigen Dispersion von Templatpartikeln mehrere aufeinander
folgende Schichten entgegengesetzt geladener Polyelektrolytmoleküle
aufgebracht werden. Als Templatpartikel werden dabei insbesondere
teilvernetzte Melaminformaldehydpartikel beschrieben. Nach Bildung der
Polyelektrolythülle können die Melaminformaldehydpartikel durch Einstellung
eines sauren pH-Werts oder durch Sulfonierung aufgelöst werden.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß Polyelektrolytkapseln auch unter
Verwendung von Templaten ausgewählt aus biologischen Zellen,
Aggregaten biologischer oder/und amphiphiler Materialien wie etwa
Erythrozyten, Bakterienzellen oder Lipidvesikeln gebildet werden können.
Die eingekapselten Templatpartikel können durch anschließende
Solubilisierung bzw. Desintegration entfernt werden.
Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zur Herstellung von Kapseln mit
einer Polyelektrolythülle, wobei man auf einem Templat ausgewählt aus
Aggregaten biologischer oder/und amphiphiler Materialien mehrere aufeinan
derfolgende Schichten entgegengesetzt geladener Polyelektrolytmoleküle
aufbringt und gegebenenfalls anschließend das Templat desintegriert.
Als Templatmaterialien können beispielsweise Zellen, z. B. eukaryontische
Zellen, wie etwa Säugererythrozyten oder Pflanzenzellen, einzellige Organis
men wie etwa Hefen, Bakterienzellen wie etwa E.coli Zellen, Zellaggregate,
subzelluläre Partikel wie etwa Zellorganellen, Pollen, Membranpräparationen
oder Zellkerne, Viruspartikel und Aggregate von Biomolekülen, z. B. Protein
aggregate wie etwa Immunkomplexe, kondensierte Nukleinsäuren, Ligand-
Rezeptor-Komplexe etc. verwendet werden. Das erfindungsgemäße
Verfahren eignet sich auch zur Verkapselung lebender biologischer Zellen
und Organismen. Ebenso als Template geeignet sind Aggregate amphiphiler
Materialien, insbesondere Membranstrukturen wie etwa Vesikel, z. B.
Liposomen oder Micellen sowie andere Lipidaggregate.
Auf diese Template werden mehrere entgegengesetzt geladene Polyelek
trolytschichten abgeschieden. Hierzu werden die Templatpartikel vorzugs
weise zunächst in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. einem wässrigen
Medium dispergiert. Dann kann - insbesondere wenn es sich bei den Tem
platpartikeln um Zellen oder andere biologische Aggregate handelt - ein
Fixierungsreagenz in ausreichender Konzentration zugesetzt werden, um
eine mindestens partielle Fixierung der Templatpartikel zu bewirken. Bei
spiele für Fixierungsreagenzien sind Aldehyde wie Formaldehyd oder Glutar
dialdehyd, die vorzugsweise dem Medium auf eine Endkonzentration
zwischen 0,1-5% (w/w) zugesetzt werden.
Unter Polyelektrolyten werden allgemein Polymere mit ionisch dissoziier
baren Gruppen, die Bestandteil oder Substituent der Polymerkette sein
können, verstanden. Üblicherweise ist die Zahl dieser ionisch dissoziierbaren
Gruppen in Polyelektrolyten so groß, daß die Polymeren in der dissoziierten
Form (auch Polyionen genannt) wasserlöslich sind. Hierin werden unter dem
Begriff Polyelektrolyte auch Ionomere verstanden, bei denen die Konzen
tration der ionischen Gruppen für eine Wasserlöslichkeit nicht ausreichend
sind, die jedoch genügend Ladungen aufweisen, um eine Selbstassem
blierung einzugehen. Bevorzugt umfasst die Hülle "echte" Polyelektrolyte.
Je nach Art der dissoziierbaren Gruppen werden Polyelektrolyte in
Polysäuren und Polybasen unterteilt.
Aus Polysäuren entstehen bei der Dissoziation unter Abspaltung von
Protonen Polyanionen, die sowohl anorganische als auch organische
Polymere sein können. Beispiele für Polysäuren sind Polyphosphorsäure,
Polyvinylschwefelsäure, Polyvinylsulfonsäure, Polyvinylphosphonsäure und
Polyacrylsäure. Beispiele für die entsprechenden Salze, die auch als
Polysalze bezeichnet werden, sind Polyphosphat, Polysulfat, Polysulfonat,
Polyphosphonat und Polyacrylat.
Polybasen enthalten Gruppen, die in der Lage sind, Protonen, z. B. durch
Reaktion mit Säuren unter Salzbildung, aufzunehmen. Beispiele für
Polybasen mit ketten- bzw. seitenständigen dissoziierbaren Gruppen sind
Polyallylamin, Polyethylenimin, Polyvinylamin und Polyvinylpyridin.
Polybasen bilden durch Aufnahme von Protonen Polykationen.
Erfindungsgemäß geeignete Polyelektrolyte sind sowohl Biopolymere, wie
etwa Alginsäure, Gummi arabicum, Nucleinsäuren, Pektine, Proteine und
andere, sowie chemisch modifizierte Biopolymere, wie etwa Carboxy
methylcellulose und Ligninsulfonate sowie synthetische Polymere, wie etwa
Polymethacrylsäure, Polyvinylsulfonsäure, Polyvinylphosphonsäure und
Polyethylenimin.
Es können lineare oder verzweigte Polyelektrolyte eingesetzt werden. Die
Verwendung verzweigter Polyelektrolyte führt zu weniger kompakten
Polyelektrolytmultifilmen mit einem höheren Grad der Wandporosität. Zur
Erhöhung der Kapselstabilität können Polyelektrolytmoleküle innerhalb
oder/und zwischen den einzelnen Schichten vernetzt werden, z. B. durch
Crosslinking von Aminogruppen mit Aldehyden. Weiterhin können
amphiphile Polyelektrolyte, z. B. amphiphile Block- oder Randomcopolymere
mit partiellem Polyelektrolytcharakter zur Verringerung der Permeabilität
gegenüber polaren kleinen Molekülen eingesetzt werden. Solche amphiphilen
Copolymere bestehen aus Einheiten unterschiedlicher Funktionalität, z. B.
einerseits sauren oder basischen Einheiten und andererseits hydrophoben
Einheiten wie Styrolen, Dienen oder Siloxanen etc. die als Blöcke oder
statistisch verteilt über das Polymer angeordnet sein können. Durch
Verwendung von Copolymeren, die als Funktion äußerer Bedingungen ihre
Struktur ändern, können die Kapselwände bezüglich ihrer Permeabilität oder
anderer Eigenschaften definiert gesteuert werden. Hierzu bieten sich
beispielsweise Copolymere mit einem Poly(N-isopropyl-acrylamid)-Anteil,
z. B. Poly(N-isopropylacrylamid-acrylsäure) an, die über das Gleichgewicht
von Wasserstoffbrückenbindungen ihre Wasserlöslichkeit als Funktion der
Temperatur ändern, was mit einer Quellung einhergeht.
Durch Verwendung von unter bestimmten Bedingungen abbaubaren, z. B.
photo-, säure- oder baselabilen Polyelektrolyten kann über die Auflösung der
Kapselwände die Freisetzung von eingeschlossenen Wirkstoffen gesteuert
werden. Weiterhin können für bestimmte Anwendungsmöglichkeiten auch
leitende Polyelektrolyten oder Polyelektrolyten mit optisch aktiven Gruppen
als Kapselkomponenten verwendet werden.
Grundsätzlich ergeben sich keine Einschränkungen hinsichtlich der zu
verwendenden Polyelektrolyte bzw. Ionomere, solange die verwendeten
Moleküle eine genügend hohe Ladung aufweisen oder/und die Fähigkeit
besitzen, über andere Wechselwirkungsarten, wie beispielsweise
Wasserstoffbrückenbindungen und/oder hydrophobe Wechselwirkungen,
eine Bindung mit der darunter liegenden Schicht einzugehen.
Geeignete Polyelektrolyte sind somit sowohl niedermolekulare
Polyelektrolyte bzw. Polyionen als auch makromolekulare Polyelektrolyte,
beispielsweise auch Polyelektrolyte biologischer Herkunft.
Zum Aufbringen der Polyelektrolytschichten auf das Templat wird
vorzugsweise zunächst eine Dispersion der Templatpartikel in einer
wässrigen Lösung erzeugt. Zu dieser Dispersion gibt man dann eine
Polyelektrolytspezies mit der gleichen oder der entgegengesetzten Ladung
wie die Oberfläche des Templatpartikels. Nach Abtrennung evtl.
vorhandener überschüssiger Polyelektrolytmoleküle wird die für den
Aufbau der zweiten Schicht verwendete entgegengesetzt geladene
Polyelektrolytspezies zugegeben. Anschließend werden weiterhin
abwechselnd entgegengesetzt geladene Schichten von Polyelektrolyt
molekülen aufgebracht, wobei für jede Schicht mit gleicher Ladung gleiche
oder verschiedene Polyelektrolytspezies oder Gemische von
Polyelektrolytspezies gewählt werden können. Die Anzahl von Schichten
kann grundsätzlich beliebig gewählt werden und beträgt beispielsweise 2 bis
40, insbesondere 4 bis 20 Polyelektrolytschichten.
Nachdem die gewünschte Anzahl Schichten aufgebracht worden ist, können
- sofern gewünscht - die nun umhüllten Templatpartikel desintegriert
werden. Die Desintegration kann durch Zugabe von Lysereagenzien erfol
gen. Dabei sind Lysereagenzien geeignet, die biologische Materialien wie
Proteine oder/und Lipide auflösen können. Vorzugsweise enthalten die
Lysereagenzien ein Deproteinisierungsmittel, beispielsweise
Peroxoverbindungen wie etwa H2O2 oder/und Hypochloritverbindungen wie
etwa Natrium- oder Kaliumhypochlorit. Überraschenderweise erfolgt die
Desintegration der Templatpartikel innerhalb einer kurzen Inkubationsdauer,
z. B. 1 min bis 1 h bei Raumtemperatur. Die Desintegration der
Templatpartikel ist weitgehend vollständig, da selbst bei
elektronenmikroskopischer Betrachtung der verbleibenden Hüllen keine
Reste der Partikel mehr nachweisbar sind. Bei Einbau biologischer
Polyelektrolyten in die Hülle können leere Schichten auch innerhalb der
Polyelektrolythülle erzeugt werden.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren erhältlichen Kapseln können mit
Durchmessern im Bereich von 10 nm bis 50 µm, vorzugsweise 50 nm bis
l0 µm auch in der von der Kugelgestalt abweichenden, d. h. in anisotropen
Formen hergestellt werden. Die Wandstärke wird durch die Anzahl der
Polyelektrolytschichten bestimmt und kann beispielsweise im Bereich von
2 bis 100 nm, insbesondere im Bereich von 5 bis 80 nm liegen. Die Kapseln
zeichnen sich auch durch ihre Monodispersität aus, d. h. bei Auswahl
geeigneter Template können Kapselzusammensetzungen erhalten werden,
bei denen der Anteil an Kapseln, deren Abweichung vom mittleren
Durchmesser < 50% ist, weniger als 10% und besonders bevorzugt
weniger als 1% beträgt.
Die Kapseln sind gegenüber chemischen, biologischen, organischen und
thermischen Belastungen sehr stabil. Sie können eingefroren oder
gefriergetrocknet und anschließend wieder in geeigneten Lösungsmitteln
aufgenommen werden.
Da die Kapseln Mikroabdrücke der in ihnen enthaltenen Template darstellen
und auch nach Entfernung der Template ihre Form beibehalten, können
anisotrope Partikel hergestellt werden, bei denen es sich um Mikroabdrücke
von biologischen Strukturen wie Zellen, Viruspartikeln oder
Biomolekülaggregaten handelt.
Eine Modifizierung der Permeabilitätseigenschaften in der Hülle kann durch
Bildung oder Veränderung von Poren in mindestens einer der
Polyelektrolytschichten erreicht werden. Solche Poren können bei
Verwendung entsprechender Polyelektrolyten selbst gebildet werden.
Weiterhin können Nanopartikel mit anionischen oder/und kationischen
Gruppen oder/und grenzflächenaktive Substanzen wie etwa Tenside
oder/und Lipide zur Modifizierung der Permeabilität und anderer
Eigenschaften eingesetzt werden. Darüber hinaus kann die Permeabilität
durch Variation der Bedingungen, die beim Abscheiden des Polyelektrolyten
herrschen, modifiziert werden. So führt beispielsweise eine hohe
Salzkonzentration des Umgebungsmediums zu einer hohen Durchlässigkeit
der Polyelektrolythülle.
Eine besonders bevorzugte Modifizierung der Permeabilität von
Polyelektrolythüllen kann durch Abscheidung von Lipidschichten oder/und
amphiphiler Polyelektrolyten auf der Polyelektrolythülle nach Desintegration
der Templatpartikel erreicht werden. Auf diese Weise kann die Permeabilität
der Polyelektrolythüllen für kleine und polare Moleküle sehr stark vermindert
werden. Beispiele für Lipide, die auf den Polyelektrolythüllen abgeschieden
werden können, sind Lipide, die mindestens eine ionische oder ionisierbare
Gruppe tragen, z. B. Phospholipide wie etwa Dipalmitoylphosphatidinsäure
oder zwitterionische Phospholipide wie etwa Dipalmitoylphosphatidylcholin
oder auch Fettsäuren bzw. entsprechende langkettige Alkylsulfonsäuren. Bei
Verwendung zwitterionischer Lipide können Lipidmultischichten auf der
Polyelektrolythülle abgeschieden werden. Auf den Lipidschichten können
anschließend weitere Polyelektrolytschichten abgeschieden werden.
Die durch das Verfahren erzeugten Kapseln können zum Einschluß von
Wirkstoffen verwendet werden. Diese Wirkstoffe können sowohl
anorganische als auch organische Stoffe sein. Beispiele für solche
Wirkstoffe sind Katalysatoren, insbesondere Enzyme, pharmazeutische
Wirkstoffe, Polymere, Farbstoffe wie etwa fluoreszierende Verbindungen,
Sensormoleküle, d. h. Moleküle, die auf die Änderung von
Umgebungsbedingungen (Temperatur, pH-Wert) nachweisbar reagieren,
Pflanzenschutzmittel und Aromastoffe.
Die Kapseln können auch als Mikroreaktionsräume für chemische
Reaktionen oder als Präzipitations- oder Kristallisationstemplate verwendet
werden. Aufgrund der Tatsache, daß die Permeabilität der Kapselwände
steuerbar ist, so daß sie beispielsweise niedermolekulare Substanzen
passieren lassen, Makromoleküle jedoch weitgehend zurückhalten, lassen
sich bei einer chemischen Reaktion entstehende hochmolekulare Produkte,
z. B. bei einer Polymerisation entstehende Polymere auf einfache Weise
während der Synthese im Innenraum zurückhalten. Das gleichzeitig im
Außenmedium synthetisierte Reaktionsprodukt kann z. B. durch
Zentrifugation oder/und Filtration nachträglich oder auch bereits während
der Reaktion entfernt werden.
Während der Reaktion kann die Zufuhr des Reaktionssubstrats über die
Diffusion durch die Kapselwände gesteuert werden. Dabei ergeben sich
neue Wege, in Reaktionsabläufe einzugreifen. Da z. B. durch Filtration ein
kontinuierlicher oder z. B. durch Zentrifugation auch ein plötzlicher
Austausch des Außenmediums möglich ist, kann die Polymerisationsreaktion
durch Substratentfernung beliebig angehalten werden bzw. das Monomer
kann ausgetauscht werden. Es ist somit möglich, auf neue Art und Weise
die Herstellung von definierten Co- oder Multipolymeren durchzuführen. Da
durch die Permeation der Reaktionsablauf über die Monomerenzufuhr
kontrollierbar ist, können in den Kapseln Produkte mit neuen und anderen
Molekulargewichtsverteilungen, z. B. hoch monodisperse Produkte erzeugt
werden. Im Kapselinneren synthetisierte Polymere lassen sich z. B. durch
Titration mit Fluoreszenzfarbstoffen spektroskopisch und durch konvokale
Mikroskopie nachweisen. Mit Einzelteilchenlichtstreuung läßt sich der
Massenzuwachs und somit die Reaktionskinetik verfolgen.
Bei Verwendung anisotroper Kapseln zur Verpackung von Wirkstoffen oder
als Reaktionsräume, z. B. für Synthesen oder Präzipitationsprozesse, und
gegebenenfalls anschließender Auflösung der Templathüllen können
Partikelzusammensetzungen als Dispersionen mit vorbestimmten Formen
und Gestalten erzeugt werden. Die Erfindung betrifft somit auch anisotrope
Partikelzusammensetzungen, die durch Verkapselung von Wirkstoffen in
einer Polyelektrolythülle, z. B. durch Synthese oder Präzipitation und
anschließende Entfernung des Templats, z. B. durch thermische oder
chemische Behandlung, erhältlich sind. Vorzugsweise besitzen diese
anisotropen Partikel die Form der als Templat verwendeten Biostrukturen.
Weiterhin können die Kapseln zum Einbringen von organischen Flüssigkeiten
wie etwa Alkoholen oder Kohlenwasserstoffen, z. B. Hexanol, Octanol,
Octan oder Decan, oder zum Verkapseln von Gasen verwendet werden.
Solche mit einer organischen, nicht mit Wasser mischbaren Flüssigkeit
gefüllten Kapseln können auch für chemische Reaktionen, z. B. Poly
merisationsreaktionen eingesetzt werden. So kann das Monomer über
dessen Verteilungsgleichgewicht gezielt im Innenraum der Kapseln ange
reichert werden. Gegebenenfalls kann die Monomerenlösung bereits vor
Beginn der Synthese im Innenraum eingekapselt werden.
Es können jedoch auch Wirkstoffe verkapselt werden, die aufgrund ihrer
Größe nicht die Polyelektrolythülle durchdringen können. Hierzu wird der
einzuschließende Wirkstoff an das Templatpartikel immobilisiert oder vom
Templatpartikel eingekapselt, z. B. durch Phagozytose oder Endozytose bei
lebenden Zellen. Nach Desintegration der Templatpartikel wird der Wirkstoff
ins Innere der Polyelektrolythülle freigesetzt. Dabei werden
zweckmäßigerweise die Bedingungen bei der Desintegration des Templat
partikels so gewählt, daß keine unerwünschte Zersetzung des Wirkstoffs
eintritt.
Die Kapseln können auf zahlreichen Anwendungsgebieten, beispielsweise
Sensorik, Oberflächenanalytik, als Emulsionsträger, Mikroreaktionsräume
wie etwa für katalytische Prozesse, Polymerisation-, Präzipitations- oder
Kristallisationsprozesse, in der Pharmazie und Medizin, z. B. zum Targeting
von Wirkstoffen oder als Ultraschallkontrastmittel, in der Lebensmittel
technologie, Kosmetik, Biotechnologie, Sensorik, Informationstechnologie
und Druckindustrie (Einkapselung von Farbstoffen) eingesetzt werden.
Weiterhin können die Kapseln zum Aufbau von Mikro- bzw. Nanokomposi
ten, d. h. Werkstoffen, die aus mindestens zwei verschiedenen Materialien
bestehen und eine Mikro- bzw. nanoskopische Ordnung aufweisen,
eingesetzt werden.
Noch ein weiterer Aspekt der Erfindung besteht darin, die Templatpartikel
vorzugsweise in fixierter Form vor der Polyelektrolytbeschichtung durch
Behandlung mit einem Lysereagenz partiell zu desintegrieren. Bei recht
zeitiger Unterbrechung des Lyseprozesses erhält man partiell aufgelöste
Strukturen, z. B. toroidale Strukturen mit einem Loch in der Mitte, die
anschließend beschichtet werden können. Nach anschließendem vollständi
gen Abbau der Templatpartikel erhält man als Resultat ringförmige Kapseln.
Dies ist eine völlig neue topologische Qualität mit interessanten
Anwendungsmöglichkeiten, z. B. in der Optik (Mikroflüsterbogeneffekt).
Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele und Figuren weiter
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Änderungen des Zetapotentials (A) und den Anstieg der
Fluoreszenzintensität (B) als Funktion der Schichtenanzahl für
die Abscheidung von Poly(styrolsulfonat-Natriumsalz) (PSS)
und Poly(allylaminhydrochlorid) (PAH) auf mit Glutardialdehyd
fixierten humanen Erythrozyten.
Fig. 2 ein rasterelektronenmikroskopisches Bild eines mit zehn
Schichten PSS und PAH bedeckten Discozyten.
Fig. 3 transmissionselektronenmikroskopische Abbildungen eines
unbeschichteten (A) und eines beschichteten (B) Discozyten
sowie einer nach Auflösung des beschichteten Discozyten
erhaltenden Polyelektrolythülle (C).
Fig. 4 atomkraftmikroskopische Abbildungen von auf Discozyten (A)
und Echinozyten (B) abgeschiedenen Polyelektrolythüllen.
Fig. 5 mit einem konfokalen Mikroskop aufgenommene Bilder von auf
Echinozyten abgeschiedenen und aus 11 Schichten PSS/PAH
bestehenden Polyelektrolythüllen.
Fig. 6 mit einem konfokalen Mikroskop aufgenommene Bilder von mit
6-Carboxyfluorescein gefüllten Polyelektrolythüllen.
Fig. 7 Elektrorotationsspektren von Polyelektrolythüllen auf
Discozyten ohne zusätzliche Beschichtung (A) oder
beschichtet mit DPPA (B) oder DPPC (C).
Fig. 8 die Abbildung einer auf einem Discozyten abgeschiedenen
Polyelektrolythülle in einem Lichtmikroskop (A) und das
entsprechende rasterelektronenmikroskopische Bild (B).
Fig. 9 die Bildung von Poly(diallylmethylammoniumchlorid) durch
radikalische Polymerisation auf der Außenseite und im Inneren
von Polyelektrolythüllen.
Von frischem Human- oder Rinderblut wird das Plasma abzentrifugiert.
Anschließend folgt zweimaliges Waschen in einer isotonen Phosphat-
gepufferten Kochsalzlösung PBS (5,8 mM Phosphatpuffer pH 7,4, KCl 5,6
mM, NaCl 150 mM). Anschließend werden die Erythrozyten mit
Glutardialdehyd in einer Konzentration von 2% fixiert. Dazu wird 1 ml des
Erythrozytensediments mit 1 ml PBS aufgefüllt. Zu dieser Lösung werden
dann tröpfchenweise 8 ml einer Glutardialdehydlösung (1 Teil
Glutardialdehyd (25%ige wässrige Lösung) und 9 Teile PBS) zugegeben.
Nach 60 min Einwirkzeit bei 20°C wird die Lösung abzentrifugiert und die
Erythrozyten werden viermal in bidestillierten Wasser gewaschen.
Anschließend werden die fixierte Erythrozyten mit ungepufferter 154 mM
NaCl Lösung aufgefüllt.
Als nächster Schritt folgt die konsekutive Adsorption von zwei
entgegengesetzt geladenen Polyelektrolyten. Da die Ausgangsladung der
fixierten Erythrozyten negativ ist, wird vorzugsweise zunächst positiv
geladenes Poly(allylamin)hydrochlorid (PAH) mit einem Molekulargewicht
zwischen 50 und 60 kD (Aldrich) verwendet. Es kann jedoch auch ein
negativ geladener Polyelektrolyt als erste Schicht auf den Erythrozyten
abgeschieden werden. Zur Beschichtung der Erythrozyten werden 4 ml
Lösung mit einer Konzentration von 0,5 g/dl PAH und 0,5 M NaCl bei einer
Erythrozytenkonzentration von ca. 2,5 (v/v) angesetzt. Nach 10 min
Einwirkzeit bei 20°C werden die Erythrozyten abzentrifugiert und zweimal
in einer 154 mM NaCl Lösung gewaschen. Anschließend folgt die
Adsorption der zweiten Schicht. Zu diesem Zweck wird negativ geladenes
Poly(styrolsulfonat)-Natriumsalz (PSS) mit einem Molekulargewicht von
70 kD verwendet. Zum Aufbringen der ersten PSS-Schicht auf die bereits
mit PAH beschichteten Erythrozyten werden 4 ml Lösung mit einer
Konzentration von 0,5 g/dl PSS und 0,5 M NaCl und einer
Erythrozytenkonzentration von ca. 2,5% (v/v) angesetzt. Nach 10 min
Einwirkzeit bei 20°C werden die Erythrozyten abzentrifugiert und zweimal
in einer 154 mM NaCl Lösung gewaschen. Das Aufbringen von PAH- und
PSS-Schichten kann beliebig oft wiederholt werden. Beispielsweise können
jeweils 5 PAH- und 5 PSS-Schichten aufgebracht werden.
Zur Auflösung des Templats werden die fixierten Erythrozyten in eine
1,2%ige NaOCl Lösung pipettiert. Ebenso geeignet sind handelsübliche
Deproteinizer (Produkt, Hersteller) oder Abflußreiniger (z. B. Chlorix,
Hersteller). Die Einwirkzeit beträgt ca. 20 min bei 20°C und läßt sich
optisch über die verschwindende Trübung der Lösung kontrollieren. Die
verbleibenden Polymerhüllen werden anschließend in NaCl Lösung
gewaschen.
Zunächst werden die E.coli Zellen durch zweimaliges Waschen in einer
isotonen PBS-Lösung vom Nährmedium getrennt. Anschließend erfolgt die
Fixierung mit Glutardialdehyd. Hierzu wird das Sediment der Coli-Bakterien
auf 2 ml mit PBS aufgefüllt. Zu dieser Lösung werden 8 ml einer
Glutardialdehydlösung auf eine Endkonzentration von 2% zugegeben. Nach
60 min Einwirkzeit bei 20°C wird die Lösung abzentrifugiert und die
fixierten E.coli Zellen werden viermal in bidestilliertem Wasser gewaschen.
Anschließend folgt eine konsekutive Adsorption von zwei entgegengesetzt
geladenen Polyelektrolyten wie in Beispiel 1 beschrieben.
Auf entsprechende Weise wurden - ohne vorherige Fixierung - auch
Hefezellen beschichtet.
Zur Abscheidung von Lipidschichten auf Polyelektrolythüllen wurden zwei
unterschiedliche Verfahren verwendet.
200 µl einer Suspension von Polyelektrolythüllen werden durch wiederholtes
Waschen in Methanol resuspendiert. Nach dem dritten Waschen werden
anstelle von reinem Methanol 500 µl einer Lipidlösung von z. B. 1 mg/ml
Dipalmitoylphosphatidinsäure (DPPA) oder Dipalmitoylphosphatidylcholin
(DPPC) in Methanol dem Sediment zugesetzt. Die Hüllen werden in dieser
Methanol-Lipidlösung resuspendiert und die Suspension bei einer
Temperatur von 90°C in einem Wasserbad gehalten. Der verdampfende
Methanol wird durch tropfenweise Zugabe von Wasser in Portionen von
jeweils 20 µl ersetzt. Der Austausch von 700 µl Methanol gegen Wasser
dauert etwa 30 min.
Nach Beendigung der Verdampfung wird die Hüllensuspension dreimal mit
Wasser gewaschen und wiederholt zentrifugiert. Durch 20 min
Zentrifugation bei 25 000 Upm können die Lipid-beschichteten Hüllen
sedimentiert werden.
Dispersionen von DPPA oder 90% DPPC und 10% DPPA mit einer
Konzentration von 1 mg Lipid/ml in Wasser werden durch
Ultraschallbehandlung hergestellt. 50 µl der resultierenden Dispersion von
Lipidvesikeln werden auf 200 µl einer konzentrierten Hüllensuspension
gegeben. Nach 30 min werden die Proben 20 min bei 25 000 Upm
zentrifugiert. Der Überstand wird entfernt und durch Wasser ersetzt. Diese
Prozedur wird dreimal wiederholt. Dabei wird eine konzentrierte Suspension
von Lipid-beschichteten Hüllen erhalten.
Eine wässrige Suspension von Polyelektrolythüllen wird 5 min bei 3000
Upm zentrifugiert. Nach Entfernen des Überstands wird Methanol
zugegeben. Die Hüllen werden resuspendiert und 10 min lang bei 4000 Upm
zentrifugiert. Erneut wird der Überstand entfernt, Methanol zugegeben und
die Probe unter denselben Bedingungen wie zuvor zentrifugiert. Diese
Prozedur wird dreimal wiederholt. Nach der letzten Zentrifugation mit
Methanol wird der Überstand durch Hexanol ersetzt. Die Hüllen werden
resuspendiert und 10 min bei 5000 Upm zentrifugiert. Diese Prozedur wird
wiederum dreimal wiederholt.
Zum Einschluß von Octanol, Octan oder Decan in die Hüllen wird eine
ähnliche Prozedur verwendet, wobei als Ausgangsmaterial die in einer
Hexanollösung vorliegenden Hüllen verwendet werden. Die
Zentrifugationsgeschwindigkeit wird für Octanol und Octan auf 7000 Upm
(10 min) und für Decan auf 7500 Upm (10 min) erhöht.
Schließlich wird das resultierende Sediment in Wasser resuspendiert. Die
Hüllen verbleiben in der wässrigen Phase, während die noch vorhandenen
Spuren des Lösungsmittels im Sediment zwischen den Hüllen eine zweite
organische Phase bilden. Durch Verwendung von Fluoreszenzmarkern für
die organische und die wässrige Phase kann mittels konfokaler Mikroskopie
gezeigt werden, daß die Hüllen mit organischem Lösungsmittel gefüllt sind.
Die beschriebene Prozedur ermöglicht die Herstellung einer hochstabilen
Emulsion von nichtpolaren Flüssigkeiten in Wasser. Als Folge der
Monodispersität der ursprünglichen Hüllen ist die erzeugte Emulsion ebenso
monodispers. Ein weiterer Vorteil ist, daß selbst die Form der einzelnen
Tröpfchen - abhängig vom verwendeten Templat - reguliert werden kann.
Dies ermöglicht die Herstellung von Emulsionen mit Oberfläche : Volumen-
Verhältnissen, die von denjenigen einer Kugel verschieden sind.
Fig. 1 zeigt die Änderungen im Zetapotential (A) und den Anstieg der
Fluoreszenzintensität (B) als Funktion der Schichtenzahl bei der Abscheidung
von Poly(styrolsulfonat-Natriumsalz) und Poly(allylaminhydrochlorid) auf mit
Glutardialdehyd vorbehandelten humanen Erythrozyten. Das Zetapotential
wird durch elektrophoretische Mobilitätsmessungen (Elektrophor, Hasotec)
in physiologischer Salzlösung bestimmt. Die Fluoreszenzintensitäts
verteilungen werden durchflußzytometrisch (FACScan, Becton Dickinson)
unter Verwendung von FITC-markiertem PAH in drei aufeinanderfolgenden
Schichtabscheidungszyklen aufgezeichnet.
In Fig. 2 ist das rasterelektronenmikroskopische Bild eines mit zehn
Schichten von PSS und PAH bedeckten Discozyten gezeigt. Der
Trocknungsprozeß führt zum Enstehen longitudinaler Falten der
Polyelektrolytschicht entlang dem Rand der Zelle.
Fig. 3 zeigt transmissionselektronenmikroskopische Bilder von unbe
schichteten (A) und beschichteten (B) Discozyten. Die Polyelektrolythülle ist
deutlich zu erkennen. Die nach Solubilisierung der Zelle erhaltene
Polyelektrolythülle (C) zeigt zwei überraschende Eigenschaften. Die
Vergrößerungen sind 1 : 15000 bei A und B und 1 : 17000 bei C. Erstens ist
sie der Form der ursprünglichen Zelle ähnlich und zweitens scheint sie
vollkommen leer zu sein, ohne daß Risse oder größere Poren in der Hülle zu
erkennen sind.
In Fig. 4 sind zwei mit Atomkraft-Mikroskopie (AFM) erzeugte Bilder (Breite
10 µm) dargestellt, die auf einem Discozyten (A) und einem Echinozyten (B)
abgeschiedene Polyelektrolythüllen aus insgesamt 9 Schichten zeigen.
Während die auf einem ellipsoidalen Discozyten abschiedenen Hüllen nur
wenige Falten zeigen, führt der Abscheideprozeß auf einem sternartigen
Echinozyten zu gut strukturierten Hüllen, auf denen sogar die Vorsprünge
des ursprünglichen Templats zu erkennen sind. Dies geht noch deutlicher
aus den in Fig. 5 gezeigten konfokalen Mikroskopbildern einer auf einem
Echinozyten abgeschiedenen Polyelektrolythülle aus elf Schichten PSS/PAH
hervor. Die äußere Schicht besteht aus mit FITC markiertem PAH. Die Breite
der Bilder ist 7 µm. Die Scans wurden in 2 Ebenen getrennt durch einen
Abstand von 1 µm gemacht. Scan A läuft durch den oberen Teil der auf
einem Glasträger aufgebrachten Hülle. Auf diesen Bildern ist zu erkennen,
daß das Innere der Hülle, selbst im Bereich der Vorsprünge leer ist.
Fig. 6 zeigt mit einem konfokalen Mikroskop aufgenommene Bilder von auf
Discozyten abgeschiedenen Polyelektrolythüllen, die aus 10 Schichten
PSS/PAH bestehen. Die Hüllen wurden mit einer 100 µM 6-
Carboxyfluorescein (6-CF) Lösung behandelt. In Fig. 6A ist eine
Fluoreszenz innerhalb der Hüllen zu erkennen. Dies zeigt, daß die 6-CF
Moleküle in das Innere der Hülle eindringen können.
Bei Inkubation der Hüllen mit 100 nM 6-CF konnte keine Fluoreszenz
gefunden werden. Dies zeigt, daß durch Behandlung mit dem Lysereagenz
die zur Bindung von 6-CF fähigen Aminogruppen von PAH abgebaut
oder/und blockiert werden. Aufgrund der geringen Konzentration von 6-CF
ist die Lösungsfluoreszenz zu gering, um als Hintergrund nachgewiesen
werden zu können.
Durch Adsorption von Dipalmitoylphosphatidinsäure (DPPA) oder
zwitterionischen Lipiden beispielsweise Dipalmitoylphosphatidylcholin
(DPPC) auf Polyelektrolythüllen gemäß Beispiel 3 durch Verdampfen werden
mit stabilen Lipidschichten bedeckte Polyelektrolythüllen erhalten. Die
Lipidschicht verhindert weitgehend das Eindringen von 6-CF in die Hülle
(Fig. 6B). Die Breite der in Fig. 6A und 6B dargestellten Bilder ist 16
bzw. 15 µm. Weitere Experimente zeigten, daß die Lipidschichten für
mindestens 4 Wochen stabil sind und daß auf den Lipidschichten weitere
Polyelektrolytschichten ohne Zerstörung der darunter liegenden Lipidschicht
abgeschieden werden können.
Die Technik der Elektrorotation (Arnold et al., J. Phys. Chem. 91 (1987),
5093; Fuhr et al., In: Electromanipulation of Cells, U. Zimmermann und G. A.
Neil, Hrsg., CRC Press, Boca Raton (1996), 259-328; Prüger et al., Biophys.
J. 72 (1997), 1414) ist eine spektroskopische Methode, welche die
Untersuchung der dielektrischen Eigenschaften von Mehrschichtstrukturen
ermöglicht. Dabei wird ein rotierendes elektrisches Feld im KHz- bis MHz-
Bereich an die Teilchensuspension angelegt. Das induzierte Dipolmoment
bildet eine Winkel mit dem angelegten Feldvektor, wenn die
Rotationsgeschwindigkeit des Felds zu schnell ist, daß ihm das zu induzierte
Dipolmoment folgen kann. Als Ergebnis erhält das Teilchen ein
Drehmoment, welches wiederum zu einer erkennbaren Drehung des
Teilchens selbst führt. Ein Elektrorotationsspektrum wird durch Messung der
Teilchenrotationsgeschwindigkeit als Funktion der Rotationsfrequenz des
äußeren elektrischen Felds erhalten.
Fig. 7 zeigt drei typische Elektrorotationsspektren für eine unbeschichtete
Polyelektrolythülle als Kontrolle (A), eine mit DPPA beschichtete
Polyelektrolythülle (B) und eine mit DPPC beschichtete Polyelektrolythülle
(C). Die Leitfähigkeit der wässrigen Phase außerhalb der Hüllen war 2.000
µS/cm, 80 µS/cm bzw. 100 µS/cm. Das Vorhandensein einer isolierenden
Lipidschicht führt zu einer negativen Rotationsrichtung im KHz-Bereich. Die
stark leitfähige Polyelektrolythülle (etwa 104 µS/cm) erzeugt den bei der
Kontrolle in der MHz-Region erkennbaren positiven Peak. Die schwach
leitfähige DPPA-Schicht wird bei hohen Frequenzen kurzgeschlossen. Die
Abwesenheit einer positiven Rotation im Falle der DPPC-Beschichtung weist
auf das Vorhandensein von Lipidmultischichten hin. Diese Ergebnisse
zeigen, daß Polyelektrolyt-Multischichten mit Lipiden zur Kontrolle der
Permeabilität erfolgreich beschichtet werden können und daß die
beschichteten Hüllen für ionische Verbindungen wie Salze wenig durchlässig
sind.
Die leeren Polyelektrolythüllen können auch zur kontrollierten Präzipitation
oder Kristallisation organischer oder anorganischer Materialien verwendet
werden. Hierzu werden auf Discozyten templatierte Polyelektrolythüllen in
einer 30 mM 6-CF Lösung bei pH 7 inkubiert. Anschließend wurde der pH
Wert rasch auf einen Wert von 3,5 verändert, bei dem 6-CF weitgehend
unlöslich wird. Nach Inkubation über 1 bis 12 h wurde eine Mischung von
scheinbar vollständig mit 6-CF gefüllten und leeren Hüllen erhalten. Fig. 8A
zeigt die lichtmikroskopische Aufnahme einer Polyelektrolythülle (10
Schichten) und Fig. 8B das entsprechende rasterelektronenmikroskopische
Bild. Das vollständig dunkle Bild A ist auf die starke Adsorption des
kristallisierten 6-CF zurückzuführen. Das SEM-Bild zeigt, daß das im Inneren
der Hülle kristallisierte 6-CF die Form des ursprünglichen Templats annimmt.
Die Breite von Bild A ist 8 µm. In weiteren Experimenten wurde gezeigt, daß
Rhodamin B durch Erhöhung des pH-Wertes präzipitiert werden kann. Die
Präzipitation von Wirkstoffen kann auch durch andere Maßnahmen, z. B.
Lösungsmittelaustausch, Salzfällung etc. ausgelöst werden. Diese
Ergebnisse zeigen, daß die Polyelektrolythüllen als Template für
Kristallisations- oder Präzipitationsprozesse dienen können, wodurch eine
Kontrolle der Größe und Form von durch die Reaktion entstandenen
kolloidalen Teilchen ermöglicht wird.
Fig. 9 zeigt das Ergebnis einer radikalischen Polymerisation von
Diallyldimethylammoniumchlorid (DADMAC) in PAH/PSS Hüllen. Hierzu
wurde eine 3%ige Monomerlösung in einer 2%igen Kapselsuspension mit
dem Polymerisationsinitiator Natriumperoxodisulfat (30 mg/100 ml) versetzt
und 9,5 h bei 70°C polymerisiert. Durch Zentrifugation wurde das in der
Volumenphase synthetisierte Polymer PDADMAC entfernt. Nach Behandlung
mit 100 mM 6-CF ist deutlich die Bindung des Farbstoffs an die
Aminogruppen von PDADMAC zu erkennen. Das Polymer ist an den
negativen Kapselwänden adsorbiert, es ist aber auch im Inneren der Kapseln
zu finden.
Aus neun Schichten bestehende Polyelektrolythüllen ([PSS/PAH]4PSS)
wurden auf Humanerythrozyten abgeschieden und die Templatpartikel
entfernt. Anschließend wurde eine weitere Schicht PAH aufgetragen. Die
Kapseln wurden zur radikalischen Polymerisation von Acrylsäure zu
Polyacrylsäure verwendet. Hierzu wurde eine 3%ige Monomerlösung in
einer 2%igen Kapselsuspension mit dem Initiator Natriumperoxodisulfat (30
mg/100 ml) versetzt und 9,5 h bei 70°C polymerisiert. Durch Zentrifugation
wurde die in der Volumenphase synthetisierte Polyacrylsäure entfernt. Nach
Zugabe von 100 nM Rhodamin B (das selektiv an anionische Gruppen
bindet) konnte das Vorhandensein von Polyacrylsäure adsorbiert an die
negativ geladenen Kapselwände, aber auch im Inneren der Kapseln
nachgewiesen werden. Aufgrund einer durch Acrylsäure vermittelten
Brückenbildung fand eine Flockung der Kapseln statt. Diese Adsorption der
Acrylsäure kann durch Verwendung von Kapseln mit einer äußeren
negativen Ladung verhindert werden.
Claims (33)
1. Verfahren zur Herstellung von Kapseln mit einer Polyelektrolythülle,
dadurch gekennzeichnet,
daß man auf einem Templat ausgewählt aus Aggregaten biologischer
oder/und amphiphiler Materialien mehrere aufeinanderfolgende
Schichten entgegengesetzt geladener Polyelektrolytmoleküle aufbringt
und anschließend gegebenenfalls das Templat desintegriert.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Templat verwendet ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Zellen, Zellaggregaten, subzellulären Partikeln,
Viruspartikeln und Aggregaten von Biomolekülen.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Pollen als Templat verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Templat verwendet ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Vesikeln, Micellen und Lipidaggregaten.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Templat mit einem Fixierungsreagenz vorbehandelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Formaldehyd oder/und Glutardialdehyd als Fixierungs
reagenz verwendet.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein partiell desintegriertes Templat als Ausgangsmaterial zum
Aufbringen des Polyelektrolytmoleküle verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Templat eine toroidale Struktur aufweist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Desintegration des Templats durch Zugabe eines Lysereagenz
erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Lysereagenz ein Deproteinisierungsmittel ausgewählt aus
Peroxo- und Hypochloritverbindungen enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Natrium- oder Kaliumhypochlorit als Deproteinisierungsmittel
verwendet.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach Desintegration des Templats mindestens eine Lipidschicht
auf der Polyelektrolythülle abgeschieden wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine weitere Polyelektrolytschicht auf der
Lipidschicht abgeschieden wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Wirkstoff in die Kapseln eingebracht wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wirkstoff aus Katalysatoren, pharmazeutischen Wirkstoffen,
Polymeren, Farbstoffen, Sensormolekülen, Aromastoffen und
Pflanzenschutzmitteln ausgewählt wird.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß organische Flüssigkeiten oder Gase in die Kapseln eingebracht
werden.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in oder/und auf den Kapseln eine chemische Reaktion, z. B. eine
Polymersynthese durchgeführt wird.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in oder/und auf den Kapseln eine Präzipitation oder Kristallisation
durchgeführt wird.
19. Polyelektrolyt-Kapseln, erhältlich durch ein Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis 18.
20. Kapseln nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie die Templatpartikel in ihrem Inneren enthalten.
21. Kapseln nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie keine nachweisbaren Reste des Templats enthalten.
22. Kapseln nach einem der Ansprüche 19 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine von den Templatpartikeln vorgegebene äußere Form
aufweisen.
23. Kapseln nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine anisotrope Form aufweisen.
24. Kapseln nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine toroidale Form aufweisen.
25. Kapseln nach Anspruch 19 bis 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen Wirkstoff enthalten.
26. Verwendung von Kapseln nach einem der Ansprüche 19 bis 25 zur
Verkapselung von Wirkstoffen.
27. Verwendung von Kapseln nach einem der Ansprüche 19 bis 25 als
Mikroreaktionsräume für chemische Reaktionen oder als
Präzipitations- oder Kristallisationstemplat.
28. Verwendung von Kapseln nach einem der Ansprüche 19 bis 25 in der
Sensorik, Oberflächenanalytik oder Informationstechnologie.
29. Verwendung von Kapseln nach einem der Ansprüche 19 bis 25 in der
Pharmazie und Medizin, Lebensmitteltechnologie, Biotechnologie,
Kosmetik und Druckindustrie.
30. Verwendung von Kapseln nach einem der Ansprüche 19 bis 25 zum
Aufbau von Mikro- bzw. Nanokompositen.
31. Verwendung von Kapseln nach einem der Ansprüche 19 bis 25 als
Emulsionsträger.
32. Anisotrope Partikelzusammensetzungen, erhältlich durch
Verkapselung von Wirkstoffen in Kapseln nach Anspruch 23 oder 24
und Entfernung der Polyelektrolythülle.
33. Zusammensetzungen nach Anspruch 32 in Form einer Dispersion.
Priority Applications (26)
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