DE19812083A1 - Herstellung von Nano- und Mikrokapseln durch schichtweise Polyelektrolyt-Selbstassemblierung - Google Patents
Herstellung von Nano- und Mikrokapseln durch schichtweise Polyelektrolyt-SelbstassemblierungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft Nano- bzw. Mikrokapseln mit einer Polyelektrolythülle und einem Durchmesser < 10 mum.
Description
Die Erfindung betrifft Nano- bzw. Mikrokapseln, die eine Polyelektrolythülle
umfassen, ein Verfahren zur Herstellung dieser Kapseln sowie ihre
Verwendung.
Mikrokapseln sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt und
werden insbesondere für die kontrollierte Freisetzung und den zielgerichte
ten Transport von pharmazeutischen Wirkstoffen sowie zum Schutz von
empfindlichen Wirkstoffen, wie etwa Enzymen und Proteinen verwendet
(siehe z. B. D. D. Lewis, "Biodegradable Polymers and Drug Delivery
Systems", M. Chasin and R. Langer, Hrsg. (Marcel Decker, New York, 1990);
J. P. McGee et al., J. Control. Release 34 (1995), 77).
Mikrokapseln können durch mechanisch-physikalische Verfahren, wie z. B.
Versprühen und nachfolgende Beschichtung hergestellt werden. Die auf
diese Weise erhältlichen Mikrokapseln weisen jedoch eine Reihe von
Nachteilen auf. Insbesondere ist es mit den bekannten mechanisch
physikalischen Verfahren nicht möglich, Mikrokapseln mit einer Größe von
< 10 µm (Durchmesser) herzustellen. Vielmehr sind nur Mikrokapseln mit
relativ großen Durchmessern erhältlich, deren Anwendungsbereich jedoch
aufgrund ihrer Größe beschränkt sind. Weiterhin wird bei den bekannten
mechanisch-physikalischen Verfahren keine monodisperse Kapselver
teilung, sondern vielmehr eine uneinheitliche Verteilung von Kapseln ver
schiedener Größe erhalten. Auch dies ist für viele Anwendungen, bei denen
die Größe der Kapsel wichtig ist, nachteilig.
Neben den mechanisch-physikalischen Verfahren sind auch chemische
Verfahren zur Herstellung von Mikrokapseln bekannt. So können Mikrokap
seln durch Grenzflächenpolymerisation bzw. -kondensation oder durch
Polymerphasentrennung aus einem Polymer/Lösungsmittelgemisch
hergestellt werden (B. Miksa et al., Colloid Polym. Sci. 273 (1995), 47;
G. Crotts et al., J. Control. Release 35 (1995), 91; S. L. Regen et al.,
J. Am. Chem. Soc. 106 (1984), 5756). Aber auch die durch bekannte
chemische Verfahren hergestellten Mikrokapseln weisen eine Reihe von
Nachteilen auf. Insbesondere sind eine hohe Polydispersität, eine un
gleichmäßige Umhüllung sowie oftmals eine Verfestigung des Kerns zu
beobachten. Ein weiterer wesentlicher Nachteil der bekannten chemischen
Verfahren liegt in der Verwendung von organischen Lösungsmitteln und
polymerisierbaren organischen Monomeren, was zu beträchtlichen
Beschränkungen hinsichtlich der verwendbaren einzukapselnden Wirkstoffe
führt. Insbesondere die oftmals dadurch notwendige Verwendung von mit
Wasser nicht mischbaren organischen Flüssigkeiten als Kernmaterial
schränkt den Anwendungsbereich solcher Mikrokapseln, gerade im Hinblick
auf Proteine oder Enzyme drastisch ein.
Ein weiteres System, das zur Einkapselung von anorganischen und
organischen Materialien verwendet wurde, sind Lipidliposomen (D. D. Lasic,
"Liposomes: From Physics to Applications" (Elsevier, Amsterdam, 1993);
S. L. Regen et al., J. Am. Chem. Soc. 106 (1984), 2446). Die Einkapselung von
Wirkstoffen in Lipidliposomen gestattet die Herstellung von Mikrokapseln
unter relativ schonenden Bedingungen, weshalb Liposomen als Trägersy
steme für verschiedene pharmazeutische und kosmetische Wirkstoffe
verwendet werden. Die biologische, chemische und mechanische Stabilität
solcher Liposomkapseln ist jedoch sehr gering, was die allgemeine
Verwendbarkeit solcher Kapseln limitiert. Einen weiteren Nachteil stellt die
geringe Permeabilität von Liposomenkapseln, insbesondere für polare
Moleküle, dar, die einen Stoffaustausch mit dem Umgebungsmedium
verhindert.
Bei einem weiteren Verfahren zur Herstellung von Mikrokapseln werden
zunächst Mischungen aus dem einzuschließenden Material und einem mit
z. B. Ca2+-Ionen verfestigbaren Polyelektrolytbestandteil gebildet. Diese
Mischung wird in Form kleinster Tröpfchen in ein Ca2+-Bad eingebracht,
wobei sich eine Gelstruktur bildet, die dann in weiteren Verfahrensschritten
mit einer Polyelektrolytkapsel umgeben werden kann. Eine Weiterentwick
lung solcher Verfahren wird in DE 33 06 259 A1 beschrieben, wobei auf die
Verwendung von Ca2+ verzichtet werden kann. Der hauptsächliche Nachteil
dieser Verfahren besteht darin, daß die Größe der herstellbaren Mikrokap
seln nach unten auf etwa 50 µm (Durchmesser) begrenzt ist und die
Wandstärke der erhaltenen Mikrokapseln mindestens 100 nm beträgt.
Eine Aufgabe der Erfindung bestand deshalb darin, Kapseln mit einem
geringen Durchmesser bereitzustellen, in denen wasserlösliches Material,
wie etwa Makromoleküle oder Präzipitate eingeschlossen werden können.
Die Kapseln sollten weiterhin eine hohe Stabilität und Hüllen mit geringer
Wandstärke aufweisen, die insbesondere für Ionen und kleine Moleküle
durchlässig sind.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch Kapseln mit einer
Polyelektrolythülle und einem Durchmesser < 10 µm.
Überraschenderweise wurde festgestellt, daß unter Verwendung einer
Polyelektrolythülle Kapseln mit definierten inneren und äußeren Hülleigen
schaften und mit selektiv steuerbaren Permeabilitätseigenschaften erhalten
werden können. Unter einer Polyelektrolythülle wird eine Hülle mit einem
Gehalt an Polyelektrolyten verstanden. Bevorzugt besteht die Polyelek
trolythülle zu mindestens 50% insbesondere mindestens 60% und
besonders bevorzugt zu mindestens 80% aus Polyelektrolyten. Die
erfindungsgemäßen Kapseln gestatten den Einschluß auch empfindlicher
Moleküle unter schonenden Bedingungen, z. B. in wäßrigen Lösungen. Die
erfindungsgemäßen Kapseln weisen als Kapselwand eine Polyelektrolythülle
auf, die den Stoffaustausch im Hinblick auf niedermolekulare Stoffe und
Ionen mit der Umgebung ermöglicht, aber gleichzeitig makromolekulare
Stoffe zurückhält. Diese Trennfunktion der Polyelektrolythülle bewirkt
einerseits, daß gegebenfalls in die Kapsel eingeschlossene Wirkstoffe
zurückgehalten werden, andererseits, daß von außen keine störenden
makromolekularen Stoffe in die Kapsel gelangen können. Auf diese Weise
werden Wirkstoffe auch ohne den Zusatz von konservierenden Stoffen
effektiv vor biologischen Abbauprozessen geschützt. Die chemischen und
physikalischen Eigenschaften der als Kapselwand dienenden Polyelektro
lythülle können in weiten Grenzen durch den Aufbau und die Zusammen
setzung der Hülle sowie durch Umgebungsparameter gesteuert werden. So
können die erfindungsgemäßen Kapseln beispielsweise als Transporträume
dienen, wobei hier die Parameter der äußeren Schicht den Transport an
vorgegebene Zielorte, z. B. im Organismus, bestimmen.
Die erfindungsgemäßen Kapseln umfassen Mikrokapseln mit einem Durch
messer von 1 µm bis < 10 µm, bevorzugt ≦ 5 µm und am meisten
bevorzugt ≦ 2 µm sowie Nanokapseln mit einem Durchmesser von ≧ 10 nm
bis < 1000 nm.
Die Hülle der Kapseln umfaßt bevorzugt mehrere Polyelektrolytschichten,
d. h. die Kapseln umfassen eine schichtweise aufgebaute Polyelektrolythülle.
Unter Polyelektrolyten werden allgemein Polymere mit ionisch dissoziier
baren Gruppen, die Bestandteil oder Substituent der Polymerkette sein
können, verstanden. Üblicherweise ist die Zahl dieser ionisch dissoziierbaren
Gruppen in Polyelektrolyten so groß, daß die Polymeren in der dissoziierten
Form (auch Polyionen genannt) wasserlöslich sind. Hierin werden unter dem
Begriff Polyelektrolyte auch Ionomere verstanden, bei denen die Konzen
tration der ionischen Gruppen für eine Wasserlöslichkeit nicht ausreichend
sind, die jedoch genügend Ladungen aufweisen, um eine Selbstassem
blierung einzugehen. Bevorzugt umfasst die Hülle "echte" Polyelektrolyte.
Je nach Art der dissoziierbaren Gruppen werden Polyelektrolyte in
Polysäuren und Polybasen unterteilt. Aus Polysäuren entstehen bei der
Dissoziation unter Abspaltung von Protonen Polyanionen, die sowohl
anorganische als auch organische Polymere sein können. Beispiele für
Polysäuren sind Polyphosphorsäure, Polyvinylschwefelsäure, Polyvinyl
sulfonsäure, Polyvinylphosphonsäure und Polyacrylsäure. Beispiele für die
entsprechenden Salze, die auch als Polysalze bezeichnet werden, sind
Polyphosphat, Polysulfat, Polysulfonat, Polyphosphonat und Polyacrylat.
Polybasen enthalten Gruppen, die in der Lage sind, Protonen, z. B. durch
Reaktion mit Säuren unter Salzbildung, aufzunehmen. Beispiele für
Polybasen mit ketten- bzw. seitenständigen dissoziierbaren Gruppen sind
Polyethylenimin, Polyvinylamin und Polyvinylpyridin. Polybasen bilden durch
Aufnahme von Protonen Polykationen.
Erfindungsgemäß geeignete Polyelektrolyte sind sowohl Biopolymere, wie
etwa Alginsäure, Gummi arabicum, Nucleinsäuren, Pektine, Proteine und
andere, sowie chemisch modifizierte Biopolymere, wie etwa Carboxy
methylcellulose und Ligninsulfonate sowie synthetische Polymere, wie etwa
Polymethacrylsäure, Polyvinylsulfonsäure, Polyvinylphosphonsäure und
Polyethylenimin. Durch geeignete Wahl der Polyelektrolyte ist es möglich,
die Eigenschaften und Zusammensetzung der Polyelektrolythülle der
erfindungsgemäßen Kapseln definiert einzustellen. Insbesondere bei
schichtweise aufgebauten Polyelektrolythüllen kann die Zusammensetzung
der Hüllen durch die Wahl der Substanzen beim Schichtaufbau in weiten
Grenzen variiert werden. Grundsätzlich ergeben sich keine Einschränkungen
hinsichtlich der zu verwendenden Polyelektrolyte bzw. Ionomere, solange
die verwendeten Moleküle eine genügend hohe Ladung aufweisen oder/und
die Fähigkeit besitzen, über andere Wechselwirkungsarten, wie beispiels
weise Wasserstoffbrückenbindungen und/oder hydrophobe Wechselwirkun
gen, eine Bindung mit der darunter liegenden Schicht einzugehen.
Geeignete Polyelektrolyte sind somit sowohl niedermolekulare Polyelek
trolyte bzw. Polyionen als auch makromolekulare Polyelektrolyte, beispiels
weise Polyelektrolyte biologischer Herkunft.
In den erfindungsgemäßen Kapseln liegt innerhalb der Hülle bevorzugt eine
Flüssigphase vor. Grundsätzlich können die erfindungsgemäßen Kapseln
jede Flüssigkeit in ihrem Innern enthalten. Bevorzugt enthalten sie eine
wäßrige Flüssigkeit, insbesondere eine wäßrige Salzlösung oder Wasser.
Besonders bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Kapseln einge
schlossene Wirkstoffe. Da die erfindungsgemäßen Kapseln in ihrem Kern
wäßrige Lösungen enthalten können, ist es möglich, daß sie auch empfind
liche Moleküle unter schonenden Bedingungen eingeschlossen enthalten.
Die Wirkstoffe können sowohl anorganische als auch organische Stoffe
sein.
Bevorzugt werden Katalysatoren, insbesondere Enzyme als Wirkstoffe
ausgewählt. Der Einschluß von Katalysatoren, insbesondere Enzymen, in die
erfindungsgemäßen Kapseln, wobei die Katalysatoren entweder an der
Innenseite der Kapselwand adsorbiert sind oder als freie Moleküle im
Kapselinnenraum vorliegen, ermöglicht die nahezu verlustfreie Verwendung
von Katalysatoren. Die Katalysator enthaltenden Kapseln können einfacher
als der freie Katalysator zurückgehalten oder rückgewonnen werden. Eine
Kontamination der Katalysatoren wird durch die Schutz- und Trennfunktion
der Kapselhülle gegenüber dem Umgebungsmedium weitgehend ausge
schlossen. Insbesondere wird durch die Permeabilitätseigenschaften der
Kapselwände verhindert, daß die im Kapselinneren eingeschlossenen
Katalysatoren durch makromolekulare Stoffe in ihrer Wirksamkeit gehemmt
oder inhibiert werden, während der Zutritt von Substrat und Austritt von
Produkten möglich ist.
Die erfindungsgemäßen Kapseln können weiterhin bevorzugt eingeschlos
sene pharmazeutische Wirkstoffe enthalten. In diesem Fall wirkt die Kapsel
insbesondere als Transportvehikel, um die pharmazeutischen Wirkstoffe an
die gewünschte Stelle zu transportieren.
Die Polyelektrolythülle der erfindungsgemäßen Kapsel ist vorzugsweise für
niedermolekulare Substanzen durchlässig, verhindert aber den Durchtritt von
Makromolekülen. Damit stellt die Hüllwand eine Barriere gegenüber
Mikroorganismen und von ihnen sekretierten externen Verdauungsenzymen
dar. Deshalb können in die erfindungsgemäßen Kapseln biologisch
abbaubare Substanzen eingeschlossen sein, ohne daß Konservierungsstoffe
zur Haltbarmachung notwendig wären.
Weiterhin können die erfindungsgemäßen Kapseln bevorzugt Sensor
moleküle umfassen. Sensormoleküle, die auf bestimmte Umgebungs
bedingungen mit einer nachweisbaren Reaktion reagieren, z. B. durch
Entwicklung einer Farbe, sind oftmals gegenüber äußeren Einflüssen sehr
empfindliche Moleküle, die durch die erfindungsgemäßen Kapseln geschützt
werden.
Von besonderer Bedeutung für die Verwendung von Kapseln ist die
Permeabilität der Hüllwand. Wie bereits oben ausgeführt, ermöglicht die
Vielzahl der zur Verfügung stehenden Polyelektrolyte die Herstellung einer
Vielzahl von Hüllkompositionen mit unterschiedlichen Eigenschaften.
Insbesondere kann die elektrische Ladung der Außenhülle dem Anwen
dungszweck angepaßt werden. Zudem kann die Innenhülle an den
jeweiligen Wirkstoff angepaßt werden, wodurch z. B. eine Stabilisierung des
Wirkstoffs erzielt werden kann. Daneben kann auch die Permeabilität der
Hüllwand durch die Wahl der Polyelektrolyte in der Hülle und durch die
Wanddicke sowie die Umgebungsbedingungen beeinflußt werden. Dadurch
ist eine selektive Gestaltung der Permeabilistätseigenschaften sowie eine
definierte Veränderung dieser Eigenschaften möglich.
Die Permeabilitätseigenschaften der Hülle können durch Poren in mindestens
einer der Polyelektrolytschichten weiter modifiziert werden. Solche Poren
können bei geeigneter Wahl durch die Polyelektrolyten selbst gebildet
werden. Neben den Polyelektrolyten kann die Hülle aber auch andere
Substanzen umfassen, um eine gewünschte Permeabilität zu erzielen. So
kann insbesondere durch Einbringen von Nanopartikeln mit anionischen
oder/und kationischen Gruppen oder von grenzflächenaktiven Substanzen,
wie etwa Tensiden oder/und Lipiden, die Permeabilität für polare Kom
ponenten gesenkt werden. Durch die Inkorporation von selektiven Trans
portsystemen, wie z. B. Carriern oder Kanälen, in die Polyelektrolythülle,
insbesondere in Lipidschichten, ist eine genaue Anpassung der transversalen
Transporteigenschaften der Hülle an den jeweiligen Anwendungszweck
möglich. Die Poren oder Kanäle der Hüllwand können durch chemische
Modifizierung oder/und Änderung der Umgebungsbedingungen gezielt
geöffnet bzw. verschlossen werden. So führt beispielsweise eine hohe
Salzkonzentration des Umgebungsmediums zu einer hohen Durchlässigkeit
der Hüllwand.
Die erfindungsgemäßen Kapseln weisen bevorzugt eine Hüllwanddicke von
2 bis 100 nm, insbesondere 5 bis 80 nm, auf. Diese Hüllwanddicke im nm-
Bereich ermöglicht die Herstellung von Kapseln mit einem Durchmesser < 10 µm.
Die Wanddicke der Hüllwand ist abhängig von der Zahl der
Schichten, die Polyelektrolythülle umfaßt. Die erfindungsgemäßen Kapseln
umfassen bevorzugt 2 bis 20, besonders bevorzugt 3 bis 10 Schichten.
Die erfindungsgemäßen Kapseln zeichnen sich weiterhin durch ihre
Monodispersität aus. So ist es möglich, eine Zusammensetzung mit einer
Kapselverteilung zu erhalten, bei der der Anteil an Kapseln, deren Ab
weichung vom mittleren Durchmesser < 50% ist, weniger als 20%,
bevorzugt weniger als 10% beträgt.
Die erfindungsgemäßen Mikro- und Nanokapseln sind äußerst stabil
gegenüber chemischen, biologischen, mechanischen und thermischen
Belastungen. Gleichzeitig können in ihrem Inneren auch empfindliche
Moleküle eingeschlossen sein, da der Kern aus einer wäßrigen Lösung
bestehen kann. Die erfindungsgemäßen Kapseln können auch eingefroren
oder gefriergetrocknet werden, ohne ihre positiven Eigenschaften zu
verlieren. So werden beim Auftauen bzw. Resuspendieren in Wasser wieder
Kapseln erhalten, die die erfindungsgemäßen Vorteile aufweisen. Es ist auch
möglich, Kapseln mit eingeschlossenen Wirkstoffen einzufrieren oder/und
gefrierzutrocknen und später durch Auftauen bzw. Resuspendieren in
Wasser wieder zu aktivieren.
Es ist auch möglich, eine Kapseln umfassende Zusammensetzung durch
Trocknung z. B. als Pulver zu gewinnen und sie wieder in geeigneten
Lösungsmitteln, insbesondere in wäßrigen Lösungen zu resuspendieren,
ohne daß die vorteilhaften Eigenschaften verloren gehen. Ein weiterer
Gegenstand der Erfindung ist deshalb eine getrocknete Kapseln umfassende
Zusammensetzung. Die Trocknung kann nach bekannten Verfahren
durchgeführt werden, insbesondere bei erhöhter Temperatur und reduzier
tem Druck.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von
Kapseln mit einem Durchmesser < 10 µm umfassend die Schritte:
- a) Bereitstellen einer wäßrigen Dispersion von Templatpartikeln geeigneter Größe und
- b) Herstellen einer Hülle um die Templatpartikel durch Aufbringen von Polyelektrolyten auf die Templatpartikel.
Erfindungsgemäß wird zunächst eine wäßrige Dispersion von Templat
partikeln geeigneter Größe bereitgestellt. Durch die Größe der Templat
partikel wird die Größe der Kapseln festgelegt. Die Templatpartikel weisen
deshalb einen Durchmesser < 10 µm, bevorzugt < 5 µm auf. Als
Templatpartikel können insbesondere Partikel dienen, die wie unten
beschrieben unter vorbestimmten Bedingungen aufgelöst bzw. zerkleinert
werden können. Erfindungsgemäß werden anschließend Polyelektrolyt
schichten auf die Templatpartikel aufgebracht, wodurch ein umhülltes
Templatpartikel gebildet wird. Die Form der Umhüllung hängt dabei
unmittelbar von der Form der Templatpartikel ab.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es überraschenderweise,
stabile Nano- und Mikrokapseln aus Polyelektrolyten herzustellen. In die
Kapseln können empfindliche Substanzen eingeschlossen werden. Die
Kapseln können auch als Reaktionsräume oder als Kristallisationstemplate
genutzt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine
Kapselherstellung unter schonenden Bedingungen in wäßrigen Medien auch
bei Raumtemperatur. Die Kapselwand, eine Polyelektrolythülle, ermöglicht
den Stoffaustausch mit der Umgebung, hält aber gleichzeitig eingekapselte
makromolekulare Wirkstoffe zurück. Die chemischen und physikalischen
Eigenschaften der Kapselwand sind in weiten Bereichen durch die Zu
sammensetzung der Hülle und die Umgebungsparameter einstellbar. Die
Permeabilitätseigenschaften der Hüllwand ermöglichen den Schutz von
eingeschlossenen Wirkstoffen vor biologischen Abbauprozessen auch ohne
Zusatz von Konservierungsstoffen.
Bevorzugt werden teilvernetzte Melaminformaldehydpartikel als Templat
partikel eingesetzt. Auf die Templatpartikel, insbesondere teilvernetzte
Melaminformaldehydpartikel, werden bevorzugt schichtweise nacheinander
entgegengesetzt geladene Polyelektrolytmoleküle und/oder andere
Schichtbestandteile, wie etwa Nanopartikel oder oberflächenaktive Stoffe
aus wäßrigen Medien adsorbiert. Die Größe der Templatpartikel ist
vorzugsweise < 10 µm, besonders bevorzugt 5 nm bis 5 µm, so daß bei
Adsorption von Polyelektrolytmolekülen auf die Partikel eine Nano- oder
Mikrokapsel der jeweils gewünschten Größe erhalten wird. Sobald die
gewünschte Kapselwandzusammensetzung durch den Schichtaufbau
erreicht ist, können die beschichteten Templatpartikel Bedingungen
ausgesetzt werden, die zum Auflösen bzw. zur Desintegration der Templat
partikel führen. Diese Bedingungen werden so gewählt, daß die Templat
partikel aufgelöst werden, die Hülle jedoch intakt bleibt. Die bei der
Auflösung entstehenden niedermolekularen Kernbestandteile können durch
die Poren der Hülle nach außen gelangen. Auf diese Weise erhält man
Kapseln mit Polyelektrolythüllen, die einen "leeren" flüssigen Kern enthalten.
Bevorzugt werden vorgeformte oder präformierte Aggregate von Sub
partikeln als Ausgangskerne (Templatpartikel) zur Beschichtung mit
Polyelektrolyten eingesetzt. Eine solche Präformierung kann beispielsweise
durch Anlegen externer elektrischer Gleichstrom- oder/und Wechselfelder
auf Suspensionen mit Subpartikeln erzielt werden. Durch vorgeformte
Aggregate kann die Form der Kapseln bestimmt werden. Weiterhin können
solche Aggregate mit einer hohen Einheitlichkeit hinsichtlich der Größenver
teilung erhalten werden (Monodispersität). Von besonderem Interesse sind
präformierte Aggregate in sphärischer Form.
Die Zusammensetzung der Kapselhüllen ist durch die Wahl der Substanzen
beim Schichtaufbau variierbar. Die Dicke der Kapselwände wird vor allem
durch die Anzahl der Schichten bestimmt und beträgt bevorzugt 2 bis
100 nm, wobei 2 bis 20, insbesondere 3 bis 10 Polyelektrolytschichten
aufgebracht werden. Bevorzugt werden die Polyelektrolyte nacheinander
schichtweise aufgebracht. Dazu geht man von einer Dispersion von
Templatpartikeln in einer wäßrigen Lösung aus. Bei Verwendung von
teilvernetzten Melaminformaldehydpartikeln als Templatpartikel wählt man
beispielsweise eine wäßrige Lösung mit einem pH-Wert < 2. Zu dieser
Dispersion gibt man dann Polyelektrolytmoleküle, aus denen die erste
Schicht aufgebaut werden soll. Im Fall von teilvernetzten Melaminformalde
hydpartikeln wählt man negativ geladene Polyelektrolytmoleküle. Die Menge
der zugegebenen Polyelektrolytmoleküle wird entweder so gewählt, daß das
gesamte Material für den Aufbau einer gesättigten ersten Schicht benötigt
wird oder man gibt den ersten Polyelektrolyten im Überschuß zu. Im
letzteren Fall ist es zweckmäßig, nach dem Aufbringen der ersten Schicht
die noch in Lösung befindlichen Polyelektrolytmoleküle, die nicht zum
Schichtaufbau beigetragen haben, zu entfernen, bevor man mit der Zugabe
des Polyelektrolyten für den Aufbau der zweiten Schicht beginnt. Ein
solches Abtrennen kann nach allen bekannten Verfahren erfolgen,
insbesondere durch Zentrifugation, Filtration oder/und Dialyse. Wenn die
Menge der ersten Polyelektrolyte so eingestellt wird, daß die gesamte
eingebrachte Komponente für den Aufbau der ersten Schicht verbraucht
wird, kann auf den Abtrennungsschritt verzichtet werden. Eine solche
Vorgehensweise hat jedoch den Nachteil, daß die eingebrachte Konzen
tration der Polyelektrolytmoleküle durch Vorversuche festgestellt oder
berechnet werden muß.
Analog werden anschließend weitere Schichten, bis zur gewünschten
Schichtanzahl aufgebracht. Bevorzugt wird dabei abwechselnd eine positiv
und eine negativ geladene Schicht aufgebracht, wobei für jede zweite
Schicht die gleiche oder eine verschiedene Komponente gewählt werden
kann.
Bevorzugt erfolgt der Aufbau durch schichtweise Polyelektrolyt-Selbst
assemblierung. Dabei wird die Kapselhülle durch Assemblierung von
entgegengesetzt geladenen Polyelektrolyten oder anderen geladenen
Komponenten gebildet.
Nachdem die gewünschte Anzahl Schichten aufgebracht worden ist, werden
die nun umhüllten Templatpartikel bevorzugt desintegriert, insbesondere
zerkleinert oder aufgelöst. Dabei wird der Kern durch Auflösen oder
Desintegration der Templatpartikel entfernt und es verbleiben Kapseln mit
einer Polyelektrolythülle. Die Auflösung der Templatpartikel wird unter
Bedingungen durchgeführt, bei denen die Hüllen intakt bleiben. Eine
Auflösung kann je nach Wahl des Templatpartikelmaterials z. B. thermisch
oder chemisch erfolgen, insbesondere durch Veränderung des pH-Wertes.
So wird bei Verwendung von teilvernetzten Melaminformaldehydpartikeln
beispielsweise der pH-Wert der die umhüllten Partikel enthaltenden
Dispersion auf einen sauren Wert, z. B. ≦ 1.5, eingestellt, was zur
Auflösung der Templatpartikel innerhalb der Hüllschicht führt, während die
Hüllschicht selbst intakt bleibt. Die Templatpartikel, insbesondere teilver
netzte Melaminformaldehydpartikel können auch durch chemische Reaktio
nen, insbesondere durch Sulfonierung in wäßrigen Medien aufgelöst
werden. Als Sulfonierungsagentien werden bevorzugt Alkalisulfite,
Alkalihydrogensulfite und andere wasserlösliche Salze der schwefeligen
Säure verwendet.
Die bei der Desintegration der Templatpartikel gebildeten Fragmente können
durch Poren, insbesondere Nanoporen, der Hüllwand aus dem Inneren der
Kapseln nach außen austreten. Anschließend können sie von den Kapseln
abgetrennt werden. Diese Abtrennung kann durch dem Fachmann bekannte
Verfahren durchgeführt werden. Bevorzugt werden die Templatpartikel
fragmente, das können im Fall von teilvernetzten Melaminformaldehyd
partikeln z. B. bei der Auflösung entstandene Oligomere sein, durch Dialyse,
Filtration oder Zentrifugation abgetrennt. Eine Abtrennung der Templat
partikelfragmente ist zuvor bevorzugt aber nicht notwendigerweise
erforderlich. Die Kapseln können auch ohne Abtrennungsschritt verwendet
werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können geschlossene Kapseln mit
Wandstärken im nm-Bereich, bevorzugt 2 bis 100 nm, hergestellt werden.
Solche Kapseln können im Inneren eine wäßrige Lösung enthalten, die in
ihrer Zusammensetzung gerade dem Außenmedium entspricht. Solche
Hüllen können unmittelbar als Mikro- bzw. Nanoreaktionsräume, als
Kristallisationstemplate zur Herstellung von Kristallisationsprodukten oder
als Ausgangsbasis zur Herstellung von Mikro- bzw. Nanokompositen
verwendet werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es auch möglich, Kapseln mit
eingeschlossenen Wirkstoffen oder Kapseln zum Einschluß von Wirkstoffen
herzustellen. Die Beladung des Innenraums mit kleinen Molekülen kann
dadurch erfolgen, daß die Permeabilität der Hülle als Funktion der externen
physikalischen und chemischen Parameter variiert wird. Zur Beladung wird
ein Zustand hoher Permeabilität eingestellt. Das eingeschlossene Material
wird anschließend durch Veränderung der äußeren Parameter oder/und
Verschluß der Poren, beispielsweise durch Kondensation der Hülle oder
chemische Modifikation der Poren oder Kanäle zurückgehalten.
Es können in die Kapseln jedoch auch Wirkstoffe eingeschlossen werden,
die aufgrund ihrer Größe nicht durch die Hüllen permeiren können. Dazu
wird im erfindungsgemäßen Verfahren der einzuschließende Wirkstoff
bevorzugt zunächst an das Templatpartikel immobilisiert. Eine solche
Kopplung des Wirkstoffs an das Templat kann direkt erfolgen, aber auch
durch einen Bindevermittler bewirkt werden. Als Bindevermittler werden
bevorzugt Moleküle verwendet, die bei bestimmten Bedingungen degradier
bar oder abbaubar sind. Besonders bevorzugt wird als Bindevermittler
Polymilchsäure verwendet. Hierzu wird der Wirkstoff mittels des Bindever
mittlers, insbesondere Polymilchsäure, an das Templatpartikel, beispiels
weise einteilvernetztes Melaminformaldehydpartikel immobilisiert. Auf diese
Weise wird der einzuschließende Wirkstoff selbst Bestandteil des Schicht
aufbaus bei der Beschichtung des Kerns. Nach der Auflösung der Templat
partikel und ggf. Degradation der Bindemoleküle wird der Wirkstoff ins
Innere der Hülle freigesetzt. Mit diesem Verfahren können beliebige
Wirkstoffe in die Hülle eingeschlossen werden, insbesondere Nanopartikel
und nichtbiologische makromolekulare Komponenten und bevorzugt
biologische Makromoleküle, wie etwa Proteine, insbesondere Enzyme.
Die Inkorporation von Wirkstoffen in den von den Hüllen umschlossenen
Innenraum kann aber auch durch vorherige Einbringung der Wirkstoffe in die
Templatpartikel bei Verwendung von reversiblen Mirkogelen als Templat
partikel durchgeführt werden. So ermöglicht beispielsweise die Verwendung
von teilvernetzten Methylolmelaminkernen vor der Beschichtung, in
gequollene Kerne Substanzen zu inkorporieren, die nach einer reversiblen
Schrumpfung im Kern eingeschlossen sind.
Die nach den obigen Vorgehensweisen in die Hülle eingeschlossenen
Wirkstoffe können frei im Inneren der Hülle vorliegen oder mit der inneren
Hüllwand verknüpft sein. Bevorzugt wird das Verfahren so durchgeführt,
daß die eingekapselten Wirkstoffe im Inneren der Hülle frei vorliegen.
Die erfindungsgemäßen Kapseln können vorteilhaft an eine Oberfläche
immobilisiert werden. Die Einstellung der Ladung der äußeren Schicht und
die freie Funktionalisierbarkeit der Außenhülle erlaubt eine vom Zustand der
eingeschlossenen Moleküle unabhängige Immobilisierung der Kapseln. Dies
eröffnet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, vor allem im Bereich der
Sensorik und Oberflächenanalytik. Bevorzugt werden bereits die mit
Polyelektrolyt beschichteten Templatpartikel an eine Oberfläche adheriert
und die Templatpartikel dann aus den bereits immobilisierten beschichteten
Kernen herausgelöst, um immobilisierte Kapseln zu bilden.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, Nanokapseln (mit
einem Durchmesser < 1000 nm) bzw. Mikrokapseln (mit einem Durch
messer von 1 µm bis < 10 µm, insbesondere ≦ 5 µm) mit einer Polyelek
trolythülle herzustellen. Dabei können sowohl "leere", d. h. nur mit wäßriger
Lösung gefüllte Kapseln, die insbesondere als Reaktionsräume sowie als
Ausgangsmaterial für Komposite geeignet sind, hergestellt werden als auch
Kapseln mit eingeschlossenem Material, insbesondere eingeschlossenem
wasserlöslichem Material, wie etwa Makromolekülen (z. B. Proteine und
Präzipitate). Die erfindungsgemäß erhaltenen Kapseln weisen Hüllen mit
geringer Wandstärke und großer Stabilität auf, während Permeabilitätseigen
schaften in weiten Bereichen variierbar sind. So können insbesondere für
Ionen und kleine Moleküle durchlässige Hüllen erhalten werden. Die
Verwendung von monodispersen Templatpartikeln ermöglicht die Her
stellung monodisperser, insbesondere sphärischer Polyelektrolythüllen.
Die verwendeten Templatpartikel müssen nicht notwendigerweise geladen
sein, um eine Selbstassemblierung von Polyelektrolytschichten zu ermögli
chen. Vielmehr kann auf nichtgeladene Kerne ein geladener Precursorfilm
aufgebracht werden, der an die Templatpartikel durch andere Wechselwir
kungen, beispielsweise hydrophobe Wechselwirkungen, gebunden ist.
Die erfindungsgemäßen Kapseln können in zahlreichen Anwendungsgebieten
vorteilhaft eingesetzt werden. Deshalb betrifft die Erfindung auch die
Verwendung der erfindungsgemäßen Kapseln zum Einschluß von Subs
tanzen. Das oben beschriebene Verfahren ermöglicht es, in technisch
einfacher Weise auch empfindliche organische Substanzen einzuschließen,
wobei das Verfahren vollständig in wäßrigen Lösungen und bei Raumtempe
ratur durchführbar ist. Der Einschluß von Katalysatoren und insbesondere
von Enzymen in den erfindungsgemäßen Kapseln ermöglicht die verlustfreie
Verwendung von Katalysatoren in Reaktionssystemen. So können die
beispielsweise an der Innenseite der Hüllen adsorbierten oder als freie
Moleküle im Inneren der Kapseln vorliegenden Katalysatormoleküle,
insbesondere Enzyme, praktisch ohne Verluste in Reaktionssystemen, wie
etwa Volumenreaktionssystemen, verwendet werden, da eine nahezu
vollständige Rückhaltung und/oder Wiedergewinnung der Kapseln mit den
darin enthaltenen Katalysatoren möglich ist. Eine Immobilisierung der
Kapseln bei gleichzeitiger freier Beweglichkeit der in den Kapseln einge
schlossenen Wirkstoffe ermöglicht die Immobilisation von "freien"
Molekülen. Da die Kapselwände für niedermolekulare Substanzen durch
lässig sind, ist ein Zutritt der Substrate der Enzyme möglich, während
gleichzeitig die Nichtdurchlässigkeit der Hülle für makromolekulare Stoffe
das Eindringen von Mikroorganismen bzw. Verdauungsenzymen verhindert.
Auf diese Weise kann die Effektivität von Katalysatoren weiter erhöht
werden. Daneben wird durch die Verwendung der Kapseln ein Ausspülen
bzw. Austragen des Katalysators verhindert.
Bei der Verwendung der Kapseln als Mikroreaktionsräume können nieder
molekulare Substanzen, wie z. B. Edukte und Produkte, durch die Hüllwände
permeiren, während beispielsweise die Katalysatoren eingeschlossen sind.
Bei der Verwendung von mit Katalysatoren beladenen Mikro- bzw.
Nanokapseln, wobei die Kapseln beispielsweise in einer Säule gepackt sind,
steht für die Reaktion beträchtlich mehr Katalysator zur Verfügung, als bei
herkömmlichen oberflächengebundenen Katalysatoren, da dort die Größe der
Oberfläche limitierend ist. Besonders vorteilhaft ist, daß der Katalysator im
Kapselinneren von der Produktion nicht durch aufwendige Verfahren wieder
abgetrennt werden muß. Weiterhin ist die Lebensdauer der Katalysatoren
verbessert, da makromolekulare Stoffe, insbesondere Bakterien und Pilze,
nicht durch die Hüllwände gelangen können. Dadurch werden die an viele
Verfahren gestellten hohen Anforderungen an die Sterilität verringert, was
viele, technisch einfache Anwendungen von biologischen Katalysatoren
eröffnet.
Grundsätzlich können die erfindungsgemäßen Kapseln zum Einschluß
beliebiger Wirkstoffe, insbesondere auch von Nanopartikeln, pharmazeuti
schen Wirkstoffen, Werkstoffen, Kristallen etc. verwendet werden. Deshalb
finden entsprechend beladene Kapseln Anwendung u. a. in der Sensorik,
Pharmazie, Medizin und Werkstofftechnik.
Der Einschluß von Sensormolekülen ermöglicht die vorteilhafte Verwendung
in der Sensorik. Bei Sensormolekülen handelt es sich bevorzugt um Enzyme
und deren Derivate, die in Anwesenheit bestimmter Stoffe oder Bedingun
gen beispielsweise optisch aktive Produkte oder anders nachweisbare
Produkte, beispielsweise farbige oder fluoreszierende Produkte bilden.
Solche Produkte können dann mit empfindlichen optischen Methoden
bestimmt werden. Es können aber auch elektrisch aktive Sensormoleküle,
insbesondere oxidierbare oder reduzierbare Stoffe, eingeschlossen werden,
wobei die Kapseln vorteilhaft auf Elektroden immobilisiert werden. Hier ist
neben der grundsätzlich schützenden Funktion der Kapseln insbesondere
von Vorteil, daß das Sensormolekül, beispielsweise ein Enzym, nicht direkt
mit der Elektrode in Berührung kommt.
Weiterhin können die erfindungsgemäßen Kapseln auch zum Einschluß und
ggf. Transport von pharmazeutischen Wirkstoffen verwendet werden. Die
Möglichkeit, das Einschlußverfahren im wäßrigen Milieu bei Raumtemperatur
durchzuführen, ermöglicht auch den Einschluß empfindlicher biologisch
wirksamer Moleküle. Diese können innerhalb der schützenden Hülle an die
gewünschte Stelle im Organismus transportiert werden. Durch entspre
chende Wahl der Oberflächeneigenschaften der Außenschicht der Hülle
kann ein spezifischer Transport erzielt werden.
Die erfindungsgemäßen Kapseln eignen sich insbesondere als Mikro- bzw.
Nanoreaktionsräume. Hierzu können sowohl leere Kapseln als auch Kapseln,
die einen Wirkstoff oder Katalysator enthalten, verwendet werden. Solche
Kapseln eignen sich insbesondere für Stoffumwandlungsprozesse, aber auch
für Präzipitationen. Hierbei kann durch geeignete Wahl bzw. Veränderung
der Permeabilitätseigenschaften der Hüllwand die Reaktion gesteuert
werden. So wurde beispielsweise festgestellt, daß die Durchlässigkeit der
Kapselwände durch Variation der Zusammensetzung eines Elektrolytmedi
ums gesteuert werden kann, wobei bei hohen Salzkonzentrationen eine
höhere Permeabilität festgestellt wurde als in Wasser.
Die Kapseln können auch zur Herstellung von Kristallen aus organischen
oder anorganischen Materialien oder zum Einschluß von organischen oder
anorganischen Kristallen verwendet werden. Bevorzugt dienen die Kapseln
als Kristallisationsraum bzw. Template zur Herstellung von insbesondere
monodispersen Kristallen. Mit den erfindungsgemäßen Kapseln ist ein hoher
Grad an Monodispersität zu erhalten, da die maximale Größe der Kristalle
durch die Größe der Kapseln begrenzt ist. Als Kristallisationskeime werden
bevorzugt chemische Gruppen an der inneren Hüllwand verwendet. Dazu
werden beim schichtweisen Aufbau der Hülle der Kapseln in der innersten
Schicht Moleküle verwendet, die Seitenketten aufweisen, die das Kristall
wachstum begünstigen. So können beispielsweise Polyphosphate an der
Innenseite der Hülle aufgebracht werden, um im Inneren CaCO3 zu bilden.
Als äußerste Schicht der Polyelektrolythülle der Kapseln werden gün
stigerweise Polyelektrolyte verwendet, die ein Kristallwachstum nicht
zulassen, beispielsweise Amine.
Die Kapseln können auch zum Aufbau von Mikro- bzw. Nanokompositen
verwendet werden. Mikro- und Nanokomposite sind Werkstoffe, die aus
mindestens zwei verschiedenen Materialien bestehen und eine mikro- bzw.
nanoskopische Ordnung aufweisen. Solche Komposite imitieren oftmals in
der Natur vorliegende Produkte, wie z. B. Muschelschalen, die aus Nanokom
positen von gewöhnlichen Kalk- und Eiweißmolekülen bestehen. Solche
Komposite haben bei geringem Gewicht eine überraschend hohe Festigkeit.
Durch die Assemblierung können makroskopische Strukturen geordnet
aufgebaut werden.
Die Erfindung wird durch die beigefügten Figuren und Beispiele weiter
erläutert.
Fig. 1 stellt eine schematische Veranschaulichung einer bevorzugten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens dar.
Fig. 2 zeigt die Schichtdicke als Funktion der Zahl der Schichten bei
der Absorption von Poly(allylaminhydrochlorid) (PAH) und
Poly(styrolsulfonat, Natriumsalz) (PSS) auf negativ geladene
Polystyrollatexpartikel.
Fig. 3 zeigt ein SEM-Abbild (Rasterelektronenmikroskopie) einer
Polyelektrolytschale umfassend neun Schichten
[(PSS/PAH)4/PSS] nach Auflösung des Kerns. Die äußere
Schicht ist PSS.
Fig. 4 zeigt ein TEM-Abbild (Transmissionselektronenmikroskopie)
einer Polyelektrolythülle umfassend neun Schichten
[(PSS/PAH)4/PSS].
Fig. 5 zeigt Tapping Mode (TM) Atomkraftmikroskopie (ASM)-
Abbildungen von PSS/PAH-Polyelektrolythüllen. Die Zahl der
Polyelektrolythüllen beträgt in Fig. 5(A) 3 [PSS/PAH/PSS] und
in Fig. 5(B) 9 [(PSS/PAH)4/PSS.
Monodisperse Melaminformaldehydpolymerpartikel können durch eine
Polykondensationsreaktion aus Melaminformaldehydpräkondensaten im
Größenbereich bis zu 15 µm hergestellt werden (vgl. DD 224 602). Die
Größe der Partikel kann durch die Monomerkondensation, den pH-Wert, die
Reaktionstemperatur und den Tensidzusatz beeinflußt werden. Bei den im
Stand der Technik beschriebenen Verfahren werden hochvernetzte Partikel
erhalten, die in den meisten organischen Lösungsmitteln, wie etwa Xylol,
Toluol und Alkohol sowie in Säuren und Basen unlöslich sind. Zur Herstel
lung von auflösbaren, teilvernetzten Melaminformaldehyd-Templat-Partikeln
wird das im Stand der Technik beschriebene Verfahren modifiziert, indem
der Polykondensationsprozeß auf einer bestimmten Initialstufe der Reaktion
unterbrochen wird. Dadurch werden in wäßrigen Medien lösliche Kerne
erhalten. Der Abbruch der Reaktion kann durch rasche Temperaturabsen
kung, durch Veränderung des pH-Werts in den alkalischen Bereich und
durch Wahl geeigneter Präkondensate, insbesondere Tetramethylolmelamin,
erreicht werden. Die so erhaltenen Kerne können durch Säurezugabe
und/oder durch bestimmte chemische Reaktionen, insbesondere Sulfonie
rung in wäßrigen Medien, aufgelöst werden. Als Sulfonierungsagentien
können insbesondere Alkalisulfite, Alkalihydrogensulfite und andere
wasserlösliche Salze der schwefligen Säure eingesetzt werden. Die
Auflösbarkeit der Kerne kann durch den Zeitpunkt der Unterbrechung des
Polykondensationsprozesses beeinflußt werden. Die Unterbrechung wird
1 min bis 3 Std. nach Start der Reaktion in Abhängigkeit der Reaktions
bedingungen und in Abhängigkeit der gewünschten Auflösbarkeit der Kerne
durchgeführt. Die Auflösungsgeschwindigkeit kann weiterhin durch die Wahl
von pH-Wert, Temperatur und Sulfonierungsreagens gesteuert werden.
Somit ist es möglich, Kerne mit einer Auflösegeschwindigkeit von 0,1 sek
bis 10 Std., wiederum in Abhängigkeit der Auflösungsbedingungen, zu
erhalten. Diese auflösbaren Melaminformaldehydpartikel werden hierin als
teilvernetzte Melaminformaldehydpartikel bezeichnet.
Auf wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellte monodisperse, kolloidale,
teilvernetzte Melaminformaldehydpartikel (MF) mit einem Durchmesser von
2,0 bzw. 3,3 µm werden schrittweise Polyelektrolyte aus verdünnten
wäßrigen Lösungen aufgebracht (vgl. Fig. 1). Die verwendeten teilvernetzten
Melaminformaldehydpartikel sind in wäßrigen Medien bei pH-Werten
unterhalb 1,6 innerhalb weniger Sekunden löslich. Bei pH-Werten oberhalb
1,8 wurde keine nachweisbare Auflösung der Kerne beobachtet. Die
Polyelektrolytschichten werden durch alternierende Absorption von
entgegengesetzt geladenen Polyionen, beginnend mit der Absorption eines
negativ geladenen Polyanions (z. B. Polystyrolsulfonat, Natriumsalz; PSS) auf
die positiv geladenen MF-Partikel aufgebracht. Typische Adsorptions
bedingungen waren 20 Mono-mM-Polyelektrolyt in 0,5 M NaCl bei
Partikelkonzentrationen von 0,5 Gew.-%. Die Adsorptionsdauer betrug
20 min. Die MF-Partikel hatten eine Dichte von 1,5 g/cm3.
Nach der Adsorptionszeit wurde überschüssiger Elektrolyt durch wiederholte
Zentrifugation/Waschzyklen entfernt. Dazu wurden die beschichteten Kerne
bei einer Zentrifugationsgeschwindigkeit von 2000 U/min (unter Ver
wendung eines Eppendorf-Rotors) abgesetzt. Dann wurden drei Wasch
schritte mit Millipore-Wasser vor der Zugabe des nächsten Polyelektrolyten
durchgeführt, um die vollständige Entfernung von nichtadsorbiertem
Polyelektrolyten sicherzustellen. Durch Wiederholung dieser Vorgehensweise
kann die gewünschte Zahl von Polyelektrolytschichten aufgebracht werden.
Anschließend wird der pH-Wert auf < 1,6 erniedrigt, wodurch die MF-Kerne
aufgelöst werden. Die Fragmente dringen durch die Poren der Hülle nach
außen und können entfernt werden, so daß eine leere Polyelektrolythülle
erhalten wird.
Auf negativ geladene Polystyrollatexpartikel wurden abwechselnd Schichten
aus Poly(allylaminhydrochlorid) (PAH) und Poly(styrolsulfonat, Natriumsalz)
(PSS) adorbiert. Die Schichtdicke wurde durch Einzelteilchen-Lichtstreuung
gemessen. Der Intensitätsanstieg des gestreuten Lichts ist ein Maß für die
adsorbierte Menge und wurde in die Schichtdicke unter Verwendung des
Refraktionsindex der Polyeletrolytschichten konvertiert. Das Insert in Fig. 2
gibt das aus elektrophoretischen Mobilitätsmessungen (Malvern Zetasizer
4) abgeleitete Zetapotential für die Adsorption von PAH und PSS auf
Polystyrolpartikel (ausgefüllte Kreise) und für die Adsorption von PSS und
PAH auf positiv geladene MF-Partikel (offene Kreise) an.
Das Zetapotential ist ein Maß für die effektive Ladungsdichte auf der
Partikeloberfläche. Wie aus dem Insert in Fig. 2 ersichtlich ist, tritt eine
Umkehrung des Oberflächenpotentials mit der Adsorption jeder Polyelek
trolytschicht auf die Polystyrol- bzw. MF-Partikel auf. Eine Umkehrung des
Oberflächenpotentials ist notwendig, um die anschließende Adsorption des
entgegengesetzt geladenen Polyions zu ermöglichen.
Flugzeitmassenspektrometrische Untersuchungen haben gezeigt, daß bei der
Auflösung der teilvernetzten MF-Templatpartikel bei einem pH-Wert < 1,6
MF-Oligomere gebildet werden, die hauptsächlich aus 5-10 Monomeren von
Tetramethylolmelamin bestehen. Diese MF-Oligomere haben eine charak
teristische Querschnittsausdehnung von etwa 1 nm, wie durch molekulare
Dynamiksimulationen bestimmt (unter Verwendung des Programms
DISCOVERY). Diese Oligomere werden aus dem Kern ausgestoßen und
permeiren durch Polyelektrolytschichten, die die Hülle bilden, und können
schließlich von den leeren Schalen durch Zentrifugation abgetrennt werden.
Dies bestätigt, daß die Hüllen für Moleküle mit einer Größe im Bereich von
wenigen nm, insbesondere ≦ 10 nm, bevorzugt ≦ 5 nm, leicht permeabel
sind.
Die hergestellten Polyelektrolythüllen wurden mittels Rasterelektronenmi
kroskopie untersucht. Zunächst wurde ein MF-Kern mit einem Durchmesser
von 3,3 µm mit 9 Polyelektrolytschalen [(PSS/PAH]4/PSS] beschichtet. Die
äußerste Schicht ist PSS. Nach Auflösung des MF-Kerns wurden die
erhaltenen Kapseln mit SEM untersucht. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, liegen die
Durchmesser im Bereich von 4,0±0,5 µm. Die Schalen werden durch eine
starke elektrostatische Anziehung an die positiv geladene, Poly(ethylenimin)-
beschichtete Glasoberfläche immobilisiert. Weiterhin tritt während der
Untersuchung ein gewisses Ausmaß an Austrocknen der Kapseln ein. Dies
führt dazu, daß die Hülle faltig wird. Wie jedoch aus Fig. 3 ersichtlich ist,
sind keine Löcher oder Rißspuren in den Hüllen zu finden.
Die SEM-Messungen wurden unter Verwendung eines Zeiss-DSM40-
Instruments durchgeführt, welches bei einer Beschleunigungsspannung von
15 KEV betrieben wurde. Die Proben wurden durch Aufbringen eines
Tropfens einer die Hüllen enthaltenden Lösung auf Poly(ethylenimin)-
beschichtetes Glas hergestellt. Nachdem sich die Hüllen auf den Glasträgern
abgesetzt hatten, wurden sie gründlich mit Millipore-Wasser gespült und
vorsichtig unter einem Stickstoffstrom getrocknet.
Auf MF-Templatpartikel mit einem Durchmesser von 2 µm wurden neun
Schichten Polyelektrolyt [(PSS/PAH)4/PSS] aufgebracht. Anschließend
wurde das Templatpartikel durch Erniedrigung des pH-Wertes auf < 1,6
aufgelöst und entfernt. Die TEM-Proben wurden mit Glutaraldehyd, OsO4
und K2Cr2O7, fixiert und in Ethanol/Aceton dehydriert. Die Proben wurden in
ein Epon 812/Araldit M-Harz eingebettet und in einem Ofen für zwei Tage
polymerisiert. Dünne Schnitte (80 bis 100 nm) wurden unter Verwendung
eines Reichert-Ultratom geschnitten und mit Uranylacetat und Bleicitrat
eingefärbt. Die Messungen wurden auf einem JEOL 100 B Elektronenmi
kroskop durchgeführt.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, kann die angefärbte Polyelektrolytschicht, die das
weniger angefärbte Zellinnnere umgibt, deutlich identifiziert werden. Die
homogene Form der Hüllen zeigt, daß die hergestellten Kapseln sowohl den
Durchmesser als auch die sphärische Form der Templatpartikel beibehalten,
unter der Voraussetzung, daß die innere wäßrige Lösung nicht entfernt wird.
Aus dem TEM-Abbild kann weiterhin gesehen werden, daß die Dicke der
Polyelektrolythülle in der Größenordnung von 20 nm für die neunlagige
Polyelektrolythülle ist. Dieser Wert stimmt mit den in Fig. 2 gezeigten Daten
für Polyelektrolyt-beschichtete Polystyrolpartikel überein. Daraus kann man
schließen, daß die Art der Templatpartikel die Dicke der Polyelektrolyt
schichten nicht wesentlich beeinflußt. Auch aus dem TEM-Abbild kann
gesehen werden, daß die Polyelektrolythüllen weder Risse noch Löcher
aufweisen.
PSS/PAH-Polyelektrolythüllen wurden unter Verwendung von MF-Templat
partikeln mit einem Durchmesser von 3,3 µm wie oben beschrieben
hergestellt. Die Zahl der Polyelektrolytschichten betrug 3 [PSS/PAH/PSS]
(Fig. 5(A)) bzw. 9 [(PSS/PAH)4/PSS] (Fig. 5(B)). Diese Kapseln wurden mit
Atomic Force Microscopy (AFM) im Tapping Mode (TM) untersucht. Die in
Fig. 5 gezeigten Abbildungen zeigen, daß die dreidimensionalen Polyelek
trolythüllen durchgehende Folien sind, die Falten aufweisen, die von der
Verdampfung des wäßrigen Inneren resultieren. Wie zu sehen ist, steigt die
Höhe der Kapseln mit ansteigender Schichtzahl an. Die maximale Höhe der
getrockneten Hüllen in Abbildung A liegt in der Größenordnung von 50 nm
und in Fig. 5(B) in der Größenordnung von 100 nm.
100 µl einer 3%-igen Dispersion von teilvernetzten Melamin-Formaldehyd-
Partikeln mit einer Partikelgröße von 3 µm werden mit 400 µl einer 20
mono-mM Na-Poly(styrolsulfonat)lösung (PSS) in 0,5 MNaCl versetzt. Nach
einer Einwirkzeit von 5 min unter leichtem Schütteln wird 1 ml reines
Wasser zugesetzt. Nach Zentrifugation bei 2000 U/min wird der Überstand
decantiert, das Sediment mit reinem Wasser aufgefüllt und die Zen
trifugation wiederholt. Abermaliges Decantieren und ein weiterer Zen
trifugationszyklus ergeben gereinigte, mit einer PSS-Schicht bedeckte MF-
Partikel. In analoger Weise wird anschließend eine Poly(allylaminhydro
chlorid)-Schicht (PAH) aufgebracht. Diese Zyklen werden abwechselnd in
Abhängigkeit von der gewünschten Zahl der Schichten wiederholt. Nach
dem Zentrifugationszyklus am Ende des Aufbaus der letzten Schicht werden
1 ml einer 0,1 n-Salzsäure zugegeben. Nach etwa 5 min Schütteln erhält
man eine klare Lösung, da die durch die Partikel verursachte Trübung der
Lösung verschwunden ist. Anschließend zentrifugiert man für etwa 10 min
bei 10 000 U/min. Bei dieser Zentrifugation scheidet sich ein feiner, leicht
milchig wirkender Bodensatz ab, der die gebildeten Polyelektrolythüllen
enthält. Bereits ein leichtes Schütteln nach Zusatz von Wasser ist aus
reichend um die Hüllen zu resuspendieren. Nach zwei weiteren Zen
trifugationsschritten erhält man eine gereinigte, 3%-ige Dispersion von
sphärischen, monodispersen Polyelektrolythüllen in Wasser. Eine Probe
dieser Hüllen kann wie oben beschrieben durch Rasterelektronen-,
Transmissions-und/oder Atomkraftmikroskopie untersucht werden.
1,59 mg Na-Polystyrolsulfonat (PSS) werden einer Dispersion von teilver
netzten Melaminformaldehydpartikeln in 0,5 M NaCl zugesetzt. Die MF-
Dispersion enthält insgesamt 2,2 × 108 Partikel. Nach zwanzigminütigem
leichtem Schütteln werden 0,81 mg Polyallylaminhydrochlorid zugesetzt.
Nach wiederum 20 min werden unter leichtem Schütteln wiederum 1,59 mg
PSS zugegeben. Diese Vorgehensweise wird 5× mit jeweils einer PAH- und
einer PSS-Zugabe wiederholt. Man erhält dadurch Melaminformaldehyd
partikel, die mit 13 alternierenden Schichten bedeckt sind. Durch Zugabe
von 10 ml 1 N-Salzsäure wird der pH-Wert erniedrigt, so daß sich die MF-
Kerne auflösen. Durch die Zentrifugation bei 15 000 g für 15 min werden
die Polyelektrolythüllen vom Überstand abgetrennt.
Ein sorgfältig gereinigter Glasträger wird 5 min in eine wäßrige Lösung von
0,5 mg/ml Polyethylenimin eingetaucht. Danach bläst man den Glasträger
in einem Stickstoffstrom trocken. 100 µl einer 3%-igen Dispersion aus
teilvernetzten Melaminformaldehydpartikeln mit einer Partikelgröße von
1 µm Durchmesser werden mit 400 µl einer 20 mono-mM Na-Poly(styrolsul
fonat)-lösung NaCl versetzt. Nach 5 min unter leichtem Schütteln wird 1 ml
reines Wasser zugesetzt. Nach Zentrifugation bei 2000 U/min wird der
Überstand decantiert, das Sediment mit reinem Wasser aufgefüllt und die
Zentrifugation wiederholt. Nach abermaligem Decantieren und einem
weiteren Zentrifugationszyklus erhält man mit einer PSS-Schicht bedeckte
MF-Partikel. Anschließend gibt man 40 µl einer 20 mono-mM-Polydiallyldi
methylammoniumchloridlösung in 0,5 M NaCl zu den Partikeln und inkubiert
für 20 min. Diesen Vorgang wiederholt man ein zweites Mal. Anschließend
werden die Partikel wiederum wie oben beschrieben mit PSS beschichtet
und dreimal zentrifugiert. Das Sediment wird in 0,5 ml reinem Wasser
redispergiert und auf den Glasträger aufgebracht. Nach 5 min taucht man
den Glasträger für 5 min in eine 0,1 N-Salzsäurelösung. Danach taucht man
das Glasplättchen ohne Zwischentrocknung für jeweils 5 min dreimal in
reines Wasser. Danach wird das Glasplättchen in einem leichten Stickstoff
strom getrocknet. Als Resultat erhält man dichtgepackte, auf einem
Polyethylenimin-beschichteten Glasträger fixierte Polyelektrolythüllen, die
aus 5 Schichten bestehen.
100 µl einer 2%-igen Dispersion aus teilvernetzten Melaminformaldehyd
partikeln mit einer Partikelgröße von 0,9 µm Durchmesser werder mit 400 µl
einer 0,5 M NaCl-Lösung, pH 6, versetzt, die 0,5 mg/ml Polymilchsäure
enthält. Nach 5 min unter leichtem Schütteln wird 1 ml reines Wasser
zugesetzt. Nach Zentrifugation bei 2000 U/min (5 cm Rotorradius) wird der
Überstand decantiert, reines Wasser aufgefüllt und die Zentrifugation
wiederholt. Nach abermaligem Decantieren und einem weiteren Zen
trifugationszyklus werden mit einer Polymilchsäureschicht bedeckte
Melaminpartikel erhalten. Diese werden mit 0,4 ml einer 1 mg/ml Lysozym
lösung bei pH 6,0 versetzt und für 20 min bei leichtem Schütteln inkubiert.
Anschließend wird dreimal in reinem Wasser gewaschen. Bei pH 6 wird eine
weitere Polymilchsäureschicht wie oben beschrieben aufgebracht.
Anschließend wird eine Poly(allylaminhydrochlorid)schicht (PAH) aufge
bracht, danach weitere Schichten in der Folge PSS/PAH/PSS.
Anschließend überführt man die Partikel in eine 0,1 n-Salzsäurelösung. Nach
wenigen Sekunden bilden sich unter Auflösung der Kerne und der zwei
Polymilchsäureschichten mit Lysozym gefüllte 900 nm große Polyelek
trolythüllen aus. Diese werden zweimal bei 15 000 g in reinem Wasser
zentrifugiert. Der Überstand wird jeweils verworfen. Man erhält als
Sediment konzentrierte, mit Lysozym (Protein) gefüllte Kapseln, die eine
Polyelektrolythülle aus 4 Schichten aufweisen.
Claims (36)
1. Kapsel, mit einer Polyelektrolythülle und einem Durchmesser
< 10 µm.
2. Kapsel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen Durchmesser ≦ 5 µm aufweist.
3. Kapsel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülle mehrere Polyelektrolytschichten umfaßt.
4. Kapsel nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülle abwechselnde Schichten von kationischen und
anionischen Polyelektrolyten umfaßt.
5. Kapsel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der Hülle eine Flüssigphase vorliegt.
6. Kapsel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie einen Wirkstoff umfaßt.
7. Kapsel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wirkstoff ausgewählt ist aus einem Katalysator, einem
Enzym, einem Nanopartikel, einem pharmazeutischen Wirkstoff,
einem Sensormolekül oder einem Kristall.
8. Kapsel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Polyelektrolytschicht Poren enthält.
9. Kapsel nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Poren durch Nanopartikel mit anionischen und/oder kationi
schen oder/und grenzflächenaktiven Substanzen, insbesondere
Tenside oder/und Lipide gebildet werden.
10. Kapsel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stärke der Hüllwand 2 bis 100 nm beträgt.
11. Zusammensetzung,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie mehrere Kapseln nach einem der vorhergehenden Ansprüche
mit monodisperser Größenverteilung enthält.
12. Zusammensetzung,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie Kapseln nach einem der Ansprüche 1 bis 10 in getrockneter
Form enthält.
13. Verfahren zur Herstellung von Kapseln mit einem Durchmesser < 10 µm
umfassend die Schritte:
- a) Bereitstellen einer wäßrigen Dispersion von Templatpartikeln geeigneter Größe und
- b) Herstellen einer Hülle um die Partikel durch Aufbringen von Polyelektrolyten auf die Templatpartikel.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Templatpartikel teilvernetzte Melaminformaldehydpartikel
verwendet werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß vorgeformte Aggregate von Subpartikeln als Templatpartikel zur
Beschichtung mit Polyelektrolyten verwendet werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vorgeformten Aggregate durch Anlegen elektrischer Felder
auf eine Suspension mit Subpartikeln hergestellt werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche, 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß nacheinander Schichten von jeweils entgegengesetzt geladenen
Polyelektrolyten aufgebracht werden.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17 weiterhin umfassend
den Schritt
- a) Desintegration der Templatpartikel.
19. Verfahren nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Desintegration der Templatpartikel durch eine Veränderung
des pH-Werts oder/und Sulfonierung der Templatpartikel bewirkt
wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 19, weiterhin umfassend
den Schritt:
- a) Abtrennen von Templatpartikel-Fragmenten.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kapsel mit einer Wirksubstanz beladen wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kapsel durch Poren in der Hüllwand mit niedermolekularen
Stoffen beladen wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzubringende Substanz an die Templatpartikel vor dem
Aufbringen von Polyelektrolyten immobilisiert wird.
24. Verfahren zur Herstellung einer beschichteten Oberflächen,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit Polyelektrolyten beschichtete Templatpartikel oder/und
Kapseln nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder erhältlich nach
einem der Ansprüche 13 bis 24 an eine Oberfläche adheriert werden.
25. Verwendung von Kapseln nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder
erhältlich nach einem der Ansprüche 13 bis 24 zum Einschluß von
Wirkstoffen.
26. Verwendung nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wirkstoff ausgewählt wird aus Katalysatoren, Enzymen,
pharmazeutischen Wirkstoffen und Sensormolekülen.
27. Verwendung von Kapseln nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder
hergestellt nach einem der Ansprüche 13 bis 24 als Reaktionsraum.
28. Verwendung von Kapseln nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder
hergestellt nach einem der Ansprüche 13 bis 24 zur Herstellung von
Kristallen.
29. Verwendung von Kapseln nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder
hergestellt nach einem der Ansprüche 13 bis 24 zum Aufbau von
Mikro- bzw. Nanokompositen.
30. Teilvernetzte Melaminformaldehydpartikel mit einem Durchmesser
10 µm.
31. Partikel nach Anspruch 30,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie vorgeformte Aggregate aus Subpartikeln enthalten.
32. Partikel nach Anspruch 30,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine sphärische Form aufweisen.
33. Partikel nach einem der Ansprüche 30 bis 32,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie durch Einstellen eines sauren pH-Werts oder/und durch
chemische Reaktion auflösbar sind.
34. Partikel nach einem der Ansprüche 30 bis 33,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie weiterhin immobilisierte Wirkstoffe und gegebenenfalls einen
Bindevermittler enthalten.
35. Verwendung der Partikel nach einem der Ansprüche 30 bis 34 zur
Herstellung von Nano- oder Mikrokapseln, insbesondere mit einer
Polyelektrolythülle.
36. Verfahren zur Herstellung von teilvernetzten Melaminformaldehyd
partikeln durch Polykondensation aus Melaminformaldehydpräkon
densaten,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Polykondensationsprozeß während der Reaktion unter
brochen wird.
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