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DE19907505A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Stromanstiegszeit während mehrfacher Kraftstoffeinspritzvorgänge - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Stromanstiegszeit während mehrfacher Kraftstoffeinspritzvorgänge

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DE19907505A1
DE19907505A1 DE19907505A DE19907505A DE19907505A1 DE 19907505 A1 DE19907505 A1 DE 19907505A1 DE 19907505 A DE19907505 A DE 19907505A DE 19907505 A DE19907505 A DE 19907505A DE 19907505 A1 DE19907505 A1 DE 19907505A1
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Cummins Engine Co Inc
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Description

Technisches Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein elektromechanische Kraftstoffeinspritz-Steuersysteme und insbesondere ein Verfah­ ren und eine Vorrichtung zur Steuerung einer Stromanstiegszeit während mehrfacher Kraftstoffeinspritzvorgänge.
Hintergrund der Erfindung
Kraftstoffinjektoren in Verbrennungsmotoren müssen dazu in der Lage sein, genau kontrollierte Mengen an Kraftstoff in die Verbrennungskammer des Motors einzuspritzen. Jeder Injektor gibt Kraftstoff durch ein Auslaßventil ab und solange das Auslaßventil vollständig geöffnet ist, kann angenommen werden, daß der Injektor Kraftstoff mit einer konstanten Rate abgibt. Wenn das Ventil immer entweder vollständig geöffnet oder voll­ ständig geschlossen wäre, dann wäre die Menge abgegebenen Kraftstoffs streng proportional zu der Zeitdauer, die das Ventil offen ist. In der Realität benötigt das Ventil jedoch eine bestimmte Zeitdauer, um vollständig zu öffnen, und folg­ lich besteht die Proportionalität in strengem Sinn nur so lange, solange sich das Ventil immer mit der gleichen Schnel­ ligkeit öffnet.
Bei elektromagnetischen Kraftstoffinjektoren wird das Ventil von einer elektromagnetischen Magnetspule geöffnet. Eine Spule dieser Art zeigt eine bestimmte Eigeninduktivität mit dem Ergebnis, daß der durch die Spule fließende Strom sich gemäß einer exponentiellen Kurve aufbaut, wenn eine konstante Steuer­ spannung zugeführt wird. Die Steigung am Anfang dieser Kurve ist eine Funktion der angelegten Spannung. Für einen schnellen Betrieb des Injektors sollte der Strom in der Magnetspule schnell genug ansteigen können, um einen hohen magnetischen Fluß in dem Magnetkern der Vorrichtung zu erzeugen, der zumin­ dest dazu ausreicht, den Anker der Vorrichtung zu veranlassen, sich zu bewegen. Danach steigt der Strom innerhalb einer vorbe­ stimmten Zeitdauer, während der der Anker seine Bewegung ab­ schließt, auf einen Spitzenwert an.
Reproduzierbarkeit ist ebenfalls eine Anforderung an elektroma­ gnetische Kraftstoffeinspritz-Steuersysteme. Eine Anforderung an viele Kraftstoffsteuersysteme ist es, wiederholt mit einer Toleranz einiger Mikrosekunden von Null auf einen vorbestimmten Strompegel überzugehen. Eine derartige Reproduzierbarkeit wird typischerweise erreicht, indem eine Spannungsverstärkungsver­ sorgung zum Ansteuern der Magnetspule verwendet wird. Die Spannungsverstärkungsversorgung besteht typischerweise aus einem Gleichstrom-Gleichstrom-Wandler, der Energie in einem Kondensator bei einer festen Spannung speichert. Der Schubkon­ densator wird dann in den Injektormagneten entladen. Da der Schubkondensator vor einem Entladen immer vollständig auf eine vorbestimmte konstante Spannung aufgeladen wird, ist die Wel­ lenform des Ansprechstroms sehr gut reproduzierbar.
Es wurde festgestellt, daß eine deutliche Leistungsverbesserung erreicht werden kann, indem der Kraftstoffinjektormagnet wäh­ rend eines einzelnen Zylinderzyklus doppelt gepulst wird. Diese Betriebsart eines Motors erfordert es, daß in manchen Betriebs­ zuständen zwei Elektromagnete gleichzeitig oder innerhalb einer sehr kurzen Zeitdauer nacheinander mit Energie versorgt werden müssen. Mit der Spannungsverstärkungsversorgung und der Steuer­ schaltkreisanordnung, die in bekannten Systemen verwendet werden, ist dies nicht immer möglich. Zum Beispiel wird ein typisches bekanntes System einen Schubkondensator verwenden, der auf etwa 100 Volt aufgeladen und dann in einen Elektroma­ gneten entladen wird, bis der Strom 7,5 A erreicht hat. Bei einem typischen bekannten Kraftstoffinjektormagneten beträgt die Ansprechzeit auf die 7,5 A etwa 150 Mikrosekunden. Die Leistungsverstärkungsversorgung benötigt dann einige Millise­ kunden, um den Schubkondensator erneut auf 100 V aufzuladen. Wenn während der "Auffrisch"-Zeit ein Versuch unternommen wird, einen anderen Injektor mit Energie zu versorgen, wird die Ansprechzeit auf die 7,5 A deutlich größer als die gewünschte Zeitdauer sein und wird sich in Abhängigkeit der exakten Be­ triebszustände des Systems ändern. Eine derartige Inkonsistenz der Öffnungszeiten eines Kraftstoffinjektors ist bei den mei­ sten Anwendungen nicht akzeptabel.
Eine mögliche Lösung dieses Problems ist, zwei identische Spannungsverstärkungsversorgungen zu verwenden, wobei eine dieser Versorgungen immer vollständig wieder aufgeladen sein sollte. Das Motorsteuermodul (E.C.M. = Engine Control Module) würde dann die wieder aufgeladene Spannungsversorgung auf den Kraftstoffinjektor umschalten, der mit Energie versorgt werden soll. Auf diese Weise könnte die zweite Spannungsversorgung wieder aufgeladen werden, während die andere Spannungsversor­ gung verwendet wird. Aufgrund der zusätzlichen Kosten und des zusätzlichen, für die zweite Spannungsverstärkungsversorgung erforderlichen Platzbedarfes und aufgrund der erhöhten Komple­ xität, die erforderlich ist, um die zwei Spannungsverstärkungs­ versorgungen korrekt umzuschalten, ist diese Lösung jedoch nicht wünschenswert.
Es besteht deshalb ein Bedarf an einer Einrichtung, die zwei Elektromagneten gleichzeitig oder innerhalb einer sehr kurzen Zeitdauer nacheinander mit Energie versorgt, ohne redundante Spannungsversorgungen zu benötigen. Die vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, diesen Bedarf zu erfüllen.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung einer Stromanstiegszeit während mehrfacher Kraftstoffeinspritzvorgänge. Die Erfindung verwendet einen einzelnen Spannungsverstärkungsversorgungsschaltkreis, in dem der Schubkondensator etwas mehr als das Doppelte der gesam­ ten Energie speichern kann, die benötigt wird, um einen einzel­ nen Kraftstoffinjektormagneten während der vorgeschriebenen Zeit anzusprechen. Eine die gewünschte Stromanstiegszeit simu­ lierende Referenzwellenform wird mit der tatsächlichen, von dem Schaltkreis erzeugten Spannungsverstärkung verglichen. Die Spannungsverstärkung wird moduliert (eingeschaltet und ausge­ schaltet), um die Spannungsverstärkung innerhalb eines vorbe­ stimmten Fensters um die Referenzwellenform aufrechtzuerhalten. Diese Modulation wird jeden Abfall der Spannungsverstärkung während der Betätigungszeit und auch den Fall kompensieren, wenn zwei Magneten zu dem exakt gleichen Zeitpunkt betätigt werden. Es ist lediglich notwendig, daß eine minimale Menge Energie bei der Beendigung des Betätigungsvorgangs in dem Schubkondensator gespeichert ist, und der Pegel dieser minima­ len Menge Energie kann einfach mittels Analyse oder im Experi­ ment bestimmt werden. Darüber hinaus ist es sehr einfach, die Form und Dauer der Referenzwellenform zu modifizieren, wodurch sich ein sehr anpassungsfähiger Elektromagnetsteuerschaltkreis ergibt, dessen Ansprechzeit und Energieverstärkungsverbrauch einfach geändert werden kann, um den Anforderungen einer Anwen­ dung zu genügen, ohne die LRC-Zeitkonstanten des Systems zu modifizieren.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung hat eine Vorrichtung zur Steuerung einer Stromanstiegszeit während mehrfacher Kraft­ stoffeinspritzvorgänge einen Elektromagneten mit einem ersten Elektromagnetanschluß und einem zweiten Elektromagnetanschluß, einen mit dem zweiten Elektromagnetanschluß gekoppelten Meßwi­ derstand, der proportional zu einem durch den Elektromagneten fließenden Strom eine Meßspannung erzeugt, einen Verstärkungs­ modulationsreferenzpulsgenerator, der einen Referenzspannung- Ausgabepuls erzeugt, der eine zu einem gewünschten Magnetstrom­ puls proportionale Hüllkurve aufweist, einen Vergleicher mit einem mit der Meßspannung verbundenen ersten Vergleicherein­ gangsanschluß, einem zweiten mit dem Referenzspannungs- Ausgabepuls verbundenen Vergleichereingangsanschluß und mit einem Vergleicherausgang, eine Spannungsverstärkungsversorgung, und einen Schalter, der einen an die Spannungsverstärkungsver­ sorgung verbundenen ersten Schalteranschluß, einen an den ersten Elektromagnetanschluß verbundenen zweiten Schalteran­ schluß und einen Schaltersteueranschluß hat, der betriebsmäßig mit dem Vergleicherausgang verbunden ist, wobei ein an dem Vergleicherausgang vorliegendes Spannungssignal den Schalter schließt und dadurch die Spannungsverstärkungsversorgung mit dem ersten Elektromagnetanschluß verbindet.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung hat eine Vorrichtung zur Steuerung einer Stromanstiegszeit in einem Elektromagneten, der erste und zweite Elektromagnetanschlüsse aufweist, einen Meßwiderstand, der mit dem zweiten Elektroma­ gnetanschluß verbunden ist und eine zu einem durch den Elektro­ magneten fließenden Strom proportionale Meßspannung erzeugt, einen Verstärkungsmodulationsreferenzpulsgenerator, der einen Referenzspannungs-Ausgangspuls erzeugt, der eine zu einem gewünschten Magnetstrompuls proportionale Hüllkurve hat, einen Vergleicher, der einen mit der Meßspannung verbundenen ersten Vergleichereingangsanschluß, einen mit dem Referenzspannungs- Ausgangspuls verbundenen zweiten Vergleichereingangsanschluß und einen Vergleicherausgang hat, eine Verstärkungsversorgungs­ spannung, und einen Schalter, der einen mit der Spannungsver­ stärkungsversorgung verbundenen ersten Schalteranschluß, einen zweiten mit dem ersten Elektromagnetanschluß verbundenen zwei­ ten Schalteranschluß und einen Schaltersteueranschluß hat, der betriebsmäßig mit dem Vergleicherausgang verbunden ist, wobei ein an dem Vergleicherausgang vorliegendes Spannungssignal den Schalter schließt, wodurch die Spannungsverstärkungsversorgung mit dem ersten Elektromagnetanschluß verbunden wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfaßt ein Verfahren zur Steuerung einer Stromanstiegszeit während mehrfa­ cher Kraftstoffeinspritzvorgänge die Schritte: a) Bereitstellen eines elektromagnetbetriebenen Kraftstoffinjektors, b) Bereit­ stellen einer Spannungsverstärkungsversorgung, c) Erfassen einer zu einem durch den Elektromagneten fließenden Strom proportionalen Spannung, d) Erzeugen eines Verstärkungs­ modulationsreferenzspannungspulses mit einer zu einem gewünsch­ ten Magnetstrompuls proportionalen Hüllkurve, e) Vergleichen der gemessenen Spannung mit dem Referenzspannungspuls, f) Kop­ peln der Spannungsverstärkungsversorgung mit dem Elektromag­ neten immer dann, wenn der Referenzspannungspuls die gemessene Spannung überschreitet, und g) Entkoppeln der Spannungsverstär­ kungsversorgung von dem Elektromagneten immer dann, wenn die gemessene Spannung den Referenzspannungspuls überschreitet.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Fig. 1 ist ein schematisches Schaltkreisdigramm einer bevor­ zugten Ausführungsform der Spannungsverstärkungsver­ sorgungsschaltung der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 ist ein Strom-Zeit-Diagramm, das die Referenzwellen­ form die tatsächliche Ausgabewellenform des Schalt­ kreises darstellt, wenn die Schaltung aus Fig. 1 verwendet wird.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
Um das Verständnis der Grundlagen der Erfindung zu verbessern, wird nun auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungs­ formen Bezug genommen und es werden spezielle Ausdrücke verwen­ det werden, um diese zu beschreiben. Nichts desto trotz versteht es sich, daß damit keine Beschränkung des Umfangs der Erfindung beabsichtigt wird, sondern daß sich Änderungen und eine weitere Modifikation der dargestellten Vorrichtung und weitere Anwendungen der Grundlagen der Erfindung, wie sie hier dargestellt sind, für Fachleute auf dem von der Erfindung betroffenen Gebiet ohne weiteres ergeben.
In Fig. 1 ist ein schematisches Diagramm einer bevorzugten Ausführungsform eines allgemein mit 10 bezeichneten Schaltkrei­ ses zur Spannungsverstärkungsversorgung für einen Elektromagne­ ten eines Kraftstoffinjektors der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Elektromagnet 12 des Kraftstoffinjektors wird durch Strom mit Energie versorgt, der von einer Spannungsver­ stärkungsversorgungskapazität 14 und/oder einer Batterie 17 zu einer Masse fließt. Von dem Fahrzeugmotorsteuermodul (ECM) wird ein Steuerbefehl 11 an den Spannungsverstärkungsversorgungs­ schaltkreis 10 gegeben, der den Schaltkreis 10 anweist, den Kraftstoffinjektor einzuschalten (d. h. den Elektromagneten 12 mit Energie zu versorgen). Der Steuerbefehl wird einem Schalt­ kreis 24 zur Pulsweitenmodulation (PWM = Puls Width Modulation) des Kraftstoffeinspritzstroms eingegeben, der verwendet wird, um den Strom durch den Elektromagneten auf bekannte Weise mittels Pulsweitenmodulation zu regulieren. Der PWM-Schaltkreis 24 schaltet den Transistor 16 und den Transistor 18 sofort an. Der Transistor 18 wird verwendet, um den Elektromagneten 12 über den Meßwiderstand 26 an Masse anzuschließen. Der Transi­ stor 18 bietet einen redundanten Mechanismus zum Sperren eines Stromflusses durch den Elektromagneten und ermöglicht in Kombi­ nation mit dem Dioden/Zener-Paar 19 auch eine schnelle Stromentladung. Der Hauptzweck des Transistors 16 besteht darin, die Batteriespannungsversorgung 17 an den Elektromagne­ ten 12 zu koppeln, um die Batteriespannung 17 über den Elektro­ magneten 12 nach dem verstärkten Anstieg zu modulieren (unter Steuerung durch den PWM-Schaltkreis 24), wie es aus dem Stand der Technik bekannt ist.
Der Meßwiderstand 26 ist in dem Weg des durch die Magnetspule 12 des Kraftstoffinjektors fließenden Stroms angeordnet und baut somit eine Meßspannung proportional zu dem durch die Spule 12 fließenden Strom auf. Diese Meßspannung wird von einer signalaufbereitenden Schaltkreisanordnung 28, z. B. einem Tief­ paßfilter, gefiltert und wird dann an einen Eingang eines Vergleichers 30 angelegt. Die Meßspannung wird darüber hinaus zu dem PWM-Schaltkreis 24 zurückgeführt. Die andere Eingabe in den Vergleicher 30 umfaßt einen Referenzpuls 32 zur Verstär­ kungsmodulation, der ein Spannungspuls ist, welcher die gleiche Gestalt und denselben Zeitablauf wie die gewünschte Stroman­ stiegsflanke des durch die Magnetspule 12 fließenden Stroms zeigt. Der Referenzpuls 32 zur Verstärkungsmodulation wird unter Steuerung durch den PWM-Schaltkreis 24 (die Verbindung ist nicht gezeigt) gestartet, wenn der Steuerbefehl 11 zum Einschalten des Injektors empfangen wird.
Zu jedem Zeitpunkt, zu dem die Meßspannung kleiner als die Spannung des Referenzpulses 32 ist, wird der Ausgang des Ver­ gleichers 30 einen hohen Pegel aufweisen, wodurch die Transi­ storen 34 und 36 eingeschaltet werden. Eine Betätigung des Verstärkungsdurchlaßtransistors 36 ermöglicht es, die Spannung der Spannungsverstärkungsversorgungskapazität 14 an die Magnet­ spule 12 anzulegen, wodurch ein Anstieg des durch die Magnet­ spule 12 fließenden Stroms bewirkt wird. Wenn dieser Strom ansteigt, steigt die über dem Meßwiderstand 26 abgefallene Meßspannung entsprechend solange, bis die Meßspannung die Referenzpulsspannung zur Verstärkungsmodulation überschreitet. Zu diesem Zeitpunkt schaltet der Vergleicher 30 auf eine Ausga­ be niedrigen Pegels um, wobei die Transistoren 34 und 36 abge­ schaltet werden, die wiederum die Spannungsverstärkungsversor­ gungskapazität 14 von der Magnetspule 12 abkoppeln.
Wenn der Verstärkungsdurchlaßtransistor 36 ausgeschaltet wird, wird der Magnetspule 12 nur der Strom von der Batterie 17 durch den Transistor 16 zugeführt. Der so zugeführte Strom reicht nicht dazu aus, daß der Strom der Magnetspule 12 schneller ansteigt, als der Referenzpuls 32 zur Verstärkungsmodulation, wodurch die ansteigende Spannung des Referenzpulses 32 schließ­ lich die von dem Meßwiderstand 26 zu Verfügung gestellte Meß­ spannung überholt. An diesem Punkt erzeugt der Vergleicher 30 wiederum eine Ausgabe eines hohen Pegels, wodurch die Transi­ storen 34 und 36 eingeschaltet werden. Eine Betätigung des Verstärkungsdurchlaßtransistors 36 koppelt die Spannungsver­ stärkungsversorgunskapazität 14 erneut an die Magnetspule 12, wodurch der Strom darin weiter aufgebaut wird. Dieser Zyklus wiederholt sich kontinuierlich, wodurch der Strom in der Ma­ gnetspule 12 um die gewünschte, von dem Referenzpuls 32 zur Verstärkungsmodulation festgelegte Form moduliert wird. Dies ist aus der Darstellung gemäß Fig. 2 ersichtlich, die den durch die Magnetspule 12 fließenden Strom über der Zeit aufgetragen darstellt. Es ist zu erkennen, daß die Aktivierung des Refe­ renzpulses 32 bei Erhalt des Injektoreinschalt-Steuerbefehls 11 zum sofortigen Einschalten der Transistoren 34 und 36 führt, da die Meßspannung null sein wird.
Die Sperrdiode 20 ist vorgesehen, um zu vermeiden, daß sich die Verstärkungsversorgung 14 über die Hauptdiode des Transistors 16 entlädt. Die Umlaufdiode 22 wird auf eine aus dem Stand der Technik bekannte Weise zur PWM-Steuerung des Stroms verwendet. Der Einbau der Sperrdiode 20 verhindert in effektiver Weise, daß die Batteriespannung 17 dem Elektromagneten 12 zu Zeitpunk­ ten zugeführt wird, wenn die Verstärkungsversorgungsspannung 14 über den Verstärkungsdurchlaßtransistor 36 angekoppelt ist.
Es ist wünschenswert, eine gewisse Hysterese in den Steuerkreis zwischen dem Vergleicher 30 und den Transistoren 34 und 36 einzubauen, um zu gewährleisten, daß der Kreis stabil ist und nicht oszilliert. Dies wird vorzugsweise in der Form des optio­ nalen Zeithystereseblocks 38 implementiert, der eine konstante Zeitverzögerung (z. B. 5 Millisekunden) zwischen dem Auftreten einer Ausgabe an dem Vergleicher 30 und der Zuführung einer Eingabe zu dem Transistor 34 einfügt. An Stelle des Zeithyste­ reseblocks 38 kann der Steuerkreis den Spannungshystereseblock 40 verwenden, um die gleiche Stabilität zu erzielen.
Um die Schaltungsanordnung der Fig. 1 zur Bereitstellung zweier Pulse für einen Kraftstoffinjektorelektromagneten während eines einzigen Zylinderzyklus zu verwenden, muß die Spannungsverstär­ kungsversorgungskapazität 14 etwas mehr als das Doppelte der Energie speichern, die benötigt wird, um einen Kraftstoffinjek­ torelektromagneten die vorgeschriebene Zeitdauer anzusprechen. Eine Spannungsverstärkungsversorgungskapazität 14, die eine Größe von 22 Microfarad hat und auf eine Spannung von 120-140 Volt aufgeladen ist, wird ausreichend Energie für einen typi­ schen bekannten Kraftstoffinjektor zur Verfügung stellen. Die Menge an Energie, die in der Spannungsverstärkungsversorgungs­ kapazität 14 für eine bestimmte Kraftstoffinjektoranwendung gespeichert werden muß, kann leicht mittels Schaltkreisanalyse­ verfahren oder durch einfache Experimente bestimmt werden.
Die von dem Verstärkungsmodulationsreferenzpuls 32 und dem Vergleicher 30 gelieferte Modulation wird jeden Abfall der Verstärkungsspannung während einer Betätigung des Elektromagne­ ten 12 ausgleichen und auch den Fall kompensieren, bei dem der Spannungsversorgungsschaltkreis 10 dazu verwendet wird, zwei Kraftstoffinjektormagnete zum exakt gleichen Zeitpunkt zu betätigen. Für ein sequentielles Zünden der Kraftstoffinjekto­ relektromagneten ist es lediglich erforderlich, daß die Span­ nungsverstärkungsversorgungskapazität 14 das Minimalmaß an Energie enthält, das am Ende des vorherigen Betätigungsereig­ nisses benötigt dazu wird, den Elektromagneten 12 anzusprechen.
Die Schaltkreisanordnung 10 der Fig. 1 bietet darüber hinaus den zusätzlichen Nutzen, daß der Verstärkungsmodulationsrefe­ renzpuls sowohl hinsichtlich seiner Form als auch seiner Dauer einfach modifiziert werden kann, wodurch der Schaltkreis 10 zu einem sehr flexiblen Kraftstoffinjektormagnetsteuerschaltkreis wird, dessen Ansprechzeit (pull-in time) einfach verändert werden kann, um die Anforderungen einer Kraftstoffinjektoran­ wendung zu erfüllen, ohne die LRC-Zeitkonstanten des Systems zu modifizieren.
Während die Erfindung in den Zeichnungen und der obigen Be­ schreibung, wobei diese als veranschaulichend und nicht ein­ schränkend zu verstehen ist, detailliert veranschaulicht und beschrieben wurde, versteht es sich, daß nur die bevorzugte Ausführungsform gezeigt und beschrieben wurde und daß alle Änderungen und Modifikationen geschützt werden sollen, die in dem Umfang der Erfindung liegen.

Claims (12)

1. Vorrichtung (10) zur Steuerung einer Stromanstiegszeit während mehrfacher Kraftstoffeinspritzvorgänge, mit:
  • - einem Elektromagneten (12) mit einem ersten Magnetanschluß und einem zweiten Magnetanschluß,
  • - einem Meßwiderstand (26), der mit dem zweiten Magnetanschluß verbunden ist und eine Meßspannung erzeugt, die proportional zu einem durch den Elektromagneten (12) fließenden Strom ist, - einem Verstärkungsmodulationsreferenzpulsgenerator (32), der einen Referenzspannungs-Ausgabepuls erzeugt, der eine zu einem gewünschten Magnetstrompuls Proportionale Hüllkurve hat,
  • - einem Vergleicher (30), der einen mit der Meßspannung verbun­ denen ersten Vergleichereingangsanschluß, einen mit dem Refe­ renzspannungs-Ausgangspuls verbundenen zweiten Vergleicher­ eingangsanschluß und einen Vergleicherausgang hat,
  • - einer Spannungsverstärkungsversorgung (14), und
  • - einem Schalter, der einen mit der Spannungsverstärkungsver­ sorgung (14) verbundenen ersten Schalteranschluß, einen mit dem ersten Magnetanschluß verbundenen zweiten Schalteranschluß und einen Schaltersteueranschluß hat, der betriebsmäßig mit dem Vergleicherausgang verbunden ist,
  • - wobei ein am Ausgang des Vergleichers vorliegendes Spannungs­ signal den Schalter schließt, wodurch die Spannungsverstär­ kungsversorgung (14) mit dem ersten Magnetanschluß verbunden wird.
2. Vorrichtung (10) zur Steuerung einer Stromanstiegszeit in einem Elektromagneten (12), der erste und zweite Magnetan­ schlüsse aufweist, mit:
  • - einem Meßwiderstand (26), der mit dem zweiten Magnetanschluß verbunden ist und eine Meßspannung erzeugt, die proportional zu einem durch den Elektromagneten (12) fließenden Strom ist,
  • - einem Verstärkungsmodulationsreferenzpulsgenerator (33), der einen Referenzspannungs-Ausgangspuls erzeugt, der eine zu einem gewünschten Magentstrompuls Proportionale Hüllkurve hat,
  • - einem Vergleicher (30), der einen mit der Meßspannung verbun­ denen ersten Vergleichereingangsanschluß, einen mit dem Refe­ renzspannungs-Ausgangspuls verbundenen zweiten Vergleichereingangsanschluß und einen Vergleicherausgang hat,
  • - einer Verstärkerspannungsversorgung (14), und
  • - einem Schalter, der einen mit der Spannungsverstärkungsver­ sorgung (14) verbundenen ersten Schalteranschluß, einen mit dem ersten Magnetanschluß verbundenen zweiten Schalteranschluß und einen Schaltersteueranschluß hat, der betriebsmäßig mit dem Vergleicherausgang verbunden ist,
  • - wobei ein am Ausgang des Vergleichers vorliegendes Spannungs­ signal den Schalter schließt, wodurch die Spannungsverstär­ kungsversorgung (14) mit dem ersten Magnetanschluß verbunden wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß der Meßwiderstand (26) zwischen dem zweiten Magnetan­ schluß und einem Massepotential eingekoppelt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß die Spannungsverstärkungsversorgung (14) eine Kapazi­ tät umfaßt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapazität wenigstens die doppelte Menge Energie speichern kann, die erforderlich ist, um den Elektromagneten (12) anzu­ sprechen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich­ net, daß der Schalter einen Feldeffekttransistor (34), der erste Schalteranschluß einen Drainanschluß des Transistors (34), der zweite Schalteranschluß einen Sourceanschluß des Transistors (34), und der Schaltersteueranschluß einen Gatean­ schluß des Transistors (34) umfaßt.
7. Verfahren zur Steuerung einer Stromanstiegszeit während mehrfacher Kraftstoffeinspritzvorgänge, mit den Schritten:
  • a) Bereitstellen eines elektromagnetbetriebenen Kraftstoffin­ jektors,
  • b) Bereitstellen einer Spannungsverstärkungsversorgung,
  • c) Erfassen einer Spannung, die proportional zu einem in dem Elektromagneten fließenden Strom ist,
  • d) Erzeugen eines Verstärkungsmodulationsreferenzspannungs­ pulses, der eine zu einem gewünschten Magnetstrompuls pro­ portionale Hüllkurve hat,
  • e) Vergleichen der erfaßten Spannung mit dem Referenzspan­ nungspuls,
  • f) Verbinden der Spannungsverstärkungsversorgung mit dem Elektromagneten immer dann, wenn der Referenzspannungspuls die erfaßte Spannung überschreitet, und
  • g) Trennen der Spannungsverstärkungsversorgung von dem Elek­ tromagneten immer dann, wenn die erfaßte Spannung den Re­ ferenzspannungspuls überschreitet.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (c) umfaßt:
  • c.1) Bereitstellen eines Meßwiderstandes, um einen durch den Elektromagneten fließenden Strom auf Masse zu ziehen, und
  • c.2) Messen einer Spannung über dem Meßwiderstand, wobei die gemessene Spannung proportional zu dem durch den Elektro­ magneten fließenden Strom ist.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt (b) ein Bereitstellen einer Spannungsverstärkungsver­ sorgungskapazität umfaßt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt (b) zusätzlich ein Bereitstellen einer Spannungsver­ stärkungsversorgungskapazität umfaßt, die wenigstens die dop­ pelte Menge der Energie speichern kann, die benötigt wird, um den Elektromagneten anzusprechen.
11. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt (f) des weiteren die Schritte umfaßt:
  • f.1) Bereitstellen eines Feldeffekttransistors, der einen mit der Spannungsverstärkungsversorgung verbundenen Drainan­ schluß und einen mit dem Elektromagneten verbundenen Sour­ ceanschluß hat, und
  • f.2) Aktivieren eines Gateanschlusses des Feldeffekttransistors immer dann, wenn der Referenzspannungspuls die gemessene Spannung überschreitet.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt (g) ein Deaktivieren des Gateanschlusses des Fel­ deffekttransistors immer dann umfaßt, wenn die gemessene Span­ nung den Referenzspannungspuls überschreitet.
DE19907505.0A 1998-02-23 1999-02-22 Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Stromanstiegszeit während mehrfacher Kraftstoffeinspritzvorgänge Expired - Fee Related DE19907505B4 (de)

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US027869 1987-03-19
US09/027,869 US6031707A (en) 1998-02-23 1998-02-23 Method and apparatus for control of current rise time during multiple fuel injection events

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