DE19906463C1 - Aufgeladener Verbrennungsmotor mit Abgasrückführung - Google Patents
Aufgeladener Verbrennungsmotor mit AbgasrückführungInfo
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Abstract
Bei aufgeladenen Verbrennungsmotoren mit Abgasrückführung in eine Ladeluftleitung (7), aus der die Zylinder (2) des Motors (1) mit verdichteter Ladeluft gespeist werden, ist der Abgasdruck in der Auslaßleitung (19) des Motors (1) durchschnittlich niedriger als der Ladedruck. Die Rückführungsverbindung wird daher bei zeitweisem Vorliegen abgastreibenden Druckgefälles einer Ventilanordnung freigegeben. DOLLAR A Um die Einstellung betriebspunktoptimaler Abgasrückführungsraten, insbesondere größerer Abgasrückführungsraten bei hohem Wirkungsgrad des Motors, zu ermöglichen, ist erfindungsgemäß als Steuerventil (4) für die Abgasrückführung einem oder mehreren Zylindern (2) ein zusätzliches Auslaßventil (4) zugeordnet, welches unabhängig von den Gaswechselventilen (10, 11) des Zylinders (2) ansteuerbar ist und einen mit der Ladeluftleitung (7) in Verbindung stehenden Abgaskanal (5) während des Auslaßtaktes des Zylinders (2) bedarfsweise öffnet.
Description
Die Erfindung betrifft einen aufgeladenen Verbrennungsmotor
mit Abgasrückführung in eine Ladeluftleitung der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung und
ein Verfahren zum Betrieb eines solchen aufgeladenen
Verbrennungsmotors nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 8.
Die Abgasrückführung ist ein bewährtes Mittel zur
Verminderung der Schadstoffemissionen eines
Verbrennungsmotors, wobei verbrannte Abgase der Zylinder
der Verbrennungsluft zugemischt werden. Die
Abgasrückführungsrate, das heißt der Anteil der
zugemischten Abgase, kann dabei bis etwa 10% betragen. Bei
aufgeladenen Verbrennungsmotoren erfolgt meist die
Abgasrückführung in die Ladeluftleitung, aus der die
Zylinder des Motors mit verdichteter Ladeluft gespeist
werden. Die rückgeführten Abgase werden also in
Durchströmungsrichtung hinter dem Ladeluftkühler
beigemischt und so Abgaskondensat und andere die
Lebensdauer des Verdichters beeinträchtigende
Schmutzpartikel vom luftdurchströmten Ladeluftkühler
ferngehalten.
Der Ladedruck ist bei aufgeladenen Verbrennungsmotoren hö
her als das mittlere Druckniveau im Abgasstrang und der
Druckunterschied steht einer selbsttätigen, vom Druckgefäl
le getriebenen Abgasrückführung entgegen. Um dennoch eine
Abgasrückführung entgegen dem durchschnittlich zum Abgas
strang treibenden Druckgefälle zu realisieren, sind bisher
verschiedene Wege beschritten worden. Aus der DE 423 57 794 C1
ist eine Abgasrückführung bekannt, bei der eine Durchfluß
reguliereinrichtung in der Rückführungsverbindung aus einer
Parallelschaltung einer Drosseleinrichtung und eines Ejek
tors besteht, welcher aus einem Einströmstutzen, einem Aus
strömstutzen und einem Saugstutzen gebildet ist. Der Ejek
tor nutzt dabei den dynamischen Druck in der Ladeluftströ
mung, um im Bereich des Ejektors das rückgeführte Abgas
beizumischen, da hier der Ladedruck lokal abgesenkt ist.
Die Wirkung der bekannten Anordnung ist dabei abhängig von
den Geschwindigkeiten und Drücken, wobei die rückzuführende
Abgasmenge auch unter Einsatz zusätzlicher Regelorgane
nicht präzise zumeßbar ist.
Aus der DE 195 21 573 A1 ist eine Abgasrückführung in einer
aufgeladenen Brennkraftmaschine bekannt, welche die Abgas
rückführung bei durchschnittlich niedrigerem Abgasgegen
druck als dem Ladedruck ermöglicht. Hierfür ist ein Rück
schlagventil vorgesehen, welches vom Abgasrohr des Verbren
nungsmotors abzweigt und über eine Abgasrückführungsleitung
mit der Ladeluftleitung verbunden ist. Das Rückschlagventil
wird durch den Abgasdruck gegen eine rückstellende Kraft
geöffnet, so daß die Abgasrückführungsleitung nur zur
Durchströmung freigegeben wird, wenn der Abgasdruck zeit
weise größer ist als der Ladedruck. Die bekannte Abgasrück
führung nutzt dabei den Umstand, daß bei dem Öffnen der
Auslaßventile im Abgasrohr vor der Turbine des Abgasturbo
laders Druckspitzen im Abgasrohr auftreten, welche den La
dedruck kurzzeitig überschreiten. Trotz durchschnittlich
der Abgasrückführung entgegenstehenden Druckverhältnissen
mit höherem Ladedruck als dem durchschnittlichen Ladedruck
kann durch die zeitweise Öffnung des Rückschlagventils bei
abgastreibenden Druckverhältnissen eine geringe Abgasmenge
rückgeführt werden.
Das zur Abgasrückführung zur Verfügung stehende Zeitinter
vall während des Arbeitsspiels, wenn Abgasdruckspitzen vor
liegen, ist jedoch zum einen sehr kurz und zum anderen kann
auch dieses Zeitintervall aufgrund träger Reaktionen des
Rückschlagventils auf die geänderten Druckverhältnisse nur
bedingt genutzt werden. Eine Einstellung der Abgasrückfüh
rungsrate ist nicht möglich und hohe Abgasrückführungsra
ten, welche in weiten Kennfeldbereichen des Motors im Hin
blick auf die Schadstoffemissionen vorteilhaft sind, sind
prinzipbedingt ausgeschlossen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Verbrennungsmotor mit Abgasrückführung weiterzubilden und
ein Verfahren zum Betrieb eines aufgeladenen Motors
zu schaffen, daß betriebspunktoptimale Abgasrückführungsra
ten bei hohem Wirkungsgrad des Motors einstellbar sind.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Einrichtung
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 und bezüglich
des Verfahrens mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 8 ge
löst.
Als Steuerventil für die Abgasrückführung wird einem oder
mehreren Zylindern ein zusätzliches Auslaßventil zugeord
net, welches unabhängig von den Gaswechselventilen bei
zeitweisem Vorliegen abgastreibenden Druckgefälles einen
Abgaskanal öffnet, welcher mit der Ladeluftleitung in Ver
bindung steht und Teil der Rückführungsverbindung ist. Die
in die Ladeluftleitung rückgeführten Abgase werden also di
rekt dem Brennraum entnommen. Der Erfindung liegt dabei die
Erkenntnis zugrunde, daß das Abgas vor dem Verlassen des
Brennraums einen erheblich höheren statischen Druck auf
weist als in den übrigen Abschnitten des Abgastraktes, wo
durch längere Zeiträume mit abgastreibendem Gefälle in der
Rückführungsverbindung vorliegen.
Bei der Abgasrückführung wird das Steuerventil im Zylinder
kopf während des Auslaßtaktes des jeweiligen Zylinders ge
öffnet, wobei über den Öffnungszeitpunkt und die Öffnungs
dauer des Steuerventils die Abgasrückführungsrate einstell
bar ist. Zweckmäßig ist das Steuerventil als schnellschal
tendes Stößelventil im Zylinderkopf des jeweiligen Zylin
ders ausgebildet, dessen Ventilglied mit einem Ventilsitz
in der Mündung des Abgaskanals zusammenwirkt. Besonders
große Abgasrückführungsraten sind erreichbar, wenn für meh
rere Zylinder oder sämtliche Zylinder jeweils Steuerventile
vorgesehen sind. Die Abgasrückführung mit Steuerventilen in
den Zylinderköpfen der Zylinder ist in kompakter Bauweise
des Verbrennungsmotors möglich, wenn die Abgasrückführungs
kanäle der einzelnen Zylinder in eine gemeinsame Abgasrück
führungsleitung zur Ladeluftleitung münden.
Die Steuerventile sind über eine Steuerleitung mit einer
Steuereinheit verbunden, deren Eingangsseite mindestens ein
Betriebsparameter des Verbrennungsmotors über eine Signal
leitung zuführbar ist. Die Steuereinheit bestimmt die Öff
nungszeitpunkte und die jeweilige Öffnungsdauer in Abhän
gigkeit von der Last und der Drehzahl des Motors und stellt
so die für den jeweiligen Betriebspunkt optimale Abgasrück
führungsrate ein.
Das erfindungsgemäße Steuerventil kann auch besonders vor
teilhaft im Bremsbetrieb des Motors als Dekompressionsven
til eingesetzt werden und wird zumindest während des Ver
dichtungstaktes des jeweiligen Zylinders geöffnet. Das
Steuerventil übernimmt somit neben der Abgasrückführung
auch die Unterstützung der Motorbremswirkung nach Art der
an sich als Konstantdrossel bekannten Motorbremse, wobei
gezielt Dekompression während des zweiten und dritten Ar
beitstaktes des Zylinders einen Teil der Kompressionsarbeit
freisetzt. Die Abgasrückführung gemäß der vorliegenden Er
findung kann daher mit geringem Aufwand bei Motoren wie An
triebsmotoren für Nutzfahrzeuge vorgesehen werden, welche
ein zusätzliches Dekompressionsventil im Zylinderkopf als
Motorbremse bereits aufweisen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an
hand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt eines aufgeladenen
Verbrennungsmotors und
Fig. 2 eine schematische Darstellung des Verbrennungsmo
tors mit Abgasrückführung.
Fig. 1 zeigt einen Verbrennungsmotor, in dessen Zylindern 2
jeweils ein Kolben 3 längsbeweglich angeordnet ist und ei
nen Brennraum 26 begrenzt. Der Brennraum 26 ist in üblicher
Weise durch einen Zylinderkopf 8 eingeschlossen, welcher
auf dem Zylinder 2 befestigt ist. Im Zylinderkopf sind Ein
laßkanäle 10 und Auslaßkanäle 13 ausgebildet, wobei der La
dungswechsel von Gaswechselventilen 12, 13 gesteuert wird.
Ein Einlaßventil gibt dabei in an sich bekannter Weise wäh
rend des Einlaßtaktes den Einlaßkanal 12 frei, während das
Auslaßventil 13 während des Auslaßtaktes des jeweiligen Zy
linders 2 den zugeordneten Auslaßkanal 13 öffnet.
Der Verbrennungsmotor 1 weist einen Lader auf, dessen Ver
dichter 18 durch einen Frischlufteinlaß 21 Verbrennungsluft
ansaugt und als verdichtete Ladeluft in eine Ladeluftlei
tung 7 fördert, welche mit dem Einlaßkanal 12 im Zylinder
kopf 8 in Verbindung steht. Der Lader ist im Ausführungs
beispiel als Abgasturbolader ausgebildet, wobei der Ver
dichter 18 über eine Laderwelle 20 von einer Turbine 17 ro
tierend angetrieben wird, welche vom Abgasstrom des Ver
brennungsmotors beaufschlagt wird. Die Turbine 17 ist in
einer Auslaßleitung 19 angeordnet, in die die Auslaßkanäle
13 aller Zylinder münden, so daß der gesammelte Abgasstrom
aller Zylinder vor dem Abgang durch einen Auspuff 22 durch
die Turbine 17 geleitet wird.
Der Verbrennungsmotor 1 weist eine Abgasrückführungsleitung
6 auf, welche in Durchströmungsrichtung hinter dem Verdich
ter 18 in die Ladeluftleitung 7 mündet, so daß ein Teilvo
lumen der Verbrennungsabgase der Ladeluft beigemischt wer
den kann. Die Abgasrückführungsleitung 6 ist an einen Ab
gaskanal 5 angeschlossen, welcher bei einem oder mehreren
Zylindern des Verbrennungsmotors zusätzlich zum Auslaßkanal
13 im Zylinderkopf 8 ausgebildet ist und mit dem Brennraum
26 in Verbindung steht. Der Zugang zum Brennraum 26 wird
von einem Steuerventil für die Abgasrückführung beherrscht.
Das Steuerventil 4 ist ähnlich den Gaswechselventilen 10,
11 als Stößelventil ausgebildet, wobei ein Verschlußglied
14 des Steuerventils 4 von einem Ventilsitz 15 in der Mün
dung des Abgaskanals 5 abhebbar ist.
Zur Durchführung der Abgasrückführung in die Ladeluftlei
tung 7 wird das Steuerventil 14 während des Auslaßtaktes,
das heißt gemeinsam mit dem Auslaßventil 13 geöffnet, wobei
der Kolben 3 die Abgase aus dem Brennraum 26 sowohl in den
Auslaßkanal als auch in den Abgaskanal 5 für die Abgasrück
führung ausschiebt. Während des Auslaßtaktes des Zylinders
2 übersteigt der Abgasdruck im Brennraum den Ladedruck, so
daß der Druckunterschied das Abgas durch die Abgasrückfüh
rungsleitung 6 in die Ladeluftleitung 7 treibt. In der Ab
gasrückführungsleitung 6 ist ein Abgaskühler 9 angeordnet,
so daß die rückgeführten, heißen Abgase mit geringerer Tem
peratur dem Ladeluftstrom beigemischt werden, um eine die
Schadstoffbildung begünstigende Aufwärmung der Ladeluft zu
vermeiden. Das Steuerventil 4 ist bezüglich der Öffnungs
dauer und des Öffnungszeitpunktes einstellbar, wodurch die
Menge des zur Rückführung bestimmten Abgasteilstromes durch
den zusätzlichen Abgaskanal 5 des jeweiligen Zylinders und
somit letztlich die Abgasrückführungsrate einstellbar ist.
Das Steuerventil 4 wird zweckmäßig im Zylinderkopf des je
weiligen Zylinders benachbart eines Auslaßventils 11 ange
ordnet.
Fig. 2 zeigt einen 4-Ventilmotor, welcher pro Zylinder 2a,
2b, 2c zwei Einlaßventile 10, 10' und zwei Auslaßventile
11, 11' umfaßt. Das Steuerventil 4 ist dabei in der für die
Auslaßventile vorgesehenen Brennraumhälfte angeordnet. Wäh
rend des Arbeitsspiels wird aufgrund der Nähe des Steuer
ventils 4 zu den Auslaßventilen die gleiche Ladungsbewegung
während des Arbeitsspiels erreicht wie bei herkömmlichen
Motoren.
Jedes Steuerventil 4 ist über eine Steuerleitung 25 mit ei
ner Steuereinheit 23 verbunden, deren Eingangsseite Meßwer
te der vorliegenden Drehzahl n des Verbrennungsmotors und
dessen Betriebslast L zugeführt werden. In Abhängigkeit des
Betriebszustandes des Verbrennungsmotors, das heißt in Ab
hängigkeit der Eingangsgrößen bestimmt die Steuereinheit 23
die Abgasrückführungsrate und stellt den jeweils zugeordne
ten Zeitquerschnitt der Steuerventile 4 mit der jeweils
vorgesehenen Öffnungsdauer und den Öffnungszeitpunkt ein.
Über die Funktion als Stellglied zur Steuerung der Abgas
rückführung hinaus kann das Steuerventil 4 auch im Bremsbe
trieb des Verbrennungsmotors als Dekompressionsventil ein
gesetzt werden. Dabei wird das Steuerventil nach Art der
als Konstantdrossel bekannten Motorbremse während des Ver
dichtungstaktes des jeweiligen Zylinders geöffnet und so
mit gezielter Dekompression und teilweiser Freisetzung der
Kompressionsarbeit der Drehbewegung des Motors entgegenge
wirkt. In der Funktion als Konstantdrossel im Motorbremsbe
trieb kann das Steuerventil auch dauerhaft geöffnet werden,
um so in bestimmten Kennfeldbereichen des Verbrennungsmo
tors eine optimale Bremsleistung zu erreichen. Die Steuer
einheit 23 ist mit einer Einrichtung 24 zur Anforderung von
Motorbremsleistung signalübertragend verbunden. Die Anfor
derungseinrichtung 24 umfaßt einen Stellsignalgeber, bei
spielsweise das betätigbare Bremspedal eines von dem Ver
brennungsmotor angetriebenen Fahrzeuges. Sobald das Brems
pedal betätigt wird, wird der Steuereinheit 23 das Vorlie
gen des Motorbremsbetriebes von der Anforderungseinrichtung
24 durch ein entsprechendes Signal angezeigt.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Abgasrückfüh
rung wird darin gesehen, daß bei aufgeladenen Verbrennungs
motoren, welche eine Konstantdrossel-Motorbremse mit einem
Dekompressionsventil umfassen, zur Durchführung der Abgas
rückführung in die Ladeluftleitung kein weiteres Ventil für
die Abgasrückführung vorgesehen werden braucht. Im Ver
gleich zu bekannten aufgeladenen Verbrennungsmotoren, bei
denen das Konstantdrossel-Ventil einen separaten Zugang zum
Auslaßkanal steuert, mündet dieser zusätzliche Abgaskanal
nunmehr zum Zwecke der Abgasrückführung in die Ladeluftlei
tung.
Die erfindungsgemäße Abgasrückführung ist mit einem Minimum
an zusätzlich zum Zwecke der Abgasrückführung aufzuwenden
der Energie durchführbar. Der bisher übliche Eingriff in
das Druckgefälle des aufgeladenen Verbrennungsmotors, bei
spielsweise durch Anhebung des durchschnittlich niedrigeren
Abgasdruckes über das Ladedruckniveau, ist nunmehr hinfäl
lig geworden, da der hohe Abgasdruck im Brennraum mittels
der in den Zylinderkopf integrierten Abgasrückführungsver
bindung genutzt wird. Es wird daher ein höherer Wirkungs
grad des aufgeladenen Verbrennungsmotors im Abgasrückfüh
rungsbetrieb erreicht.
Claims (12)
1. Aufgeladener Verbrennungsmotor mit Abgasrückführung in
eine Ladeluftleitung (7), aus der die Zylinder (2a,
2b, 2c) des Motors (1) mit verdichteter Ladeluft ge
speist werden, wobei die Rückführungsverbindung (5, 6)
bei zeitweisem Vorliegen abgastreibenden Druckgefälles
von einer Ventilanordnung (4) freigebbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerventil (4) für
die Abgasrückführung einem oder mehreren Zylindern ein
zusätzliches Auslaßventil zugeordnet ist, welches un
abhängig von den Gaswechselventilen (10, 11) des Zy
linders (2a, 2b, 2c) ansteuerbar ist und einen mit der
Ladeluftleitung (7) in Verbindung stehenden Abgaskanal
(5) bedarfsweise öffnet.
2. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (4) als
schnellschaltendes Stößelventil ausgebildet ist, des
sen Ventilglied (14) mit einem Ventilsitz (15) in der
Mündung des Abgaskanals (5) im Zylinderkopf (8) des
jeweiligen Zylinders (2a, 2b, 2c) zusammenwirkt.
3. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß pro Zylinder (2a, 2b, 2c)
ein Steuerventil (4) vorgesehen ist.
4. Verbrennungsmotor nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abgaskanäle (5) der
Zylinder (2a, 2b, 2c) in eine gemeinsame Abgasrückfüh
rungsleitung (6) zur Ladeluftleitung (7) münden.
5. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerventile (4) be
züglich der Öffnungsdauer und des Öffnungszeitpunktes
variabel einstellbar sind.
6. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Steuerventil (4)
über eine Steuerleitung (25) mit einer Steuereinheit
(23) verbunden ist, deren Eingangsseite mindestens ein
Betriebsparameter (n, L) des Verbrennungsmotors (1)
zuführbar ist.
7. Verbrennungsmotor nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Eingangsseite der
Steuereinheit (23) mit einer Einrichtung (24) zur An
forderung von Motorbremsleistung signalübertragend
verbunden ist.
8. Verfahren zum Betrieb eines aufgeladenen Verbrennungs
motors mit Abgasrückführung in die Ladeluftleitung
nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Abgasrückführung ein
zusätzlich zu den Gaswechselventilen (10, 11) eines
Zylinders (2a, 2b, 2c) im Zylinderkopf angeordnetes
Steuerventil (4) einen Abgaskanal (5) während des Aus
laßtaktes des jeweiligen Zylinders öffnet.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuereinheit (23)
den Öffnungszeitpunkt und die Öffnungsdauer des Steu
erventils (4) entsprechend der vorgesehenen Abgasrück
führungsrate einstellt.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Öffnungszeitpunkt und
die Öffnungsdauer des Steuerventils (4) in Abhängig
keit von der Drehzahl (n) des Motors (1) und/oder der
Betriebslast (L) bestimmt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (4) im
Motorbremsbetrieb als Dekompressionsventil eingesetzt
und zumindest während des Verdichtungstaktes des je
weiligen Zylinders (2a, 2b, 2c) geöffnet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (4) im
Motorbremsbetrieb als Konstantdrossel-Motorbremse dau
erhaft geöffnet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19906463A DE19906463C1 (de) | 1999-02-16 | 1999-02-16 | Aufgeladener Verbrennungsmotor mit Abgasrückführung |
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|---|---|---|---|
| DE19906463A DE19906463C1 (de) | 1999-02-16 | 1999-02-16 | Aufgeladener Verbrennungsmotor mit Abgasrückführung |
Publications (1)
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| DE19906463C1 true DE19906463C1 (de) | 2000-03-30 |
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|---|---|---|---|
| DE19906463A Expired - Fee Related DE19906463C1 (de) | 1999-02-16 | 1999-02-16 | Aufgeladener Verbrennungsmotor mit Abgasrückführung |
Country Status (1)
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