DE19905380A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Laden und Entladen eines piezo-elektrischen Elements - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Laden und Entladen eines piezo-elektrischen ElementsInfo
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Abstract
Es werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements unter Durchführung eines Ladungstransports von einem kapazitive Eigenschaften aufweisenden Element zum piezoelektrischen Element oder umgekehrt beschrieben, wobei das kapazitive Eigenschaften aufweisende Element vor dem Laden des piezoelektrischen Elements auf eine vorbestimmte Spannung geladen wird. Das beschriebene Verfahren und die beschriebene Vorrichtung zeichnen sich dadurch aus, daß das Laden des kapazitive Eigenschaften aufweisenden Elements auf eine vorbestimmte Spannung über ein induktive Eigenschaften aufweisendes Element erfolgt. Dadurch läßt sich der zum Laden und Entladen von piezoelektrischen Elementen zu treibende Aufwand auf ein Minimum reduzieren.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und eine Vorrichtung gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 5, d. h. ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Laden und Entladen eines piezoelektri
schen Elements unter Durchführung eines Ladungstransports von
einem kapazitive Eigenschaften aufweisenden Element zum
piezoelektrischen Element oder umgekehrt, wobei das kapazi
tive Eigenschaften aufweisende Element vor dem Laden des
piezoelektrischen Elements auf eine vorbestimmte Spannung
geladen wird.
Bei den vorliegend näher betrachteten piezoelektrischen Ele
menten handelt es sich insbesondere, aber nicht ausschließ
lich um als Aktoren bzw. Stellglieder verwendete piezoelek
trische Elemente. Piezoelektrische Elemente lassen sich für
derartige Zwecke einsetzen, weil sie bekanntermaßen die
Eigenschaft aufweisen, sich in Abhängigkeit von einer an sie
angelegten oder einer sich an ihnen einstellenden Spannung
zusammenzuziehen oder auszudehnen.
Die praktische Realisierung von Stellgliedern durch piezo
elektrische Elemente erweist sich insbesondere dann von Vor
teil, wenn das betreffende Stellglied schnelle und/oder häu
fige Bewegungen auszuführen hat.
Der Einsatz von piezoelektrischen Elementen als Stellglied
erweist sich unter anderem bei Kraftstoff-Einspritzdüsen für
Brennkraftmaschinen als vorteilhaft. Zur Einsetzbarkeit von
piezoelektrischen Elementen in Kraftstoff-Einspritzdüsen wird
beispielsweise auf die EP 0 371 469 B1 und die EP 0 379 182
B1 verwiesen.
Piezoelektrische Elemente sind kapazitive Elemente, welche
sich, wie vorstehend bereits angedeutet wurde, entsprechend
dem jeweiligen Ladungszustand bzw. der sich daran einstellen
den oder angelegten Spannung zusammenziehen und ausdehnen.
Das Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements kann
beispielsweise durch die in Fig. 5 gezeigte Anordnung erfol
gen. Die Anordnung gemäß Fig. 5 ist eine Vorrichtung gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 5; das nachfolgend be
schriebene Laden und Entladen des piezoelektrischen Elements
ist ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Das piezoelektrische Element, das es im betrachteten Beispiel
zu laden gilt, ist in der Fig. 5 mit dem Bezugszeichen 1 be
zeichnet.
Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, liegt der eine der An
schlüsse des piezoelektrischen Elements 1 dauerhaft auf Masse
(ist mit einem ersten Pol einer Spannungsquelle verbunden),
wohingegen der andere der Anschlüsse des piezoelektrischen
Elements über eine Spule 2 und eine Parallelschaltung aus
einem Ladeschalter 3 und einer Diode 4 mit dem zweiten Pol
der Spannungsquelle und über die Spule 2 und eine Parallel
schaltung aus einem Entladeschalter 5 und einer Diode 6 mit
dem ersten Pol der Spannungsquelle verbunden ist.
Die Spannungsquelle wird durch ein kapazitive Eigenschaften
aufweisendes Element, welches im betrachteten Beispiel ein
(Puffer-)Kondensator 9 ist, gebildet. Der Kondensator 9 wird
durch eine Batterie 7 (beispielsweise eine KFZ-Batterie) und
einen dieser nachgeschalteten Gleichspannungswandler 8 gela
den. Der Gleichspannungswandler 8 setzt die Batteriespannung
(beispielsweise 12 V) in eine im wesentlichen beliebige an
dere Gleichspannung um und lädt den Kondensator 9 auf diese
Spannung auf.
Das Laden und Entladen des piezoelektrischen Elements 1 er
folgt unter Durchführung eines Ladungstransports von einem
kapazitive Eigenschaften aufweisenden Element (dem Kondensa
tor 9) über ein induktive Eigenschaften aufweisendes Element,
welches im betrachteten Beispiel die Spule 2 ist, zum piezo
elektrischen Element oder umgekehrt.
Das Laden und das Entladen des piezoelektrischen Elements 1
erfolgen im betrachteten Beispiel getaktet. D. h., der Lade
schalter 3 und der Entladeschalter 5 werden während des Lade-
bzw. Entladevorganges wiederholt geschlossen und geöffnet.
Die sich dabei einstellenden Verhältnisse werden nachfolgend
unter Bezugnahme auf die Fig. 6 bis 9 erläutert, von denen
die Fig. 6 und 7 das Laden des piezoelektrischen Elements
1, und die Fig. 8 und 9 das Entladen des piezoelektrischen
Elements 1 veranschaulichen.
Der Ladeschalter 3 und der Entladeschalter 5 sind, wenn und
solange kein Laden oder Entladen des piezoelektrischen Ele
ments 1 erfolgt, geöffnet. In diesem Zustand befindet sich
die in der Fig. 5 gezeigte Schaltung im stationären Zustand.
D. h., das piezoelektrische Element 1 behält seinen Ladungs
zustand im wesentlichen unverändert bei, und es fließen keine
Ströme.
Mit dem Beginn des Ladens des piezoelektrischen Elements 1
wird der Ladeschalter 3 wiederholt geschlossen und geöffnet;
der Entladeschalter 5 bleibt hierbei geöffnet.
Beim Schließen des Ladeschalters 3 stellen sich die in der
Fig. 6 gezeigten Verhältnisse ein. D. h., es wird ein aus
einer Reihenschaltung aus dem piezoelektrischen Element 1,
dem Kondensator 9 und der Spule 2 bestehender geschlossener
Stromkreis gebildet, in welchem ein wie in der Fig. 6 durch
Pfeile angedeuteter Strom iLE(t) fließt. Dieser Stromfluß be
wirkt, daß in der Spule 2 Energie gespeichert wird. Der Ener
giefluß in die Spule 2 wird dabei durch die positive Poten
tialdifferenz zwischen dem Kondensator 9 und dem piezoelek
trischen Element 1 bewirkt.
Beim kurz (beispielsweise einige eis) nach dem Schließen des
Ladeschalters 3 erfolgenden Öffnen desselben stellen sich die
in der Fig. 7 gezeigten Verhältnisse ein. D. h., es wird ein
aus einer Reihenschaltung aus dem piezoelektrischen Element
1, der Diode 6 und der Spule 2 bestehender geschlossener
Stromkreis gebildet, in welchem ein wie in der Fig. 7 durch
Pfeile angedeuteter Strom iLA(t) fließt. Dieser Stromfluß be
wirkt, daß in der Spule 2 gespeicherte Energie vollständig in
das piezoelektrische Element 1 fließt. Entsprechend der Ener
giezufuhr zum piezoelektrischen Element erhöhen sich die an
diesem einstellende Spannung und dessen äußere Abmessungen.
Nach erfolgtem Energietransport von der Spule 2 zum piezo
elektrischen Element 1 ist wieder der vorstehend bereits
erwähnte stationäre Zustand der Schaltung nach Fig. 1 er
reicht.
Dann oder auch schon vorher oder auch erst später (je nach
dem gewünschten zeitlichen Verlauf des Ladevorgangs) wird der
Ladeschalter 3 erneut geschlossen und wieder geöffnet, wobei
sich die vorstehend beschriebenen Vorgänge wiederholen. Durch
das erneute Schließen und Öffnen des Ladeschalters 3 nimmt
die im piezoelektrischen Element 1 gespeicherte Energie zu
(die im piezoelektrischen Element bereits gespeicherte Ener
gie und die neu zugeführte Energie summieren sich), und dem
entsprechend nehmen die sich am piezoelektrischen Element
einstellende Spannung und dessen äußere Abmessungen zu.
Wiederholt man das beschriebene Schließen und Öffnen des
Ladeschalters 3 eine Vielzahl von Malen, so steigen die sich
am piezoelektrischen Element einstellende Spannung und die
Ausdehnung des piezoelektrischen Elements stufenweise an.
Wurde der Ladeschalter 3 eine vorbestimmte Anzahl von Malen
geschlossen und geöffnet und/oder hat das piezoelektrische
Element 1 den gewünschten Ladezustand erreicht, so wird das
Laden des piezoelektrischen Elements durch Offenlassen des
Ladeschalters 3 beendet.
Soll das piezoelektrische Element 1 wieder entladen werden,
so wird dies durch ein wiederholtes Schließen und Öffnen des
Entladeschalters 5 bewerkstelligt; der Ladeschalter 3 bleibt
hierbei geöffnet.
Beim Schließen des Entladeschalters 5 stellen sich die in der
Fig. 8 gezeigten Verhältnisse ein. D. h., es wird ein aus
einer Reihenschaltung aus dem piezoelektrischen Element 1 und
der Spule 2 bestehender geschlossener Stromkreis gebildet, in
welchem ein wie in der Fig. 8 durch Pfeile angedeuteter
Strom iEE(t) fließt. Dieser Stromfluß bewirkt, daß die im
piezoelektrischen Element gespeicherte Energie (ein Teil der
selben) in die Spule 2 transportiert wird. Entsprechend dem
Energietransfer vom piezoelektrischen Element 1 zur Spule 2
nehmen die sich am piezoelektrischen Element einstellende
Spannung und dessen äußere Abmessungen ab.
Beim kurz (beispielsweise einige µs) nach dem Schließen des
Entladeschalters 5 erfolgenden Öffnen desselben stellen sich
die in der Fig. 9 gezeigten Verhältnisse ein. D. h., es wird
ein aus einer Reihenschaltung aus dem piezoelektrischen Ele
ment 1, dem Kondensator 9, der Diode 4 und der Spule 2 beste
hender geschlossener Stromkreis gebildet, in welchem ein wie
in der Fig. 9 durch Pfeile angedeuteter Strom iEA(t) fließt.
Dieser Stromfluß bewirkt, daß in der Spule 2 gespeicherte
Energie vollständig in den Kondensator 9 zurückgespeist wird.
Nach erfolgtem Energietransport von der Spule 2 zum Kondensa
tor 9 ist wieder der vorstehend bereits erwähnte stationäre
Zustand der Schaltung nach Fig. 1 erreicht.
Dann oder auch schon vorher oder erst später (je nach dem ge
wünschten zeitlichen Verlauf des Entladevorgangs) wird der
Entladeschalter 5 erneut geschlossen und wieder geöffnet, wo
bei sich die vorstehend beschriebenen Vorgänge wiederholen.
Durch das erneute Schließen und Öffnen des Entladeschalters 5
nimmt die im piezoelektrischen Element 1 gespeicherte Energie
weiter ab, und dementsprechend nehmen die sich am piezoelek
trischen Element einstellende Spannung und dessen äußere Ab
messungen ebenfalls ab.
Wiederholt man das beschriebene Schließen und Öffnen des Ent
ladeschalters 5 eine Vielzahl von Malen, so nehmen die sich
am piezoelektrischen Element einstellende Spannung und die
Ausdehnung des piezoelektrischen Elements stufenweise ab.
Wurde der Entladeschalter 5 eine vorbestimmte Anzahl von Ma
len geschlossen und geöffnet und/oder hat das piezoelektri
sche Element den gewünschten Entladezustand erreicht, so wird
das Entladen des piezoelektrischen Elements durch Offenlassen
des Entladeschalters 5 beendet.
Auf die beschriebene Art und Weise können anstelle von nur
einem piezoelektrischen Element auch eine Vielzahl von piezo
elektrischen Elementen geladen und entladen werden.
Eine Schaltung, welche dies ermöglicht, ist in Fig. 10 dar
gestellt.
Die in der Fig. 10 gezeigte Schaltung basiert auf der in der
Fig. 5 gezeigten Schaltung; einander entsprechende Elemente
sind mit den selben Bezugszeichen bezeichnet. Es ist "nur"
das piezoelektrische Element 1 gemäß Fig. 5 durch eine
Parallelschaltung aus einer weiteren Diode 10 und einer Viel
zahl (n) von Piezozweigen 11, 12, . . ., 1n ersetzt, wobei je
der Piezozweig aus einer Reihenschaltung aus einem piezoelek
trischen Element 11 1, 12 1, . . . 1n1 und einer Parallelschaltung
aus einem Auswahlschalter 11 2, 12 2, . . . 1n2 und einer Diode
11 3, 12 3, . . ., 1n3 besteht.
Die Diode 10 verhindert das Auftreten negativer Spannungen an
den piezoelektrischen Elementen, da diese hierdurch unter Um
ständen zerstört werden können.
Die parallel angeordneten Auswahlschalter-Dioden-Paare in den
einzelnen Piezozweigen, d. h. der Auswahlschalter 11 2 und die
Diode 11 3 im Piezozweig 11, der Auswahlschalter 12 2 und die
Diode 12 3 im Piezozweig 12, und der Auswahlschalter 1n2 und
die Diode 1n3 im Piezozweig 1n können durch elektronische
Schalter mit parasitären Dioden wie beispielsweise MOS-FETs
realisiert werden.
Das Laden und Entladen der piezoelektrischen Elemente 11 1, 12 1
. . . 1n1 erfolgt dem Wesen nach wie das Laden und Entladen des
piezoelektrischen Elements 1 gemäß Fig. 5. D. h., zum Laden
wird der Ladeschalter 3 wiederholt geschlossen und geöffnet,
und zum Entladen wird der Entladeschalter 5 wiederholt ge
schlossen und geöffnet.
Welches bzw. welche der piezoelektrischen Elemente 11 1, 12 1
. . . 1n1 beim wiederholten Schließen und Öffnen des Ladeschal
ters 3 geladen werden, wird durch die Auswahlschalter 11 2, 12 2
. . . 1n2 bestimmt; es werden jeweils all diejenigen piezo
elektrischen Elemente 11 1, 12 1 . . . 1n1 geladen, deren Auswahl
schalter 11 2, 12 2 . . . 1n2 während des wiederholten Schließens
und Öffnens des Ladeschalters 3 geschlossen sind.
Die Auswahl der zu ladenden piezoelektrischen Elemente 11 1,
12 1 . . . 1n1 durch Schließen der zugeordneten Auswahlschalter
11 2, 12 2 . . . 1n2 und das Aufheben der Auswahl durch Öffnen der
betreffenden Schalter wird in der Regel außerhalb des Lade
vorganges erfolgen; in bestimmten Fällen, z. B. wenn mehrere
der piezoelektrischen Elemente 11 1, 12 1 . . . 1n1 gleichzeitig
unterschiedlich stark aufgeladen werden sollen, kann das Öff
nen und Schließen der Auswahlschalter 11 2, 12 2. . . 1n2 jedoch
auch während des Ladevorganges erfolgen.
Die sich beim Laden der ausgewählten piezoelektrischen Ele
mente 11 1, 12 1 . . . 1n1 einstellenden Vorgänge sind im wesent
lichen identisch mit den sich bei der Schaltung gemäß Fig. 5
einstellenden Vorgängen. Es haben auch die Fig. 6 und 7
und die darauf bezugnehmenden Erläuterungen Gültigkeit; ein
ziger Unterschied ist, daß nicht das piezoelektrische Element
1, sondern eines oder mehrere der piezoelektrischen Elemente
11 1, 12 1 . . . 1n1 geladen werden.
Das Entladen der piezoelektrischen Elemente 11 1, 12 1 . . . 1n1
erfolgt unabhängig von der Stellung der zugeordneten Auswahl
schalter 11 2, 12 2 . . . 1n2, denn der die Entladung der piezo
elektrischen Elemente bewirkende Entladestrom kann über die
den jeweiligen piezoelektrischen Elementen zugeordneten
Dioden 11 3, 12 3, . . . 1n3 fließen. Durch den Entladevorgang
werden daher sämtliche vollständig oder teilweise geladenen
piezoelektrischen Elemente 11 1, 12 1 . . . 1n1 entladen.
Die sich beim Entladen der piezoelektrischen Elemente 11 1, 12 1
. . . 1n1 einstellenden Vorgänge sind im wesentlichen identisch
mit den sich bei der Schaltung gemäß Fig. 5 einstellenden
Vorgängen. Es haben auch die Fig. 8 und 9 und die darauf
bezugnehmenden Erläuterungen Gültigkeit; einziger Unterschied
ist, daß nicht das piezoelektrische Element 1, sondern die
piezoelektrischen Elemente 11 1, 12 1 . . . 1n1 entladen werden.
Damit das piezoelektrische Element wunschgemäß stark geladen
werden kann, muß der Kondensator 9 vor dem Beginn des Lade
vorganges auf eine vorbestimmte Spannung geladen sein. Der
Kondensator 9 muß hierzu nicht etwa nur nach der Inbetrieb
nahme der Anordnung, sondern vor jedem Laden des piezoelek
trischen Elements (nach-)geladen werden. Das Nachladen ist
erforderlich, weil das piezoelektrische Element einen sehr
schlechten Wirkungsgrad besitzt (ca. 40% der beim Laden zu
geführten Energie werden in Wärme umgesetzt), wodurch die
Spannung, auf die der Kondensator 9 nach dem Entladen des
piezoelektrischen Elements 1 geladen ist, erheblich niedriger
ist als vor dem Laden des piezoelektrischen Elements.
Wie vorstehend bereits erwähnt wurde, erfolgt das (Nach-
)Laden des Kondensators 9 über die Batterie 7 und den dieser
nachgeschalteten Gleichspannungswandler 8.
Das Vorsehen des Gleichspannungswandler 8 erfordert einen
relativ hohen Aufwand, zumal die Spannung, auf die der Kon
densator aufzuladen ist, relativ hoch (mehrere hundert Volt)
sein kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
das Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und
die Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 5
derart weiterzubilden, daß der zum Laden und Entladen eines
piezoelektrischen Elements zu treibende Aufwand auf ein Mini
mum reduzierbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnen
den Teil des Patentanspruchs 1 (Verfahren) bzw. die im kenn
zeichnenden Teil des Patentanspruchs 5 (Vorrichtung) bean
spruchten Merkmale gelöst.
Demnach ist vorgesehen, daß das Laden des kapazitive Eigen
schaften aufweisenden Elements auf eine vorbestimmte Spannung
über ein induktive Eigenschaften aufweisendes Element er
folgt.
Dann kann das kapazitive Eigenschaften aufweisende Element
beispielsweise durch ein getaktetes Laden oder Entladen auf
die gewünschte Spannung geladen und/oder entladen werden. Das
getaktete Laden des kapazitive Eigenschaften aufweisenden
Elements kann dabei analog zum vorstehend dem Wesen nach
beschriebenen getakteten Entladen des piezoelektrischen Ele
ments erfolgen.
Durch ein derartiges Laden des kapazitive Eigenschaften auf
weisenden Elements kann dieses auch ohne einen Gleichspan
nungswandler auf eine vorbestimmte Spannung gebracht werden;
das Vorsehen eines Gleichspannungswandlers zum Laden des ka
pazitive Eigenschaften aufweisenden Elements ist nicht erfor
derlich.
Der Wegfall des Gleichspannungswandlers muß nicht oder jeden
falls nicht durch einen nennenswerten anderweitigen Mehrauf
wand kompensiert werden.
Insbesondere muß das induktive Eigenschaften aufweisende Ele
ment, über welches das kapazitive Eigenschaften aufweisende
Element geladen wird, kein eigens für diesen Zweck vorgesehe
nes induktive Eigenschaften aufweisendes Element sein; hier
für kann dasjenige induktive Eigenschaften aufweisende Ele
ment verwendet werden, über das auch das piezoelektrische
Element geladen und/oder entladen wird.
Der zum Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements
zu treibende Aufwand läßt sich so auf ein Minimum reduzieren.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unter
ansprüchen, der folgenden Beschreibung und den Figuren ent
nehmbar.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der nachfolgend näher
beschriebenen Anordnung zum Laden und Entladen eines
piezoelektrischen Elements,
Fig. 2 die sich beim Laden des Kondensators 9 in der Anord
nung gemäß Fig. 1 einstellenden Spannungs- und
Stromverhältnisse,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel der nachfolgend näher
beschriebenen Anordnung zum Laden und Entladen eines
piezoelektrischen Elements,
Fig. 4 die sich beim Laden des Kondensators 9 in der Anord
nung gemäß Fig. 3 einstellenden Spannungs- und
Stromverhältnisse,
Fig. 5 eine herkömmliche Anordnung zum Laden und Entladen
eines piezoelektrischen Elements,
Fig. 6 eine Darstellung zur Erläuterung der sich während
einer ersten Ladephase (Ladeschalter 3 geschlossen)
in der Schaltung nach Fig. 5 einstellenden Verhält
nisse,
Fig. 7 eine Darstellung zur Erläuterung der sich während
einer zweiten Ladephase (Ladeschalter 3 wieder ge
öffnet) in der Schaltung nach Fig. 5 einstellenden
Verhältnisse,
Fig. 8 eine Darstellung zur Erläuterung der sich während
einer ersten Entladephase (Entladeschalter 5 ge
schlossen) in der Schaltung nach Fig. 5 einstellen
den Verhältnisse,
Fig. 9 eine Darstellung zur Erläuterung der sich während
einer zweiten Entladephase (Entladeschalter 5 wieder
geöffnet) in der Schaltung nach Fig. 5 einstellenden
Verhältnisse,
Fig. 10 eine herkömmliche Anordnung zum gleichzeitigen oder
aufeinanderfolgenden Laden und Entladen mehrerer
piezoelektrischer Elemente.
Das piezoelektrische Element, dessen Laden und Entladen im
folgenden näher beschrieben wird, ist beispielsweise als
Stellglied in Kraftstoff-Einspritzdüsen (insbesondere in
sogenannten Common Rail Injektoren) von Brennkraftmaschinen
einsetzbar. Auf einen derartigen Einsatz des piezoelektri
schen Elements besteht jedoch keinerlei Einschränkung; das
piezoelektrische Element kann grundsätzlich in beliebigen
Vorrichtungen für beliebige Zwecke eingesetzt werden.
Bei den nachfolgend beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen
zum Laden eines piezoelektrischen Elements erfolgt das Laden
und Entladen wie bei den Anordnungen gemäß den Fig. 5 und
10, also unter Durchführung eines Ladungstransports von einem
kapazitive Eigenschaften aufweisenden Element zum piezoelek
trischen Element oder umgekehrt, wobei das kapazitive Eigen
schaften aufweisende Element vor dem Laden des piezoelektri
schen Elements auf eine vorbestimmte Spannung geladen wird.
Im Gegensatz zu den in den Fig. 5 und 10 gezeigten Anord
nungen erfolgt das Laden des kapazitive Eigenschaften aufwei
senden Elements auf eine vorbestimmte Spannung über ein in
duktive Eigenschaften aufweisendes Element.
Die nachfolgend näher beschriebenen Anordnungen sind wie bei
spielsweise die in Fig. 10 gezeigte Anordnung Anordnungen
zum gleichzeitigen oder aufeinanderfolgenden Laden mehrerer
piezoelektrischer Elemente. Es sei jedoch bereits an dieser
Stelle darauf hingewiesen, daß hierauf keine Einschränkung
besteht. Das nachfolgend näher beschriebene Verfahren und die
nachfolgend beschriebene Vorrichtung können wie die Anordnung
gemäß Fig. 5 auch zum Laden von nur einem piezoelektrischen
Element ausgelegt sein.
Der Aufbau der nachfolgend näher beschriebenen (in den
Fig. 1 und 3 gezeigten) Anordnungen stimmt größtenteils mit
dem Aufbau der Anordnung gemäß Fig. 10 überein. Wie aus
einer Gegenüberstellung der Fig. 1 und 10 bzw. 3 und 10
ersichtlich ist, bestehen bei den zum Laden und Entladen der
piezoelektrischen Elemente vorgesehenen Bestandteilen der
jeweiligen Anordnungen kein Unterschiede. Mit den gleichen
Bezugszeichen bezeichnete Elemente entsprechen einander und
werden zur Vermeidung von Wiederholungen nicht nochmals
beschrieben; es wird auf die sich auf die Fig. 5 bis 10
beziehenden Ausführungen verwiesen.
Wie die Gemeinsamkeiten im Aufbau der Anordnungen schon ver
muten lassen, erfolgt bei den nachfolgend beschriebenen (bei
den in den Fig. 1 und 3 gezeigten) Anordnungen das Laden
und das Entladen der piezoelektrischen Elemente wie bei der
Anordnung gemäß Fig. 10. Unterschiedlich ist "nur", wie das
kapazitive Eigenschaften aufweisende Element, unter Verwen
dung dessen die piezoelektrischen Elemente geladen und ent
laden werden, also der Kondensator 9 (nach-)geladen wird. Die
Elemente, die bei der Anordnung gemäß der Fig. 10 vorgesehen
waren, um den Kondensator 9 (nach-)zuladen, also die Batterie
7 und der Gleichspannungswandler 8, sind bei den Anordnungen
gemäß den Fig. 1 und 3 nicht mehr vorhanden.
Die damit in Zusammenhang stehenden Veränderungen der vor
liegend näher betrachteten Anordnungen gegenüber der Anord
nung gemäß Fig. 10 werden nachfolgend unter Bezugnahme auf
die Fig. 1 bis 4 näher beschrieben.
Bei der Anordnung gemäß Fig. 1 sind die Batterie 7 und der
Gleichspannungswandler 8 durch eine mit einem Pol auf Massen
liegenden Batterie 21, eine der Batterie 21 (deren anderen
Pol) nachgeschaltete Diode 22, einen der Diode 22 nach
geschalteten und mit der Spule 2 verbundenen ersten Auswahl
schalter 23, und einen zweiten Auswahlschalter 24 ersetzt.
Die die Batterie 21, die Diode 22 und den ersten Auswahl
schalter 23 umfassende Reihenschaltung, welche nachfolgend
der Einfachheit halber als Kondensatorladezweig 25 bezeichnet
wird, ist zwischen der Spule 2 und den Piezozweigen 11, 12,
. . . 1n angeordnet und parallel zu den Piezozweigen 11, 12,
. . . 1n geschaltet; der zweite Auswahlschalter 24 ist zwischen
dem Kondensatorladezweig 25 und den Piezozweigen 11, 12, . . .
1n angeordnet.
Über die Auswahlschalter 23 und 24 ist einstellbar, ob der
Kondensatorladezweig 25 oder die Piezozweige 11, 12, . . . 1n
über die Spule 2 mit den dieser vorgeschalteten Elementen
(dem Kondensator 9, dem Ladeschalter 3, dem Entladeschalter 5
und den Dioden 4 und 6) verbunden sind.
Bei geöffnetem ersten Auswahlschalter 23 und geschlossenem
zweiten Auswahlschalter 24 sind
- - die Piezozweige 11, 12, . . . 1n über die Spule 2 mit den dieser vorgeschalteten Elementen verbunden, und
- - der Kondensatorladezweig 25 vom Rest der Schaltung ge trennt.
Bei geschlossenem ersten Auswahlschalter 23 und geöffnetem
zweiten Auswahlschalter 24 sind
- - der Kondensatorladezweig 25 über die Spule 2 mit den dieser vorgeschalteten Elementen verbunden, und
- - die Piezozweige 11, 12, . . . 1n vom Rest der Schaltung ge trennt.
Im erstgenannten Fall (erster Auswahlschalter 23 geöffnet,
zweiter Auswahlschalter 24 geschlossen) können die piezoelek
trischen Elemente 11 1, 12 1, . . . 1n1 wie eingangs unter Bezug
nahme auf die Fig. 5 bis 10 beschrieben geladen und ent
laden werden.
Im letztgenannten Fall (erster Auswahlschalter 23 geschlos
sen, zweiter Auswahlschalter 24 geöffnet) kann der Kondensa
tor 9 auf eine vorbestimmte Spannung (nach-)geladen werden.
Das (Nach-)Laden des Kondensators 9 erfolgt unter Durchfüh
rung eines über die Spüle 2 erfolgenden Ladungstransportes
von der Batterie 21 zum Kondensator 9.
Das Laden des Kondensators 9 erfolgt im betrachteten Beispiel
getaktet, genauer gesagt unter wiederholtem Öffnen und
Schließen des Entladeschalters 5; der Ladeschalter 3 bleibt
hierbei geöffnet.
Beim Schließen des Entladeschalters 5 wird ein aus einer
Reihenschaltung aus der Batterie 21, der Diode 22, und der
Spule 2 bestehender geschlossener Stromkreis gebildet. In
diesem Stromkreis fließt ein Strom, durch den in der Batterie
21 gespeicherte Energie (ein Teil derselben) in die Spule 2
transferiert wird.
Beim kurz (beispielsweise einige µs) nach dem Schließen des
Entladeschalters 5 erfolgenden Öffnen desselben wird ein aus
einer Reihenschaltung aus der Batterie 21, der Diode 22, der
Spule 2, der Diode 4, und dem Kondensator 9 bestehender ge
schlossener Stromkreis gebildet. In diesem Stromkreis fließt
ein Strom, durch den die in der Spule 2 gespeicherte Energie
in den Kondensator 9 transferiert wird; die Diode 22 verhin
dert, daß in der Spule 22 gespeicherte Energie in die Batte
rie 21 zurückgespeist wird. Durch den Energietransfer von der
Spule 2 zum Kondensator 9 wird dieser geladen; die sich am
Kondensator 9 einstellende Spannung nimmt mehr oder weniger
stark zu.
Dann oder auch schon vorher oder erst später (je nach dem ge
wünschten zeitlichen Verlauf des Kondensator-Ladevorgangs)
wird der Entladeschalter 5 erneut geschlossen und wieder
geöffnet, wobei sich die vorstehend beschriebenen Vorgänge
wiederholen. Durch das erneute Schließen und Öffnen des Ent
ladeschalters 5 nimmt die im Kondensator gespeicherte Energie
und damit auch die sich am Kondensator 9 einstellende Span
nung weiter zu.
Wiederholt man das beschriebene Schließen und Öffnen des Ent
ladeschalters 5 eine Vielzahl von Malen, so nimmt die sich am
Kondensator 9 einstellende Spannung stufenweise zu.
Dies ist in Fig. 2 veranschaulicht. Von den in der Fig. 2
gezeigten Kurven zeigt die mit dem Symbol gekennzeichnete
Kurve den Verlauf des sich an der Spule 2 einstellenden
Stromflusses, und die mit dem Symbol ◊ bezeichnete Kurve den
Verlauf der sich am Kondensator 9 einstellenden Spannung. Der
im Takt des wiederholten Schließens und Öffnens des Entlade
schalters 5 variierende Strom hat eine stufenweise Erhöhung
der sich am Kondensator 9 einstellenden Spannung zur Folge.
Wurde der Entladeschalter 5 eine vorbestimmte Anzahl von Ma
len geschlossen und geöffnet und/oder hat der Kondensator 9
den gewünschten Ladezustand erreicht, so wird das Laden des
Kondensators 9 durch Offenlassen des Entladeschalters 5 been
det.
Der Kondensator 9 kann auf diese Weise ohne einen Gleich
spannungswandler, also mit einem erheblich geringeren Aufwand
als bisher wunschgemäß weit (nach-)geladen werden.
Entsprechendes gilt für die in Fig. 3 gezeigte Anordnung.
Bei der in der Fig. 3 gezeigten Anordnung sind die Batterie
7 und der Gleichspannungswandler 8 durch eine mit einem Pol
auf Masse liegende Batterie 31, einen der Batterie (deren
anderen Pol) nachgeschalteten Spule 32, einen der Spule 32
nachgeschalteten und mit Masse verbundenen Kondensator-Lade
schalter 33, und einen zwischen der Spule 2 und den Piezo
zweigen 11, 12, . . . 1n vorgesehenen Auswahlschalter 34 er
setzt, wobei die Spule 32 die Primärwicklung eines die Spule
2 als Sekundärwicklung aufweisenden Übertragers ist.
Die die Batterie 31, die Spule 32 und der Kondensator-Lade
schalter 33 umfassende Reihenschaltung, welche nachfolgend
der Einfachheit halber als Kondensatorladekreis 35 bezeichnet
wird, ist "nur" über den Übertrager (transformatorisch) mit
den restlichen Bestandteilen der Anordnung gekoppelt; eine
anderweitige Verbindung zwischen dem Kondensatorladekreis 35
und den restlichen Bestandteilen der Anordnung besteht nicht.
Über die Betätigung und die Stellung des Kondensator-Lade
schalters 33 und des Auswahlschalters 34 ist einstellbar, ob
der Kondensatorladekreis 35 oder die Piezozweige 11, 12, . . .
1n über die Spule 2 mit den dieser vorgeschalteten Elementen
(dem Kondensator 9, dem Ladeschalter 3, dem Entladeschalter 5
und den Dioden 4 und 6) verbunden sind.
Bei geschlossenem Auswahlschalter 34 sind die Piezozweige 11,
12, . . . 1n über die Spule 2 mit den dieser vorgeschalteten
Elementen verbunden, wodurch die in den Piezozweigen enthal
tenen piezoelektrischen Elemente 11 1, 12 1, . . . 1n1 wie ein
gangs unter Bezugnahme auf die Fig. 5 bis 10 beschrieben
geladen und entladen werden können.
Bei geöffnetem zweiten Auswahlschalter 34 sind die Piezo
zweige 11, 12, . . . 1n vom Rest der Schaltung getrennt. In
diesem Zustand kann der Kondensator 9 über den Kondensator
ladekreis 35 auf eine vorbestimmte Spannung (nach-)geladen
werden. Das (Nach-)Laden des Kondensators 9 erfolgt unter
Durchführung eines über den aus der Spule 2 und der Spule 32
bestehenden Übertrager erfolgenden Ladungstransportes von der
Batterie 31 zum Kondensator 9.
Das Laden des Kondensators 9 erfolgt im betrachteten Beispiel
getaktet, genauer gesagt unter wiederholtem Öffnen und
Schließen des Kondensator-Ladeschalters 33; der Ladeschalter
3 und der Entladeschalter 5 bleiben hierbei geöffnet.
Durch das Schließen des Kondensator-Ladeschalters 33 wird der
Kondensatorladekreis 35 zu einem geschlossenen Stromkreis. In
diesem Stromkreis fließt ein Strom, durch den in der Batterie
31 gespeicherte Energie (ein Teil derselben) in die Spule 32
transferiert wird.
Beim kurz (beispielsweise einige µs) nach dem Schließen des
Kondensator-Ladeschalters 33 erfolgenden Öffnen desselben
wird die im Übertrager gespeicherte Energie über dessen
Sekundärwicklung (die Spule 2) und die Dioden 4 und/oder 6 in
den Kondensator 9 transferiert. Dadurch nimmt die sich am
Kondensator 9 einstellende Spannung mehr oder weniger stark
zu.
Dann oder auch schon vorher oder erst später (je nach dem ge
wünschten zeitlichen Verlauf des Kondensator-Ladevorgangs)
wird der Kondensator-Ladeschalter 33 erneut geschlossen und
wieder geöffnet, wobei sich die vorstehend beschriebenen Vor
gänge wiederholen. Durch das erneute Schließen und Öffnen des
Kondensator-Ladeschalters nimmt die im Kondensator 9 gespei
cherte Energie und damit auch die sich am Kondensator 9 ein
stellende Spannung weiter zu.
Wiederholt man das beschriebene Schließen und Öffnen des
Kondensator-Ladeschalters 33 eine Vielzahl von Malen, so
nimmt die sich am Kondensator 9 einstellende Spannung immer
mehr zu.
Dies ist in Fig. 4 veranschaulicht. Von den in der Fig. 4
gezeigten Kurven zeigt die mit dem Symbol gekennzeichnete
Kurve den Verlauf des sich primärseitig am Übertrager (im
Kondensatorladekreis 35) einstellenden Stromflusses, die mit
dem Symbol ◊ bezeichnete Kurve den Verlauf der sich am sekun
därseitig am Übertrager einstellenden Stromflusses, und die
nicht mit Symbolen gekennzeichnete Kurve die sich Kondensa
tor 9 einstellenden Spannung. Der im Takt des wiederholten
Schließens und Öffnens des Kondensator-Ladeschalters 33
variierende Strom hat eine stufenweise Erhöhung der sich am
Kondensator 9 einstellenden Spannung zur Folge.
Wurde der Kondensator-Ladeschalter 33 eine vorbestimmte An
zahl von Malen geschlossen und geöffnet und/oder hat der
Kondensator 9 den gewünschten Ladezustand erreicht, so wird
das Laden des Kondensators 9 durch Offenlassen des Kondensa
tor-Ladeschalters 33 beendet.
Der Kondensator 9 kann auf diese Weise ohne einen Gleich
spannungswandler, also mit einem erheblich geringeren Aufwand
als bisher wunschgemäß weit (nach-)geladen werden.
Wenn durch die jeweiligen Anordnungen zum Laden und Entladen
von piezoelektrischen Elementen wie vorliegend ein getaktetes
Laden und Entladen der piezoelektrischen Elemente erfolgt,
läßt sich das beschriebene Ersetzen des Gleichspannungs
wandlers mit einem besonders geringen Aufwand realisieren.
Dann kann das (Nach-)Laden des Kondensators 9 teilweise unter
Verwendung von Schaltungsteilen erfolgen, die für das Laden
und Entladen der piezoelektrischen Elemente ohnehin vorgese
hen werden müssen.
Nichtsdestotrotz besteht hierauf keine Einschränkung. Ein wie
beschrieben erfolgendes (Nach-)Laden des Kondensators 9 kann
auch zum Einsatz kommen, wenn die piezoelektrischen Elemente
nach beliebigen anderen Verfahren geladen und/oder entladen
werden.
Daß zum (Nach-)Laden des Kondensators 9 Schaltungsteile mit
benutzt werden, die auch zum Laden und Entladen der piezo
elektrischen Elemente benötigt werden, hat keine nachteiligen
Auswirkungen auf das Laden und Entladen der piezoelektrischen
Elemente. Es ist lediglich darauf zu achten, daß das Laden
oder das Entladen der piezoelektrischen Elemente und das
(Nach-)Laden des Kondensators 9 nicht zeitgleich erfolgen
können. Wegen der extrem kurzen Lade- und Entladezeiten ist
diese Einschränkung jedoch unerheblich.
Durch ein wie beschrieben erfolgendes Laden und Entladen von
piezoelektrischen Elementen läßt sich der hierfür zu trei
bende Aufwand auf ein Minimum reduzieren.
Claims (9)
1. Verfahren zum Laden und Entladen eines piezoelektrischen
Elements (11 1, 12 1, . . . 1n1) unter Durchführung eines
Ladungstransports von einem kapazitive Eigenschaften auf
weisenden Element (9) zum piezoelektrischen Element (11 1, 12 1,
. . . 1n1) oder umgekehrt, wobei das kapazitive Eigenschaften
aufweisende Element (9) vor dem Laden des piezoelektrischen
Elements (11 1, 12 1, . . . 1n1) auf eine vorbestimmte Spannung
geladen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Laden des kapa
zitive Eigenschaften aufweisenden Elements (9) auf eine vor
bestimmte Spannung über ein induktive Eigenschaften aufwei
sendes Element (2; 2, 32) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Laden des kapazitive Eigenschaften aufweisenden Elements
(9) getaktet erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Vorrichtung wiederholt abwechselnd in einen
ersten Zustand und in einen zweiten Zustand versetzt wird,
wobei im ersten Zustand der Vorrichtung Energie in das induk
tive Eigenschaften aufweisende Element (2; 2, 32) trans
feriert wird, und wobei im zweiten Zustand der Vorrichtung im
induktive Eigenschaften aufweisenden Element (2; 2, 32) ge
speicherte Energie in das kapazitive Eigenschaften aufwei
sende Element (9) transferiert wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Laden des kapazitive Eigen
schaften aufweisenden Elements (9) ausschließlich zu Zeiten
erfolgt, zu denen das piezoelektrische Element (11 1, 12 1, . . .
1n1) nicht geladen oder entladen wird.
5. Vorrichtung zum Laden und Entladen eines piezoelektri
schen Elements (11 1, 12 1, . . . 1n1) unter Durchführung eines
Ladungstransports von einem kapazitive Eigenschaften aufwei
senden Element (9) zum piezoelektrischen Element (11 1, 12 1,
. . . 1n1) oder umgekehrt, wobei das kapazitive Eigenschaften
aufweisende Element (9) vor dem Laden des piezoelektrischen
Elements (11 1, 12 1, . . . 1n1) auf eine vorbestimmte Spannung
geladen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Laden des kapa
zitive Eigenschaften aufweisenden Elements (9) auf eine vor
bestimmte Spannung über ein induktive Eigenschaften aufwei
sendes Element (2; 2, 32) erfolgt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das kapazitive Eigenschaften aufweisende Element (9) ein
Pufferkondensator ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich
net, daß das induktive Eigenschaften aufweisende Element (2;
32) ein Schaltungsteil ist, über den auch das piezoelektri
sche Element (11 1, 12 1, . . . 1n1) geladen und entladen wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das induktive Eigenschaften auf
weisende Element (2; 2, 32) eine Spule, ein Übertrager, oder
eine Wicklung eines Übertragers ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Auswahlschalter (23, 24;
34) vorgesehen sind, über welche die Vorrichtung wahlweise
zum Laden oder Entladen des piezoelektrischen Elements (11 1,
12 1, . . . 1n1) oder zum Laden des kapazitive Eigenschaften auf
weisenden Elements (9) konfigurierbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19905380A DE19905380A1 (de) | 1999-02-10 | 1999-02-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Laden und Entladen eines piezo-elektrischen Elements |
| JP2000034051A JP2000236121A (ja) | 1999-02-10 | 2000-02-10 | 圧電素子の充電及び放電のための方法及び装置 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19905380A DE19905380A1 (de) | 1999-02-10 | 1999-02-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Laden und Entladen eines piezo-elektrischen Elements |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19905380A1 true DE19905380A1 (de) | 2000-08-17 |
Family
ID=7896965
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19905380A Withdrawn DE19905380A1 (de) | 1999-02-10 | 1999-02-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Laden und Entladen eines piezo-elektrischen Elements |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JP2000236121A (de) |
| DE (1) | DE19905380A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10113801A1 (de) * | 2001-03-21 | 2002-10-24 | Siemens Ag | Vorrichtung zum Ansteuern wenigstens eines kapazitiven Stellgliedes und Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung |
| DE10120143A1 (de) * | 2001-04-25 | 2002-10-31 | Conti Temic Microelectronic | Verfahren zur Steuerung mindestens eines kapazitiven Stellglieds und Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens |
| DE102013209905A1 (de) | 2013-05-28 | 2014-12-04 | Robert Bosch Gmbh | Vorrichtung zur Ansteuerung eines Piezoaktors |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| JP2002299707A (ja) * | 2001-03-29 | 2002-10-11 | Denso Corp | ピエゾアクチュエータ駆動回路および燃料噴射装置 |
-
1999
- 1999-02-10 DE DE19905380A patent/DE19905380A1/de not_active Withdrawn
-
2000
- 2000-02-10 JP JP2000034051A patent/JP2000236121A/ja not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10113801A1 (de) * | 2001-03-21 | 2002-10-24 | Siemens Ag | Vorrichtung zum Ansteuern wenigstens eines kapazitiven Stellgliedes und Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung |
| DE10113801B4 (de) * | 2001-03-21 | 2007-04-05 | Siemens Ag | Vorrichtung zum Ansteuern wenigstens eines kapazitiven Stellgliedes und Verfahren zum Betreiben einer solchen Vorrichtung |
| DE10120143A1 (de) * | 2001-04-25 | 2002-10-31 | Conti Temic Microelectronic | Verfahren zur Steuerung mindestens eines kapazitiven Stellglieds und Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens |
| DE102013209905A1 (de) | 2013-05-28 | 2014-12-04 | Robert Bosch Gmbh | Vorrichtung zur Ansteuerung eines Piezoaktors |
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|---|---|
| JP2000236121A (ja) | 2000-08-29 |
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