DE19905370C1 - Stiftmühle - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Stiftmühle zur Prall- oder Schlagzerkleinerung disperser Stoffe, die durch einen Mahlraum gefördert und auf diesem Durchlaufweg von sich angenähert quer zur Durchlaufrichtung erstreckenden Mahlstiften (6, 8) beaufschlagt werden, von denen eine erste Stiftgruppe in mehreren, in der Durchlaufrichtung hintereinander angeordneten Umfangsreihen auf einem mit einem Drehantrieb versehenen Rotor (3) befestigt ist und mit einer Relativgeschwindigkeit gegenüber einer zweiten Stiftgruppe von sich ebenfalls quer zur Durchlaufrichtung erstreckenden, zwischen die Umfangsreihen eingreifenden Mahlstiften (8) umläuft. Zur Erzielung sehr kleiner Endfeinheiten wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die erste Stiftgruppe auf der äußeren Mantelfläche eines zumindest angenähert zylindrisch ausgebildeten Rotors (3) angeordnet ist, DOLLAR A daß der Mahlraum als schmaler Radialspalt (5) ausgebildet ist, dessen radiale Breite (B) 1/10 des Rotordurchmessers (D) und dessen axiale Länge etwa der des Rotors (3) entsprechen, daß die freie Länge der sich radial zur Rotorachse (2) erstreckenden Mahlstifte (6) etwa der radialen Breite (B) des Radialspaltes (5) entspricht, und DOLLAR A daß zur Erzielung von Endfeinheiten 20 mum bei Aufgabegutpartikelgrößen < 5 mm die Rotorumfangsgeschwindigkeit 100-250 m/s und der Durchmesser (C) der Mahlstifte 4 mm betragen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Stiftmühle zur Prall- oder Schlag
zerkleinerung disperser Stoffe, die durch einen Mahlraum geför
dert und auf diesem Durchlaufweg von sich angenähert quer zur
Durchlaufrichtung erstreckenden Mahlstiften beaufschlagt werden,
von denen eine erste Stiftgruppe in mehreren, in der Durchlauf
richtung hintereinander angeordneten Umfangsreihen auf einem mit
einem Drehantrieb versehenen Rotor befestigt ist und mit einer
Relativgeschwindigkeit gegenüber einer zweiten Stiftgruppe von
sich ebenfalls quer zur Durchlaufrichtung erstreckenden,
zwischen die Umfangsreihen eingreifenden Mahlstiften umläuft.
Eine derartige Ausführungsform läßt sich beispielsweise der
DE 41 24 855 A1 entnehmen. Als Fundstellen für den weiteren Stand
der Technik werden genannt
- - Chemie-Ing.-Techn., 32. Jahrg. 1960/Nr. 7, S. 448-453 "Über die Zerkleinerung in Stiftmühlen"
- - Chemische Technik, 19. Jg., Heft 1, Januar 1967, S. 1-10 "Zerkleinerung in Feinprallmühlen"
- - Zerkleinerungs- und Klassiermaschinen, Prof. Dr. sc. techn. Karl Höffl, Springer-Verlag 1986, S. 184-189.
Eine vorbekannte Stiftmühle der vorstehend beschriebenen Bauart
besteht aus zwei parallel zueinander angeordneten, gegenläufigen
Scheiben, die mit konzentrischen Reihen von Mahlstiften besetzt
sind, die alternierend und auf unterschiedlichen Durchmessern
angeordnet sind und sich jeweils in axialer Richtung erstrecken,
also achsparallel zur Rotorachse liegen. Das zu zerkleinernde
Mahlgut wird durch eine zentrale Öffnung einer Scheibe den Roto
ren zugeführt und bei seinem radialen Weg durch die gegenläufig
umlaufenden Mahlstiftreihen beim Aufprall auf den Mahlstiften
zerkleinert. Das zerkleinerte Mahlgut tritt am äußersten Mahl
stiftring aus, wird am Umfang gesammelt und zusammen mit der
durch den Mahlraum transportierten Luft durch einen Umfangsaus
laß ausgetragen. Bei einer ebenfalls vorbekannten abgewandelten
Ausführungsform rotiert nur die eine der beiden Scheiben, wäh
rend die zweite Scheibe stationär ausgebildet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschrie
bene Stiftmühle konstruktiv derart umzugestalten, daß sich mit
ihr Mahlgüter mit sehr viel kleineren Endfeinheiten herstellen
lassen.
Ausgehend von der eingangs beschriebenen Stiftmühle wird diese
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die erste Stiftgrup
pe auf der äußeren Mantelfläche eines zumindest angenähert zy
lindrisch ausgebildeten Rotors angeordnet ist, daß der Mahlraum
als schmaler Radialspalt ausgebildet ist, dessen radiale Breite
≦ 1/10 des Rotordurchmessers und dessen axiale Länge etwa der
des Rotars entsprechen, daß die freie Länge der sich radial zur
Rotorachse erstreckenden Mahlstifte etwa der radialen Breite des
Radialspaltes entspricht, und daß zur Erzielung von Endfeinhei
ten ≦ 20 µm bei Aufgabegutpartikelgrößen < 5 mm die Rotorum
fangsgeschwindigkeit 100-250 m/s und der Durchmesser der Mahl
stifte ≦ 4 mm betragen.
Während bei den vorbekannten Stiftmühlen die Rotorumfangsge
schwindigkeiten aufgrund der hohen Biegebeanspruchung, der die
axial ausgerichteten Mahlstifte ausgesetzt sind, auf maximal
150 m/s begrenzt sind, lassen sich mit der erfindungsgemäß ge
stalteten Stiftmühle wegen der erfindungsgemäß sich radial er
streckenden Mahlstifte auch bei Verwendung nur eines Rotors Um
fangsgeschwindigkeiten von bis zu 250 m/s erzielen. Auf den kon
struktiv aufwendigen Einsatz zweier gegenläufiger Rotoren kann
somit verzichtet werden. Während bei den herkömmlichen Stiftmüh
len der Durchmesser der Mahlstifte aufgrund ihrer hohen Biege
beanspruchung mindestens 5 mm betragen muß, läßt die erfindungs
gemäße Stiftmühle kleinere Mahlstiftdurchmesser zu, die erfin
dungsgemäß vorzugsweise nur noch 1-2 mm betragen. Erst hier
durch wird die erfindungsgemäß angestrebte Feinstzerkleinerung
ermöglicht.
Zur Unterstützung des Transportes des Mahlgutes durch die durch
den Radialspalt gebildete Mahlzone ist es vorteilhaft, wenn an
dem Mahlgutaustritt des Radialspaltes eine Luftabsaugung ange
schlossen ist. Die durch den Radialspalt gesaugte Luft dient
zugleich aber auch zur Kühlung des Mahlgutes, was insbesondere
bei gegenüber Erwärmungen empfindlichen Mahlgütern vorteilhaft
ist.
Die durch die Mahlzone strömende Luft bildet vor jedem Mahlstift
eine Staupunktströmung, deren gekrümmten Stromlinien das Mahl
stiftprofil umströmen. Die Bahnkurven der Mahlgutpartikel wei
chen aufgrund deren Trägheitskräfte von der Staupunktströmung
ab, so daß es zu einem Aufprall der Mahlgutpartikel auf der Vor
derseite der Mahlstifte kommt. Dieser durch die Trägheitskräfte
bedingte Aufprall ist von der Größe der Partikel, der mittleren
Geschwindigkeit der Luft vor dem Mahlstift, der Größe des Hin
dernisses sowie den Stoffdaten der Partikel und der Luft abhän
gig. Gleichmäßig in der Staupunktströmung verteilte Partikel
einer bestimmten Größe treffen aber nur dann auf der Vorderseite
der Mahlstifte auf, wenn deren Durchmesser eine bestimmte Größe
nicht überschreitet. Die Erfindung beruht auf dieser Erkenntnis,
so daß erfindungsgemäß für die angestrebte Feinstzerkleinerung
nur sehr geringe Mahlstiftdurchmesser eingesetzt werden.
Um die radialen Flugwege der Mahlgutpartikel klein zu halten,
erhält der Mahlspalt erfindungsgemäß nur eine geringe radiale
Breite, die 10 mm nicht überschreiten sollte. Um jedoch die vol
le Breite des Radialspaltes als Aufprallfläche der Mahlstifte
nutzen zu können, ist es zweckmäßig, wenn die freien Enden der
umlaufenden Mahlstifte der ersten Stiftgruppe in Ringnuten in
der äußeren, den Radialspalt begrenzenden Wandung eintauchen.
Eine analoge Ausbildung könnte auch für die zweite Stiftgruppe
vorgesehen werden, die vorzugsweise in einem stationären, den
Rotor konzentrisch umgreifenden Stator angeordnet ist.
Der Rotor, dessen Achse vorzugsweise lotrecht angeordnet ist,
kann aus einem zylindrischen oder schwach konischen Rohr beste
hen, dessen Wandstärke klein ist gegenüber dem Rotordurchmesser.
Damit die Mahlstifte nicht durch die bei der Rotation auftreten
den Fliehkräfte aus der Rotorwand herausgerissen werden können,
können die Mahlstifte an ihrem hinteren Ende eine Verdickung,
eine Abwinklung oder dergleichen aufweisen. Die durch die Rohr
wandung des Rotors gesteckten Mahlstifte können sich aber auch
zumindest in diesem Durchtrittsbereich zu ihren freien Enden hin
schwach konisch verjüngen. Eine andere Alternativlösung ist da
durch gekennzeichnet, daß jeweils zwei in Mahlstift-Umfangsrei
hen axial übereinanderliegende Mahlstifte durch die U-Schenkel
eines U-förmigen Stiftteils gebildet sind.
Mit fortschreitender axialer Länge der Mahlzone nimmt die Fein
heit des erzeugten Mahlgutes kontinuierlich zu, wobei die axiale
Länge der Mahlzone bzw. des Rotors die Endfeinheit des erzeugten
Produktes bestimmt. Um der vorstehend erläuterten Forderung nach
einer Anpassung des Durchmessers der Mahlstifte an die Größe der
aufprallenden Partikel nachzukommen, ist es zweckmäßig, wenn die
Mahlstifte der in Durchlaufrichtung gesehen ersten Umfangsreihen
den größten und die der letzten Umfangsreihen den kleinsten
Durchmesser aufweisen. Diese Abnahme der Mahlstiftdurchmesser
kann über die axiale Länge der Mahlzone kontinuierlich oder in
Stufen erfolgen.
Um den Verschleiß der Mahlstifte in Grenzen zu halten, ist es
vorteilhaft, wenn die Mahlstifte aus verschleißarmem bzw. ver
schleißfestem Material, vorzugsweise aus hochfesten Stählen,
Keramik oder dergleichen bestehen.
Der erfindungsgemäß gestalteten Mahlzone kann noch eine erste
Zerkleinerungsstufe vorgeschaltet werden, die dadurch gekenn
zeichnet ist, daß der Mahlgutaufgabe radial oder flach gekrümmt
verlaufende Beschleunigungskanäle nachgeordnet sind, denen senk
recht zur Flugrichtung der aus diesen Beschleunigungskanälen
austretenden Partikel stationäre Aufprallflächen nachgeschaltet
sind. Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Mahlgutaufgabe mit der
Rotorachse fluchtet und die nachgeordneten Beschleunigungskanäle
in einer gemeinsamen Radialebene liegen.
In der Zeichnung sind einige als Beispiele dienende Ausführungs
formen der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt eines lotrechten Mittelschnittes
durch eine Stiftmühle und
Fig. 2 sieben Beispiele für Mahlstiftformen und -befe
stigungen.
Die Stiftmühle gemäß Fig. 1 weist als Mahlgutaufgabe 1 ein
feststehendes, zentrales Rohr auf, das mit der lotrechten Rotor
achse 2 eines darunter angeordneten Rotors 3 fluchtet. Der Rotor
3 besteht im wesentlichen aus einem zylindrischen Rohr, dessen
Wandstärke A klein ist gegenüber dem Rotordurchmesser D.
Der von einem nicht dargestellten Drehantrieb beaufschlagbare
Rotor 3 ist konzentrisch von einem stationären Stator 4 um
schlossen, der mit seiner Innenwandung zusammen mit der Mantel
fläche des Rotors 3 einen schmalen Radialspalt 5 definiert, des
sen radiale Breite b maximal 10 mm beträgt und dessen axiale
Länge etwa der des Rotors 3 entspricht.
Die äußere Mantelfläche des Rotors 3 ist mit Mahlstiften 6 be
stückt, die in untereinander angeordneten Umfangsreihen auf dem
Rotor 3 befestigt sind und sich radial zur Rotorachse 2 über die
radiale Breite B des Radialspaltes 5 erstrecken. Dabei ist die
freie Länge der Mahlstifte 6 so dimensioniert, daß die freien
Enden der mit dem Rotor 3 umlaufenden Mahlstifte 6 in Ringnuten
7 in der inneren Mantelfläche des Stators 4 eintauchen. Die
Mahlstifte 6 des Rotors 3 bilden eine erste Stiftgruppe.
Der Stator 4 ist mit eine zweite Stiftgruppe bildenden Mahlstif
ten 8 bestückt, die ebenfalls in untereinander liegenden Um
fangsreihen angeordnet sind, sich ebenfalls radial zur Rotorach
se 2 durch den Radialspalt 5 hindurch erstrecken und zwischen
die Umfangsreihen der Rotor-Mahlstifte 6 eingreifen, wobei je
weils zwischen zwei Mahlstift-Umfangsreihen des Rotors 3 eine
Mahlstift-Reihe des Stators 4 eingreift.
Der durch den Radialspalt 5 gebildete Mahlraum bildet eine zwei
te Zerkleinerungsstufe, dem eine erste Zerkleinerungsstufe vor
geschaltet ist. Letztere wird gebildet durch zur Rotorachse 2
radial oder flach gekrümmt verlaufende, der Mahlgutaufgabe 1
nachgeordnete Beschleunigungskanäle 9, denen senkrecht zur Flug
richtung der aus diesen Beschleunigungskanälen 9 austretenden
Partikel stationäre Aufprallflächen 10 nachgeschaltet sind. Die
Beschleunigungskanäle liegen in einer gemeinsamen Radialebene
und sind mit dem Rotor 3 drehverbunden, laufen also mit dem Ro
tor 3 um. Die Aufprallflächen 10 können durch eine entsprechend
profilierte Innenwandung des Stators 4 gebildet sein.
An den unteren Mahlgutaustritt 11 des Radialspaltes 5 ist eine
in der Zeichnung nicht näher dargestellte Luftabsaugung ange
schlossen.
Fig. 2 zeigt für die Rotor-Mahlstifte 6 sieben verschiedene
Ausführungsformen bzw. Befestigungsmethoden gegen das Heraus
fliegen der Mahlstifte 6 unter Einwirkung der Zentrifugalkräfte:
a zeigt einen zylindrischen Mahlstift, der in einer zylindri
schen Bohrung mit einer Preßpassung gesichert ist. Die Ausfüh
rungsformen b, c und d zeigen für zylindrische Mahlstifte unter
schiedliche Köpfe, durch deren Form die Mahlstifte in den Boh
rungen festgehalten werden. Die Ausführungsform e stellt einen
konisch geformten Mahlstift in einer konischen Bohrung dar. Die
Ausführungsformen f, g zeigen U-förmige Stiftteile 12, mit denen
jeweils zwei Bohrungen bestückt werden können. Hierzu zeigt
Fig. 1, daß bei dem Rotor 3 jeweils zwei in benachbarten Mahl
stift-Umfangsreihen axial übereinanderliegende Mahlstifte 6
durch die U-Schenkel eines U-förmigen Stiftteils 12 gebildet
sind, das mit seinen U-Schenkeln durch entsprechende Bohrungen
in der Rohrwandung des Rotors 3 gesteckt ist und mit seinem U-
Steg auf einer Rotormantellinie an der Innenwand des Rotors 3
anliegt. Fig. 1 zeigt eine vergleichsweise Ausbildung bzw. An
ordnung auch für die Mahlstifte 8 des Stators 4.
Der Durchmesser C der Mahlstifte 6, 8 beträgt maximal 4 mm und
vorzugsweise 1-2 mm.
Die Wirkungsweise der Stiftmühle läßt sich wie folgt beschrei
ben:
Das disperse Aufgabegut wird in Richtung des eingezeichneten
Pfeiles 13 in die stationäre, rohrförmige Mahlgutaufgabe 1 ein
gegeben und tritt in Richtung der gestrichelt eingezeichneten
Pfeile in die mit dem Rotor 3 hochtourig umlaufenden Beschleuni
gungskanäle 9 ein, über deren zumindest angenähert radial ver
laufende Kanalseitenwandungen das in Umfangsrichtung beschleu
nigte Aufgabegut zusätzlich auch durch Fliehkräfte in radialer
Richtung beschleunigt wird. Das Aufgabegut verläßt dann die Be
schleunigungskanäle 9 am Außenumfang des Rotors 3 mit der vek
toriellen Summe der sich aus den beiden genannten Beschleunigun
gen ergebenden Geschwindigkeiten und prallt auf die senkrecht
zur Flugrichtung liegenden Aufprallflächen 10 der profilierten
Innenseite des Stators 4 auf. Die in dieser ersten Zerkleine
rungsstufe erzeugten Bruchstücke werden mit Unterstützung der
durch ein nachgeschaltetes Gebläse angesaugten Luft in axialer
Richtung durch den Radialspalt 5 gesaugt. Dabei treffen die Par
tikel auf die sich radial durch den Radialspalt 5 erstreckenden
rotierenden und feststehenden Mahlstifte 6, 8 und werden dadurch
weiter zerkleinert. Die durch diesen Radialspalt 5 in Verbindung
mit den Mahlstiften 6, 8 gebildete Mahlzone stellt die zweite
Zerkleinerungsstufe dar, die vom Mahlgut über den unteren Mahl
gutaustritt verlassen wird. Das bei 11 austretende Mahlgut/Luft-
Gemisch wird einem in der Zeichnung nicht näher dargestellten
nachgeschalteten Filter zugeführt, in dem das Mahlgut von der
Luft getrennt wird.
Claims (20)
1. Stiftmühle zur Prall- oder Schlagzerkleinerung disperser
Stoffe, die durch einen Mahlraum gefördert und auf diesem
Durchlaufweg von sich angenähert quer zur Durchlaufrichtung
erstreckenden Mahlstiften (6, 8) beaufschlagt werden, von
denen eine erste Stiftgruppe in mehreren, in der Durchlauf
richtung hintereinander angeordneten Umfangsreihen auf ei
nem mit einem Drehantrieb versehenen Rotor (3) befestigt
ist und mit einer Relativgeschwindigkeit gegenüber einer
zweiten Stiftgruppe von sich ebenfalls quer zur Durchlauf
richtung erstreckenden, zwischen die Umfangsreihen eingrei
fenden Mahlstiften (8) umläuft,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Stiftgruppe auf der
äußeren Mantelfläche eines zumindest angenähert zylindrisch
ausgebildeten Rotors (3) angeordnet ist,
daß der Mahlraum als schmaler Radialspalt (5) ausgebildet ist, dessen radiale Breite (B) ≦ 1/10 des Rotordurchmessers (D) und dessen axiale Länge etwa der des Rotors (3) ent sprechen,
daß die freie Länge der sich radial zur Rotorachse (2) er streckenden Mahlstifte (6) etwa der radialen Breite (B) des Radialspaltes (5) entspricht, und
daß zur Erzielung von Endfeinheiten ≦ 20 µm bei Aufgabegut partikelgrößen < 5 mm die Rotorumfangsgeschwindigkeit 100-250 m/s und der Durchmesser (C) der Mahlstifte ≦ 4 mm betragen.
daß der Mahlraum als schmaler Radialspalt (5) ausgebildet ist, dessen radiale Breite (B) ≦ 1/10 des Rotordurchmessers (D) und dessen axiale Länge etwa der des Rotors (3) ent sprechen,
daß die freie Länge der sich radial zur Rotorachse (2) er streckenden Mahlstifte (6) etwa der radialen Breite (B) des Radialspaltes (5) entspricht, und
daß zur Erzielung von Endfeinheiten ≦ 20 µm bei Aufgabegut partikelgrößen < 5 mm die Rotorumfangsgeschwindigkeit 100-250 m/s und der Durchmesser (C) der Mahlstifte ≦ 4 mm betragen.
2. Stiftmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rotorachse (2) lotrecht angeordnet ist.
3. Stiftmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rotor (3) aus einem zylindrischen oder schwach ko
nischen Rohr besteht, dessen Wandstärke (A) klein ist ge
genüber dem Rotordurchmesser (D).
4. Stiftmühle nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß die radiale Breite (B) des Radialspaltes (5) maxi
mal 10 mm beträgt.
5. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Durchmesser (C) der Mahlstifte (6,
8) 1-2 mm beträgt.
6. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die freien Enden der umlaufenden Mahl
stifte (6) der ersten Stiftgruppe in Ringnuten (7) in der
äußeren, den Radialspalt (5) begrenzenden Wandung eintau
chen.
7. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mahlstifte (6, 8) zylindrisch oder
schwach konisch ausgebildet sind.
8. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mahlstifte (6, 8) der in Durchlauf
richtung gesehen ersten Umfangsreihen den größten und die
der letzten Umfangsreihen den kleinsten Durchmesser aufwei
sen.
9. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mahlstifte (6, 8) aus verschleiß
armem bzw. verschleißfestem Material bestehen.
10. Stiftmühle nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Mahlstifte (6) des Rotors (3) durch
dessen Rohrwandung gesteckt sind und zumindest in diesem
Durchtrittsbereich sich zu ihren freien Enden hin schwach
konisch verjüngen.
11. Stiftmühle nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß jeweils zwei in Mahlstift-Umfangsreihen
axial übereinanderliegende Mahlstifte (6, 8) durch die U-
Schenkel eines U-förmigen Stiftteils (12) gebildet sind.
12. Stiftmühle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
bei dem Rotor (3) jedes U-förmige Stiftteil (12) mit seinen
U-Schenkeln durch entsprechende Bohrungen in der Rohrwan
dung des Rotors (3) gesteckt ist und mit seinem U-Steg auf
einer Rotormantellinie an der Innenwand des Rotors (3) an
liegt.
13. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Stiftgruppe in einem statio
nären, den Rotor (3) konzentrisch umgreifenden Stator (4)
angeordnet ist.
14. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in Durchlaufrichtung gesehen zwischen
zwei Mahlstift-Umfangsreihen des Rotors (3) eine Mahlstift-
Reihe der zweiten Stiftgruppe eingreift.
15. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß dem durch den Radialspalt (5) gebilde
ten Mahlraum eine erste Zerkleinerungsstufe vorgeschaltet
ist.
16. Stiftmühle nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mahlgutaufgabe (1) radial oder flach gekrümmt verlau
fende Beschleunigungskanäle (9) nachgeordnet sind, denen
senkrecht zur Flugrichtung der aus diesen Beschleunigungs
kanälen (9) austretenden Partikel stationäre Aufprallflä
chen (10) nachgeschaltet sind.
17. Stiftmühle nach den Ansprüchen 2 und 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mahlgutaufgabe (1) mit der Rotorachse
(2) fluchtet und die nachgeordneten Beschleunigungskanäle
(9) in einer gemeinsamen Radialebene liegen.
18. Stiftmühle nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeich
net, daß die Beschleunigungskanäle (9) mit dem Rotor (3)
drehverbunden sind.
19. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Mahlgutaustritt (11) des Radial
spaltes (5) eine Luftabsaugung angeschlossen ist.
20. Stiftmühle nach einem der Ansprüche 9 bis 19, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Mahlstifte (6, 8) aus hochfesten
Stählen oder Keramik bestehen.
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