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DE19905370C1 - Stiftmühle - Google Patents

Stiftmühle

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DE19905370C1
DE19905370C1 DE1999105370 DE19905370A DE19905370C1 DE 19905370 C1 DE19905370 C1 DE 19905370C1 DE 1999105370 DE1999105370 DE 1999105370 DE 19905370 A DE19905370 A DE 19905370A DE 19905370 C1 DE19905370 C1 DE 19905370C1
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Germany
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grinding
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pins
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Kurt Leschonski
Bernd Benker
Ambrose Joseph Matolo Itika
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    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C13/00Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills
    • B02C13/22Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills with intermeshing pins ; Pin Disk Mills
    • B02C13/24Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills with intermeshing pins ; Pin Disk Mills arranged around a vertical axis
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C17/00Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
    • B02C17/16Mills in which a fixed container houses stirring means tumbling the charge
    • B02C17/166Mills in which a fixed container houses stirring means tumbling the charge of the annular gap type

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Stiftmühle zur Prall- oder Schlagzerkleinerung disperser Stoffe, die durch einen Mahlraum gefördert und auf diesem Durchlaufweg von sich angenähert quer zur Durchlaufrichtung erstreckenden Mahlstiften (6, 8) beaufschlagt werden, von denen eine erste Stiftgruppe in mehreren, in der Durchlaufrichtung hintereinander angeordneten Umfangsreihen auf einem mit einem Drehantrieb versehenen Rotor (3) befestigt ist und mit einer Relativgeschwindigkeit gegenüber einer zweiten Stiftgruppe von sich ebenfalls quer zur Durchlaufrichtung erstreckenden, zwischen die Umfangsreihen eingreifenden Mahlstiften (8) umläuft. Zur Erzielung sehr kleiner Endfeinheiten wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die erste Stiftgruppe auf der äußeren Mantelfläche eines zumindest angenähert zylindrisch ausgebildeten Rotors (3) angeordnet ist, DOLLAR A daß der Mahlraum als schmaler Radialspalt (5) ausgebildet ist, dessen radiale Breite (B) 1/10 des Rotordurchmessers (D) und dessen axiale Länge etwa der des Rotors (3) entsprechen, daß die freie Länge der sich radial zur Rotorachse (2) erstreckenden Mahlstifte (6) etwa der radialen Breite (B) des Radialspaltes (5) entspricht, und DOLLAR A daß zur Erzielung von Endfeinheiten 20 mum bei Aufgabegutpartikelgrößen < 5 mm die Rotorumfangsgeschwindigkeit 100-250 m/s und der Durchmesser (C) der Mahlstifte 4 mm betragen.

Description

Die Erfindung betrifft eine Stiftmühle zur Prall- oder Schlag­ zerkleinerung disperser Stoffe, die durch einen Mahlraum geför­ dert und auf diesem Durchlaufweg von sich angenähert quer zur Durchlaufrichtung erstreckenden Mahlstiften beaufschlagt werden, von denen eine erste Stiftgruppe in mehreren, in der Durchlauf­ richtung hintereinander angeordneten Umfangsreihen auf einem mit einem Drehantrieb versehenen Rotor befestigt ist und mit einer Relativgeschwindigkeit gegenüber einer zweiten Stiftgruppe von sich ebenfalls quer zur Durchlaufrichtung erstreckenden, zwischen die Umfangsreihen eingreifenden Mahlstiften umläuft.
Eine derartige Ausführungsform läßt sich beispielsweise der DE 41 24 855 A1 entnehmen. Als Fundstellen für den weiteren Stand der Technik werden genannt
  • - Chemie-Ing.-Techn., 32. Jahrg. 1960/Nr. 7, S. 448-453 "Über die Zerkleinerung in Stiftmühlen"
  • - Chemische Technik, 19. Jg., Heft 1, Januar 1967, S. 1-10 "Zerkleinerung in Feinprallmühlen"
  • - Zerkleinerungs- und Klassiermaschinen, Prof. Dr. sc. techn. Karl Höffl, Springer-Verlag 1986, S. 184-189.
Eine vorbekannte Stiftmühle der vorstehend beschriebenen Bauart besteht aus zwei parallel zueinander angeordneten, gegenläufigen Scheiben, die mit konzentrischen Reihen von Mahlstiften besetzt sind, die alternierend und auf unterschiedlichen Durchmessern angeordnet sind und sich jeweils in axialer Richtung erstrecken, also achsparallel zur Rotorachse liegen. Das zu zerkleinernde Mahlgut wird durch eine zentrale Öffnung einer Scheibe den Roto­ ren zugeführt und bei seinem radialen Weg durch die gegenläufig umlaufenden Mahlstiftreihen beim Aufprall auf den Mahlstiften zerkleinert. Das zerkleinerte Mahlgut tritt am äußersten Mahl­ stiftring aus, wird am Umfang gesammelt und zusammen mit der durch den Mahlraum transportierten Luft durch einen Umfangsaus­ laß ausgetragen. Bei einer ebenfalls vorbekannten abgewandelten Ausführungsform rotiert nur die eine der beiden Scheiben, wäh­ rend die zweite Scheibe stationär ausgebildet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschrie­ bene Stiftmühle konstruktiv derart umzugestalten, daß sich mit ihr Mahlgüter mit sehr viel kleineren Endfeinheiten herstellen lassen.
Ausgehend von der eingangs beschriebenen Stiftmühle wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die erste Stiftgrup­ pe auf der äußeren Mantelfläche eines zumindest angenähert zy­ lindrisch ausgebildeten Rotors angeordnet ist, daß der Mahlraum als schmaler Radialspalt ausgebildet ist, dessen radiale Breite ≦ 1/10 des Rotordurchmessers und dessen axiale Länge etwa der des Rotars entsprechen, daß die freie Länge der sich radial zur Rotorachse erstreckenden Mahlstifte etwa der radialen Breite des Radialspaltes entspricht, und daß zur Erzielung von Endfeinhei­ ten ≦ 20 µm bei Aufgabegutpartikelgrößen < 5 mm die Rotorum­ fangsgeschwindigkeit 100-250 m/s und der Durchmesser der Mahl­ stifte ≦ 4 mm betragen.
Während bei den vorbekannten Stiftmühlen die Rotorumfangsge­ schwindigkeiten aufgrund der hohen Biegebeanspruchung, der die axial ausgerichteten Mahlstifte ausgesetzt sind, auf maximal 150 m/s begrenzt sind, lassen sich mit der erfindungsgemäß ge­ stalteten Stiftmühle wegen der erfindungsgemäß sich radial er­ streckenden Mahlstifte auch bei Verwendung nur eines Rotors Um­ fangsgeschwindigkeiten von bis zu 250 m/s erzielen. Auf den kon­ struktiv aufwendigen Einsatz zweier gegenläufiger Rotoren kann somit verzichtet werden. Während bei den herkömmlichen Stiftmüh­ len der Durchmesser der Mahlstifte aufgrund ihrer hohen Biege­ beanspruchung mindestens 5 mm betragen muß, läßt die erfindungs­ gemäße Stiftmühle kleinere Mahlstiftdurchmesser zu, die erfin­ dungsgemäß vorzugsweise nur noch 1-2 mm betragen. Erst hier­ durch wird die erfindungsgemäß angestrebte Feinstzerkleinerung ermöglicht.
Zur Unterstützung des Transportes des Mahlgutes durch die durch den Radialspalt gebildete Mahlzone ist es vorteilhaft, wenn an dem Mahlgutaustritt des Radialspaltes eine Luftabsaugung ange­ schlossen ist. Die durch den Radialspalt gesaugte Luft dient zugleich aber auch zur Kühlung des Mahlgutes, was insbesondere bei gegenüber Erwärmungen empfindlichen Mahlgütern vorteilhaft ist.
Die durch die Mahlzone strömende Luft bildet vor jedem Mahlstift eine Staupunktströmung, deren gekrümmten Stromlinien das Mahl­ stiftprofil umströmen. Die Bahnkurven der Mahlgutpartikel wei­ chen aufgrund deren Trägheitskräfte von der Staupunktströmung ab, so daß es zu einem Aufprall der Mahlgutpartikel auf der Vor­ derseite der Mahlstifte kommt. Dieser durch die Trägheitskräfte bedingte Aufprall ist von der Größe der Partikel, der mittleren Geschwindigkeit der Luft vor dem Mahlstift, der Größe des Hin­ dernisses sowie den Stoffdaten der Partikel und der Luft abhän­ gig. Gleichmäßig in der Staupunktströmung verteilte Partikel einer bestimmten Größe treffen aber nur dann auf der Vorderseite der Mahlstifte auf, wenn deren Durchmesser eine bestimmte Größe nicht überschreitet. Die Erfindung beruht auf dieser Erkenntnis, so daß erfindungsgemäß für die angestrebte Feinstzerkleinerung nur sehr geringe Mahlstiftdurchmesser eingesetzt werden.
Um die radialen Flugwege der Mahlgutpartikel klein zu halten, erhält der Mahlspalt erfindungsgemäß nur eine geringe radiale Breite, die 10 mm nicht überschreiten sollte. Um jedoch die vol­ le Breite des Radialspaltes als Aufprallfläche der Mahlstifte nutzen zu können, ist es zweckmäßig, wenn die freien Enden der umlaufenden Mahlstifte der ersten Stiftgruppe in Ringnuten in der äußeren, den Radialspalt begrenzenden Wandung eintauchen.
Eine analoge Ausbildung könnte auch für die zweite Stiftgruppe vorgesehen werden, die vorzugsweise in einem stationären, den Rotor konzentrisch umgreifenden Stator angeordnet ist.
Der Rotor, dessen Achse vorzugsweise lotrecht angeordnet ist, kann aus einem zylindrischen oder schwach konischen Rohr beste­ hen, dessen Wandstärke klein ist gegenüber dem Rotordurchmesser. Damit die Mahlstifte nicht durch die bei der Rotation auftreten­ den Fliehkräfte aus der Rotorwand herausgerissen werden können, können die Mahlstifte an ihrem hinteren Ende eine Verdickung, eine Abwinklung oder dergleichen aufweisen. Die durch die Rohr­ wandung des Rotors gesteckten Mahlstifte können sich aber auch zumindest in diesem Durchtrittsbereich zu ihren freien Enden hin schwach konisch verjüngen. Eine andere Alternativlösung ist da­ durch gekennzeichnet, daß jeweils zwei in Mahlstift-Umfangsrei­ hen axial übereinanderliegende Mahlstifte durch die U-Schenkel eines U-förmigen Stiftteils gebildet sind.
Mit fortschreitender axialer Länge der Mahlzone nimmt die Fein­ heit des erzeugten Mahlgutes kontinuierlich zu, wobei die axiale Länge der Mahlzone bzw. des Rotors die Endfeinheit des erzeugten Produktes bestimmt. Um der vorstehend erläuterten Forderung nach einer Anpassung des Durchmessers der Mahlstifte an die Größe der aufprallenden Partikel nachzukommen, ist es zweckmäßig, wenn die Mahlstifte der in Durchlaufrichtung gesehen ersten Umfangsreihen den größten und die der letzten Umfangsreihen den kleinsten Durchmesser aufweisen. Diese Abnahme der Mahlstiftdurchmesser kann über die axiale Länge der Mahlzone kontinuierlich oder in Stufen erfolgen.
Um den Verschleiß der Mahlstifte in Grenzen zu halten, ist es vorteilhaft, wenn die Mahlstifte aus verschleißarmem bzw. ver­ schleißfestem Material, vorzugsweise aus hochfesten Stählen, Keramik oder dergleichen bestehen.
Der erfindungsgemäß gestalteten Mahlzone kann noch eine erste Zerkleinerungsstufe vorgeschaltet werden, die dadurch gekenn­ zeichnet ist, daß der Mahlgutaufgabe radial oder flach gekrümmt verlaufende Beschleunigungskanäle nachgeordnet sind, denen senk­ recht zur Flugrichtung der aus diesen Beschleunigungskanälen austretenden Partikel stationäre Aufprallflächen nachgeschaltet sind. Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Mahlgutaufgabe mit der Rotorachse fluchtet und die nachgeordneten Beschleunigungskanäle in einer gemeinsamen Radialebene liegen.
In der Zeichnung sind einige als Beispiele dienende Ausführungs­ formen der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt eines lotrechten Mittelschnittes durch eine Stiftmühle und
Fig. 2 sieben Beispiele für Mahlstiftformen und -befe­ stigungen.
Die Stiftmühle gemäß Fig. 1 weist als Mahlgutaufgabe 1 ein feststehendes, zentrales Rohr auf, das mit der lotrechten Rotor­ achse 2 eines darunter angeordneten Rotors 3 fluchtet. Der Rotor 3 besteht im wesentlichen aus einem zylindrischen Rohr, dessen Wandstärke A klein ist gegenüber dem Rotordurchmesser D.
Der von einem nicht dargestellten Drehantrieb beaufschlagbare Rotor 3 ist konzentrisch von einem stationären Stator 4 um­ schlossen, der mit seiner Innenwandung zusammen mit der Mantel­ fläche des Rotors 3 einen schmalen Radialspalt 5 definiert, des­ sen radiale Breite b maximal 10 mm beträgt und dessen axiale Länge etwa der des Rotors 3 entspricht.
Die äußere Mantelfläche des Rotors 3 ist mit Mahlstiften 6 be­ stückt, die in untereinander angeordneten Umfangsreihen auf dem Rotor 3 befestigt sind und sich radial zur Rotorachse 2 über die radiale Breite B des Radialspaltes 5 erstrecken. Dabei ist die freie Länge der Mahlstifte 6 so dimensioniert, daß die freien Enden der mit dem Rotor 3 umlaufenden Mahlstifte 6 in Ringnuten 7 in der inneren Mantelfläche des Stators 4 eintauchen. Die Mahlstifte 6 des Rotors 3 bilden eine erste Stiftgruppe.
Der Stator 4 ist mit eine zweite Stiftgruppe bildenden Mahlstif­ ten 8 bestückt, die ebenfalls in untereinander liegenden Um­ fangsreihen angeordnet sind, sich ebenfalls radial zur Rotorach­ se 2 durch den Radialspalt 5 hindurch erstrecken und zwischen die Umfangsreihen der Rotor-Mahlstifte 6 eingreifen, wobei je­ weils zwischen zwei Mahlstift-Umfangsreihen des Rotors 3 eine Mahlstift-Reihe des Stators 4 eingreift.
Der durch den Radialspalt 5 gebildete Mahlraum bildet eine zwei­ te Zerkleinerungsstufe, dem eine erste Zerkleinerungsstufe vor­ geschaltet ist. Letztere wird gebildet durch zur Rotorachse 2 radial oder flach gekrümmt verlaufende, der Mahlgutaufgabe 1 nachgeordnete Beschleunigungskanäle 9, denen senkrecht zur Flug­ richtung der aus diesen Beschleunigungskanälen 9 austretenden Partikel stationäre Aufprallflächen 10 nachgeschaltet sind. Die Beschleunigungskanäle liegen in einer gemeinsamen Radialebene und sind mit dem Rotor 3 drehverbunden, laufen also mit dem Ro­ tor 3 um. Die Aufprallflächen 10 können durch eine entsprechend profilierte Innenwandung des Stators 4 gebildet sein.
An den unteren Mahlgutaustritt 11 des Radialspaltes 5 ist eine in der Zeichnung nicht näher dargestellte Luftabsaugung ange­ schlossen.
Fig. 2 zeigt für die Rotor-Mahlstifte 6 sieben verschiedene Ausführungsformen bzw. Befestigungsmethoden gegen das Heraus­ fliegen der Mahlstifte 6 unter Einwirkung der Zentrifugalkräfte: a zeigt einen zylindrischen Mahlstift, der in einer zylindri­ schen Bohrung mit einer Preßpassung gesichert ist. Die Ausfüh­ rungsformen b, c und d zeigen für zylindrische Mahlstifte unter­ schiedliche Köpfe, durch deren Form die Mahlstifte in den Boh­ rungen festgehalten werden. Die Ausführungsform e stellt einen konisch geformten Mahlstift in einer konischen Bohrung dar. Die Ausführungsformen f, g zeigen U-förmige Stiftteile 12, mit denen jeweils zwei Bohrungen bestückt werden können. Hierzu zeigt Fig. 1, daß bei dem Rotor 3 jeweils zwei in benachbarten Mahl­ stift-Umfangsreihen axial übereinanderliegende Mahlstifte 6 durch die U-Schenkel eines U-förmigen Stiftteils 12 gebildet sind, das mit seinen U-Schenkeln durch entsprechende Bohrungen in der Rohrwandung des Rotors 3 gesteckt ist und mit seinem U- Steg auf einer Rotormantellinie an der Innenwand des Rotors 3 anliegt. Fig. 1 zeigt eine vergleichsweise Ausbildung bzw. An­ ordnung auch für die Mahlstifte 8 des Stators 4.
Der Durchmesser C der Mahlstifte 6, 8 beträgt maximal 4 mm und vorzugsweise 1-2 mm.
Die Wirkungsweise der Stiftmühle läßt sich wie folgt beschrei­ ben:
Das disperse Aufgabegut wird in Richtung des eingezeichneten Pfeiles 13 in die stationäre, rohrförmige Mahlgutaufgabe 1 ein­ gegeben und tritt in Richtung der gestrichelt eingezeichneten Pfeile in die mit dem Rotor 3 hochtourig umlaufenden Beschleuni­ gungskanäle 9 ein, über deren zumindest angenähert radial ver­ laufende Kanalseitenwandungen das in Umfangsrichtung beschleu­ nigte Aufgabegut zusätzlich auch durch Fliehkräfte in radialer Richtung beschleunigt wird. Das Aufgabegut verläßt dann die Be­ schleunigungskanäle 9 am Außenumfang des Rotors 3 mit der vek­ toriellen Summe der sich aus den beiden genannten Beschleunigun­ gen ergebenden Geschwindigkeiten und prallt auf die senkrecht zur Flugrichtung liegenden Aufprallflächen 10 der profilierten Innenseite des Stators 4 auf. Die in dieser ersten Zerkleine­ rungsstufe erzeugten Bruchstücke werden mit Unterstützung der durch ein nachgeschaltetes Gebläse angesaugten Luft in axialer Richtung durch den Radialspalt 5 gesaugt. Dabei treffen die Par­ tikel auf die sich radial durch den Radialspalt 5 erstreckenden rotierenden und feststehenden Mahlstifte 6, 8 und werden dadurch weiter zerkleinert. Die durch diesen Radialspalt 5 in Verbindung mit den Mahlstiften 6, 8 gebildete Mahlzone stellt die zweite Zerkleinerungsstufe dar, die vom Mahlgut über den unteren Mahl­ gutaustritt verlassen wird. Das bei 11 austretende Mahlgut/Luft- Gemisch wird einem in der Zeichnung nicht näher dargestellten nachgeschalteten Filter zugeführt, in dem das Mahlgut von der Luft getrennt wird.

Claims (20)

1. Stiftmühle zur Prall- oder Schlagzerkleinerung disperser Stoffe, die durch einen Mahlraum gefördert und auf diesem Durchlaufweg von sich angenähert quer zur Durchlaufrichtung erstreckenden Mahlstiften (6, 8) beaufschlagt werden, von denen eine erste Stiftgruppe in mehreren, in der Durchlauf­ richtung hintereinander angeordneten Umfangsreihen auf ei­ nem mit einem Drehantrieb versehenen Rotor (3) befestigt ist und mit einer Relativgeschwindigkeit gegenüber einer zweiten Stiftgruppe von sich ebenfalls quer zur Durchlauf­ richtung erstreckenden, zwischen die Umfangsreihen eingrei­ fenden Mahlstiften (8) umläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Stiftgruppe auf der äußeren Mantelfläche eines zumindest angenähert zylindrisch ausgebildeten Rotors (3) angeordnet ist,
daß der Mahlraum als schmaler Radialspalt (5) ausgebildet ist, dessen radiale Breite (B) ≦ 1/10 des Rotordurchmessers (D) und dessen axiale Länge etwa der des Rotors (3) ent­ sprechen,
daß die freie Länge der sich radial zur Rotorachse (2) er­ streckenden Mahlstifte (6) etwa der radialen Breite (B) des Radialspaltes (5) entspricht, und
daß zur Erzielung von Endfeinheiten ≦ 20 µm bei Aufgabegut­ partikelgrößen < 5 mm die Rotorumfangsgeschwindigkeit 100-250 m/s und der Durchmesser (C) der Mahlstifte ≦ 4 mm betragen.
2. Stiftmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotorachse (2) lotrecht angeordnet ist.
3. Stiftmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (3) aus einem zylindrischen oder schwach ko­ nischen Rohr besteht, dessen Wandstärke (A) klein ist ge­ genüber dem Rotordurchmesser (D).
4. Stiftmühle nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeich­ net, daß die radiale Breite (B) des Radialspaltes (5) maxi­ mal 10 mm beträgt.
5. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser (C) der Mahlstifte (6, 8) 1-2 mm beträgt.
6. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der umlaufenden Mahl­ stifte (6) der ersten Stiftgruppe in Ringnuten (7) in der äußeren, den Radialspalt (5) begrenzenden Wandung eintau­ chen.
7. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mahlstifte (6, 8) zylindrisch oder schwach konisch ausgebildet sind.
8. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mahlstifte (6, 8) der in Durchlauf­ richtung gesehen ersten Umfangsreihen den größten und die der letzten Umfangsreihen den kleinsten Durchmesser aufwei­ sen.
9. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mahlstifte (6, 8) aus verschleiß­ armem bzw. verschleißfestem Material bestehen.
10. Stiftmühle nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Mahlstifte (6) des Rotors (3) durch dessen Rohrwandung gesteckt sind und zumindest in diesem Durchtrittsbereich sich zu ihren freien Enden hin schwach konisch verjüngen.
11. Stiftmühle nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß jeweils zwei in Mahlstift-Umfangsreihen axial übereinanderliegende Mahlstifte (6, 8) durch die U- Schenkel eines U-förmigen Stiftteils (12) gebildet sind.
12. Stiftmühle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Rotor (3) jedes U-förmige Stiftteil (12) mit seinen U-Schenkeln durch entsprechende Bohrungen in der Rohrwan­ dung des Rotors (3) gesteckt ist und mit seinem U-Steg auf einer Rotormantellinie an der Innenwand des Rotors (3) an­ liegt.
13. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Stiftgruppe in einem statio­ nären, den Rotor (3) konzentrisch umgreifenden Stator (4) angeordnet ist.
14. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in Durchlaufrichtung gesehen zwischen zwei Mahlstift-Umfangsreihen des Rotors (3) eine Mahlstift- Reihe der zweiten Stiftgruppe eingreift.
15. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem durch den Radialspalt (5) gebilde­ ten Mahlraum eine erste Zerkleinerungsstufe vorgeschaltet ist.
16. Stiftmühle nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Mahlgutaufgabe (1) radial oder flach gekrümmt verlau­ fende Beschleunigungskanäle (9) nachgeordnet sind, denen senkrecht zur Flugrichtung der aus diesen Beschleunigungs­ kanälen (9) austretenden Partikel stationäre Aufprallflä­ chen (10) nachgeschaltet sind.
17. Stiftmühle nach den Ansprüchen 2 und 16, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Mahlgutaufgabe (1) mit der Rotorachse (2) fluchtet und die nachgeordneten Beschleunigungskanäle (9) in einer gemeinsamen Radialebene liegen.
18. Stiftmühle nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeich­ net, daß die Beschleunigungskanäle (9) mit dem Rotor (3) drehverbunden sind.
19. Stiftmühle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Mahlgutaustritt (11) des Radial­ spaltes (5) eine Luftabsaugung angeschlossen ist.
20. Stiftmühle nach einem der Ansprüche 9 bis 19, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Mahlstifte (6, 8) aus hochfesten Stählen oder Keramik bestehen.
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