DE19905022A1 - Vorrichtung zum Öffnen und Verschließen einer Öffnung in einer Wandung mittels einer Schiebetür - Google Patents
Vorrichtung zum Öffnen und Verschließen einer Öffnung in einer Wandung mittels einer SchiebetürInfo
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zum Öffnen und Verschließen einer Öffnung (1) in einer Wandung (2) mittels einer Schiebetür (3), insbesondere für Kraftfahrzeuge (4), vorgeschlagen. Die Schiebetür ist im Wesentlichen in einer zur Wandung parallelen Bewegungsrichtung (5) verschieblich. Eine elektrische Leitung (8) ist einerseits mit an der Schiebetür befindlichen ersten elektrischen Elementen (9) und andererseits mit an der Wandung befindlichen zweiten elektrischen Elementen (10) verbunden. Die Leitung (8) weist mindestens die halbe Länge des maximalen Verfahrweges der Schiebetür (3) auf und ist in einer Führungsvorrichtung angeordnet.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum Öffnen und Verschließen einer Öffnung in einer
Wandung mittels einer Schiebetür nach dem Oberbegriff
von Patentanspruch 1.
Es sind Vorrichtungen zum Öffnen und Verschließen ei
ner Öffnung in einer Wandung mittels einer Schiebe
tür, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bekannt, wobei
die Schiebetür im Wesentlichen in einer zur Wandung
parallelen Bewegungsrichtung verschieblich ist.
Funktionsgängige Konzepte zur Spannungsversorgung von
in der Schiebetür untergebrachten Verbrauchern über
die im Inneren eines Kraftfahrzeugs installierte
Bordspannungsversorgung, welche unabhängig von dem
Öffnungszustand der Schiebetür funktionieren, beste
hen derzeit nicht.
Es ist bekannt, zur elektrischen Versorgung von in
der Schiebetür untergebrachten Verbrauchern im ge
schlossenen Zustand der Schiebetür im Randbereich der
Schiebetür sowie einem damit korrespondierenden Rand
bereich der Öffnung elektrische Kontakte vorzusehen,
welche beim Schließen der Schiebetür miteinander in
Eingriff treten. Ein solche Vorrichtung hat jedoch
den Nachteil, daß bei geöffneter Schiebetür keine
Spannungsversorgung von an der Schiebetür befestigten
elektrischen Elementen gegeben ist.
Zur elektrischen Spannungsversorgung von Scharniertü
ren bei Kraftfahrzeugen ist es bekannt, im Bereich
der Scharniere eine von der Bordspannungsversorgung
des Kraftfahrzeuges, welche z. B. im Motorraum unter
gebracht ist, zu in der Tür liegenden elektrischen
Verbrauchern zu legen (solche Verbraucher können z. B.
elektrische Fensterheber, Verstellantriebe für Außen
spiegel etc. sein). Aufgrund der Scharnierhalterung
weisen Tür und Wandung, unabhängig vom Öffnungszu
stand der Tür, immer einen gemeinsamen unbeweglichen
Bereich auf, in dem eine Leitung durchgeführt werden
kann, ohne daß die Gefahr einer Überdehnung oder Ver
knotung der Leitung besteht. Dieses Konzept ist je
doch nicht auf Schiebetüren übertragbar, da bei
Schiebetüren das gesamte Türblatt translatorisch
bzgl. der Wandung verschoben wird und daher, anders
als bei einer rein rotatorischen Bewegung des Tür
blattes, keine vom Öffnungszustand der Tür unabhängi
gen gemeinsamen Punkte zwischen Wandung und Tür gege
ben sind.
Ausgehend von Schiebetüren nach dem Stand der Technik
liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrun
de, eine elektrische Verbindung zwischen an der
Schiebetür befindlichen elektrischen Elementen sowie
an der Wandung befindlichen elektrischen Elementen zu
schaffen, welche unabhängig vom Öffnungszustand der
Schiebetür eine dauernde zuverlässige Spannungsüber
tragung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach Pa
tentanspruch 1 gelöst.
Dadurch, daß eine elektrische Leitung einerseits mit
an der Schiebetür befindlichen ersten elektrischen
Elementen und andererseits mit an der Wandung befind
lichen zweiten elektrischen Elementen verbunden ist,
wobei die Leitung in einer Führungsvorrichtung ange
ordnet ist, wird gewährleistet, daß unabhängig vom
Öffnungszustand der Schiebetür eine dauernde elektri
sche Verbindung zwischen den ersten und zweiten elek
trischen Elementen besteht. Hierbei sorgt die erfin
dungsgemäße Leitung (welche vorzugsweise mindestens
die halbe Länge des maximalen Verfahrweges der Schie
betür aufweist) in Verbindung mit der Führungsvor
richtung dafür, daß keine Überdehnung der Leitung bei
einem maximalen Abstand der elektrischen Elemente
voneinander stattfindet und daß bei der größtmögli
chen Annäherung der elektrischen Elemente auch kein
Verkreuzen bzw. Verknoten der Leitung stattfindet.
Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfin
dung werden in den abhängigen Patentansprüchen be
schrieben.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung sieht vor, daß die Leitung zumindest ab
schnittsweise in einer Schleppkette geführt ist, wo
bei die Schleppkette in lediglich einer, die Bewe
gungsrichtung der Schiebetür enthaltenden, Ebene be
weglich ist. Dies wird günstigerweise durch eine Ket
te aus Kettengliedern mit in Kettenlängsrichtung
U-förmigen Querschnitt erreicht, wobei die Leitung in
das Innere des "U" gelegt wird und auf den Schenkel
flächen des "U" jeweils Drehgelenke zur Verbindung
benachbarter Kettenglieder vorgesehen sind. Dadurch,
daß die "Bewegungsebene" die Bewegungsrichtung der
Schiebetür enthält, ist ein Mitbewegen der Kette in
dieser Richtung problemlos, die zweite die Ebene auf
spannende Richtung sorgt dafür, daß ein seitliches
Ausweichen (in senkrechter oder waagerechter Richtung
zum Erdboden) möglich ist, so daß ein Längenausgleich
"zur Seite hin" stets gewährleistet ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht vor,
daß die Leitung bzw. die Schleppkette innerhalb eines
Führungskastens beweglich angeordnet ist, wobei eine
seitliche Umwandung des Führungskastens und minde
stens eine Deckfläche des Führungskastens den Bewe
gungsbereich begrenzen. Der Führungskasten hat die
Aufgabe, die Bewegungen der darin liegenden Leitung
bzw. Schleppkette auf ein Mindestmaß zu begrenzen und
somit ein "Verheddern" der Leitung zu verhindern und
die Leitung bzw. den Umgebungsbereich der Leitung
voreinander zu schützen. Die seitliche Begrenzung
findet hierbei bei einem horizontal liegenden Füh
rungskasten durch die Umwandung statt, während die
Leitung bzw. Schleppkette auf einer Deckfläche auf
liegt. Bei ausreichender Dicke bzw. Eigengewicht der
Leitung ist lediglich eine untere Deckfläche nötig,
gegebenenfalls ist es auch sinnvoll, die Leitung zwi
schen zwei parallelen Deckflächen zu schichten, wel
che zur Verhinderung des Übereinanderlegens von Ab
schnitten der Leitung in einem Abstand von maximal
dem 1,5fachen Durchmesser der Leitung zueinander an
geordnet sind. Durch innerhalb des "Bewegungsberei
ches" angeordnete "Inselbereiche" kann der Bewegungs
bereich im Führungskasten gezielt eingeschränkt und
somit eine weitere Kanalisierung der Leitung erreicht
werden.
Eine besonders vorteilhafte Variante der Erfindung
sieht vor, daß der Führungskasten im Inneren eines
Kraftfahrzeuges im Bereich der oberen Führungsschiene
einer Schiebetür angeordnet ist. Hierdurch wird es
zunächst möglich, zur Versorgung von an der Schiebe
tür befindlichen elektrischen Elementen die im Dach
himmel des Fahrzeuges vorhandene Spannungsversorgung
anzugreifen (dies erfordert keine aufwendige Neuver
legung von Kabeln innerhalb des Fahrzeuges). Außerdem
kann das in die obere Führungsschiene des Kraftfahr
zeuges eingreifende Führungselement der Schiebetür
das schiebetürseitige, bewegliche Ende der Leitung
aufnehmen und mittels eines elektrischen Kabels ent
lang dem Führungselement einen elektrischen Strom in
das Innere der Schiebetür weiterleiten.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden
Erfindung werden in den übrigen abhängigen Patentan
sprüchen angegeben.
Die vorliegende Erfindung wird nun anhand mehrerer
Figuren erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Kraftfahrzeuges mit
geschlossener Schiebetür,
Fig. 2 einen Teilschnitt aus Fig. 1 gemäß A1-A1 bei
geöffneter Schiebetür,
Fig. 3 einen Teilschnitt aus Fig. 1 gemäß A2-A2 bei
geöffneter Schiebetür,
Fig. 4 eine Unteransicht eines Führungskastens mit
der dazugehörigen Deckfläche,
Fig. 5a und 5b Glieder einer erfindungsgemäßen
Schleppkette, und
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines erfin
dungsgemäßen Führungskastens mit Schubkette
im in ein Kraftfahrzeug eingebauten Zustand.
Fig. 1 zeigt ein Kraftfahrzeug 4 in der Seitansicht.
eine seitliche Öffnung 1 in der Wandung 2 des Fahr
zeugs wird von einer Schiebetür 3 bündig verschlos
sen. Die Schiebetür 3 wird mittels in Fig. 1 nicht
näher dargestellten Elementen in einer oberen Füh
rungsschiene 19, einer unteren Führungsschiene 22 so
wie einer mittleren Führungsschiene 23 geführt. Die
Schiebetür ist mit einem an der Schiebetür befindli
chen Elektromotor versehen, der ein Ritzel antreibt,
welches in eine Zahnstange 24 eingreift und somit die
Schiebetür in Richtung 5 hin und her bewegt. Bezüg
lich näherer Einzelheiten des Antriebs wird auf die
deutsche Patentanmeldung 198 53 989.4 verwiesen.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt des Kraftfahrzeugs 4 aus
Fig. 1 gemäß A1-A1. dieser zeigt eine Ansicht bei ge
öffneter Schiebetür 3, die Außenflächen der Wandung 2
sowie der Schiebetür 3 sind nicht mehr bündig zuein
ander angeordnet, die Schiebetür 3 ist in Richtung
der Fahrzeugaußenseite verschoben. Ein Führungsele
ment 20 der Schiebetür 3 greift in die obere Füh
rungsschiene 19, welche an der Wandung befestigt ist,
ein. Neben der Führungsschiene 19 ist am Dachhimmel
24 des Fahrzeugs ein Führungskasten 15 angebracht.
Aus dem Führungskasten 15 ragt das schiebetürseitige
bewegliche Ende der Leitung 8 heraus. Dieses Ende der
Leitung 8 wird durch einen in der unteren Deckfläche
17 des Führungskastens 15 befindlichen Schlitz 21 ge
leitet. Der Schlitz 21 verläuft im Wesentlichen par
allel zu der Führungsschiene 19 an dieser entlang.
Das schiebetürseitige Ende der Leitung 8 wird von ei
nem Steg 25 aufgenommen, welcher das Führungselement
20 zur Führung der Schiebetür 3 in der oberen Füh
rungsschiene 19 trägt.
Zur klaren Definition sei ausgeführt, daß in der vor
liegenden Anmeldung unter "Leitung 8" lediglich der
Abschnitt der spannungsversorgenden Zuleitungen ver
standen wird, welcher sich von dem schiebtürseitigen
Ende (Steg 25) bis zum wandungsseitigen Anschluß 10
(siehe z. B. Fig. 4) erstreckt. Die sich an das schie
betürseitige Ende der Leitung 8 anschließende Zulei
tung, welche sich über den Steg 25 zu einem elektri
schen Element 9 fortsetzt, wird mit 8' bezeichnet.
Das elektrische Element 9 kann ein elektrischer Ver
braucher zur Verriegelung der Schiebetür 3 in der
Wandung 2 oder ein Motor zum Bewegen der Schiebetür 3
bezüglich der Wandung 2 sein. Selbstverständlich kann
das elektrische Element 9 auch eine Spannungsversor
gung darstellen (etwa eine an der Außenseite der
Schiebetür befindlichen Steckdose), welche über die
Leitung 8 die Spannungsversorgung im Inneren des
Kraftfahrzeuges 4 gewährleistet.
Fig. 3 zeigt einen Teilschnitt des Kraftfahrzeugs 4
aus Fig. 1 gemäß A2-A2. hierin ist eine Ansicht bei
geöffneter Schiebetür in Richtung 6 zu sehen. An das
schiebetürseitige Ende der Leitung 8 schließt sich
die Zuleitung 8' an. Der Führungskasten 15 ist in der
Unteransicht gezeigt. Dieser begrenzt den Bewegungs
bereich einer Schleppkette 11, in welcher die Leitung
8 abschnittsweise geführt ist. Das wandungsseitige
Ende der Leitung 8 ist das elektrische Element 10.
Dieses ist als Anschluß an die Bordspannungsversor
gung des Kraftfahrzeugs 4 ausgeführt. Zur Erzeugung
einer solchen Anschlußstelle 10 kann auf die in Seri
enfahrzeugen übliche Stromzuführung (etwa zu Beleuch
tungszwecken) im Dachhimmel zurückgegriffen werden,
so daß eine Verbindung der Leitung 8 zu der Bordspan
nungsversorgung bzw. einer Bordbatterie des Fahrzeugs
gegeben ist. In dem Falle, in dem das schiebetürsei
tige elektrische Element als Spannungsquelle ausge
führt ist (Steckdose), kann das wandungsseitige elek
trische Element 10 auch ein elektrischer Verbraucher
(Lampe, Kochherd etc.) sein bzw. einen Anschluß zu
diesem herstellen.
Fig. 3 zeigt die Unteransicht des Führungskastens 15
mit angebrachtem Deckel bzw. Deckfläche 17. Die
Schleppkette 11 liegt im Wesentlichen auf diesem Dec
kel auf, der Deckel 17 schließt außerdem den Füh
rungskasten, bis auf einen sich entlang der Führungs
schiene 19 entlanglaufenden Schlitz 21, ab. Das
schiebetürseitige Ende der Leitung 8, welches von dem
Steg 25 mitgeführt wird und an diesem befestigt ist,
wird synchron zu dem Führungselement 20 in der Füh
rungsschiene 19 entlang des Schlitzes 21 geführt.
Hierbei wandert der Umkehrpunkt 26 der Schleppkette 2
entlang der Bewegungsrichtung 5 innerhalb des Füh
rungskastens 15.
Auf Einzelheiten des Führungskastens 15 sowie der
Schleppkette 11 wird im Folgenden detailliert einge
gangen.
Fig. 4 zeigt den Führungskasten aus Fig. 3 mit abge
nommener Deckfläche 17. Die Leitung 8, welche ab
schnittsweise in der Schleppkette 11 geführt ist,
weist eine Länge auf, die mindestens die halbe Länge
des maximalen Verfahrweges der Schiebetür aufweist.
Bevor näher auf die Ausführungsform nach Fig. 4 ein
gegangen wird, wird betont, daß die Erfindung nicht
auf eine Schleppkette in einem Führungskasten be
grenzt ist. Erfindungsgemäß ist, daß unabhängig von
der Lage der Schiebetür 3 bezüglich der Öffnung 1 die
Leitung 8 sich nicht selbst kreuzt und auch nicht in
Längsrichtung überdehnt wird. So ist es z. B. möglich,
anstatt der Ummantelung der Leitung 8 mit einer
Schleppkette eine Ummantelung mit einem anderen fle
xiblen Material vorzusehen und die derart ausgeführte
Leitung zwischen zwei Deckflächen 17 eines Führungs
kastens unterzubringen, wobei der Abstand der Deck
flächen vorzugsweise größer als der Durchmesser der
ummantelten Leitung und kleiner als das 1,5fache der
ummantelten Leitung ist. Hiermit wird gewährleistet,
daß sich unterschiedliche Abschnitte der Leitung 8
nicht übereinanderlegen können, damit wird ein Ver
kreuzen der Leitung ausgeschlossen. In einer anderen
Variante ist es selbstverständlich auch möglich, eine
die Leitung umgebende Schleppkette 11 ohne Führungs
kasten 15 zu gestalten, da bei einer Fixierung der
Schleppkettenenden in ihrer Bewegungsebene ein Aus
weichen der Schleppkette aus dieser Bewegungsebene,
auch ohne Führungskasten, nicht möglich ist. Schließ
lich könnte eine weitere Variante der Erfindung darin
bestehen, daß nach dem von Heimstaubsaugern bekannten
Prinzip mittels einer torsionsgefederten Trommel eine
Leitung 8, je nach Öffnungszustand der Schiebetür 3,
auf- bzw. abgetrommelt wird.
Die in Fig. 4 gezeigte Schleppkette 11 ist lediglich
in einer Ebene beweglich. Diese Ebene ist parallel zu
der Deckfläche 17 in deren eingebauten Zustand. Diese
Ebene fällt im Wesentlichen mit der Ebene des Dach
himmels 24 zusammen (diese Ebene wird aus den Vekto
ren 5 und 7, siehe Fig. 1, aufgespannt). Es ist
selbstverständlich auch möglich, als Bewegungsebene
die von den Vektoren 5 und 6 aufgespannte Ebene zu
nutzen (in diesem Falle stünde z. B. ein Führungska
sten senkrecht zum Dachhimmel 24). Wichtig ist ledig
lich, daß die Ebene, welche die Schleppkette beweg
lich sein soll, die Verschiebungsrichtung 5 der
Schiebetür 3 enthält. Dies wird dadurch gewährlei
stet, daß die Schleppkette 11 aus Kettengliedern 12
(siehe Fig. 5a und 5b) besteht, wobei die Ketten
glieder durch senkrecht zur Bewegungsebene der
Schleppkette angeordnete Achsen drehbar verbunden
sind.
Die Leitung 8 bzw. die sie abschnittsweise umgebende
Schleppkette 11 sind innerhalb des Führungskastens 15
beweglich angeordnet. Eine seitliche Umwandung 16 des
Führungskastens 15 sowie mindestens eine Deckfläche
17 des Führungskastens 16 begrenzen den Bewegungsbe
reich der Schleppkette 11 bzw. der Leitung 8. Weist
die Schleppkette 11 bzw. Leitung 8 ein ausreichendes
Eigengewicht auf, ist es ausreichend, lediglich an
der Unterseite des Führungskastens 15 eine Deckfläche
17 vorzusehen, auf welcher die Leitung bzw. Schlepp
kette getragen sowie geführt wird. Sind die Enden der
Schleppkette 11 senkrecht zu einer Deckelfläche 17
anderweitig fixiert, so kann gegebenenfalls auf den
Deckel 17 verzichtet werden. Aufgrund der eigenen ki
nematischen Beschränkungen der Schleppkette (die Be
wegung ist nur in einer Ebene möglich), kann mit der
Fixierung der Endpunkte erreicht werden, daß Teile
der Schleppkette 11 auch ohne Deckfläche 17 nicht aus
dem Führungskasten 15 herausfallen.
Eine weitere Begrenzung des Bewegungsbereiches der
Leitung 8 bzw. der Schleppkette 11 kann dadurch er
reicht werden, daß ein Bauteil in den von der Umran
dung 16 vorgegebenen Bewegungsbereich eingesetzt
wird, welches diesen Bewegungsbereich verkleinert
bzw. beschränkt. Eine solche Insel mit einer sie um
gebenden Inselwandung 18 ist in der Ebene, in welcher
die Leitung bzw. die Schleppkette innerhalb des Füh
rungskastens 15 geführt ist, angebracht. Die Insel
wandung 18 ist so hoch ausgeführt, daß, analog zu der
Umwandung 16, die Schleppkette bzw. Leitung in ihrer
Bewegungsebene die Inselwandung nicht überschreiten
kann. Hierdurch kann vermieden werden, daß sich ein
zelne Abschnitte der Leitung bzw. der Schleppkette
berühren und verklemmen, außerdem wird eine weitere
Führung in der Bewegungsebene der Leitung bzw.
Schleppkette, welche von dem Führungskasten bzw. der
Schleppkette selbst vorgegeben wird, bereitgestellt.
Die in Fig. 4 dargestellte Insel ist auf der oberen
Deckfläche 17a des Führungskastens 15 angebracht
(diese Deckfläche 17a, ebenso wie die Deckfläche 17
weisen einen Außenrand auf, der mit dem Verlauf der
den Führungskasten 15 umgebenden Umwandung 16 dec
kungsgleich ist). Die Insel ist auf der Deckfläche
17a verklebt bzw. festgeschraubt. Es ist jedoch auch
möglich, mittels durch die Insel und die obere Deck
fläche getriebener Schrauben den gesamten Führungska
sten 15 am Dachhimmel 24 anzubringen.
Die Leitung 8 ist außerdem im Bereich ihres wandungs
seitigen Endes (elektrisches Element 10) zwischen Um
wandung 16 und Inselwandung festgeklemmt bzw., sich
an diese anlegend, an den Führungskasten 15 geklebt
oder verschraubt.
Die Umwandung 16 bzw. die Inselwandung 18 können im
Querschnitt rechteck- oder U-förmig sein. Es emp
fiehlt sich besonders, die Insel im mittleren Bereich
des Führungskasten 15 anzubringen und "U"-förmig aus
zuführen, wobei die Basisfläche des "U" in Richtung
der Knickstelle 26 der Leitung 8 bzw. Schleppkette 11
weist.
Fig. 5a zeigt zwei Kettenglieder einer erfindungsge
mäßen Schubkette 11. Diese weisen in Schnittrichtung
B-B einen U-förmigen Querschnitt auf. Die Schenkel
flächen des "U" sind gestuft. Hierbei haben die Ab
schnitte 12a einen weiteren Abstand voneinander als
die Abschnitte 12b. Die Abschnitte 12a sind mit Boh
rungen versehen. Die Abschnitte 12b weisen an ihren
Außenseiten dazu korrespondierende Bolzen auf. Die im
Wesentlichen U-förmigen Kettenglieder weisen außer
dem, zumindest teilweise, Stege 14 auf, welche im Be
reich der Offenseite des "U" die Schenkelflächen der
Kettenglieder miteinander verbinden. Dies dient der
Fixierung der Leitung 8 (Schutz vor Herausgleiten aus
dem Kettenglied) sowie dem Schutz der Leitung 8 vor
mechanischer Beanspruchung durch Reibung.
Fig. 5b zeigt einen Querschnitt einer durch Zusammen
fügung der in Fig. 5a gezeigten Kettenglieder ent
standenen Schleppkette entlang B-B. Außerdem ist eine
Leitung 8 in die Schleppkette 11 eingeführt. Die auf
den Flächen 12b befindlichen Bolzen greifen hierbei
in die korrespondieren Bohrungen der Seitenflächen
12a ein und bilden damit Drehgelenke zwischen jeweils
benachbarten Kettengliedern. Im Einbauzustand der
Schleppkette 11 sind die auf den Flächen 12b befind
lichen Bolzen mit ihrer Längsrichtung in Richtung 6
(siehe Fig. 1) orientiert, so daß sich für die Schub
kette eine freie Beweglichkeit in der aus den Vekto
ren 5 und 7 aufgespannten Ebene ergibt.
Fig. 6 zeigt zur besseren Veranschaulichung eine in
perspektivischer Weise gezeichnete Darstellung eines
teilweise geschnittenen Führungskastens 15 mit einer
darin enthaltenen Leitung 8, welche von einer Schub
kette 11 abschnittsweise umgeben ist. Das schiebetür
seitige Ende der Leitung 8 wird durch den Schlitz 21
geführt und von dem Steg 25, an welchem es befestigt
ist, bei Bewegung der Schiebetür entlang des Schlit
zes 21 bewegt.
Claims (15)
1. Vorrichtung zum Öffnen und Verschließen einer
Öffnung (1) in einer Wandung (2) mittels einer
Schiebetür (3), insbesondere für Kraftfahrzeuge
(4), wobei die Schiebetür (3) im Wesentlichen in
einer zur Wandung (2) parallelen Bewegungsrich
tung (5) verschieblich ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine elektrische Leitung (8) einerseits mit
an der Schiebetür befindlichen ersten elektri
schen Elementen (9) und andererseits mit an der
Wandung befindlichen zweiten elektrischen Ele
menten (10) verbunden ist, wobei die Leitung in
einer Führungsvorrichtung angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Leitung (8) bzw. die Führungs
vorrichtung derart ausgeführt sind, daß unabhän
gig von der Lage der Schiebetür (3) bezüglich
der Öffnung (1) die Leitung (8) sich nicht
selbst kreuzt und auch nicht in Längsrichtung
überdehnt wird.
3. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (8)
zumindest abschnittsweise in einer Schleppkette
(11) geführt ist, wobei die Schleppkette (11) in
lediglich einer, die Bewegungsrichtung (5) der
Schiebetür enthaltenden, Ebene (5 + 7; 5 + 6)
beweglich ist.
4. Vorrichtung nach Ansprüch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schleppkette (11) aus Ketten
gliedern (12) besteht, wobei die Kettenglieder
durch senkrecht zur Ebene (5 + 7; 5 + 6) ange
ordnete Achsen (13) drehbar verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kettenglieder (12) zur Aufnah
me der Leitung (8) in Kettenlängsrichtung einen
U-förmigen Querschnitt aufweisen, wobei auf den
Schenkelflächen des "U" der Kettenglieder je
weils Drehgelenke (13) zur Verbindung des Ket
tengliedes mit benachbarten Kettengliedern vor
gesehen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Bereich der Offenseite des "U"
ein Steg (14) zur Vermeidung des Herausgleitens
der Leitung (8) aus dem Kettenglied (12) heraus
vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2 und/oder Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (8) bzw.
die Schleppkette (11) innerhalb eines Führungs
kastens (15) beweglich angeordnet ist, wobei ei
ne seitliche Umwandung (16) des Führungskastens
(15) und mindestens eine Deckfläche (17, 17a)
des Führungskastens (15) den Bewegungsbereich
begrenzen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die seitliche Umwandung (16) von
zwei zueinander parallelen Deckflächen (17, 17a)
eingeschlossen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß innerhalb des Führungskastens (15)
sich eine Inselwandung (18) zur Begrenzung des
Bewegungsbereiches und zur Kanalisierung der
Leitung (8) bzw. der Schleppkette (11) befindet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Leitung (8) wandungsseitig
zwischen Umwandung (16) und Inselwandung (18),
sich an diese anlegend, fixiert ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Umwandung (16) und die Insel
wandung (18) im Querschnitt rechteck- oder
U-förmig sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Führungskasten (15) im Inneren
eines Kraftfahrzeugs (4) im Bereich der oberen
Führungsschiene (19) der Wandung (2) angeordnet
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Leitung (8) zumindest ab
schnittsweise an einem in die obere Führungs
schiene (19) des Kraftfahrzeugs eingreifenden
Führungselement (20) der Schiebetür (3) entlang
angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 7 und Anspruch 13, da
durch gekennzeichnet, daß die Deckfläche (17)
einen entlang der Führungsschiene (19) angeord
neten Schlitz (21) zur Durchführung eines beweg
lichen Endes der Leitung (8) aufweist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die an der
Schiebetür befindlichen ersten elektrischen Ele
mente (9) ein Motor zum Antrieb der Schiebetür
(3) oder einer Verriegelungseinheit ist und die
an der Wandung befindlichen zweiten elektrischen
Elemente (10) ein im Dachhimmel eines Kraftfahr
zeugs befindlicher Anschluß an eine Bordspan
nungsversorgung oder eine Weiterführung der Lei
tung zu einer Bordbatterie ist.
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