DE19905867A1 - Verpackung, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verpackung, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Offenbart wird eine Verpackung mit einer nach unten offenen, im wesentlichen rechteckigen Halbfaltschachtel, die obenliegende umfaltbare Laschen aufweist, sowie einem zur Aufnahme der Halbfaltschachtel bestimmten Tray, der eine Aufnahmefläche mit Stirn- und Seitenlaschen aufweist. Offenbart wird ferner ein Verfahren zur Herstellung der Verpackung sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackung, wie sie zur Aufnahme von zu
verpackenden Gegenständen, insbesondere Getränken, im Handel Einsatz findet.
Verpackungen, die aus Tray und Deckelschachtel bestehen, sind grundsätzlich be
reits bekannt. Sie haben jedoch allesamt aufwendige Zuschnitte und sind dement
sprechend teuer in der Herstellung.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Angabe einer Verpackung, eines Ver
fahrens zur Herstellung der Verpackung und einer Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens, bei der die Verpackung einen einfachen Zuschnitt aufweist, ko
stengünstig aufgerichtet und durch einfache Verbindung von Tray und Schachtel
hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Verpackung gemäß An
spruch 1. Die eingesetzte Halbfaltschachtel hat einen im wesentlichen rechtecki
gen Querschnitt, ist nach unten offen und hat obenliegende umfaltbare Laschen.
Sie hat damit die einfachst mögliche Verpackungsform. Zur Aufnahme der Halb
faltschachtel ist ein Tray bestimmt, der eine Aufnahmefläche mit Stirnlaschen und
Seitenlaschen aufweist. Die Stirnlaschen und Seitenlaschen sind zur Verbindung
mit der Halbfaltschachtel bestimmt. Nach Herstellung der Verpackung ist diese
zur Aufnahme von Wirtschaftsgütern bestimmt. Sobald die Verpackung mit einge
brachtem Wirtschaftsgut in der Verkaufsstätte aufgestellt ist, kann die Halbfalt
schachtel gelöst und von dem Tray entfernt werden. Der Tray trägt das Wirt
schaftsgut in einer für den Kunden optimal bedienerfreundlichen Form.
Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren nach Anspruch 2 zur Herstel
lung einer Verpackung. Dabei wird die im wesentlichen flachliegende Halbfalt
schachtel aus ihrer flachliegenden Form heraus aufgefaltet, wobei die Laschen
nach oben stehen (Fig. 3). Sodann wird ein Gegendruckstempel in die Halbfalt
schachtel von oben bis auf den Boden eingeführt. Der Stempel weist vier radial
verfahrbare Halteeinrichtungen auf, die in den vier Ecken der Halbfaltschachtel
zur Anlage gebracht werden. Auf diese Weise wird die unten offene Halbfalt
schachtel durch den Stempel gehalten (Fig. 6). Sodann wird der flächenförmige
Tray unter die Halbfaltschachtel und den Stempel gebracht, wobei entweder ge
genüberliegende Seitenlaschen bzw. gegenüberliegende Stirnlaschen mit der Halb
faltschachtel verbunden, insbesondere verklebt werden. Sodann werden die noch
fehlenden Stirnlaschen bzw. Seitenlaschen mit der Halbfaltschachtel verbunden.
Anschließend werden die ausgefahrenen Halteeinrichtungen eingefahren bzw. zu
rückgeholt und der Stempel verläßt die Halbfaltschachtel nach oben (Fig. 11).
Ferner ist Gegenstand der Erfindung eine Vorrichtung nach Anspruch 3 zur
Durchführung des Verfahrens. Die Vorrichtung ist gekennzeichnet durch einen an
einem ausfahrbaren Kolben angebrachten Stempel, der im wesentlichen rechteckig
bzw. oval oder elliptisch im Querschnitt ist. Der Stempel besitzt eine vordere und
eine hintere Stirnfläche. Zwischen den Stirnflächen befindet sich eine radial um
laufende Vertiefung. In der Vertiefung sind vier radial ausfahrbare Halteeinrich
tungen angeordnet. Durch geeignete Betätigung des Kolbens und des Stempels
wird der Stempel ausgefahren und können die Halteeinrichtungen radial nach au
ßen ausgefahren und radial nach innen wieder eingefahren werden.
Die Halteeinrichtungen weisen bevorzugt eine zweiseitige, abgewinkelte Stirnflä
che auf, die zur Anlage an einer Ecke der Halbfaltschachtel bestimmt ist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Er
findung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbei
spiels in Verbindung mit der Zeichnung.
Fig. 1a, 1b zeigen die Zuschnitte der Halbfaltschachtel und des Trays,
Fig. 2 zeigt die Halbfaltschachtel in flachliegender Form,
Fig. 3 zeigt die Halbfaltschachtel in aufgerichteter Form,
Fig. 4 zeigt die aufgerichtete Halbfaltschachtel mit teilweise eingeführtem Stem
pel,
Fig. 5 zeigt die Halbfaltschachtel in aufgerichteter Form mit bis zum Boden einge
fahrenem Stempel,
Fig. 6 zeigt den in die offene Halbfaltschachtel eingefahrenen Stempel mit ausge
fahrenen Halteeinrichtungen,
Fig. 7 zeigt die Position von Fig. 6 mit unter der Halbfaltschachtel angeordnetem
Tray,
Fig. 8 zeigt die Position von Fig. 7 mit angeklebten Seitenlaschen,
Fig. 9 zeigt die Position von Fig. 8 mit angeklebten Stirnlaschen,
Fig. 10 zeigt die Position von Fig. 9 mit eingefahrenen Halteeinrichtungen,
Fig. 11 zeigt den aus der Halbfaltschachtel ausgefahrenen Stempel.
Fig. 1a zeigt den Zuschnitt 2 zur Herstellung der Halbfaltschachtel. Der Zuschnitt
2 hat eine längliche, im wesentlichen rechteckige Form und ist durch Anbringung
von Faltlinien 16, 18, 20 in vier aneinander angrenzende Abschnitte unterteilt. Ein
endseitig angebrachter Klebeabschnitt 12 dient zur Verbindung mit dem gegen
überliegenden Endbereich des Zuschnitts 2. Im oberen Bereich sind vier faltbare
Laschen 4, 6, 8, 10 angebracht, die den jeweiligen darunterliegenden Abschnitten
des Zuschnitts 2 zugeordnet sind. Die Lasche 10 ist mit Faltlinie 28 am Zuschnitt 2
befestigt. Die Lasche 8 ist mit Faltlinie 26 am Zuschnitt 2 befestigt. Die Lasche 6
ist mit Faltlinie 24 am Zuschnitt 2 befestigt. Die Lasche 4 ist mit Faltlinie 22 am
Zuschnitt befestigt. Die Faltlinien 22 und 24 grenzen an die Faltlinie 20. Die Falt
linien 24, 26 grenzen an die Faltlinie 18. Die Faltlinien 26, 28 grenzen an die Falt
linie 16. Im zusammengeklebten Zustand grenzen die Faltlinien 22, 28 an die
Faltlinie 14. Durch endseitige Verklebung mit der Klebelasche 12 entsteht die in
Fig. 2 gezeigte flachliegende Halbfaltschachtel.
Fig. 1b zeigt den zur Verwendung in der Erfindung bestimmten Tray 38 mit ge
genüberliegenden Seitenlaschen 30, 32 und einander gegenüberliegenden Stirnla
schen 34, 36. Die Seitenlaschen haben endseitig durch Faltung abgesetzte Klebela
schen, von denen zur Vereinfachung nur die Klebelasche 40 bezeichnet ist. Die
Seitenlaschen und Stirnlaschen sind mit Faltlinien im Tray 38 gebildet.
Fig. 2 zeigt den Zuschnitt von Fig. 1a in zusammengeklebter Form. In dieser Form
wird die Halbfaltschachtel angeliefert.
Fig. 3 zeigt die Halbfaltschachtel von Fig. 2, nachdem sie dem Magazin des Auf
richters entnommen und aufgefaltet ist. Die Halbfaltschachtel hat jetzt rechtecki
ge Form und die Laschen stehen aufrecht. Nach unten ist die Halbfaltschachtel
offen.
In Fig. 4 ist die Halbfaltschachtel von Fig. 3 mit obenseitig eingefahrenem Stempel
gezeigt. Der Stempel hat eine untenliegende Stirnseite 48, eine obenliegende
Stirnseite 44 und eine dazwischenliegende umlaufende Vertiefung. In der Vertie
fung sind als Gegendruckzylinder ausgebildete Halteeinrichtungen 46 angeordnet,
und zwar radial vier Halteeinrichtungen. Die Halteeinrichtungen 46 haben eine
zweigeteilte abgeschrägte Stirnfläche, die zur Anlage an einer Ecke (90°) der Halb
faltschachtel bestimmt ist.
In Fig. 5 ist der vollständig in die Halbfaltschachtel eingefahrene Stempel 44 ge
zeigt. Der Stempel befindet sich somit in Anlage auf dem Boden, auf dem die Halb
faltschachtel steht.
In der in Fig. 6 gezeigten Position sind die Halteeinrichtungen 46 ausgefahren,
und zwar radial gegen die Ecke im unteren Bereich der Halbfaltschachtel, wo die
Halteeinrichtungen paßgenau zur Anlage kommen und die Halbfaltschachtel hal
ten. Dies geschieht zur Vorbereitung der Verklebung des Trays.
Fig. 7 zeigt den unter die Halbfaltschachtel geschobenen Tray 38, die gegenüber
liegenden Stirnlaschen 34, 36 sowie die gegenüberliegenden Seitenlaschen 30, 32.
Fig. 8 zeigt die Position von Fig. 7 mit verklebten Seitenlaschen. Dabei sind die
Stirnlaschen aufgefaltet und die Seitenlaschen mit der Klebelasche an der Halb
faltschachtel verklebt.
Fig. 9 zeigt die Position von Fig. 8 mit zusätzlich verklebten Stirnlaschen 36. Da
durch ist der Tray um die Halbfaltschachtel geschlossen und schließt diese boden
seitig ab.
Fig. 10 zeigt die Position von Fig. 9 mit eingefahrenen Halteeinrichtungen 46. Der
Stempel wird zum Verlassen der Halbfaltschachtel vorbereitet.
Fig. 11 zeigt den aus der Verpackung herausgefahrenen Stempel. Die Verpackung
ist in diesem Zustand einsatzbereit und kann beispielsweise mit einem Packgut
oder Wirtschaftsgut von Hand oder maschinell bestückt werden. Daran anschlie
ßend kann die Halbfaltschachtel an ihren oberen Laschen durch Einschlagen der
Laschen verschlossen werden. Am gewünschten Ort im Supermarkt oder Groß
markt bzw. einer anderweitigen Verkaufsstätte kann die so verschlossene Halb
faltschachtel von dem Tray entfernt werden, so daß das Packgut auf dem Tray
entnahmefertig verbleibt. Das Tray kann in dieser Form in das Regal der Ver
kaufsstätte gestellt werden.
Die vorliegende Erfindung weist eine durch einen einfachen Zuschnitt gebildete
Halbfaltschachtel und einen durch einen einfachen Zuschnitt gebildeten Tray auf.
Diese werden in wirtschaftlich kostengünstiger Weise zu einer Verpackung mit
einander verbunden. Das Verfahren ist kostengünstig. Die eingesetzte Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens benötigt keinen großen technischen Aufwand.
Die Erfindung leistet die Herstellung einer Verpackung mit minimalen Herstel
lungskosten.
Claims (4)
1. Verpackung, aufweisend eine nach unten offene, im Querschnitt im wesentli
chen rechteckige Halbfaltschachtel (2) mit obenliegenden umfaltbaren Laschen
(4, 6, 8, 10) und einem zur Aufnahme der Halbfaltschachtel (2) bestimmten
Tray (38), der eine Aufnahmefläche mit Stirnlaschen (34, 36) und Seitenla
schen (30, 32) aufweist.
2. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbfaltschachtel (2) aus einer flachliegenden in eine
aufgefaltete Position gebracht wird, wobei die Laschen (4, 6, 8, 10) nach oben
stehen, daß in die Halbfaltschachtel (2) ein Stempel (44) eingeführt wird, daß
der Stempel (44) auf den Boden vorgeschoben wird, auf dem die Halbfalt
schachtel (2) steht, daß der Stempel (44) vier verfahrbare Halteeinrichtungen
(46) aufweist, die in den vier Ecken der Halbfaltschachtel (2) zur Anlage ge
bracht werden, daß der Tray (38) unter die Halbfaltschachtel (2) gebracht wird,
und daß gegenüberliegende Seitenlaschen (30, 32) bzw. Stirnlaschen (34, 36)
des Trays (38) und anschließend gegenüberliegende Stirnlaschen (34, 36) bzw.
Seitenlaschen (30, 32) mit der Halbfaltschachtel (2) verbunden, insbesondere
verklebt werden, wobei abschließend der Stempel (44) mit eingefahrenen Hal
teeinrichtungen (46) aus der Halbfaltschachtel (2) entfernt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, gekenn
zeichnet durch einen an einem ausfahrbaren Kolben angebrachten, im we
sentlichen rechteckigen bzw. ovalen bzw. elliptischen Stempel (44), der mit ei
ner vorderen und einer hinteren Stirnfläche (48, 50) und einer dazwischen an
geordneten radial umlaufenden Vertiefung ausgebildet ist, in der vier Halte
einrichtungen (46) angeordnet sind, die radial ausfahrbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteein
richtungen (46) eine zweiseitige abgewinkelte Stirnfläche aufweisen, die zur
Anlage an einer Ecke der Halbfaltschachtel (2) bestimmt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19905867A DE19905867A1 (de) | 1999-02-12 | 1999-02-12 | Verpackung, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19905867A DE19905867A1 (de) | 1999-02-12 | 1999-02-12 | Verpackung, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19905867A1 true DE19905867A1 (de) | 2000-08-17 |
Family
ID=7897285
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19905867A Withdrawn DE19905867A1 (de) | 1999-02-12 | 1999-02-12 | Verpackung, Verfahren zu ihrer Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19905867A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2865961A1 (fr) * | 2004-02-10 | 2005-08-12 | Otor Sa | Machine et procede de formation d'un plateau par application d'un mandrin |
| JP2013086337A (ja) * | 2011-10-17 | 2013-05-13 | Omori Mach Co Ltd | 製函装置 |
| DE102017201842A1 (de) * | 2017-02-06 | 2018-08-09 | Krones Aktiengesellschaft | Handhabungsvorrichtung und Verfahren zum Verschließen von äußeren Bodenlaschen einer Umverpackung |
-
1999
- 1999-02-12 DE DE19905867A patent/DE19905867A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2865961A1 (fr) * | 2004-02-10 | 2005-08-12 | Otor Sa | Machine et procede de formation d'un plateau par application d'un mandrin |
| WO2005077647A3 (fr) * | 2004-02-10 | 2005-11-24 | Otor Sa | Machine et procede de formation d’un plateau par application d’un mandrin |
| JP2013086337A (ja) * | 2011-10-17 | 2013-05-13 | Omori Mach Co Ltd | 製函装置 |
| DE102017201842A1 (de) * | 2017-02-06 | 2018-08-09 | Krones Aktiengesellschaft | Handhabungsvorrichtung und Verfahren zum Verschließen von äußeren Bodenlaschen einer Umverpackung |
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Legal Events
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