DE19904576A1 - Pressenanordnung - Google Patents
PressenanordnungInfo
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Abstract
Bei einer Pressenanordnung zur Behandlung einer Faserstoffbahn 10 wie insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn sind zwei Schuhpreßwalzen 22, 24 einer als gemeinsame Gegenwalze dienenden zentralen Preßwalze 20 zugeordnet, um mit dieser jeweils einen in Bahnlaufrichtung L verlängerten Preßspalt S1, S2 zu bilden. Dabei ist zumindest der in Bahnlaufrichtung L betrachtet erste verlängerte Preßspalt S1 doppelt befilzt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Pressenanordnung zur Behandlung einer Fa
serstoffbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn.
Ziel der Erfindung ist es, eine Pressenanordnung der eingangs genannten
Art zu schaffen, deren Aufbau möglichst einfach und kompakt und deren
Vakuumbedarf sowie deren Antriebsleistung möglichst gering ist. Zudem
soll insbesondere auch eine geschlossene Bahnführung möglich sein.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß zwei
Schuhpreßwalzen einer als gemeinsame Gegenwalze dienenden zentralen
Preßwalze zugeordnet sind, um mit dieser jeweils einen in Bahnlaufrich
tung verlängerten Preßspalt zu bilden, und daß zumindest der in Bahn
laufrichtung betrachtet erste verlängerte Preßspalt doppelt befilzt ist.
Aufgrund dieser Ausbildung entfällt die bisher übliche große, mit einem
dicken Mantel versehene Preßsaugwalze, wodurch der Vakuumbedarf
deutlich verringert wird. Insgesamt ergibt sich eine deutlich geringere An
triebsleistung. Es ist ohne weiteres insbesondere auch eine geschlossene
Bahnführung möglich, so daß die entsprechende Pressenpartie insbeson
dere auch für Liner mit weißer Decke ("White Top") geeignet ist. Aufgrund
der Verwendung einer den beiden Schuhpreßwalzen zugeordneten ge
meinsamen Gegenwalze ist zudem die Anzahl der erforderlichen Preßwal
zen auf ein Minimum herabgesetzt, d. h. es sind maximal nur drei Preß
walzen erforderlich. Entsprechend verringert sich auch die Anzahl von er
forderlichen Preßfilzen. Mit dem geringeren Filzverbrauch lassen sich die
Betriebskosten weiter verringern. Diese Betriebskosten werden auch
durch den geringeren Vakuumbedarf für Rohrsauger sowie die geringere
Antriebsleistung reduziert. Es ist nunmehr insbesondere auch eine solche
Anordnung möglich, bei der sich die Preßkräfte größtenteils aufheben.
Zudem ergibt sich eine geringere Lagerbelastung sowie eine geringere Bie
gebelastung auf Walzenachse. Auf eine innen gestützte Walze kann,
eventuell für alle Maschinenbreiten, verzichtet werden. Der geringere
Energieverbrauch ist u. a. darauf zurückzuführen, daß angesichts des
Einsatzes von nur einer gemeinsamen den Schuhpreßwalzen zugeordne
ten Gegenwalze mit geringer Lagerreibung die Reibleistung der Pressenan
ordnung entsprechend verringert wird. Mit einer Verringerung der Anzahl
von Filzen sind auch entsprechend weniger Filzkonditionierungen erfor
derlich, was eine weitere Verringerung der Reibleistung sowie des erfor
derlichen Vakuums mit sich bringt. Es treten keine Verlustleistungen
durch eine über innere Stützquellen abgestützte Walze auf. Es ist nur ein
Getriebe außerhalb der betreffenden Papiermaschine erforderlich, was ei
nen besseren Wirkungsgrad mit sich bringt. Nachdem die Anzahl der ein
gesetzten Walzen und Walzentypen auf ein Minimum herabgesetzt ist, ist
entsprechend auch die Anzahl bereitzuhaltender Reservewalzen gering,
was sich wieder günstig auf die Investitionskosten auswirkt. Zudem ist
eine einfachere Steuerung möglich, wodurch die Betriebssicherheit ent
sprechend erhöht wird. Im Vergleich zu den herkömmlichen Mehrwalzen
pressen tritt keine Linienkraftbeeinflussung durch gegenseitige Nipkräfte
auf. Bombierungen sind grundsätzlich nicht mehr erforderlich. Es müssen
auch keine weichen Walzenbezüge mehr verwendet werden, wodurch sich
entsprechend höhere Standzeiten ergeben. Zugschwankungen auf das Pa
pier sind praktisch ausgeschlossen. Dementsprechend können Bahnein
risse oder -abrisse innerhalb der Pressenpartie vermieden werden. Es ist
insbesondere auch eine einfachere, hebellose und kompakte Stuhlung mit
geschlossenem Kraftfluß möglich. Mit dem Wegfall von Preßwalzenscha
bern zur Papierabnahme werden die Investitionskosten und Betriebsko
sten weiter verringert.
Die beiden Schuhpreßwalzen sind vorzugsweise etwa auf einander gegen
überliegenden Seiten der zentralen Preßwalze angeordnet.
Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform der erfindungsge
mäßen Pressenanordnung sind beide verlängerten Preßspalte jeweils dop
pelt befilzt. Damit ergibt sich insgesamt eine volumenschonende und
symmetrische Entwässerung. Bei der Papierherstellung wird insbesondere
auch die Gleichseitigkeit des Papiers verbessert, so daß die Pressenanord
nung insbesondere auch für graphische Papiere eingesetzt werden kann.
Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemä
ßen Pressenanordnung sind insgesamt höchstens drei Filze vorgesehen.
Dabei kann ein Filz durch beide verlängerten Preßspalte geführt sein. Ent
sprechend sind nur drei Filzkonditionierungen erforderlich, wodurch die
Reibleistung und das erforderliche Vakuum entsprechend verringert wer
den. Insgesamt ergibt sich ein geringerer Filzverbrauch. Es ist eine insge
samt kompakte, kostengünstige Konstruktion möglich. Abgesehen davon,
daß auf Saugpreßwalzen verzichtet werden kann, sind eine geschlossene
Bahnführung und relativ kurze Rückbefeuchtungsstrecken möglich. Nach
jedem Nip ist für eine gute Nipentwässerung gesorgt, was u. a. beispiels
weise durch eine jeweilige Schleuderwasserabführung erreicht werden
kann.
Mit einer geschlossenen Bahnführung vom Sieb bis in die Trockenpartie
wird eine hohe Runability erreicht. Bahnabrisse in der Pressenanordnung
sind praktisch ausgeschlossen. Zudem entfällt das manuelle Aufführen
der Faserstoffbahn, was eine höhere Betriebssicherheit und eine Maschi
nenverfügbarkeit mit sich bringt. Aufgrund der fehlenden offenen Züge
kann es praktisch zu keiner Papierdehnung und zu keinen Bahneinrissen
kommen. Zwischen den Pressen treten auch keine auf das Papier wirken
den Zugschwankungen auf.
Zwischen den beiden mit der zentralen Preßwalze gebildeten verlängerten
Preßspalten kann die Faserstoffbahn vorzugsweise zusammen mit einem
Filz um eine vorzugsweise als Saugwalze ausgebildete Umlenkwalze ge
führt sein.
Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform ist ein durch den
ersten verlängerten Preßspalt geführter Filz gleichzeitig als Pick-up-Filz
vorgesehen.
Von Vorteil ist auch, wenn die Faserstoffbahn im Anschluß an den zweiten
verlängerten Preßspalt über eine vorzugsweise als Saugwalze ausgebildete
Umlenkwalze beispielsweise zu einer nachfolgenden Trockenpartie geführt
ist. Dabei kann die Faserstoffbahn zusammen mit einem durch den zwei
ten verlängerten Preßspalt laufenden Oberfilz um die Umlenkwalze geführt
sein und anschließend durch eine glatte Walze von dem Oberfilz abge
nommen werden. Alternativ ist es beispielsweise auch möglich, daß die
Faserstoffbahn zusammen mit einem Unterfilz aus dem zweiten verlän
gerten Preßspalt geführt und im Bereich der Umlenkwalze durch ein diese
umschlingendes Trockensieb von dem Unterfilz abgenommen wird.
Die Oberfläche der zentralen Preßwalze und/oder der Preßmantel wenig
stens einer Schuhpreßwalze kann zur Schaffung eines gewissen Wasser
speichervermögens beispielsweise blindgebohrt und/oder gerillt sein. Da
mit kann die Entwässerung eines oder beider verlängerter Preßspalte zu
mindest teilweise durch Abschleudern von Wasser in eine jeweilige Rinne
oder dergleichen erfolgen. Damit ist nicht nur eine optimale Entwässerung
des jeweiligen Preßspaltes gewährleistet. Es können auch leichtere Preßfil
ze eingesetzt werden. Schließlich ergibt sich eine bessere Filzkonditionie
rung über Rohrsauger und Spritzrohre.
In bestimmten Fällen kann es zweckmäßig sein, wenn die den Preßschu
hen der beiden Schuhpreßwalzen zugeordneten Stützeinrichtungen mit
gleichen Drücken beaufschlagbar sind, wobei in diesem Fall die Länge des
ersten verlängerten Preßspaltes zweckmäßigerweise größer ist als die Län
ge des zweiten verlängerten Preßspaltes. Hierbei sind insbesondere gleiche
Linienkräfte möglich. Bei einer alternativen zweckmäßigen Ausführungs
form ist die dem Preßschuh der ersten Schuhpreßwalze zugeordnete Stütz
einrichtung mit einem kleineren Druck beaufschlagbar als die dem Preß
schuh der zweiten Schuhpreßwalze zugeordnete Stützeinrichtung, wobei
in diesem Fall die beiden verlängerten Preßspalte zweckmäßigerweise eine
gleiche Länge besitzen können. Insbesondere in diesem Fall kann die Lini
enkraft des zweiten verlängerten Preßspaltes insbesondere größer sein als
die des ersten verlängerten Preßspaltes.
Aus Gewichtsgründen kann es zweckmäßig sein, wenn die zentrale Preß
walze eine innen gestützte Walze ist und mit den jeweils den Preßspalten
zugeordneten Drücken versorgt wird.
Um die Filzspannung zwischen den beiden verlängerten Preßspalten zu
beeinflussen, ist es von Vorteil, wenn die Umlenkwalze einen regelbaren
Antrieb besitzt.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Pressenanordnung angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen un
ter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
Fig. 1 eine schematische, teilweise geschnittene Darstellung
einer Ausführungsform einer zwei verlängerte Preß
spalte aufweisenden Pressenanordnung,
Fig. 2 eine schematische, teilweise geschnittene Darstellung
einer weiteren Ausführungsform einer zwei verlängerte
Preßspalte aufweisenden Pressenanordnung,
Fig. 3 ein Beispiel für eine mögliche Steuerung der Pressenan
ordnung gemäß Fig. 1 oder 2 und
Fig. 4 ein weiteres Beispiel für eine mögliche Steuerung der
Pressenanordnung.
Fig. 1 zeigt in rein schematischer, teilweise geschnittener Darstellung
eine erste Ausführungsform einer Pressenanordnung zur Behandlung ei
ner Faserstoffbahn 10, bei der es sich insbesondere um eine Papier- oder
Kartonbahn handeln kann.
Die Faserstoffbahn 10 wird im Bereich einer Saugwalze 12 durch einen
Oberfilz 14 von einem Siebband 16 übernommen und anschließend zu
sammen mit einem Unterfilz 18 einem ersten in Bahnlaufrichtung L ver
längerten Preßspalt S1 zugeführt. Im Anschluß daran wird die Faserstoff
bahn 10 zusammen mit dem Unterfilz 18 einem zweiten in Bahnlaufrich
tung L verlängerten Preßspalt S2 zugeführt. Vor dem ersten verlängerten
Preßspalt S1 ist die Faserstoffbahn 10 zusammen mit dem Oberfilz 14 zu
dem über eine als Saugwalze ausgeführte Umlenkwalze 19 geführt. Die
beiden Walzen 12 und 19 können jedoch auch zusammengeführt werden.
Wie der Fig. 1 entnommen werden kann, sind die beiden in Bahnlauf
richtung L verlängerten Preßspalte S1 und S2 zwischen einer zentralen
Preßwalze 20 und zwei dieser zugeordneten Schuhpreßwalzen 22, 24 ge
bildet. Die zentrale Preßwalze 20 dient den beiden Schuhpreßwalzen 22,
24 somit als gemeinsame Gegenwalze. Dabei sind die beiden Schuhpreß
walzen 22, 24 auf einander gegenüberliegenden Seiten der zentralen
Preßwalze 20 angeordnet.
Wie anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, ist die Faserstoffbahn 10 zwi
schen den beiden mit der zentralen Preßwalze 20 gebildeten verlängerten
Preßspalten S1, S2 zusammen mit dem Unterfilz 18 um eine als Saugwal
ze ausgebildete Umlenkwalze 26 geführt. Im Bereich dieser Umlenkwalze
26 wird der Oberfilz 14 wieder von der Faserstoffbahn 10 getrennt.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist sowohl der erste als auch der
zweite verlängerte Preßspalt S1 bzw. S2 jeweils doppelt befilzt. Dazu ist
ein weiterer Oberfilz 28 vorgesehen, der zusammen mit dem Unterfilz 18
und der Faserstoffbahn 10 durch den zweiten verlängerten Preßspalt S2
geführt ist. Im vorliegenden Fall ist die Faserstoffbahn 10 im Anschluß an
den zweiten verlängerten Preßspalt S2 zusammen mit dem Oberfilz 28
über eine wieder als Saugwalze ausgebildete Umlenkwalze 30 zu dem er
sten Trockenzylinder 32 einer nachfolgenden Trockenpartie geführt. Im
Bereich der Umlenkwalze 30 wird der Unterfilz 18 wieder von der Faser
stoffbahn 10 getrennt. Zur Abnahme der Faserstoffbahn 10 von dem
Oberfilz 28 besitzt der Trockenzylinder 32 vorzugsweise eine geschlossene
oder glatte Oberfläche. Wie anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, ist die Fa
serstoffbahn 10 im Anschluß an den Trockenzylinder 32 an einem Trocken
sieb 38 geführt. Zum sicheren Überführen der Papierbahn können die
Umlenkwalze 30 und der Trockenzylinder 32 zueinander einen Nip bilden,
d. h. gegeneinander angepreßt sein.
Es ergibt sich somit eine durchgehend geschlossene Bahnführung, und
zwar von der Übernahme der Faserstoffbahn 10 durch den gleichzeitig als
Pick-up-Filz dienenden Oberfilz 14 vom Siebband 16 bis zur Übergabe an
die Trockenpartie.
Die Entwässerung der leiden verlängerten Preßspalte S1, S2 erfolgt zu
mindest teilweise jeweils durch Abschleudern von Wasser in Rinnen 34,
34a und 36, 36a, was beispielsweise durch eine blindgebohrte und/oder
gerillte Oberfläche der zentralen Preßwalze 20 und/oder einen jeweiligen
blindgebohrten und/oder gerillten Preßmantel wenigstens einer
Schuhpreßwalze möglich ist.
Wie anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, sind die Walzen 20, 32 und 26
angetrieben. Aus dieser Fig. 1 ergibt sich zudem, daß im Bereich des
Trockenzylinders 32 ein Sprührohr 53 vorgesehen ist.
Fig. 2 zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Darstellung eine
weitere Ausführungsform einer Pressenanordnung mit zwei einer gemein
samen Gegenwalze 20 zugeordneten Schuhpreßwalzen 22, 24.
Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der gemäß Fig. 1 im we
sentlichen dadurch, daß der Oberfilz 28 bereits vor der als Saugwalze
ausgebildeten Umlenkwalze 30 durch eine Bahntrenneinrichtung 52 wie
der von der Faserstoffbahn 10 getrennt und die an dem Unterfilz 18 wei
tergeführte Faserstoffbahn 10 im Bereich der Saugwalze 30 durch ein die
se umschlingendes Trockensieb 38 von dem Unterfilz 18 abgenommen
wird. Im Anschluß an die Umlenkwalze 30 wird die Faserstoffbahn 10
durch das Trockensieb 38 dem ersten Trockenzylinder 32 der nachfolgen
den Trockenpartie zugeführt.
Im übrigen besitzt diese Ausführungsform im wesentlichen den gleichen
Aufbau wie die gemäß Fig. 1, wobei einander entsprechenden Teilen glei
che Bezugszeichen zugeordnet sind.
Fig. 3 zeigt in rein schematischer Darstellung ein Beispiel für eine mögli
che Steuerung der Pressenanordnung gemäß Fig. 1 oder 2. Hierbei wer
den die den Preßschuhen 40, 42 der beiden Schuhpreßwalzen 22, 24 zu
geordneten Stützeinrichtungen 44, 46 mit gleichen Drücken p1, p2 beauf
schlagt. Dazu sind die Stützeinrichtungen 44, 46 an eine den Druck p
liefernde gemeinsame Leitung 48 angeschlossen. Die Länge L1 des ersten
verlängerten Preßspaltes S1 ist im vorliegenden Fall größer als die Länge
L2 des zweiten verlängerten Preßspaltes S2. Die Linienkräfte Lk1 und Lk2
sind gleich groß. Die spezifischen Maximaldrücke sind jedoch unter
schiedlich. Auf die Preßwalzenlager der zentralen Preßwalze 20 wirkt le
diglich das Walzengewicht.
Die sich mit einer entsprechenden Steuerung für die beiden Preßspalte
S1, S2 ergebenden Druckprofile sind rein schematisch in dem unteren Teil
der Fig. 3 dargestellt.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Beispiel für eine mögliche Ansteuerung einer je
weiligen Pressenanordnung. In diesem Fall wird die dem Preßschuh 40
der ersten Schuhpreßwalze 22 zugeordnete Stützeinrichtung 44 mit einem
kleineren Druck p1 beaufschlagt als die dem Preßschuh 42 der zweiten
Schuhpreßwalze 24 zugeordnete Stützeinrichtung 46. Die beiden verlän
gerten Preßspalte S1, S2 besitzen hier eine gleiche Länge L1, L2, d. h. es
gilt L1 = L2. Die Linienkraft Lk1 ist in diesem Fall kleiner als die Linien
kraft Lk2. Mittels eines in der Leitung 48 vorgesehenen Druckreduzier-
Ventils 50 können die Drücke p1, p2 getrennt voneinander eingestellt
werden, d. h. auf die Preßwalzenlager der zentralen Preßwalze 20 wirkt le
diglich die Differenzlinienkraft und das Walzengewicht.
Die sich mit einer entsprechenden Steuerung für die beiden Preßspalte
S1, S2 ergebenden Druckprofile sind rein schematisch in dem unteren Teil
der Fig. 4 dargestellt.
10
Faserstoffbahn
12
Saugwalze
14
Oberfilz
16
Siebband
18
Unterfilz
19
Umlenkwalze
20
zentrale Preßwalze
22
Schuhpreßwalze
24
Schuhpreßwalze
26
Umlenkwalze
28
Oberfilz
30
Umlenkwalze
32
Trockenzylinder
34
,
34
a Rinne
36
,
36
a Rinne
38
Trockensieb
40
Preßschuh
42
Preßschuh
44
Stützeinrichtung
46
Stützeinrichtung
48
Leitung
50
Ventil
51
Bahnhaltesauger
52
Bahntrenneinrichtung
53
Sprührohr
L Bahnlaufrichtung
L1 Spaltlänge
L2 Spaltlänge
Lk1 Linienkraft
Lk2 Linienkraft
S1 erster verlängerter Preßspalt
S2 zweiter verlängerter Preßspalt
p Druck
p1 Druck
p2 Druck
L Bahnlaufrichtung
L1 Spaltlänge
L2 Spaltlänge
Lk1 Linienkraft
Lk2 Linienkraft
S1 erster verlängerter Preßspalt
S2 zweiter verlängerter Preßspalt
p Druck
p1 Druck
p2 Druck
Claims (20)
1. Pressenanordnung zur Behandlung einer Faserstoffbahn (10), ins
besondere einer Papier- oder Kartonbahn,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Schuhpreßwalzen (22, 24) einer als gemeinsame Gegen
walze dienenden zentralen Preßwalze (20) zugeordnet sind, um mit
dieser jeweils einen in Bahnlaufrichtung (L) verlängerten Preßspalt
(S1, S2) zu bilden, und daß zumindest der in Bahnlaufrichtung (L)
betrachtet erste verlängerte Preßspalt (S1) doppelt befilzt ist.
2. .Pressenanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Schuhpreßwalzen (22, 24) etwa auf einander gegen
überliegenden Seiten der zentralen Preßwalze (20) angeordnet sind.
3. Pressenanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß beide verlängerten Preßspalte (S1, S2) jeweils doppelt befilzt
sind.
4. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß insgesamt höchstens drei Filze (14, 18, 28) vorgesehen sind.
5. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine durchgehend geschlossene Bahnführung aufweist.
6. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Filz (18) durch beide verlängerten Preßspalte (S1, S2) ge
führt ist.
7. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Faserstoffbahn (10) zwischen den beiden mit der zentralen
Preßwalze gebildeten verlängerten Preßspalten (S1, S2) vorzugsweise
zusammen mit einem Filz (18) um eine vorzugsweise als Saugwalze
ausgebildete Umlenkwalze (26) geführt ist.
8. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein durch den ersten verlängerten Preßspalt (S1) geführter Filz
(14) gleichzeitig als Pick-up-Filz vorgesehen ist.
9. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Faserstoffbahn (10) im Anschluß an den zweiten verlänger
ten Preßspalt (S2) über eine vorzugsweise als Saugwalze ausgebil
dete Umlenkwalze (30) vorzugsweise zu einer nachfolgenden Trocken
partie geführt ist.
10. Pressenanordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Faserstoffbahn zusammen mit einem durch den zweiten
verlängerten Preßspalt (S2) laufenden Oberfilz (28) um die Umlenk
walze (30) geführt ist und anschließend durch eine glatte Walze (32)
von dem Oberfilz (28) abgenommen wird.
11. Pressenanordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Faserstoffbahn (10) zusammen mit einem Unterfilz (18) aus
dem zweiten verlängerten Preßspalt (S2) geführt und im Bereich der
Umlenkwalze (30) durch ein diese umschlingendes Trockensieb (38)
von dem Unterfilz (18) abgenommen wird.
12. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zentrale Preßwalze (20) blindgebohrt und/oder gerillt ist.
13. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Entwässerung der beiden verlängerten Preßspalte (S1, S2)
zumindest teilweise durch Abschleudern von Wasser in eine jeweili
ge Rinne (34, 34a, 36, 36a) oder dergleichen erfolgt.
14. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Preßschuhen (40, 42) der beiden Schuhpreßwalzen (22,
24) zugeordneten Stützeinrichtungen (44, 46) mit gleichen Drücken
(p1, p2) beaufschlagbar sind und daß die Länge (L1) des ersten ver
längerten Preßspaltes (S1) vorzugsweise größer ist als die Länge (L2)
des zweiten verlängerten Preßspaltes (S2).
15. Pressenanordnung nach einem Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Preßschuh (40) der ersten Schuhpreßwalze (22) zuge
ordnete Stützeinrichtung (44) mit einem kleineren Druck (p1) beauf
schlagbar ist als die dem Preßschuh (42) der zweiten Schuhpreßwal
ze (24) zugeordnete Stützeinrichtung (46) und daß die beiden ver
längerten Preßspalte (S1, S2) vorzugsweise eine gleiche Länge (L1,
L2) besitzen.
16. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine der beiden Schuhpreßwalzen (22, 24) einen
blindgebohrten und/oder gerilltem Preßmantel besitzt.
17. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zentrale Preßwalze (20) eine innen gestützte. Walze ist und
mit den jeweils den Preßspalten (S1, S2) zugeordneten Drücken ver
sorgt wird.
18. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Faserstoffbahn (10) zwischen der Umlenksaugwalze (26) und
dem zweiten Preßspalt (S2) zusätzlich mittels eines Bahnhaltesau
gers (51) an dem Unterfilz (18) gehalten wird.
19. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkwalze (26) einen regelbaren Antrieb besitzt.
20. Pressenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die. Umlenkwalze (26) mit ihrem Antrieb auch gebremst werden
kann, um die Filzspannung vor dem zweiten Preßspalt (S2) zu erhö
hen.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904576A DE19904576A1 (de) | 1999-02-04 | 1999-02-04 | Pressenanordnung |
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