DE19904425C2 - Anschlußverbindungsstück für ein Rohr - Google Patents
Anschlußverbindungsstück für ein RohrInfo
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Abstract
Ein Anschlußverbindungsstück für ein Rohr, insbesondere Verbundrohr, hat einen Hülsenkörper, der im Druchmesser abgestuft und auf dessen Partie kleineren Durchmessers (34), die vorn eine Ringdichtung trägt, das Rohr aufsteckbar und über Widerhaken (44) streifbar ist, die allein das Rohr durch Eingriff darin festhalten. Die Ringdichtung ist eine Dichtmanschette mit mehreren konzentrischen, axial versetzten Dichtwulsten (20, 22). Die Partie größeren Durchmessers des Hülsenkörpers hat einen Außendurchmesser, der dem des Rohrs entspricht. Um das auf den Hülsenkörper aufgesteckte Rohr und um die Partie größeren Durchmessers (36) des Hülsenkörpers liegt außen bündig eine Stützhülse (40) herum. Die Stützhülse (40) ist am Innenmantel mit den Widerhaken (44) versehen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Anschlußverbindungsstück für ein Rohr, ins
besondere Verbundrohr, mit einem Hülsenkörper, der im Durchmesser ab
gestuft und auf dessen Partie kleineren Durchmessers, die vorn eine
Ringdichtung trägt, das Rohr aufsteckbar und über Widerhaken streifbar
ist, die allein das Rohr durch Eingriff darin festhalten, wobei die
Partie größeren Durchmessers des Hülsenkörpers einen Außendurchmesser
hat, der dem des Rohrs entspricht, und wobei um das auf den Hülsenkör
per aufgesteckte Rohr und um die Partie größeren Durchmessers des Hül
senkörpers außen bündig eine Stützhülse herumliegt.
Ein solches Anschlußverbindungsstück ist aus der DE 297 06 377 U1 be
kannt. Es hat das Rohr haltende Widerhaken, die an besonderen Sperrin
gen sitzen. Die Ringdichtung zur Abdichtung des Rohrs ist ein einfa
cher Rundschnurring.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein im Aufbau unaufwendiges und kompak
tes Anschlußverbindungsstück der genannten Art zu schaffen, das höch
sten Hygieneanforderungen genügt.
Diese Aufgabe wird mit einem derartigen Anschlußverbindungsstück da
durch gelöst, daß die Stützhülse am Innenmantel mit den Widerhaken
versehen ist, und daß die Ringdichtung eine Dichtmanschette mit mehre
ren konzentrischen, axial versetzten Dichtwulsten ist.
Dank der Anordnung der Widerhaken am Innenmantel der Stützhülse kommt
man bei dem erfindungsgemäßen Anschlußverbindungsstück ohne einen be
sonderen Sperring mit Widerhaken aus. Durch die Ausbildung der Ring
dichtung als Dichtmanschette mit mehreren Dichtwulsten wird Redundanz
in der Abdichtung geschaffen und unabhängig von eventuellen Fehlstel
len an der Rohrinnenwand eine einwandfreie Dichtigkeit erzielt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Dichtmanschette vor
der vorderen Stirnfläche des Hülsenkörpers. Dadurch hat man hier über
haupt keinen Totwasserraum. Stagnationswasser und die damit einherge
henden Hygieneprobleme werden vermieden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform nimmt die Dichtmanschette an dem
Hülsenkörper eine Raststellung ein. Das ist für die genaue Positionie
rung bei der Vormontage der Dichtmanschette von Bedeutung.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stützhülse an der Partie
größeren Durchmessers des Hülsenkörpers axial fixiert. Sie hat dazu
vorzugsweise Eingriff in eine Umfangsnut des Hülsenkörpers. Die Stütz
hülse kann Schnappsitz in der Umfangsnut haben oder in die Umfangsnut
eingebördelt oder eingerollt sein. Bei einer bevorzugten Ausführungs
form hat die Stützhülse in der Umfangsnut Drehspiel.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die einzige Abbildung
zeigt den axialen Querschnitt durch ein Anschlußverbindungsstück mit
einem darauf sitzenden Verbundrohr und einer Stützhülse, die an ihrem
Innenmantel Widerhaken hat.
Das Anschlußverbindungsstück dient dazu, eine Anschlußverbindung für
das Rohr, insbesondere Verbundrohr einer Sanitär- oder Heizungsanlage
herzustellen. Bei dem Anschlußverbindungsstück kann es sich um einen
Schraubfitting, geraden Rohrverbinder, Rohrkrümmer, eine Rohrverzwei
gung und vieles andere mehr handeln.
Das Verbundrohr hat einen kreiszylindrischen Kern 10 aus Metall, ins
besondere Aluminium oder einer Aluminiumlegierung. Der Kern 10 ist in
nen und außen mit einer kreiszylindrischen Mantelschicht 12, 14 aus
Kunststoff versehen.
An den Enden des Rohrs liegt das Metall des Kerns stirnseitig blank.
Bei der Gestaltung der Anschlußverbindung ist darauf zu achten, daß
kein Wasser an die Stirnseiten des Rohrs gelangt, da sonst möglicher
weise Korrosion einträte. Bekannte Anschlußverbindungsstücke für mas
sive Kunststoffrohre, die das Rohr außen mit einer Muffe übergreifen
und an seinem Außenmantel abdichten, kommen daher für ein Verbundrohr
nicht in Betracht.
Das erfindungsgemäße Anschlußverbindungsstück hat einen kreiszylindri
schen Hülsenkörper aus Kunststoff, der in das Rohr hineinragt und an
dem Rohrinnenmantel 12 abdichtet.
Der Hülsenkörper trägt eine Dichtmanschette aus Gummi, die vor seiner
vorderen Stirnfläche 16 und um seinen Außenmantel 18 herum liegt und
drei konzentrische, axial versetzte Dichtwulste 20, 22 aufweist, die
durch in der radialen Mitte dazwischen liegende, dünne umlaufende Ma
terialstege 24 verbunden sind. Ein vorderster Dichtwulst 20 grenzt di
rekt an die Stirnfläche 16 des Hülsenkörpers an, so daß es hier keinen
Totwasserraum gibt.
Der Hülsenkörper ist im Durchmesser abgestuft. Er geht an einer radia
len Ringstufe 32 von der in das Rohr hineinragenden Partie kleineren
Durchmessers 34 in einer äußere Partie größeren Durchmessers 36 über,
deren Außendurchmesser dem des Rohrs entspricht.
Das Rohr läßt sich auf den Hülsenkörper des Anschlußverbindungsstücks
aufstecken. Seine Aufstecktiefe ist durch den Anschlag an der Ringstu
fe 32 begrenzt.
Um das aufgesteckte Rohr und die Partie größeren Durchmessers 36 des
Hülsenkörpers liegt außen bündig eine kreiszylinderische Stützhülse 40
herum. Die Stützhülse 40 hat eine umlaufende, nach innen abstehende
Rippe 42, die in eine Umfangsnut des Hülsenkörpers eingreift.
Die Stützhülse 40 ist am Innenmantel mit Widerhaken 44 versehen. Durch
den Wasserdruck wird eine axiale Kraft auf das Rohr ausgeübt, die es
von dem Hülsenkörper herunterzuziehen sucht. Es graben sich dann die
Widerhaken 44 in den Kunststoffaußenmantel 14 des Rohrs ein, um das
aufgesteckte Rohr festzuhalten. Das Rohr gleitet ein wenig nach vorn.
Zwischen dem Ende des Rohrs und der Ringstufe 32 bildet sich ein klei
ner Spalt 38, der für den Bewegungsausgleich und den Ausgleich von
Wärmedehnungen von Vorteil ist.
10
Kern
12
Innenmantel
14
Außenmantel
16
Stirnfläche
18
Außenmantel
20
vorderster Dichtwulst
22
Dichtwulst
24
Materialsteg
32
Ringstufe
34
Partie kleineren Durchmessers
36
Partie größeren Durchmessers
38
Spalt
40
Stützhülse
42
Rippe
44
Widerhaken
Claims (8)
1. Anschlußverbindungsstück für ein Rohr, insbesondere Verbundrohr, mit
einem Hülsenkörper, der im Durchmesser abgestuft und auf dessen
Partie kleineren Durchmessers, die vorn eine Ringdichtung trägt, das
Rohr aufsteckbar und über Widerhaken streifbar ist, die allein das
Rohr durch Eingriff darin festhalten, wobei die Partie größeren
Durchmessers des Hülsenkörpers einen Außendurchmesser hat, der dem
des Rohrs entspricht, und wobei um das auf den Hülsenkörper
aufgesteckte Rohr und um die Partie größeren Durchmessers des Hül
senkörpers außen bündig eine Stützhülse herumliegt, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stützhülse (40) am Innenmantel mit den Widerhaken
(44) versehen ist, und daß die Ringdichtung eine Dichtmanschette mit
mehreren konzentrischen, axial versetzten Dichtwulsten (20, 22) ist.
2. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtmanschette vor der vorderen Stirnfläche (16) des
Hülsenkörpers liegt.
3. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Dichtmanschette an dem Hülsenkörper eine Rast
stellung einnimmt.
4. Anschlußverbindungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützhülse (40) an der Partie größeren
Durchmessers (36) des Hülsenkörpers axial fixiert ist.
5. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützhülse (40) in eine Umfangsnut des Hülsenkörpers Ein
griff hat.
6. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützhülse (40) Schnappsitz in der Umfangsnut hat.
7. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützhülse (40) in die Umfangsnut eingebördelt oder einge
rollt ist.
8. Anschlußverbindungsstück nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützhülse (40) in der Umfangsnut Drehspiel
hat.
Priority Applications (1)
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| DE29706377U1 (de) * | 1996-06-11 | 1997-06-19 | Geberit Technik Ag, Jona | Muffe für Verbundrohre oder Rohre aus Kunststoff |
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1999
- 1999-02-04 DE DE19904425A patent/DE19904425C2/de not_active Expired - Fee Related
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