DE19903286A1 - Anhängersteuerventil für eine Druckluftbremsanlage von Zugfahrzeug-Anhänger-Kombinationen - Google Patents
Anhängersteuerventil für eine Druckluftbremsanlage von Zugfahrzeug-Anhänger-KombinationenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Anhängersteuerventil (1) für eine Druckluftbremsanlage von Zugfahrzeug-Anhänger-Kombinationen mit einer zwischen dem Zugfahrzeug und dem Anhänger angeordneten Anhänger-Bremsleitung und einer Anhänger-Vorratsleitung. Das Anhängersteuerventil (1) hat ein von einer ungedrosselten Betriebstellung zu kleineren Durchlaßquerschnitten hin veränderbares Drosselventil (2) und zur Betätigung eines kombinierten Einlaß- und Auslaßventils (26) einen Relaiskolben (10), welcher eine von einem Relaiskolben-Steuerdruck beaufschlagte Relaiskolben-Steuerkammer (12) begrenzt. Das Drosselventil (2) beinhaltet eine Drosselventil-Steuerkammer (96), welche über einen Verbindungskanal (72) mit der Relaiskolben-Steuerkammer (12) verbunden ist. Die Erfindung sieht vor, daß im Verbindungskanal (72) zwischen der Relaiskolben-Steuerkammer (12) und der Drosselventil-Steuerkammer (96) eine Drossel (122) vorhanden ist.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Anhängersteuerventil für eine
Druckluftbremsanlage von Zugfahrzeug-Anhänger-Kombinationen nach
der Gattung des Patentanspruchs 1.
Ein bekanntes Anhängersteuerventil hat eine Arbeitskammer zur
Speisung einer Anhänger-Bremsleitung, wobei die Arbeitskammer über
ein kombiniertes Einlaß- und Auslaßventil mit einer Druckeingangs
kammer oder mit der Atmosphäre verbindbar ist. Die Druckeingangs
kammer ist einerseits über ein von einer ungedrosselten Betriebstel
lung zu kleineren Durchlaßquerschnitten hin veränderbares Drossel
ventil und einen Vorratsanschluß mit einem Druckluftvorrat des Zug
fahrzeugs und andererseits ständig mit einer Anhänger-Vorratsleitung
verbunden. Zur Betätigung des kombinierten Einlaß- und Auslaßventils
ist ein Relaiskolben vorgesehen, welcher eine von einem Relaiskolben-
Steuerdruck beaufschlagte Relaiskolben-Steuerkammer begrenzt. Die
Relaiskolben-Steuerkammer ist über ein von einem elektropneuma
tischen Steuerkreis betätigbares Magnetventil mit dem Vorratsanschluß
verbindbar. Bei Betätigung der Bremse des Zugfahrzeugs wird das
Magnetventil durch Schaltsignale des elektro-pneumatischen Steuer
kreis für eine bestimmte Zeit in Durchlaßstellung geschaltet, so daß
über den Vorratsanschluß Druckluft in die Relaiskolben-Steuerkammer
strömen kann und dort den Relaiskolben-Steuerdruck erzeugt, wodurch
der Relaiskolben das Einlaßventil des kombinierten Einlaß- und Aus
laßventils öffnet und die in der Druckeingangskammer anstehende
Druckluft über die Arbeitskammer in die Anhänger-Bremsleitung strö
men kann. Das Drosselventil beinhaltet einen Drosselventil-
Steuerkolben mit mindestens zwei Wirkflächen, welche eine erste und
eine zweite Drosselventil-Steuerkammer begrenzen, wobei die erste
Drosselventil-Steuerkammer mit der Druckeingangskammer und die
zweite Drosselventil-Steuerkammer über einen Verbindungskanal mit
der Relaiskolben-Steuerkammer verbunden ist. Der Drosselventil-
Steuerkolben ist durch den Federdruck einer Ventilfeder und durch den
Relaiskolben-Steuerdruck in der zweiten Drosselventil-Steuerkammer
in eine den Durchlaßquerschnitt des Drosselventils verringernde Stel
lung und durch in der ersten Drosselventil-Steuerkammer herrschen
den Druck in eine den Durchlaßquerschnitt des Drosselventils vergrö
ßernde Stellung drängbar.
Bei einem Bruch oder Abriß der Anhänger-Bremsleitung wäh
rend einer Bremsung sinkt der Druck in der Druckeingangskammer, da
Druckluft von dieser über das geöffnete Einlaßventil durch die Arbeits
kammer und die Bruchstelle in der Anhänger-Bremsleitung in die Atmo
sphäre entweicht. Damit geht auch eine Drucksenkung in der ersten
Drosselventil-Steuerkammer einher, da diese mit der Druckeingangs
kammer in Verbindung steht. Hingegen bleibt die zweite Drosselventil-
Steuerkammer über den Verbindungskanal vom Relaiskolben-
Steuerdruck beaufschlagt, welcher zusammen mit der Ventilfeder den
Drosselventil-Steuerkolben in eine den Durchlaßquerschnitt des Dros
selventils verringernde Stellung drängt. Die somit erreichte Drosselung
des Druckluftdurchsatzes bewirkt nun eine Entlüftung der Anhänger-
Vorratsleitung innerhalb der von Gesetzgeber vorgeschriebenen 2 Se
kunden auf einen Höchstdruck von 1,5 bar und ermöglicht somit eine
schnelle automatische Bremsung des Anhängers beim Bruch der An
hänger-Bremsleitung.
Nachteilig ist jedoch, daß auch bei intakter Bremsanlage wäh
rend einer Bremsung der Drosselventil-Steuerkolben durch die Ventil
feder und den Relaiskolben-Steuerdruck in der zweiten Drosselventil-
Steuerkammer in eine den Durchlaßquerschnitt des Drosselventils ver
ringernde Stellung gebracht werden kann. Da dann der Druckluftstrom
durch die Druckeingangskammer reduziert ist, wäre ein genügend
schneller Druckaufbau in der Anhänger-Bremsleitung nicht mehr mög
lich.
Das erfindungsgemäße Anhängersteuerventil hat demgegen
über den Vorteil, daß durch die Drossel im Verbindungskanal zwischen
der Relaiskolben-Steuerkammer und der zweiten Drosselventil-
Steuerkammer sichergestellt wird, daß der Drosselventil-Steuerkolben
den Durchlaßquerschnitt nicht verringert, wenn bei intakter Bremse ei
ne Bremsung eingeleitet wird. Denn aufgrund der Drossel wird beim
Bremsen der Relaiskolben-Steuerdruck zeitverzögert in die zweite
Drosselventil-Steuerkammer eingebracht, während er in der Relaiskol
ben-Steuerkammer unverzögert wirkt, so daß eine Durchlaßquer
schnittverringerung des Drosselventils erst nach Öffnung des Einlaß
ventils des kombinierten Einlaß- und Auslaßventils erfolgen kann. Beim
Bremsen hinkt somit die Drosselfunktion des Drosselventils der Öff
nungsfunktion des Einlaßventils des kombinierten Einlaß- und Auslaß
ventils mit Totzeit hinterher, wodurch die Anhänger-Bremsleitung un
beeinflußt mit dem vollen Bremssteuerdruck beaufschlagt werden kann.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Patent
anspruch 1 angegebenen Anhängersteuerventils möglich.
Eine besonders zu bevorzugende Ausgestaltung der Erfindung
sieht vor, daß der Verbindungskanal in Strömungsrichtung gesehen
hinter der Drossel eine Verzweigungsstelle aufweist, wobei der eine
Zweig des Verbindungskanals mit der zweiten Drosselventil-
Steuerkammer und der andere Zweig des Verbindungskanals mit einer
Rückhaltekammer verbunden ist, welche durch eine Wirkfläche eines
zweiten, das kombinierte Einlaß- und Auslaßventil betätigenden Re
laiskolbens begrenzt ist, wobei durch den Druck in der Rückhaltekam
mer eine Rückhaltekraft auf den zweiten Relaiskolben erzeugbar ist,
welche gegen die das kombiniertes Einlaß- und Auslaßventil betäti
gende Bewegung des zweiten Relaiskolbens wirkt. Durch die Verknüp
fung der zweiten Drosselventil-Steuerkammer mit der Rückhaltekam
mer entsteht ein relativ großes Volumen. Dadurch ist es möglich, eine
relativ große Drosselbohrung vorzusehen, wodurch einerseits die Fer
tigungskosten für die Drosselbohrung sinken und andererseits die
Drosselbohrung genügend groß ausfallen kann, um deren Verstopfen
durch Partikel zu vermeiden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform
eines Anhängersteuerventils gemäß der Erfindung und Fig. 2 eine stark
vereinfachte und schematische Funktionsdarstellung des Anhänger
steuerventils von Fig. 1.
Fig. 1 zeigt ein Anhänger-Steuerventil 1 mit einem angeflansch
ten Drosselventil 2. In einem Ventilgehäuse 4 des Anhänger-
Steuerventils 1 sind kopfseitig ein Einlaßventil EV und ein Auslaßventil
AV angeordnet, welche als elektromagnetbetätigte 2/2-Wegeventile
mit stromloser Sperrstellung ausgebildet sind. Darüber hinaus ist im
Kopfbereich des Ventilgehäuses 4 ein elektronisches Steuergerät 6
untergebracht, welches mittels elektrischer Steueranschlüsse 8 mit ei
nem elektro-pneumatischen Steuerkreis der Zugmaschine verbunden
ist. Der elektro-pneumatische Steuerkreis steht mit dem elektrischen
Teil eines nicht dargestellten Betriebsbremsventils der Betriebbrems
anlage der Zugmaschine in Verbindung. Vom Ventilgehäuse 4 und ei
nem ersten Relaiskolben 10 wird eine erste Relaiskolben-Steuer
kammer 12 begrenzt. Der erste Relaiskolben 10 trennt die erste Re
laiskolben-Steuerkammer 12 von einer Arbeitskammer 14, welche über
einen Arbeitskammerausgang 16 mit einer zum Anhänger-Bremsventil
des Anhängers führenden Anhänger-Bremsleitung in Verbindung
steht.
Der erste Relaiskolben 10 ist innerhalb des Ventilgehäuses 4
entlang dessen Längsachse verschieblich. Dichtungen 18 an seinem
radial äußeren Rand sorgen für eine druckdichte Abdichtung der er
sten Relaiskolben-Steuerkammer 12 gegenüber der Arbeitskammer
14. Der erste Relaiskolben 10 hat einen mittigen, rohrförmigen Fort
satz 20, welcher in eine mittige Öffnung eines zweiten Relaiskolbens
22 ragend in einer inneren Führungsbuchse längsverschieblich gela
gert ist. Am Fortsatz 20 ist ein als radial äußerer Druckring ausgebilde
ter innerer Ventilsitz 24 eines kombinierten Einlaß- und Auslaßventils
26 vorgesehen, welches am kopfseitigen Ende des zweiten Relaiskol
bens 22 angeordnet ist. Der radial äußere Druckring 24 des ersten
Relaiskolbens 10 bildet zusammen mit einem entlang einer Lager
buchse des zweiten Relaiskolbens 22 längsverschieblich angeordne
ten Ventilkörper 28 ein Auslaßventil 30 des kombinierten Einlaß- und
Auslaßventils 26. In der geschlossenen Stellung des Auslaßventils 30
ist der Druckring 24 des ersten Relaiskolbens 10 gegen einen Ventil
teller 32 des Ventilkörpers 28 druckdicht vorgespannt.
Der zweite Relaiskolben 22 hat einen als radial inneren Druck
ring ausgebildeten äußeren Ventilsitz 34, welcher den inneren Ventil
sitz 24 umschließt und zusammen mit dem Ventilkörper 28 ein Einlaß
ventil 36 des kombinierten Einlaß- und Auslaßventils 26 bildet. Der
Ventilkörper 28 ist mit seinem Ventilteller 32 durch den Druck einer im
zweiten Relaiskolben 22 versenkt angeordneten Ventildruckfeder 38
gegen den inneren und den äußeren Ventilsitz 24, 34 vorgespannt.
Entlang des Umfangs der den Ventilkörper 28 umschließenden
Wand des zweiten Relaiskolbens 22 sind Rippen 40 vorgesehen,
durch deren Umfangszwischenräume eine Verbindung zwischen einer
den Kopfbereich des zweiten Relaiskolbens 22 umschließenden
Druckeingangskammer 42 und dem kombinierten Einlaß- und Auslaß
ventil 26 geschaffen ist. Die Druckeingangskammer 42 ist über das
Einlaßventil 36 des kombinierten Einlaß- und Auslaßventils 26 mit der
Arbeitskammer 14 und diese über das Auslaßventil 30 mit der Atmo
sphäre verbindbar.
An das kombinierte Einlaß- und Auslaßventil 26 schließt sich ein
entlang eines fußseitigen, hohlen Kolbenzapfens 44 des zweiten Re
laiskolbens 22 längsverschieblicher Körper 46 an, dessen Verschieb
lichkeit in Richtung auf die Druckeingangskammer 42 durch einen als
Absatz am zweiten Relaiskolben 22 ausgebildeten Anschlag 48 nach
oben hin begrenzt ist. Der verschiebliche Körper 46 hat vorzugsweise
einen Verschiebebecher 50 mit einer mittigen Durchgangsbohrung für
die Führung längs des Kolbenzapfens 44 und im weiteren einen von
der Becherwand nach radial außen wegragenden ersten Ringbund 52.
Auf das Ende des Kolbenzapfens 44 ist ein Relaiskolbenbecher
54 mittels einer Mutter gespannt, welcher mit einem zweiten, radial
äußeren Ringbund 56 versehen ist, wobei einerseits zwischen dem
zweiten Ringbund 56 des Relaiskolbenbechers 54, dem ersten Ring
bund 52 des Verschiebebechers 50 und dem Ventilgehäuse 4 eine
zweite Relaiskolben-Steuerkammer 58 und andererseits zwischen dem
zweiten Ringbund 56 des zweiten Relaiskolbens 22 und dem Ventilge
häuse 4 eine dritte Relaiskolben-Steuerkammer 60 gebildet ist. Die
zweite Relaiskolben-Steuerkammer 58 ist mit einem nicht dargestellten
pneumatischen Steueranschluß eines Feststellbremskreises verbun
den und steht unter einem Druck p43. Die dritte Relaiskolben-
Steuerkammer 60 ist mit einem pneumatischen Steueranschluß 62 ei
nes pneumatischen Betriebsbremskreises verbunden und steht unter
einem Druck p42.
Der verschiebliche Körper 46 umgreift mit der Becherwand sei
nes Verschiebebechers 50 den Relaiskolbenbecher 54 im Bereich
dessen Bodens und ist hierdurch zusätzlich geführt. Zwischen dem
Boden des Verschiebebechers 50 und dem Boden des Relaiskolben
bechers 54 ist ein innerer Teil 64 einer Rückhaltekammer 66 sowie
zwischen dem ersten Ringbund 52 des Verschiebebechers 50 und
dem Ventilgehäuse 4 ein äußerer Teil 68 der Rückhaltekammer 66
gebildet. Der innere und äußere Teil 64, 68 der Rückhaltekammer 66
stehen mittels Durchgängen 70 in der Becherwand des Verschiebebe
chers 50 miteinander in Verbindung. Zusätzlich ist ein mit der ersten
Relaiskolben-Steuerkammer 12 in Verbindung stehender Verbin
dungskanal 72 im Ventilgehäuse 4 vorgesehen, von welchem ein von
einer Verzweigung 74 abzweigender erster Zweig 76 zur Rückhalte
kammer 66 führt.
Der zweite Relaiskolben 22 ist an mehreren Stellen innerhalb
des Ventilgehäuses 4 längsverschieblich geführt, wobei durch Dich
tungen 78 sichergestellt ist, daß keine Druckluft aus einer der von ihm
begrenzten Kammern entweichen kann. Ebenso ist der verschiebliche
Körper 46 mit solchen Dichtungen 78 versehen. Der Kolbenzapfen 44
des zweiten Relaiskolbens 22 ist als Rohr ausgebildet, welches die
über Entlüftungsschlitze 80 im zweiten Relaiskolben 22 vom Auslaß
ventil 30 abgelassene Druckluft einem Geräuschdämpfer 82 am Boden
des Ventilgehäuses 4 zuführt, von wo aus diese in die Atmosphäre
austritt.
An das Ventilgehäuse 4 des Anhänger-Steuerventils 1 ist ein
Drosselventilgehäuse 84 angeflanscht, in welchem das Drosselventil 2
untergebracht und ein als Hülse ausgebildeter Drosselventil-
Steuerkolben 86 über einen radial äußeren Ringbund 88 längsver
schieblich geführt ist. Hierbei wird eine obere Wirkfläche 90 des Dros
selventil-Steuerkolbens 86 durch die obere Stirnfläche des Ringbun
des 88 und eine untere Wirkfläche 92 des Drosselventil-Steuerkolbens
86 durch die untere Stirnfläche des Ringbundes 88 gebildet. Die unte
re Wirkfläche 92 begrenzt eine erste Drosselventil-Steuerkammer 94,
welche mit der Druckeingangskammer 42 in Verbindung steht, wohin
gegen die obere Wirkfläche 90 des Drosselventil-Steuerkolbens 86 ei
ne zweite Drosselventil-Steuerkammer 96 begrenzt. Die zweite Dros
selventil-Steuerkammer 96 ist durch einen von der Verzweigung 74
des Verbindungskanals 72 abzweigenden, zweiten Zweig 98 mit der
ersten Relaiskolben-Steuerkammer 12 des Anhängersteuerventils 1
verbunden.
Ein an einen Druckluftvorrat des Zugfahrzeugs angeschlossener
Vorratsanschluß 100 im Kopf des Drosselventils 2 steht über einen
Vorratskanal 102, welcher durch die Hülsenöffnung des hülsenförmi
gen Drosselventil-Steuerkolbens 86 gebildet ist, mit der ersten Dros
selventil-Steuerkammer 94 und der Druckeingangskammer 42 in Ver
bindung. Die Druckeingangskammer 42 ist durch einen nicht darge
stellten Ringkanal ständig mit der Anhänger-Vorratsleitung verbunden.
Der Drosselventil-Steuerkolben 86 ist einerseits durch den Fe
derdruck einer sich am Kopf des Drosselventilgehäuses 84 abstützen
den Ventilfeder 106 und durch den von der ersten Relaiskolben-
Steuerkammer 12 abgezweigten Relaiskolben-Steuerdruck in der
zweiten Drosselventil-Steuerkammer 96 in eine den Durchlaßquer
schnitt des Drosselventils 2 verringernde Stellung und andererseits
durch den in der ersten Drosselventil-Steuerkammer 94 anstehenden
Druck in eine den Durchlaßquerschnitt des Drosselventils 2 vergrö
ßernde Stellung drängbar. Am Boden des Drosselventilgehäuses 84
ist ein Drosselventilsitz 108 ringförmig ausgebildet, welcher eine sich
in radialer Richtung erstreckende Ausnehmung 110 aufweist, durch
welche noch Druckluft strömen kann, wenn der untere Hülsenrand 112
des hülsenförmigen Drosselventil-Steuerkolbens 86 auf dem Drossel
ventilsitz 108 aufsitzt. Die Ventilfeder 106 stützt sich mit ihrem anderen
Ende an einer Scheibe 114 ab, wodurch diese gegen den oberen Hül
senrand 116 des hülsenförmigen Drosselventil-Steuerkolbens 86 ge
spannt ist. Die Scheibe 114 ragt über den Drosselventil-Steuerkolben
86 radial hinaus, so daß sie bei einer Bewegung des Drosselventil-
Steuerkolbens 86 in Richtung auf den Drosselventilsitz 108 zu an ei
nem Anschlag 118 einer im Drosselventilgehäuse 84 befestigten An
schlaghülse 120 zur Anlage bringbar ist. Die Wirkung der Ventilfeder
106, den Drosselventil-Steuerkolben 86 in Richtung auf eine den
Durchlaßquerschnitt des Drosselventils 2 verringernde Stellung zu
drängen, ist daher durch den Anschlag 118 auf einen bestimmten
Ventilfederhub beschränkt. Im Verbindungskanal 72 ist zwischen der
ersten Relaiskolben-Steuerkammer 12 und der zweiten Drosselventil-
Steuerkammer 96 in Strömungsrichtung gesehen vor der Verzweigung
74 eine Drossel 122 vorgesehen, deren Drosselbohrung vorzugsweise
1,2 mm beträgt.
Das Einlaßventil EV steht zuströmseitig über radiale Durch
gangsbohrungen 124 in der Anschlaghülse 120 mit dem Vorratsan
schluß 100 und abströmseitig mit der ersten Relaiskolben-Steuer
kammer 12 in Verbindung. Das Auslaßventil AV ist zuströmseitig mit
der ersten Relaiskolben-Steuerkammer 12 und abströmseitig über den
hohlen zweiten Relaiskolben 22 und den Geräuschdämpfer 82 mit der
Atmosphäre verbunden.
Das Anhängersteuerventil 1, in dessen Druckeingangskammer
42 der Vorratsdruck p11 ansteht, hat im Zusammenwirken mit der Be
triebsbremsanlage der Zugmaschine folgende Funktionsweise:
Vor dem Bremsen ist der Drosselventil-Steuerkolben 86 durch den Vorratsdruck in der ersten Drosselventil-Steuerkammer 94 gegen die Kraft der Ventilfeder 106 nach oben gedrückt. In diesem Zustand ist der Druck in der zweiten Drosselventil-Steuerkammer 96 gering, da noch kein Bremsdrucksignal in der mit ihr durch den Ver bindungskanal 72 verbundenen ersten Relaiskolben-Steuerkammer 12 vorhanden ist.
Vor dem Bremsen ist der Drosselventil-Steuerkolben 86 durch den Vorratsdruck in der ersten Drosselventil-Steuerkammer 94 gegen die Kraft der Ventilfeder 106 nach oben gedrückt. In diesem Zustand ist der Druck in der zweiten Drosselventil-Steuerkammer 96 gering, da noch kein Bremsdrucksignal in der mit ihr durch den Ver bindungskanal 72 verbundenen ersten Relaiskolben-Steuerkammer 12 vorhanden ist.
Bei Betätigen der Betriebsbremse der Zugmaschine erhält das
elektronische Steuergerät 6 vom elektrischen Teil des Betriebsbrems
ventils über die elektrischen Steueranschlüsse 8 ein elektrisches
Bremsdruckanforderungssignal. Das elektronische Steuergerät 6 mo
duliert daraufhin die Signale an den elektrischen Steueranschlüssen
wie folgt: Für Druckaufbau in der ersten Relaiskolben-Steuerkammer
12 des Anhängersteuerventils 1 wird das Einlaßventil EV durch das
elektronische Steuergerät 6 eine bestimmte Zeit lang in seine bestrom
te Durchgangsstellung geschaltet, während das Auslaßventil AV in
seiner stromlosen Sperrstellung verbleibt. Dann kann Druckluft vom
Vorratsanschluß 100 über die radialen Durchgangsbohrungen 124 in
der Anschlaghülse 120 und das geöffnete Einlaßventil EV in die erste
Relaiskolben-Steuerkammer 12 strömen. Abhängig von der Öffnungs
zeit des Einlaßventils EV ensteht in der ersten Relaiskolben-
Steuerkammer 12 dann ein Steuerdruck pel. Hierdurch wird der erste
Relaiskolben 10 zusammen mit dem an seinem Fortsatz 20 anliegen
den Ventilkörper 28 gegen die Vorspannung der Ventildruckfeder 38
nach unten gedrückt und der Ventilkörper 28 vom äußeren Ventilsitz
34 abgehoben. Daraufhin kann Druckluft vom Vorratsanschluß 100
durch das noch vollständig geöffnete Drosselventil 2, die Druckein
gangskammer 42, das geöffnete Einlaßventil 36 und durch die Arbeits
kammer 14 über den Arbeitskammerausgang 16 in die Anhänger-
Bremsleitung strömen und dort einen genügend großen Bremsdruck
hervorrufen.
Demgegenüber gelangt die durch Öffnen des Einlaßventils EV in
die erste Relaiskolben-Steuerkammer 12 eingesteuerte Druckluft we
gen der Drossel 122 im Verbindungskanal 72 zeitverzögert in die
zweite Drosselventil-Steuerkammer 96, so daß eine den Drosselventil-
Steuerkolben 86 in eine den Durchlaßquerschnitt verringernde Stel
lung drängende Kraft erst entstehen kann, wenn die Anhänger-
Bremsleitung bereits mit einem ungedrosselten Luftstrom versorgt
wurde. Nach einer gewissen Zeit wird durch den nun erfolgten Druck
aufbau in der zweiten Drosselventil-Steuerkammer 96 der Drossel
ventil-Steuerkolben 86 in eine Teilschließstellung gedrängt, in welcher
die Scheibe 114 am Anschlag 118 anliegt und die Ventilfeder 106 nicht
mehr auf den Drosselventil-Steuerkolben 86 wirken kann. Der Druck
gradient zwischen der ersten und der zweiten Drosselventil-
Steuerkammer 94, 96 ist jedoch nicht so groß, daß der Drosselventil-
Steuerkolben 86 in seine Schließstellung gedrängt werden könnte, in
welcher der untere Hülsenrand 112 des Drosselventil-Steuerkolbens
86 auf dem Drosselventilsitz 108 aufsitzt.
Für Druckhalten wird das Einlaßventil EV daraufhin in seine
Sperrstellung umgeschaltet. Für Druckabbau nach dem Bremsen bleibt
das Einlaßventil EV in seiner Sperrstellung, während das Auslaßventil
AV in seine Durchlaßstellung geschaltet wird, wodurch der in der er
sten Relaiskolben-Steuerkammer 12 vorhandene Druck sinkt und der
erste Relaiskolben 10 durch den höheren Druck in der Arbeitskammer
14 vom inneren Ventilsitz 24 abhebt. Dann kann die Druckluft in der
Arbeitskammer 14 durch das nun geöffnete Auslaßventil 30, durch die
Entlüftungsschlitze 80 und den rohrförmigen Kolbenzapfen 44 hin
durch über den Geräuschdämpfer 82 in die Atmosphäre austreten.
Bei einem Bruch der Anhänger-Bremsleitung während eines
Bremsvorgangs sinkt der Druck in der Arbeitskammer 14 ab, wodurch
das Einlaßventil 36 geöffnet bleibt, da sich am ersten Relaiskolben 10
kein Gegendruck aufbauen kann. Der Druck in der Druckeingangs
kammer 42 baut sich nun über das geöffnete Einlaßventil 36, die Ar
beitskammer 14 und die Bruchstelle in der Anhänger-Bremsleitung
schnell ab. Da der Druckgradient zwischen der mit hohem Steuerdruck
beaufschlagten zweiten Drosselventil-Steuerkammer 96 und der nun
unter niedrigem Druck stehenden ersten Drosselventil-Steuerkammer
94 groß ist, wird der Drosselventil-Steuerkolben 86 von der Teil
schließstellung in seine Schließstellung gedrückt, in welcher der unte
re Hülsenrand 112 auf dem Drosselventilsitz 108 aufsitzt und eine
Luftversorgung der Druckeingangskammer 42 nur noch durch die klei
ne Ausnehmung 110 erfolgen kann. Da die Luftversorgung der Druck
eingangskammer 42 hierdurch stark eingeschränkt ist, baut sich der
Druck in der Anhänger-Vorratsleitung über den mit der Druckein
gangskammer 42 in Verbindung stehenden Ringkanal, das geöffnete
Einlaßventil 36, die Arbeitskammer 14 sowie über die Bruchstelle in
der Anhänger-Bremsleitung zur Atmosphäre hin schnell ab.
Die eingangs erwähnte Forderung, daß nach Bruch der Anhän
ger-Bremsleitung der Druck in der Anhänger-Vorratsleitung auf höch
stens 1,5 bar innerhalb von 2 Sekunden nach dem Betätigen der
Bremse des Zugfahrzeugs abgesunken sein muß, ist somit erfüllt. Der
sich in der Anhänger-Vorratsleitung abbauende Druck führt dann zur
Zwangsbremsung des Anhängers.
Im weiteren ist die Funktion des verschieblichen Körpers 46 und
der Rückhaltekammer 66 erläutert:
Bei Betätigung der Betriebsbremse der Zugmaschine liegt am pneumatischen Steueranschluß 62 das pneumatische Bremsdruckan forderungssignal des pneumatischen Betriebsbremskreises an. Bei intaktem Anhängersteuerventil 1 und ohne Koppelkraftregelung hat der Steuerdruck des pneumatischen Betriebsbremskreises in der dritten Relaiskolben-Steuerkammer 60 keine Schaltbewegung des zweiten Relaiskolbens 22 zur Folge. Wird aber durch die Regeleinrichtung des elektro-pneumatischen Steuerkreises ein niedriger Steuerdruck pel in die erste Relaiskolben-Steuerkammer 12 eingesteuert, z. B. weil wegen einer Koppelkraftregelung des Anhängers nur leicht abgebremst wer den soll, so kann der ungeregelte pneumatische Betriebsbremskreis mit seinem höheren Steuerdruck p42 den führenden elektro pneumatischen Steuerkreis mit dessen niedrigerem Steuerdruck pel ungewollt überspielen, indem der höhere Steuerdruck p42 in der dritten Relaiskolben-Steuerkammer 60 den zweiten Relaiskolben 22 nach oben drängt und das Einlaßventil 36 öffnet, wodurch ein zu hoher Bremsdruck in der Anhänger-Bremsleitung aufgebaut wird. Dies würde aber in unerwünschter Weise zur Wirkungslosigkeit der elektronischen Regelung führen. Deshalb sind der verschiebliche Körper 46 und die Rückhaltekammer 66 vorgesehen, in welcher bedingt durch den ersten Zweig 76 des Verbindungskanals 72 derselbe Druck pel wie in der er sten Relaiskolben-Steuerkammer 12 herrscht.
Bei Betätigung der Betriebsbremse der Zugmaschine liegt am pneumatischen Steueranschluß 62 das pneumatische Bremsdruckan forderungssignal des pneumatischen Betriebsbremskreises an. Bei intaktem Anhängersteuerventil 1 und ohne Koppelkraftregelung hat der Steuerdruck des pneumatischen Betriebsbremskreises in der dritten Relaiskolben-Steuerkammer 60 keine Schaltbewegung des zweiten Relaiskolbens 22 zur Folge. Wird aber durch die Regeleinrichtung des elektro-pneumatischen Steuerkreises ein niedriger Steuerdruck pel in die erste Relaiskolben-Steuerkammer 12 eingesteuert, z. B. weil wegen einer Koppelkraftregelung des Anhängers nur leicht abgebremst wer den soll, so kann der ungeregelte pneumatische Betriebsbremskreis mit seinem höheren Steuerdruck p42 den führenden elektro pneumatischen Steuerkreis mit dessen niedrigerem Steuerdruck pel ungewollt überspielen, indem der höhere Steuerdruck p42 in der dritten Relaiskolben-Steuerkammer 60 den zweiten Relaiskolben 22 nach oben drängt und das Einlaßventil 36 öffnet, wodurch ein zu hoher Bremsdruck in der Anhänger-Bremsleitung aufgebaut wird. Dies würde aber in unerwünschter Weise zur Wirkungslosigkeit der elektronischen Regelung führen. Deshalb sind der verschiebliche Körper 46 und die Rückhaltekammer 66 vorgesehen, in welcher bedingt durch den ersten Zweig 76 des Verbindungskanals 72 derselbe Druck pel wie in der er sten Relaiskolben-Steuerkammer 12 herrscht.
Wie aus der schematischen Darstellung von Fig. 2 hervorgeht,
wird der verschiebliche Körper 46 mit p43, p11 und pel, beaufschlagt. Der
Druck pel verursacht im inneren Teil 64 der Rückhaltekammer 66 eine
nach oben wirkende Kraft auf den Boden des Verschiebebechers 50
und im äußeren Teil 68 der Rückhaltekammer 66 eine nach unten wir
kende Kraft auf den ersten Ringbund 52 des Verschiebebechers 50,
wobei die in Verschieberichtung wirksamen Flächen des Verschiebe
bechers 50 und des ersten Ringbundes 52 des verschieblichen Kör
pers 46 derart groß sind, daß sich diese Kräfte annähernd kompensie
ren. Darüber hinaus entsteht durch den Druck pel zusätzlich eine nach
unten gerichtete Kraft auf den Boden des Relaiskolbenbechers 54,
welche einer aus dem Druck p42 in der dritten Relaiskolben-
Steuerkammer 60 herrührenden und nach oben gerichteten Kraft ent
gegenwirkt. Je größer die aus pel hervorgehende Kraft auf den Relais
kolbenbecher 54 des zweiten Relaiskolbens 22 ist, umso mehr wird
dieser zurückgehalten. Bei intaktem elektro-pneumatischem Steuer
kreis sorgt die Rückhaltekammer 66 daher für eine Zurückhaltung des
zweiten Relaiskolbens 22. Dadurch kann der modulierte Bremsdruck
im vorrangigen, elektro-pneumatischen Steuerkreis auf einen niedri
gen Wert eingeregelt werden, ohne daß der nachrangige pneumati
sche Betriebsbremskreis am zweiten Relaiskolben 22 anspricht.
Wie aus Fig. 2 in anschaulicher Weise hervorgeht, wird bei aus
gefallenem elektro-pneumatischem Steuerkreis der verschiebliche
Körper 46 von unten durch den Druck p43 und von oben durch den
Druck p11 beaufschlagt, während der Druck pel in der Rückhaltekammer
66 dann gering ist. Bei Abfall des Vorratsdrucks sinkt der Druck p11 in
der Druckeingangskammer 42 gegenüber dem Druck p43 in der zweiten
Relaiskolben-Steuerkammer 58 ab, wodurch die auf eine obere Kol
benwand 126 des zweiten Relaiskolbens 22 wirkende Kraft kleiner
wird. Zwar ist der auf den zweiten Ringbund 56 des zweiten Relaiskol
bens 22 von oben wirkende Druck p43 ebenfalls vom Druckvorrat ab
gezweigt, die zweite Relaiskolben-Steuerkammer 58 ist aber über ein
nicht dargestelltes Rückschlagventil gegen Druckverlust abgesichert.
Damit herrscht in der zweiten Relaiskolben-Steuerkammer 58 ein rela
tiv hoher Druck p43, welcher einerseits den zweiten Relaiskolben 22
zurückhält und andererseits eine hohe, nach oben gerichtete Kraft auf
den verschieblichen Körper 46 ausübt. Im weiteren wirkt auf den ver
schieblichen Körper 46 eine geringe, nach unten gerichtete Kraft auf
grund des niedrigeren Drucks p11 in der Druckeingangskammer 42,
weshalb sich eine resultierende Kraft nach oben ergibt, welche den
verschiebbaren Körper 46 nach oben gegen den Anschlag 48 am
zweiten Relaiskolben 22 drückt. Hierdurch wird die durch den Druck
p42 in der dritten Relaiskolben-Steuerkammer 60 verursachte und nach
oben gerichtete Kraft auf den zweiten Relaiskolben 22 verstärkt und
die geringere Kraft auf die obere Kolbenwand 126 des zweiten Relais
kolbens 22 kompensiert. Damit kann das Einlaßventil 36 durch den
sich nach oben bewegenden zweiten Relaiskolben 22 öffnen und das
Bremsdruckanforderungssignal des pneumatischen Betriebsbrems
kreises am pneumatischen Steueranschluß 62 schneller in einen ent
sprechenden Bremsdruck in der Anhänger-Bremsleitung umgesetzt
werden.
Claims (7)
1. Anhängersteuerventil (1) für eine Druckluftbremsanlage von Zugfahr
zeug-Anhänger-Kombinationen mit einer zwischen dem Zugfahrzeug
und dem Anhänger angeordneten Anhänger-Bremsleitung und einer
Anhänger-Vorratsleitung mit folgenden Merkmalen:
- a) eine Arbeitskammer (14) ist zur Speisung der Anhänger- Bremsleitung vorgesehen,
- b) die Arbeitskammer (14) ist über ein kombiniertes Einlaß- und Aus laßventil (26) mit einer Druckeingangskammer (42) oder mit der Atmo sphäre verbindbar,
- c) die Druckeingangskammer (42) ist einerseits über ein von einer un gedrosselten Betriebstellung zu kleineren Durchlaßquerschnitten hin veränderbares Drosselventil (2) und einen Vorratsanschluß (100) mit einem Druckluftvorrat des Zugfahrzeugs und andererseits ständig mit der Anhänger-Vorratsleitung verbunden,
- d) zur Betätigung des kombinierten Einlaß- und Auslaßventils (26) ist ein erster Relaiskolben (10) vorgesehen, welcher eine von einem Re laiskolben-Steuerdruck beaufschlagte erste Relaiskolben-Steuer kammer (12) begrenzt,
- e) die erste Relaiskolben-Steuerkammer (12) ist über ein von einem elektro-pneumatischen Steuerkreis betätigbares Magnetventil (EV) mit dem Vorratsanschluß (100) verbindbar,
- f) das Drosselventil (2) beinhaltet einen Drosselventil-Steuerkolben (86) mit mindestens zwei Wirkflächen (90, 92), welche eine erste und eine zweite Drosselventil-Steuerkammer (94, 96) begrenzen, wobei die erste Drosselventil-Steuerkammer (94) mit der Druckeingangskammer (42) und die zweite Drosselventil-Steuerkammer (96) über einen Ver bindungskanal (72) mit der ersten Relaiskolben-Steuerkammer (12) verbunden ist,
- g) der Drosselventil-Steuerkolben (86) ist durch den Federdruck einer Ventilfeder (106) und durch den Relaiskolben-Steuerdruck in der zweiten Drosselventil-Steuerkammer (96) in eine den Durchlaßquer schnitt des Drosselventils (2) verringernde Stellung und durch den in der ersten Drosselventil-Steuerkammer (94) anstehenden Druck in ei ne den Durchlaßquerschnitt des Drosselventils (2) vergrößernde Stel lung drängbar,
2. Anhängersteuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Anschlag (118) vorgesehen ist, durch welchen der Federdruck
der Ventilfeder (106) auf den Drosselventil-Steuerkolben (86) auf eine
vorbestimmten Hub in Richtung auf eine den Durchlaßquerschnitt des
Drosselventils (2) verringernde Stellung beschränkbar ist.
3. Anhängersteuerventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drosselventil-Steuerkolben als Hülse (86) ausgebildet ist, wel
che über einen radial äußeren Ringbund (88) innerhalb eines am An
hänger-Steuerventil (1) angeflanschten Drosselventilgehäuses (84)
längsverschieblich aufgenommen ist, wobei die eine, die zweite Dros
selventil-Steuerkammer (96) begrenzende Wirkfläche (90) des Dros
selventil-Steuerkolbens (86) durch eine Stirnfläche des Ringbundes
(88) und die andere, die erste Drosselventil-Steuerkammer (94) be
grenzende Wirkfläche (92) des Drosselventil-Steuerkolbens (86) durch
die andere Stirnfläche des Ringbundes (88) gebildet wird.
4. Anhängersteuerventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilfeder (106) sich mit ihrem einen Ende am Drosselventil
gehäuse (84) abstützt und mit ihrem anderen Ende eine Scheibe (114)
auf einen Hülsenrand (116) der Hülse (86) drückt, wobei die Scheibe
(114) über die Hülse (86) radial hinausragt und bei Bewegung der Hül
se (86) in Richtung auf einen dem anderen Hülsenrand (112) der Hül
se (86) gegenüberliegenden Drosselventilsitz (108) zu, am Anschlag
(118) im Drosselventilgehäuse (84) zur Anlage bringbar ist.
5. Anhängersteuerventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsanschluß (100) am Drosselventilgehäuse (84) kopfsei
tig und der Drosselventilsitz (108) bodenseitig angeordnet und durch
die Hülse (86) ein dazwischenliegender Vorratskanal (102) gebildet ist,
durch welchen Druckluft vom Vorratsanschluß (100) zum Drosselven
tilsitz (108) strömen kann.
6. Anhängersteuerventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drosselventilsitz (108) ringförmig ausgebildet ist und eine sich
in radialer Richtung erstreckende Ausnehmung (110) aufweist, durch
welche noch Druckluft strömen kann, wenn der andere Hülsenrand
(112) der Hülse (86) auf dem Drosselventilsitz (108) aufsitzt.
7. Anhängersteuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verbindungskanal (72) in Strömungsrichtung gesehen hinter
der Drossel (122) eine Verzweigung (74) aufweist, wobei der eine
Zweig (98) des Verbindungskanals (72) mit der zweiten Drosselventil-
Steuerkammer (96) und der andere Zweig (76) des Verbindungskanals
(72) mit einer Rückhaltekammer (66) verbunden ist, welche durch eine
Wirkfläche (54) eines zweiten, das kombinierte Einlaß- und Auslaß
ventil (26) betätigenden Relaiskolbens (22) begrenzt ist, wobei durch
den Druck in der Rückhaltekammer (66) eine Rückhaltekraft auf die
Wirkfläche (54) des zweiten Relaiskolbens (22) erzeugbar ist, welche
gegen die das kombiniertes Einlaß- und Auslaßventil (26) betätigende
Bewegung des zweiten Relaiskolbens (22) wirkt.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19903286A DE19903286B4 (de) | 1999-01-28 | 1999-01-28 | Anhängersteuerventil für eine Druckluftbremsanlage von Zugfahrzeug-Anhänger-Kombinationen |
| IT2000RM000037A IT1315807B1 (it) | 1999-01-28 | 2000-01-24 | Valvola di comando per impianto frenante di combinazionitrattore-rimorchio |
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