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DE19903217B4 - Wegbegrenzerschaltung für einen Objektivantrieb - Google Patents

Wegbegrenzerschaltung für einen Objektivantrieb Download PDF

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DE19903217B4
DE19903217B4 DE19903217A DE19903217A DE19903217B4 DE 19903217 B4 DE19903217 B4 DE 19903217B4 DE 19903217 A DE19903217 A DE 19903217A DE 19903217 A DE19903217 A DE 19903217A DE 19903217 B4 DE19903217 B4 DE 19903217B4
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swt
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Toru Shikano
Masayuki Arai
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Ricoh Imaging Co Ltd
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Abstract

Wegbegrenzerschaltung für einen Objektivantrieb, umfassend:
– einen Gleichstrommotor (11) mit zwei Motoranschlüssen (12, 13) zum Antrieb eines beweglichen Körpers (L2, L3),
– eine Weggrenzen-Erfassungsvorrichtung zum Erfassen, wenn der bewegliche Körper (L2, L3) die mechanische Grenze seines Bewegungsbereichs erreicht, und
– eine Treiberschaltung (31) mit zwei Speiseanschlüssen (A, B) zum Speisen des Gleichstrommotors (11), dadurch gekennzeichnet, daß
– die Weggrenzen-Erfassungsvorrichtung mindestens einen Grenzschalter (SWw, SWt) umfaßt, der einen der Motoranschlüsse (12, 13) von einem der Speiseanschlüsse (A, B) trennt und mit dem anderen Motoranschluß verbindet, wenn der bewegliche Körper (L2, L3) die mechanische Grenze seines Bewegungsbereichs erreicht,
– in der Verbindung zu dem anderen Motoranschluß eine erste Diode (D3, D4) angeordnet ist, die für eine in dem Gleichstrommotor (11) erzeugte Gegen-EMK in Durchlaßrichtung gepolt ist, wodurch die Weggrenzen-Erfassungs-vorrichtung beim Erfassen der mechanischen Grenze des beweglichen Körpers (L2, L3) die Speisung des Gleichstrommotors (11) unterbricht und den...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Wegbegrenzerschaltung für einen Objektivantrieb, insbesondere eine Schaltung, die in Verbindung mit Antrieben für die Brennweitenänderung oder Fokussierung oder für eine Irisblende eingesetzt wird.
  • Werden Gleichstrommotore zur Brennweitenänderung oder Fokussierung von Objektiven oder zum Antrieb einer Irisblende in CCTV-Kameras eingesetzt, so sind ein mechanischer Drehmomentbegrenzer und eine Reibungskupplung vorgesehen, um den Gleichstrommotor zu schützen, wenn z. B. bei einer Brennweitenänderung ein mechanischer Anschlag vorgesehen ist, so daß sich eine Linsengruppe zur Brennweitenänderung bis zu einer Tele-Grenzstellung oder einer Weitwinkel-Grenzstellung bewegen kann. Ferner dient eine Strombegrenzerschaltung mit einem Mikroschalter o. ä. zum Schutz der Treiberschaltung für den Gleichstrommotor.
  • 5, 6 und 7 zeigen vereinfachte Schaltbilder der Treiberschaltung eines motorgetriebenen Varioobjektivs einer CCTV-Kamera.
  • Die bekannte Vorrichtung enthält einen Variomechanismus, der durch einen Gleichstrommotor angetrieben wird. Die Speiseanschlüsse A und B sind mit zwei Anschlüssen des Gleichstrommotors über einen Weitwinkel-Grenzschalter SWw und einen Tele-Grenzschalter SWt verbunden. Der Weitwinkel-Grenzschalter SWw ist eine Ruhekontakt-Mikroschalter, der erfaßt, wenn die Variolinsengruppe die Weitwinkel-Grenzstellung erreicht. Der Tele-Grenzschalter SWt ist ein Ruhekontakt-Mikroschalter, der erfaßt, wenn die Variolinsengruppe die Tele-Grenzstellung erreicht. Jedem Schalter ist eine Gegenstrom-Schutzdiode D1 bzw. D2 parallel geschaltet, die für einen Stromfluß von dem Speiseanschluß A bzw. dem Speiseanschluß B aus in Vorwärtsrichtung gepolt ist.
  • Hat die Variolinsengruppe die Tele- oder die Weitwinkel-Grenzstellung nicht erreicht, sondern befindet sie sich in einer Zwischenstellung, so sind beide Grenzschalter SWw und SWt geschlossen (5). Beide Speiseanschlüsse A und B sind mit einem Anschluß des Motors M über die Grenzschalter SWw und SWt verbunden. Daher kann ein Strom in jeder Richtung von den Speiseanschlüssen A und B abhängig von der Polarität der Speisespannung fließen, so daß auch der Motor M entsprechend in beiden Richtungen drehen kann.
  • Der Zusammenhang der Spannung an den Speiseanschlüssen und der Drehrichtung des Motors M in einer Zwischenstellung ist in der folgenden Tabelle angege ben. Tabelle 1
    Spannung Speiseanschluß A Spannung Speiseanschluß B Drehrichtung des Motors
    + 0 Tele-Richtung
    0 + Weitwinkel-Richtung
  • Der Motor M dreht bei der in den 5, 6 und 7 gezeigten Anordnung in Richtung der Tele-Grenzstellung, wenn von dem Speiseanschluß A ein Strom zum Speiseanschluß B fließt. Er dreht in Richtung der Weitwinkel-Grenzstellung, wenn ein Strom von dem Speiseanschluß B zum Speiseanschluß A fließt.
  • Bei der erstgenannten Drehrichtung wird der Grenzschalter SWt an der Tele-Grenzstellung geöffnet, wenn das Varioobjektiv die Tele-Grenzstellung erreicht (6).
  • Der Zusammenhang der Spannung an den Speiseanschlüssen und der Drehrichtung des Motors M an der Tele-Grenzstellung ist in der folgenden Tabelle angegeben. Tabelle 2
    Spannung Speiseanschluß A Spannung Speiseanschluß B Drehrichtung des Motors
    + 0 Stillstand
    0 + Weitwinkel-Richtung
  • Ist der Grenzschalter SWt an der Tele-Grenzstellung geöffnet, so fließt kein Strom vom Speiseanschluß A zum Motor M. Der Treiberstrom in Richtung zur Tele-Grenzstellung ist unterbrochen, so daß der Motor M stillsteht. Fließt aber ein Strom von dem Speiseanschluß B über die Diode D2 und den Motor M zum Speiseanschluß A, ist eine Brennweitenänderung in Richtung zur Weitwinkelgrenzstellung möglich.
  • Dreht der Motor M in Richtung zur Weitwinkel-Grenzstellung durch Stromfluß vom Speiseanschluß B zum Speiseanschluß A, so wird der Grenzschalter SWw an der Weitwinkel-Grenzstellung geöffnet, wenn das Objektiv an dieser Position ist (7). Der Zusammenhang der Spannung an den Speiseanschlüssen und der Drehrichtung des Motors M an der Weitwinkel-Grenzstellung ist in der folgenden Tabelle angegeben. Tabelle 3
    Spannung Speiseanschluß A Spannung Speiseanschluß B Drehrichtung des Motors
    + 0 Tele-Richtung
    0 + Stillstand
  • Ist der Grenzschalter SWw an der Weitwinkel-Grenzstellung geöffnet, so kann kein Strom von dem Speiseanschluß B zum Speiseanschluß A fließen. Der Treiberstrom in Weitwinkel-Richtung ist unterbrochen, so daß der Motor M stillsteht. Fließt aber ein Strom vom Speiseanschluß A über die Diode D1 und den Motor M zum Speiseanschluß B, so ist eine Brennweitenänderung in Richtung zur Tele-Grenzstellung möglich.
  • Bei einem beweglichen Körper wie z. B. einer Variolinsengruppe ist jedoch die Massenträgheit mit höherer Bewegungsgeschwindigkeit größer. Beim Anschlagen des beweglichen Körpers an einen mechanischen Endanschlag wird daher eine extrem große Kraft in die Antriebskomponenten und die Welle des Gleichstrommotors eingeleitet. Es treten daher nicht nur Probleme der Lebensdauer, sondern auch das Problem der Rückprallerscheinung des bewegten Körpers in entgegengesetzter Richtung auf.
  • Wird ein mechanischer Schalter wie ein Mikroschalter als Grenzschalter für ein Varioobjektiv verwendet, so ergibt sich das Problem der weiteren Zunahme der Rückprallkraft durch den Einfluß einer Kontaktfeder und eines Betätigungselements. Bisher mußten daher verschiedene Komponenten stärker ausgeführt werden, um eine hohe Bewegungsgeschwindigkeit des Körpers wie z. B. eines Varioobjektivs zu ermöglichen.
  • Im Hinblick auf diese Probleme des Antriebs eines Varioobjektivs ist es Aufgabe der Erfindung, eine Wegbegrenzerschaltung für einen Gleichstrommotor anzugeben, die zu einer Verringerung der Rückprallwirkung infolge Massenträgheit eines bewegten Körpers und damit zu einer längeren Lebensdauer der zugehörigen Teile führt.
  • In der DE 30 27 729 A1 ist eine Motorsteuervorrichtung beschreiben, mit der die Drehrichtung und die Bremsung eines Gleichstrommotors in einer automatischen Fokussierungsvorrichtung oder einer automatischen Blendeneinstellvorrichtung für eine Kamera gesteuert wird. Die Bremsung des Motors wird über einen Kurzschlußstromkreis bewirkt.
  • In der DE 41 12 010 A1 ist eine Endschaltvorrichtung zum Bewegungsbegrenzen eines motorischen Fokussierantriebs, insbesondere für ein Mikroskop mit bewegbarem Objektivtisch offenbart. Diese Vorrichtung weist eine Schaltstange auf, die einen Kurzschlußschalter betätigt, wenn eine vorgegebene Stellung des Objektives um einen festgelegten Betrag überfahren wird. Durch Betätigen des Kurzschlußschalters wird ein Fokussiermotor abgebremst.
  • Aus der JP 1087982 A , die eine Heißwasserversorgung betrifft, ist eine Kurschlußbremsung eines Motors am Ende eines Bewegungsbereichs eines Ventils bekannt.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Die Erfindung sieht eine Wegbegrenzerschaltung für einen Objektivantrieb vor, die eine Grenzpositionserfassung enthält, welche das Erreichen der mechanischen Begrenzung eines Weges erfaßt. In diesem Fall unterbricht sie die Speisung des Gleichstrommotors bei gleichzeitigem Kurzschluß an seinen Anschlüssen.
  • Vorzugsweise dient ein Anschlagelement zum Stillsetzen des bewegten Körpers an dem Ende seines Bewegungsbereichs.
  • Mindestens ein Mikroschalter kann zum Trennen der Verbindung eines Speiseanschlusses und eines Motoranschlusses und zum Verbinden dieses Motoran schlusses mit dem anderen Motoranschluß vorgesehen sein, wenn das Erreichen des Endes des Bewegungsbereichs erfaßt wird.
  • Vorzugsweise ist mindestens eine Diode an einem Motoranschluß vorgesehen, die für die induzierte elektromotorische Kraft (Gegen-EMK) in Durchlaßrichtung gepolt ist und über den Mikroschalter in eine mit dem anderen Motoranschluß verbunden wird, wenn der Gleichstrommotor eine Grenzstellung erreicht.
  • Jeweils mindestens ein Mikroschalter und mindestens eine Diode sind zwischen einem Speiseanschluß und einem Motoranschluß und zwischen dem anderen Speiseanschluß und dem anderen Motoranschluß angeordnet.
  • Die Linse bzw. Linsengruppe kann ein Varioobjektiv sein. Der bewegliche Körper kann eine Variolinsengruppe sein.
  • Alternativ kann der bewegliche Körper auch eine Linsengruppe zur Scharfeinstellung sein.
  • Schließlich kann der bewegliche Körper auch eine Irisblende sein, die durch den Motorantrieb automatisch geöffnet und geschlossen wird.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
  • 1 eine Wegbegrenzerschaltung nach der Erfindung für ein motorgetriebenes Varioobjektiv,
  • 2 den Schaltzustand der in 1 gezeigten Schaltung für die Tele-Grenzstellung,
  • 3 den Schaltzustand der in 1 gezeigten Schaltung für die Weitwinkel-Grenzstellung,
  • 4 die Wegbegrenzerschaltung in Anwendung auf den Bewegungsbereich eines Varioobjektivs,
  • 5 eine Wegbegrenzerschaltung nach dem Stand der Technik,
  • 6 die Wegbegrenzerschaltung nach 5 für die Tele-Grenzschaltung, und
  • 7 die Wegbegrenzerschaltung nach 5 für die Weitwinkel-Grenzstellung.
  • 1 bis 3 zeigen eine Wegbegrenzerschaltung für ein Varioobjektiv als Ausführungsbeispiel der Erfindung. Diese Schaltung enthält als Grenzschalter einen Mikroschalter als Umschalter mit einer Ruhekontaktstellung und einer Arbeitskontaktstellung. Wenn das in 4 gezeigte Varioobjektiv die Weitwinkel- oder die Tele-Grenzstellung erreicht, wird der Gleichstrommotor abgeschaltet und gleichzeitig kurzgeschlossen, so daß ein Rückprallen verhindert wird.
  • 4 zeigt in vereinfachter Darstellung die Wegbegrenzerschaltung für das motorgetriebene Varioobjektiv einer CCTV-Kamera. Der Objektivmotor 11 (Gleichstrommotor) treibt einen bekannten Vario-Mechanismus 21, der Linsengruppen L2 und L3 bewegt. Das Varioobjektiv hat eine Fokussierlinsengruppe L1, die beweglichen Linsengruppen L2 und L3 und eine Hauptlinsengruppe L4. Die Brennweitenänderung erfolgt durch Ändern des relativen Abstandes der Linsengruppen L2 und L3.
  • Werden die Linsengruppen L2 und L3 der Fokussierlinse L1 angenähert, so wird die Brennweite verringert, d. h. es wird eine Weitwinkel-Einstellung durchgeführt. Entfernen sich die Linsengruppen L2 und L3 von der Fokussierlinse L1, so wird die Brennweite verlängert, d. h. es erfolgt eine Tele-Einstellung.
  • Ein Weitwinkel-Anschlag 23 verhindert eine Weiterbewegung der Linsengruppen L2 und L3 in Weitwinkel-Richtung. Ein Tele-Anschlag 25 verhindert eine Weiterbewegung der Linsengruppen L2 und L3 in Tele-Richtung.
  • Die Speiseanschlüsse A und B einer Treiberschaltung 31 und die Anschlüsse 12 und 13 des Motors 11 sind über einen Grenzschalter SWw an der Weitwinkel-Grenzstellung und einen Grenzschalter SWt an der Tele-Grenzstellung verbunden. Die Schalter SWw und SWt sind im Ruhezustand geschlossen. Der Grenzschalter SWw an der Weitwinkel-Grenzstellung ist ein Mikroschalter, der erfaßt, wenn die Linsengruppen L2 und L3 die Weitwinkel-Grenzstellung erreicht haben.
  • Er schließt den Motor 11 über eine Diode D4 kurz und unterbricht dessen Speisung.
  • Wie 1 zeigt, ist jeder Grenzschalter SWw und SWt an der Weitwinkel- und an der Tele-Grenzstellung normalerweise geschlossen und bildet eine Verbindung zwischen den Schalteranschlüssen NC und C. Erreichen die Linsengruppen L2 und L3 die Weitwinkel-Grenzstellung, so schaltet der Weitwinkel-Grenzschalter SWw seinen Anschluß C auf den Arbeitskontaktanschluß NO. Erreichen die Linsengruppen L2 und L3 die Tele-Grenzstellung, so schaltet der Tele-Grenzschalter SWt den Anschluß C auf den Arbeitskontaktanschluß NO.
  • Dem Weitwinkel- und dem Tele-Grenzschalter SWw und SWt sind Dioden D1 und D2 parallel geschaltet. Der Ruhekontaktanschluß NC und der gemeinsame Anschluß C des Weitwinkel und des Tele-Grenzschalters werden durch die Dioden D1 und D2 überbrückt, die ein Umkehren des Stromflusses an den Anschlüssen des Motors 11 zulassen, der von dem Speiseanschluß A bzw. B zu dem Anschluß 12 bzw. 13 des Motors 11 gerichtet ist.
  • Die Diode D4 ermöglicht einen Stromfluß parallel zum Weg vom Speiseanschluß B zum Motoranschluß 13 über den Arbeitskontaktanschluß NO des Grenzschalters SWw zum Motoranschluß 12. Die Diode D3 ermöglicht einen Stromfluß parallel zum Weg vom Speiseanschluß A zum Motoranschluß 12 über den Arbeitskontaktanschluß NO des Grenzschalters SWt zum Motoranschluß 13.
  • Die Grenzschalter SWw und SWt dienen zum Erfassen der Weitwinkel und der Tele-Grenzstellung der Linsengruppen L2 und L3, und die Speisespannung wird an die Speiseanschlüsse A und B über eine an sich bekannte Motor-Treiberschaltung 31 angelegt.
  • Die vorstehend beschriebene Schaltungsanordnung arbeitet folgendermaßen:
    Die beiden Grenzschalter SWw und SWt in 1 bewirken in der Stellung NC bei einer Zwischenstellung der beweglichen Linsengruppen L2 und L3 eine Drehung des Motors 11 in Weitwinkel- oder in Tele-Richtung.
  • Liegt eine positive Spannung an dem Speiseanschluß A, so dreht der Motor 11 in Tele-Richtung. Liegt eine positive Spannung an dem Speiseanschluß B, so dreht der Motor 11 in Weitwinkel-Richtung.
  • Der Zusammenhang der Spannung an den Speiseanschlüssen und der Drehrichtung des Motors 11 in der Zwischenstellung ist in Tabelle 4 angegeben. Tabelle 4
    Spannung Speiseanschluß A Spannung Speiseanschluß B Drehrichtung des Motors
    + 0 Tele-Richtung
    0 + Weitwinkel-Richtung
  • Wird der Motor 11 aus dem in 1 gezeigten Zustand durch Anlegen einer positiven Spannung an den Speiseanschluß A aus der Zwischenstellung zur Tele-Grenzstellung gedreht, so bewegt sich das Varioobjektiv in entsprechender Richtung. Erreicht es die Tele-Grenzstellung, so wird der Grenzschalter SWt von dem Ruhekontakt NC zum Arbeitskontakt NO (2) bewegt. Da die Diode D2 bezüglich der Spannung an dem Speiseanschluß B dann in Sperrichtung gepolt ist, wird der Strom durch den Motor 11 unterbrochen. Der Tele-Grenzschalter SWt ermöglicht jedoch einen Stromfluß von dem Speiseanschluß A über die Diode D3 zum anderen Anschluß 13 des Motors 11.
  • Wenn in diesem Zustand der Motor 11 zum Weiterdrehen in Tele-Richtung infolge seiner Massenträgheit neigt und die induzierte elektromotorische Kraft bezüglich der Diode D3 in Vorwärtsrichtung auftritt, fließt ein Strom vom Motoranschluß 12 zum Motoranschluß 13 über den Weitwinkel-Grenzschalter SWw, die Diode D3 und den Telegrenzschalter SWt, wodurch ein Kurzschluß eintritt. Dadurch wird eine Last in Stillsetzrichtung entsprechend der Drehgeschwindigkeit des Motors 11 ausgeübt, so daß dieser stillgesetzt wird. Damit wird die Stoßwirkung am Anschlag 25 an der Tele-Grenzstellung abgeschwächt und ein Rückprallen der Linsengruppen L2 und L3 verhindert. Wird in diesem Zustand eine positive Spannung an den Speiseanschluß B angelegt, so fließt der Strom über die Diode D2 zum Motor 11. Dieser dreht daher in Richtung zur Weitwinkel-Grenzstellung.
  • Der Zusammenhang der Spannungen an den Speiseanschlüssen und der Drehrichtung des Motors 11 für die Tele-Grenzstellung ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Tabelle 5
    Spannung Speiseanschluß A Spannung Speiseanschluß B Drehrichtung des Motors
    + 0 Stillstand
    0 + Weitwinkel-Richtung
  • Wird der Motor 11 durch Anlegen einer positiven Spannung an den Speiseanschluß B in einer Zwischenstellung des Objektivs gemäß dem in 1 oder dem in 2 gezeigten Zustand zur Weitwinkel-Grenzstellung gedreht, so bewegt sich die Variolinsengruppe entsprechend. Erreicht sie die Weitwinkel-Grenzstellung, so schaltet der Grenzschalter SWw an der Weitwinkel-Grenzstellung vom Ruhekontakt NC auf den Arbeitskontakt NO. Da die Diode D1 bezüglich der Spannung am Speiseanschluß B in Sperrichtung gepolt ist, wird der Strom zum Motor 11 unterbrochen. Der Weitwinkel-Grenzschalter SWw ermöglicht jedoch einen Stromfluß vom Speiseanschluß B über die Diode D4 zum anderen Motoranschluß 12.
  • Neigt in diesem Zustand der Motor 11 zum Weiterdrehen in Weitwinkel-Richtung infolge seiner Massenträgheit, so fließt infolge der induzierten elektromotorischen Kraft in Vorwärtsrichtung bezüglich der Diode D4 ein Strom vom Motoranschluß 13 zum Motoranschluß 12 über den Tele-Grenzschalter SWt und die Diode D4 sowie den Weitwinkel-Grenzschalter SWw, wodurch ein Kurzschluß entsteht. Dadurch wird eine Belastung entsprechend der Drehgeschwindigkeit des Motors 11 erzeugt und dieser stillgesetzt. Die Stoßwirkung an dem Anschlag 23 der Weitwinkel-Grenzstellung wird also verringert, und das Rückprallen der Linsengruppen L2 und L3 wird weitgehend verhindert. Wird in dieser Weitwinkel-Grenzstellung eine positive Spannung an den Speiseanschluß A angelegt, so fließt ein Strom über die Diode D1 zum Motor 11. Daher dreht dieser in Tele-Richtung.
  • Der Zusammenhang der Spannung an den Speiseanschlüssen und der Drehrichtung des Motors M ist für die Weitwinkel-Grenzstellung in der folgenden Tabelle dargestellt. Tabelle 6
    Spannung Speiseanschluß A Spannung Speiseanschluß B Drehrichtung des Motors
    + 0 Tele-Richtung
    0 + Stillstand
  • Erreicht die Variolinsengruppe die Tele-Grenzstellung oder die Weitwinkel- Grenzstellung, so wird der Grenzschalter SWt an der Tele-Grenzstellung oder der Grenzschalter SWw an der Weitwinkel-Grenzstellung betätigt, wodurch der Motor 11 kurzgeschlossen wird. Dadurch kann die mechanische Lebensdauer verbessert und eine Rückprallen der Variolinsengruppe in zur Bewegungsrichtung jeweils entgegengesetzter Richtung verhindert werden. Wenn die Zeitpunkte der Betätigung der Grenzschalter vor dem Anschlagen an den jeweiligen Anschlag 23 bzw. 25 eingestellt sind, wird der Lebensdauerfaktor wesentlich verbessert.
  • Dieses Ausführungsbeispiel der Erfindung wird zur Wegbegrenzung eines Ob jektivmotors eingesetzt, der eine Linsengruppe antreibt. Die Erfindung ist darauf jedoch nicht beschränkt, sondern sie kann auch für den Antrieb von Fokussierlinsengruppen, zum Öffnen und zum Schließen einer Irisblende oder für jede andere Vorrichtung eingesetzt werden, deren Steuermechanismus einen begrenzten Bewegungsbereich für einen bewegten Körper hat.
  • Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, wird der Gleichstrommotor kurzgeschlossen und sein Speisestrom abgeschaltet, wenn der von ihm angetriebene Körper seine Grenzstellung erreicht. Hierbei wirkt die induzierte elektromotorische Kraft des Gleichstrommotors als elektrische Bremse. Dadurch verringern der Gleichstrommotor und der bewegte Körper ihre Geschwindigkeit drastisch, und beim Stillsetzen wird eine Kollision oder ein Rückprallen verhindert oder mindestens wesentlich reduziert.
  • Bei der Erfindung kann ein Mikroschalter zum Ändern der Verbindung eines Speiseanschlusses und eines Motoranschlusses auf die Verbindung eines zwei ten Speiseanschlusses und des anderen Motoranschlusses vorgesehen sein, wenn die Wegbegrenzungsschaltung das Ende eines Bewegungsbereichs erfaßt. Da eine Diode in dem von einem Motoranschluß ausgehenden Stromkreis vorgesehen ist, die für die induzierte elektromotorische Kraft über den Mikroschalter in Vorwärtsrichtung gepolt ist, wenn der Gleichstrommotor eine Grenzstellung erreicht, ergibt sich eine einfache Wegbegrenzerschaltung mit Kurzschlußbremse ohne eine besondere Steuerschaltung.

Claims (10)

  1. Wegbegrenzerschaltung für einen Objektivantrieb, umfassend: – einen Gleichstrommotor (11) mit zwei Motoranschlüssen (12, 13) zum Antrieb eines beweglichen Körpers (L2, L3), – eine Weggrenzen-Erfassungsvorrichtung zum Erfassen, wenn der bewegliche Körper (L2, L3) die mechanische Grenze seines Bewegungsbereichs erreicht, und – eine Treiberschaltung (31) mit zwei Speiseanschlüssen (A, B) zum Speisen des Gleichstrommotors (11), dadurch gekennzeichnet, daß – die Weggrenzen-Erfassungsvorrichtung mindestens einen Grenzschalter (SWw, SWt) umfaßt, der einen der Motoranschlüsse (12, 13) von einem der Speiseanschlüsse (A, B) trennt und mit dem anderen Motoranschluß verbindet, wenn der bewegliche Körper (L2, L3) die mechanische Grenze seines Bewegungsbereichs erreicht, – in der Verbindung zu dem anderen Motoranschluß eine erste Diode (D3, D4) angeordnet ist, die für eine in dem Gleichstrommotor (11) erzeugte Gegen-EMK in Durchlaßrichtung gepolt ist, wodurch die Weggrenzen-Erfassungs-vorrichtung beim Erfassen der mechanischen Grenze des beweglichen Körpers (L2, L3) die Speisung des Gleichstrommotors (11) unterbricht und den Gleichstrommotor (11) kurzschließt, und – eine zweite Diode (D1, D2) parallel zu dem Grenzschalter (SWw, SWt) geschaltet ist, die bei Umpolung der Speiseanschlüsse (A, B) in Durchlaßrichtung gepolt ist, wodurch der Gleichstrommotor (11) gespeist wird.
  2. Wegbegrenzerschaltung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Anschlagelement zum Stillsetzen des beweglichen Körpers (L2, L3) an der mechanischen Grenze.
  3. Wegbegrenzerschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Grenzschalter (SWw, SWt) ein Mikroschalter ist.
  4. Wegbegrenzerschaltung nach Anspruch 3, gekennzeichnet, durch zwei Mikroschalter (SWw, SWt) und zwei erste Dioden (D4, D3), von denen jeweils ein Mikroschalter (SWw, SWt) und eine erste Diode (D4, D3) zwischen einem der Speiseanschlüsse (A, B) und einem der Motoranschlüsse (12, 13) geschaltet sind.
  5. Wegbegrenzerschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Körper (L2, L3) in einem Bewegungsbereich in zwei Richtungen bewegbar ist, und daß die Weggrenzen-Erfassungsvorrichtung zwei Mikroschalter (SWw, SWt) an den beiden Enden des Bewegungsbereichs enthält.
  6. Wegbegrenzerschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikroschalter (SWw, SWt) Umschalter sind, die über ihren Ruhekontakt (NC) jeweils zwischen einen Motoranschluß (12, 13) und einen Speiseanschluß (A, B) geschaltet sind, und daß jeweils die erste Diode (D3, D4) zwischen den Arbeitskontakt (NO) des einen Mikroschalters (SWt, SWw) und den Ruhekontakt (NC) des anderen Mikroschalters (SWw, SWt) geschaltet ist.
  7. Wegbegrenzerschaltung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch zwei zweite Dioden (D1, D2), die jeweils einem der Mikroschalter (SWw, SWt) zugeordnet sind und diesen überbrücken, wobei die Anode der jeweiligen zweiten Diode (D1, D2) mit dem Ruhekontakt (NC) des zugehörigen Mirkoschalters (SWt, SWw) verbunden ist.
  8. Wegbegrenzerschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Objektiv ein Varioobjektiv ist, und daß der bewegliche Körper (L2, L3) eine Variolinsengruppe ist.
  9. Wegbegrenzerschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Körper eine Linsengruppe zur Scharfeinstellung ist.
  10. Wegbegrenzerschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Körper eine einstellbare Irisblende ist.
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