[go: up one dir, main page]

DE19903685A1 - Verfahren und Werkzeug zur Herstellung von Gelenkgehäusen - Google Patents

Verfahren und Werkzeug zur Herstellung von Gelenkgehäusen

Info

Publication number
DE19903685A1
DE19903685A1 DE1999103685 DE19903685A DE19903685A1 DE 19903685 A1 DE19903685 A1 DE 19903685A1 DE 1999103685 DE1999103685 DE 1999103685 DE 19903685 A DE19903685 A DE 19903685A DE 19903685 A1 DE19903685 A1 DE 19903685A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tool
shaft
stamp
engraving
tool according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE1999103685
Other languages
English (en)
Other versions
DE19903685C2 (de
Inventor
Klaus Siegert
Aribert Schwager
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
INSTITUT FUER UMFORMTECHNIK UNIVERSITAET STUTT, DE
Original Assignee
Forschungsgesellschaft Umformtechnik mbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Forschungsgesellschaft Umformtechnik mbH filed Critical Forschungsgesellschaft Umformtechnik mbH
Priority to DE1999103685 priority Critical patent/DE19903685C2/de
Publication of DE19903685A1 publication Critical patent/DE19903685A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE19903685C2 publication Critical patent/DE19903685C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K1/00Making machine elements
    • B21K1/76Making machine elements elements not mentioned in one of the preceding groups
    • B21K1/766Connecting rods
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C23/00Extruding metal; Impact extrusion
    • B21C23/02Making uncoated products
    • B21C23/18Making uncoated products by impact extrusion
    • B21C23/183Making uncoated products by impact extrusion by forward extrusion
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J5/00Methods for forging, hammering, or pressing; Special equipment or accessories therefor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J5/00Methods for forging, hammering, or pressing; Special equipment or accessories therefor
    • B21J5/02Die forging; Trimming by making use of special dies ; Punching during forging

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Werkzeug zur Herstellung von Gelenkgehäusen, insbesondere von Spurstangenköpfen, deren Schaft eine Innenbohrung aufweist. Dabei wird ein zylinderförmiges Ausgangsteil aus Vollmaterial verwendet, dessen Durchmesser in etwa dem Durchmesser des Gelenkgehäuses entspricht. In einem Verfahrensschritt erfolgt durch Anwendung eines Werkzeuges zum Querfließpressen mit zwei Preßstempeln, einer dem zu erzeugenden Schaft entsprechenden Gravur und einem in die Gravur eingreifenden angeordneten Querstempel das Ausformen des Schaftes mit seiner Bohrung und das Zwischenformen des Gelenkgehäuses bis auf eine zwischen den Preßstempeln verbleibende Restwanddicke. Nach dem Querfließpressen wird der Bereich mit der Restwanddicke durch Lochen oder Ausbohren entfernt.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Werkzeug zur Herstellung von Gelenkgehäusen gemäß dem Oberbegriff des 1. und 7. Patentanspruchs.
Es ist bekannt Gelenkgehäuse, insbesondere Spurstangen für Kraftfahrzeuge, mit einer kugelförmigen Verdickung und einem angeformten Schaft, der ein Innengewinde aufweist, aus Drahtmaterial herzustellen, welches zuerst zu einem Rohling geschmiedet wird. Anschließend erfolgt die Herstellung des Gelenkgehäuses im Bereich der kugelförmigen Verdickung und das Einbringen der Bohrung für das Innengewinde in dem Schaft durch aufwendige spanende Bearbeitung.
Eine Material- und energiesparende Herstellung wird in DE 195 36 035 A1 beschrieben. Dabei wird ebenfalls ein geschmiedeter Rohling als Ausgangsteil verwendet. Es wird nun zuerst durch Napfrückwärtsfließpressen im Schaft des Rohlings eine axiale Vertiefung, für das spätere Einbringen des Innengewindes erzeugt. Anschließend wird am Ende des Schaftes durch Kaltumformung zu einer Schlüsselfläche umgeformt und der Durchmesser der Vertiefung bis auf den Kerndurchmesser des Gewindes reduziert. Im Bereich der kugelförmigen Verdickung erfolgt nun das Herstellen des Gelenkgehäuses durch Stauchen, Napfen, und Lochen.
Dieses Verfahren ist durch die Vielzahl der Bearbeitungsstufen und die damit notwendigen Werkzeuge sehr kostenintensiv.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und ein Werkzeug zur Herstellung von gattungsgemäßen Gelenkgehäusen, insbesondere Spurstangenköpfen zu entwickeln, welches nur wenige Verfahrensschritte benötigt und damit kostensparend arbeitet.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des 1. und 7. Patentanspruchs gelöst.
Dabei wird ein zylinderförmiges massives Ausgangsteil verwendet, dessen Durchmesser in etwa dem Durchmesser des Gelenkgehäuses entspricht. Erfindungsgemäß erfolgt durch das Querfließpressen in nur einem Verfahrensschritt unter Anwendung eines Werkzeuges zum Querfließpressen mit zwei aufeinander zubewegbaren Preßstempeln, einer dem zu erzeugenden Schaft entsprechenden Gravur und einem in die Gravur eingreifendem seitlichem Gegenstempel für das Ausformen des Schaftes mit seiner Bohrung und das Zwischenformen des Gelenkgehäuses bis auf eine zwischen den Preßstempeln verbleibende Restwanddicke. Es ist auch möglich, gleichzeitig im ersten Verfahrensschritt die Schlüsselfläche am Ende des Schaftes anzuformen.
Das Entfernen des zwischen den Preßstempeln verbliebenen Bereiches mit der Restwanddicke erfolgt beispielsweise durch Lochen oder Ausbohren.
Anschließend erfolgt das Fertigstellen der Gewindebohrung und bedarfsweise die Bearbeitung des Schaftes auf Länge sowie eine bedarfsweise spanende Endbearbeitung des Gelenkgehäuses.
Die zum Werkstück weisenden Preßflächen der Preßstempel entsprechen im wesentlichen in ihrer Form der zu erzeugenden Innenkontur des Gelenkgehäuses und der seitliche Gegenstempel in seiner Länge und in seinem Durchmesser der zu erzeugenden Bohrung (mit entsprechenden Aufmaßen für eine weitere spanende Bearbeitung wie Gewindeschneiden).
Es ist auch möglich, den seitlichen Gegenstempel am Ende der Gravur mit einem Hohlstempel zu umgeben, gegen welchen der in die Gravur fließende Werkstoff gedrängt wird.
Der seitliche Gegenstempel und/oder der Hohlstempel können bedarfsweise entgegen einer Kraft in Richtung des Werkstoffflusses durch den Werkstoff verdrängbar sein. Dabei sollte diese die Kraft so ausgelegt sein, daß der seitliche Gegenstempel bzw. der Hohlstempel nur bei Überschreitung einer definierten axialen Belastung der Preßstempel nach außen verdrängbar sind.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Preßstempel und/oder der seitliche Gegenstempel und/oder der Hohlstempel eine das Werkzeug vor Überlastung schützende Kraftbegrenzung aufweisen. Diese kann hydraulisch, pneumatisch oder mechanisch über eine oder mehrere Federn erfolgt. Es ist auch möglich die Kraftbegrenzung über einen Hydraulikzylinder zu steuern.
Vorteilhaft für das Querfließpressen ist es weiterhin, wenn Preßstempel und/oder der seitliche Gegenstempel und/oder der Hohlstempel mit einer Schwingung beaufschlagt werden. Diese sollte die Vorschubbewegung der Preßstempel und/oder die Rückhubbewegung von seitlichem Gegenstempel und/oder Hohlstempel überlagern und zwischen 25 Hz und 25 kHz liegen.
Bei einem zu großen Volumen des Ausgangswerkstücks werden der seitliche Gegenstempel und/oder der Hohlstempel beim Querfließpressen nach außen verdrängt (Rückhubbewegung), und somit eine Überlastung und Zerstörung von Werkzeugteilen vermieden. Ein Vorteil dieser Werkzeuganordnung ist weiterhin, daß bei zu großem Werkzeuginnendruck sich die seitlichen Gegenstempel bzw. Hohlstempel automatisch nach außen öffnen.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, daß durch den seitlichen Gegenstempel und/oder den Hohlstempel der Werkstofffluß gezielt behindert wird.
Hierdurch ergibt sich eine auf den Werkstückwerkstoff wirkende Druckspannung mit der Folge der Notwendigkeit einer Erhöhung der Axialkräfte der Preßstempel. Die Folge ist eine Erhöhung der mittleren Druckspannung im Umformgut. Da das Formänderungsvermögen, also die mögliche maximale Formänderung bis zum Eintreten eines Bruches in der Umformzone, wesentlich von dem mittleren Druckspannungszustand derart abhängt, daß mit größer werdendem mittleren Druckspannungszustand das Formände­ rungsvermögen ebenfalls größer wird, erscheint diese Vorgehensweise insbesondere zum Beispiel bei pulvermetallurgisch hergestellten Werkstücken besonders interessant.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung des seitlichen Gegenstempels und/oder des Hohlstempels kann die Bauteilgeometrie verbessert werden ohne daß die Gefahr eines Werkzeugbruches besteht. Dies läßt sich auch erzielen, wenn eine geschlossene Gravur vorhanden ist und die Preßstempel über eine Kraftbegrenzung verfügen. Ein weiterer Vorteil der Lösung besteht darin, daß durch die Erhöhung des mittleren Druckspannungszustandes eine Erhöhung des Formänderungsvermögens des Werkstückwerk­ stoffes zu verzeichnen ist, so daß es erstmalig möglich wird Bauteile mit einer kugelförmigen Verdickungen einem sich daran anschließenden relativ langen Schaft in der Art eines Spurstangenkopfes durch Querfließpressen herzustellen. In nur einem Verfahrensschritt wird das die vollständige Außenkontur des Spurstangenkopfes, einschließlich Bohrung im Schaft und ggf. Schlüsselfläche erzeugt, so daß sich die notwendigen nachfolgenden Arbeiten auf wenige Verfahrensschritte reduzieren und die Kosten für den Herstellungsprozeß im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen wesentlich verringert werden. Durch die Beaufschlagung der Preßstempel und/oder des seitlichen Gegenstempels und/oder des Hohlstempels mit einer Schwingung wird die Reibung in Werkzeug wesentlich verringert, so daß sich die Standzeiten erhöhen. Durch die Schwingungen und die Erhöhung des Umformvermögens durch die Erhöhung der mittleren Druckspannung im Werkstoff können erstmalig auch relativ spröde Werkstoffe und pulvermetallurgisch hergestellte Werkstoffe durch Querfließpressen zur Herstellung von Spurstangenköpfen verwendet werden.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen und zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 Werkzeug zum Querfließpressen zur Herstellung eines Spurstangenkopfes im geschlossenen Zustand in Ausgangsstellung mit eingelegtem zylinder­ förmigem Rohling
Fig. 2 Werkzeug gem. Fig. 1 bei Anschlagen des Werkstückwerkstoff am Hohlstempel
Fig. 3 Werkzeug nach Beendigung des Querfließ­ preßvorganges
Fig. 4 Fließpreßteil
Fig. 5 gelochter und mit Innengewinde versehener Spurstangenkopf
Fig. 6 Spurstangenkopf mit partiell erweitertem Schaftdurchmesser und Sechskant
Fig. 7 Gehäuse mit einer Materialanhäufung am Schaftende.
Gemäß Fig. 1 bis 3 weist das Werkzeug 1 zwei Werkzeug­ hälften 2 auf, die im geschlossenen Zustand eine Gravur 3 bilden. In den Werkzeughälften 2 werden zwei gegeneinander verfahrbare Preßstempel 4.1, 4.2 geführt. Die Preßstempel weisen in Richtung zum Werkstück Formelemente 4a, 4b auf. Rechtwinklig zu den Preßstempeln ist ein in die Gravur 3 eingreifender seitlicher Gegenstempel 5 angeordnet, der zwischen Spannbacken 6 fest eingespannt ist. Am Außendurchmesser des seitlichen Gegenstempels ist ein Hohlstempel 7 angeordnet, der sich mit seinem vom Werkstück wegweisendem Ende gegen eine Druckfeder 8 abstützt. Die Wirkungsweise ist folgende:
Fig. 1 zeigt die Ausgangsstellung, bei welcher ein zylinderförmiger Rohling 9 in das Werkzeug 1 zwischen den Preßstempeln 4.1, 4.2 eingelegt wurde. Nun bewegen sich die beiden Preßstempel 4.1 und 4.2 in einer Vorschub­ bewegung aufeinander zu und der Werkstückwerkstoff wird in die Gravur 2 gepreßt. Wenn der Werkstoff gem. Fig. 2 über den seitlichen Gegenstempel 5 fließt und anschließend gegen den Hohlstempel 7 gepreßt wird wirkt sich die dabei auftretende Erhöhung der mittleren Druckspannung positiv auf das Formänderungsvermögen des Werkstückwerkstoffes aus. Der Werkstoff fließt entgegen der auf den Hohlstempel 7 wirkenden Kraft der Druckfeder 8 weiter über den Stempel und füllt die Gravur 3 aus, wobei der Hohlstempel eine Rückhubbewegung vollführt und die Druckfeder zusammengedrückt wird (Fig. 3). Dadurch wird auch eine Überbeanspruchung des Werkzeuges und ein Werkzeugbruch vermieden. Zwischen den Preßstempeln bleibt eine Restwanddicke erhalten, die anschließen durch Lochen oder Bohren entfernt werden kann.
Durch eine Überlagerung der Vorschubbewegung der Preßstempel 4.1, 4.2 und/oder eine Beaufschlagung des Hohlstempels mit einer Schwingung (möglich wenn z. B. als Feder eine Hydraulikzylinder) kann das Formänderungs­ vermögen des Werkstoffes weiter positiv beeinflußt werden. Ein zusätzlicher Effekt liegt in der Verminderung der Reibung, wodurch der Werkzeugverschleiß verringert wird.
Fig. 4 zeigt das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugte Fließpreßteil 9. An das Gelenkgehäuse 9.1 schließt sich der Schaft 9.2 an. Im Gelenkgehäuses befinden sich gegenüberliegende Aussparungen 9.3 und 9.4, die mit den Preßstempeln erzeugt wurden. Dazwischen befindet sich eine Restwanddicke 9.5. Im Schaft 9.2 wurde die Bohrung 9.6 erzeugt.
Ein gelochter und mit Innengewinde 9.7 versehener Spur­ stangenkopf 9 ist in Fig. 5 dargestellt. Durch das Lochen wurde der Bereich mit der Restwanddicke 9.5 entfernt und es entsteht eine Durchgangsbohrung B zur späteren Aufnahme eines Kugelgelenkes. Es ist auch möglich, bei entsprechender Gestaltung der Gravur des Werkzeuges einen Spurstangenkopf 9 mit partiell erweitertem Schaftdurch­ messer 9.8 und einem Sechskant 9.9 am Ende des Schaftes 9.2 gem. Fig. 6 zu erzeugen.
Fig. 7 zeigt ein Gelenkgehäuse 9.1 mit einer kugelförmigen Materialanhäufung 9.10 am Ende des Schaftes 9.2, so daß bisher aus zwei Teilen hergestellte Werkstücke aus einem Stück gefertigt werden können.

Claims (17)

1. Verfahren zur Herstellung von eines mit einem angeformten Schaft versehenen Gelenkgehäuses, insbesondere eines Spurstangenkopfes, wobei der Schaft eine Innenbohrung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zylinderförmiges Ausgangsteil aus Vollmaterial verwendet wird, dessen Durchmesser in etwa dem Durchmesser des Gelenkgehäuses entspricht, und daß in einem Verfahrensschritt durch unter Anwendung eines Werkzeuges zum Querfließpressen mit zwei Preßstempeln, einer dem zu erzeugenden Schaft entsprechenden Gravur und einem in die Gravur eingreifendem angeordnetem Querstempel das Ausformen des Schaftes mit seiner Bohrung und das Zwischenformen des Gelenkgehäuses bis auf eine zwischen den Preßstempel verbleibende Restwanddicke erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Querfließpressen gleichzeitig im ersten Verfahrensschritt die Schlüsselfläche am Ende des Schaftes angeformt wird.
3. Verfahren nach einem Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Restwanddicke in etwa dem Durchmesser des Schaftes entspricht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche von 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Querfließpressen das Entfernen des zwischen den Preßstempeln verbliebenen Bereiches mit der Restwanddicke erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernen des Bereiches durch Lochen oder Ausbohren erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche von 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Querfließpressen und dem Entfernen des Bereiches das Herstellen der Gewindebohrung und bedarfsweise die Bearbeitung des Schaftes auf Länge erfolgt.
7. Werkzeug zum Querfließpressen, insbesondere zur Herstellung eines mit einem angeformten Schaft versehenen Gelenkgehäuses, mit im geschlossenen Zustand eine Gravur bildenden Werkzeughälften und zwei aufeinander zu bewegbaren Preßstempeln, dadurch gekennzeichnet, daß zum Werkstück weisenden Preßflächen der Preßstempel im wesentlichen in ihrer Form der zu erzeugenden Innenkontur des Gelenk­ gehäuses entsprechen, daß die Gravur der Form des zu erzeugenden Schaftes entspricht und daß in die Gravur ein seitlicher Gegenstempel eingreift, der in Länge und Durchmesser der zu erzeugenden Bohrung entspricht.
8. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der seitliche Gegenstempel am Ende der Gravur von einem Hohlstempel ummantelt ist, gegen welche der in die Gravur fließende Werkstoff gedrängt wird.
9. Werkzeug nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der seitliche Gegenstempel und/oder der Hohlstempel bedarfsweise gegen eine Kraft in Richtung des Werkstofflusses durch den Werkstoff verdrängbar sind.
10. Werkzeug nach einem der Ansprüche von 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der seitliche Gegenstempel und/oder der Hohlstempel nur bei Überschreitung einer definierten axialen Belastung des Preßstempels nach außen verdrängbar sind.
11. Werkzeug nach einem der Ansprüche von 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßstempel und/oder der seitliche Gegenstempel und/oder der Hohlstempel eine das Werkzeug vor Überlastung schützende Kraftbegrenzung aufweisen.
12. Werkzeug nach einem der Ansprüche von 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftbegrenzung des Preßstempels und/oder des seitlichen Gegenstempels hydraulisch, pneumatisch oder mechanisch erfolgt.
13. Werkzeug nach einem der Ansprüche von 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftbegrenzung über eine oder mehrere Federn erfolgt.
14. Werkzeug nach einem der Ansprüche von 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftbegrenzung über eine Hydraulikzylinder erfolgt.
15. Werkzeug nach einem der Ansprüche von 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in den in Richtung zum Werkstoff weisenden Stirnflächen des seitlichen Gegenstempels ein Formelement angeordnet ist.
16. Werkzeug nach einem der Ansprüche von 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßstempel und/oder der seitliche Gegenstempel und/oder der Hohlstempel mit einer Schwingung beaufschlagbar sind.
17. Werkzeug nach einem der Ansprüche von 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingung im Bereich von 25 Hz bis 25 kHz liegt.
DE1999103685 1999-02-01 1999-02-01 Verfahren und Werkzeug zur Herstellung eines mit einem angeformten hohlen Schaft versehenen Gelenkgehäuses Expired - Fee Related DE19903685C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999103685 DE19903685C2 (de) 1999-02-01 1999-02-01 Verfahren und Werkzeug zur Herstellung eines mit einem angeformten hohlen Schaft versehenen Gelenkgehäuses

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999103685 DE19903685C2 (de) 1999-02-01 1999-02-01 Verfahren und Werkzeug zur Herstellung eines mit einem angeformten hohlen Schaft versehenen Gelenkgehäuses

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE19903685A1 true DE19903685A1 (de) 2000-08-10
DE19903685C2 DE19903685C2 (de) 2003-11-27

Family

ID=7895873

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1999103685 Expired - Fee Related DE19903685C2 (de) 1999-02-01 1999-02-01 Verfahren und Werkzeug zur Herstellung eines mit einem angeformten hohlen Schaft versehenen Gelenkgehäuses

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19903685C2 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009032435A1 (de) 2009-07-09 2011-03-10 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines fließgepressten Verbundkörpers und Verbundkörper
CN107350407A (zh) * 2016-05-09 2017-11-17 艾尔弗雷德·图恩有限责任两合公司 用于材料的改型的多阶段的方法
DE102018102934A1 (de) * 2018-02-09 2019-08-14 Mac Panther Gmbh Axialkugelzapfen

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19536035C2 (de) * 1995-09-28 1997-10-09 Trw Fahrwerksyst Gmbh & Co Verfahren zur Herstellung eines Gelenkgehäuses mit einem angeformten Schaft

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
R. Geiger: Präzisionsumformen durch Querfließ- pressen, In: Draht 36 (1985) Nr. 10, S. 471-475 *

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009032435A1 (de) 2009-07-09 2011-03-10 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines fließgepressten Verbundkörpers und Verbundkörper
DE102009032435B4 (de) * 2009-07-09 2012-08-16 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines querfließgepressten Verbundkörpers und querfließgepresster Verbundkörper
CN107350407A (zh) * 2016-05-09 2017-11-17 艾尔弗雷德·图恩有限责任两合公司 用于材料的改型的多阶段的方法
DE102018102934A1 (de) * 2018-02-09 2019-08-14 Mac Panther Gmbh Axialkugelzapfen

Also Published As

Publication number Publication date
DE19903685C2 (de) 2003-11-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1864740B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines Gewindes in wenigstens zwei Arbeitsschritten
DE60030693T2 (de) Kompressive innenhochdruckformung
EP0766015A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Gelenkgehäuses
EP2641673A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Verbindungsabschnitts als Teil eines Werkzeugs
EP1252947B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Achselementes für Kraftfahrzeuge
DE1627707A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Metallformstueckes
EP2458131A2 (de) Verfahren zur Herstellung des Einsteckendes eines Bohrers
EP1355751B1 (de) Verfahren zur herstellung eines kugelgelenkgehäuses
EP2148752B1 (de) Verfahren zur herstellung von hohlwellengrundkörpern
DE19903685C2 (de) Verfahren und Werkzeug zur Herstellung eines mit einem angeformten hohlen Schaft versehenen Gelenkgehäuses
DE102016123407A1 (de) Verfahren zum Oberflächenverdichten und Kalibrieren eines Sinterbauteils
DE19903684B4 (de) Werkzeug zum Querfließpressen
DE19843825A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Lenkerarms für das Fahrwerk eines Kraftfahrzeugs
EP1070896B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines metallischen Pressfittingelementes
EP2839900A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines mit einer Endfläche versehenen Verbindungsabschnitts als Teil eines Werkzeuges
DE102019002187B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Bauteils mit Gewinde
DE19835478C2 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung nahtloser Radreifen
WO2000010746A2 (de) Verfahren zum innenhochdruck-umformen zweier oder mehrerer hohlkörper mit jeweils zumindest einer öffnung, insbesondere metallrohre oder metallhohlprofile
DE102007005886B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines Nutzfahrzeug-Achsschenkels
DE102005050202B4 (de) Blechteil mit partiellen Verstärkungselementen hergestellt nach dem Außenhochdruckumformverfahren
DE102004004233C5 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Dehnschraube
DE10151659B4 (de) Verfahren zum Fügen von zumindest zwei Bauteilen und Vorrichtung hierfür
DE102006017373B4 (de) Kaltumformverfahren zur Herstellung eines einbaufertigen Kugelzapfens
EP1321202B1 (de) Fertigungsverfahren und Innenhochdruckumformwerkzeug zur Durchführung des Fertigungsverfahrens
DE102007012896A1 (de) Verfahren zum Herstellen einer Blechverbindungsstelle und entsprechendes Umformwerkzeug

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8304 Grant after examination procedure
8364 No opposition during term of opposition
8320 Willingness to grant licenses declared (paragraph 23)
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: INSTITUT FUER UMFORMTECHNIK UNIVERSITAET STUTT, DE

8339 Ceased/non-payment of the annual fee