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DE60030693T2 - Kompressive innenhochdruckformung - Google Patents

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DE60030693T2
DE60030693T2 DE60030693T DE60030693T DE60030693T2 DE 60030693 T2 DE60030693 T2 DE 60030693T2 DE 60030693 T DE60030693 T DE 60030693T DE 60030693 T DE60030693 T DE 60030693T DE 60030693 T2 DE60030693 T2 DE 60030693T2
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DE
Germany
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workpiece
mold cavity
smaller
mold
outer circumference
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE60030693T
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DE60030693D1 (de
Inventor
D. Larry Woodstock MARKS
L. Thomas Belmount BESTARD
A. Gerrald CA KLAGES
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vari Form Inc Canada
Original Assignee
Vari Form Inc Canada
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Vari Form Inc Canada filed Critical Vari Form Inc Canada
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Application granted granted Critical
Publication of DE60030693T2 publication Critical patent/DE60030693T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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    • B21D26/02Shaping without cutting otherwise than using rigid devices or tools or yieldable or resilient pads, i.e. applying fluid pressure or magnetic forces by applying fluid pressure
    • B21D26/033Deforming tubular bodies
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Formen eines rohrförmigen Werkstücks gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Gegenwärtig wird ein Hydroformen bzw. Innenhochdruckformen in großem Stil ausgenützt zur Herstellung von Rahmenteilen für Kraftfahrzeuge. Der Vorgang des Hydroformens findet auch Anwendung bei anderen Herstell- und industriellen Prozessen, bei denen ein rohrförmiges Produkt mit sehr präzisen Abmessungen geformt werden muß und Eigenschaften in Bezug auf Festigkeit und Leichtigkeit gewünscht sind, wie beispielsweise in der Luftfahrt- bzw. Raumfahrtindustrie und bei der Herstellung von Möbeln.
  • Im Verlauf des Hydroformens wird ein rohrförmiges Werkstück innerhalb eines Formenhohlraums eingeschlossen, der durch Formen innerhalb einer Presse ausgebildet ist und das Werkstück wird im Inneren unter Druck gesetzt, üblicherweise mit Hilfe einer unter Druck gesetzten Flüssigkeit, wie beispielsweise Wasser. Die Druckbeaufschlagung kann mit etwa 28 bis 250 MPa in Abhängigkeit von der Natur des hydrozuverformenden Teiles erfolgen. Die innere Druckbeaufschlagung bewirkt, dass sich das rohrförmige Werkstück an das Innere des Formenhohlraums anpaßt. Vorteilhaft ist das rohrförmige Werkstück zuvor mit Druck beaufschlagt, typischerweise mit etwa 3 bis 30 MPa in Abhängigkeit von dem Teil, bevor die Presse betätigt wird, um die Formen zu schließen und das Werkstück in dem Formenhohlraum vollständig einzuschließen. Eine zuvor vonstatten gehende Druckbeaufschlagung ermöglicht, daß das Werkstück in einem Formenhohlraum eingeschlossen wird, der nicht übermäßig groß ist im Vergleich zu den Außenabmessungen des rohrförmigen Werkstücks, ohne den Rohling zu quetschen, was auftritt, wenn die Formenabschnitte gegeneinander geschlossen werden. Das ebenfalls übertragene US-Patent Re. 33990 (Cudini) vom 14. Juli 1992 offenbart beispielsweise ein Hydroformen innerhalb eines Hohlraums, dessen Umfang gleich oder etwa größer ist als das rohrförmige Werkstück, derart, daß ein Verformen des Werkstücks hin zur Form des Formenhohlraums keine Expansion bewirkt oder eine Expansion des Umfangs des Werkstücks um nicht mehr als etwa 5%. Der Vorgang des Erweiterns bzw. Expandierens des rohrförmigen Werkstücks um 0 bis 5% hat verschiedenste Vorteile gegenüber Verfahren, bei denen höhere Expansionsverhältnisse Verwendung finden. Beispielsweise wird ein Stanzen von Löchern durch die Seitenwand des hydroverformten Werkstücks, während es innerhalb der formgebenden Form unter Druck gesetzt ist, vereinfacht. Des weiteren ist die abmessungsmäßige Stabilität, d.h. die Wiederholbarkeit von Abmessungen von Teil zu Teil, verbessert und es sind Produkte mit schärferen Ecken und einem kleineren Verhältnis von Radius der Querschnittskrümmung zu Wanddicke möglich. Überdies ist bis zu einem gewissen Ausmaß die Streckgrenze des Produkts verbessert.
  • Nichtsdestotrotz können bei den bekannten Verfahren Probleme in Bezug auf das Lecken der unter Druck gesetzten Flüssigkeit während des Vorgangs des Lochstanzens immer noch auftreten, insbesondere wenn Löcher großer Breite ausgebildet werden. Des weiteren ist die abmessungsmäßige Stabilität, die Streckgrenze bzw. erzielte Festigkeit und die Querschnittsschärfe der Ecken, die erzeugt werden können, immer noch nicht so gut, wie dies als wünschenswert angesehen wird.
  • Aus der EP 0 294 034 ist es bekannt, ein Verfahren zum Hydroformen kastenartiger Rahmenteile vorzusehen durch Anordnen eines rohrförmigen Rohlings innerhalb einer Form mit einem Hohlraum. Der rohrförmige Rohling wird jedoch erweitert bzw. expandiert, indem der innere Umfang des Formenhohlraums größer angelegt ist als der Umfang des rohrförmigen Rohlings und der Rohling dann unter Druck gesetzt wird, um ihn umfangsmäßig zu erweitern, um mit dem Umfang der Form zusammenzupassen.
  • Eine ähnliche Anordnung ist aus der US 5,735,156 bekannt, die ein Verfahren offenbart zum Hydroformen eines nicht kreisförmigen Rohres, das in seiner Längsrichtung einen veränderli chen Querschnitt hat. Wieder wird der Umfang des Rohlings erweitert, um mit einem Umfang des Formenhohlraums zusammenzupassen.
  • Die GB 1 206 072 , auf welcher der Oberbegriff des Anspruchs 1 beruht, offenbart ein Verfahren, bei dem ein rohrförmiger Rohling zunächst dazu veranlaßt wird, sich in seinem zentralen Teil auszubeulen, indem dem Inneren des Rohlings unter Druck gesetztes Fluid zugesetzt wird. Der erweiterte Teil des Rohlings wird dann in einem Formenhohlraum zusammengedrückt bzw. komprimiert, um ein Werkstück mit spezieller Gestalt zu erzeugen.
  • Erfindungsgemäß ist ein Verfahren vorgesehen zum Formen eines rohrförmigen Werkstücks, das einen äußeren Umfang hat, umfassend das Ausüben von Fluiddruck auf das Innere des Werkstücks und Einschließen des unter Druck gesetzten Werkstücks in einer Form, die einen Formenhohlraum hat, von dem wenigstens ein Teil einen inneren Umfang hat, der kleiner ist als der äußere Umfang des Werkstücks, wobei das Werkstück einem Druckformen unterworfen wird, Öffnen der Form und Entfernen des mittels Druck verformten Werkstücks daraus; dadurch gekennzeichnet, daß der Teil des Werkstücks, der von dem Teil des Formenhohlraums gegriffen ist, ein Teil ist, der nicht erweitert wurde.
  • Indem der Hohlraum bei dem vorliegenden Verfahren kleiner gestaltet wird als das rohrförmige Werkstück und ein Druckverformen des Werkstücks stattfindet, wird das Material der Rohrwand gegen den Dorn während den Vorgängen des Durchstoßens der Wand des Werkstücks gedrückt und hierdurch werden Probleme in Bezug auf das Lecken vermieden, wenn große, breite Löcher in das Werkstück gestanzt werden, während es in der Form eingeschlossen ist. Des weiteren erzeugt die auf die Rohrwand des Werkstücks ausgeübte Druckkraft bzw. kompressive Kraft ein sehr hohes Maß an abmessungsmäßiger Stabilität, liefert eine verbesserte Streckgrenze und erlaubt die Ausbildung sehr scharfer Ecken im Querschnitt. Die auf das Material der Rohrwand wirkenden Druckkräfte schieben das Material der Rohrwand in Bereiche, wie beispielsweise sehr scharfe Ecken, in die es normalerweise nicht fließen würde.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
  • 1 zeigt gewisserweise schematisch einen Querschnitt in Darstellung eines unter Druck gesetzten, rohrförmigen Bauteils, das zwischen teilweise geschlossenen Formabschnitten positioniert ist.
  • 2 zeigt den Teil, welcher dem Hydroformen in einer vollständig geschlossenen Form unterzogen wird.
  • 3 ist eine teilweise fragmentarische Querschnittsansicht in Darstellung einer Ecke eines rohrförmigen Werkstücks, das in Übereinstimmung mit Verfahren bzw. Schritten nach dem Stand der Technik gebildet werden kann.
  • 4 ist eine teilweise fragmentarische Querschnittsansicht in Darstellung einer scharfen Ecke, die in Übereinstimmung mit dem Verfahren/Schritten nach der Erfindung ausgebildet ist.
  • 5 ist eine teilweise fragmentarische Querschnittsansicht in Darstellung des Stoßens eines Lochs durch eine Wand eines rohrförmigen Werkstücks.
  • Bezugnehmend auf die Zeichnungen, zeigt 1 im Querschnitt einen Abschnitt einer oberen Form 11 und einer unteren Form 12, die Hohlräume 13 bzw. 14 haben, sowie zusammenpassende Oberflächenabschnitte 16 bzw. 17. In der in 2 zu erkennenden, geschlossenen Stellung der Formabschnitte 11 und 12, sind die zusammenpassenden Oberflächenabschnitte 16 und 17 zusammengepaßt, während die Hohlraumabschnitte 13 und 14 einen geschlossenen Formenhohlraum 18 ausbilden.
  • Bei der bevorzugten Ausführungsform des hydroformenden Verfahrens, wird ein rohrförmiges Werkstück 19, das anfänglich beispielsweise kreisförmigen oder elliptischen Querschnitt haben kann, zwischen dem Formabschnitt 11 und 12 angeordnet, während sie sich in einem offenen Zustand befinden, bei dem die passenden Oberflächen 16 und 17 ausreichend voneinander getrennt sind, so daß das Werkstück 19 zwischen die beiden Formabschnitte 11 und 12 eingeführt werden kann. Vorzugsweise werden die Formabschnitte 11 und 12 in eine teilweise geschlossene Stellung bewegt, in welcher die inneren Oberflächen der Formenhohlräume 13 und 14 das Werkstück 19 leicht greifen. Die gegenüberliegenden Enden des Werkstücks werden dann in Eingriff gebracht mit einer Dichtvorrichtung, durch die eine unter Druck gesetzte Flüssigkeit 21, üblicherweise Wasser, eingeführt wird, um das Innere des rohrförmigen Werkstücks 19 zu füllen. Nach dem Abdichten, wird dann die Flüssigkeit im Inneren des Werkstücks vorzugsweise unter Druck gesetzt und zwar auf einen gewünschten Vordruck, welcher eine unerwünschte Deformation des rohrförmigen Werkstücks 19 verhindern wird, wenn die Formabschnitte 11 und 12 gegeneinander geschlossen werden. Eine derartige unerwünschte Deformation kann beispielsweise ein Zerdrücken oder Wellen der Wand des Werkstücks 19 sein, was darauffolgend nicht durch eine Druckausübung im Inneren entfernt werden kann oder ein Quetschen der Abschnitte der Seitenwand des Werkstücks 19 zwischen den zusammenpassenden Oberflächenabschnitten 16 und 17 der Formabschnitte 11 und 12, wenn die Formabschnitte 11 und 12 gegeneinander verschlossen werden.
  • Die Formabschnitte 11 und 12 werden gegeneinander verschlossen, so daß, wie in 2 gezeigt, die zusammenpassenden Oberflächenabschnitte 16 und 17 aufeinandertreffen und das rohrförmige Werkstück 19 ist in dem geschlossenen Formenhohlraum 18 eingeschlossen, wie dies in 2 erkennbar ist. Üblicherweise wird der Druck innerhalb des rohrförmigen Werkstücks 19 dann erhöht und derart aufrechterhalten, daß die Belastung, der die Wand unterworfen wird, geringer oder größer als die Streckgrenze beziehungsweise Steifigkeit des Materials wird. Der erforderliche Druck ist derjenige, der nötig ist, um die Wand des rohrförmigen Werkstücks 19 dazu zu zwingen, mit dem Inneren des Formenhohlraums 18 übereinzustimmen bzw. sich daran anzupassen.
  • Ist einmal das rohrförmige Werkstück mit dem gewünschten Querschnitt ausgebildet, so können Löcher durch die Rohrwand geschlagen werden. Der Innendruck wird dann entlastet, das Rohr abgelassen, die Formabschnitte 11 und 12 geöffnet und das geformte, rohrförmige Werkstück 19 aus der Form entfernt.
  • Ein neues rohrförmiges Werkstück kann dann zwischen den offenen Formabschnitten angeordnet werden und der obige Betriebszyklus wiederholt werden.
  • Die Techniken, Verfahren bzw. Schritte, Drucke und Vorrichtungen, die erforderlich sind, um erfolgreich die oben beschriebenen Hydroformvorgänge durchzuführen, sind dem Durchschnittsfachmann wohl bekannt und müssen hier nicht detailliert beschrieben werden. Beispiele für die Techniken, Vorgänge, Drucke und Vorrichtungen, die verwendet werden können zum Aufbau eines Vordrucks, Abdichten des Rohrendes, das Ausbilden von Löchern und in anderer Hinsicht in Bezug auf den Hydroformvorgang, sind in mehreren gemeinsam innehabenden US-Patenten beschrieben, einschließlich im oben erwähnten US-Patent Nr. Re 33990, US-Patenten 4,989,482 vom 5. Februar 1991 (Mason); 5,235,836 vom 17. August 1993 (Klages et al.); 5,644,829 vom 9. Juli 1997 (Mason et al.), 5,445,002 vom 29. August 1995 (Cudini et al.) und in den US-Patentanmeldungen mit den Seriennummern 09/249,764, angemeldet am 16. Februar 1999 im Namen von Morphy et al. und 09/361,998, angemeldet am 28. Juli 1999 im Namen von Klages et al.
  • Bei der vorliegenden Erfindung wird die oben beschriebene Hydroformtechnik insofern modifiziert, als der Umfang des Hohlraums 18 kleiner ist als der äußere Umfang des rohrförmigen Werkstücks 19, so daß das Material der Wand des rohrförmigen Werkstücks 19 einem Druck bzw. einer Kompression unterworfen wird, wenn die Formabschnitte 11 und 12 gegeneinander schließen. Während es vorgesehen ist, bei einigen Formen der vorliegenden Erfindung das Werkstück 19 einem Druck bzw. einer Kompression entlang seiner gesamten Länge ausgesetzt sein kann, ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Umfang des Formenhohlraums 18 kleiner als das Werkstück 19 entlang eines Abschnitts oder von Abschnitten der Länge des Werkstücks 19. Ein derartiger Abschnitt oder derartige Abschnitt kann/können beispielsweise ein Abschnitt sein mit veränderlicher Querschnittsform oder gleicher Querschnittsform entlang seiner Länge. Der Abschnitt kann beispielsweise ein Abschnitt sein, in dem ein oder mehrere Löcher durch die Rohrwand hindurch ausgebildet sind oder in dem, im Querschnitt gesehen, eine äußere oder innere Ecke auszubilden ist, vorzugsweise eine Ecke mit eng bemessenem Radius. Des weiteren kann ein derartiger Abschnitt ein Abschnitt des Produktes sein, der im Gebrauch einer unüblich starken Belastung ausgesetzt werden soll oder wo es wünschenswert ist, ausnehmend gute abmessungsmäßige Stabilität zwischen aufeinanderfolgend ausgebildeten Produkten zu haben. Beispielsweise kann ein derartiger Abschnitt oder beispielsweise können derartige Abschnitte insgesamt etwa 1 bis etwa 50%, vorzugsweise etwa 5 bis etwa 40% und noch bevorzugter etwa 5 bis etwa 20% der Länge des rohrförmigen Produktes einnehmen.
  • Das obige Verfahren liefert mehrere Vorteile. Beispielsweise ist es bei bekannten Verfahren, bei denen der Umfang des Formenhohlraums 18 Null bis 5% größer ist als der Umfang des originalen rohrförmigen Werkstücks 19 schwierig, das Werk stück 19 mit scharfen Ecken auszubilden. Wie in etwas vergrößertem Maßstab in einem Eckbereich, wie in 3 gezeigt, erkennbar ist, ist in Ermangelung eines Druckformens, das in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung durchgeführt wird, die schärfste Ecke, die innerhalb des Formenhohlraums 18 ausgebildet werden kann, derart, daß der Krümmungsradius R wenigstens etwa 1,8 T ist, wobei T die Dicke der Wand des rohrförmigen Werkstücks 19 ist. Ungeachtet des innerhalb des rohrförmigen Werkstücks 19 ausgeübten Druckes, gelangt das Material der Rohrwand 19 an den Seitenwänden des Formenhohlraums 18 an beiden Seiten der Ecke in Eingriff und eine Ecke mit scharfem Radius ist nicht erzielbar. Mit der vorliegenden Erfindung, bei welcher die Wand 19 druck- bzw. kompressivgeformt ist, sind wesentlich schärfere Ecken erzielbar, beispielsweise im Bereich von etwa 2,5 bis 0,5 T, bevorzugter mit weniger als etwa 2,0 T und noch bevorzugter mit weniger als etwa 1,7 T und am aller bevorzugtesten mit weniger als etwa 1,5 T. Die scharfen Ecken liefern wesentliche Vorteile, wie beispielsweise eine erhöhte Festigkeit bzw. Steifigkeit des fertigen Teils und erlauben eine größere Freiheit bei der Auswahl des Designs des fertigen Teils und ermöglichen, daß die Form maßgeschneidert wird, um speziellen Anwendungen gerecht zu werden.
  • Des weiteren ist eine stark verbesserte abmessungsmäßige Stabilität erzielbar, d.h. daß Teile, die in aufeinanderfolgenden Hydroformprozessen in der gleichen Form hergestellt sind, dazu neigen, ähnliche oder identische Abmessungen aufzuweisen, so daß die Wiederholbarkeit in Bezug auf die Abmessungen von Teil zu Teil verbessert ist und die Streckgrenze des fertigen Teils kann erhöht werden, verglichen mit gleichen Teilen, die nicht kompressiv geformt wurden.
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Druck- bzw. kompressiven Formgebungsverfahrens in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß es die Ausbildung von Löchern durch die Wand des rohrförmigen Werkstücks 19 vereinfacht, zumindest in einem Abschnitt des Werkstücks, der druckgeformt ist. In wünschenswerter Weise werden Löcher durch die Seitenwand des Werkstücks hindurch gebildet, während es innerlich unter Druck gesetzt ist innerhalb des geschlossenen Formenhohlraums, wie dies beispielsweise in 5 erkennbar ist. Üblicherweise sind Dorne 22 in der Struktur der Formabschnitte 11 und 12 beinhaltet. Die Dorne nehmen Bohrungen oder Durchgänge 23 ein, die mit dem Formenhohlraum 18 kommunizieren und sind normalerweise im allgemeinen quer zu der longitudinalen Rohrachse angeordnet. Die Dorne bewegen sich in diesen Bohrungen hin und her unter Steuerung über eine Dornantriebseinrichtung, beispielsweise durch Zylinder- und Kolbeanordnungen 24, die auf oder angrenzend an den Formabschnitten 11 und 12 montiert sind, so daß ein Dorn 22, beispielsweise wie in 5 erkennbar, so vorwärts bewegt werden kann, daß er sich in den Formenhohlraum 18 erstreckt und die Seitenwand des rohrförmigen Werkstücks 19 durchstößt und davon ein Rohrstück 26 ausschneidet bzw. ausschert, und eine Öffnung 27 in der Seitenwand des Werkstücks 19 erzeugt. Die Schritte bzw. Verfahren und Vorrichtungen, die verwendet werden zum Ausschlagen von Öffnungen in dem rohrförmigen Werkstück, sind als solches für den Durchschnittsfachmann wohl bekannt und müssen hier nicht im Detail beschrieben werden. Beispiele für Vorrichtungen und Ausschlagvorgänge sind beispielsweise beschrieben in dem US-Patent 4,989,482 und der Patentanmeldung mit der Seriennummer 09/361,764, wie oben erwähnt.
  • Um Bauteile aufzunehmen, die in Zusammenhang mit dem fertigen, rohrförmigen Teil in einem Automobil oder anderem Rahmen verwendet werden, ist es oftmals wünschenswert, relativ breite Öffnungen in der Wand des rohrförmigen Werkstücks 19 vorzusehen, und demgemäß, relativ breite Dorne zu verwenden, um die Öffnungen auszubilden. Ist der Dorn relativ breit, beispielsweise wenn er einen beachtlichen Prozentsatz der Querschnittsbreite des fertigen Teils ausmacht, so schwächt das durch den Dorn ausgebildete Loch das Teil. Das Teil kann dann dazu neigen, sich unter dem innen herrschenden Druck zu deformieren oder zu erweitern, mit der Folge, daß der Kontakt zwischen dem Rand des Lochs und der Seite des Dorns verlorengeht. Dies führt zu einem Lecken von Fluid aus dem Inneren des Werkstücks 19, derart, daß ein Druckabbau innerhalb des Werkstücks 19 stattfindet. Diesen Problemen des Druckabbaus begegnet man wohl im größeren Ausmaß, wenn die Breite des Dorns und folglich des dabei gebildeten Lochs mehr als etwa 15% der Querschnittsbreite des fertigen Teils, gemessen in Richtung transversal zu dem ausgeschlagenen Loch, ausmacht und sie sind noch akuter, wenn diese Breite mehr als etwa 25% oder insbesondere mehr als etwa 50% der Querschnittsbreite ausmacht. Die Breite kann beispielsweise etwa 95% der Querschnittsbreite sein, üblicherweise nicht mehr als etwa 90% der Querschnittsbreite. Ein Druckverlust innerhalb des rohrförmigen Werkstücks 19 führt zu Schwierigkeiten bei der Bearbeitung des Werkstücks 19. Beispielsweise hängt üblicherweise ein erfolgreiches Durchschlagen von der Aufrechterhaltung der Druckbeaufschlagung innerhalb des rohrförmigen Teils ab. Häufig wird eine Form mit mehreren Dornen ausgestattet sein, da es oftmals wünschenswert ist, mehrere Löcher in jedem hydrogeformten Teil auszubilden. Aus verschiedensten Gründen arbeiten die Dorne üblicherweise nicht genau gleichzeitig. Beispielsweise können die den Antrieb der Dorne bewerkstelligenden Zylinder von unterschiedlichen Größen sein und es können Unterschiede in den Längen der Leitungen bestehen, welche die Impulse für den Betriebsdruck von dem Generator für den Druck zu den verschiedenen Druckzylindern führen. Falls der Betrieb eines Dorns zu einem Druckverlust führt, kann ein Dorn, der sich später in Richtung des Teils erstreckt, nur einen nicht-perfekten Durchstoß erzielen oder kann überhaupt kein Loch herausstoßen, da kein Fluiddruck innerhalb des Teils mehr herrscht, um die Wand des Werkstücks nach außen gedrückt zu halten und den Dorn dazu zu veranlassen, durch die nach außen gedrückte Wand kräuselnd zu scheren. Bei der vorliegenden Erfindung, bei welcher die Seitenwand des rohrförmigen Werkstücks 19 mittels Druck bzw. kompressiv ausgebildet ist, wurde im Bereich des Druckformens herausgefunden, daß ein Lecken und ein Druckverlust wesentlich reduziert oder insgesamt ausgeschaltet ist, selbst wenn Dorne mit relativ großen Breitenabmessungen, wie jene, die oben erwähnt sind, verwendet werden. Es wurde herausgefunden, daß die Druckformung dazu führt, das Material der Rohrwand gegen die Seite des Dorns während des Durchstoßens der Wand des Werkstücks drückt und ein Lecken ausschaltet oder ein Lecken reduziert in einem derartigen Ausmaß, daß die Zufuhr an unter Druck stehender Flüssigkeit, welche den Druck in dem Rohr aufrechterhält, fähig ist, die Flüssigkeit wieder nachzufüllen, so daß ein unwesentlicher Druckverlust vorliegt.
  • Bei der bevorzugten Ausführungsform und unter Durchführung des vorliegenden Verfahrens, sollte in dem Fall, daß die Abmessungen des Werkstücks den Herstellungstoleranzen unterliegen, Aufmerksamkeit den Herstellungstoleranzen des Ausgangsmaterials geschenkt werden. Das heißt, daß der innere Umfang des Formenhohlraums 18 derart bemessen sein sollte, daß der gewünschte Druck bzw. die Kompression erreicht wird, selbst wenn der tatsächliche äußere Umfang des Ausgangsmaterialrohlings 19 kleiner als nominal ist und die minimale Herstelltoleranz hat. Üblicherweise sind diese Toleranzen jedoch relativ gering. In der vorliegenden Beschreibung und in den beigefügten Ansprüchen ist unter "der äußere Umfang" eines Werkstücks der äußere Umfang bzw. die äußere Peripherie des Werkstücks gemeint unter Berücksichtigung der minimalen Herstelltoleranzen, d.h. die kleinste Größe, die im Bereich von Größen existiert, die durch die Herstelltoleranzen definiert sind. Um ein konkretes Beispiel zu nennen und zur Vermeidung von Zweifeln, kann ein Hersteller ein Rohr mit einem im wesentlichen perfekten kreisförmigen Querschnitt vorsehen, mit einem Durchmesser von 150,8 mm (2000 inch) (plus oder minus) 0,127 mm (5 Tausendstel inch). Der maximale Durchmesser ist 50,927 mm (2,005 inch) und der minimale beträgt 50,673 mm (1,995 inch). Durch Multiplizieren des numerischen Werts des griechischen Buchstabens pi, wird der maximale Umfang berechnet mit 160,00 mm (6,300 inch) und der minimale zu 159,2 mm (6,268 inch). In einem derartigen Fall wird der "äußere Umfang" dieses Werkstücks mit 159,20 mm (6,28 inch) gesehen, und der innere Umfang des Formenhohlraums 18 wird kleiner hergestellt als 159,2 mm (6,268 inch).
  • Es sei festgehalten, daß bei bekannten Verfahren der Umfang des Formenhohlraums mindestens so groß war wie das Werkstück unter Berücksichtigung der maximalen Herstelltoleranzen.
  • Nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung ist der innere Umfang des Formenhohlraums 18 vorzugsweise wenigstens etwa 0,1% kleiner als der äußere Umfang des Werkstücks (alle Prozentzahlen, wenn nicht anders angegeben, beruhen auf dem äußeren Umfang des Werkstücks). Falls die Differenz zwischen dem inneren Umfang des Formenhohlraums und dem äußeren Umfang des Werkstücks kleiner ist als etwa 0,1%, wurde herausgefunden, daß eine nicht-ausreichende Druckkraft auf das rohrförmige Werkstück ausgeübt wird, mit dem Ergebnis, daß es schwer oder unmöglich sein kann, Ecken mit scharfem Radius an dem Werkstück vorzusehen oder ein wesentliches Lecken von Flüssigkeit aus dem Inneren des Werkstücks zu reduzieren oder zu vermeiden, wenn Löcher darin hinein geschlagen sind und ein gewünschter Grad an abmessungsmäßiger Stabilität oder ein gewünschter Grad erhöhter Streckgrenze kann nicht erreicht werden. Vorzugsweise ist der innere Umfang des Formenhohlraums nicht mehr als etwa 10% kleiner als der äußere Umfang des Werkstücks. Die Verwendung von Formenhohlräumen, die mehr als etwa 10% kleiner als der äußere Umfang des Werkstücks sind, scheint keine besseren Resultate zu erzielen und kann dazu führen, daß das Werkstück zerquetscht wird und Falten bzw. Beulen in ihm, parallel zur Mittellinie des Rohres, erzeugt werden.
  • Bevorzugter, ist der innere Umfang des Formenhohlraums 18 bis zu etwa 5% kleiner, noch bevorzugter bis zu etwa 3% kleiner als der äußere Umfang des Werkstücks und am bevorzugtesten etwa 0,1% bis 1% kleiner als der äußere Umfang des Werkstücks.
  • Um einen Druck bzw. eine Kompression und einen Formschluß zu erzielen, kann es erforderlich sein, daß die Schließkräfte der Presse ein wenig größer sein müssen, als jene, die üblicherweise in der Presse Anwendung finden, um ein Schließen der Presse zu bewirken. Die erforderlichen Kräfte können leicht in jedem Falle durch einfaches Ausprobieren und Experiment bestimmt werden.
  • Während die obige, detaillierte Beschreibung in Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen eine genügende Information liefert, um es dem Durchschnittsfachmann zu ermöglichen, das vorliegende Verfahren durchzuführen, wird zur Beseitigung von Zweifeln, ein detailliertes Beispiel geliefert:
  • Beispiel
  • Ein HSLA 345 MPA-Stahlrohr mit einer nominalen Wanddicke von 1,5 mm und einem nominalen Durchmesser von 50,8 mm (Herstellungstoleranz plus oder minus 0,15 mm (0,006 inch) wird einem Druck bzw. kompressiven Hydroformen unterworfen in der oben im Detail in Verbindung mit den 1, 2 und 4 beschriebenen Weise.
  • Im Verlaufe des Hydroformens, wird das Rohr mit einem Vordruck beaufschlagt, der einen Innendruck von 7 MPA liefert.
  • Der innere Umfang des Formenhohlraums 18 ist 158,0 mm (0,7% kleiner als der äußere Umfang des Werkstücks). Nach dem Schließen der Form, wurde der Innendruck auf 42 MPA erhöht.
  • Der Formenhohlraum 18 wies eine scharfe Ecke auf und das Werkstück ist mit einer scharfen Ecke versehen, die einen Radius von 0,3 mm hat (2T, wobei T die Dicke der Wand des Werkstücks ist).

Claims (15)

  1. Verfahren zum Formen eines rohrförmigen Werkstücks (19), das einen äußeren Umfang hat, umfassend das Ausüben von Fluiddruck auf das Innere des Werkstücks (19) und Einschließen des unter Druck gesetzten Werkstücks (19) in einer Form (11, 12), die einen Formenhohlraum (13, 14, 18) hat, von dem wenigstens ein Teil einen inneren Umfang hat, der kleiner ist als der äußere Umfang des Werkstücks (19), wobei das Werkstück (19) einem Druckformen unterworfen ist, Öffnen der Form (11, 12) und Entfernen des mittels Druck verformten Werkstücks (19) daraus, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil des Werkstücks (19), der von dem Teil des Formenhohlraums (13, 14, 18) ergriffen wird, ein Teil ist, der nicht erweitert wurde.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der innere Umfang etwa 0,1% bis etwa 10% kleiner ist als der äußere Umfang.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, bei welchem der innere Umfang bis zu etwa 5% kleiner ist als der äußere Umfang.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, bei welchem der innere Umfang bis zu etwa 3% kleiner ist als der äußere Umfang.
  5. Verfahren nach Anspruch 2, bei welchem der innere Umfang etwa 0,1% bis etwa 1% kleiner ist als der äußere Umfang.
  6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem im Querschnitt, transversal zu einer Längsachse des Werkstücks (19) der Formenhohlraum (13, 14, 18) wenigstens eine Ecke umfaßt und das geformte Werkstück (19) dabei mit einer Ecke versehen wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, bei welchem das Werkstück (19) eine Wanddicke (T) hat und die Ecke einen Krümmungsradius (R1) hatund der Krümmungsradius (R1) etwa 2,5 bis etwa 0,5 Mal die Wanddicke (T) ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, bei welchem der Krümmungsradius (R1) weniger als etwa 2,0 Mal die Wanddicke (T) ist.
  9. Verfahren nach Anspruch 7, bei welchem der Krümmungsradius (R1) weniger als etwa 1,7 Mal die Wanddicke (T) ist.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, bei welchem der Krümmungsradius (R1) weniger als etwa 1,5 Mal die Wanddicke (T) ist.
  11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, einschließend den Schritt des Ausbildens wenigstens eines Loches durch die Seitenwand des Werkstücks (19), während es im Inneren, in dem Formenhohlraum (13, 14, 18), unter Druck steht, durch Führen wenigstens eines Dorns (22) durch die Seitenwand.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, bei welchem der Dorn (22) eine Breitenabmessung hat, die größer als etwa 15% der Querschnittsbreite des mittels Druck verformten Werkstücks (19) ist.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, bei welchem die Breite um 25% größer als die Querschnittsbreite ist.
  14. Verfahren nach Anspruch 12, bei welchem die Breite um etwa 50% größer als die Querschnittsbreite ist.
  15. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welchem der innere Umfang wenigstens 0,1% kleiner als der äußere Umfang ist.
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