DE19900371B4 - Kistenstecksystem - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Kistenstecksystem bestehend aus Standardleisten und Aufnahmeleisten, wobei jeweils mehrere Standardleisten bzw. Aufnahmeleisten aufeinandergesetzt die Wände einer Kiste zur Aufnahme mehrerer in Lagen angeordneter Teile bilden.
- Teile, die z. B. für die Produktion von Fahrzeugen benötigt werden, werden in stabilen Kisten, in denen diese in mehreren Lagen liegen, an die Montagelinie herangeschafft. Indem die jeweils oben liegenden Teile entnommen werden, leert sich die Kiste nach und nach. Die Entnahme der unten in der Kiste liegenden Teile ist insbesondere aus ergonomischen Gründen problematisch, da sich der Montagearbeiter über die Wände der Kiste beugen muß, um sie zu erreichen. Es wurde daher schon vorgeschlagen, die Teile lediglich in flachen Kisten zu transportieren, wobei jeweils mehrere Kisten aufeinander gesetzt eine Einheit bilden und eine Kiste jeweils den Deckel für die unter ihr sich befindende Kiste bildet. Bei dieser Art wird das Transportvolumen aber nicht optimal ausgenutzt, da jede einzelne Kiste mit einem Boden versehen ist. Außerdem muß berücksichtigt werden, daß eine Vielzahl von unterschiedlichen Teilen angeliefert werden: Entsprechend groß ist die Anzahl von Kistentypen, was die Logistik erschwert.
- Die
DE 11 53 677 A offenbart ein zerlegbares Lattengestell, das aus zwei Arten von Latten besteht. Bei dem Lattengestell ist eine Lattenart hochkant gestellt, und die andere Lattenart schräg hierzu. Ein Teil der Lattenschräge bietet eine Auflagefläche für zu transportierende Glaskolben. - Die Erfindung beruht somit auf der Aufgabe, ein System zu schaffen, mit dem die Teile volumenoptimiert transportiert werden können, das es dem Montagearbeiter erlaubt, die einzelnen Teile in ergonomisch günstiger Weise zu entnehmen, und das mit einer einfachen Logistik gemanagt werden kann.
- Die Erfindung stellt daher ein Kistenstecksystem bestehend aus Standardleisten und Aufnahmeleisten vor, wobei jeweils mehrere Standardleisten bzw. Aufnahmeleisten aufeinander gesetzt die Wände einer Kiste zur Aufnahme mehrerer in Lagen angeordneter Teile bilden. Die Aufnahmeleisten sind mit einem Absatz zur Auflage der zu transportierenden Teile versehen. In den Endbereichen sowohl der Standardleisten als auch der Aufnahmeleisten befinden sich korrespondierende Verbindungselemente zur Bildung einer Eckverbindung.
- Zusammengesetzt und an ihren Enden miteinander verbunden ergeben die Standard- und Aufnahmeleisten eine stabile Kiste, in denen die Teile relativ dicht gepackt sind, wobei eine Kistenwand entweder aus jeweils identischen Standard- oder Aufnahmeleisten gebildet ist. Sobald eine Lage von Teilen vollständig entnommen ist, können die zu dieser Lage gehörigen Aufnahmeleisten und Standardleisten entfernt werden, so dass die nächste Lage wieder oben in der „Rest"-Kiste liegt. Gleichzeitig mit der Entnahme der einzelnen Teile wird die Kiste nach und nach demontiert, wodurch sich weiterhin der Vorteil ergibt, dass die Leisten raumsparend zum Absender der Teile zurückgeschickt und dort zu neuen Kisten zusammengesetzt werden können.
- Eine relativ leicht zu realisierende Eckverbindung, die darüber hinaus auch einfach zu handhaben ist, besteht in einer Nut-Feder-Verbindung, bei der sich Nut und Feder in Hochrichtung erstrecken. Dies bedeutet, daß zur Demontage der Kiste die Leisten jeweils lediglich nach oben weggezogen werden brauchen. Vorzugsweise befindet sich die Nut in der Seitenwand der Standardleiste und die Feder an der Stirnseite der Aufnahmeleiste.
- Die Aufnahmeleiste ist darüber hinaus mit einem Absatz versehen, auf dem die zu transportierenden Teile aufliegen. Dieser Absatz ist mit Vertiefungen bzw. Erhebungen versehen, um die Teile auf dem Absatz zu fixieren, so daß sie beim Transport nicht gegeneinander verschoben werden. In der Regel sind Fixierungsmittel teilespezifisch, so daß für jede Teilart gesonderte Aufnahmeleisten vorgesehen sind, die der jeweiligen Teileendkontur angepaßt sind. Demgegenüber sind die Standardleisten unspezifisch. Sie können also mit jeder Art von Aufnahmeleiste kombiniert werden. Hieraus ergibt sich eine hohe Logistik-Flexibilität.
- Um eine gute Verklammerung der einzelnen Lagen zu erzielen, sind die Höhen der Standardleisten bzw. der Aufnahmeleisten unterschiedlich, so daß bei einer zusammengesetzten Kiste der Stoß zwischen zwei übereinander angeordneten Standardleisten von einer Aufnahmeleiste überdeckt wird. Die Feder einer Aufnahmeleiste befindet sich somit sowohl in der Nut der gegenüber dieser Aufnahmeleiste nach unten versetzten als auch der jeweils nach oben versetzten Standardleiste, wodurch die einzelnen Lagen miteinander verbunden sind.
- Da die Nut-Feder-Verbindung ein gewisses Spiel haben muß, damit die beiden Leisten leicht voneinander getrennt werden können, sollten die Standardleisten und/oder die Aufnahmeleisten jeweils noch untereinander mit einer zusätzlichen Steckverbindung verklammert werden. Dazu besitzen die Leisten an ihren Unterkanten Stifte, die in entsprechende Löcher in der Oberkante der Leisten eingreifen.
- Die Höhe der beiden Leistentypen wird man so aufeinander abstimmen, daß nach einer bestimmten Anzahl von Leisten ein bündiger Abschluß entsteht, der den oberen Rand der kompletten Kiste darstellt. Dies bedingt, daß ein bestimmtes Vielfaches der Höhe der Standardleisten einem anderen Vielfachen der Höhe der Aufnahmeleisten entspricht.
- Wie schon oben erwähnt, wird man unterschiedliche Arten von Aufnahmeleisten vorsehen, um unterschiedliche Teile transportieren zu können. Die Aufnahmeleisten unterscheiden sich in der Form der Fixierungselemente, aber auch in ihrer Höhe. Diese Höhe wird man aber stets so wählen, daß deren Vielfaches eine Standardkistenhöhe ergibt.
- Die Anzahl der Standardleisten und die Anzahl der Aufnahmeleisten einer bestimmten Art, die zum Erreichen der Standardkistenhöhe notwendig sind, sollen weiterhin teilerfremd sein. Damit wird erreicht, daß an keiner Stelle der Kiste der Stoß zwischen zwei Standardleisten auf gleicher Höhe liegt mit einem Stoß zwischen zwei Aufnahmeleisten.
- Im folgenden soll anhand eines Ausführungsbeispiels die Erfindung näher erläutert werden. Dazu zeigen:
-
1 die Draufsicht auf eine Kiste, die aus Standardleisten und Aufnahmeleisten zusammengesetzt ist, -
2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der1 und -
3 einen Schnitt entlang der Linie III-III der1 . -
1 zeigt eine viereckige Kiste1 , wobei jeweils gegenüberliegende Wände aus Standardleisten2 bzw. Aufnahmeleisten3 gebildet sind. Die Aufnahmeleisten besitzen im Gegensatz zu den Standardleisten besondere Elemente zur Aufnahme der in der Kiste zu transportierenden Teile. - Jede Standardleiste
2 hat die Form eines langgestreckten Brettes, wobei wenigstens in den Endbereichen jeweils eine Nut4 ,4' in Form eines Schwalbenschwanzes vorgesehen ist. Die Nuten4 ,4' erstrecken sich durchgehend an der Innenwand der Leiste von der unteren zur oberen Kante. Bei den Aufnahmeleisten3 handelt es sich um langgestreckte, im Querschnitt L-förmige Profilelemente. Der untere Arm des L bildet dabei einen Absatz5 , auf dem die Enden der zu transportierenden Teile6 aufliegen, was in der2 strichpunktiert angedeutet ist. Die Aufnahmeleisten3 enden jeweils in einer Wand7 , an deren Außenseite eine Feder8 ,8' ausgebildet ist. Die Form der Feder8 ,8' korrespondiert mit der Form der Nut4 ,4' , so daß eine innige Eckverbindung entsteht, wenn die beiden Leisten in Vertikalrichtung zusammengesteckt werden. - Auf dem Absatz
5 befinden sich mehrere Erhebungen9 , mit denen die zu transportierenden Teile6 auf der Leiste gehalten werden können. - Obwohl solche Erhebungen
9 natürlich eine Möglichkeit sind, eine Lagefixierung zu bewirken, stehen sie in der Darstellung symbolisch für jede Art von Fixierung, z. B. für Vertiefungen oder aber auch für Erhebungen bzw. Vertiefungen im senkrecht stehenden Abschnitt des L-Profils. - Die Standardleiste ist zusätzlich in der Mitte mit weiteren Nuten
10 ,10' versehen, die es erlauben, eine Zwischenwand aus Aufnahmeleisten in die Kiste einzuziehen, so daß auch Teile transportiert werden können, die nur etwa halb so lang sind wie die Standardleiste. -
3 zeigt einen Hochschnitt durch eine zusammengesetzte Kiste entlang einer Eckverbindung. Wie man sieht, sind die Standardleisten2 nicht so hoch wie die Aufnahmeleisten3 , so daß im Ausführungsbeispiel die Kistenhöhe h durch sechs Standardleisten aber nur durch fünf Aufnahmeleisten erreicht wird. Der Stoß zwischen jeweils zwei Standardleisten2 wird jeweils überdeckt von der Abschlußwand7 einer Aufnahmeleiste, so daß jede Feder8' in die Nuten4' zweier Standardleisten2 eingreift. - Je nachdem was für Teile transportiert werden sollen, werden einerseits die Fixierungselemente an den Aufnahmeleisten unterschiedlich sein, andererseits werden sie sich auch in ihrer Höhe entsprechend der Höhe der jeweils zu transportierenden Teile unterscheiden. Die Höhe wird dabei aber nicht frei gewählt, also nicht ausschließlich an die Höhe der Teile angepaßt, sondern jeweils so bestimmt, daß mehrere aufeinandergesetzte Aufnahmeleisten, egal von welcher Art sie sind, stets die Standardkistenhöhe h erreichen, wobei die dafür benötigte Anzahl keinen gemeinsamen Teiler aufweist mit der Anzahl der notwendigen Standardleisten. Mit dieser Regel wird bezweckt, daß an keiner Stelle der Eckverbindung der Stoß zwischen zwei Standardleisten
2 auf gleicher Höhe liegt mit dem Stoß zwischen zwei Aufnahmeleisten3 . - Sowohl die Aufnahmeleisten
2 als auch die Standardleisten3 sind aus Kunststoff, vorzugsweise Polypropylen hergestellt. Sie weisen außerdem, was hier nicht näher dargestellt ist, Griffmulden und Taschen zum Einstecken von Transportpapieren und Identifizierungskarten auf. Die jeweils unteren Leisten werden mit einem Boden11 verbunden, so daß sich eine nach oben offene Kiste ergibt, die mittels eines geeigneten Deckels oder vom Boden einer darauf gestellten Kiste verschlossen wird.
Claims (8)
- Kistenstecksystem bestehend aus Standardleisten und Aufnahmeleisten, wobei jeweils mehrere Standardleisten bzw. Aufnahmeleisten aufeinander gesetzt die Wände einer Kiste zur Aufnahme mehrerer in Lagen angeordneter Teile bilden, wobei in den Endbereichen sowohl der Standardleisten (
2 ) als auch der Aufnahmeleisten (3 ) sich korrespondierende Verbindungselemente (4 ,8 ;4' ,8' ) zur Bildung einer Eckverbindung befinden, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeleisten (3 ) als lang gestreckte und im Querschnitt L-förmige Profilelemente ausgebildet sind und dass der untere Arm des L einen Absatz (5 ) zur Auflage der zu transportierenden Teile (6 ) bildet. - Kistenstecksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckverbindung eine Nut-Feder-Verbindung (
4 ,8 ;4' ,8' ) ist, bei der sich Nut (4 ,4' ) und Feder (8 ,8' ) in Hochrichtung erstrecken. - Kistenstecksystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeleisten (
3 ) mit jeweils einem Absatz (5 ) versehen sind, auf dem die zu transportierenden Teile (6 ) aufliegen. - Kistenstecksystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Absatz (
5 ) mit Vertiefungen bzw. Erhebungen (9 ) versehen ist. - Kistenstecksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Standardleisten (
2 ) sich von der Höhe der Aufnahmeleisten (3 ) unterscheidet. - Kistenstecksystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leisten (
2 ,3 ) an ihren Unterkante Stifte aufweisen, die in entsprechende Löcher in der Oberkante der Leisten (2 ,3 ) eingreifen. - Kistenstecksystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhen von Standardleisten (
2 ) und Aufnahmeleisten (3 ) so aufeinander abgestimmt sind, dass nach einer bestimmten Anzahl von aufeinander gesetzten Leisten (2 ,3 ) ein bündiger Abschluss entsteht, der den oberen Rand der kompletten Kiste (1 ) darstellt. - Kistenstecksystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein bestimmtes Vielfaches der Höhe der Standardleisten (
2 ) einem anderen Vielfachen der Höhe der Aufnahmeleisten (3 ) entspricht.
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