DE19900878C2 - Verfahren zur Analyse eines primären Neutronenstrahls einer Neutronenquelle sowwie Strahlmonitor zur Untersuchung eines in einer Neutronenquelle erzeugten primären Neutronenstrahls - Google Patents
Verfahren zur Analyse eines primären Neutronenstrahls einer Neutronenquelle sowwie Strahlmonitor zur Untersuchung eines in einer Neutronenquelle erzeugten primären NeutronenstrahlsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Analyse eines primären Neutronenstrahls einer
Neutronenquelle sowie einen Strahlmonitor zur Untersuchung eines in einer Neutronenquelle
erzeugten primären Neutronenstrahls, umfassend eine zur Detektion von Neutronen geeignete
Detektorvorrichtung.
Es ist bekannt, zur Analyse des primären Neutronenstrahls einer Neutronenquelle Spaltkammern
als Strahlmonitore zu verwenden. Derartige Spaltkammern weisen auf ihren Innenwänden eine
dünne Schicht aus 235U-haltigem Material auf, das als Neutronenabsorber dient. Von 235U
eingefangene Neutronen führen zur thermischen Spaltung, bei der die erwünschten
Spaltprodukte in einem in der Spaltkammer befindlichen Gas Elektronen und Ionen erzeugen.
Aufgrund einer angelegten elektrischen Spannung bewirken diese beweglichen Ladungsträger
einen Ionisationsstrompuls, mit dessen Hilfe das die Spaltung erzeugende Neutron gezählt wird.
Nachteilig an den Spaltklammern ist, daß neben den erwünschten Spaltprodukten bei der
thermischen Spaltung im Mittel drei schnelle MeV-Neutronen sowie MeV-Gammastrahlung
erzeugt werden. Diese hochenergetische Neutronen- bzw. Gammastrahlung ist in der Regel bei
Neutronenquellen unerwünscht.
Weiterhin ist nachteilig, daß der Fluß langsamer Neutronen durch die Spaltkammer erheblich
geschwächt werden kann, da die Neutronenabsorption umgekehrt proportional zur
Geschwindigkeit der Neutronen ist.
Es ist des weiteren bekannt (US 5,142,153 oder US 5,440,136), zur Untersuchung eines Objekts,
z. B. eines Pakets, Koffers oder dergleichen im Hinblick auf den Inhalt, eine eine
Neutronenquelle und einen Detektor umfassende Vorrichtung einzusetzen. Zur Untersuchung
wird das Objekt mit dem Neutronenstrahl der Neutronenquelle beaufschlagt und die vom Objekt
gestreuten Neutronen mittels des Detektors analysiert. Ein Strahlmonitor zur Analyse des
Neutronenstrahls vor seinem Auftreffen auf das zu untersuchende Objekt ist in den genannten
Druckschriften nicht offenbart.
Es ist nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren sowie einen Strahlmonitor der
eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, die eine Analyse des primären
Neutronenstrahls erlauben, bei der der primäre Neutronenstrahl nicht wesentlich gestört wird.
Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein
Teil der Neutronen mittels einer Neutronen zumindest überwiegend inkohärent streuenden
Streueinheit aus dem primären Neutronenstrahl herausgestreut wird, ein über das Streuverhalten
der Streueinheit und die geometrischen Bedingungen definierbarer Teil der Neutronen einer
außerhalb des primären Neutronenstrahls angeordneten Detektorvorrichtung zugeführt wird und
mittels des Nachweises der gestreuten Neutronen Informationen über die Neutronen im primären
Neutronenstrahl gewonnen werden.
Hierdurch wird verhindert, daß der primäre Neutronenstrahl durch einen für die Analyse dieses
Neutronenstrahls notwendigen Detektionsvorgang gestört wird. Der primäre Neutronenstrahl
kann gegenüber ggf. in der Detektorvorrichtung erzeugter Strahlung wirkungsvoll abgeschirmt
werden. Die inkohärente Streuung der Neutronen aus dem primären Neutronenstrahl kann so
gewählt werden, daß der primäre Neutronenstrahl nur unwesentlich geschwächt wird. So kann
beispielsweise der Anteil der gestreuten Neutronen an der Gesamtzahl der Neutronen im
primären Neutronenstrahl auf Werte zwischen 10-2 und 10-6 festgelegt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch so ausgeführt werden, daß die Neutronen in der
Detektorvorrichtung durch eine Kollimatoreinheit geführt werden, so daß nur in ihrer
Bewegungsrichtung im wesentlichen parallele Neutronen in einer in Bewegungsrichtung der
Neutronen hinter der Kollimatoreinheit angeordneten Nachweiseinheit nachgewiesen werden,
und daß das Auftreffen der Neutronen in der Nachweiseinheit ortsaufgelöst festgestellt wird.
Wenn in der Nachweiseinheit nur solche Neutronen nachgewiesen werden, die im wesentlichen
parallele Bewegungsrichtungen aufweisen, kann mittels des ortsaufgelösten Nachweises der
Neutronen in der Nachweiseinheit eine Aussage über die Ortsverteilung der Neutronen in der
Streueinheit und damit im primären Neutronenstrahl ermittelt werden. Im wesentlichen parallele
Bewegungsrichtung bedeutet, daß die Bewegungsrichtung der nachgewiesenen Neutronen
höchstens um einen durch den Aufbau des Kollimators vorgegebenen Akzeptanzwinkel von der
Kollimatorachse abweicht. Der Akzeptanzwinkel kann beispielsweise je nach geforderter
Ortsauflösung auf Werte zwischen 10-1 und 10-2 radian festgelegt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch so ausgeführt werden, daß im Falle einer gepulsten
Neutronenquelle die Zeitpunkte des Nachweises der Neutronen in der Detektorvorrichtung
festgestellt und durch Bezug auf den Zeitpunkt der Erzeugung der Neutronen Flugzeitspektren
erstellt werden. Damit ist auch eine zeitaufgelöste Analyse des primären Neutronenstrahls
möglich.
Bei einem Strahlmonitor der eingangs genannten Art wird die vorgenannte Aufgabe gelöst durch
eine in dem Strahlengang des primären Neutronenstrahls anzuordnende, Neutronen zumindest
überwiegend inkohärent streuende Streueinheit, wobei die außerhalb des Strahlenganges des
primären Neutronenstrahls anzuordnende Detektorvorrichtung zur Analyse eines Teils der von
der Streueinheit aus dem primären Neutronenstrahl gestreuten Neutronen vorgesehen ist. Eine
inkohärente Streuung kann beispielsweise durch Streufolien aus Vanadium, Polyethylen oder aus
einem Titan-Isotopengemisch erzeugt werden, die nur geringe oder keine Bragg-Reflexion
aufweisen.
Der erfindungsgemäße Strahlmonitor kann weiterhin auch so ausgebildet sein, daß die
Detektorvorrichtung
- a) eine Kollimatoreinheit, die den Durchtritt allein von Neutronen mit zur Kollimatorachse im wesentlichen paralleler Bewegungsrichtung erlaubt,
- b) eine in Bewegungsrichtung der durchtretenden Neutronen gesehen hinter der Kollimatoreinheit angeordnete, für den Nachweis auftreffender Neutronen geeignete Nachweiseinheit und
- c) Mittel zur Feststellung der Ortsverteilung der von der Nachweiseinheit nachgewiesenen Neutronen
umfaßt.
Der erfindungsgemäße Strahlmonitor kann auch so ausgebildet sein, daß die Nachweiseinheit ein
Szintillator ist und daß zur Feststellung der Ortsverteilung der nachgewiesenen Neutronen in
Bewegungsrichtung der auf den Szintillator auftreffenden Neutronen gesehen hinter dem
Szintillator mindestens ein ortsauflösender Photomultiplier vorgesehen ist oder mehrere nicht
ortsauflösende Photomultiplier parallel zur der Streueinheit zugewandten Seite des Szintillators
rasterförmig angeordnet sind. Der Szintillator kann hinreichend dick gewählt werden, so daß alle
Neutronen innerhalb des Wellenlängenbandes von 0,01 bis 1 nm zu mindestens 70% absorbiert
werden. Die absorbierten Neutronen erzeugen einen durch den bzw. die Photomultiplier
verwertbaren Lichtimpuls. Im Falle einer rasterförmigen Anordnung nicht-ortsauflösender
Photomultiplier wird jedes einzelne Nachweisereignis dem Photomultiplier zugeordnet, mit dem
der stärkste Impuls festgestellt wird, wodurch die Ortsauflösung sichergestellt wird, die um so
besser wird, je mehr Photomultiplier zum Nachweis eingesetzt werden. Alternativ kann auch ein
ortsauflösender Photomultiplier verwendet werden. Ein ortsauflösender Photomultiplier erlaubt
bereits eine Ortsauflösung des Neutronennachweises auf dem durch ihn überwachten Bereich des
Szintillators.
Schließlich kann der erfindungsgemäße Strahlmonitor auch so ausgebildet sein, daß die
Streueinheit eine flächige Folie ist, die Kollimatorachse senkrecht zur Streufolie ist und die der
Streufolie zugewandte Fläche der Nachweiseinheit parallel zur Streufolie ist. Da somit die
Fläche der Nachweiseinheit, auf die die Neutronen aufprallen, parallel zur Streufolie ist und die
nachgewiesenen Neutronen im wesentlichen parallele Bewegungsrichtungen haben, ist die
Wegstrecke dieser Neutronen zwischen Streufolie und Nachweiseinheit im wesentlichen gleich,
d. h. unabhängig vom Ort der Streuung bzw. vom Ort des Nachweises, weshalb die örtliche
Empfindlichkeit des Strahlmonitors nicht durch unterschiedliche Wegstrecken gestört wird.
Vorteilhafte Ausführungs- bzw. Ausbildungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens und des
erfindungsgemäßen Strahlmonitors sind im folgenden anhand zweier Figuren dargestellt.
Es zeigt schematisch
Fig. 1 Teile eines Strahlmonitors im primären Strahlengang einer Neutronenquelle und
Fig. 2 Teile eines Strahlmonitors mit gegenüber Fig. 1 veränderter Geometrie.
In Fig. 1 und Fig. 2 ist ein primärer Neutronenstrahl 1 einer in Ihrer Gesamtheit nicht
dargestellten Neutronenquelle mit Pfeilen angedeutet. Der primäre Neutronenstrahl 1 trifft auf
einen Strahlmonitor 2, dessen Gehäuse 3 in den Figuren nur angedeutet ist. Im Strahlmonitor 2
trifft der primäre Neutronenstrahl 1 auf eine Streufolie 4 aus Vanadium, Polyethylen oder einem
Titan-Isotopengemisch, die die thermischen Neutronen des Neutronenstrahls 1 im wesentlichen
nur inkohärent, d. h. ohne Bragg-Reflexion, streuen. Aufgrund der vornehmlich inkohärenten
Streuung werden die gestreuten Neutronen 5, die hier ebenfalls durch Pfeile angedeutet sind,
isotrop in den Raum gesendet. Der Anteil der inkohärent gestreuten Neutronen 5 in bezug auf die
gesamte Neutronenzahl im primären Neutronenstrahl 1 beträgt z. B. bei einer Vanadiumfolie mit
einer Dicke von 0,1 mm 5.10-3.
Im folgenden sind in drei Tabellen Strahlschwächung und Anteil gestreuter Neutronen für drei
Wellenlängen und vier Dicken von Folien aus den vorgenannten Materialien wiedergegeben für
den Fall, daß die Folien mit einem Winkel von 45° zum Gang des primären Neutronenstrahl 1
angebracht sind. Die in den Tabellen angegebenen Größen sind:
VC: Volumen der Elementarzelle des eingesetzten Materials, bcoh: kohärente Streulänge,
σcoh, σinc: Wirkungsquerschnitte für kohärente bzw. inkohärente Streuung,
Σinc = σinc/VC, µabs: Absorbtionskoeffizient und λ: Wellenlänge.
VC: Volumen der Elementarzelle des eingesetzten Materials, bcoh: kohärente Streulänge,
σcoh, σinc: Wirkungsquerschnitte für kohärente bzw. inkohärente Streuung,
Σinc = σinc/VC, µabs: Absorbtionskoeffizient und λ: Wellenlänge.
Der inkohärente Streubeitrag kann im Falle von Streufolien 4 aus Vanadium oder Titan durch
interstitiell gelösten Wasserstoff noch erheblich gesteigert werden.
Außerhalb des primären Neutronenstrahls 1 ist eine zum Strahlmonitor 2 gehörende
Detektorvorrichtung 6 angeordnet. Die Detektorvorrichtung 6 setzt sich zusammen aus einem
Soller-Kollimator 7, einem Szintillator 8 und mehreren Photomultipliern 9, die in
Bewegungsrichtung der gestreuten Neutronen 5 hinter dem Szintillator 8 rasterförmig
angeordnet sind. Auf den Szintillator 8 auftreffende gestreute Neutronen 5 erzeugen im
Szintillator 8 jeweils einen Lichtblitz, der mit Hilfe der Photomultiplier registriert werden kann.
Das dadurch nachgewiesene Neutron wird dem Bereich des Szintillators 8 zugeordnet, der
oberhalb des Photomultipliers 9 gelegen ist, der das stärkste Signal geliefert hat. Somit ist eine
Ortsverteilung der nachgewiesenen Neutronen im Szintillator 8 feststellbar.
Der Kollimator 7 bewirkt, daß nur solche gestreuten Neutronen 5 den Szintillator 8 erreichen,
deren Bewegungsrichtung höchstens um einen Akzeptanzwinkel von der Achse des Kollimators
7 abweicht. Der Akzeptanzwinkel wird je nach geforderter Ortsauflösung auf Werte zwischen
10-1 und 10-2 radian festgelegt. Damit treffen auf den Szintillator 8 in einem Zeitraum t NSz
Neutronen auf, wobei NSz gegeben ist durch
NSz = ΦnFts[α2/4π].
In dieser Gleichung ist Φn der primäre Neutronenfluß, F seine Querschnittsfläche und t die
Integrationszeit. Der Anteil an Neutronen, die den Szintillator erreichen, ist damit:
NSz/ΦnFt = s[α2/4π] = 10-3 . . . 10-11.
Der Szintillator 8 ist ein handelsüblicher 6Li-Glasszintillator mit einer Dicke von 10 mm. Bei
dieser Dicke werden die auftreffenden Neutronen innerhalb des Wellenlängenbandes von
0,01 nm bis 1 nm zu mindestens 70% der Erzeugung eines verwertbaren Lichtimpulses
absorbiert. Mit einem solch großen Absorptionsvermögen kann eine gleichmäßige spektrale
Empfindlichkeit sichergestellt werden.
Die spektrale Verteilung der Neutronen im primären Neutronenstrahl 1 kann über eine
Flugzeitmessung festgestellt werden. Für eine Flugzeitmessung muß feststehen, zu welchem
Zeitpunkt ein Neutron im Szintillator nachgewiesen wurde und wann das Neutron in der
Neutronenquelle erzeugt wurde. Bei gepulsten Spallationsneutronenquellen ergibt sich der
Entstehungszeitpunkt aus dem Auftreffen von Protonen am Target der Neutronenquelle.
Die spektrale Auflösung δλ/λ beträgt bei einem Abstand zwischen Neutronenquelle und
Strahlmonitor von 10 m für die mittlere Wellenlänge von λ = 0.1 nm etwa 4.10-1. Da die
Gesamtstrecke von der Neutronenquelle bis zum Szintillator 8 in Abhängigkeit vom Ort des
jeweiligen Neutrons im Strahlenquerschnitt geringfügig differieren, bedarf es einer kleinen
Zeitkorrektur, damit vergleichbare Flugzeitspektren entstehen.
In Fig. 1 sind Streufolie, Kollimator und Szintillator parallel zueinander angeordnet. Dadurch
kann gewährleistet werden, daß bei homogenem Material der Streufolie 4, bei homogenem
Kollimator 7 und homogenem Material des Szintillators 8 die Nachweiswahrscheinlichkeit für
die Neutronen ortsunabhängig ist. Die weitgehende Parallelität der Bewegungsrichtung der mit
dem Szintillator 8 nachgewiesenen gestreuten Neutronen 5 erlaubt es zudem, mittels des
ortsaufgelösten Nachweises im Bereich des Szintillators 8 eine Aussage über die Ortsverteilung
der Neutronen im primären Neutronenstrahl 1 zu erhalten.
In Fig. 2 sind die Streufolie 4 und der Szintillator 8 nicht parallel zueinander. Hierdurch ist die
Nachweiswahrscheinlichkeit am Szintillator 8 zwar nicht mehr ortsunabhängig. Da die
Ortsabhängigkeit jedoch zeitlich stabil ist, kann die Nachweisempfindlichkeit ohne weiteres
rechnerisch korrigiert werden. Der geometrische Aufbau des Strahlmonitors 2 gemäß Fig. 2 hat
den Vorteil, daß die Länge des Strahlmonitors 2 in Richtung des primären Neutronenstrahls 1
minimal gestaltet werden kann. Bei dieser Anordnung haben die nachgewiesenen Neutronen 5
eine Bewegungsrichtung senkrecht zu der der Neutronen im primären Neutronenstrahl 1.
1
primärer Neutronenstrahl
2
Strahlmonitor
3
Gehäuse
4
Streufolie
5
Gestreute Neutronen
6
Detektorvorrichtung
7
Soller-Kollimator
8
Szintillator
9
Photomultiplier
Claims (8)
1. Verfahren zur Analyse eines primären Neutronenstrahls (1) einer Neutronen
quelle, bei dem ein Teil der Neutronen mittels einer Neutronen zumindest überwiegend inkohä
rent streuenden Streueinheit (4) aus dem primären Neutronenstrahl (1) herausgestreut wird, ein
über das Streuverhalten der Streueinheit (4) und die geometrischen Bedingungen definierbarer
Teil der Neutronen einer außerhalb des primären Neutronenstrahls (1) angeordneten Detektor
vorrichtung (6) zugeführt wird und mittels des Nachweises der gestreuten Neutronen Informatio
nen über die Neutronen im primären Neutronenstrahl (1) gewonnen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neutronen in der
Detektorvorrichtung (6) durch eine Kollimatoreinheit (7) geführt werden, so daß nur in ihrer
Bewegungsrichtung im wesentlichen parallele Neutronen in einer in Bewegungsrichtung der
Neutronen hinter der Kollimatoreinheit (7) angeordneten Nachweiseinheit (8) nachgewiesen
werden, und daß das Auftreffen der Neutronen in der Nachweiseinheit (8) ortsaufgelöst festge
stellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle einer
gepulsten Neutronenquelle die Zeitpunkte des Nachweises der Neutronen in der Detektorvor
richtung (6) festgestellt und durch Bezug auf den Zeitpunkt der Erzeugung der Neutronen Flug
zeitspektren erstellt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der
Kollimatoreinheit (7) senkrecht zum Verlauf des primären Strahlenganges (1) ausgerichtet wird.
5. Strahlmonitor zur Untersuchung eines in einer Neutronenquelle erzeugten primä
ren Neutronenstrahls (1), umfassend eine zur Detektion von Neutronen geeignete Detektorvor
richtung (6), gekennzeichnet durch eine in dem Strahlengang des primären Neutronenstrahls
anzuordnende, Neutronen zumindest überwiegend inkohärent streuende Streueinheit (4), wobei
die außerhalb des Strahlenganges des primären Neutronenstrahls anzuordnende
Detektorvorrichtung zur Analyse eines Teils der von der Streueinheit aus dem primären
Neutronenstrahl gestreuten Neutronen vorgesehen ist.
6. Strahlmonitor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Detek
torvorrichtung (6)
- a) eine Kollimatoreinheit (7), die den Durchtritt allein von Neutronen mit zur Kollimator achse im wesentlichen paralleler Bewegungsrichtung erlaubt,
- b) eine in Bewegungsrichtung der durchtretenden Neutronen gesehen hinter der Kolli matoreinheit (7) angeordnete, für den Nachweis auftreffender Neutronen geeignete Nachweiseinheit (8) und
- c) Mittel (9) zur Feststellung der Ortsverteilung der von der Nachweiseinheit (8) nachge wiesenen Neutronen
7. Strahlmonitor nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Nach
weiseinheit (8) ein Szintillator ist und daß zur Feststellung der Ortsverteilung der nachgewiese
nen Neutronen in Bewegungsrichtung der auf den Szintillator (8) auftreffenden Neutronen gese
hen hinter dem Szintillator (8) mindestens ein ortsauflösender Photomultiplier vorgesehen ist
oder mehrere nicht-ortsauflösende Photomultiplier (9) parallel zur der Streueinheit zugewandten
Seite des Szintillators rasterförmig angeordnet sind.
8. Strahlmonitor nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Streuein
heit (4) eine flächige Folie ist, die Kollimatorachse senkrecht zur Streufolie (4) und die der
Streufolie (4) zugewandte Fläche der Nachweiseinheit (8) parallel zur Streufolie (4) ist.
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