DE19900872A1 - Element zum Schutz von Kanten von starren Platten, Möbelstücken oder dergleichen - Google Patents
Element zum Schutz von Kanten von starren Platten, Möbelstücken oder dergleichenInfo
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Abstract
Es wird ein Element zum Schutz von Kanten von starren Platten, Möbelstücken oder dgl. wie teilweise bearbeiteten Platten, Glasscheiben, Büroschubladenschränken, Schreibtischplatten, Türflügeln für Küchenmöbel, Spiegelschränken, Schränken und Haushalselektrogeräten von erheblichem Gewicht, wie Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen und Kühlschränken, beschrieben. Der Schutz soll während des Transportes von einer Bearbeitungsstufe zur nächsten sowie während der Handhabung bei der Verpackung, des Transportes und der Montage erfolgen, um die Gefahr von Beschädigungen aufgrund von unvorhergesehenen Stößen als Folge einer fehlerhaften Bewegung oder aufgrund der Unerfahrenheit des Personals zu vermeiden. Erfindungsgemäß ist dafür ein fester und stabiler Sitz (2, 2', 15), der gleichzeitig als Führung wirkt, vorgesehen, ferner ein vorspringender Körper (4, 4', 14), der in seinem Material so ausgewählt bzw. strukturiert ist, daß er sich in elastischer Weise verformen läßt, um eine Stoßenergie, die auf das Eigengewicht der Platte oder des Möbelstücks oder auf unvorhergesehene, auch heftige Stöße zurückzuführen ist, wirksam zu dämpfen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Element zum Schutz von geraden oder
winkelförmigen Kanten von teilweise bearbeiteten starren Platten,
Möbelstücken oder dgl. gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Es ist insbesondere auf dem Gebiet der Möbelindustrie bekannt, daß für
teilweise bearbeitete Platten während des Transportes von einem
Arbeitsschritt zum nächsten und bei der Handhabung der Platten sowie
während der Verpackung, des Transportes und der Montage von
Bestandteilen eines Möbelstückes ständig die Gefahr einer Beschädigung
von Kanten besteht, und zwar aufgrund von unvorhergesehenen Stößen bei
fehlerhaften Bewegungsabläufen oder aufgrund der Unerfahrenheit des
Personals.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Technik werden zum Schutz der Kanten
von teilweise bearbeiteten Platten oder von Komponenten von Möbelstücken
Abdeckelemente verwendet, die allgemein als "Kantenschützer" bezeichnet
werden. Diese Kantenschützer werden auf winkelförmige oder geradlinige
Kanten des zu schützenden Gegenstands aufgebracht. Sie bestehen aus
Kappen oder Formteilen aus Pappe Kunststoffmaterial oder Metall.
Diese bekannten Elemente gewährleisten zwar einen gewissen Schutz unter
Verstärkung der Kanten des Gegenstands, haben aber den Nachteil, daß sie
nur einen sogenannten statischen Schutz bewirken.
In der Regel sind diese Kappen oder Formteile so geformt bzw.
dimensioniert, daß sie je nach der zu schützenden Zone eine mehr oder
weniger erhebliche Dicke aufweisen, was einen mechanischen oder
statischen Widerstand gegen Stöße ohne eine Deformation bietet. Es erfolgt
dabei also keine (teilweise oder vollständige) Aufnahme der Stoßenergie, so
daß sich diese auf die Platte auswirken und jene beschädigen kann. Der
fehlende dynamische Widerstand ist von um so größerer Bedeutung, je
heftiger und unvorhergesehener die Stöße sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Element zum Schutz von
geradlinigen oder winkelförmigen Kanten von starren Platten oder dgl.
bereitzustellen, das über eine bloße Abdeckung hinaus auch einen
dynamischen Widerstand bietet, wodurch die Stoßenergie gedämpft und
deren schädigende Wirkung verhindert werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Element der
angegebenen Art mit einem Sitz versehen wird, der zur Aufnahme des zu
schützenden Kantenbereichs geeignet ist, sowie einem vorstehenden
Körper, der sich elastisch verformen läßt, um Druckenergie, die auf das
Eigengewicht der Platte zurückzuführen ist oder die sich aufgrund
unvorhergesehener, auch heftiger Stöße ergibt, zu dämpfen.
Insbesondere weist das erfindungsgemäße Element einen vorstehenden
Körper mit einer auf der Außenseite im wesentlichen abgerundeten Form
auf, um eine stärkere Versteifung und einen höheren Widerstand gegen
Stöße zu gewährleisten. Der Innenbereich weist eine Struktur, die
vorzugsweise/bienen-)wabenförmig ausgebildet ist, auf, um dem Element
die erforderliche Elastizität zu verleihen.
Ferner ist vorgesehen, daß jedes Element mit Vorsprüngen ausgestattet ist,
die zur Führung von Metallstreifen oder Bändern dienen, um die an eine
Platte angelegten Schutzelemente zu arretieren oder um die Verpackung
von mehreren gestapelten Platten zu erleichtern.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Innenzellen
des vorstehenden Körpers dicht angeordnet sind und durch Aufblasen mit
Druckluft oder Gas unter Überdruck stehen, um die dämpfende Wirkung
gegenüber Stößen zu verstärken.
Die Elemente können durch Spritzgießen, Formgebung unter
Wärmeeinwirkung oder Ziehen von Kunststoffmaterial, das je nach dem
Gewicht der zu schützenden Platte und je nach dem Typ der Belastungen
oder Stöße, denen die Platte ausgesetzt ist, eine unterschiedliche Dichte
aufweist, erhalten werden.
Beispielsweise können zum Schutz von zerbrechlichen Platten, wie
Glasscheiben und ähnlichen Platten, die erfindungsgemäßen Elemente eine
erhöhte Elastizität aufweisen und aus hochwertigem Kunststoffmaterial
gefertigt sein, während zum Schutz von teilweise bearbeiteten Platten aus
Holz und von Platten mit erheblichem Gewicht, die auch durch Ziehen auf
dem Boden transportiert werden, die Schutzelemente aus einem relativ
starren Kunststoffmaterial von geringer Qualität, jedoch mit guten
mechanischen Eigenschaften in bezug auf Härte und Verschleißfestigkeit
gefertigt sein können.
Eine weitere Ausführungsform eines Elementes zum Schutz von Kanten, das
für Platten von geringeren Abmessungen oder für Gegenstände, die nur
Stößen von geringerer Intensität ausgesetzt sind, einzusetzen ist, sieht vor,
daß der vorstehende Körper auf der Außenseite keilförmig ausgebildet ist
und eine kompakte, aber zur Dämpfung der genannten Stöße noch
angemessen elastische Innenstruktur oder eine (bienen-)wabenförmige
Struktur aufweist, wobei die übrigen Teile des Elements unverändert bleiben.
Diese und weitere Merkmale der Erfindung werden durch die folgende
Beschreibung von beispielhaften und nicht-beschränkenden
Ausführungsformen anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Element zum Schutz einer
winkelförmigen Kante gemäß einer ersten Ausführungsform;
Fig. 2 eine Vorderansicht des Schutzelements von Fig. 1;
Fig. 3 eine Unteransicht des Schutzelements von Fig. 1;
Fig. 4 das Schutzelement von Fig. 1, in Verbindung mit einer
starren Platte;
Fig. 5 und 6 perspektivische Darstellungen des Schutzelements von
Fig. 1;
Fig. 7 einen Grundriß einer starren Platte, die mit
Winkelschutzelementen versehen ist, welche mit Bändern arretiert sind;
Fig. 8 eine Vorderansicht von übereinander gestapelten starren
Platten, die mit Schutzelementen und Haltebändern versehen sind;
Fig. 9 ein lineares Schutzelement, das an einer starren Platte
befestigt ist;
Fig. 10 eine weitere Ausführungsform eines winkelförmigen
Schutzelements, das an einer starren Platte befestigt ist;
Fig. 11 und 12 perspektivische Darstellungen des Schutzelements von
Fig. 10.
Wie aus den Fig. 1 bis 6, die eine erste Ausführungsform darstellen,
ersichtlich ist, umfaßt ein winkelförmiges Schutzelement 1 einen Sitz 2, der
zur Aufnahme des Winkelendbereichs einer starren Platte 3 geeignet ist, und
einen vorspringenden Körper 4, der von einer im wesentlichen kreisförmigen
Außenwand 5 begrenzt ist.
Der vorspringende Körper 4 besteht aus einer (bienen-)wabenförmigen
Struktur 6, deren Zellen (Kammern) 7 dicht aufeinanderfolgen und ggfs. auch
so ausgebildet sein können, daß sie unter Überdruck stehen.
Der Sitz 2 wird von zwei aufeinander zulaufenden Seitenwänden 8' und 8'',
die einen Öffnungswinkel für den Endbereich der Platte 3 bilden, und von
parallel beabstandeten Querwänden 9' und 9'', begrenzt. Es ergibt sich
daraus eine gute Führung sowie ein fester und stabiler Sitz.
Ferner sind am Endbereich der Seitenwände 8', 8'' nach außen vorstehende
Vorsprünge 10 vorgesehen, die zur Führung von Metallstreifen oder Bändern
11 dienen, welche zum Arretieren der Elemente 1 an den Ecken der Platte 3
(vergl. Fig. 7) oder zur Verpackung von mehreren gestapelten Platten (vergl.
Fig. 8) verwendet werden.
In Fig. 9 ist ein lineares Schutzelement 12 dargestellt, das an der
Seitenkante einer Platte 13 anzubringen ist. In diesem Fall weist der
vorstehende elastische Körper 14 die gleiche äußere und innere
Ausgestaltung, wie sie vorstehend beschrieben wurde, auf, während der Sitz
15 von einem Hohlraum 16, der die lineare Kante der Platte 13 aufnimmt,
und von einer vorspringenden Wand 17, die als Auflage für die Platte 13
dient, gebildet wird.
Wie aus den Fig. 10 bis 12 hervorgeht, unterscheidet sich eine weitere
Ausführungsform des Winkelschutzelements 1', das einen Sitz 2' zur
Aufnahme des Winkelendbereichs der starren Platte 3 aufweist, von der
vorstehend beschriebenen Ausführungsform darin, daß der vorspringende
Körper 4' eine im wesentlichen keilförmige Außenwand 5' aufweist und daß
der vorspringende Körper 4' aus einer kompakten, aber in angemessener
Weise elastischen Struktur besteht.
Aus den vorstehenden Ausführungen ergeben sich die mit dem
erfindungsgemäßen Element erzielbaren Vorteile dahingehend, daß u. a.
Möbel jeglicher Art, wie Büroschubladenschränke, Schreibtischplatten,
Türflügel für Küchenmöbel, Spiegelschränke, Schränke und andere
Einbaumöbel rasch verpackt und sicher geschützt werden können und ferner
Haushaltselektrogeräte von erheblichem Gewicht, wie Waschmaschinen,
Geschirrspülmaschinen und Kühlschränke, ohne Beschädigung transportiert
werden können.
1
Schutzelement (winkelförmig)
1
' (Winkel-)Schutzelement
2
Sitz
2
' Sitz
3
Platte
4
Körper
4
' Körper
5
Außenwand
5
' Außenwand
6
Struktur
7
Zelle, Kammer
8
' Seitenwand
8
'' Seitenwand
9
' Querwand
9
'' Querwand
10
Vorsprung
11
Band, Metallstreifen
12
Schutzelement (linear)
13
Platte
14
Körper
15
Sitz
16
Hohlraum
17
Wand
Claims (11)
1. Element zum Schutz von Kanten von starren Platten, Möbelstücken
oder dgl., wie teilweise bearbeiteten Platten, Glasscheiben,
Schreibtischplatten, Schränken, Spiegelschränken,
Büroschubladenschränken, Türflügeln für Küchenmöbel und
Elektrogeräten von erheblichem Gewicht, z. B. Waschmaschinen,
Geschirrspülmaschinen und Kühlschränken, während des Transportes
von einer Bearbeitungsstufe zur nächsten sowie bei der Handhabung
während der Verpackung, des Transportes und der Montage, um die
Gefahr von Beschädigungen aufgrund von unvorhergesehenen
Stößen als Folge einer fehlerhaften Bewegung oder aufgrund der
Unerfahrenheit des Personals zu vermeiden,
gekennzeichnet durch einen Sitz (2, 2', 15), der zur Aufnahme des
zu schützenden Kantenbereichs einer starren Platte (3, 13) oder dgl.
geeignet ist, sowie einen vorstehenden Körper (4, 4', 14), der sich
elastisch verformen läßt, um Druckenergie, die auf das Eigengewicht
der Platte, des Möbelstücks oder dgl. zurückzuführen ist oder die sich
aufgrund unvorhergesehener, auch heftiger Stöße ergibt, zu dämpfen.
2. Kantenschutzelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der vorspringende Körper (4, 14) eine abgerundete und
vorzugsweise kreisförmige Außenwand (5) aufweist, um eine höhere
Versteifung und eine stärkere Beständigkeit gegen Stöße zu
bewirken.
3. Kantenschutzelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der vorspringende Körper (4,14) eine Struktur
(6), die vorzugsweise (bienen-)wabenförmig ausgebildet ist, aufweist.
4. Kantenschutzelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Struktur (6) Zellen oder Kammern (7) mit dichtem Sitz umfaßt,
welche ggf. unter Überdruck stehen.
5. Kantenschutzelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der vorstehende Körper (4') eine im wesentlichen keilförmige
Außenwand (5') aufweist.
6. Kantenschutzelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der vorspringende Körper (4') eine kompakte, aber in
angemessener Weise elastische Struktur aufweist.
7. Kantenschutzelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der vorspringende Körper (4') eine Struktur, die vorzugsweise
(bienen-)wabenförmig ausgebildet ist, aufweist.
8. Kantenschutzelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz (2, 2') von zwei aufeinander
zulaufenden Seitenwänden (8', 8''), die einen Öffnungswinkel für den
Plattenendbereich bilden, und von parallelen Querwänden (9', 9''), die
zum Festhalten dieses Endbereichs und zur Verstärkung des Sitzes
dienen, gebildet wird.
9. Kantenschutzelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß am Ende der Seitenwände (8',8'') Vorsprünge (10) nach außen
vorstehen, die als Führungselemente für Metallstreifen oder Bänder
(11) dienen, nämlich zum Arretieren des Elements an der Plattenecke
oder zum Verpacken von mehreren übereinander gestapelten Platten
(3).
10. Kantenschutzelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einem linearen Schutzelement
(12) zum Anbringen an der Seitenkante einer starren Platte (13) der
Sitz (15), von einem Hohlraum (16), der die lineare Kante der Platte
(13) aufnimmt, und von einer vorspringenden Wand (17), die zur
Auflage der Platte dient, gebildet wird.
11. Kantenschutzelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß es durch Spritzgießen, Formgebung
unter Wärmeeinwirkung oder Ziehen eines Kunststoffmaterials, das
entsprechend dem Gewicht der zu schützenden Platte (3, 13) und
entsprechend dem Typ von Belastungen und Stößen, die die Platte
(3, 13) erfährt, eine unterschiedliche Dichte aufweist, erhalten worden
ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| IT (1) | ITTV980004A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005049949A1 (es) * | 2003-11-18 | 2005-06-02 | 14001 System Quality, S.A. | Forro protector de marcos |
| DE102013105275B3 (de) * | 2013-05-23 | 2014-10-23 | OMS Software GMBH | Schutzvorrichtung für Mobilgeräte |
-
1998
- 1998-01-14 IT IT98TV000004A patent/ITTV980004A1/it unknown
-
1999
- 1999-01-12 DE DE19900872A patent/DE19900872A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ITTV980004A1 (it) | 1999-07-14 |
| ITTV980004A0 (it) | 1998-01-14 |
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