DE19900527A1 - Schuh - Google Patents
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Classifications
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- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B3/00—Footwear characterised by the shape or the use
- A43B3/10—Low shoes, e.g. comprising only a front strap; Slippers
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Landscapes
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft einen Schuh, bestehend aus einem Oberteil (1) und einem eine Laufsohle (6) und ein Fußbett (9) aufweisenden Unterteil (2), wobei zwischen der Laufsohle (6) und dem Fußbett (9) eine Ausgleichssohle (8) angeordnet ist und das Fußbett (9) und die Ausgleichssohle (8) herausnehmbar im Unterteil (2) angeordnet sind (Fig. 1).
Description
Die Erfindung betrifft einen Schuh, bestehend aus einem Oberteil und
einem eine Laufsohle und ein Fußbett aufweisenden Unterteil.
Herkömmliche Schuhe weisen ein Oberteil auf, das im allgemeinen
von einem Futterleder und einem Oberleder gebildet ist. Das Oberteil
ist in geeigneter Weise, beispielsweise durch eine Naht- oder Klebe
verbindung mit dem Unterteil, vorzugsweise mit dessen Laufsohle
verbunden. Dabei ist die Laufsohle an ihrer Oberseite und somit zum
Inneren des Schuhes meist durch eine aus textilem Material beste
hende Zwischensohle abgedeckt. Der vom Ober- und Unterteil um
schlossene Hohlraum ist in vielen Fällen so bemessen, daß trotz des
Einlegens eines Fußbettes noch ausreichend Platz für eine druckfreie
Aufnahme des Fußes im Schuh vorhanden ist.
Da insbesondere bei orthopädischen Schuhen das Fußbett entspre
chend der Veränderung des Fußes des Patienten des öfteren nach
gearbeitet und insbesondere bei Auftrittsproblemen des Patienten zur
Schaffung entsprechend tiefer Freiräume innerhalb des Fußbettes
dessen Dicke erhöht werden muß, sind solchen Veränderungen rela
tiv enge Grenzen gesetzt.
Im Orthopädiebereich wird zwar ein umfangreiches Angebot an
orthopädischen Konfektionsschuhen mit auswechselbaren Einlagen,
die in der Regel eine Dicke von 3 bis 5 mm aufweisen, bereit gehalten,
jedoch haben auch diese einen ebenfalls nur begrenzten Spielraum
für eine individuelle Anpassung.
In diesem Zusammenhang wurde durch die CH PS 179427 ein Ver
fahren zur Herstellung von orthopädischen Schuhen bekannt, wo
nach der Leisten zur Vergrößerung des Innenraumes des Schuhes
mit einer Auflage versehen wird, deren Stärke einer in den Schuh
einzulegenden Einlage entspricht. Da die Einlage leicht lösbar in den
Schuh eingelegt und dem Schuhinneren angepaßt wird, läßt sich hier
durch die Herstellung der Schuhe insofern vereinfachen, als durch die
durch die Auflagen vergrößerten Leisten ein vergrößerter Innenraum
im Schuh zur Aufnahme entsprechender Einlagen geschaffen wird.
Dieses Verfahren bietet dennoch keine Möglichkeit, die durch die
Dicke der Auflage am Leisten vorbestimmte maximale Dicke einer
Einlage nach der Fertigstellung des Schuhes über dieses Maß hinaus
zu verändern.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Schuh zu
schaffen, dessen Innenraum unter Beibehaltung einer guten Paßform
auch nach der Herstellung des Schuhes hinsichtlich seiner Größe ver
änderbar ist, wobei gleichzeitig der Tragkomfort des Schuhes erhöht
werden soll.
Diese Aufgabe wird entsprechend der Erfindung gelöst durch einen
Schuh mit einem Oberteil und einem eine Laufsohle und ein Fußbett
aufweisenden Unterteil, wobei zwischen der Laufsohle und dem Fuß
bett eine auswechselbare Ausgleichssohle angeordnet ist und das
Fußbett sowie die Ausgleichssohle herausnehmbar im Unterteil ange
ordnet sind.
Die erfindungsgemäße Lösung bietet eine Vielzahl von Vorteilen.
So kann der Innenraum des Schuhes nachträglich nicht nur ver
größert, sondern auch verkleinert werden. Zum Vergrößern des
Innenraumes des Schuhes ist es lediglich erforderlich, die Aus
gleichssohle durch eine entsprechend dünnere Ausgleichssohle zu
ersetzen; zum Verkleinern des Innenraumes des Schuhes ist es ledig
lich erforderlich, die Ausgleichssohle durch eine entsprechend
dickere Ausgleichssohle zu ersetzen.
Dabei ist es selbstverständlich auch möglich, zum Vergrößern des In
nenraumes des Schuhes die Dicke der Ausgleichssohle durch Mate
rialabtrag zu reduzieren, oder zum Verkleinern des Innenraumes eine
weitere Ausgleichssohle zu verwenden.
Durch die Erfindung läßt sich insbesondere auch die bei der Her
stellung von orthopädischen Schuhen sehr zeitaufwendige Handar
beit sehr wesentlich reduzieren. Anstelle der Herstellung von patien
tenspezifischen Einzelpaaren kann für bestimmte Schuhgrößen je
weils eine Mehrzahl von Paaren hergestellt werden, die dann durch
die Auswahl der Dicke sowohl des Fußbettes als auch der Aus
gleichssohle und/oder durch entsprechende Nacharbeit an die
jeweils individuellen Bedürfnisse verschiedener Patienten anpaßbar
sind.
Der Orthopäde kann damit ausgehend von einem Art Konfek
tionsschuh diesen durch die patientenspezifische Wahl der Maße von
Ausgleichssohle und Fußbett, sowie der ebenfalls patientenspezifi
schen Nachbearbeitung derselben in relativ kurzer Zeit einen den Be
dürfnissen des jeweiligen Patienten gerecht werdenden orthopädi
schen Schuh herstellen.
Der so hergestellte orthopädische Schuh kann selbst dann, wenn die
Füße des Patienten eine erhebliche Veränderung des Fußbettes ver
langen, durch Austauschen der Ausgleichssohle diesen Bedürfnissen
schnell und kostengünstig angepaßt werden, sodaß selbst in
schweren Fällen, eine Neuherstellung von Ober- und Unterteil des
Schuhes entfallen kann.
Damit reduzieren sich auch die Wartezeiten insbesondere für Patien
ten, die beispielsweise nach einer Operation erstmals orthopädische
Schuhe benötigen.
Zusätzliche Vorteile hinsichtlich des Tragekomforts solcher Schuhe
werden dadurch erreicht, wenn die Ausgleichssohle aus einem elas
tischen Material besteht, dessen Shore-Härte vorzugsweise im
Bereich von 20 liegt. Durch diese federnde Ausbildung der Aus
gleichssohle entsteht das Gefühl, den Boden unter den Schuhen
nicht mehr zu spüren. Beim Laufen bleiben durch die federnde Wir
kung der Ausgleichssohle die Gelenke, Bänder und auch die Wirbel
säule geschont.
Umgekehrt kann dann, wenn ein Abrollen des Schuhes zur Stillegung
des Fußes erforderlich ist, die Steifheit des Schuhes durch Verwen
dung einer Ausgleichssohle aus härterem oder steiferem Material
erhöht werden.
Auch ist es grundsätzlich möglich, für die Ausgleichssohle ein
Material mit geringer Wärmedurchlässigkeit zu verwenden.
Die spezifische Anpassung insbesondere der Ausgleichssohle ist
dann relativ problemlos, wenn diese aus einem leicht bearbeitbaren
Material besteht. Selbstverständlich ist es weiterhin vorteilhaft, wenn
auch das Fußbett aus einem leicht bearbeitbaren Material besteht.
Eine gute Lagepositionierung des Fußbettes bzw der Ausgleichssohle
im Schuh ergibt sich dadurch, daß die äußere Form des Fußbettes
bzw der Ausgleichssohle im wesentlichen der Innenform des Ober
teils entsprechen und beide an dessen Innenseite anliegen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Ausgleichssohle mehr
schichtig ausgebildet ist, und die einzelnen Schichten unterschied
liche Härtegrade aufweisen.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfol
genden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Aus
führungsbeispieles der Erfindung.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung eines erfindungsgemä
ßen Schuhes, der als offener Schuh ausgebildet ist;
Fig. 2 einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Schuhes,
der als Halbschuh ausgebildet ist;
In Fig. 1 der Zeichnung ist ein erfindungsgemäßer Schuh dargestellt,
dessen Oberteil 1 offen ausgebildet ist. Dabei ist es als selbst
verständlich vorausgesetzt, daß der Schuh auch jede andere Form
aufweisen und als geschlossener Schuh, wie beispielsweise Halb
schuh oder Stiefel oder auch als Glogs ausgebildet sein kann.
Mit dem Oberteil 1 ist ein Unterteil 2 verbunden, an dem Querriemen
3, 4 befestigt sind, die mittels verstellbaren Verschlüssen 5, die als
Umlenk-Klettverschlüsse ausgebildet sein können, zusammengehal
ten werden.
Das Unterteil 2 weist eine Laufsohle 6 auf, die aus einem abriebfesten
Material, das gleichzeitig leicht und flexibel ist, gefertigt ist. Die
Laufsohle 6 wird zum Inneren des Schuhes durch eine aus textilem
Material bestehende Zwischensohle 7 abgedeckt, die mit dem Ober
teil 1 mittels einer Naht verbunden ist. Zur Verbindung des Oberteils 1
mit dem Unterteil 2 ist das untere Ende des Oberteils nach innen ein
geschlagen und mittels einer Klebeverbindung mit dem Unterteil 2
verbunden.
Im Inneren des Schuhes ist oberhalb der Zwischensohle 7 eine Aus
gleichssohle 8 vorgesehen, die weich ausgebildet ist und federnd
wirkt. Die Ausgleichssohle 8 kann je nach Bedarf in verschiedenen
Härtegraden ausgeführt sein. Die Ausgleichssohle 8 kann keilförmig
ausgebildet sein, wobei sich das dünnere Ende im Zehenbereich
befindet. Die äußere Form der Ausgleichssohle 8 entspricht im
wesentlichen der Innenform des Oberteils. Die Ausgleichssohle 8 liegt
damit an der Innenseite des Oberteils 1 an und wird durch diese
positionsgerecht im Oberteil 1 gehalten. Die lose auf der Zwischen
sohle 7 aufliegende Ausgleichssohle 8 ist somit herausnehmbar und
kann gegen eine andere Ausgleichssohle 8, die beispielsweise dicker
oder dünner ist, oder aus einem anderen Material besteht, ausge
tauscht werden. Die Ausgleichssohle 8 besteht aus einem elasti
schen Material, dessen Shore-Härte vorzugsweise im Bereich von 20
liegt. Selbstverständlich kann das elastische Material auch eine
kleinere oder größere Shore Härte aufweisen.
Auf der Ausgleichssohle 8 liegt ein anatomisch geformtes Fußbett 9
auf, das aus einem geeigneten Material, beispielsweise aus mit einer
vegetablen gegerbten Lederauflage versehenen Natur-Kork Latex
hergestellt sein kann.
Vorzugsweise kann das Fußbett 9 als Tief-Fußbett ausgebildet sein,
das eine Fersenschale zur sicheren Führung des Fußes, sowie
herausgearbeitete Zehenwölbungen für einen sicheren Zehengriff
und ein Längsgewölbe im Mittelfußbereich zur Unterstützung der na
türlichen Fußwölbung aufweist.
Die äußere Form des Fußbettes 9 entspricht im wesentlichen der
Innenform des Oberteils. Auch das Fußbett 9 liegt damit an der
Innenseite des Oberteils 1 an und wird hierdurch positionsgerecht im
Oberteil 1 gehalten. Das lose auf der Ausgleichssohle 8 aufliegende
Fußbett 9 ist somit herausnehmbar und kann gegen ein anderes Fuß
bett 9, das eine andere Oberflächengestaltung oder eine andere pa
tientenspezifische Ausbildung aufweist, ausgetauscht werden.
Claims (8)
1. Schuh, bestehend aus einem Oberteil (1) und einem eine Lauf
sohle (6) und ein Fußbett (9) aufweisenden Unterteil (2), wobei
zwischen der Laufsohle (6) und dem Fußbett (9) eine Ausgleichs
sohle (8) angeordnet ist und das Fußbett (9) und die Ausgleichs
sohle (8) herausnehmbar im Unterteil (2) angeordnet sind.
2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgleichssohle (8) aus einem elastischen Material besteht.
3. Schuh nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das elastische Material eine Shore-Härte im Bereich von 20 auf
weist.
4. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgleichssohle (8) in Bezug auf ihre Längserstreckung keil
förmig ausgebildet ist.
5. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgleichssohle (8) aus einem leicht bearbeitbaren Material be
steht.
6. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die äußere Form der Ausgleichssohle (8) im wesentlichen der
Innenform des Oberteils (1) entspricht und die Ausgleichssohle (8)
an dessen Innenwand anliegt.
7. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die äußere Form des Fußbettes (9) im wesentlichen der Innenform
des Oberteils (1) entspricht und das Fußbett (9) an dessen
Innenwand anliegt.
8. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgleichssohle (8) mehrschichtig ausgebildet ist und die einzelnen
Schichten unterschiedliche Härtegrade aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999100527 DE19900527A1 (de) | 1999-01-10 | 1999-01-10 | Schuh |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999100527 DE19900527A1 (de) | 1999-01-10 | 1999-01-10 | Schuh |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19900527A1 true DE19900527A1 (de) | 2000-08-03 |
Family
ID=7893826
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999100527 Withdrawn DE19900527A1 (de) | 1999-01-10 | 1999-01-10 | Schuh |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19900527A1 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH443968A (de) * | 1964-09-16 | 1967-09-15 | Antell Joseph | In dessen Innenweite mindestens teilweise veränderbarer Schuh, Verfahren zu dessen Herstellung und Leisten zur Ausführung des Verfahrens |
| DE8604180U1 (de) * | 1986-02-17 | 1987-05-07 | Mayer, Achim, 73342 Bad Ditzenbach | Einlage für Skistiefel |
| EP0528130A1 (de) * | 1991-07-17 | 1993-02-24 | Red Wing Shoe Company, Inc. | Einstellbarer Kinderschuh mit herausnehmbarem Polster |
| GB2288966A (en) * | 1994-04-22 | 1995-11-08 | Steven Charles Lukins | Shoes |
-
1999
- 1999-01-10 DE DE1999100527 patent/DE19900527A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH443968A (de) * | 1964-09-16 | 1967-09-15 | Antell Joseph | In dessen Innenweite mindestens teilweise veränderbarer Schuh, Verfahren zu dessen Herstellung und Leisten zur Ausführung des Verfahrens |
| DE8604180U1 (de) * | 1986-02-17 | 1987-05-07 | Mayer, Achim, 73342 Bad Ditzenbach | Einlage für Skistiefel |
| EP0528130A1 (de) * | 1991-07-17 | 1993-02-24 | Red Wing Shoe Company, Inc. | Einstellbarer Kinderschuh mit herausnehmbarem Polster |
| GB2288966A (en) * | 1994-04-22 | 1995-11-08 | Steven Charles Lukins | Shoes |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |