DE19900475A1 - Bilderzeugung mit Mikrokapseln - Google Patents
Bilderzeugung mit MikrokapselnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Bilderzeugung auf einem Substrat durch selektives Quet
schen und Brechen von Mikrokapseln, die mit einem Farbstoff gefüllt sind.
Ein Bilderzeugungsprinzip dieser Art ist bereits bekannt. Die Hüllen der dabei
verwendeten Mikrokapseln bestehen aus einem durch Licht härtbaren Harz, und
ein optisches Bild wird als latentes Bild auf der Mikrokapselschicht erzeugt, indem
sie Lichtstrahlen ausgesetzt wird, die mit einer digitalen Folge von Bildpixelsigna
len moduliert sind. Das latente Bild wird dann durch Druckeinwirkung auf die Mi
krokapselschicht entwickelt. Die Mikrokapseln, die dem Licht nicht ausgesetzt
wurden, werden gequetscht und gebrochen, wodurch der Farbstoff austritt und
das latente Bild auf diese Weise sichtbar macht.
Bei diesem bekannten Bilderzeugungsprinzip muß jedes Substrat lichtdicht ver
packt sein, wodurch sich ein hoher Materialaufwand ergibt. Ferner müssen die
Substrate sorgfältig gehandhabt werden, um sie nicht einem zu großen Druck
auszusetzen, da die nicht belichteten Mikrokapseln weich sind, wodurch der
Farbstoff unerwünscht austreten könnte.
Es ist auch eine Bilderzeugungseinrichtung bekannt, bei der ein Bildsubstrat mit
einer Mikrokapselschicht verwendet wird, deren Mikrokapseln mit unterschiedli
chen Farbstoffen gefüllt sind. Hierbei werden die unterschiedlichen Farben selek
tiv sichtbar gemacht, indem sie vorbestimmten Temperaturen ausgesetzt werden.
Trotzdem muß eine entwickelte Farbe durch Bestrahlen mit Licht einer bestimm
ten Wellenlänge fixiert werden. Diese Bilderzeugungseinrichtung ist kostspielig,
da eine besondere Bestrahlungseinrichtung zum Fixieren einer entwickelten
Farbe nötig ist, wodurch auch der Stromverbrauch erhöht wird. Da ein Heizprozeß
für die Farbentwicklung und ein Bestrahlungsprozeß zum Fixieren einer jeden
Farbe nötig ist, schließt dies eine schnelle Farbbilderzeugung auf dem Substrat
aus.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein System zur schnellen Bilderzeugung bei gerin
gen Kosten und ohne hohen Materialaufwand anzugeben.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1
oder 2. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Darin
zeigen:
Fig. 1 den Querschnitt eines Substrats zur Bilderzeugung mit drei Mikro
kapselarten als erstes Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 eine grafische Darstellung der charakteristischen Kurve des Elastizi
tätskoeffizienten eines Kunstharzes mit Gedächtniseffekt,
Fig. 3 eine grafische Darstellung der Druck/Temperatur-Brecheigenschaf
ten der Mikrokapselarten nach Fig. 1,
Fig. 4 den Querschnitt dreier Mikrokapselarten mit unterschiedlichen
Wanddicken,
Fig. 5 eine Darstellung ähnlich Fig. 1 für das selektive Brechen einer Mi
krokapselart,
Fig. 6 den Querschnitt einer Bilderzeugungseinrichtung für das in Fig. 1
gezeigte Substrat,
Fig. 7 eine perspektivische Teilansicht eines Wärmedruckkopfes,
Fig. 8 den Querschnitt einer Druckwalze und eines gebogenen Bimetall
elements,
Fig. 9 eine Darstellung ähnlich Fig. 8,
Fig. 10 eine Darstellung ähnlich Fig. 8,
Fig. 11 das Blockdiagramm einer Steuerschaltung der in Fig. 6 gezeigten
Bilderzeugungseinrichtung,
Fig. 12 eine UND-Schaltung mit einem Transistor in einer Druckkopf-Trei
berschaltung,
Fig. 13 einen Teil eines Flußdiagramms für eine Druckoperation in einer
Bilderzeugungseinrichtung,
Fig. 14 einen weiteren Teil des Flußdiagramms der Druckoperation,
Fig. 15 ein Zeitdiagramm für ein Impulssignal und ein Steuersignal zur An
steuerung der Druckkopf-Treiberschaltung für einen Cyan-Bildpunkt,
Fig. 16 ein Zeitdiagramm ähnlich Fig. 15 für einen Magenta-Bildpunkt,
Fig. 17 ein Zeitdiagramm ähnlich Fig. 15 für einen Gelb-Bildpunkt,
Fig. 18 den Querschnitt eines Substrats mit einer Mikrokapselschicht mit
drei Mikrokapselarten als weiteres Ausführungsbeispiel,
Fig. 19 eine grafische Darstellung der Druck/Temperatur-Brecheigenschaf
ten der in Fig. 18 gezeigten Mikrokapselarten,
Fig. 20 eine Abänderung des in Fig. 11 gezeigten Blockdiagramms zur
Farbbilderzeugung mit einem Substrat der in Fig. 18 gezeigten Art,
Fig. 21 einen Teil eines Flußdiagramms für eine Druckoperation mit dem
Substrat nach Fig. 18,
Fig. 22 einen weiteren Teil des Flußdiagramms,
Fig. 23 eine Tabelle zur Darstellung des Zusammenhangs von Bildpixelsi
gnalen dreier Primärfarben und einem Steuersignal, und
Fig. 24 das Zeitdiagramm eines Impulssignals und eines Steuersignals für
eine Druckkopf-Treiberschaltung.
Fig. 1 zeigt ein Substrat 10, das bei einer ersten Ausführungsform einer Bilder
zeugungseinrichtung verwendet wird. Das Substrat 10 besteht aus einem Papier
blatt 12, einer Mikrokapselschicht 14 und einem darauf vorhandenen transparen
ten Schutzfilm 16.
Die Mikrokapselschicht 14 enthält drei Mikrokapselarten: erste Mikrokapseln 18C
mit Cyan-Farbstoff, zweite Mikrokapseln 18M mit Magenta-Farbstoff und dritte
Mikrokapseln 18Y mit Gelb-Farbstoff. Diese Mikrokapseln 18C, 18M und 18Y sind
in der Mikrokapselschicht 14 gleichmäßig verteilt. Jede Mikrokapselart enthält Mi
krokapseln mit einer Hülle aus Kunstharz, die normalerweise weiß ist. Ferner
können die Mikrokapseln 18C, 18M, 18Y nach einem bekannten Polymerisations
verfahren wie Grenzschicht-Polymerisation, in-situ-Polymerisation o. ä. hergestellt
sein und haben dann einen mittleren Durchmesser einiger Mikron, z. B. 5 µm bis
10 µm.
Enthält das Papierblatt 12 einen Einzelpigmentfarbstoff, so kann das Kunstharz
material der Mikrokapseln 18C, 18M und 18Y dasselbe Pigment enthalten.
Zum gleichmäßigen Ausbilden der Mikrokapselschicht 14 werden gleiche Anteile
der Cyan-, der Magenta- und der Gelb-Mikrokapseln 18C, 18M und 18Y homogen
mit einer Bindemittellösung zu einer Suspension gemischt, und das Papierblatt 12
wird mit der Bindemittellösung beschichtet, die dann die Mikrokapseln 18C, 18M
und 18Y enthält. Hierzu wird ein Zerstäuber verwendet.
In Fig. 1 ist die Mikrokapselschicht 14 zwar mit einer Dicke entsprechend dem
Durchmesser der Mikrokapseln 18C, 18M und 18Y dargestellt. Die Mikrokapseln
liegen jedoch auch übereinander, so daß die Mikrokapselschicht 14 eine größere
Dicke als ein Mikrokapseldurchmesser hat.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel wird für jede Mikrokapselart ein
Kunstharz mit Gedächtniseffekt verwendet. Ein solches Material ist z. B. Polyure
thankunstharz wie Polynorbornen, trans-1,4-Polyisoprenpolyurethan. Andere
derartige Kunstharze wie Polyimidharze, Polyamidharze, Polyvinylchloridharze,
Polyesterharze usw. können gleichfalls angewendet werden.
Wie aus der in Fig. 2 gezeigten Grafik hervorgeht, hat das Kunstharz einen Ela
stizitätskoeffizienten, der sich bei einer Glasübergangstemperatur Tg abrupt än
dert. In dem Kunstharz wird die Brownsche Molekularbewegung in einem Niedrig
temperaturbereich a unter der Glasübergangstemperatur Tg unterbunden, so daß
das Kunstharz dort eine Glasphase hat. Andererseits wird die Brownsche
Bewegung in einem Hochtemperaturbereich b über der Glasübergangstemperatur
Tg zunehmend energetisch, so daß das Kunstharz in diesem Bereich eine
Gummielastizität hat.
Der Gedächtniseffekt des Kunstharzes ergibt sich durch die folgende Eigenschaft:
Wird eine Masse des Kunstharzes in dem Niedrigtemperaturbereich a zu einem
Gegenstand geformt und dann über die Glasübergangstemperatur Tg hinaus er
hitzt, so wird der Gegenstand frei deformierbar. Erhält er dann eine andere Form,
so wird diese Form bei Abkühlung unter die Glasübergangstemperatur Tg fixiert
und beibehalten. Wird er nochmals über die Glasübergangstemperatur Tg hinaus
erhitzt, ohne einer äußeren Kraft ausgesetzt zu werden, nimmt er seine Original
form wieder an.
Bei dem Substrat 10 wird die Gedächtniseigenschaft an sich nicht genutzt, jedoch
wird die abrupte Änderung des Elastizitätskoeffizienten so genutzt, daß die drei
Mikrokapselarten 18C, 18M und 18Y bei unterschiedlichen Temperaturen und un
terschiedlichen Druckwerten selektiv gebrochen und gequetscht werden.
Wie die in Fig. 3 dargestellte Grafik zeigt, wird das Kunstharz der Cyan-Mikro
kapseln 18C mit einem charakteristischen Elastizitätskoeffizienten hergestellt,
dessen Verlauf über der Temperatur mit einer durchgezogenen Linie dargestellt
ist, für die eine Glasübergangstemperatur T1 gilt. Das Kunstharz der Magenta-
Mikrokapseln 18M hat einen strichpunktiert dargestellten Verlauf des Elastizitäts
koeffizienten und eine Glasübergangstemperatur T2. Das Kunstharz der Gelb-Mi
krokapseln 18Y hat einen doppeltstrichpunktiert dargestellten Verlauf des Ela
stizitätskoeffizienten und eine Glasübergangstemperatur T3.
Durch geeignetes Ändern der Zusammensetzung des Kunstharzes und/oder ge
eignete Auswahl ergeben sich Kunstharze mit Gedächtniseffekt und einer Glas
übergangstemperatur T1, T2 und T3.
Wie Fig. 4 zeigt, haben die Wände der Mikrokapseln 18C, 18M und 18Y unter
schiedliche Dicken WC, WM und WY. Die Dicke WC ist größer als die Dicke WM,
und diese ist größer als die Dicke WY.
Die Dicke Wc der Cyan-Mikrokapseln 18C ist so gewählt, daß jede Mikrokapsel
bei einem Druck zwischen einem kritischen Brechdruck P3 und einem oberen
Grenzdruck PUL (Fig. 3) kompaktiert und gebrochen wird, wenn sie eine Tempe
ratur zwischen den Glasübergangstemperaturen T1 und T2 hat. Die Wanddicke
WM der Magenta-Mikrokapseln 18M ist so gewählt, daß jede Mikrokapsel bei ei
nem Druck zwischen einem kritischen Brechdruck P2 und dem kritischen Brech
druck P3 (Fig. 3) kompaktiert und gebrochen wird, wenn sie eine Temperatur zwi
schen den Glasübergangstemperaturen T2 und T3 hat. Die Wanddicke WY der
Gelb-Mikrokapseln 18Y ist so gewählt, daß jede Mikrokapsel bei einem Druck
zwischen einem kritischen Brechdruck P1 und dem kritischen Brechdruck P2 (Fig.
3) kompaktiert und gebrochen wird, wenn sie eine Temperatur zwischen der
Glasübergangstemperatur T3 und einer oberen Grenztemperatur TUL hat.
Der obere Grenzdruck PUL und die obere Grenztemperatur TUL sind mit Rück
sicht auf die Eigenschaften der verwendeten Kunstharze mit Gedächtniseffekt
geeignet gewählt.
Hieraus ergibt sich, daß durch geeignete Wahl einer Temperatur und eines
Brechdrucks zur Einwirkung auf das Substrat 10 ein selektives Quetschen und
Brechen der Mikrokapselarten 18C, 18M und 18Y möglich ist.
Fallen die Heiztemperatur und der Brechdruck in den schraffierten Cyan-Entwick
lungsbereich C (Fig. 3), der durch Temperaturen zwischen den Glasübergangs
temperaturen T1 und T2 und durch Druckwerte zwischen dem kritischen Brech
druck P3 und dem oberen Grenzdruck PUL definiert ist, so werden nur die Cyan-
Mikrokapseln 18C gequetscht und gebrochen, wie es in Fig. 5 beispielhaft darge
stellt ist. Fallen die Heiztemperatur und der Druck in den schraffierten Magenta-
Entwicklungsbereich M, der durch Temperaturen zwischen den Glasübergangs
temperaturen T2 und T3 und Druckwerte zwischen den kritischen Brechdruckwer
ten P2 und P3 definiert ist, so werden nur die Magenta-Mikrokapseln 18M ge
quetscht und gebrochen. Fallen die Heiztemperatur und der Brechdruck in den
schraffierten Gelb-Entwicklungsbereich Y, der durch Temperaturen zwischen der
Glasübergangstemperatur T3 und dem oberen Grenzdruck PUL und durch
Druckwerte zwischen den kritischen Brechdruckwerten P1 und P2 definiert ist, so
werden nur die Gelb-Mikrokapseln 18Y gequetscht und gebrochen.
Wenn also die Heiztemperatur und der Brechdruck für das Substrat 10 entspre
chend einer Folge digitaler Farbbildpixelsignale geeignet gesteuert werden,
nämlich digitaler Cyan-Bildpixelsignale, digitaler Magenta-Bildpixelsignale und di
gitaler Gelb-Bildpixelsignale, so kann auf dem Substrat 10 entsprechend diesen
Bildpixelsignalen ein Farbbild erzeugt werden.
Fig. 6 zeigt schematisch eine Bilderzeugungseinrichtung, die als Zeilenfarb
drucker aufgebaut ist und ein Farbbild auf dem Substrat 10 erzeugt.
Der Farbdrucker hat ein Rechteck-Parallelepipedgehäuse 20 mit einer Eintritts
öffnung 22 und einer Austrittsöffnung 24 in der Oberseite bzw. einer Seitenwand.
Das Substrat 10 wird in das Gehäuse 20 durch die Eintrittsöffnung 22 eingeführt
und dann aus der Austrittsöffnung 24 ausgegeben, nachdem ein Farbbild auf ihm
erzeugt wurde.
In Fig. 6 ist der Transportweg 26 des Substrats 10 strichpunktiert dargestellt.
Dieser Transportweg 26 wird durch eine erste Führungsplatte 28, eine zweite
Führungsplatte 30 und eine dritte Führungsplatte 32 definiert, die in dem Gehäu
se 20 mit gegenseitigem Abstand angeordnet sind.
Der Farbdrucker enthält eine bewegliche Thermodruckkopfanordnung 34 unter
dem Transportweg 26, die zwischen mehreren Positionen geschwenkt werden
kann.
Die Thermodruckkopfanordnung 34 hat eine länglich-rechteckige Grundplatte 36
z. B. aus Keramik mit zwei seitlich vorstehenden Achsvorsprüngen 38. Diese sind
aufeinander längs einer Schwenkachse ausgerichtet, die an einer der Längskan
ten der Grundplatte 36 liegt, und in zwei nicht dargestellten Lagern gelagert, wel
che an einem nicht dargestellten Rahmen des Druckers befestigt sind.
Wie Fig. 6 zeigt, ist die Grundplatte 36 mit einem Elektromagneten 40 gekoppelt,
dessen Zylinder an einem Punkt 42 schwenkbar ist. Sein Kolben ist mit der
Grundplatte 36 nahe der anderen Längskante gekoppelt. Eine Anschlagachse 44
liegt nahe unter der Führungsplatte 30 und über der Oberseite der Grundplatte
36.
Die Grundplatte 36 und damit die Thermodruckkopfanordnung 34 können zwi
schen einer ersten, in Fig. 6 gezeigten Position und einer zweiten Position ge
schwenkt werden, bei der die Grundplatte 34 an die Anschlagachse 44 anschlägt.
Ist der Elektromagnet 40 ausgeschaltet, so wird die Thermodruckkopfanordnung
34 in der ersten Position gehalten. Wird der Elektromagnet 40 eingeschaltet, so
schwenkt die Thermodruckkopfanordnung 34 in die zweite Position.
Wie Fig. 7 zeigt, enthält die Thermodruckkopfanordnung 34 auch eine Anordnung
aus n Widerstandselementen an ihrer Oberseite, von denen vier Widerstände R1,
R2, R3, R4 dargestellt sind. Jeder Widerstand besteht aus einem gebogenen
Bimetallelement, das als Druck/Temperatur-Element dient, wie noch beschrieben
wird. In Fig. 6 ist nur ein Widerstandselement Rn zu erkennen.
Die Widerstände oder Bimetallelemente sind mit einer integrierten Treiberschal
tung 46 an der Oberseite der Grundplatte 36 sowie mit einem gemeinsamen Mas
seanschluß 48 gleichfalls an der Oberseite der Grundplatte 36 verbunden. Die
Leiterbahnen 46 und 48 können fotolithografisch hergestellt sein.
Der Farbdrucker enthält als Druckgegenlage auch eine Druckwalze 50 aus einem
geeigneten Hartgummi, die so angeordnet ist, daß ein Teil ihres Umfangs in dem
Zwischenraum zwischen den Führungsplatten 30 und 32 der Anordnung der n
gebogenen Bimetallelemente gegenüberliegt. Wird die Thermodruckkopfanord
nung 34 aus der ersten in die zweite Position geschwenkt, so werden die Bime
tallelemente Rn mit einem vorbestimmten Druck gegen die Druckwalze 50 ge
drückt.
In Fig. 6 sind zur besseren Übersicht die Thermodruckkopfanordnung 34 und die
Druckwalze 50 mit einem relativ großen Abstand zwischen den Bimetallelementen
Rn und der Druckwalze 50 bei der ersten Position der Thermodruckkopfan
ordnung 34 dargestellt. Die Thermodruckkopfanordnung 34 ist aber nahe der
Druckwalze 50 so angeordnet, daß die Anordnung der Bimetallelemente Rn mit
der Druckwalze 50 in Kontakt steht. Die Schwenkbewegung der Thermodruck
kopfanordnung 34 zwischen der ersten und der zweiten Position ist also sehr
klein.
Während einer Druckoperation wird die Druckwalze 50 in der Pfeilrichtung A (Fig.
6) intermittierend gedreht, so daß das Substrat 10 zwischen ihr und den Bime
tallelementen Rn schrittweise bewegt wird. Während dieser Schrittbewegung wird
ein Farbbild zeilenweise auf dem Substrat 10 erzeugt, und dieser Zeilendruckvor
gang wird durch Schwenken der Thermodruckkopfanordnung 34 aus der ersten in
die zweite Position hervorgerufen. Das Substrat 10 wird hierzu in die Eintritts
öffnung 22 so eingeführt, daß der transparente Schutzfilm 16 mit der Anordnung
der Bimetallelemente Rn in Berührung kommt.
Ist kein Bimetallelement Rn elektrisch beschaltet, d. h. es wird also nicht erhitzt, so
stehen alle Bimetallelemente Rn mit einem maximalen Betrag zur Druckwalze 50
hin vor. Wird ein Bimetallelement Rn durch elektrisches Beschalten erhitzt, so
wird es zurückgestellt. Wird die Thermodruckkopfanordnung 34 aus der ersten in
die zweite Position (Druckposition) verstellt, nachdem ein Bimetallelement Rn für
eine vorgegebene Zeit aufgeheizt wurde, so ist der mit diesem aufgeheizten
Bimetallelement Rn auf die Druckwalze 50 ausgeübte Druck kleiner als der mit
einem nicht aufgeheizten Bimetallelement Rn ausgeübte Druck.
Befindet sich die Thermodruckkopfanordnung 34 in der Druckposition, so ist der
maximale Grad des Vorstehens eines jeden Bimetallelements Rn bei fehlender
Aufheizung so eingestellt, daß der auf die Druckwalze ausgeübte Druck weitge
hend gleich dem oberen Grenzdruckwert PUL (Fig. 3) ist.
Wird die Thermodruckkopfanordnung 34 aus der Nicht-Druckposition nach Auf
heizen eines der Bimetallelemente Rn auf eine Temperatur zwischen den Glas
übergangstemperaturen T1 und T2 in die Druckposition geschwenkt, so steht das
erhitzte Bimetallelement Rn nur noch so weit vor, daß der mit ihm auf die Druck
walze 50 ausgeübte Druck zwischen dem oberen Grenzdruck PUL und dem kriti
schen Brechdruck P3 (Fig. 3) liegt. Befindet sich das Substrat 10 zwischen der
Druckwalze 50 und der Anordnung der Bimetallelemente Rn, wie es Fig. 8 zeigt,
so wird ein örtlicher Bereich der Mikrokapselschicht 14, gegen den das Bimetall
element Rn gedrückt ist, der Temperatur zwischen den Glasübergangstemperatu
ren T1 und T2 und dem Druck zwischen dem oberen Grenzdruckwert PUL und
dem kritischen Brechdruck P3 (Fig. 3) ausgesetzt. Dadurch werden nur die Cyan-
Mikrokapseln 18C in dem örtlichen Bereich der Mikrokapselschicht 14 kompaktiert
und gebrochen, so daß der Cyan-Farbstoff aus ihnen austritt und der örtliche Be
reich als Cyan-Bildpunkt auf der Mikrokapselschicht 14 des Substrats 10 ent
wickelt wird.
Wird die Thermodruckkopfanordnung 34 aus der Nicht-Druckposition nach Auf
heizen eines Bimetallelements Rn auf eine Temperatur zwischen den Glasüber
gangstemperaturen T2 und T3 in die Druckposition geschwenkt, so ist der Grad
des Vorstehens des aufgeheizten Bimetallelements Rn so verringert, daß der auf
die Druckwalze 50 damit ausgeübte Druck zwischen den kritischen Brechdruck
werten P2 und P3 (Fig. 3) liegt. Befindet sich das Substrat 10 zwischen der
Druckwalze 50 und der Anordnung der Bimetallelemente Rn, wie es Fig. 9 zeigt,
so wird nur ein örtlicher Bereich der Mikrokapselschicht 14, gegen den das be
treffende Bimetallelement Rn gedrückt ist, der Temperatur zwischen den Glas
übergangstemperaturen T2 und T3 und dem Druck zwischen den kritischen
Brechdruckwerten P2 und P3 (Fig. 3) ausgesetzt. Dadurch werden nur die Ma
genta-Mikrokapseln 18M in dem örtlichen Bereich der Mikrokapselschicht 14
kompaktiert und gebrochen, wodurch aus ihnen der Magenta-Farbstoff austritt
und der örtliche Bereich als Magenta-Bildpunkt auf der Mikrokapselschicht 14 des
Substrats 10 entwickelt wird.
Wird die Thermodruckkopfanordnung 34 aus der Nicht-Druckposition nach Auf
heizen eines Bimetallelements Rn auf eine Temperatur zwischen den Glasüber
gangstemperaturen T3 und T4 in die Druckposition geschwenkt, so ist der Grad
des Vorstehens des aufgeheizten Bimetallelements Rn so verringert, daß der
damit auf die Druckwalze 50 ausgeübte Druck zwischen den kritischen Brech
druckwerten P1 und P2 (Fig. 3) liegt. Befindet sich das Substrat 10 zwischen der
Druckwalze 50 und der Anordnung der Bimetallelemente Rn, wie es Fig. 10 zeigt,
so wird nur ein örtlicher Bereich der Mikrokapselschicht 14, gegen den das Bime
tallelement Rn gedrückt ist, der Temperatur zwischen den Glasübergangstempe
raturen T3 und TUL und dem Druck zwischen den kritischen Brechdruckwerten
P1 und P2 (Fig. 3) ausgesetzt. Somit werden nur die Gelb-Mikrokapseln 18Y in
dem örtlichen Bereich der Mikrokapselschicht 14 kompaktiert und gebrochen, so
daß aus ihnen der Gelb-Farbstoff austritt und nur der örtliche Bereich als Gelb-
Bildpunkt auf der Mikrokapselschicht 14 des Substrats 10 entwickelt wird.
In Fig. 6 sind eine Steuerschaltungskarte 52 zum Steuern der Druckoperation des
Farbdruckers und eine elektrische Stromversorgung 54 für die Steuerschaltungs
karte 52, den Elektromagneten 40 und die Bimetallelemente Rn usw. dargestellt.
Fig. 11 zeigt das Blockdiagramm der Steuerschaltungskarte 52. Eine Drucker
steuerung 56 enthält einen Mikrocomputer. Sie empfängt eine Folge digitaler
Farbbildpixelsignale aus einem Personalcomputer oder einem Wortprozessor
(nicht dargestellt), über eine Schnittstelle 58. Die empfangenen digitalen Farb
bildpixelsignale werden dann in einem Speicher 60 gespeichert.
Die Steuerschaltungskarte 52 enthält auch eine Motortreiberschaltung 62 für ei
nen Elektromotor 64, z. B. einen Schrittmotor, einen Servomotor o. ä., der zum
Drehen der Druckwalze 50 entsprechend einer Folge Antriebsimpulse aus der
Motortreiberschaltung 62 dient. Die Ausgabe der Antriebsimpulse aus der Motor
treiberschaltung 62 an den Elektromotor 64 wird mit der Druckersteuerung 56
gesteuert.
Ferner enthält die Steuerschaltungskarte 52 eine Elektromagnettreiberschaltung
66 für den Elektromagneten 40 (Fig. 6). Der Elektromagnet 40 wird mit der Trei
berschaltung 66 über die Druckersteuerung 56 eingeschaltet. Wie erwähnt, ist der
Elektromagnet 40 normalerweise ausgeschaltet, so daß die Thermodruckkopfan
ordnung 34 in der Nicht-Druckposition gehalten wird. Wenn der Elektromagnet 40
mit der Treiberschaltung 66 eingeschaltet wird, so wird die Thermodruck
kopfanordnung 34 aus der ersten in die zweite Position bzw. die Druckposition
geschwenkt.
Wie Fig. 11 zeigt, enthält die Steuerschaltungskarte 52 ferner eine Treiberschal
tung 68, die mit der Druckersteuerung 56 zum selektiven Einschalten der n gebo
genen Bimetallelemente R1 bis Rn gesteuert wird. Diese Einschalten wird mit n
Gruppen aus Impulssignalen STC und Steuersignalen DAG, n Gruppen aus Im
pulssignalen STM und Steuersignalen DAM und n Gruppen Impulssignalen STY
und Steuersignalen DAY gesteuert, die von der Druckersteuerung 56 an die Trei
berschaltung 68 entsprechend einer Zeile digitaler Farbbildpixelsignale ausge
geben werden, nämlich einer Einzelzeile digitaler Cyan-Bildpixelsignale, einer
Einzelzeile digitaler Magenta-Bildpixelsignale und einer Einzelzeile digitaler Gelb-
Bildpixelsignale.
Die Treiberschaltung 68 enthält n Gruppen UND-Glieder und Transistoren für die
Bimetallelemente R1 bis Rn. In Fig. 12 sind ein UND-Glied 70 und ein Transistor
72 als Beispiel für eine Gruppe dargestellt. Ein Impulssignal STC, STM oder STY
und ein Steuersignal DAG, DAM oder DAY wird von der Druckersteuerung 56 je
weils einem Eingang des UND-Gliedes 70 zugeführt. Die Basis des Transistors 72
ist mit dem Ausgang des UND-Gliedes 70 verbunden. Sein Kollektor ist mit der
Versorgungsspannung VCC verbunden, sein Emitter ist mit einem ihm zugeordne
ten Bimetallelement Rn verbunden.
In Fig. 13 und 14 ist das Flußdiagramm einer Druckoperation der Druckersteue
rung 52 für ein erstes Ausführungsbeispiel der Druckeinrichtung dargestellt. Diese
Operation wird im folgenden erläutert.
Bei Schritt 1301 wird geprüft, ob in dem Speicher 60 ein Einzelfeld aus Farbbild
pixelsignalen (Cyan, Magenta, Gelb) gespeichert ist. Wie bereits ausgeführt, kann
ein Einzelfeld aus Farbbildpixelsignalen aus einem Personalcomputer oder einem
Wortprozessor (nicht dargestellt) über die Schnittstelle 58 empfangen werden.
Wird die Speicherung eines solchen Einzelfeldes bestätigt, so geht die Steuerung
zu Schritt 1302, bei dem der Elektromotor 64 so betätigt wird, daß ein Substrat 10
in eine Druckbeginnstellung gebracht wird.
Bei Schritt 1303 wird geprüft, ob das Substrat 10 die Druckbeginnstellung erreicht
hat, d. h. ob es sich in Druckposition befindet. Wird dies bestätigt, so geht die
Steuerung zu Schritt 1304, und der Elektromotor 64 wird stillgesetzt. Dann
werden bei Schritt 1305 Zähler N und L rückgestellt.
Bei Schritt 1306 wird aus dem Speicher 60 mit der Druckersteuerung 56 eine
Einzelzeile digitaler einfarbiger Bildpixelsignale einer ersten Einzelzeile digitaler
Farbbildpixelsignale abgerufen. Da in diesem Zustand N=0 ist, sind diese digita
len Einfarben-Bildpixelsignale der Farbe Cyan zugeordnet. Dann werden bei
Schritt 1307 Impulssignale STC und Steuersignale DAC in n Gruppen entspre
chend der Einzelzeile digitaler Cyan-Bildpixelsignale erzeugt. Wird eine Gruppe
aus einem Impulssignal STC und einem Steuersignal DAC entsprechend einem
digitalen Cyan-Bildpixelsignal erzeugt, so ändert sich das Steuersignal DAG mit
den Binärwerten des entsprechenden digitalen Cyan-Bildpixelsignals. Wie das
Zeitdiagramm in Fig. 15 zeigt, wird das Steuersignal DAC als Oben-Impuls der
Impulsbreite PWC ausgegeben, wenn das digitale Cyan-Bildpixelsignal den Wert
1 hat, die mit der Impulsbreite des Impulssignals STC übereinstimmt, während bei
einem Digitalwert 0 des Bildpixelsignals das Steuersignal DAG ein Unten-Impuls
ist.
Bei Schritt 1308 werden die n Bimetallelemente Rn wahlweise eingeschaltet ent
sprechend den n Gruppen aus Impulssignalen STC und Steuersignalen DAG. Nur
bei einem Binärwert 1 des digitalen Cyan-Bildpixelsignals wird der entsprechende
Transistor 72 der Impulsbreite PWC des Impulssignals STC eingeschaltet, so daß
das entsprechende Bimetallelement Rn elektrisch gespeist wird.
Bei Schritt 1309 wird geprüft, ob eine vorbestimmte sehr kurze Zeit abgelaufen ist,
in der das Bimetallelement Rn auf die Temperatur zwischen den Glasübergangs
temperaturen T1 und T2 erhitzt wurde. Nach Ablauf der vorbestimmten Zeit geht
die Steuerung zu Schritt 1310, bei dem der Elektromagnet 40 mit der Treiber
schaltung 66 eingeschaltet wird, so daß die Thermodruckkopfanordnung 34 aus
der Nicht-Druckposition (Fig. 3) in die Druckposition geschwenkt wird, wodurch
die erhitzten Bimetallelemente Rn Cyan-Bildpunkte längs einer ersten Einzelzeile
auf der Mikrokapselschicht 14 des Substrats 10 erzeugen.
Bei Schritt 1311 wird geprüft, ob eine vorbestimmte sehr kurze Zeit abgelaufen ist,
in der die Entwicklung der Cyan-Bildpunkte mit Sicherheit abgeschlossen ist.
Nach Ablauf der vorbestimmten Zeit geht die Steuerung zu Schritt 1312, bei dem
der Elektromagnet 40 von der Treiberschaltung 66 ausgeschaltet wird, so daß die
Thermodruckkopfanordnung 34 aus der Druckposition in die Nicht-Druckposition
(Fig. 3) geschwenkt wird. Dann wird bei Schritt 1313 die selektive Einschaltung
der Bimetallelemente Rn unterbrochen.
Bei Schritt 1314 wird geprüft, ob der Zähler N den Wert 2 enthält. Hat er ihn noch
nicht erreicht, so geht die Steuerung zu Schritt 1315, bei dem der Zählerstand um
1 erhöht wird. Dann kehrt die Steuerung zu Schritt 1306 zurück.
Bei Schritt 1306 wird, falls der Zählerstand 1 ist, eine weitere Einzelzeile digitaler
Einfarben-Bildpixelsignale der ersten Einzelzeile der Farbbildpixelsignale aus
dem Speicher 60 mit der Druckersteuerung 56 abgerufen. Da in diesem Zustand
N=1 ist, sind diese abgerufenen digitalen Einfarben-Bildpixelsignale der Farbe
Magenta zugeordnet. Dann werden bei Schritt 1307 Impulssignale STM und
Steuersignale DAM in n Gruppen entsprechend der Einzelzeile digitaler Magenta-
Bildpixelsignale erzeugt. Wird eine Gruppe aus einem Impulssignal STM und ei
nem Steuersignal DAM entsprechend einem digitalen Magenta-Bildpixelsignal er
zeugt, so ändert sich das Steuersignal DAM mit den Binärwerten des digitalen
Magenta-Bildpixelsignals. Wie das Zeitdiagramm in Fig. 16 zeigt, wird das Steu
ersignal DAM als Oben-Impuls mit der Impulsbreite PWM des Impulssignals STM
ausgegeben, die größer als die Impulsbreite PWC des Impulssignals STC ist,
wenn das digitale Magenta-Bildpixelsignal den Wert 1 hat. Hat es aber den Wert
0, so bleibt das Steuersignal DAM auf niedrigem Pegel.
Bei Schritt 1308 werden die n Bimetallelemente Rn selektiv entsprechend den n
Gruppen aus Impulssignalen STM und Steuersignalen DAM eingeschaltet. Nur
wenn das digitale Magenta-Bildpixelsignal den Wert 1 hat, wird ein entsprechen
der Transistor 72 der Impulsbreite PWM des Impulssignals STM eingeschaltet, so
daß das ihm zugeordnete Bimetallelement Rn elektrisch gespeist wird.
Bei Schritt 1309 wird geprüft, ob eine vorbestimmte sehr kurze Zeit abgelaufen ist,
in der das eingeschaltete Bimetallelement Rn auf die Temperatur zwischen den
Glasübergangstemperaturen T2 und T3 erhitzt wurde. Ist diese Zeit abgelaufen,
so geht die Steuerung zu Schritt 1310, bei dem der Elektromagnet 40 mit der
Treiberschaltung 66 eingeschaltet wird, so daß die Thermodruckkopfanordnung
34 aus der Nicht-Druckposition (Fig. 3) in die Druckposition geschwenkt wird und
die erhitzten Bimetallelemente Rn längs der ersten Einzelzeile auf der Mikrokap
selschicht 14 des Substrats 10 Magenta-Bildpunkte erzeugen.
Bei Schritt 1311 wird geprüft, ob eine vorbestimmte sehr kurze Zeit abgelaufen ist,
in der die Entwicklung der Magenta-Bildpunkte sicher abgeschlossen ist. Nach
Ablauf der vorbestimmten Zeit geht die Steuerung zu Schritt 1312, bei dem der
Elektromagnet 40 mit der Treiberschaltung 66 abgeschaltet wird, so daß die
Thermodruckkopfanordnung 34 aus der Druckposition in die Nicht-Druckposition
(Fig. 3) geschwenkt wird. Dann wird bei Schritt 1313 das selektive Einschalten
der Bimetallelemente Rn unterbrochen.
Bei Schritt 1314 wird geprüft, ob der Zähler N den Inhalt 2 hat. Ist der Zählerstand
2 noch nicht erreicht, so geht die Steuerung zu Schritt 1315, bei dem der Inhalt
um 1 erhöht wird. Dann kehrt die Steuerung wieder zu Schritt 1306 zurück.
Bei Schritt 1306 wird die restliche Einzelzeile digitaler Einfarben-Bildpixelsignale
der ersten Einzelzeile aus Farbbildpixelsignalen mit der Druckersteuerung 56 aus
dem Speicher 60 abgerufen, wenn der Zählerstand 2 erreicht ist. In diesem
Zustand (N=2) sind die abgerufenen digitalen Einfarben-Bildpixelsignale der
Farbe Gelb zugeordnet. Dann werden bei Schritt 1307 Impulssignale STY und
Steuersignale DAY in n Gruppen entsprechend der Einzelzeile digitaler Gelb-
Bildpixelsignale erzeugt. Wird eine Gruppe mit einem Impulssignal STY und ei
nem Steuersignal DAY entsprechend einem digitalen Gelb-Bildpixelsignal er
zeugt, so ändert sich das Steuersignal DAY mit den Binärwerten des digitalen
Gelb-Bildpixelsignals. Wie das Zeitdiagramm in Fig. 17 zeigt, wird das Steuersi
gnal DAY als Oben-Impuls der Impulsbreite PWY länger als die Impulsbreite
PWM des Impulssignals STM ausgegeben, wenn das digitale Gelb-Bildpixelsignal
den Wert 1 hat. Hat es aber den Wert 0, so wird das Steuersignal DAY auf niedri
gem Pegel gehalten.
Bei Schritt 1308 werden n Bimetallelemente Rn entsprechend den n Gruppen
Impulssignale STY und Steuersignale DAY elektrisch gespeist. Nur wenn das
digitale Gelb-Bildpixelsignal den Wert 1 hat, wird ein entsprechender Transistor
72 während der Impulsbreite PWY des Impulssignals STY eingeschaltet, so daß
das ihm zugeordnete Bimetallelement Rn elektrisch gespeist wird.
Bei Schritt 1309 wird geprüft, ob eine vorbestimmte sehr kurze Zeit abgelaufen ist,
in der das eingeschaltete Bimetallelement Rn auf die Temperatur zwischen der
Glasübergangstemperatur T3 und der oberen Grenztemperatur TUL erhitzt wurde.
Nach Ablauf der vorbestimmten Zeit geht die Steuerung zu Schritt 1310, bei dem
der Elektromagnet 40 mit der Treiberschaltung 66 eingeschaltet wird, so daß die
Thermodruckkopfanordnung 34 aus der Nicht-Druckposition (Fig. 3) in die
Druckposition geschwenkt wird, wodurch die erhitzten Bimetallelemente Rn längs
der ersten Einzelzeile auf der Mikrokapselschicht 14 des Substrats 10 Gelb-Bild
punkte entwickeln.
Bei Schritt 1311 wird geprüft, ob eine vorbestimmte sehr kurze Zeit abgelaufen ist,
in der die Entwicklung der Gelb-Bildpunkte sicher abgeschlossen ist. Nach Ablauf
der vorbestimmten Zeit geht die Steuerung zu Schritt 1312, bei dem der Elektro
magnet 40 mit der Treiberschaltung 66 abgeschaltet wird, so daß die Thermo
druckkopfanordnung 34 aus der Druckposition in die Nicht-Druckposition (Fig. 3)
geschwenkt wird. Dann wird bei Schritt 1313 die selektive Einschaltung der Bime
tallelemente Rn unterbrochen.
Bei Schritt 1314 wird geprüft, ob der Inhalt des Zählers N den Wert 2 hat. In die
sem Zustand (N=2) geht die Steuerung zu Schritt 1316, bei dem der Elektromotor
64 so betätigt wird, daß das Substrat 10 um einen Schritt entsprechend einer
Zeile transportiert wird. Dann wird bei Schritt 1314 geprüft, ob der Inhalt des
Zählers L den Wert SL hat, der der Summe von Einzelzeilen aus Farbbildpixelsi
gnalen entsprechend einem Feld digitaler Farbbildpixelsignale entspricht. Ist
L<SL, so geht die Steuerung zu Schritt 1318, bei dem der Inhalt des Zählers L um
1 erhöht wird, wonach sie zu Schritt 1306 zurückkehrt. Der vorstehend beschrie
bene zeilenweise Farbdruck wird entsprechend den aufeinander folgenden Ein
zelzeilen digitaler Farbbildpixelsignale wiederholt, bis der Inhalt des Zählers L
den Stand SL erreicht hat.
Hat bei Schritt 1317 der Zähler L den Stand SL erreicht, sind also alle zeilenweise
Farbdrucke abgeschlossen, so geht die Steuerung zu Schritt 1319, bei dem der
Elektromotor 64 so betätigt wird, daß das Substrat 10 mit dem aufgedruckten
Farbbild aus dem Drucker ausgegeben wird. Dann wird geprüft, ob eine weitere
Druckoperation auszuführen ist. Trifft dies zu, so kehrt die Steuerung zu Schritt
1301 zurück. Ist kein weiterer Druck auszuführen, so wird die Routine beendet.
Fig. 18 zeigt ein weiteres Substrat 74, das in einer zweiten Ausführungsform einer
Bilderzeugung angewendet wird. Dieses Substrat 74 ist ähnlich wie das in Fig. 1
gezeigte Substrat 10 aufgebaut. Es besteht aus einem Papierblatt 76, einer Mi
krokapselschicht 78 und einem transparenten Schutzfilm 80 auf der Mikrokapsel
schicht 78. Ähnlich wie bei dem Substrat 10 besteht die Mikrokapselschicht 78
aus drei Mikrokapselarten, nämlich ersten Mikrokapseln 82C mit Cyan-Farbstoff,
zweiten Mikrokapseln 82M mit Magenta-Farbstoff und dritten Mikrokapseln 82Y
mit Gelb-Farbstoff. Diese Mikrokapseln 82C, 82M und 82Y sind in der Mikrokap
selschicht 78 gleichmäßig verteilt.
Wie eine in Fig. 19 dargestellte Grafik zeigt, hat das Substrat 74 gegenüber dem
Substrat 10 den Unterschied, daß das Kunstharz der Cyan-Mikrokapseln 82C ei
nen durchgezogen dargestellten Verlauf des Elastizitätskoeffizienten über der
Temperatur hat. Das Kunstharz der Magenta-Mikrokapseln 82M hat einen strich
punktiert dargestellten Verlauf des Elastizitätskoeffizienten. Das Kunstharz der
Gelb-Mikrokapseln 82Y hat einen doppeltstrichpunktiert dargestellten Verlauf des
Elastizitätskoeffizienten.
Das Kunstharz der Cyan-Mikrokapseln 82C hat eine Glasübergangstemperatur
T1 und verliert seine Gummielastizität, wenn es auf eine Temperatur T4 erhitzt
wird, wodurch es thermisch geschmolzen oder plastifiziert wird. Das Kunstharz
der Magenta-Mikrokapseln 82M hat eine Glasübergangstemperatur T2 und ver
liert seine Gummielastizität bei Erhitzen auf eine Temperatur T6, wodurch es
thermisch geschmolzen oder plastifiziert wird. Das Kunstharz der Gelb-Mikrokap
seln 82Y hat eine Glasübergangstemperatur T3 und verliert seine Gummielasti
zität bei Erhitzen auf eine Temperatur T5, wodurch es thermisch geschmolzen
oder plastifiziert wird.
Wie die in Fig. 19 dargestellte Grafik zeigt, wird die Wand der Cyan-Mikrokapseln
82C bei einem Brechdruck zwischen einem kritischen Brechdruck P3 und einem
oberen Grenzwert PUL kompaktiert und gebrochen, wenn sie eine Temperatur
zwischen den Glasübergangstemperaturen T1 und T2 hat. Ähnlich wird die Wand
der Magenta-Mikrokapseln 82M bei einem Brechdruck zwischen dem kritischen
Brechdruck P2 und dem kritischen Brechdruck P3 kompaktiert und gebrochen,
wenn sie eine Temperatur zwischen den Glasübergangstemperaturen T2 und T3
hat, und die Wand der Gelb-Mikrokapseln 82Y wird kompaktiert und gebrochen
bei einem Brechdruck zwischen dem kritischen Brechdruck P1 und dem kritischen
Brechdruck P2, wenn sie eine Temperatur zwischen der Glasübergangstempera
tur T3 und der Plastifizierungstemperatur T4 hat.
Ferner werden die Wände der Cyan- und der Magenta-Mikrokapseln 82C und
82M kompaktiert und gebrochen bei einem Brechdruck zwischen dem kritischen
Brechdruck P3 und dem oberen Grenzdruck PUL, wenn sie eine Temperatur zwi
schen den Glasübergangstemperaturen T2 und T3 haben. Die Wände der Ma
genta- und der Gelb-Mikrokapseln 82M und 82Y werden gebrochen und kom
paktiert bei einem Brechdruck zwischen den kritischen Brechdruckwerten P2 und
P3, wenn sie eine Temperatur zwischen der Glasübergangstemperatur T3 und
der Plastifizierungstemperatur T4 haben. Die Wände der Cyan- und der Gelb-Mi
krokapseln 82C und 82Y werden geschmolzen oder leicht gebrochen und kom
paktiert bei einem Brechdruck zwischen einem kritischen Brechdruck P0 und dem
kritischen Brechdruck P1, wenn sie eine Temperatur zwischen den Plastifizie
rungstemperaturen T5 und T6 von Gelb und Magenta haben. Zusätzlich werden
die Wände der Cyan-, der Magenta- und der Gelb-Mikrokapseln 82C, 82M und
82Y thermisch geschmolzen oder leicht gebrochen und kompaktiert bei einem
Brechdruck zwischen dem kritischen Brechdruck P3 und dem oberen Grenzwert
PUL, wenn die Cyan-, die Magenta- und die Gelb-Mikrokapseln 82C, 82M und
82Y zumindest die Plastifizierungstemperatur T4 haben.
Durch geeignetes Wählen einer Heiztemperatur und eines Brechdrucks für das
Substrat 74 ist es also möglich, die Cyan-, die Magenta- und die Gelb-Mikrokap
seln 82C, 82M, 82Y selektiv zu schmelzen und/oder zu brechen.
Fallen die gewählte Heiztemperatur und der Brechdruck z. B. in den schraffierten
Cyan-Entwicklungsbereich C (Fig. 19), der durch eine Temperatur zwischen den
Glasübergangstemperaturen T1 und T2 und durch einen Druck zwischen dem kri
tischen Brechdruck P3 und dem oberen Grenzwert PUL definiert ist, so werden
nur die Cyan-Mikrokapseln 82C kompaktiert und gebrochen, wodurch die Farbe
Cyan entwickelt wird. Fallen die gewählte Heiztemperatur und der Brechdruck in
den schraffierten Magenta-Entwicklungsbereich M, der durch eine Temperatur
zwischen den Glasübergangstemperaturen T2 und T3 und durch einen Druck
zwischen den kritischen Brechdruckwerten P2 und P3 definiert ist, so werden nur
die Magenta-Mikrokapseln 82M kompaktiert und gebrochen, wodurch die Farbe
Magenta entwickelt wird. Fallen die gewählte Heiztemperatur und der Brechdruck
in den schraffierten Gelb-Entwicklungsbereich Y, der durch eine Temperatur zwi
schen der Glasübergangstemperatur T3 und der Plastifizierungstemperatur T4
und durch einen Druck zwischen den Brechdruckwerten P1 und P2 definiert ist,
so werden nur die Gelb-Mikrokapseln 82Y kompaktiert und gebrochen, wodurch
die Farbe Gelb entwickelt wird.
Fallen die gewählte Heiztemperatur und der Brechdruck in einen schraffierten
Blau-Entwicklungsbereich BE, der durch eine Temperatur zwischen den Glas
übergangstemperaturen T2 und T3 und durch einen Druck zwischen dem kriti
schen Brechdruck P3 und dem oberen Grenzdruck PUL definiert ist, so werden
die Cyan- und die Magenta-Mikrokapseln 82C und 82M kompaktiert und gebro
chen, wodurch die Farbe Blau entwickelt wird. Fallen die gewählte Heiztemperatur
und der Brechdruck in einen schraffierten Rot-Entwicklungsbereich R, der durch
eine Temperatur zwischen der Glasübergangstemperatur T3 und der Plastifizie
rungstemperatur T4 und durch einen Druck zwischen den Brechdruckwerten P2
und P3 definiert ist, so werden die Magenta- und die Gelb-Mikrokapseln 82M und
82Y kompaktiert und gebrochen, wodurch die Farbe Rot entwickelt wird. Fallen
die gewählte Heiztemperatur und der Brechdruck in einen schraffierten Grün-
Entwicklungsbereich G, der durch eine Temperatur zwischen den Plastifizie
rungstemperaturen T5 und T6 und durch einen Druck zwischen den kritischen
Brechdruckwerten P0 und P2 definiert ist, so werden die Cyan- und die Gelb-Mi
krokapseln 82C und 82Y thermisch geschmolzen oder leicht gebrochen, wodurch
die Farbe Grün entwickelt wird. Fallen die gewählte Heiztemperatur und der
Brechdruck in einen schraffierten Schwarz-Entwicklungsbereich BK, der durch ei
ne Temperatur zwischen den Plastifizierungstemperaturen T4 und T6 und durch
einen Druck zwischen dem kritischen Brechdruck P3 und dem oberen Grenzdruck
PUL definiert ist, so werden die Cyan-, die Magenta- und die Gelb-Mikrokapseln
82C, 82M und 82Y thermisch geschmolzen und/oder leicht gebrochen, wodurch
die Farbe Schwarz entwickelt wird.
Wenn die Wahl einer Heiztemperatur und eines Brechdrucks für das Substrat 74
entsprechend den digitalen Farbbildpixelsignalen, nämlich den digitalen Cyan-
Bildpixelsignalen, den digitalen Magenta-Bildpixelsignalen und den digitalen
Gelb-Bildpixelsignalen gesteuert wird, so ist es also möglich, auf dem Substrat 74
aus den digitalen Farbbildpixelsignalen ein Mehrfarbenbild zu erzeugen.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Bilderzeugung müssen drei Druckopera
tionen ausgeführt werden, bevor eine Einzelzeile eines Farbbildes auf der Mikro
kapselschicht 14 des Substrats 10 erhalten wird. Dies sind ein Cyan-Druck zum
Entwickeln cyanfarbener Bildpunkte, ein Magenta-Druck zum Entwickeln magen
tafarbener Bildpunkte und ein Gelb-Druck zum Entwickeln gelber Bildpunkte ent
sprechend einer Einzelzeile digitaler Cyan-, Magenta- und Gelb-Bildpixelsignale.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel der Bilderzeugungseinrichtung mit dem
Substrat 74 kann eine Einzelzeile eines Farbbildes auf der Mikrokapselschicht 78
des Substrats 74 mit dem Zeilendrucker nach Fig. 6 und 7 gedruckt werden. Zu
diesem Zweck müssen die Bimetallelemente Rn und die Steuerschaltungskarte 52
abgeändert sein.
Zunächst wird gemäß der in Fig. 19 gezeigten Grafik jedes gebogene Bimetall
element Rn so abgeändert, daß es eine lineare Druck/Temperatur-Charakteristik
TP hat, die durch alle Farbentwicklungsbereiche C, BE, M, R, Y, G und BK (Fig.
19) verläuft. Andererseits wird die Steuerschaltungskarte 52 in der in Fig. 20 ge
zeigten Weise abgeändert. Das selektive Einschalten der n Bimetallelemente R1
bis Rn wird durch n Gruppen aus Impulssignalen ST und Steuersignalen DA ge
steuert, die von der Druckersteuerung 56 an die Treiberschaltung 68 abgegeben
werden.
In Fig. 21 und 22 ist das Flußdiagramm einer Druckoperation der Druckersteue
rung 52 für das zweite Ausführungsbeispiel der Bilderzeugungseinrichtung dar
gestellt und wird im folgenden beschrieben.
Bei Schritt 2101 wird geprüft, ob ein Einzelfeld aus Bildpixelsignalen der Farben
Cyan, Magenta und Gelb in dem Speicher 60 enthalten ist. Wird dies bestätigt, so
geht die Steuerung zu Schritt 2102, bei dem der Elektromotor 64 so betätigt wird,
daß ein Substrat 74 in eine Druckbeginnposition transportiert wird.
Bei Schritt 2103 wird geprüft, ob das Substrat 74 die Druckbeginnposition erreicht
hat, d. h. ob es sich in Druckposition befindet. Wird dies bestätigt, so geht die
Steuerung zu Schritt 2104, und der Elektromotor 64 wird abgeschaltet. Dann wird
bei Schritt 2105 der Zähler L rückgesetzt.
Bei Schritt 2106 wird eine erste Einzelzeile digitaler Bildpixelsignale der Farben
Cyan, Magenta und Gelb aus dem Speicher 60 mit der Druckersteuerung 56 ab
gerufen. Dann werden bei Schritt 2107 Impulssignale ST und Steuersignale DA in
n Gruppen entsprechend der ersten Einzelzeile digitaler Farbbildpixelsignale
erzeugt. Wird eine Gruppe aus einem Impulssignal ST und einem Steuersignal
DA entsprechend einem digitalen Cyan-Bildpixelsignal, einem digitalen Magenta-
Bildpixelsignal und einem digitalen Gelb-Bildpixelsignal erzeugt, so ändert sich
das Steuersignal DA entsprechend einer Kombination aus Binärwerten dieser
Farbbildpixelsignale, wie es in Fig. 23 tabellarisch und in Fig. 24 in einem Zeit
diagramm dargestellt ist. In der Tabelle in Fig. 23 sind die Farbbildpixelsignaie mit
CS, MS und YS bezeichnet.
Wie Fig. 23 und 24 zeigen, wird das Steuersignal DA als Oben-Impuls HLP1 mit
der Impulsbreite PW1 kürzer als die Impulsbreite SPW des Impulssignals ST er
zeugt, wenn nur das digitale Cyan-Bildpixelsignal CS den Wert 1 hat und die üb
rigen digitalen Magenta- und Gelb-Bildpixelsignale MS und S den Wert 0 haben.
Haben die digitalen Cyan- und Magenta-Bildpixelsignale CS und MS den Wert 1
und das Gelb-Bildpixelsignal YS den Wert 0, so wird das Steuersignal DA als
Oben-Impuls HLP2 mit der Impulsbreite PW2 länger als die Impulsbreite PW1 des
Oben-Impulses HLP1 erzeugt. Hat nur das digitale Magenta-Bildpixelsignal MS
den Wert 1 und haben die übrigen Cyan- und Gelb-Bildpixelsignale CS und YS
den Wert 0, so wird das Steuersignal DA als Oben-Impuls HLP3 mit der Impuls
breite PW3 länger als die Impulsbreite PW2 des Oben-Impulses HLP2 erzeugt.
Haben die digitalen Magenta- und Gelb-Bildpixelsignale MS und YS den Wert 1
und das Cyan-Bildpixelsignal CS den Wert 0, so wird das Steuersignal DA als
Oben-Impuls HLP4 mit der Impulsbreite PW4 länger als die Impulsbreite PW3 des
Oben-Impulses HLP3 erzeugt. Hat nur das digitale Gelb-Bildpixelsignal YS den
Wert 1 und die übrigen Cyan- und Magenta-Bildpixelsignale CS und MS den Wert
0, so wird das Steuersignal DA als Oben-Impuls HLP5 mit der Impulsbreite PW5
länger als die Impulsbreite PW4 des Oben-Impulses HLP4 erzeugt. Haben die
digitalen Cyan- und Gelb-Bildpixelsignale CS und YS den Wert 1 und das
Magenta-Bildpixelsignal MS den Wert 0, so wird das Steuersignal DA als Oben-
Impuls HLP6 mit der Impulsbreite PW6 länger als die Impulsbreite PW5 des
Oben-Impulses HLP5 erzeugt. Haben die digitalen Cyan-, Magenta- und Gelb-
Bildpixelsignale CS, MS und YS den Wert 1, so wird das Steuersignal DA als
Oben-Impuls HLP7 mit der Impulsbreite PW7 des Impulssignals ST der Impuls
breite SPW erzeugt. Haben die digitalen Cyan-, Magenta- und Gelb-Bildpixelsi
gnale CS, MS und YS den Wert 0, so wird das Steuersignal DA auf niedrigem
Pegel gehalten.
Bei Schritt 2108 werden die n Bimetallelemente Rn selektiv elektrisch eingeschal
tet entsprechend den n Gruppen aus Impulssignalen ST und Steuersignalen DA.
Wird eines der n Steuersignale DA als Oben-Impuls HLP1, HLP2, HLP3, HLP4,
HLP5, HLP6 oder HLP7 ausgegeben, so wird ein entsprechender Transistor 72
während der Impulsbreite PW1 bis PW7 eingeschaltet, so daß das ihm zugeord
nete Bimetallelemente Rn eingeschaltet wird. Durch dieses Einschalten während
der Impulsbreite PW1 wird das betreffende Bimetallelement Rn auf eine Tempe
ratur im Cyan-Entwicklungsbereich C erhitzt. Durch Einschalten des Bimetallele
ments Rn während der Impulsbreite PW2 wird das Bimetallelement Rn auf eine
Temperatur im Blau-Entwicklungsbereich BE erhitzt. Durch Einschalten des Bime
tallelements Rn während der Impulsbreite PW3 wird es auf eine Temperatur in
dem Magenta-Entwicklungsbereich M erhitzt. Durch Einschalten eines Bimetall
elements während der Impulsbreite PW4 wird es auf eine Temperatur in dem Rot-
Entwicklungsbereich R erhitzt. Durch Einschalten eines Bimetallelements Rn
während der Impulsbreite PW5 wird es auf eine Temperatur in dem Gelb-
Entwicklungsbereich Y erhitzt. Durch Einschalten des Bimetallelements Rn wäh
rend der Impulsbreite PW6 wird es auf eine Temperatur in dem Grün-Entwick
lungsbereich G erhitzt. Durch Einschalten eines Bimetallelements Rn während der
Impulsbreite PW7 wird es auf eine Temperatur in dem Schwarz-Entwicklungsbe
reich BK erhitzt. Wenn eines der Steuersignale DA auf niedrigem Pegel gehalten
wird, ist der entsprechende Transistor 72 gesperrt, so daß das entsprechende
Bimetallelement Rn nicht eingeschaltet ist.
Bei Schritt 2109 wird geprüft, ob eine vorbestimmte kurze Zeit abgelaufen ist, in
der die eingeschalteten Bimetallelemente Rn auf Temperaturen erhitzt wurden,
die durch die Farbentwicklungsbereiche C, BE, M, R, Y, G und BK definiert sind.
Ist die vorbestimmte Zeit abgelaufen, so geht die Steuerung zu Schritt 2110, bei
dem der Elektromagnet 40 mit der Treiberschaltung 66 eingeschaltet wird, so daß
die Thermodruckkopfanordnung 34 aus der Nicht-Druckposition in die Druckpo
sition geschwenkt wird und die erhitzten Bimetallelemente Rn die Farben Cyan,
Blau, Magenta, Rot, Gelb, Grün und Schwarz längs einer ersten Einzelzeile in der
Mikrokapselschicht 78 auf dem Substrat 74 entwickeln.
Bei Schritt 2111 wird geprüft, ob eine vorbestimmte kurze Zeit abgelaufen ist, in
der die Entwicklung der Cyan-Bildpunkte sicher abgeschlossen ist. Ist diese Zeit
abgelaufen, so geht die Steuerung zu Schritt 2112, bei dem der Elektromagnet 40
mit der Treiberschaltung 66 abgeschaltet wird, so daß die Thermodruck
kopfanordnung 34 aus der Druckposition in die Nicht-Druckposition geschwenkt
wird. Dann wird bei Schritt 2113 das selektive Einschalten der Bimetallelemente
Rn unterbrochen.
Bei Schritt 2114 wird der Elektromotor 64 so betätigt, daß das Substrat 74 um ei
nen Schritt entsprechend einer Zeile transportiert wird. Dann wird bei Schritt 2115
geprüft, ob der Inhalt des Zählers L den Stand SL erreicht hat, der der Summe der
Einzelzeilen aus Farbbildpixelsignalen entsprechend einem Feld digitaler Farb
bildpixelsignale entspricht. Ist L<SL, so geht die Steuerung zu Schritt 2116, bei
dem der Inhalt des Zählers L um 1 erhöht wird, wonach die Steuerung zu Schritt
2106 zurückkehrt. Das vorstehend beschriebene zeilenweise Farbdrucken, wie
derholt sich entsprechend den aufeinander folgenden Einzelzeilen digitaler
Farbbildpixelsignale, bis der Inhalt des Zählers L den Stand SL erreicht hat.
Bei Schritt 2115 geht die Steuerung zu Schritt 2117, wenn der Inhalt des Zählers
L den Stand SL erreicht hat, d. h. wenn alle zeilenweisen Druckoperationen ab
geschlossen sind. Dabei wird der Elektromotor 64 so betätigt, daß das Substrat
74 mit dem darauf vorhandenen Farbbild aus dem Drucker ausgegeben wird.
Dann wird geprüft, ob eine weitere Druckoperation auszuführen ist. Trifft dies zu,
so kehrt die Steuerung zu Schritt 2101 zurück. Ist eine weitere Druckoperation
nicht erforderlich, so wird die Routine beendet.
Als Farbstoff für die Mikrokapseln kann ein Leuko-Pigment benutzt werden. Die
ses erzeugt an sich keine Pigmentierung, d. h. es ist farblos oder transparent und
erzeugt keine Einzelfarbe, bis es mit einem Farbentwickler chemisch reagiert. In
diesem Fall ist der Farbentwickler in dem Bindemittel enthalten, das einen Teil
der Mikrokapselschicht 14 bzw. 78 bildet.
Mit den vorstehenden Bilderzeugungseinrichtungen können anstelle von Mehr
farbenbildern auch Einfarbenbilder erzeugt werden. Dann besteht die jeweilige
Mikrokapselschicht 14 bzw. 78 aus nur einer Mikrokapselart, deren Mikrokapseln
z. B. mit schwarzem Farbstoff gefüllt sind.
Claims (6)
1. Bilderzeugungssystem mit
einem Substrat mit Unterlage, einer Mikrokapselschicht mit mindestens einer Mikrokapselart, deren Mikrokapseln mit einem Farbstoff gefüllt sind,
wobei die mindestens eine Mikrokapselart eine Druck/Temperatur-Charakte ristik derart hat, daß der Farbstoff aus den Mikrokapseln bei Quetschen und Brechen mit einem vorbestimmten Druck und einer vorbestimmten Tempe ratur austritt,
und mit einer Druck/Temperatur-Erzeugungseinheit mit einer Druckgegen lage, einer Thermodruckkopfanordnung mit mindestens einem der Druckge genlage derart zugeordneten gebogenen Bimetallelement, daß das Substrat zwischen die Druckgegenlage und die Thermodruckkopfanordnung geführt werden kann, und mit einem elektrischen Speisesystem, das das mindestens eine gebogene Bimetallelement entsprechend Bilderzeugungsdaten elek trisch aufheizt, wobei das Bimetallelement abhängig von der elektrischen Aufheizung seine Zuordnung zu der Druckgegenlage derart ändert, daß ein auf die Druckgegenlage mit ihm ausgeübter Druck gleich dem vorbestimm ten Druck wird, wenn es auf die vorbestimmte Temperatur erhitzt ist.
einem Substrat mit Unterlage, einer Mikrokapselschicht mit mindestens einer Mikrokapselart, deren Mikrokapseln mit einem Farbstoff gefüllt sind,
wobei die mindestens eine Mikrokapselart eine Druck/Temperatur-Charakte ristik derart hat, daß der Farbstoff aus den Mikrokapseln bei Quetschen und Brechen mit einem vorbestimmten Druck und einer vorbestimmten Tempe ratur austritt,
und mit einer Druck/Temperatur-Erzeugungseinheit mit einer Druckgegen lage, einer Thermodruckkopfanordnung mit mindestens einem der Druckge genlage derart zugeordneten gebogenen Bimetallelement, daß das Substrat zwischen die Druckgegenlage und die Thermodruckkopfanordnung geführt werden kann, und mit einem elektrischen Speisesystem, das das mindestens eine gebogene Bimetallelement entsprechend Bilderzeugungsdaten elek trisch aufheizt, wobei das Bimetallelement abhängig von der elektrischen Aufheizung seine Zuordnung zu der Druckgegenlage derart ändert, daß ein auf die Druckgegenlage mit ihm ausgeübter Druck gleich dem vorbestimm ten Druck wird, wenn es auf die vorbestimmte Temperatur erhitzt ist.
2. Bilderzeugungssystem mit
einem Substrat mit Unterlage, einer Mikrokapselschicht mit mindestens zwei Mikrokapselarten, deren Mikrokapseln jeweils mit einem für jede Mikrokap selart spezifischen Farbstoff gefüllt sind,
wobei die Mikrokapselarten jeweils eine Druck/Temperatur-Charakteristik derart haben, daß der Farbstoff aus den Mikrokapseln bei Quetschen und Brechen mit einem vorbestimmten, für jede Mikrokapselart spezifischen Druck und einer vorbestimmten, für jede Mikrokapselart spezifischen Tempe ratur austritt,
und mit einer Druck/Temperatur-Erzeugungseinheit mit einer Druckgegen lage, einer Thermodruckkopfanordnung mit mindestens einem der Druckge genlage derart zugeordneten gebogenen Bimetallelement, daß das Substrat zwischen die Druckgegenlage und die Thermodruckkopfanordnung geführt werden kann, und mit einem elektrischen Speisesystem, das das mindestens eine gebogene Bimetallelement entsprechend Bilderzeugungsdaten elek trisch aufheizt, wobei das Bimetallelement abhängig von der elektrischen Aufheizung seine Zuordnung zu der Druckgegenlage derart ändert, daß ein auf die Druckgegenlage mit ihm ausgeübter Druck gleich dem vorbestimm ten Druck wird, wenn es auf die vorbestimmte Temperatur erhitzt ist.
einem Substrat mit Unterlage, einer Mikrokapselschicht mit mindestens zwei Mikrokapselarten, deren Mikrokapseln jeweils mit einem für jede Mikrokap selart spezifischen Farbstoff gefüllt sind,
wobei die Mikrokapselarten jeweils eine Druck/Temperatur-Charakteristik derart haben, daß der Farbstoff aus den Mikrokapseln bei Quetschen und Brechen mit einem vorbestimmten, für jede Mikrokapselart spezifischen Druck und einer vorbestimmten, für jede Mikrokapselart spezifischen Tempe ratur austritt,
und mit einer Druck/Temperatur-Erzeugungseinheit mit einer Druckgegen lage, einer Thermodruckkopfanordnung mit mindestens einem der Druckge genlage derart zugeordneten gebogenen Bimetallelement, daß das Substrat zwischen die Druckgegenlage und die Thermodruckkopfanordnung geführt werden kann, und mit einem elektrischen Speisesystem, das das mindestens eine gebogene Bimetallelement entsprechend Bilderzeugungsdaten elek trisch aufheizt, wobei das Bimetallelement abhängig von der elektrischen Aufheizung seine Zuordnung zu der Druckgegenlage derart ändert, daß ein auf die Druckgegenlage mit ihm ausgeübter Druck gleich dem vorbestimm ten Druck wird, wenn es auf die vorbestimmte Temperatur erhitzt ist.
3. Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens eine gebogene Bimetallelement so ausgebildet ist, daß
es seinen Abstand zu der Druckgegenlage mit zunehmender elektrischer
Aufheizung vergrößert.
4. Bilderzeugungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Thermodruckkopfanordnung zwischen ei
ner ersten Position, in der das mindestens eine gebogene Bimetallelement
einen vernachlässigbaren Druck auf die Druckgegenlage ausübt, und einer
zweiten Position, bei der das mindestens eine gebogene Bimetallelement
einen Druck auf die Druckgegenlage ausübt, bewegbar ist und aus der er
sten in die zweite Position nach Aufheizen auf seine vorbestimmte Tempe
ratur bewegt wird.
5. Bilderzeugungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Thermodruckkopfanordnung mehrere ge
bogene Bimetallelemente enthält, die nebeneinander liegend eine Zeile bil
den, und daß die Druckgegenlage als drehbare Druckwalze ausgebildet und
parallel zu der Zeile angeordnet ist.
6. Bilderzeugungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
gebogenen Bimetallelemente selektiv entsprechend einer Einzelzeile der
Bildinformationsdaten elektrisch aufheizbar sind.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1513998 | 1998-01-09 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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|---|---|
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|---|---|---|---|
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