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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und Schaltungsanordnungen
zur Verwendung in einer logischen Kaskade zum Implementieren einer adiabatischen
Logikfamilie.
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In
dem Maße,
wie sich die Betriebsfrequenzen und Schaltungsdichten erhöhten, wurden
der Energieverlust und der Energiefluß bei einer großen Vielzahl
digitaler Einrichtungen problematisch, die von kleinen transportablen
Systemen (z.B. Laptops und PDAs), bei denen die Batteriegröße, das
Gewicht und die Betriebsdauer kritisch sind, bis zu großen Rechnermaschinen,
bei denen die Kühlung
und die Stromversorgung wesentliche Gehäuseprobleme auferlegen, reichen.
Der Energieverbrauch und -verlust innerhalb digitaler elektronischer
Bauelemente ist weitgehend auf Umschaltaktivitäten zurückzuführen, die innerhalb der Komponenten
solcher Bauelemente auftreten. Bei herkömmlichen Komplementär-Metall-Oxid-Halbleiter(CMOS)-Umschaltern ist der
Verlust primär
auf die Ladungsübertragung
von einer Spannungsquelle auf eine Gate-Kapazität über ein schaltendes Bauelement,
welches einen Widerstand aufweist, zurückzuführen. Zum Zwecke der Erläuterung
wird auf 1 Bezug genommen, welche eine
einfache CMOS-Inverterschaltung 10 zeigt. Ein logisches
Eingangssignal 12 wird den Gate-Anschlüssen an einem P-Kanal-MOS(pMOS)-Schalter 14 und
einem N-Kanal-MOS(nMOS)-Schalter 16 zur Verfügung gestellt,
wobei die Drain-Anschlüsse
der pMOS- und nMOS-Schalter mit dem Knoten 18 gekoppelt
sind. Ein Kondensator 20 ist zwischen dem Knoten 18 und
Masse eingekoppelt. Es ist klar, daß dann, wenn das Eingangssignal
auf einen niedrigen Pegel gezogen wird, der pMOS 14 einschaltet
und somit bewirkt, daß der
Kondensator 20 von der Spannungsquelle VCC über den
pMOS-Schalter 14 aufgeladen wird und eine logische Eins
(HOCH) am Knoten 18 erscheint. In ähnlicher weise schaltet dann, wenn
das Eingangssignal 12 auf einen hohen Pegel getrieben wird,
der pMOS-Schalter 14 aus und der nMOS-Schalter 16 ein,
womit es der auf dem Kondensator 20 gespeicherten Ladung
gestattet wird, über
den nMOS-Schalter 16 zu Masse übertragen zu werden, wonach
eine logische Null (0) am Knoten 18 registriert wird. Jeder Übergang
des Eingangssignals 12 führt zur Übertragung einer bestimmten
Ladungsmenge über
einen der Schalter 14 oder 16. Bei herkömmlichen
CMOS-Schaltern, wie beispielsweise den in 1 gezeigten,
ist jede Ladungsübertragung mit
einem Verlust einer bestimmten Energiemenge verbunden, welche etwa
1/2 CVCC 2 ist. Es
wurden eine Reihe von Verfahren vorgeschlagen, um diese Menge des
Energieverlustes zu reduzieren, einschließlich einer Reduktion der Betriebsspannung VCC, einer Reduktion der Kapazität C und
einer Reduktion der Anzahl von Umschaltoperationen, welche innerhalb
einer integrierten Schaltung auftreten.
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Jüngst wurde
das Konzept der adiabatischen Schaltungen als ein Verfahren zum
Verringern der Energieverluste vorgeschlagen. Einfach ausgedrückt, zielt
die adiabatische Berechnung darauf ab, das Auftreten einer plötzlichen
und großen
Potentialdifferenz über
einem Schalter zu vermeiden, wenn dieser Schalter geschlossen wird,
und auf diese Weise die Verlustleistung zu begrenzen. Da die über einem
resistiven Bauelement, wie beispielsweise einem Schalter, verbrauchte
Leistung gleich I2R ist, ist es durch Steuerung
der Rate, bei welcher die Ladung den Schalter durchfließt (d.h.
des Stromes), möglich, die
verbrauchte Energie zu begrenzen. Demzufolge streben adiabatische
Schaltungen danach:
- (1) einen Schalter nur
dann zu schließen,
wenn die Potentialdifferenz über
dem Schalter Null (oder wenigstens auf einem Minimum) ist; und
- (2) eine Spannungsquelle, von welcher Ladung über den
Schalter übertragen
wird, langsam zu erhöhen
oder rampenförmig
ansteigen zu lassen. Es ist klar, daß je langsamer die Anstiegsrate
der Spannung ist, desto langsamer die Rate ist, bei welcher die
Ladung den Schalter durchfließt,
und desto geringer ist die verbrauchte Energie.
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Die
Herausforderung, der Konstrukteure von adiabatischen Schaltungen
gegenüberstehen,
ist die Implementierung großer
Logikblöcke
unter Verwendung von Gattern, welche die Anzahl von Umschaltungen
mit einer Potentialdifferenz von Null oder einer minimalen Potentialdifferenz über den
Schaltern auf ein Maximum bringen. Eine Reihe von Schaltungen und
Methodiken des Implementierens adiabatischer Schaltungen wurden
im Stand der Technik offenbart. Jedoch enthalten diese Schaltungen
eine große
Anzahl von Schaltbauelementen ebenso wie eine große Anzahl
von Versorgungstakteingängen.
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Aufgabe
der Erfindung ist die Schaffung logischer Gatter geringer Verlustleistung
mit minimaler Anzahl von Schaltbauelementen und Versorgungstakteingängen.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Schaltungsanordnungen
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. 12 bzw. ein Verfahren mit
den Merkmalen des Anspruchs 20 gelöst.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung wird ein Gatter mit einer geringeren
Verlustleistung zur Verwendung in einer logischen Kaskade zur Verfügung gestellt.
Das Gatter umfaßt
eine Hochzieh-Schalter-Anordnung (Pull-up Switch arrangement), welche
ein erstes logisches Signal ausgibt (welches eine Funktion der Hochzieh-Schalter-Anordnung
ist). Die Hochzieh-Schalter-Anordnung
wiederum enthält
ein erstes Schaltbauelement vom P-Typ, wie beispielsweise einen
pMOS-Schalter, und ein erstes Schaltbauelement vom N-Typ, wie beispielsweise
einen nMOS-Schalter. Das erste P-Typ-Schaltbauelement ist so eingekoppelt,
daß es ein
erstes Eingangssignal empfängt,
und das erste N-Typ-Schaltbauelement ist so eingekoppelt, daß es ein
zweites Eingangssignal empfängt,
welches ein logisches Komplement des ersten Eingangssignals und
diesem gegenüber
phasenverschoben ist. Darüber
hinaus sind sowohl das erste Pals auch das erste N-Typ-Bauelement
so eingekoppelt, daß sie eine
erste Versorgungstaktsignalform (power clock wave form) empfangen.
Das Gatter enthält
darüber
hinaus eine Herunterzieh-Schalter-Anordnung (pull-down switch arrangement),
welche ein zweites logisches Signal ausgibt (welches eine Funktion
der Herunterzieh-Schalter-Anordnung ist). Die Herunterzieh-Schalter-Anordnung
enthält
ein zweites N-Typ-Schalterbauelement
und ein zweites P-Typ-Schalterbauelement, wobei das zweite N-Typ-Schalterbauelement
so eingekoppelt ist, daß es
das erste Eingangssignal empfängt,
und das zweite P-Typ-Bauelement
so eingekoppelt ist, daß es
das zweite Eingangssignal empfängt.
Sowohl das zweite N-Typ- als auch das zweite P-Typ-Bauelement sind so
eingekoppelt, daß sie
eine zweite Versorgungstaktsignalform empfangen.
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Das
Gatter enthält
außerdem
eine Halteschaltung, die so eingekoppelt ist, daß sie die von der Hochzieh-
und der Herunterzieh-Schalter-Anordnung ausgegebenen ersten. bzw.
zweiten logischen Signale empfängt
und daß sie
das erste oder das zweite logische Signal hält und zu einem stromab gelegenen Gatter
ausgibt. Bei einem Ausführungsbeispiel
kann die Halteschaltung erste und zweite Dioden umfassen, die zwischen
den Ausgängen
der Hochzieh- und Herunterzieh-Schalter-Anordnungen eingekoppelt sind.
Insbesondere kann die erste Diode ein P-Typ-Schalterbauelement und die zweite
Diode ein N-Typ-Schalterbauelement
sein.
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Die
erste und die zweite Versorgungstaktsignalform sind um ca. 180° phasenverschoben.
Ein Übergang
des ersten Eingangssignals ist ebenfalls zu einem Übergang
des zweiten Eingangssignals um einen vorgegebenen Betrag phasenverschoben,
beispielsweise um ein Viertel eines Zyklus der ersten Versorgungstaktsignalform.
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Bei
verschiedenen Ausführungsbeispielen der
Erfindung kann die Hochzieh-Schalter-Anordnung einen Inverter, eine
NAND-Schaltung oder
eine NOR-Schaltung umfassen.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung wird eine Schaltungsanordnung zur Verwendung
in einer Kaskade von logischen Stufen zur Verfügung gestellt. Die Schaltungsanordnung
empfängt
eine Stromversorgung von einer ersten und einer zweiten Stromversorgungsschiene
(power rail), welche erste bzw. zweite Versorgungstaktsignalformen
führen.
Die Schaltungsanordnung enthält
ferner ein erstes Gatter, welches ein erstes Ausgangssignal in Erwiderung eines
Eingangssignals zur Verfügung
stellt, wobei das erste Gatter eine erste Anordnung von Hochzieh-Schaltern
und eine erste Anordnung von Herunterzieh-Schaltern enthält. Die erste Anordnung von Hochzieh-Schaltern
ist mit der ersten Stromversorgungsschiene gekoppelt, um die erste
Versorgungstaktsignalform zu empfangen, und die erste Anordnung
von Herunterzieh-Schaltern ist mit der zweiten Stromversorgungsschiene
gekoppelt, um die zweite Versorgungstaktsignalform zu empfangen.
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Die
Schaltungsanordnung enthält
darüber
hinaus ein zweites Gatter, welches ein zweites Ausgangssignal in
Erwiderung des ersten Ausgangssignals des ersten Gatters zur Verfügung stellt.
Das zweite Gatter enthält
eine zweite Anordnung von Hochzieh-Schaltern und eine zweite Anordnung
von Herunterzieh-Schaltern.
Die zweite Anordnung von Hochzieh-Schaltern ist mit der zweiten
Stromversorgungsschiene gekoppelt, um die zweite Versorgungstaktsignalform
zu empfangen, und die zweite Anordnung von Herunterzieh-Schaltern
ist mit der ersten Stromversorgungsschiene gekoppelt, um die erste
Versorgungstaktsignalform zu empfangen.
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Die
Schaltungsanordnung kann darüber
hinaus eine dritte Gatter-Anordnung enthalten, welche ein drittes
Ausgangssignal zur Verfügung
stellt, welches das logische Komplement des ersten Ausgangssignals
ist. Das zweite Gatter kann so eingekoppelt sein, daß es das
erste und dritte Ausgangssignal aus dem ersten bzw. dem dritten
Gatter empfängt.
Die Schaltungsanordnung kann darüber
hinaus dritte und vierte Stromversorgungsschienen enthalten, die
dritte und vierte Versorgungstaktsignalformen führen, wobei das dritte Gatter
zwischen der dritten und vierten Stromversorgungsschiene eingekoppelt
sein kann. Bei einem Ausführungsbeispiel
ist die dritte Versorgungstaktsignalform gegenüber der ersten Versorgungstaktsignalform
phasenverschoben. Die dritte und vierte Versorgungstaktsignalform
können
um etwa 180° phasenverschoben
sein.
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Die
erste Anordnung von Hochzieh-Umschaltern kann ein er stes P-Typ-Schaltbauelement enthalten,
das so eingekoppelt ist, daß es
ein erstes Eingangssignal empfängt,
und ein erstes N-Typ-Schaltbauelement, das so eingekoppelt ist, daß es ein
zweites Eingangssignal empfängt,
wobei das zweite Eingangssignal das logische Komplement des ersten
Eingangssignals ist. In ähnlicher
Weise kann die erste Anordnung von Herunterzieh-Schaltern ein zweites
P-Typ-Schaltbauelement enthalten, das so eingekoppelt ist, daß es das
zweite Eingangssignal empfängt,
und ein zweites N-Typ-Schaltbauelement, das so eingekoppelt ist,
daß es
das erste Eingangssignal empfängt.
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Die
zweite Anordnung von Hochzieh-Schaltern kann ein drittes P-Typ-Schaltbauelement
aufweisen, das so eingekoppelt ist, daß es das erste Ausgangssignal
von dem ersten Gatter empfängt,
und ein drittes N-Typ-Schaltbauelement, das so eingekoppelt ist,
daß es
das dritte Ausgangssignal von dem dritten Gatter empfängt. In ähnlicher
Weise kann die zweite Anordnung von Herunterzieh-Schaltern ein viertes
P-Typ-Schaltbauelement aufweisen, das so eingekoppelt ist, daß es das
dritte Ausgangssignal von dem dritten Gatter empfängt, und
ein viertes N-Typ-Schaltbauelement, das so eingekoppelt ist, daß es das
erste Ausgangssignal von dem ersten Gatter empfängt.
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Gemäß einem
dritten Aspekt dieser Erfindung wird ein Verfahren zum Schalten
eines Gatters in einer logischen Kaskade angegeben, bei dem das Gatter
eine Hochzieh-Schalter-Anordnung enthält, die so konfiguriert ist,
daß sie
ein erstes logisches Signal ausgibt. Das Verfahren erfordert das
Anlegen einer ersten Versorgungstaktsignalform, eines ersten Eingangssignals
und eines zweiten Eingangssignals an die Hochzieh-Schalter-Anordnung, wobei
das zweite Eingangssignal das logische Komplement des ersten Eingangssignals
ist. Ein P-Typ-Schalterbauelement
wird innerhalb der Hochzieh-Schalter-Anordnung in Abhängigkeit
von dem ersten Eingangssignal und der ersten Versorgungstaktsignalform
geschaltet, und ein N-Typ-Schalterbauelement
wird in ähnlicher
weise innerhalb der Hochzieh-Schalter-Anordnung in Abhängigkeit
von dem zweiten Ein gangssignal und der ersten Versorgungstaktsignalform
geschaltet.
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Das
Verfahren umfaßt
die weiteren Schritte des Anlegens einer zweiten Versorgungstaktsignalform,
des ersten Eingangssignals und des zweiten Eingangssignals an eine
Herunterzieh-Schalter-Anordnung innerhalb des Gatters. Ein P-Typ-Schalterbauelement
wird innerhalb der Herunterzieh-Schalter-Anordnung in Abhängigkeit von dem zweiten Eingangssignal
und der zweiten Versorgungstaktsignalform geschaltet. Ein N-Typ-Schalterbauelement
wird innerhalb der Herunterzieh-Schalter-Anordnung in Abhängigkeit von dem ersten Eingangssignal
und der zweiten Versorgungstaktsignalform geschaltet.
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Die
jeweiligen Übergänge des
ersten und zweiten Eingangssignals sind um einen vorgegebenen Betrag
phasenverschoben. Insbesondere kann ein Übergang des zweiten Eingangssignals
relativ zu einem Übergang
des ersten Eingangssignals um den vorgegebenen Betrag, bei einem
Ausführungsbeispiel
beispielsweise um ein Viertel eines Zyklus der ersten Versorgungstaktsignalform,
verzögert
werden.
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Vorteilhafte
und/oder bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
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Die
vorliegende Erfindung wird beispielhaft und nicht im Sinne einer
Einschränkung
anhand der Figuren der begleiten den Zeichnungen veranschaulicht,
in welchen gleiche Bezugszeichen ähnliche Elemente anzeigen und
in welchen:
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1 ein
Schaltbild ist, das eine herkömmliche
CMOS-Inverterschaltung
zeigt.
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2 ist
ein Schaltbild, das eine Kaskade von logischen Stufen veranschaulicht,
die ein Ausführungsbeispiel
einer adiabatischen Schaltung gemäß der Erfindung umfassen, wobei
jede Stufe ein zugeordnetes Paar von Gattern aufweist.
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3 zeigt
Signalformen von Beispielversorgungstakten zur Verwendung bei der
adiabatischen Schaltung, die in 2 veranschaulicht
ist.
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4 veranschaulicht
eine Reihe beispielhafter Hochzieh- und Herunterzieh-Schalter-Anordnungen,
welche in der in 2 gezeigten adiabatischen Schaltung
verwendet werden können.
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5 ist
ein Zeitdiagramm, das die Zeitgabe und die Übergänge der verschiedenen Signale
in der in 2 gezeigten adiabatischen Schaltung
veranschaulicht, in welcher die Hochzieh- und Herunterzieh-Schalter-Anordnungen
Inverter aufweisen.
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6 ist
ein Schaltbild, das ein weiteres Ausführungsbeispiel einer adiabatischen
Schaltung gemäß der Erfindung
veranschaulicht.
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7 ist
ein Schaltbild, das noch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer adiabatischen
Schaltung gemäß der Erfindung
veranschaulicht.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Es
werden eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Implementieren einer
adiabatischen Logikfamilie beschrieben. In der folgenden Beschreibung werden
aus Gründen
der Erläuterung
zahlreiche spezielle Details angegeben, um ein besseres Verständnis der
vorliegenden Erfindung zu erreichen. Für den Fachmann ist es jedoch
klar, daß die
vorliegende Erfindung auch ohne diese speziellen Details ausgeführt werden
kann.
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Zunächst wird
auf 2 Bezug genommen, in der eine Kaskade adiabatischer
Logikstufen gezeigt ist, die allgemein durch das Bezugszeichen 30 bezeichnet
sind und die die Gatter 30, 32, 34 und 36 umfassen.
Die Gatter sind in Stufen von Paaren zugeordneter primärer und
sekundärer
Gatter angeordnet, wobei das primäre Gatter 30 und das
sekundäre Gatter 32 ein
erstes zugeordnetes Paar von Gattern und das primäre Gatter 34 und
das sekundäre
Gatter 36 ein zweites Paar zugeordneter Gatter sind. Jedes Paar
zugeordneter Gatter ist dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangssignale
der einzelnen Gatter komplementär
sind. Beispielsweise ist das Ausgangssignal des sekundären Gatters 32 das
Komplement des Ausgangssignals des primären Gatters 30. Die
primären
Gatter 30 und 34 werden von den sekundären Gattern 32 und 36 unter
anderem dadurch unterschieden, daß sie so eingekoppelt sind,
daß sie sowohl
ein Eingangssignal als auch ein Komplement des Eingangssignals von
einer vorhergehenden Stufe empfangen.
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Jedes
der Gatter 30, 32, 34 und 36 weist
eine Anordnung von Hochzieh-Schaltern und eine Anordnung von Herunterzieh-Schaltern sowie Schaltungen zum
Halten oder Aufrechterhalten eines Ausgangssignals aus einer dieser
Anordnungen von Schaltern auf. Jedes Gatter 30, 32, 34 und 36 ist
darüber
hinaus so eingekoppelt, daß es
wenigstens ein einzelnes Eingangssignal (in Abhängigkeit von der durch die
Anordnungen der Hochzieh- und Herunterzieh-Schalter ausgeführten logischen
Funktionen) empfängt
und wenigstens ein einzelnes Ausgangssignal ausgibt, welches wiederum
ein Eingangssignal für
ein stromab liegendes Gatter ist. Jedes Gatter 30, 32, 34 und 36 ist
darüber
hinaus zwischen zwei Stromversorgungsschienen eingekoppelt, welche Versorgungstaktsignalformen
führen.
Insbesondere sind die primären
Gatter 30 und 34 zwischen den Stromversorgungsschienen 58 und 60 eingekoppelt, welche
eine erste Versorgungstaktsignalform Φ1 bzw. eine zweite Versorgungstaktsignalform Φ1b, welche
um etwa 180° gegenüber der
Signalform Φ1 phasenverschoben
ist. Die sekundären
Gatter 32 und 36 sind zwischen den Stromversorgungsschienen 74 und 76 eingekoppelt,
welche eine dritte Versorgungstaktsignalform Φ2 bzw. eine vierte Versorgungstaktsignalform Φ2b, welche
um etwa 180° gegenüber der
Signalform Φ2
phasenverschoben ist, führen.
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Im
folgenden wird eine Beschreibung der Struktur jeder der Gatter 30 bis 36 angegeben.
Das Gatter 30 umfaßt
eine Anordnung von Hochzieh-Schaltern 38, wobei jeder der
die Anordnung 38 bildenden Schalter entweder ein P-Typ-Schalterbauelement
oder ein N-Typ-Schalterbauelement ist. Bei einem Ausführungsbeispiel
ist jedes P-Typ-Schalterbauelement ein pMOS-Schalter und jedes N-Typ-Schalterbauelement
ein nMOS-Schalter.
Die Anordnung der Hochzieh-Schalter 38 ist so konfiguriert,
daß sie
eine logische Funktion ausführen
(z.B. Inversions-, NAND- oder NOR-Funktionen) und daß sie ein
logisches Signal in Abhängigkeit
von einem Eingangssignal 40 und einem komplementären Eingangssignal 42,
welches das Komplement des Eingangssignals 40 ist, ausgeben.
Die Anordnung der Hochzieh-Schalter 38 kann gemäß gut bekannter CMOS-Techniken
konfiguriert sein, um eine gewünschte
logische Funktion durchzuführen.
Es wird jetzt auf 4 Bezug genommen, in der Beispiele von
pMOS- und nMOS-Schalterkonfigurationen, welche zum Aufbauen der
Anordnung von Hochzieh-Schaltern 38 verwendet werden können, als 44, 46 und 48 veranschaulicht
sind. Insbesondere könnten
die pMOS- und nMOS-Schalter so konfiguriert sein, daß sie den
Inverter 44, den NAND-Schalter 46 und den NOR-Schalter
implementieren. Der gezeigte Inverter 44 weist einen nMOS-Schalter 44.1 und
einen pMOS-Schalter 44.2 auf.
Bei jeder der Anordnungen von Hochzieh- Schaltern 44, 46 und 48 sind die
pMOS-Schalter so eingekoppelt, daß sie das Eingangssignal 40 empfangen,
und die nMOS-Schalter sind
so eingekoppelt, daß sie
das Komplement des Eingangssignals 42 empfangen. Im Falle
des NAND-Schalters 46 und des NOR-Schalters 48 umfaßt das Eingangssignal 40 zwei
Eingangssignale, nämlich
die Eingangssignale A und B, und das Komplementeingangssignal 42 umfaßt die Komplemente der
Eingangssignale A und B. Es wird sofort klar, daß durch Verwendung verschiedener
Kombinationen der Schalteranordnungen 44–48 es
möglich
ist, beliebige logische Funktionen innerhalb einer Anordnung von
Schaltern 38 zu implementieren, um ein vorgegebenes logisches
Ausgangssignal in Abhängigkeit
von dem Eingangssignal 40 und dem Komplementeingangssignal 42 zur
Verfügung
zu stellen.
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Das
Gatter 30 umfaßt
ferner eine Anordnung von Herunterzieh-Schaltern 50, welche
ebenfalls so eingekoppelt sind, daß sie das Eingangssignal 40 und
das Komplementeingangssignal 42 empfangen. Die Anordnung
von Herunterzieh-Schaltern 50 kann irgendeine der in 4 gezeigten
Herunterzieh-Schalter-Anordnungen 52, 54 oder 56 sein
oder irgendeine Kombination dieser Schalteranordnungen enthalten,
so daß ein
gewünschtes
logisches Signal in Abhängigkeit
von dem Eingangssignal 40 und dem Komplementeingangssignal 42 ausgegeben
wird. Jeder Schalter innerhalb der Anordnung von Herunterzieh-Schaltern 50 ist
entweder ein P-Typ-Schalterbauelement oder ein N-Typ-Schalterbauelement.
Bei einem Ausführungsbeispiel
ist jedes P-Typ-Schalterbauelement ein pMOS-Schalter und jedes N-Typ-Schalterbauelement
ist ein nMOS-Schalter. Der
gezeigte Inverter 52 weist einen pMOS-Schalter 52.1 und
einen nMOS-Schalter 52.2 auf. Die Anordnung von Herunterzieh-Schaltern 50 unterscheidet sich
von der Anordnung von Hochzieh-Schaltern 38 dadurch, daß jeder
nMOS-Schalter so
eingekoppelt ist, daß er
das Eingangssignal 40 empfängt, und jeder pMOS-Schalter
so eingekoppelt ist, daß er
das Komplement-Eingangssignal 42 empfängt.
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Die
Anordnung von Hochzieh-Schaltern 38 ist mit einer Stromschiene 58 gekoppelt,
welche die erste Versorgungstaktsignalform Φ1 trägt, während die Anordnung von Herunterzieh-Schaltern 50 mit der
Stromschiene 60 gekoppelt ist, welche die Versorgungstaktsignalform Φ1b trägt. Bei
einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung sind die Versorgungstaktsignalformen Φ1 und Φ1b um etwa
180° phasenverschoben,
wie es unten unter Bezugnahme auf 5 beschrieben
wird. Beispiele, wie einzelne Schalter innerhalb jeder der Anordnungen 38 und 50 zum
Empfangen der Versorgungstaktsignalformen Φ1 und Φ1b eingekoppelt sein können, sind
in 4 veranschaulicht. Es wird auf 3 Bezug
genommen, in der eine Beispielsignalform Φ1 veranschaulicht ist, bei
welcher die Versorgungstaktsignalform Φ1 eine Anstiegszeit von Tr aufweist, innerhalb welcher sie rampenförmig von
0V zu Vdd ansteigt. Die Signalform Φ1 wird dann
bei Vdd für eine vorgegebene Zeitdauer
gehalten, bevor sie wiederum linear rampenförmig von Vdd auf
0V abfällt.
Während
die Versorgungstaktsignalform Φ1
bei der Abbildung gemäß 3 als
linear ansteigend und abfallend gezeigt worden ist, könnte die
Signalform Φ1
auch irgendeine andere Signalform annehmen, wobei die trapezoide
Signalform, die in 3 gezeigt ist, nur als veranschaulichendes
Beispiel anzusehen ist. Bei einem Ausführungsbeispiel kann eine hocheffiziente
kapazitive Stromversorgungstechnik für die Erzeugung einer Treppenversorgungstaktsignalform
von mehreren Gleichspannungsquellen verwendet werden, um eine lineare
Rampenversorgungstaktsignalform anzunähern. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel kann
eine effektivere induktive Stromversorgungstechnik, die eine sinusförmige Zwei-Phasen-Versorgungstaktsignalform
aus einer einzigen Gleichspannungsquelle erzeugt und deren Frequenz
unempfindlich gegenüber
dem logischen Zustand eines Chips ist, geeigneter für die Maximierung
der Energieeffizienz sein.
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Die
jeweiligen Ausgangssignale der Anordnungen 38 und 50 von
Hochzieh- und Herunterzieh-Schaltern werden der Halte- schaltung 62 eingegeben,
welche so konfiguriert ist, daß sie
ein Ausgangssignal des Gatters 30 für das stromabwärts gelegene
Gatter 34 hält
und aufrechterhält,
wie unten beschrieben wird. Bei einem Ausführungsbeispiel weist die Halteschaltung 62 ein
Paar von Dioden 64 und 66 auf, bei welchem die
Diode 64 ein pMOS-Transistorschalter und die Diode 66 ein nMOS-Transistorschalter
ist. Die Dioden 64 und 66 sind darüber hinaus
substratkontaktiert (d.h. die Substrate sind mit den Drains der
Transistoren gekoppelt), um eine Verringerung des Energieverlustes über diesen
Bauelementen zu ermöglichen.
Insbesondere dann, wenn der Ausgang 63 über die Dioden 64 oder 66 hinauf-
oder hinuntergezogen wird, ist die in einer solchen Diode verbrauchte
Energie proportional zu dem Potentialabfall über der Diode. Dieser Potentialabfall
ist proportional zur Schwellspannung des MOSFET, der zum Implementieren
der Diode verwendet wird. Durch Verbinden des Substrats mit dem
Drain wird die Source-zu-Substrat-Vorspannung in Sperrichtung des
MOSFET auf etwa seine Schwellspannung begrenzt. Größere Beträge der in Sperrichtung
anliegenden Source-zu-Substrat-Vorspannung, die zu erwarten sind,
wenn das Substrat mit VCC (für pMOS)
und mit Masse (für
nMOS) verbunden ist, erhöhen
die MOS-Schwellspannung und somit die Verlustleistung innerhalb
der Diode.
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Die
Konstruktion der Dioden 64 und 66 kann einen Drei-Wannen-CMOS-Prozeß (Triple-tub CMOS
process; TRIMOS) erfordern, welcher eine Modifikation des Zwei-Wannen-Substrat-CMOS-Prozesses ist.
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Das
primäre
Gatter 34 ist in seiner Struktur im wesentlichen identisch
mit dem primären
Gatter 30, aber unterscheidet sich in der Weise, in welcher es
zwischen die Stromversorgungsschienen 58 und 60 eingekoppelt
ist. Insbesondere ist eine Anordnung von Herunterzieh-Schaltern 68 mit
der Stromschiene 58 und eine Anordnung von Hochzieh-Schaltern 70 mit
der Stromschiene 60 gekoppelt. In diesem Sinne kann das
primäre
Gatter 34 als eine "invertierte" Version des vorhergehenden
primären
Gatters 30 angesehen werden.
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Darüber hinaus
ist das primäre
Gatter 34 so eingekoppelt, daß es das Ausgangssignal 63 des
primären
Gatters 30 und außerdem
das Ausgangssignalkomplement 65 des Ausgangssignals 63 (von dem
sekundären
Gatter 32) als Eingangssignale empfängt. Das Gatter 34 erzeugt
ein Ausgangssignal 72, welches weiter zu stromabwärts liegenden
Gattern (nicht gezeigt) weitergeleitet werden kann. In diesem Fall
würden
irgendwelche weiter stromabwärts
liegende Gatter dem durch die primären Gatter 30 und 34 gebildeten
Muster von abwechselnden "invertierten" Gattern folgen,
welche zusammen die Kaskade von Gattern darstellen.
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Die
sekundären
Gatter 32 und 36 sind zwischen dem Paar von Stromschienen 74 und 76 eingekoppelt,
welche die Versorgungstaktsignalformen Φ2 bzw. Φ2b tragen. Bei einem Ausführungsbeispiel sind
die Versorgungstaktsignalformen Φ2
und Φ2b um
180° phasenverschoben.
Die Taktsignalform Φ2 kann
in ihrem Verlauf ähnlich
der Versorgungstaktsignalform Φ1
und, wie es in 3 gezeigt ist, gegenüber der
Versorgungstaktsignalform Φ1
um einen vorgegebenen Betrag phasenverschoben sein. Bei einem Ausführungsbeispiel
sind die Versorgungstaktsignalformen Φ1 und Φ2 um ein Viertel eines Taktzyklus
phasenverschoben, wie es in 3 gezeigt
ist. Die Phasendifferenz zwischen den Signalformen Φ1 und Φ2 führt darüber hinaus
dazu, daß die
Ausgangssignale der sekundären
Gatter 32 und 36 phasenverschoben gegenüber den
Ausgangssignalen der zugehörigen
primären
Gatter 30 und 34 sind bzw. diesen nacheilen, wie
es detaillierter unten unter Bezugnahme auf 5 beschrieben
ist.
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Jedes
der sekundären
Gatter 32 und 36 enthält eine Anordnung von Hochzieh-Schaltern 80 oder 82,
eine Anordnung von Herunterzieh-Schaltern 84 oder 86 und
Halteschaltungen 88 oder 90 zum Aufrechterhalten
oder Halten eines Ausgangssignals einer der Schalteranordnungen.
Jedoch unterscheiden sich die sekundären Gatter 32 und 36 von
den primären
Gattern 30 und 34 dadurch, daß die Anordnung der Hochzieh-Schalter 80 oder 82 jedes
der sekundären
Gatter nur P-Typ- Schalterbauelemente
aufweist, und die Anordnung der Herunterzieh-Schalter 84 oder 86 nur
N-Typ-Schalterbauelemente aufweist. Bei einem Ausführungsbeispiel
sind die P-Typ-Schalterbauelemente
pMOS-Schalter und die N-Typ-Schalterbauelemente nMOS-Schalter. Darüber hinaus
kann jede Anordnung von Schaltern 80–86 so konfiguriert
werden, daß sie
irgendeine einer Reihe von herkömmlichen
logischen Funktionen (z.B. Inversions-, NAND-, NOR-Funktionen) ausführt. Die
Anordnung von Schaltern 80 und 84 sind so konfiguriert,
daß sie
die gleichen logischen Funktionen wie die Anordnungen der Schalter 38 und 50 des
zugeordneten primären
Gatters 30 ausführen,
da das Ausgangssignal des Gatters 32 das Komplement des Ausgangssignals
des primären
Gatters 30 sein muß. Jeder
Schalter innerhalb dieser Anordnungen von Schaltern 80 und 84 ist
so eingekoppelt, daß er
nur das Eingangssignalkomplement 42 empfängt, und
jeder Schalter innerhalb der Anordnungen von Schaltern 82 und 86 ist
in ähnlicher
Weise so eingekoppelt, daß er
das Ausgangssignal des sekundären
Gatters 32 (d.h. das Komplement des Ausgangssignals des primären Gatters 30)
empfängt.
Wie bei dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel können die
Halteschaltungen 88 und 90 der Gatter 32 und 36 hinsichtlich
ihres Aufbaus identisch mit den Halteschaltungen der Gatter 30 und 34 sein.
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Bei
dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel
sind die sekundären
Gatter 32 und 36 von identischer Struktur, aber
in einer abwechselnden "inversen" Weise angeordnet.
Insbesondere ist die Anordnung von Hochzieh-Schaltern 80 des
Gatters 32 mit der Stromversorgungsschiene 74 gekoppelt,
während
die Anordnung von Hochzieh-Schaltern 82 des Gatters 36 mit
der Stromversorgungsschiene 76 gekoppelt ist. In ähnlicher
Weise ist die Anordnung der Herunterzieh-Schalter 84 mit
der Stromversorgungsschiene 76 gekoppelt, während die
Anordnung der Herunterzieh-Schalter 86 mit der Stromversorgungsschiene 74 gekoppelt
ist.
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Die
Funktionen der oben beschriebenen Kaskade 30 von lo- gischen
Stufen werden jetzt anhand der 1 und 5 be schrieben. 5 ist
ein Zeitdiagramm, das die Übergänge der
Signale innerhalb des Gatters 30 in Erwiderung der Übergänge des
Eingangssignals 40, des Eingangssignalkomplements 42 und
der Versorgungstaktsignalformen Φ1, Φ1b, Φ2 und Φ2b veranschaulicht.
Das Zeitdiagramm veranschaulicht ferner die Operation eines Ausführungsbeispiels
des primären
Gatters 30, bei welchem die Anordnung von Hochzieh- und
Herunterzieh-Schaltern 38 bzw. 50 die Inverter 44 und 52 umfaßt, die
in 4 veranschaulicht sind. Ein Verständnis der
Funktion der Ausführungsbeispiele
der primären
Gatter 30, bei welchen die Anordnungen 38 und 50 die
NAND- oder NOR-Gatter aufweisen (oder irgendeine Kombination dieser
Gatter, um eine logische Funktion zu realisieren) wird im Lichte
der folgenden Beschreibung von Fachleuten leicht erkennbar sein.
Die Operationen der verschiedenen Ausführungsbeispiele der anderen
Gatter 32, 34 und 36 werden in ähnlicher
Weise im Lichte der folgenden Beschreibung aufgrund der strukturellen Ähnlichkeiten zwischen
diesen verschiedenen Gattern verstanden.
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Es
wird jetzt insbesondere auf 5 Bezug genommen,
in der die Operation des primären
Gatters 30 veranschaulicht ist, wie es während zweier vollständiger Taktzyklen
vier Stufen durchläuft.
Jede Stufe hat somit die Dauer eines halben Zyklus und ist entweder
eine Bewertungsstufe (evaluate stage) (in welcher das Gatter 30 das
Eingangssignal 40 bewertet) oder eine Haltestufe (in welcher
das Gatter 30 das Ausgangssignal 63 hält). Irgendwelche
dem Gatter 30 vorhergehenden oder nachfolgenden primären Gatter
sind zu irgendeiner Zeit in einer Stufe, die sich von der des Gatters 30 unterscheidet.
Wenn beispielsweise das Gatter 30 in einer Haltestufe ist, dann
sind das Gatter, von welchem es das Eingangssignal 40 empfängt, und
das Gatter 34 beide in einer Bewertungsstufe und umgekehrt.
Jeder der beiden Taktzyklen ist ferner als in vier Bereiche (1–4 bzw. 5–8) unterteilt
gezeigt, wobei jeder Bereich eine Dauer von Tr hat,
wobei Tr die Anstiegszeit der Versorgungstaktsignalformen Φ1 und Φ2 ist. Jeder
der Bereiche 1–8
ist etwa von gleicher Dauer, obwohl es klar ist, daß die Dauer
der Anstiegszeit Tr (Bereiche 1, 3, 5 und
7) nicht mit der Dauer der Haltezeit (Bereiche 2, 4, 6 und 8) entsprechender
muß, damit
das veranschaulichte Ausführungsbeispiel
funktioniert. Die folgende Beschreibung beschreibt die Zustände der verschiedenen
Komponenten, Spannungsstufen an verschiedenen Knoten und die Bewegung
der Ladung in dem primären
Gatter 30 in jedem der Bereiche 1–4.
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Im
Bereich 1 sei angenommen, daß der Anfangszustand des Eingangssignals 40 (das
als IN1 in 5 bezeichnet ist) NIEDRIG ist,
und daß das
Eingangssignalkomplement 42 (das als INlb bezeichnet wird)
HOCH ist. Zu diesem Zeitpunkt sind sämtliche Bauelemente innerhalb
des Gatters 30 mit einer Ausnahme des Hochzieh-nMOS-Schalters 44.1 ausgeschaltet.
Wenn die Hochzieh-Taktsignalform Φ1 rampenförmig von 0 V auf Vdd geht
und die Herunterzieh-Taktsignalform Φ2 rampenförmig von Vdd auf
0 V nach unten geht, so wird ein Knoten (mp1), der sich zwischen
der Anordnung von Hochzieh-Schaltern 38 (d.h. dem Inverter 44)
und der pMOS-Diode 64 befindet, über den Hochzieh-nMOS-Schalter 44.1 hochgezogen.
Wenn die Spannung des Knoten mpl die Spannung Vtsdp +
Vtsdn überschreitet
(wobei Vtsdp die Schwellspannung der Diode 64 und
Vtsdn die Null-Vorspannung der nMOS-Diode 66 ist),
so schaltet die Diode 64 ein, was bewirkt, daß das Ausgangssignal 63 (das
als OUT1 in 5 bezeichnet ist) über die
Diode 64 hochgezogen wird. Dieses Ereignis ist am Punkt 100 in 5 veranschaulicht.
Wenn die Hochzieh-Taktsignalform Φ1 die Spannung Vtsp +
Vtsdn erreicht (wobei Vtsp die
Schwellspannung des Hochzieh-pMOS-Schalters 44.2 ist),
so schaltet der HochziehpMOS-Schalter 44.2 ein. Da die
Spannung des Zwischenknotens mp1 im wesentlichen der Versorgungstaktsignalform Φ1 im Bereich 1 folgt,
ist es klar, daß die
Potentialdifferenz über
dem pMOS-Schalter 44.2 minimal ist, wenn er schaltet, weshalb
eine Anforderung einer adiabatischen Schaltung erfüllt wird. Der
Zwischenknoten mp1 wird somit adiabatisch auf Vdd über sowohl
den Hochzieh-nMOS-Schalter 44.1 als auch den tMOS-Schalter 44.2,
die parallel arbeiten, aufgeladen. Gleichzeitig wird das Ausgangssignal 63 adiabatisch
auf Vdd-Vtsdp oder HOCH über die Schalter 44.1 und 44.2 in
Reihe mit der pMOS-Diode 64 aufgeladen. Wenn die Spannung
des Zwischenknotens mpl Vdd-Vtsdp-Vtsn überschreitet
(wobei Vtsn die Schwellspannung des Hochzieh-nMOS-Schalters 44.1 ist),
so schaltet der Hochzieh-nMOS-Schalter 44.1 aus. Wiederum
ist die Potentialdifferenz über dem
Schalter 44.1 beim Schalten näherungsweise gleich Null (0)
Volt. Das Eingangssignal 40 und das Eingangssignalkomplement 42 werden
auf NIEDRIG bzw. HOCH gehalten und die Herunterzieh-pMOS- und nMOS-Schalter 52.1 und 52.2 bleiben
aus.
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Im
Bereich 2 wird die Herunterzieh-Versorgungstaktsignalform Φ1b auf NIEDRIG
gehalten (d.h. bei Vtsdn). Die Hochzieh-Versorgungstaktsignalform Φ1 wird HOCH
gehalten (VddVtsdp)
und treibt somit aktiv das Ausgangssignal 63 und den Zwischenknoten
mpl über
den Hochzieh-pMOS-Schalter 44.2 und die pMOS-Diode, die
beide eingeschaltet sind. Da das Eingangssignal 40 und
das Eingangssignalkomplement 42 auf NIED-RIG bzw. HOCH gehalten werden,
bleiben die HerunterziehpMOS- und nMOS-Schalter 52.1 und 52.2 aus.
Am Ende des Bereichs 2 (d.h. des ersten halben Zyklus des Taktes) wurde
das NIEDRIG-Eingangssignal 40 dementsprechend bewertet
und das Ausgangssignal 63 in Erwiderung dieses Eingangssignal
auf HOCH getrieben. Die oben genannten Bereiche 1 und 2 können folglich als
eine Bewertungsstufe des Gatters 30 angesehen werden, während die
unten beschriebenen Stufen 3 und 4 eine Haltestufe
umfassen.
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Mit
Beginn der zweiten Hälfte
des Taktzyklus im Bereich 3 geht die Versorgungstaktsignalform Φ1 rampenförmig von
Vdd auf 0 V linear nach unten, und der Zwischenknoten
mp1 wird demzufolge adiabatisch über
den pMOS-Schalter 44.2 heruntergezogen. Die pMOS-Diode 64 hindert
Ladung aus dem Ausgangssignal 63 daran, dem Spannungsabfall
an dem Zwischenknoten mp1 zu folgen, und der zuvor bewertete HOCH-Wert
des Aus gangssignals 63 wird somit gehalten. Wenn Φ1 unter
Vdd-Vtsdp-Vtsn abfällt, wird
der Hochzieh-nMOS-Schalter 44.1 wieder eingeschaltet. Zum
Zwecke der Veranschaulichung sei angenommen, daß das Eingangssignal 40 jetzt,
wie es im Punkt 102 in 5 angezeigt
ist, durch ein stromaufwärts
gelegenes Gatter (nicht gezeigt) auf HOCH getrieben worden ist.
Der Hochzieh-pMOS-Schalter 44.2 bleibt eingeschaltet, bis Vp-Vint=Utsp (wobei Vp die Spannung am Zwischenknoten mpl und
Vint die Spannung des Eingangssignals 40 ist)
ist, an welchem Punkt er ausschaltet.
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Es
sei angemerkt, daß der Übergang
des Eingangssignalkomplements 42 von HOCH zu NIEDRIG gegenüber dem Übergang
des Eingangssignals 40 um ein Viertel eines Taktzyklus
(Tr) verzögert wird, und daß das Eingangssignalkomplement 42 dementsprechend
um ein Viertel eines Taktzyklus gegenüber dem Eingangssignal 40 phasenverschoben
ist. Diese Verzögerung
ist am besten zu verstehen, indem man berücksichtigt, daß das Eingangssignalkomplement 42 durch
ein in seiner Konstruktion dem Gatter 36 identischen Gatter
eines Paares zugeordneter Gatter, die dem Paar von zugeordneten
Gattern 30 und 32 in der Kaskade von Gatterpaaren
vorhergehen, erzeugt wird. Da das das Eingangssignalkomplement 42 erzeugende
Gatter dementsprechend zwischen Stromversorgungsschienen 74 und 76 eingekoppelt ist
und somit von den Versorgungstaktsignalformen Φ2 und Φ2b abhängt, welche gegenüber den
Versorgungstaktsignalformen Φ1
und Φ1b
um Tr phasenverschoben sind, folgt daraus,
daß das
Ausgangssignal eines solchen Gatters relativ zu dem Ausgangssignal
eines zugeordneten primären
Gatters, welches das Eingangssignal 40 erzeugt und von
der Versorgungstaktsignalform Φ1
abhängig
ist, verzögert wird.
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Da
das Eingangssignalkomplement 42 im Bereich 3 HOCH
bleibt, bleibt der Hochzieh-nMOS-Schalter 44.1 ein und
der Zwischenknoten mp1 wird durch die Versorgungstaktsignalform Φ1 adiabatisch
hinunter auf 0 V gezogen. Da das Eingangssi- gnal 40 der
Versorgungstaktsignalform Φ1b
nacheilt, bleibt der Herunterzieh-nMOS-Schalter 52.2 aus,
und der Herunterzieh-pMOS-Schalter 52.1 bleibt ebenfalls
aus, da das Eingangssignalkomplement 42 HOCH bleibt, wie
es oben beschrieben wurde. Das Ausgangssignal 63 wird somit
während
dieses Bereichs der Haltestufe auf HOCH gehalten.
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Bewegt
man sich zum Bereich 4 weiter, so bleibt die Herunterzieh-Versorgungstaktsignalform Φ1b bei Vdd, und so bleibt der Herunterzieh-nMOS-Schalter 52.2 in
einem Aus-Zustand. In ähnlicher
Weise bleibt die Hochzieh-Versorgungstaktsignalform Φ1 bei 0
V, womit sie den Hochzieh-pMOS-Schalter 44.2 auf
Aus hält.
Das vorhergehende Komplementgatter (nicht gezeigt) treibt jetzt das
Komplementeingangssignal 42 von HOCH zu NIEDRIG (d.h. Vtsdn). Dies führt dazu, daß der Hochzieh-nMOS-Schalter 44.1 ausschaltet
und der Herunterzieh-MOS-Schalter 52.1 einschaltet. Die
Potentialdifferenz über
dem Schalter 52.1 ist wiederum etwa 0 V zum Zeitpunkt des
Umschaltens, da Φ1b
und die Spannung an dem Zwischenknoten mn1 beide HOCH sind. Jedoch
wird das Ausgangssignal 63 heruntergezogen. Dies ist der
Fall, da die Herunterzieh-Versorgungstaktsignalform Φ1b bei Vdd ist, ein Knoten mn1 (Zwischenknoten der
Anordnung von Herunterzieh-Schalter 50 und der nMOS-Diode 66) bei
Vdd bleibt und die nMOS-Diode demzufolge
ausbleibt, womit das Ausgangssignal 63 auf HOCH gehalten
wird.
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Somit
ist am Ende des Bereichs 4 und des ersten Taktzyklus das Gatter 30 wiederum
bereit, den geänderten
Zustand des Eingangssignals 40 zu bewerten, welcher von
NIEDRIG auf HOCH im Bereich 3 überging.
Diese Bewertung wird in einer Weise ausgeführt, die analog der Weise ist,
in welcher die Bewertung in den Bereichen 1 und 2 durchgeführt wurde.
Demzufolge wurde eine adiabatische Schaltungsanordnung, innerhalb
welcher eine Logikfamilie konstruiert werden kann, und die Betriebsweise
einer solchen Schaltungsanordnung oben beschrieben. Wie man aus
der Beschreibung bemerkt, tritt das Schalten der pMOS- und nMOS-Schalter
innerhalb der Hochzieh-und
Herunterziehschalteranordnungen auf, wenn die Potential differenz über diesen
Schaltern niedrig und bei ungefähr
0 V ist, womit ein Ladungsfluß über die
Schalter verhindert und ein sich daraus ergebender hoher Energieverlust
infolge der resistiven Natur solcher Schalter verhindert wird. Die vor
liegende Erfindung ist deshalb vorteilhaft, weil diese Charakteristik
mit nur vier Versorgungstaktsignalformen (Φ1, Φ1b, Φ2 und Φ2b) und mit nur einer begrenzten
Anzahl von Schalterbauelementen erreicht wird.
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Die 6 und 7 zeigen
alternative Ausführungsbei
spiele der vorliegenden Erfindung, bei welchen die Konstruktion
der Halteschaltungen von dem in 2 veranschaulichten
Ausführungsbeispiel abweicht.
Insbesondere unter Bezugnahme auf 6 sei angemerkt,
daß bei
dem primären
Gatter 110 der Substratkörper der pMOS-Diode 120 mit
einer Gleichspannungsquelle Vdd gekoppelt
ist und daß der
Substratkörper
der nMOS-Diode 122 mit Masse gekoppelt ist. In ähnlicher
Weise ist bei dem primären Gatter 112 der
Substratkörper
der nMOS-Diode 124 mit Masse und der Substratkörper pMOS-Diode
mit Vdd gekoppelt. Diese Anordnung führt, da
Ladungen die Dioden durchlaufen, zu einer größeren Verlustleistung, als
bei den in 2 veranschaulichten Gattern,
es kann aber dennoch wünschenswert
sein, diese aus Kostengründen
zu implementieren. 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel,
bei welchem die Substratkörper
der pMOS- und nMOS-Dioden der sekundären Gatter 114 und 116 ebenfalls
mit Masse und Vdd gekoppelt sind, wie es
oben unter Bezugnahme auf 6 beschrieben
wurde.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf spezielle Ausführungsbeispiele
beschrieben worden ist, ist es klar, daß verschiedene Modifikationen
und Änderungen
an diesen Ausführungsbeispielen
vorgenommen werden können, ohne
vom breiteren Geist und Umfang der Erfindung abzuweichen. Insbesondere
wurde in der obigen Beschreibung beschrieben, daß die Schalterbauelemente unter
Verwendung von nMOS- und pMOS-MOSFETs in Siliziumsubstraten oder
SOI implementiert worden sind. Es ist klar, daß die Lehren der vorliegenden Erfindung
auch unter Verwendung komplementärer
FET-ähnlicher
Schalterbauelemente, wie beispielsweise MOSFETs oder HEMTs implementiert
werden können.
Demzufolge sind die Beschreibung und die Zeichnungen nur in einem
veranschaulichenden und nicht in einem einschränkenden Sinne zu verstehen.