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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung
von Metallpulver durch Sprühen.
Insbesondere soll die Erfindung kugel- oder kornförmiges Feinpulver
bereitstellen, das zur Formgebung durch Metallspritzgießen für Sinterprodukte
geeignet ist.
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HINTERGRUND DER TECHNIK
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Normalerweise
wird Metallpulver durch mechanisches Mahlen, Elektrolyse, chemische
Reduktion oder Sprühen
hergestellt. von diesen Verfahren findet Sprühen breite Anwendung wegen
der Fähigkeit
zur Massenproduktion und Anwendbarkeit auf vielfältige Metalle. Sprühen, auch
Zerstäuben
bzw. Atomisieren genannt, ist ein Verfahren zum Pulverisieren von
schmelzflüssigem
Metall durch Sprühen
unter Einspritzen von Gas oder Flüssigkeit in einen Abwärtsstrom
aus schmelzflüssigem
Metall, der aus einem kleinen Loch im Boden eines Behälters, z.
B. eines Tundishs oder eines Tiegels, fließt. Bei diesem Verfahren wird
Inertgas gewöhnlich
als Gas verwendet, und Wasser kommt ge wöhnlich als Flüssigkeit
zum Einsatz; das zuerst genannte Verfahren wird als Gaszerstäubungsverfahren
bezeichnet, und das zuletzt genannte Verfahren wird Wasserzerstäubungsverfahren
genannt. Dieses Verfahren ist z.B. in der
DE 1 958 610 A und
DE 1 458 127 C beschrieben.
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Normalerweise
bildet das Gaszerstäubungsverfahren
kugelförmiges
Metallpulver mit hoher Klopfdichte (Engl. "Tapping Density") und geringem Sauerstoffgehalt. Daher
hat dieses Verfahren den Vorteil, wirksam Metalle mit hoher Affinität für Sauerstoff,
z.B. Ti und Al, oder diese Metalle enthaltende Legierungen zu pulverisieren.
Nachteilig bei diesem Verfahren ist aber die Schwierigkeit, feinere
Teilchen als beim Wasserzerstäubungsverfahren
zu erhalten, insbesondere ultrafeine Teilchen unter 10 μm, was an
der kleineren Energie des Inertgases als Zerstäubungsmedium liegt. Außerdem führt der
hohe Preis des Inertgases in der Regel zu hohen Kosten des Pulvers.
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Andererseits
erzeugt die Wasserzerstäubung
gewöhnlich
Teilchen mit unregelmäßiger Form
und geringer Klopfdichte. Ferner führt die Reaktion zwischen dem
Metall und aus dem Wasserstrahl erzeugtem Wasserdampf zur Oxidation
des Metalls und Erhöhung
des Sauerstoffgehalts im Pulver. Wie aber zuvor erwähnt wurde,
kann durch das Wasserzerstäubungsverfahren
feineres Pulver aufgrund der hohen Energie von Wasser gegenüber Gas
als Zerstäubungsmedium
erzeugt werden, und es hat den Vorteil, daß das produzierte Pulver infolge
der Wasserverwendung billig ist.
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Metallpulver
wird für
vielfältige
Anwendungsbereiche genutzt, z. B. beim Verfahren zum Metallspritzgießen (MIM),
für Verbundmaterialien,
Katalysatoren, Anstrichstoffe u. a. Der Markt für diese Anwendungen hat hohen
Bedarf an feinem Metallpulver in großen Mengen und zu geringen
Kosten. Insbesondere verzeichnet der Markt für das MIM-Verfahren eine zunehmende
Nachfrage nach billig angebotenem Feinpulver mit Kugel- oder Kornform und
niedrigem Sauerstoffgehalt, während
das MIM-Verfahren seit kurzem Beachtung für die Herstellung von Metallteilen
mit dreidimensionalen komplizierten Formen findet. Zu diesem Bedarf
gehört die
Anwendung der Wasserzerstäubung
zur billigen Pulverherstellung aus Metallen mit starker Affinität für Sauerstoff,
z. B. das vorgenannte Ti oder Al, und auch Legierungen dieser Metalle.
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Im
MIM-Verfahren werden Metallerzeugnisse durch Spritzgießen von
Rohmaterial (Pellets) hergestellt, die ausreichende Fließfähigkeit
durch Mischen von Bindemitteln als Wachs oder thermoplastisches
Harz haben, woran sich die Entfernung der Bindemittel und Sintern
anschließen.
Daß kugel-
oder kornförmiges
Pulver für
das MIM-Verfahren benötigt
wird, ist darin begründet,
daß Pellets
ausreichende Fließfähigkeit
verliehen wird. Man geht davon aus, daß die Fließfähigkeit von Pellets mit zunehmender
Klopfdichte von Metallpulver höher
wird, und eine Pulverform mit guter kugelförmiger Gestalt erhöht wirksam
die Klopfdichte (nach JIS Z 2500 ist die Klopfdichte als "Pulvermasse je Volumeneinheit
in einem Behälter
nach Rütteln" definiert).
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Außerdem sollten
im MIM-Verfahren die Bindemittel leicht entfernbar sein. Zwecks
guter Fließfähigkeit und
stabiler Form sind die Bindemittel gewöhnlich mit bis zu 50 bis 35
Volumenprozent in Übereinstimmung mit
der Metallpulvermenge von 50 bis 65 Prozent enthalten. Da sie im
Entfernungsverfahren vollständig
entfernt werden müssen,
muß die
Menge der Bindemittel möglichst
klein sein. Auch in diesem Fall ist Pulver mit Kugel- oder Kornform,
d. h. hoher Klopfdichte, vorteilhaft, da die notwendige Bindemittelmenge
wirksam reduziert und Zeit zur Bindemittelentfernung eingespart
wird.
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Ferner
ist für
das MIM-Verfahren Feinpulver notwendig. Allgemein steigert Feinpulver
die Berührungspunkte
zwischen Teilchen und läßt sich
mit höherer
Dichte bei geringerer Sintertemperatur sintern. Die Dichte von Metallteilen,
die durch das MIM-Verfahren erzeugt werden, wird anhand der relativen
Dichte bewertet. Die relative Dichte nach Sintern steigt mit sinkender
Teilchengröße, so daß allgemein
für MIM-Anwendungen
erklärt
wird, daß die
mittlere Pulvergröße etwa
10 μm betragen
sollte (nach JIS Z 2500 ist die relative Dichte als "Verhältnis der
Dichte eines porösen
Artikels bezogen auf die Dichte eines porenfreien Artikels aus den
gleichen Bestandteilen" definiert).
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Außerdem muß für das MIM-Verfahren
der Sauerstoffgehalt im Metallpulver niedrig sein. Hoher Sauerstoffgehalt
führt zur
Retention von Sauerstoff als nichtmetallischer Einschluß in den
durch MIM verarbeiteten Metallteilen sowie schlechten mechanischen
Eigenschaften für
sie.
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Zusammenfassend
muß Pulver
für das
MIM-Verfahren geringe Größe, Kugel-
oder Kornform, hohe Klopfdichte und niedrigen Sauerstoffgehalt haben.
Für Pulver
mit unregelmäßiger Form
läßt sich
ausreichende Fließfähigkeit
zum Spritzgießen
durch Erhöhen
der Bindemittelmenge erreichen, wobei aber die Kosten zur Bindemittelentfernung
steigen und die Produkte keine ausreichende Homogenität des metallischen
Pulvers haben, was zu schlechter Leistung führt. Zu Beginn der Entwicklung
des MIM-Verfahrens
wurde hauptsächlich durch
das Carbonylverfahren hergestelltes Pulver aufgrund seines stabilen
Angebots verwendet, wobei aber das Pulver des Carbonylverfahrens
auf reines Metall wie Eisen und Nickel beschränkt war. In letzter Zeit hat mit
der angestrebten Ausweitung von MIM-Produkten auf breitere Anwendungsbereiche
mit der Entwicklung der MIM-Technik
Pulver aus vielfältigen
Legierungen, das durch Zerstäuben
hergestellt wird, Beachtung als Material für das MIM-Verfahren gefunden. Wie aber zuvor dargestellt
wurde, bestehen trotz der aufgrund ihrer Kugelform, ihrer hohen
Klopfdichte und ihres geringen Sauerstoffgehalts gegebenen Eignung
der gaszerstäubten
Pulverprodukte für
das MIM-Verfahren Nachteile wegen hoher Produktionskosten und der
Schwierigkeit, feine Teilchen zu erhalten.
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Obwohl
andererseits die Wasserzerstäubung
den Vorteil hat, daß sich
feine Teilchen leicht erhalten lassen und die Produktionskosten
niedrig sind, hat sie wegen unregelmäßiger Teilchenform und geringer
Klopfdichte der Pulvererzeugnisse Probleme beim Anwenden auf das
MIM-Verfahren. Problematisch bei der Verwendung eines solchen wasserzerstäubten Pulvers
mit unregelmäßiger Teilchengröße im MIM-Verfahren
ist, daß das
Einspritzen in komplizierte Abschnitte schwierig ist. Dadurch entsteht
eine Grenze für
die anwendbare Größe metallischer
Artikel, und die Maßgenauigkeit
in den Produkten ist wegen der Ungleichmäßigkeit beim Einspritzen minderwertig.
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Somit
besteht Bedarf an einer Technik zur billigen Massenproduktion von
Metallpulver für
das MIM-Verfahren durch Wasserzerstäubung, wobei aber bisher noch
kein befriedigender Verfahrensablauf zur Verfügung steht. Als Beispiel für die Herstellung
von Metallpulver durch ein Sprühverfahren
des Stands der Technik sei die JP-52-19540 B (Sho) "Spraying and pulverizing
apparatus for molten metal" genannt.
In dieser Patentveröffentlichung
wird beschrieben, daß "die Erfindung die
Herstellung von Metallpulver mit geeigneten Eigenschaften für die Pulvermetallurgie
durch Steuern der Sprühnebelform
mittels Auswahl der geeigneten Anzahl von Sprühdüsen, des Öffnungsdurchmesser der Düsen und
der Oberflächenkennwerten
der Führungsvorderkante
für den
Flüssigkeitsstrom
zu den Düsenöffnung gewährleistet". Somit liegt diese
frühere
Erfindung in der gleichen technischen Kategorie wie die vorliegende
Erfindung, zielt aber beschreibungsgemäß auf "Pulverisiervorrichtungen zum Einsatz
bei der Massenproduktion von Pulver mit unregelmäßiger Form, das für die Pulvermetallurgie
geeignet ist", ab.
Diese frühere
Erfindung enthält
keinerlei Offenbarung zum technischen Aspekt in Zusammenhang mit
der Herstellung von kugel- oder kornförmigem Metallpulver, was das
Ziel der vorliegenden Erfindung ist.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Angesichts
des dargelegten aktuellen Stands beabsichtigt die Erfindung, feine
Teilchen billig durch Sprühen
herzustellen. Insbesondere konzentriert sich das Augenmerk auf die
kommerzielle großtechnische und
kostengünstige
Herstellung von Feinpulver in Kugel- oder Kornform mit niedrigem
Sauerstoffgehalt, das für
das MIM-Verfahren geeignet ist.
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Die
Aufgabe wird mit den Merkmalen der Patentansprüche gelöst.
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Die
mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
dass Metallpulver zustande kommen kann, das die kombinierten Vorteile
gaszerstäubter
und flüssigkeitszerstäubter Produkte
aufweist, indem schmelzflüssiges
Metall nacheinander durch Gas und dann durch Flüssigkeit pulverisiert wird.
Das heißt,
dieses Verfahren kann großtechnisch
und mit geringen Kosten Metallpulver herstellen, das eine feine
Teilchengröße, eine
Kugel- oder Kornform und einen geringen Sauerstoffgehalt hat.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden
näher beschrieben.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Querschnittansicht eines Beispiels für die Vorrichtung der Erfindung,
und 2 ist ein Diagramm zur Darstellung der Druckverteilung
im Beispiel 1. 3 ist eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme
von Metallpulver, das durch das Verfahren von Beispiel 1 hergestellt
wurde, und 4 ist eine rasterelektronenmikroskopische
Aufnahme von Metallpulver, das durch ein herkömmliches Verfahren hergestellt wurde.
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BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORM
DER ERFINDUNG
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Im
Verfahren zur Herstellung von Metallpulver aus schmelzflüssigem Metall
durch Sprühen
erfolgt durch die Er findung ein aufeinanderfolgendes Pulverisieren
von schmelzflüssigem
Metall durch Gas und dann durch Flüssigkeit. Daher kann durch
die Erfindung Metallpulver hergestellt werden, das die kombinierten
Vorteilen von Pulvereigenschaften hat, die sowohl durch Gaszerstäubung als
auch durch Wasserzerstäubung
zustande kommen.
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Im
folgenden wird die praktische Durchführung der Erfindung anhand
der beigefügten
Zeichnungen erläutert. 1 ist
eine Querschnittansicht der Vorrichtung als Beispiel für die Erfindung.
In 1 bezeichnet 1 eine Düse, die eine Mündung 2 in
der Mitte hat. Unter der Düse 1 ist
ein Ejektorrohr 7 längs
der Achse der Mündung 2 eingebaut.
Am Ausgang der Mündung 2 ist
eine Prallplatte 3 mit einer kleineren Öffnung als die des Ausgangs
der Mündung 2 angeordnet.
An der Unterseite der Düse 1 ist
ein Schlitz 4 angeordnet, um Flüssigkeit durch einen Einlaß 8 für die Flüssigkeit
in die Düse
einzuleiten, und ein Flüssigkeitsstrahl 6 wird
durch Ausstoßen
aus dem Schlitz 4 so gebildet, daß er am Konvergenzpunkt 11 des
Strahls fokussiert ist bzw. zusammenläuft.
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Unter
Bildung des Flüssigkeitsstrahls
in dieser Konfiguration wird schmelzflüssiges Metall als feiner Strom 10 aus
einem flüssiges
Metall enthaltenden Behälter 9 (Tundish
oder Tiegel) in die Mündung 2 in
der Düse 1 nach
unten geführt.
Danach wird durch die Wirkung von in die Düse strömendem Gas 12 das
schmelzflüssige
Metall in schmelzflüssige
Metallteilchen im Bereich C innerhalb des Flüssigkeitsstrahls in der Umgebung
des Düsenausgangs
aufgespalten. Die so gebildeten schmelzflüssigen Metallteilchen werden
durch den Flüssigkeitsstrahl 6 weiter
aufgespalten. Durch die kontinuierliche Pulverisierungsverarbeitung
durch das Gas 12 und den Flüssigkeitsstrahl 6 wird
Metallpulver bereitgestellt, das Vorteile der Herstellung sowohl
durch Gaszerstäubung
als auch durch Wasserzerstäubung
hat.
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Im
folgenden werden die jeweiligen Bedingungen für die Herstellung von Metallpulver
durch die Erfindung erläutert.
Als Art der Düse 1 empfiehlt
sich zunächst
die Verwendung einer Vollkegeldüse.
Wenngleich vielfältige
Düsenarten
entwikkelt wurden, muß zur
befriedigenden Durchführung
der Erfin dung die Düse
eine Funktion zum Aufteilen des Raums in Bereiche B und C gemäß 1 haben,
wobei der aus der Düse
herausgeführte
Wasserstrahl durch die Wirkung des umgekehrt kegelförmigen Wasserstrahls 6 wandartig
wird.
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Als
Düsen,
die für
diese Zwecke geeignet sind, gibt es eine V-förmige Düse und eine umgekehrt kegelförmige Düse. Die
umgekehrt kegelförmige
Düse, auch
konische Kegel- oder Vollkegeldüse
genannt, hat einen Schlitz mit kontinuierlicher Ringform zum Flüssigkeitsausstoß. Daher
erzeugt sie einen Flüssigkeitsstrahl mit
umgekehrter Kegelform, und der Druck innerhalb des umgekehrt kegelförmigen Strahls
ist ein Unterdruck. Da die umgekehrt kegelförmige Düse einen höheren Unterdruck als die anderen
Düsenarten
erzeugt, ist sie für
die Erfindung am besten geeignet. Daher werden nachfolgend in der
Beschreibung die Beispiele anhand der Fälle erläutert, in denen eine umgekehrt
kegelförmige
Düse zum
Einsatz kommt, wobei der Begriff "Vollkegeldüse" die umgekehrt kegelförmige Düse darstellt.
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Gas 12 wird
zusammen mit schmelzflüssigem
Metall in die Mündung 2 eingesaugt,
während
Flüssigkeit
durch die Öffnung 8 in
die Düse
eingeleitet wird, um einen Flüssigkeitsstrahl 6 zu
erzeugen, der zum Fokuspunkt 11 zusammenläuft. Bei
seinem Einströmen
in die Mündung
wird das Gas so gesteuert, daß es
ein Laminarstrom ist und sich am Mündungsausgang 13 einer
Geschwindigkeit nähert
oder diese erreicht, die der Schallgeschwindigkeit entspricht. Auf
diese Weise läßt sich
eine Aufspaltung des Abwärtsstroms 10 aus schmelzflüssigem Metall
im Bereich C innerhalb des Flüssigkeitsstrahls 6 erreichen.
Hierbei bezeichnet Laminarstrom den Zustand, in dem das Gas mit
nahezu gleicher Geschwindigkeit wie der Abwärtsstrom 10 des schmelzflüssigen Metalls
in der Umgebung des Metallstroms fließt und mit einer höheren Geschwindigkeit
an der Position fließt,
die einen Abstand vom Abwärtsstrom 10 des
schmelzflüssigen
Metalls hat. Zur Aufrechterhaltung eines solchen Zustands sollte
die Mündung 2 stromlinienförmig sein
und zudem eine glatte Oberfläche zur
Senkung des Widerstands gegen die Gasströmung haben.
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Man
geht davon aus, daß diese
Aufspaltung durch das Gas durch eine abrupte Änderung des Gasstroms im Bereich
C hervorgerufen wird; Gas tritt aus dem Mündungsausgang 13 mit
einer zuvor genannten Geschwindigkeit aus, dehnt sich abrupt aus
und kollidiert mit der Wand des Flüssigkeitsstrahls, wodurch Ausdehnungs-
und Verdichtungswellen durch Reflexionsvorgänge des kollidierenden Gases
erzeugt werden. Durch wiederholte Reflexionen an der Wand des Flüssigkeitsstrahls 6 induzieren
Ausdehnungs- und Verdichtungswellen die Aufspaltungswirkung des
Abwärtsstroms
von schmelzflüssigem
Metall so, als ob eine Gaszerstäubungserscheinung
auftritt.
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Die
Wand des Flüssigkeitsstrahls 6 sollte
möglichst
fest sein, um die Gasreflexion im Bereich C innerhalb des Flüssigkeitsstrahls
zu gewährleisten.
Daher sollte die Dicke des Flüssigkeitsstrahls
mindestens 50 μm
betragen, und der Strom sollte möglichst
gleichmäßig sein.
Liegt die Dicke unter 50 μm,
schreitet die Aufspaltung von schmelzflüssigem Metall nicht zufriedenstellend
fort, da das Gas den Flüssigkeitsstrahl
aufbricht, wodurch Ausdehnungs- und Verdichtungswellen fehlen. Auch
bei nicht gleichmäßiger Wand
tritt keine umfangreiche Aufspaltung von schmelzflüssigem Metall
auf, da die Richtungen von reflektiertem Gas breit gestreut sind
und sich die Stellen der Erzeugung von Ausdehnungs- und Verdichtungswellen
verteilen.
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Übersteigt
die Gasgeschwindigkeit am Mündungsausgang 13 die
Schallgeschwindigkeit, lassen sich auch Ausdehnungs- und Verdichtungswellen
erzeugen und bewirken die Aufspaltung von schmelzflüssigem Metall.
Um aber die Geschwindigkeit über
der Schallgeschwindigkeit zu halten, sollte der Unterdruck im Bereich
C erhöht
sein, was zu einer schwierigen Steuerung des Betriebs führt. Daher
braucht die Strahlgeschwindigkeit nicht unbedingt höher als
die Schallgeschwindigkeit sein, sondern es reicht aus, wenn sie
der Schallgeschwindigkeit nahekommt oder gleich dieser ist. Daß ein solcher
Zustand erreicht ist, läßt sich
leicht durch hohe Töne
erkennen, mit denen die Erzeugung von Ausdehnungs- und Verdichtungswellen
einhergeht.
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Andererseits
sollte Gas in die Mündung
in einem Laminarstrom eingeleitet werden, um Störungen im Strom aus schmelz flüssigem Metall
vor Ausstoßen
aus dem Mündungsausgang 13 zu
unterdrücken.
Bei Störung
des Metallstroms ist der Gasstrom selbst gestört, was zu einem ungünstigen
Zustand für
die Erzeugung der Ausdehnungs- und Verdichtungswellen führt.
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Zur
Herstellung von Metallpulvern, die dem Zweck der Erfindung entsprechen,
sollte der Gasruck auf folgende Weise gesteuert sein:
- a. Vom Eingang zum Ausgang der Düse wird der Gasdruck verringert.
- b. Beim Austritt aus dem Düsenausgang
wird der Gasdruck erhöht.
- c. Der zuvor im Stadium b erhöhte Gasdruck wird auf dem Weg
nach unten zu einem Konvergenzpunkt des Flüssigkeitsstrahls verringert,
der durch Flüssigkeitsausstoß aus dem
die Düsenunterseite
umgebenden Schlitz gebildet ist.
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Näher dargestellt
sollte der Gasdruck so gesteuert sein, daß er vom Oberteil der Mündung 2 (der
Position A in 1) zum Mündungsausgang 13 gesenkt,
anschließend
nach Austritt aus dem Mündungsausgang 13 abrupt
erhöht
und danach bis zum Konvergenzpunkt 11 des Flüssigkeitsstrahls 6 allmählich verringert
wird.
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Im
vorgenannten Stadium a wird die Gasdrucksenkung vom Oberteil der
Mündung 2 (der
Position A in 1) zum Mündungsausgang 13 durch
einen Saugeffekt induziert, der durch den Flüssigkeitsstrahl 6 bewirkt
wird, der durch Einströmen
von Flüssigkeit
aus dem Einlaß 8 in
die Düse
und Ausstoßen
aus dem Schlitz 4 gebildet ist. Um den Zweck der Erfindung
zu erreichen, sollte der Gasdruck um 510 bis 30 Torr im absoluten Maßstab verringert
werden. Bei geringerer Drucksenkung als 510 Torr ist die Erzeugung
der Ausdehnungs- und Verdichtungswellen unbefriedigend. Andererseits
ist eine Drucksenkung über
30 Torr nicht zur Erzeugung der Ausdehnungs- und Verdichtungswellen
notwendig, wozu kommt, daß eine
zu starke Senkung der Druckkräfte
Produktionsvorrichtungen belastet. Insbesondere bei Einsatz von
Wasser als Flüssigkeit
ist eine Steuerung der Wasserzerstäubung notwendig, was zu hohen
Anlagekosten von Vorrichtungen führt.
Im Bereich zwischen 510 und 30 Torr ist dagegen ein höherer Grad
der Drucksenkung empfohlen.
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Im
vorgenannten Stadium b geht man davon aus, daß der Druckanstieg beim Austritt
aus dem Mündungsausgang 13 durch
Ausdehnungs- und Verdichtungswellen bewirkt wird, die sich durch
schnelle Gasausdehnung mit einer Geschwindigkeit nahe oder gleich
der Schallgeschwindigkeit beim Verlassen des Mündungsausgangs 13,
durch Kollision am Flüssigkeitsstrahl 6 und
durch Reflexion vom Flüssigkeitsstrahl 6 bilden.
Zur Realisierung des Zwecks der Erfindung sollte der Druckanstieg
mindestens 50 Torr vom reduzierten Wert im Stadium a betragen.
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Wird
zum Beispiel der Druck im Stadium A um bis zu 100 Torr verringert,
sollte der Druck im Stadium b und mindestens 150 Torr erhöht werden.
Bei einer Druckdifferenz unter 50 Torr kann die Erzeugung der Ausdehnungs-
und Verdichtungswellen unterdrückt
sein. Allerdings sollte der Druckanstieg nicht 560 Torr im absoluten
Maßstab überschreiten,
da hoher Druck über
560 Torr zu schwacher Gasaufnahme führt und damit schlechte Auswirkungen
auf die Aufspaltung von schmelzflüssigem Metall hat.
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Der
durch den vorgenannten Schritt gesteigerte Gasdruck sollte auf dem
Weg zum Konvergenzpunkt 11 des Strahls in einem Bereich
von mindestens 30 Torr im absoluten Maßstab gesenkt werden. Grund
dafür ist,
daß eine
Drucksenkung unter 30 Torr die Vorrichtung gemäß der vorstehenden Darstellung
belastet und besonders bei Wassereinsatz die Wasserzerstäubungsmenge
gesteuert werden muß.
Günstig
ist dagegen eine Druckverringerung um möglichst annähernd 30 Torr.
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Um
diese geeigneten Bedingungen in der Erfindung zu erreichen, ist
die Druckdifferenz zwischen Oberteil (Position A in 1)
und Unterteil (Position B in 1) der Mündung 2 so
gesteuert, daß sie
mindestens 200 Torr beträgt.
Die Position B in 1 liegt innerhalb des Ejektorrohrs 7 und
außerhalb
des Flüssigkeitsstrahls 6.
Durch Aufrechterhalten einer Druckdifferenz über 200 Torr zwischen Ober-
und Unterteil der Mündung 2 wird
Gas (gewöhnlich
Luft, aber für
die Herstellung von Pulver mit besonders niedrigem Sauerstoffgehalt
auch Inertgas wie Stickstoff oder Argon) in einem Laminar strom so
beschleunigt, daß es
eine so hohe Geschwindigkeit wie die Schallgeschwindigkeit erreicht.
Damit werden am Ausgang 13 der Mündung 2 Ausdehnungs-
und Verdichtungswellen erzeugt, um heftige Druckänderungen zu bewirken, die
eine turbulente Strömung
induzieren. Das Gas, das in einen turbulenten Strom überführt wurde
und Gaszerstäubungswirkungen
zeigt, fließt
durch Saugwirkung zum Konvergenzpunkt 11 des Flüssigkeitsstrahls
mit wiederholt gedämpften
Schwingungen.
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Zur
Erfüllung
der Bedingung einer Druckdifferenz von mindestens 200 Torr sollten
vielfältige
Faktoren optimiert sein, z. B. Düsengröße, Flüssigkeitsmenge,
Anfangsdruck der Flüssigkeit
und Ejektorrohrgröße. Bei Einsatz
einer Vollkegeldüse,
bei der die Wasserzerstäubung
mit Luft als Gas und Wasser als Flüssigkeit erfolgt, sollte ein
Schlitzdurchmesser der Vollkegeldüse in einem Bereich zwischen
40 und 170 mm, vorzugsweise zwischen 50 und 150 mm liegen, ein Spitzenwinkel 5 des
Flüssigkeitsstrahlkegels
sollte in einem Bereich zwischen 10 und 80 Grad, vorzugsweise zwischen
15 und 40 Grad liegen, und folglich sollte die Seitenfläche des
Flüssigkeitsstrahlkegels
mindestens 0,006 m2 betragen und vorzugsweise
in einem Bereich zwischen 0,006 und 0,1 m2 liegen.
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Durch
Beibehalten der Druckdifferenz von mindestens 200 Torr wird ein
Raum zum Aufspalten von schmelzflüssigem Metall durch Gas gewährleistet.
Zudem wird eine Saugwirkung des Gases durch die Flüssigkeit
aufrechterhalten, da diese Wirkung proportional von der Seitenfläche des
Flüssigkeitsstrahls
abhängt. Somit
fördert
die Druckdifferenz die Aufspaltung von schmelzflüssigem Metall in der Umgebung
der Mündung 2 und
unterstützt
zudem die Aufspaltung der Teilchen aus schmelzflüssigem Metall in feine Teilchen
durch unmittelbare Aufnahme in den Flüssigkeitsstrom.
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Zur
Herstellung von Metallpulver durch Wasserzerstäubung mit Luft als Gas und
Wasser als Flüssigkeit
und der die genannten Anforderungen erfüllenden Vollkegeldüse muß der Wasserdurchfluß in einem
Bereich von 300 bis 1000 l/min und der Wasserdruck auf mindestens
200 kp/cm2 gesteuert sein. Außerdem sollte das
Ejektorrohr 7 einen Durchmesser von mindestens dem 1,5fachen
der Öffnung
der Mündung 2 und
eine Länge
haben, die gleich oder größer als
die Höhe
L des Flüssigkeitsstrahlkegels
ist.
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Liegt
der Wasserdurchfluß unter
300 l/min, läßt sich
kein ausreichendes Saugen von Gas erhalten. Liegt dagegen der Wasserdurchfluß über 1000
l/min, kann kein weiterer Drucksenkungseffekt erhalten werden. Da
zudem ein Wasserdruck unter 200 kp/cm2 keine
ausreichende Gassaugwirkung erzeugt, sollte der Wasserdruck mindestens
200 kp/cm2 betragen.
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Der
Grund dafür,
warum das Ejektorrohr 7 eine mindestens 1,5 mal so große Öffnungsgröße wie die Öffnung der
Mündung 2 hat
und seine Höhe
gleich oder größer als
die Höhe
L des Flüssigkeitsstrahlkegels
ist, besteht im Verhindern eines Rückflusses von aufgespaltenem
schmelzflüssigem
Metall zum Mündungsausgang 13 durch
Aufrechterhalten der notwendigen Gassaugwirkung. In der Erfindung,
bei der Metallpulver durch Wasserzerstäuben unter Einsatz der beschriebenen
Ausrüstungen
und Bedingungen mit Luft als Gas und Wasser als Flüssigkeit
hergestellt wird, wird durch Berührung
mit schmelzflüssigem
Metall auftretender Wasserdampf durch den sehr starken Saugeffekt
in den Flüssigkeitsstrahl
eingesaugt. Dadurch wird Oxidation von schmelzflüssigem Metall durch Wasserdampf
unterdrückt,
und das Metallpulver hat einen niedrigen Sauerstoffgehalt.
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Durch
Anordnen einer Prallplatte 3 am Mündungsausgang 13,
die eine kleinere Öffnung
als die Mündung 13 hat,
erhöht
sich zudem die Gasstromgeschwindigkeit am Mündungsausgang 13.
Dies fördert
die Bildung der Ausdehnungs- und Verdichtungswellen im Bereich C
innerhalb des Flüssigkeitsstrahls 6,
wodurch sich die Stelle stabilisiert, an der das schmelzflüssige Metall
durch Gas aufgespalten wird.
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Was
den Abwärtsstrom 10 aus
schmelzflüssigem
Metall betrifft, so ist die Menge des Stroms proportional zum Quadrat
des Durchmessers des Abwärtsstroms 10 als
freier Strom. Da die Menge des Stroms direkt die rationelle Herstellung
beeinflußt,
ist ein großer
Durchmesser des Abwärtsstroms
aus Sicht der Massenherstellung empfohlen, obgleich der optimale
Durchmesser von Menge und Druck der Flüssigkeit sowie von der Mündungsgröße abhängt.
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Wie
erläutert
wurde, kann durch die Erfindung Metallpulver zustande kommen, das
die kombinierten Vorteile gaszerstäubter und flüssigkeitszerstäubter Produkte
aufweist, indem schmelzflüssiges
Metall nacheinander durch Gas und dann durch Flüssigkeit pulverisiert wird.
Das heißt,
dieses Verfahren kann großtechnisch
und mit geringen Rosten Metallpulver herstellen, das eine feine
Teilchengröße, eine
Kugel- oder Kornform und einen geringen Sauerstoffgehalt hat.
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Als
Flüssigkeit
außer
Wasser können
in der Erfindung öle,
z. B. Mineralöle,
tierische oder pflanzliche öle,
und organische Flüssigkeiten,
z. B. Alkohol, zum Einsatz kommen. Außerdem kann im Wasser für den Flüssigkeitsstrom
ein Zusatzstoff oder Kombinationen aus Zusatzstoffen enthalten sein,
z. B. Kohlenstoff, Alkohol und Antioxidationsmittel (organische
oder anorganische).
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Als
Gas können
neben Luft Inertgase eingesetzt werden, z. B. Stickstoff und Argon.
Günstig
sind die Inertgase bei Herstellung von Pulver aus Metallen mit starker
Affinität
für Sauerstoff
oder Pulver aus Legierungen, die solche Metalle enthalten, sowie
bei notwendiger Steuerung des Sauerstoffgehalts im Metallpulver.
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Beim
herkömmlichen
Wasserzerstäuben
oxidiert durch den Wasserstrahl auftretender Wasserdampf Metallteilchen
und erhöht
den Sauerstoffgehalt im Pulver. Wie zuvor erwähnt, wird aber in der Erfindung
gebildeter Wasserdampf zusammen mit Gas durch den Ejektoreffekt
in den Wasserstrahl gesaugt, wodurch Oxidation durch Wasserdampf
minimiert ist. Da beschreibungsgemäß außerdem Luft durch Inertgas
ersetzt werden kann, reduziert sich der Sauerstoffgehalt, weshalb
Pulver aus Metallen mit starker Affinität für Sauerstoff oder Pulver aus
Legierungen, die solche Metalle enthalten, mit geringen Kosten durch
das Wasserzerstäubungsverfahren
hergestellt werden können,
was früher
als unmöglich
galt.
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Zu
Metallpulver, das durch die Erfindung hergestellt werden kann, gehören rostfreie
Stähle,
magnetische Legierungen, z. B. Permendur, Permalloy, Sendust, Alnico
und Ferrosilicium, Maschinenbaustähle und Werkzeugstähle. Möglich ist
ferner die Pulverherstellung aus Ni, Ni-Legierungen, Co, Co- Legierungen, Cr, Cr-Legierungen,
Mn, Mn-Legierungen, Ti, Ti-Legierungen,
W, W-Legierungen u. a.
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Durch
die Erfindung läßt sich
die Ausbeute des Feingrößenanteils
im hergestellten Pulver verbessern. Aufgrund der minimierten Größenabweichung
von Teilchen kann zudem das Pulver direkt für das MIM-Verfahren und pulvermetallurgische
Verfahren ohne Sieben zum Einsatz kommen.
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Im
folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen und herkömmlichen
Verfahren näher
beschrieben.
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BEISPIEL 1
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Hergestellt
wurde eine Vollkegeldüse
mit einer Mündungsöffnung von
40 mm, einem Schlitzdurchmesser von 55 mm und einem Spitzenwinkel
des Flüssigkeitsstrahlkegels
von 30 Grad. An dieser Düse
wurde ein Ejektorrohr mit einer Öffnung
von 90 mm und einer Länge
von 2000 mm befestigt. Rostfreier Stahl SUS 316L wurde unter Betriebsbedingungen
mit einem Wasserdurchfluß von
390 l/min und einem Wasserdruck von 950 kp/cm2 zerstäubt. Schmelzflüssiges Metall
mit einem Durchmesser von 7 mm wurde frei herabfließen gelassen.
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Beim
Betrieb unter diesen Bedingungen betrug der Absolutdruck am Punkt
B in 1 200 Torr, und die Druckdifferenz zwischen Punkt
A und Punkt B betrug 560 Torr. Die Druckverteilung vom Punkt A zum
Konvergenzpunkt 11 des Wasserstrahls ist in 2 gezeigt.
Daraus geht hervor, daß der
Druck von 760 Torr am Punkt A in 1 auf etwa
460 Torr am Mündungsausgang
sinkt, dann abrupt auf etwa 160 Torr unmittelbar nach Austreten
aus dem Mündungsausgang
abfällt
und sich anschließend
bis zum Erreichen des Konvergenzpunkts des Strahls verringert.
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Das
in diesem Beispiel hergestellte Metallpulver hatte einen mittleren
Durchmesser von 16,7 μm. 3 zeigt
eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme des in diesem Beispiel
erhaltenen Metallpulvers. Im Vergleich zu 4, in der
das durch ein herkömmliches
Wasserzerstäubungsverfahren
erzeugte Metallpulver gezeigt ist, zeigt 3 deutlich
eine große
Menge von Teilchen mit Kugelform. Der Anteil von Metallteilchen
mit höchstens
10,0 μm
betrug 32,6 %, und bei Pulvertrennung, die einer Anwendung auf das
MIM-Verfahren gemäß den Bedingungen
von Tabelle 1 entsprach, betrug die für das MIM-Verfahren geeignete
Pulverausbeute 63,6 %. Die Klopfdichte des Pulvers betrug 4,34 g/cm3, und der Sauerstoffgehalt betrug 0,37 %.
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BEISPIEL 2
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Hergestellt
wurde eine Vollkegeldüse
mit einer Mündungsöffnung von
100 mm, einem Schlitzdurchmesser von 70 mm und einem Spitzenwinkel
des Flüssigkeitsstrahlkegels
von 30 Grad. An der Düse
wurde ein Ejektorrohr mit einer Öffnung
von 125 mm und einer Länge
von 2000 mm befestigt. Rostfreier Stahl SUS 316L wurde unter Betriebsbedingungen
mit einem Wasserdurchfluß von
750 l/min und einem Wasserdruck von 470 kp/cm2 zerstäubt. Schmelzflüssiges Metall
mit einem Durchmesser von 7 mm wurde frei herabfließen gelassen.
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Um
in diesem Beispiel die Wirkung der Prallplatte am Mündungsausgang
zu untersuchen, wurde ein Leistungsvergleich mit und ohne Verwendung
einer Prallplatte mit 50 mm Öffnung
angestellt.
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Im
Fall mit der Prallplatte betrug der Absolutdruck am Punkt B in 1 60
Torr, und die Druckdifferenz zwischen Punkt A und Punkt B betrug
700 Torr; während
ohne Prallplatte der Absolutdruck am Punkt B 130 Torr betrug und
die Druckdifferenz zwischen Punkt A und Punkt B 630 Torr betrug.
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Das
in diesem Beispiel hergestellte Metallpulver hatte einen mittleren
Durchmesser von 18,7 μm
mit Verwendung der Prallplatte und 22,0 μm ohne Verwendung der Prallplatte.
Der Anteil der Teilchen mit höchstens
10 μm betrug
25,0 % mit der Prallplatte, während
er 20,4 % ohne die Prallplatte betrug. Bei Trennung von Pulver,
das die Bedingungen von Tabelle 1 erfüllt, betrug seine Ausbeute
45,5 % mit Verwendung der Prallplatte und 34,4 % ohne Verwendung
der Prallplatte. Die Klopfdichte betrug 4,41 g/m3 und
4,34 g/cm3 und der Sauerstoffgehalt 0,35
% und 0,36 % mit bzw. ohne Verwendung der Prallplatte. Daraus zeigt
sich, daß die
Verwendung der Prallplatte vorteilhaft ist.
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BEISPIEL 3
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Das
Zerstäuben
von Stahl SCM 415 erfolgte unter den gleichen Bedingungen wie im
Beispiel 1. In diesem Fall betrug der Absolutdruck am Punkt B in 1 210
Torr, und die Druckdifferenz zwischen Punkt A und Punkt B betrug
550 Torr.
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Das
in diesem Beispiel hergestellte Metallpulver hatte einen mittleren
Durchmesser von 17,6 μm.
Der Anteil der Teilchen mit höchstens
10 μm betrug
27,8 %. Bei Trennung von Pulver, das die Bedingungen von Tabelle
1 erfüllte,
betrug die Ausbeute 52,3 %. Die Klopfdichte betrug 4,68 g/cm3, und der Sauerstoffgehalt betrug 0,40 %.
Durch diese Beispiel wurde die Zerstäubbarkeit von Baustählen nachgewiesen.
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BEISPIEL 4
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Hergestellt
wurde eine Vollkegeldüse
mit einer Mündungsöffnung von
40 mm, einem Schlitzdurchmesser von 100 mm und einem Spitzenwinkel
des Flüssigkeitsstrahlkegels
von 30 Grad. An der Düse
wurde ein Ejektorrohr mit einer Öffnung
von 125 mm und einer Länge
von 2000 mm befestigt. Rostfreier Stahl SUS 316L wurde unter Betriebsbedingungen
mit einem Wasserdurchfluß von
810 l/min und einem Wasserdruck von 950 kp/cm2 zerstäubt. Schmelzflüssiges Metall
mit einem Durchmesser von 7 mm wurde frei herabfließen gelassen.
In diesem Fall betrug der Absolutdruck am Punkt B in 1 70
Torr, und die Druckdifferenz zwischen Punkt A und Punkt B betrug
690 Torr.
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Das
in diesem Beispiel hergestellte Metallpulver hatte einen mittleren
Durchmesser von 11,0 μm.
Der Anteil der Teilchen mit höchstens
10 μm betrug
44,6 %. Bei Trennung von Pulver, das die Bedingungen von Tabelle
1 erfüllte,
betrug die Ausbeute 100 %. Die Klopfdichte betrug 4,30 g/cm3, und der Sauerstoffgehalt betrug 0,33 %.
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VERGLEICH MIT DEM HERKÖMMLICHEN
VERFAHREN
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Zum
Einsatz kam eine bündelartige
Düse, bei
der 24 Düsen
um die Achse eines feinen Abwärtsstroms des
schmelzflüssigen
Metalls angeordnet waren, und Bündelstrahlen
aus den Düsen
wurden zu einem Punkt auf der Achse zusammengeführt. Die Zerstäubung von
rostfreiem Stahl SUS 316L erfolgte bei einem Wasserdurchfluß von 750
l/min und einem Wasserdruck von 470 kp/cm2,
was Beispiel 2 glich. Schmelzflüssiges
Metall mit einem Durchmesser von 7 mm wurde frei herabfließen gelassen.
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Das
in diesem Vergleichsbeispiel hergestellte Metallpulver hatte einen
mittleren Durchmesser von 29,9 μm.
Der Anteil von Teilchen mit höchstens
10 μm betrug
10,0 %. Bei Trennung von Pulver, das die Bedingungen von Tabelle
1 erfüllte,
betrug die Ausbeute 16,4 %. Die Klopfdichte betrug 3,76 g/cm3 und der Sauerstoffgehalt 0,45 %. Dieses
Ergebnis zeigt eine kleiner Ausbeute, eine geringere Klopfdichte
und einen höheren Sauerstoffgehalt
als das Ergebnis von Beispiel 2. Wie zuvor erwähnt wurde, ist ferner offensichtlich,
daß in
der rasterelektronenmikroskopischen Aufnahme von 4 Teilchen
mit unregelmäßiger Form
vorherrschen.
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GEWERBLICHE ANWENDUNG
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Die
Erfindung stellt Möglichkeiten
zur Metallpulverherstellung mit kombinierten Vorteilen von sowohl gaszerstäubten als
auch flüssigkeitszerstäubten Produkten
in großer
Menge und mit niedrigen Rosten bereit. Die Erfindung verbessert
die Größengenauigkeit
der aus Metallpulver hergestellten Artikel, erhöht die großtechnische Produktivität, trägt zur Kostensenkung
bei und stärkt
somit die Wettbewerbsposition gegenüber anderen Herstellungsverfahren.
Da Pulver mit niedrigem Sauerstoffgehalt verfügbar ist, verbessern sich mechanische
und magnetische Produkteigenschaften. Metall- oder Legierungserzeugnisse,
die wegen eines fehlenden geeigneten Pulvers als Ausgangsmaterial
nicht aus Pulver produziert werden konnten, lassen sich in Konkurrenz
zu anderen Massenverfahrensprodukten aus Pulver herstellen. Damit
erweitert die Erfindung wirksam den Einsatz von Metallpulver und
die Nachfrage danach und trägt
zur Innovation von Produktionsverfahren, Ko stenreduzierung und Entwicklung
neuer Anwendungen in der pulvermetallurgischen Industrie bei.