DE19860240A1 - Vorrichtung zum Mischen zweier Fluidkomponenten - Google Patents
Vorrichtung zum Mischen zweier FluidkomponentenInfo
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Abstract
Die Vorrichtung weist eine Kammer auf, die von horizontalen, parallel zueinander angeordneten Rohren (2) in einen unteren Raum (3) und einen oberen Raum (4) unterteilt ist. Benachbarte Rohre sind durch je einen Abstandshalter (5) miteinander verbunden. Der Abstandshalter weist erste Öffnungen (6) auf. Diese gestatten den Durchtritt der einen Fluidkomponente aus dem unteren Raum (3) in den oberen Raum (4). Benachbarte Rohre (2) weisen vom Abstandshalter (5) nach oben divergierende Wände (8) auf, die nahe dem Abstandshalter mit zweiten Öffnungen (9) versehen sind. Diese gestatten den Austritt der anderen Fluidkomponente aus den Rohren in den oberen Raum (4). Direkt oberhalb des Abstandshalters (5) treffen also drei Fluidströme aufeinander, was zu einer innigen Durchmischung führt. Es entsteht ein homogenes Gemisch, und zwar großflächig über der gesamten, von den Rohren (2) definierten Fläche.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen
zweier Fluidkomponenten
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Gemisch
sehr homogen und dabei großflächig zu erzeugen.
Zur Lösung dies er Aufgabe ist die Vorrichtung zum Mi
schen zweier Fluidkomponenten erfindungsgemäß dadurch ge
kennzeichnet,
- - daß eine Kammer vorgesehen ist, die durch eine Mehrzahl von im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene im wesentlichen parallel zueinander ausge richteten Rohren in einen ersten und einen zweiten Raum unterteilt ist,
- - daß der erste Raum der Kammer an eine Zuführungs einrichtung für die eine Fluidkomponente ange schlossen ist,
- - daß die Rohre an eine Zuführungseinrichtung für die andere Fluidkomponente angeschlossen sind,
- - daß zwischen benachbarten Rohren mindestens ein Ab standshalter vorgesehen ist, der erste Öffnungen für den Durchtritt des einen Fluids aus dem ersten in den zweiten Raum der Kammer bildet, und
- - daß benachbarte Rohre zweite Öffnungen für den Aus tritt des anderen Fluids aus den Rohren in den zweiten Raum aufweisen,
- - wobei die ersten und die zweiten Öffnungen einander benachbart angeordnet sind.
Auf diese Weise entsteht ein Feld von reihenweise ange
ordneten Öffnungen, wobei jede Reihe ihrerseits aus drei
Öffnungsreihen besteht, nämlich einer zentralen Reihe aus
ersten Öffnungen und zwei flankierenden Reihen aus zweiten
Öffnungen. Das Gemisch wird also auf der gesamten Fläche des
Feldes gebildet, und zwar an jeder Stelle des Feldes mit
gleicher Homogenität. Der Grad der Homogenität ist hoch, be
dingt durch die Zuordnung der ersten zu den zweiten Öffnun
gen, nämlich der Flankierung einer zentralen Reihe durch
zwei benachbarte äußere Reihen.
Die Vorrichtung eignet sich insbesondere zum Mischen
zweier gasförmiger Komponenten. Dabei wird in Weiterbildung
der Erfindung vorgeschlagen, daß die gemeinsame Ebene der
Rohre im wesentlichen horizontal ausgerichtet ist, wobei der
erste Raum der Kammer der untere und der zweite Raum der
obere ist. Wesentliches Anwendungsgebiet sind Flächenbren
ner, katalytische Reaktoren und dergleichen. Diese bilden
die obere Abdeckung der Kammer und werden mit dem homogenen
Gemisch großflächig beaufschlagt. Verwiesen sei beispiels
weise auf katalytische Brenner, wie sie in der Brennstoff
zellentechnik zur Anwendung kommen.
Besonders günstige Mischergebnisse werden erzielt, wenn
die aus den zwischen benachbarten Rohren befindlichen drei
Öffnungsreihen austretenden Fluidstrahlen einander kreuzen
und sich gegenseitig verwirbeln. Die Verwirbelung kann noch
dadurch gesteigert werden, daß man die Öffnungen in Rohr
längsrichtung gegeneinander versetzt.
Dabei können die Fluidkomponenten aus den Öffnungen
ausgeblasen oder herausgesaugt werden.
Zwischen benachbarten Rohren können einzelne Abstands
halter-Elemente angeordnet werden, zwischen denen sich die
ersten Öffnungen bilden. Vorteilhafter ist es, einen strei
fenförmigen Abstandshalter zu verwenden, der mit den ersten
Öffnungen versehen ist. In jedem Falle empfiehlt es sich,
letztere, wie auch die zweiten Öffnungen, schlitzförmig aus
zubilden. Die Abstandshalter stabilisieren die gesamte Rohr
matrix, so daß Wärmespannungen gleichmäßig über der Kammer
verteilt werden.
In wesentlicher Weiterbildung der Erfindung wird vorge
schlagen, daß die einander gegenüberliegenden Wände benach
barter Rohre eben ausgebildet sind und, ausgehend vom zuge
hörigen Abstandshalter, in den unteren Raum der Kammer hin
ein divergieren. Dies führt auf der Zuströmseite des Ab
standshalters, d. h., auf der Zuströmseite der ersten Öffnun
gen zu einer düsenförmigen Gestaltung, in deren engstem
Querschnitt die ersten Öffnungen angeordnet sind. Die Strö
mung der einen Fluidkomponente wird also beschleunigt. Di
rekt hinter dem engsten Querschnitt münden die in den Rohren
ausgebildeten zweiten Öffnungen. Der Mischeffekt ist also
optimal.
Die Anordnung wird so getroffen, daß die beiden Fluid
komponenten an der Mischstelle vorzugsweise zumindest ange
nähert gleiche Strömungsgeschwindigkeiten aufweisen. Das Mi
schungsverhältnis wird eingestellt durch das Flächenverhält
nis der ersten zu den zweiten Öffnungen, und zwar unter Be
rücksichtigung von Dichte und Temperatur der Fluidkomponen
ten.
Die oberhalb jedes Abstandshalters befindliche Misch
zone wird dadurch optimiert, daß die einander gegenüberlie
genden Wände benachbarter Rohre eben ausgebildet sind und,
ausgehend vom zugehörigen Abstandshalter, in den oberen Raum
der Kammer hinein divergieren.
Aus konstruktiven Gründen ist es vorteilhaft, den Quer
schnitt der Rohre im wesentlichen vier- oder sechseckig aus
zubilden.
Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den Un
teransprüchen, und zwar im Zusammenhang mit einer Optimie
rung des Mischvorgangs durch entsprechende gegenseitige Zu
ordnung der Öffnungen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzug
ten Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der beiliegen
den Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung
einer Vorrichtung nach der Erfindung;
Fig. 2 eine Einzelheit aus Fig. 1 in Vorderansicht;
Fig. 3 eine Einzelheit aus Fig. 1 in Draufsicht.
Nach Fig. 1 weist die Vorrichtung eine Kammer 1 auf,
die von einer Mehrzahl von Rohren 2 in einen unteren Raum 3
und einen oberen Raum 4 unterteilt wird. In den unteren Raum
3 wird ein wasserstoffreiches Gas eingeleitet, welches aus
einer Brennstoffzelle kommt. Die Rohre 2 werden mit einem
Gemisch aus Luft und Rezirkulationsgas der Brennstoffzelle
beaufschlagt. Die Vorrichtung dient dazu, die beiden Fluid
komponenten Gas und Luft/Zirkulationsgas homogen miteinander
zu mischen, und zwar unter Erzeugung eines großflächigen Ge
misches, welches einem Katalysatorbrenner zugeführt wird.
Dieser bildet den oberen Abschluß der Kammer 1.
Fig. 2 zeigt zwei benachbarte Rohre 2 in Vorderan
sicht. Die beiden Rohre sind durch einen Abstandshalter 5
miteinander verbunden. Der Abstandshalter 5 weist erste Öff
nungen 6 auf.
Diejenigen Wände 7 der benachbarten Rohre 2, die sich
vom Abstandshalter 5 aus nach unten erstrecken, divergieren
in den unteren Raum 3 hinein. Es ergibt sich also eine dü
senförmige Gestaltung, die das wasserstoffreiche Gas in
Richtung auf den Abstandshalter 5 beschleunigt.
Diejenigen Wände 8 der benachbarten Rohre 2, die sich
vom Abstandshalter 5 aus nach oben erstrecken-, divergieren
in den oberen Raum 4 hinein. Sie bilden dadurch oberhalb des
Abstandshalters 5 eine Mischzone. In dieser Mischzone münden
zweite Öffnungen 9, die direkt benachbart zu den ersten Öff
nungen 6 in den Wänden 8 der beiden benachbarten Rohre 2
ausgebildet sind. Es entstehen also drei Fluidströme, die
sich an einer Mischstelle direkt oberhalb des Abstandshal
ters 5 kreuzen. Die Durchmischung ist entsprechend intensiv,
so daß sich auf großer Fläche ein sehr homogenes Gemisch er
gibt.
Fig. 3 zeigt die Anordnung nach Fig. 2 in Draufsicht.
Die im Abstandshalter 5 ausgebildete Reihe der ersten Öff
nungen 6 wird beidseitig von je einer Reihe der zweiten Öff
nungen 9 flankiert. Sämtliche Öffnungen sind schlitzförmig
ausgebildet. Außerdem sind die Öffnungen sämtlicher drei
Öffnungsreihen in Rohrlängsrichtung gegeneinander versetzt.
Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß die zweiten Öff
nungen 9 der einen äußeren Reihe die zweiten Öffnungen 9 der
anderen äußeren Reihe überlappen, und zwar unter gleichzei
tiger Überlappung der ersten Öffnungen 6 in der mittleren
Reihe. Die Anordnung ist symmetrisch getroffen. Es wurde ge
funden, daß auf diese Weise optimale Mischergebnisse erziel
bar sind, und zwar über der gesamten Fläche der Kammer 1.
Im Rahmen der Erfindung sind durchaus Abwandlungsmög
lichkeiten gegeben. So können die Rohre, abweichend von der
dargestellten sechseckigen Form, einen vierecken Querschnitt
aufweisen. Eine fünfeckige Form mit einer oberen Spitze und
einem unteren horizontalen Abschluß ist gleichermaßen mög
lich. Anstelle schlitzförmiger Öffnungen kann mit kreisför
migen oder ovalen Öffnungen gearbeitet werden. Auch lassen
sich unterschiedliche Öffnungsformen miteinander kombinie
ren. Der untere Raum kann sich durchgehend unterhalb der
Rohrmatrix erstrecken oder in einzelne Abschnitt unterteilt
sein, die in Rohrlängsrichtung verlaufen. Auch besteht die
Möglichkeit, den oberen Raum 4 in Sektoren zu unterteilen,
wobei allerdings das Merkmal der Großflächigkeit erhalten
bleibt.
Die erzielbare Homogenität und Großflächigkeit des er
zeugten Gemisches läßt sehr gleichmäßige Verbrennungsvorgän
ge und katalytische oder nicht-katalytische Reaktionen zu.
Bei Anwendung auf einen Flächenbrenner ist die im we
sentlichen horizontale Ausrichtung der Kammer besonders vor
teilhaft. Bei sonstigen Reaktionen kann die Orientierung der
Kammer nach Bedarf geändert werden.
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Mischen zweier Fluidkomponenten,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß eine Kammer (1) vorgesehen ist, die durch eine Mehrzahl von im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene im wesentlichen parallel zueinander ausge richteten Rohren (2) in einen ersten (3) und einen zweiten Raum (4) unterteilt ist,
- - daß der erste Raum (3) der Kammer (1) an eine Zu führungseinrichtung für die eine Fluidkomponente angeschlossen ist,
- - daß die Rohre (2) an eine Zuführungseinrichtung für die andere Fluidkomponente angeschlossen sind,
- - daß zwischen benachbarten Rohren (2) mindestens ein Abstandshalter (5) vorgesehen ist, der erste Öff nungen (6) für den Durchtritt des einen Fluids aus dem ersten (3) in den zweiten Raum (4) der Kammer (1) bildet, und
- - daß benachbarte Rohre (2) zweite Öffnungen (9) für den Austritt des anderen Fluids aus den Rohren in den zweiten Raum (4) aufweisen,
- - wobei die ersten und die zweiten Öffnungen (6, 9) einander benachbart angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die gemeinsame Ebene der Rohre (2) im wesentlichen
horizontal ausgerichtet ist, wobei der erste Raum (3) der
Kammer (1) der untere und der zweite Raum (4) der obere ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zweiten Öffnungen (9) benachbarter Rohre
(2) sowohl relativ zueinander als auch relativ zu den zuge
hörigen ersten Öffnungen (6) geneigt angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die zweiten Öffnungen (9) benach
barter Rohre (2) in Rohrlängsrichtung sowohl gegeneinander
als auch gegen die zugehörigen ersten Öffnungen (6) versetzt
angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Versetzung der Öffnungen (6, 9) symmetrisch
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (6, 9) schlitzförmig
ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß die zweiten Öffnungen (9) benachbarter Rohre (2)
quer zur Rohrlängsrichtung sowohl einander als auch die zu
gehörigen ersten Öffnungen (6) überlappend angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die einander gegenüberliegenden
Wände (7) benachbarter Rohre (2) eben ausgebildet sind, und,
ausgehend von dem zugehörigen Abstandshalter (5), in den er
sten Raum (3) der Kammer (1) hineindivergieren.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die einander gegenüberliegenden
Wände (8) benachbarter Rohre (2) eben ausgebildet sind und,
ausgehend vom zugehörigen Abstandshalter (5), in den zweiten
Raum (4) der Kammer (1) hineindivergieren.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rohre (2) einen im wesentlichen sechsecki
gen Querschnitt aufweisen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rohre (2) einen im wesentlichen vier
eckigen Querschnitt aufweisen.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19860240A DE19860240A1 (de) | 1998-12-24 | 1998-12-24 | Vorrichtung zum Mischen zweier Fluidkomponenten |
| EP99966961A EP1140340B1 (de) | 1998-12-24 | 1999-12-14 | Vorrichtung zum mischen zweier fluidkomponenten |
| DE59906393T DE59906393D1 (de) | 1998-12-24 | 1999-12-14 | Vorrichtung zum mischen zweier fluidkomponenten |
| PCT/EP1999/009883 WO2000038826A1 (de) | 1998-12-24 | 1999-12-14 | Vorrichtung zum mischen zweier fluidkomponenten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19860240A DE19860240A1 (de) | 1998-12-24 | 1998-12-24 | Vorrichtung zum Mischen zweier Fluidkomponenten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19860240A1 true DE19860240A1 (de) | 2000-06-29 |
Family
ID=7892787
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19860240A Withdrawn DE19860240A1 (de) | 1998-12-24 | 1998-12-24 | Vorrichtung zum Mischen zweier Fluidkomponenten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19860240A1 (de) |
Cited By (2)
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| DE102015225590B4 (de) * | 2014-12-22 | 2018-05-24 | Honda Motor Co., Ltd. | Brennstoffzellenbrennkammer und Brennstoffzellenmodul |
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