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DE19860187A1 - Avivieren von Nähfäden im Auszugsverfahren sowie Avivagemittel hierfür - Google Patents

Avivieren von Nähfäden im Auszugsverfahren sowie Avivagemittel hierfür

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DE19860187A1
DE19860187A1 DE1998160187 DE19860187A DE19860187A1 DE 19860187 A1 DE19860187 A1 DE 19860187A1 DE 1998160187 DE1998160187 DE 1998160187 DE 19860187 A DE19860187 A DE 19860187A DE 19860187 A1 DE19860187 A1 DE 19860187A1
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aviva
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Rudi Paul Eugen Breier
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TEXTILCHEMIE DR PETRY GmbH
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Abstract

Um ein Verfahren und ein auf dieses Verfahren abgestimmtes Avivagemittel bereitzustellen, mit dem über die Spulenwicklung gesehen gleichmäßig gute Haftgleitwechsel-Werte erzielbar sind, wird das Avivieren von Nähfäden im Auszugsverfahren unter Verwendung eines Avivagebades mit einem Avivagemittel vorgeschlagen, welches eine auf einer wäßrigen Emulsion eines Dialkylpolysiloxans basierenden Avivagewirkstoffzusammensetzung und ein Puffersystem umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß als Puffersystem ein organisches Puffersystem verwendet wird, welches das Avivagebad im pH-Bereich von 3,0 bis 4,5 puffert.

Description

Die Erfindung betrifft ein Avivieren von Nähfäden im sogenann­ ten Auszugsverfahren unter Verwendung eines Avivagebades mit einem Avivagemittel, welches eine auf einer wäßrigen Emulsion eines Dialkylpolysiloxans basierende Avivagewirkstoffzusammen­ setzung und ein Puffersystem umfaßt.
Das Avivieren von Nähfäden oder -garnen ist ein sehr diffiziler Vorgang, der jedoch von größter Bedeutung für die Güte und Ver­ wendbarkeit des Endproduktes ist. Eine optimale Avivage schützt den Nähfaden vor der extrem hohen Belastung, die auf einen sol­ chen Faden beim Nähvorgang einwirkt. Durch hohe Nähgeschwindig­ keiten, den ständigen Übergang vom Stehen zum Gleiten (dem so­ genannten Haftgleitwechsel oder Stick-Slip) und durch hohe Rei­ bung beim Durchdringen des Nähgutes (z. B. Schuhleder) wird ein Nähfaden enorm gefordert.
Eine gute Nähfadenavivage muß daher die Reibung des Fadens ver­ ringern, und zwar sowohl bei hohen Nähgeschwindigkeiten als auch bei Übergang vom Stehen zum Gleiten (Stick-Slip).
In den meisten Fällen werden solche Nähfäden aus Polyester, Po­ lyamid oder Polyester/Baumwolle gefertigt. Beim Nähen wird die Nähnadel infolge der Reibung sehr heiß, in Extremfällen bis zu 400°C. Da der Schmelzpunkt von Synthesefasern deutlich unter 400°C liegt, würde ein solcher Faden einfach durchschmelzen, wenn nicht die Nähfadenavivage einen wirksamen Hitzeschutz bie­ ten würde. Dies kann durch eine sorgfältige Auswahl der Pro­ duktzusammensetzung erreicht werden.
Zum Aufbringen von solchen Avivagen auf den Nähfaden gibt es zwei prinzipiell unterschiedliche Techniken:
Zwangsapplikation
Hierbei wird der Faden zwangsweise mit der Avivage beauf­ schlagt. Dies erfolgt bei einem Umspulprozeß, d. h. der Faden wird von einer Spule abgewickelt, läuft durch eine Applikati­ onsvorrichtung, in der die Avivage aufgebracht wird, und wird anschließend wieder auf eine andere Spule aufgewickelt. Der Fachbegriff für eine solche Applikationsvorrichtung heißt Ga­ lette.
Eine Galette besteht aus einem Trog, in dem sich das Produkt befindet. Eine profilierte Metallscheibe dreht sich in diesem Trog und nimmt je nach Drehgeschwindigkeit der Scheibe und Vis­ kosität der Avivage eine bestimmte Menge Produkt mit.
Der Nähfaden wird mit definierter Geschwindigkeit an der profi­ lierten Galettenscheibe vorbeigeführt. Durch Abstimmung der Ge­ schwindigkeit Scheibe/Faden kann ein definierter Produktauftrag erfolgen.
Avivagen, die auf einer Galette appliziert werden, können in Emulsionsform vorliegen oder auch 100%ig sein. Bei letzterem spricht man dann von sogenannten Cold Melts. Bei Emulsionen muß der Faden häufig noch getrocknet werden, was ein Nachteil ist.
Ferner ist ein sogenannter Single-Lub Hot-Applikator als Appli­ kationsgerät bekannt. Hierbei handelt es sich auch um das Grundprinzip der Galette, d. h. ein Einzelfaden wird durch de­ finierten Produktauftrag aviviert. Beim Single-Lub Hot-Applika­ tor handelt es sich um ein beheizbares Gerät. Die Produktzu­ führung erfolgt mittels einer Präzisionspumpe. Im Applikator wird das Produkt unmittelbar vor dem Auftreffen auf den Faden erhitzt. Es wird also eine "Schmelze" auf den Faden aufge­ bracht. Für die Single-Lub Hot-Applikation kommen nur 100%ige Produkte, d. h. keine Emulsionen, in Frage. Solche Produkte sind in der Regel bei Raumtemperatur zähviskos und erst als Schmelze flüssig. Derlei Produkte werden daher auch Hot Melts genannt. Es können höherwertige Avivagemittel, z. B. hochmole­ kulare Silikone und Wachse, eingesetzt werden als bei Cold Melts, daher sind auch die erzielbaren Effekte besser.
Die Vorteile dieser speziellen Zwangsapplikation sind:
  • - Verwendung von 100%igen Avivageprodukten, daher keine Nach­ trocknung nötig
  • - sehr gute Gleichmäßigkeit, weil sehr präziser Produktauftrag
  • - keine Verschmutzung der Maschinen (Emulsionen neigen zum Antrocknen)
  • - sehr gute Aviviereffekte
All diesen Vorteilen der verschiedenen Möglichkeiten der Zwangsapplikation steht ein bedeutender Nachteil entgegen: der betriebliche Aufwand und damit die Kosten.
Nähfäden werden in großen Apparaten gefärbt, wo ohne weiteres 1000 kg (beispielsweise aufgeteilt in ca. 400 Einzelspulen à 2,5 kg) in einer Partie gefahren werden. Bei der Zwangsapplika­ tion müssen daher 400 Spulen umgespult werden, um die Avivage, die ja am Einzelfaden erfolgt, aufzubringen. Dieses Umspulen jeder einzelnen Spule ist sehr zeitintensiv und/oder erfordert eine Vielzahl von Spulgeräten und Applikatoren.
Applikation im Ausziehverfahren
Vor etwa 20 Jahren wurden erstmals Möglichkeiten gefunden, Näh­ fadenavivagen im sogenannten Ausziehverfahren aufzubringen, d. h. ganze Färbepartien werden im Anschluß an das Färben im Apparat mit einer Avivage ausgerüstet. Der Kostenvorteil eines solchen Prozesses ist enorm.
Ein solcher Avivierprozeß dauert nur etwa eine Stunde, dann ist aber eine komplette Partie fertig ausgerüstet und muß nur noch getrocknet werden, was nach der Färbung ohnehin erforderlich ist.
Normalerweise erfolgt der Avivierprozeß auf frischem Bad nach dem Färben oder Bleichen, d. h. nach dem Spülen der für das Färben und Bleichen verwendeten Apparatur, in die dann zuerst Wasser und dann die Avivage zudosiert wird. Alternativ schlägt die EP 0 187 136 A2 vor, Avivagen direkt im Färbebad durchzu­ führen. Dieses Verfahren wird zum Teil in der Praxis einge­ setzt, hat sich aber nicht richtig durchsetzen können, weil nach einer Färbung immer Spül- und Nachreinigungsprozesse er­ folgen und dabei ein Teil der Avivage wieder abgelöst wird. Die damit verbundene Abwasserproblematik (Hauptbestandteil der Näh­ fadenavivagen sind in der Regel Silikone) ist nicht gelöst.
Das auf den ersten Blick verlockend einfache und kostengünstige Ausziehverfahren weist prinzipiell eine Reihe von Schwierigkei­ ten auf, die bis heute nicht optimal gelöst sind.
A) Gleichmäßigkeit der Avivagenauflage
Während bei der Zwangsapplikation eine eindeutig definierbare und gleichmäßige Avivagenauflage erzielbar ist, stellt genau dies beim Ausziehverfahren eine der Hauptschwierigkeiten dar.
Bei der Veredlung von Nähfäden werden diese auf großen Spulen kreuzförmig aufgewickelt (man spricht deshalb von Kreuzspulen). Die Flotte zirkuliert durch die stehende Ware, meist wechsel­ seitig von innen nach außen und von außen nach innen in einem gewissen Pumprhythmus. Durch den Widerstand, den die Kreuzspu­ len der Flotte beim Durchströmen entgegensetzen, sind ver­ gleichsweise hohe Pumpenleistungen erforderlich, um einen genü­ genden Flottendurchsatz zu erzielen.
Nähfadenavivagen für das Ausziehverfahren sind in der Regel Emulsionen aus Silikonen, Paraffinen, evtl. Wachsen und Additi­ ven. Die Emulsionsstabilität von solchen Avivagen muß so be­ schaffen sein, daß die Scherkräfte der Pumpe und der Durchströ­ mungsarbeit die Emulsion nicht zerschlagen (Dies würde zum Ent­ stehen zweier getrennter Phasen führen). Andererseits muß am Ende der Behandlung trotzdem ein gleichmäßiger und vollständi­ ger Badauszug der Avivage erfolgt sein, d. h. die im Avivagebad vorhandenen Avivagemittel sollen praktisch vollständig von den behandelten Nähfäden aufgenommen sein. Die Steuerung der Stabi­ lität von Nähfadenavivage-Emulsionen stellt deshalb eine Grat­ wanderung dar.
In der Praxis wird das gleichmäßige und am Ende doch vollstän­ dige Ausziehen der Avivage bei gleichzeitig genügend guter Scherstabilität mitfolgenden Parametern gesteuert:
  • - Emulgatorauswahl und -menge bei der Herstellung des Avivage­ mittels
  • - pH-Wert der Avivierflotte (je höher der pH-Wert, desto instabiler die Emulsion, desto kritischer aber auch die Scherstabilität)
  • - Zusatz von anorganischen Salzen (meist Phosphatpuffer), wel­ che durch die Erhöhung der Elektrolytkonzentration neben ei­ ner pH-Regulierung auch einen "Aussalzungs-Effekt" bewirken; dieser Effekt destabilisiert die Emulsion
  • - Temperaturerhöhung über den Behandlungsverlauf (es wird bei­ spielsweise kalt gestartet und während 30 min auf 65°C aufgeheizt, dann noch 10 bis 15 min bei Endtemperatur ge­ halten, um so auch bei verringerter Wirkstoffkonzentration im Bad eine weitere Aufnahme durch den Nähfaden zu erzielen).
Die Erzielung einer über den Spulenverlauf durchgängig gleichen Avivagenauflage ist in der Praxis immer wieder ein Problem. Schon kleine Schwankungen (Betriebswasser, pH-Wert etc.) können das empfindliche Gleichgewicht stören. Es kommt dann zu einer Anreicherung der Avivage im Innen- oder Außenbereich der Spule. Qualitätsschwankungen sind die Folge.
B) Vollständigkeit des Badauszuges
Eine optimal rezeptierte Nähfadenavivage für das Ausziehverfah­ ren muß so gestaltet sein, daß mit den dem Kunden zur Verfügung stehenden Variationsmöglichkeiten - pH-Wert, Elektrolytzusatz und Temperatursteigerung - am Ende eine 100%ige Baderschöpfung resultiert. Reste an Avivage im Bad würden nicht nur den Nutz­ effekt schmälern, sondern bereiten auch Probleme im Abwasser. Die exakte Einstellung einer ausgewogenen Balance aus Badaus­ zugsgeschwindigkeit (gleichmäßige Auflage über den ganzen Spu­ lenverlauf) und am Ende völligen Badauszug ist eine sehr diffi­ zile Angelegenheit.
Eine gängige, dem derzeitigen Standard entsprechende Avivierre­ zeptur für das Ausziehverfahren sieht wie folgt aus:
Einsatzmenge
Je nach Qualitätsanspruch: 6,0 bis 15,0% Nähfadenavivage (50%ige Wirkstoff-Emulsion)
pH-Wert für:
  • a) Polyamid (6,6) und Polyester: 6,5 bis 7,0
  • b) Polyester/Baumwolle: 5,0 bis 7,0
Einfachheitshalber stellt man den pH-Wert mit einem Puffersalz ein, z. B. mit
0,2 bis 0,5 g/l Ammoniumacetat oder mit
0,2 bis 0,3 g/l Dinatriumphosphat.
Die Menge kann je nach Qualität des Betriebswassers variieren.
Der pH-Bereich sollte während der gesamten Behandlung eingehal­ ten und weder ins stärker alkalische Gebiet (schlechter werden­ de Badstabilität) noch ins stärker saure Gebiet (schlechter werdende Baderschöpfung) verlassen werden.
Flottenansatz
Wasser vorlegen, vorgelöstes Avivagemittel zusetzen, evtl. Puf­ fersalz-Lösung zur pH-Einstellung zugeben, pH-Kontrolle, evtl. pH-Korrektur.
Flottenverhältnis (Masseverhältnis Ware : Flotte)
1 : 5 bis 1 : 15
Temperaturprogramm
10 min kalt vorlauten lassen, dann mit 1 bis 2°C/min. je nach Einsatzmenge, auf 60 bis 75°C aufheizen, bis zum wasserklaren, d. h. vollständigen Badauszug. Bei geringen Einsatzmengen an Avivagemittel zieht das Bad auch schon unter 60°C wasserklar aus.
Zirkulation
Nur außen/innen oder 3 min außen/innen und 1 min innen/außen
Trocknung
Nach dem Abpumpen oder Zentrifugieren erfolgt die Trocknung im Schnell- oder Drucktrockner bei 100 bis 125°C mit wechselnder Zirkulation. Eine Trocknung im Schrank- oder im Hochfrequenz­ trockner ist ebenfalls möglich.
C) Problem mit dem Haftgleitwechsel durch Elektrolytgehalt von pH-Regulatoren, Puffersalzen, aber auch das Betriebswasser selbst
Nach dem Avivierprozeß im Ausziehverfahren wird anschließend entwässert und getrocknet.
Beim Trocknungsprozeß gibt es, wie vorstehend beschrieben, meh­ rere technische Möglichkeiten. Allen Trocknungsarten gemeinsam ist, daß der Abtransport von Restwasser nur über die Oberfläche des Wickelkörpers möglich ist.
Bei den Entwicklungsarbeiten im Rahmender vorliegenden Erfin­ dung wurde festgestellt, daß im Wasser vorhandene Elektrolyte - herrührend von der Wasserhärte oder vom Pufferzusatz - sich beim Trocknungsprozeß an der Spulenoberfläche stark anreichern. Solche Salzreste führen vor allem in den inneren und äußeren Lagen des Wickelkörpers zu schlechteren Garngleitwerten, vor allem aber zu dramatisch schlechten Stick-Slip-Eigenschaften des Fadens.
Unter "Stick-Slip" oder "Haftgleitwechsel" (HGW) versteht man die Gleiteigenschaften des Fadens beim Übergang vom Stehen zum Gleiten. Diese Eigenschaft ist bei Nähfäden und insbesondere bei Stickfäden ein ganz elementarer Qualitätsfaktor.
Ein perfekt ausgerüsteter Faden muß einen möglichst guten Stick-Slip-Wert aufweisen. Gemessen wird diese Eigenschaft an einem speziellen Fadengleitwertprüfgerät. Die im folgenden an­ gegebenen Werte wurden am Rothschild Electronic-Tensiometer R- 1192 gemessen. Dabei wurde der Faden mit langsamer Geschwindig­ keit (0,7 m/min) über entsprechende Reibkörper abgezogen. Die Vorspannung des Fadens wurde über eine Fadenbremse auf 120 cN eingestellt.
Die Kraft/Spannung zwischen Fadeneinlauf und Fadenabzug wird kontinuierlich gemessen. Ein Faden mit guten Stick-Slip-Eigen­ schaften zeigt dabei ein gleichmäßiges Verhalten. Bei einem Fa­ den mit schlechtem Stick-Slip baut sich periodisch wiederkeh­ rend eine Fadenspannung auf, die dann wieder schlagartig zusam­ menbricht. Der Faden gleitet nicht dynamisch, sondern haftet zunächst, bis die immer stärker werdende Fadenspannung zu einem plötzlichen Abgleiten führt. Dieser Wechsel vollzieht sich dann periodisch. Für Nähprozesse ist ein solches Verhalten äußerst ungünstig, weil die auftretenden Fadenspannungen zu unerwünsch­ ten Nahtkräuselungserscheinungen, dem sogenannten Spannungs­ kräuseln, führen.
Wenn solche Vorgänge in einem Kraft/Zeit-Diagramm aufgezeichnet werden, dann sieht das bei einem Faden mit sehr guten Stick- Slip-Eigenschaften so aus wie in Fig. 1a gezeigt.
Bei Fäden mit schlechtem Stick-Slip resultiert dagegen eine re­ gelrechte "Sägezahnkurve", wie sie in Fig. 1b gezeigt ist.
Je stärker ausgeprägt das "Sägezahnmuster", desto schlechter ist der HGW eines Fadens.
Neben der gleichmäßigen Verteilung der Avivagemenge im Wickel­ körper ist die Erzielung eines perfekten HGW einer der maßgeb­ lichsten Faktoren für die Güte einer Nähfadenausrüstung.
Wie stark der HGW in den Außen- bzw. Innenlagen eines Wickel­ körpers allein durch den Elektrolytgehalt eines Betriebswassers beeinflußt werden kann, zeigen die drei Diagramme der Fig. 2a bis 2c.
Fig. 2a zeigt den HGW in der Außenlage eines avivierten Fa­ dens, Betriebswasser mit geringem Elektrolytgehalt (Leitfähig­ keit ca. 150 µS/cm).
Fig. 2b zeigt den HGW in der Außenlage eines avivierten Fa­ dens, Betriebswasser mit relativ hohem Elektrolytgehalt (Leit­ fähigkeit ca. 800 µS/cm), sonst gleiche Bedingungen.
Fig. 2c zeigt einen exakt gleichen Faden wie in Fig. 2b nach kurzem Spülen (60 sec) mit Reinstwasser.
Diese Diagramme belegen, wie stark der Elektrolytgehalt eines Betriebswassers bereits die Qualität des HGW negativ beein­ flußt. Durch das kurze. Spülen mit Reinstwasser wurden die beim Trocknen in der Außenlage angereicherten Elektrolyte abgelöst, der zunächst sehr schlechte HGW wird dadurch wesentlich verbes­ sert.
Hei den meisten heute eingesetzten Nähfadenavivagen für das Ausziehverfahren ist im Interesse eines kompletten Badauszugs ein zusätzlicher Pufferzusatz (anorganische Salze) zur Desta­ bilisierung der Emulsion nötig, wodurch das Elektrolytproblem noch weiter verschärft wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und ein auf dieses Verfahren abgestimmtes Avivagemittel vorzustellen, mit dem über die Spulenwicklung gesehen gleichmäßig gute HGW-Werte erzielbar sind.
Die vorstehende Aufgabe wird bei einem Auszugsverfahren zum Avivieren von Nähfäden der eingangs beschriebenen Art erfin­ dungsgemäß dadurch gelöst, daß als Puffersystem einorganisches Puffersystem verwendet wird, welches das Avivagebad im pH-Be­ reich von 3,0 bis 4,5 puffert.
Das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung beruht darauf, daß zum einen ein organischer, saurer Puffer verwendet wird (verglichen mit den üblichen Puffern, die um den Neutralpunkt herum bei herkömmlichen Avivageverfahren ausgewählt werden). Der saure pH stabilisiert neben einer entsprechenden Auswahl eines Avivagewirkstoffes die Emulsion der Avivagewirkstoffzu­ sammensetzung.
Im Ergebnis beobachtet man überraschenderweise, daß das zuvor beschriebene "Sägezahnverhalten" des HGW-Wertes weitestgehend unterdrückt wird. Dies gilt auch dann, wenn für das Ansetzen des Avivagebades relativ hartes oder elektrolytreiches Wasser verwendet wird.
Die bisher bekannten Auszieh-Avivierverfahren finden deshalb im schwach alkalisch-neutralen oder allenfalls schwach sauren pH- Bereich (6,5 bis 7,5) statt, weil bisher davon ausgegangen wurde, daß nur so die für einen kompletten Badauszug, d. h. eine komplette Ausnutzung der in dem Bad vorhandenen Wirkstof­ fe, erforderliche Destabilisierung der Avivage möglich ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren wählt demgegenüber einen wesent­ lich stärker sauren Bereich von pH 3,0 bis 4,5. Trotzdem ist überraschenderweise auch in diesem pH-Bereich ein kontrollier­ ter, am Ende vollständiger Badauszug möglich, ohne daß zum Ende der Avivierbehandlung die Temperatur über das übliche Niveau angehoben werden müßte.
Dies gilt sogar für Betriebswasser unterschiedlicher Qualität, d. h. die Baderschöpfung der Avivage läßt sich auch bei hartem oder elektrolytreichem Betriebswasser realisieren, indem man die Puffermenge und die Temperatur-/Zeit-Kurve auf eine harmo­ nische Ausziehgeschwindigkeit und einen am Ende wasserklaren Badauszug einstellt (hierzu wird im folgenden noch nähere In­ formation gegeben).
Die aufeinander abgestimmte Applikation von Avivagemittel und saurem Puffersystem kann sowohl in der klassischen Weise als sogenannte Nachavivage erfolgen, d. h. die Avivage wird nach Ablassen des Färbebades und Spülen der Ware neu in der Appara­ tur bereitet, als auch direkt im Färbebad eingesetzt werden. Bei dieser sogenannten Farbbad-Avivage, treten jedoch unver­ meidbar, wie oben beschrieben, durch das anschließend notwen­ dige Nachreinigen/Spülen geringere Avivagenverluste auf.
Das erfindungsgemäße Verfahren weicht damit auch in folgender Beziehung grundsätzlich von dem bislang verfolgten Konzept der Auszieh-Avivage ab. Das bisher verfolgte Konzept der Auszieh- Avivage war es, die Emulsionsstabilität einer Nähfadenavivage durch pH-Verschiebung in Richtung neutral-schwach alkalisch und/oder durch Puffersalzzusatz zu verringern und dann durch Temperaturerhöhung eine Baderschöpfung zu erzielen. Dieses Kon­ zept war bislang schon mit zwei grundsätzlichen Problemen be­ haftet, nämlich
  • - der Auflagenegalität über den Wickelkörper, die häufig un­ befriedigend ist;
  • - schlechte Gleit- und insbesondere HGW-Werte, in den Innen- und Außenlagen bei Puffersalzzusatz oder elektrolytreichem Betriebswasser (wie bereits oben beschrieben).
Das erfindungsgemäße, aufeinander abgestimmte System aus Aviva­ gewirkstoff und saurem organischem Puffersystem zeigt überra­ schenderweise drei elementare Vorteile gegenüber der herkömmli­ chen Arbeitsweise:
  • - Die Gleichmäßigkeit der Avivagenverteilung über dem Wickel­ körper übertrifft die Ergebnisse der herkömmlichen Verfahren.
  • - Das erzielbare Gleitwertniveau ist dabei mindestens gleich­ wertig mit dem der besten herkömmlichen Avivagemitteln.
  • - Das erfindungsgemäße, saure organische Puffersystem resul­ tiert in sehr guten HGW-Werten nicht nur in den Innenlagen der Wickelkörper, sondern auch in den jeweils außenliegenden Lagen der Wickelkörper. Dies gilt sogar bei stark elektrolyt­ haltigem Betriebswasser.
Im Hinblick auf die weitere Reduzierung von Elektrolytproblemen wird das organische Puffersystem im wesentlichen frei von anor­ ganischen Ionen eingesetzt.
Das Puffersystem wird im gleichen Zusammenhang eine Mischung von Carbonsäuren umfassen.
Bevorzugt wird darauf geachtet, daß das Avivagebad einen Ge­ samtelektrolytgehalt aufweist, der eine elektrische Leitfähig­ keit des Bades von 1000 µS/cm oder weniger verursacht. Weiter bevorzugt wird die Obergrenze der Leitfähigkeit des Bades auf 900 µS/cm oder weniger eingestellt.
Bevorzugte erfindungsgemäße Puffersysteme im Avivagebad sorgen dafür, daß bereits vorhandene Kationen mindestens zu Teilen im­ mobilisiert, vorzugsweise komplexiert werden. Dies trägt offen­ sichtlich zu einer Behinderung der Wanderungsbewegung der ioni­ schen Anteile beim Trocknungsprozeß bei, so daß die in den Au­ ßenlagen der Wickelkörper beobachteten schlechteren HGW-Werte durch Elektrolytanreicherung vermieden werden.
Die Carbonsäuren des Puffersystems werden vorzugsweise ausge­ wählt aus Ameisensäure, Essigsäure, Citronensäure, Sulfonsäu­ ren, insbesondere Amidosulfonsäure, wobei auch Mischungen die­ ser Säuren zum Einsatz gelangen.
Der Carbonsäureanteil bevorzugter wäßriger Puffersysteme beträgt 10 bis 40 Gew.-%. Bevorzugte Mischungen von Carbonsäuren sind:
5 bis 20 Gew.-% Citronensäuremonohydrat
1 bis 8 Gew.-% Amidosulfonsäure
5 bis 20 Gew.-% Ameisensäure
wobei sich die Gew.-%-Angaben auf die Anteile der Carbonsäuren am wäßrigen Puffersystem beziehen.
Ein Anteil des Puffersystems, häufig Essigsäure, kann bereits von vornherein der Avivagewirkstoffzusammensetzung zugegeben werden. Hier kommen Anteile von 0,4 bis 1 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des Avivagemittels bevorzugt in Frage.
Weiter bevorzugte wäßrige Puffersysteme umfassen Polyacrylate und/oder Polymethylacrylate. Der Anteil an der Puffersystem­ rezeptur beträgt vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-%.
Als ein Avivagewirkstoff wird vorzugsweise ein Dialkylpoly­ siloxan mit einer Viskosität von 350 bis 10 000 cP, bevorzugt 800 bis 5000 cP, bei 25°C eingesetzt. Weiterbevorzugt wird als Dialkylpolysiloxan ein Dimethylpolysiloxan verwendet. Die Dialkylpolysiloxane sind in der Avivagewirkstoffzusammensetzung bevorzugt mit einem Gehalt von 15 bis 40 Gew.-% enthalten.
Die Avivagewirkstoffzusammensetzung kann neben den Dialkylpoly­ siloxanen Paraffinwachse, Esterwachse, Emulgatoren, Polyglykole und/oder Konservierungsmittel enthalten.
Bei bevorzugten Avivagewirkstoffzusammensetzungen werden mehrere Emulgatoren nebeneinander eingesetzt. Dies wird im einzelnen weiter unten noch näher erläutert.
Die Esterwachse werden bevorzugt im Bereich von bis zu 4 Gew.-% in bevorzugten Avivagewirkstoffzusammensetzungen eingesetzt. Polyethylenglykole als bevorzugte Vertreter der Polyglykole kommen bevorzugt mit einem Gehalt von 1 bis 4 Gew.-% in Avivage­ wirkstoffzusammensetzungen zum Einsatz, wobei sich Polyethylen­ glykole in einem Molekulargewichts(Mw)-Bereich von 2000 bis 20 000 als besonders günstig erwiesen haben.
Bevorzugt wird gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren dem Aviva­ gebad bei Raumtemperatur zunächst die Avivagewirkstoffzusammen­ setzung und danach das Puffersystem zugegeben.
Die Avivagewirkstoffzusammensetzung und das Puffersystem werden vorzugsweise vorverdünnt (Faktor = 10), bevor sie jeweils dem Avivagebad zugegeben werden.
Die Temperatur des Avivagebades wird im Verlauf der Auszugsavi­ vage nach Zugabe von Avivagewirkstoffzusammensetzung und Puf­ fersystem auf ca. 65°C angehoben. Die Anhebung der Temperatur geschieht allmählich über die Behandlungszeit, beispielsweise mit 1 bis 2°C/min. vorzugsweise mit einer Rate von ca. 1,2 bis 1,7°C/min.
Beispielhaft kann zunächst die Avivage vorverdünnt vorgegeben werden, und nach 5 min Umwälzen der Flotte der vorverdünnte er­ findungsgemäße Puffer zugegeben werden, worauf nach weiteren 5 min bei Raumtemperatur ein Anheben der Temperatur mit einer Rate von 1,5°C/min auf 65°C während ca. 30 min erfolgt. Auf dieser angehobenen Temperatur wird die Flotte während weiterer 15 min umgewälzt und erst danach die Flotte abgelassen, entwäs­ sert und getrocknet.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Avivagemittel zur Verwen­ dung in dem vorstehend beschriebenen Verfahren, das zum einen eine Avivagewirkstoffzusammensetzung, die auf Dialkylpolysilo­ xarien aufbaut, und zum anderen ein organisches Puffersystem zur Pufferung im pH-Bereich von 3,0 bis 4,5 umfaßt. Üblicherweise werden die Avivagewirkstoffzusammensetzung und das Puffersystem getrennt verpackt vertrieben. Dadurch läßt sich das erfindungs­ gemäße Avivagemittel genau auf die vor Ort beim Kunden vorhan­ denen Bedingungen, d. h. insbesondere Betriebswasser sowie die zu behandelnden Nähfadenqualitäten einstellen. Die Avivagewirk­ stoffzusammensetzung kann allerdings Teile des Puffersystems zur Stabilisierung der Emulsion durch pH-Erniedrigung enthal­ ten.
Wie bereits zuvor erwähnt, wird als Dialkylpolysiloxan vorzugs­ weise Dimethylpolysiloxan eingesetzt. Die verwendeten Dialkyl­ polysiloxane werden vorzugsweise eine Viskosität von ca. 350 bis 10 000 cP aufweisen.
Dem erfindungsgemäßen Avivagemittel bzw. dessen Wirkstoffzusam­ mensetzung können Paraffinwachse, Esterwachse, Emulgatoren, Polyglykole und/oder Konservierungsmittel zugesetzt sein.
Hierbei werden Paraffinwachse bevorzugt, welche einen Schmelz­ punkt im Bereich ab 50°C, vorzugsweise 60°C und höher aufwei­ sen. Weiter bevorzugt sollte der Schmelzpunkt unter 100°C lie­ gen, um eine ausreichende Abriebfestigkeit der Wachse zu ge­ währleisten.
Die Emulgatoren werden vorzugsweise Fettsäure-Amin-Kondensati­ onsprodukte und/oder Ricinusöl-Ethoxylate beinhalten.
Bei den Fettsäure-Amin-Kondensaten sind solche bevorzugt, bei denen die Fettsäurekomponente eine C14-C20-Fettsäure oder ein Gemisch solcher Fettsäuren beinhaltet.
Die Amin-Komponente des Kondensats wird bevorzugt ausgewählt aus Aminoalkylalkanolamin und Dialkanolamin, wobei die jeweili­ gen alkylfunktionellen Gruppen C1-C4-Alkylgruppen sind.
Der Gehalt des Fettsäure-Amin-Kondensats in der Avivagewirk­ stoffzusammensetzung beträgt bevorzugt 1 bis 8 Gew.-%; im Falle der Verwendung von Ricinusöl-Ethoxylat beträgt dessen Anteil bevorzugt 0,5 bis 5 Gew.-%.
Weiter bevorzugt kommen verschiedene Emulgatoren nebeneinander zum Einsatz, so bei einer bevorzugten Rezeptur der Avivagewirk­ stoffzusammensetzung, die
0,5 bis 5 Gew.-% Ricinusöl-Ethoxylat,
1 bis 5 Gew.-% Fettsäure-Aminoalkanolaminkondensat und
0,2 bis 5 Gew.-% Fettsäure-Dialkanolamin-Kondensat
enthält.
Bevorzugte Ricinusöl-Ethoxylate weisen einen EO-Grad von ca. 100 bis 400 auf.
Das organische Puffersystem wird vorzugsweise so ausgewählt, daß es mindestens Teile von anorganischen Kationen, die im Avi­ vagebad vorkommen, zu komplexieren vermag.
Bevorzugte Bestandteile des organischen Puffersystems sind ne­ ben organischen Säuren Acrylat- und/oder Methacrylathomo- oder copolymere. Das Molekulargewicht Mw beträgt vorzugsweise 2000 bis 10 000, weiter bevorzugt 2500 bis 5000.
Besonders bevorzugte Bestandteile des Puffersystems sind Copo­ lymere aus Acrylsäure und Maleinsäure mit einem Monomerenver­ hältnis von 1 : 1 bis 3 : 1.
Die organisohen Säuren werden bevorzugt ausgewählt aus Ameisen­ säure, Essigsäure, Citronensäure und Sulfonsäuren, hier insbe­ sondere Amidosulfonsäure.
Diese und weitere Vorteile der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung und der Beispiele noch näher erläutert. Es zeigen im einzelnen:
Fig. 1a ein sogenanntes HGW-Wert-Diagramm, welches einem Fa­ den mit einem sehr guten, sogenannten Stick-Slip zu­ zuordnen ist;
Fig. 1b HGW-Wert-Diagramm eines Fadens mit schlechtem Stick- Slip;
Fig. 2a HGW-Wert einer Außenlage eines avivierten Nähfadens bei Verwendung von Betriebswasser mit geringem Elek­ trolytgehalt (Leitfähigkeit ca. 150 µS/cm);
Fig. 2b HGW-Wert in der Außenlage eines avivierten Nähfadens bei Behandlungsbedingungen wie bei Fig. 2a, jedoch mit einem Betriebswasser mit einem relativ hohen Elektrolytgehalt (Leitfähigkeit ca. 800 µS/cm);
Fig. 2c HGW-Wert-Diagramm des Fadens gemäß Fig. 2b, nachdem dieses für 60 sec. mit Reinstwasser gespült wurde;
Fig. 3 Zeit/Temperatur-Diagramm eines erfindungsgemäßen Avivier-Ausziehverfahrens;
Fig. 4a HGW-Diagramm für einen erfindungsgemäß ausgerüsteten Nähfaden;
Fig. 4b HGW-Diagramm des avivierten Nähfadens gemäß Fig. 4a, jedoch ohne erfindungsgemäßen Puffer;
Fig. 5 Zeit/Temperatur-Diagramm eines erfindungsgemäßen Farbbad-Avivierverfahrens;
Fig. 6a HGW-Diagramm eines im Farbbadauszug mit herkömmli­ chem Avivagemittel behandelten Nähfadens;
Fig. 6b HGW-Diagramm eines im Farbbadauszug mit erfindungs­ gemäßem Avivagemittel behandelten Nähfadens; und
Fig. 6c HGW-Diagramm eines im Farbbadauszug mit erfindungs­ gemäßem Avivagemittel behandelten Nähfadens (Fig. 6b) nach weiterer erfindungsgemäßer Nachbehandlung.
Anhand der folgenden Beispielrezepturen und Fig. 3 bis 6c wird die Erfindung noch im einzelnen erläutert werden.
Beispiel 1
Eine spezifische Rezeptur für die Avivagewirkstoffzusammenset­ zung lautet wie folgt:
30 Gew.-% Dimethylpolysiloxan der Viskosität 1000 cP (bei 25°C)
10 Gew.-% Paraffine mit einem Schmelzpunkt von 60 bis 65°C
2,5 Gew.-% Esterwachs (Hoechst Wachs KLE)
3,5 Gew.-% Emulgator auf der Basis von Talg-Fettsäure-Ami­ noethylethanolamin
0,3 Gew.-% Emulgator auf der Basis spezifischer Fettsäure- Aminkondensatprodukte, beispielsweise Talgfett­ säure-Diethanolamin-Kondensat
1,3 Gew.-% Emulgator auf der Basis von Ricinusöl-Ethoxylat mit ca. 100 bis 400 mol EO
3,0 Gew.-% Polyglykol Mw 12.000
0,6 Gew.-% Essigsäure (Bestandteil des Puffersystems)
eventuell übliche Konservierungsmittel
Rest Wasser
Wie oben erwähnt, stellt der Anteil von 0,6 Gew.-% Essigsäure in der Avivagewirkstoffzusammensetzung ein Bestandteil des nach­ folgend noch im einzelnen beschriebenen Puffersystems dar, wel­ cher jedoch bereits in der Avivagewirkstoffzusammensetzung be­ nötigt wird, um die dort vorliegende Emulsion stabil zu halten. Das erfindungsgemäße Puffersystem setzt sich im übrigen wie folgt zusammen:
ca. 5 Gew.-% Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymeres Mw ca. 2500 bis 5000; Monomerenverhältnis 1 : 1 bis 3 : 1
ca. 13 Gew.-% Zitronensäure
ca. 5 Gew.-% Amidosulfonsäure
ca. 14 Gew.-% 85%iger Ameisensäure
Rest Wasser
Die vorstehend definierte Avivagewirkstoffzusammensetzung wird 10 Gew.-%ig in dem Avivagebad eingesetzt. Der vorstehend defi­ nierte Puffer wird in einer Menge von 1,5 g/l in das bereits mit der Avivagewirkstoffzusammensetzung versetzte Avivagebad zugegeben. Die Zugabe geschieht jeweils (vgl. Fig. 3) bei 20°C und in einem Abstand von 5 min. jeweils in 10-fach vor­ verdünnter Form.
Behandelt wird im vorliegenden Beispiel ein Polyesterfasergarn (Nm 80/2) in einem Kreuzspulapparat mit einem Flottenverhältnis von 1 : 10.
Die Leitfähigkeit des Betriebswassers beträgt ca. 800 µS/cm, d. h. das Betriebswasser ist relativ elektrolytreich. Die Zir­ kulation der Flotte wird festgelegt auf den Zyklus 2,5 min von innen nach außen und darauf folgend 4 min von außen nach innen in ständiger Wiederholung.
Nach Zugabe der Avivagewirkstoffzusammensetzung (10 Gew.-%) so­ wie nachfolgend von 1,5 g/l des erfindungsgemäßen Puffersystems stellt sich in dem Avivagebad ein pH-Wert von 3,2 ein, der nicht weiter korrigiert werden muß.
5 min nach Zugabe des vorverdünnten Puffersystems wird mit einer Rate von 1,5°C/min während 30 min auf die Temperatur von 65°C aufgeheizt. Die Temperatur von 65°C wird für weitere 15 min gehalten. Es resultiert ein gleichmäßiger, am Ende der Behandlung wasserklarer Badauszug.
Danach wird die Flotte abgelassen, die Ware entwässert und ge­ trocknet. Darauffolgend wird der sogenannte HGW-Wert gemessen. Das Ergebnis ist in Fig. 4a dargestellt.
Man sieht, daß trotz der Verwendung von sehr elektrolytreichem Betriebswasser mit einer Leitfähigkeit von 800 µS/cm (das Avi­ vierbad weist nach Zugabe des erfindungsgemäßen Puffersystems eine Leitfähigkeit von 849 µS/cm auf) erhält man eine optimal zurückgedrängte "Sägezahnformation", die fast im Rauschen des Meßgerätes untergeht, erhalten wird.
Vergleichsweise wurde diese Vorgehensweise wiederholt, mit dem einzigen Unterschied, daß der erfindungsgemäße Puffer weggelas­ sen wurde.
Während die Innenlage der Kreuzspulen HGW-Wertverläufe ähnlich der Fig. 4a zeigen, findet man in den Außenlagen einen HGW- Verlauf, wie er in Fig. 4b dargestellt ist: Dies bedeutet, daß aufgrund des erfindungsgemäßen Puffersystems selbst bei an sich schon optimal ausgewählter Avivagewirkstoffzusammensetzung eine extrem starke Dämpfung der "Sägezahnformation" möglich ist. Dies wird darauf zurückgeführt, daß - obwohl die Leitfähigkeit des Avivagebades durch den Eintrag von erfindungsgemäßem Puffer leicht ansteigt (von 800 auf ca. 850 µS/cm) - die Wanderungs­ tendenz der Elektrolyte beim Trocknen in die Außenlagen der Kreuzspule praktisch unterbunden ist, so daß über die gesamte Spule, d. h. in Innen- und in Außenlagen, im wesentlichen die­ selbe Garnqualität, d. h. das gleiche gute HGW-Verhalten wie in Fig. 4a dargestellt, erhalten werden kann.
Beispiel 2
Die Applikation der erfindungsgemäßen Avivagewirkstoffzusammen­ setzung und Puffersystems kann, wie bereits erwähnt, auch di­ rekt bei der Färbung erfolgen. Nachfolgend wird die Arbeitswei­ se bei einem Polyester-Umspinnzwirn dtex 50/2 beschrieben:
Das zu färbende Garn in Kreuzspulaufmachung wird zunächst in üblicher Weise nach z. B. folgender Rezeptur vorgewaschen:
0,5 bis 1,0 g/l nichtionogenes Waschmittel (z. B. PERLAVIN NIC/Petry)
0,5 bis 1,0 g/l Sequestriermittel (z. B. PERIQUEST APG/Petry)
0,5 g/l Soda calc.
20 min bei 70°C waschen
10 min spülen warm, 40°C
10 min spülen kalt
Dann erfolgt der Ansatz des Färbe-/Avivagebades.
x % Dispersionsfarbstoff
1 bis 2 g/l Egalisier- und Dispergiermittel (z. B. PERIGEN PME/Petry)
0,5 bis 2 g/l erfindungsgem. Puffersystem (Beispiel 1)
8 bis 15 Gew.-% erfindungsgem. Avivagewirkstoffzusammen­ setzung (Beispiel 1)
Der pH-Wert stellt sich automatisch auf 3 bis 4 ein und braucht nicht weiter korrigiert zu werden.
Üblicherweise beträgt die Starttemperatur 40 bis 50°C.
Die Flotte wird vorzugsweise wechselweise durch die Kreuzspule gepumpt, z. B. 2 min von innen nach außen, gefolgt von 4 min außen nach innen.
Nach Zugabe von Farbstoff, Hilfsmittel, Puffersystem und Aviva­ gewirkstoffzusammensetzung wird weitere 5 min bei 40 bis 50°C behandelt. Dann erfolgt die Temperaturerhöhung mit 1,5 bis 2°C/min auf 130°C. Nach einer Behandlungszeit von weiteren 30 bis 60 min erfolgt ein Heißablaß der Flotte oder es wird auf 80°C gekühlt und abgelassen (vgl. Fig. 5).
Bei hellen Färbungen wird heiß und warm gespült. Bei dunklen Färbungen muß gegebenenfalls reduktiv nachgereinigt werden mit
1 g/l anionisch/nichtionogenem Dispergiermittel (z. B. PERLAVIN SRD/Petry)
3 bis 5 ml/l Natronlauge 50%
3 bis 5 g/l Hydrosulfit 20 min bei 80 bis 90°C behandeln
spülen heiß und warm, neutralisieren mit
0,5 bis 1 g/l erfindungsgemäßem Puffersystem
Anschließend wird entwässert und getrocknet.
Fig. 6a bis 6c zeigen den HGW-Wert der Außenlage eines nach o. g. Verfahren im Färbebad avivierten Polyester-Umspinnzwir­ nes.
Es wurde hier wiederum mit elektrolytreichem Wasser (ca. 800 µS/cm) gearbeitet. Die Färbung erfolgte mit 2 Gew.-% disperse blue 56.
Bei Fig. 6a wurden 10% eines 50%igen handelsüblichem, dem Stand der Technik (EP 0 187 136 A2) entsprechenden Avivagemit­ tels eingesetzt.
Es resultierte eine ausgeprägte Sägezahnkurve.
Bei Fig. 6b wurden 10% der in Beispiel 2 beschriebenen Aviva­ gewirkstoffzusammensetzung eingesetzt. Anstatt der Verwendung des bevorzugten sauren Puffersystems gemäß Beispiel 1 wurde der pH-Wert von 4,5 jedoch mit Essigsäure eingestellt.
Es resultierte bereits ein besserer Stick-Slip, jedoch noch im­ mer mit deutlich sichtbarer Streuung.
Bei Fig. 6c wurden 10% der in Beispiel 1 beschriebenen Aviva­ gewirkstoffzusammensetzung eingesetzt. Zudem wurde sowohl im Färbebad als auch in der Neutralisation nach der reduktiven Reinigung je 1 g/l des bevorzugten erfindungsgemäßen Puffersy­ stems verwendet.
Es resultiert ein gleichmäßiges Stick-Slip-Bild.

Claims (29)

1. Avivieren von Nähfäden im Auszugsverfahren unter Verwen­ dung eines Avivagebades mit einem Avivagemittel, welches eine auf einer wäßrigen Emulsion eines Dialkylpolysiloxans basierenden Avivagewirkstoffzusammensetzung und ein Puf­ fersystem umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß als Puffer­ system ein organisches Puffersystem verwendet wird, wel­ ches das Avivagebad im pH-Bereich von 3,0 bis 4,5 puffert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren als Nach-Avivage durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren als Farbbad-Avivage durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das organische Puffersystem im wesentli­ chen frei von anorganischen Ionen ist.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Avivagebad einen Gesamtelektrolyt­ gehalt aufweist, der eine elektrische Leitfähigkeit des Bades von 1000 µS/cm oder weniger verursacht.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Puffersystem im Avivagebad vorhan­ dene Kationen komplexiert.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Puffersystem eine Mischung von Car­ bonsäuren umfaßt, die vorzugsweise ausgewählt sind aus Ameisensäure, Essigsäure, Zitronensäure, Sulfonsäuren, insbesondere der Amidosulfonsäure.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Puffersystem Polyacrylate und/oder Polymethacrylate umfaßt.
9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Dialkylpolysiloxane solche mit ei­ ner Viskosität von 350 bis 10 000 cP bei 25°C ausgewählt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Dialkylpolysiloxan Dimethylpolysiloxan verwendet wird.
11. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Avivagemittel Paraffinwachse, Esterwachse, Emulgatoren, Polyglykole und/oder Konservie­ rungsmittel umfaßt.
12. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Avivagebad bei Raumtemperatur zu­ nächst die Avivagewirkstoffzusammensetzung, gegebenenfalls mit einem Teil des Puffersystems, zugegeben wird, und da­ nach das Puffersystem bzw. die Reste des Puffersystems zu­ gegeben werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Avivagebades nach Zugabe von der Aviva­ gewirkstoffzusammensetzung und des Puffersystems auf ca. 50 bis 90°C angehoben wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturanhebung mit einer Rate von 1 bis 2°C/min, insbesondere ca. 1,2 bis 1,7°C/min erfolgt.
15. Avivagemittel zur Verwendung in einem Verfahren gemäß ei­ nem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Avivagewirkstoffzusammensetzung auf Dialkylpolysilo­ xan-Basis und ein organisches Puffersystem umfaßt.
16. Avivagemittel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Avivagewirkstoffzusammensetzung und das Puffersy­ stem getrennt verpackt sind, wobei die Avivagewirkstoffzu­ sammensetzung gegebenenfalls einzelne Komponenten des Puf­ fersystems mitbeinhalten kann.
17. Avivagemittel nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Avivagewirkstoffzusammensetzung Dime­ thylpolysiloxan umfaßt.
18. Avivagemittel nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Avivagewirkstoffzusammensetzung Dialkylpolysiloxane mit einer Viskosität im Bereich von ca. 350 bis ca. 10 000 cP umfaßt.
19. Avivagemittel nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Avivagewirkstoffzusammensetzung Paraffinwachse, Esterwachse, Emulgatoren, Polyglykole und/oder Konservierungsmittel umfaßt.
20. Avivagemittel nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Paraffinwachse einen Schmelzpunkt im Bereich von 50 bis 90°C aufweisen.
21. Avivagemittel nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Emulgatoren Fettsäure-Aminkondensate und/oder Ricinusöl-Ethoxylate umfassen.
22. Avivagemittel nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Fettsäure-Amin-Kondensat ein C14-C20-Fettsäure-Amin- Kondensat ist.
23. Avivagemittel nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Aminkomponente des Fettsäure-Amin-Kon­ densats ausgewählt ist aus Aminoalkylalkanolamin und Dial­ kanolamin.
24. Avivagemittel nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Fettsäure-Amin-Kondensat 1 bis 8 Gew.-% beträgt.
25. Avivagemittel nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Ricinusöl-Ethoxylat 0,5 bis 5 Gew.-% be­ trägt.
26. Avivagemittel nach einem der Ansprüche 21 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß es Ricinusöl-Ethoxylat mit einem An­ teil von 0,5 bis 5 Gew.-%, Fettsäure-Aminoalkylalkanolamin- Kondensat mit einem Gehalt von 1 bis 5 Gew.-% und ein Fett­ säure-Dialkanolamin-Kondensat mit einem Gehalt von 0,2 bis 5 Gew.-% enthält.
27. Avivagemittel nach einem der Ansprüche 15 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Puffersystem mindestens Teile von anorganischen Kationen des Avivagebades komple­ xiert.
28. Avivagemittel nach einem der Ansprüche 15 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Puffersystem Polyacrylate und/oder Polymethacrylate umfaßt.
29. Avivagemittel nach einem der Ansprüche 18 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß das Puffersystem eine Mischung organi­ scher Säuren umfaßt, welche vorzugsweise ausgewählt sind aus:
Ameisensäure, Essigsäure, Zitronensäure und Sulfonsäuren, insbesondere Amidosulfonsäure.
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