DE19860037A1 - Verfahren zur ortsaufgelösten Messung der elektrischen Aktivität von Nervenzellen mittels magnetischer Resonanz und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur ortsaufgelösten Messung der elektrischen Aktivität von Nervenzellen mittels magnetischer Resonanz und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Das Verfahren beinhaltet folgende Schritte: DOLLAR A - eine Serie von MR-Aufnahmen zur Gewinnung von ortsaufgelösten MR-Signalen wird durchgeführt, DOLLAR A - die von Magnetfeldänderungen, die durch die elektrische Aktivität von Nervenzellen hervorgerufen werden, herrührenden Phasendrehungen der MR-Signale werden bestimmt, DOLLAR A - durch eine Korrelation der MR-Signale mit Ereignissen, die die elektrische Aktivität verursachen, werden die ereignisabhängigen Phasendrehungen der MR-Signale ausgewertet.
Description
Zur Messung der elektrischen Aktivität lebender Nervenzellen
sind im wesentlichen drei Verfahren bekannt:
Beim Elektroenzephalogramm (EEG) werden elektrische Potentia le gemessen. Hierbei ist eine sehr gute zeitliche Auflösung möglich. Es wird auch versucht, mit diesem Verfahren eine Ortsauflösung zu erreichen. Es ist jedoch extrem schwierig, aus den z. B. an der Kopfhaut gemessenen Potentialen auf den Ort von Aktivitätsherden zu schließen. Eine Reihe unwägbarer Parameter läßt eine genaue Lokalisierung aussichtslos er scheinen. Das Einbringen von Nadeln zur Lokalisierung in das Gehirn ist nur sehr beschränkt möglich und mit erheblichen Unannehmlichkeiten und Risiken verbunden.
Beim Elektroenzephalogramm (EEG) werden elektrische Potentia le gemessen. Hierbei ist eine sehr gute zeitliche Auflösung möglich. Es wird auch versucht, mit diesem Verfahren eine Ortsauflösung zu erreichen. Es ist jedoch extrem schwierig, aus den z. B. an der Kopfhaut gemessenen Potentialen auf den Ort von Aktivitätsherden zu schließen. Eine Reihe unwägbarer Parameter läßt eine genaue Lokalisierung aussichtslos er scheinen. Das Einbringen von Nadeln zur Lokalisierung in das Gehirn ist nur sehr beschränkt möglich und mit erheblichen Unannehmlichkeiten und Risiken verbunden.
Beim Verfahren der Magnet-Enzephalographie (MEG) werden mit
hochempfindlichen Magnetfeldsensoren (sogenannten SQUIDs) die
Magnetfelder gemessen, die durch neuronale Funktionen ausge
löst werden. Derartige Verfahren sind beispielsweise aus den
US-Patentschriften 5,392,210, 5,136,242 und 5,417,211 be
kannt. Auch hier ist eine Ortsbestimmung nur unvollkommen
möglich und es ist eine spezielle, sehr aufwendige Anlage er
forderlich. Dieses Verfahren hat sich daher bisher nicht
durchgesetzt.
Ein vielversprechender Ansatz zur Bestimmung von Nervenakti
vitäten besteht in der Anwendung der Magnetresonanz. Dieses
Verfahren wird häufig als fMRI für Functional Magnetic Re
sonance Imaging bezeichnet. Gehirnaktivitäten lassen sich in
lokalen Signalerhöhungen von Bildern darstellen, die mit T2*-
und T2-gewichteten Sequenzen gewonnen werden. Die Signalände
rung rührt jedoch dabei nicht direkt von den Nervenaktivitä
ten her, sondern von einem aktivitätsbedingten Anstieg des
Blutsauerstoffgehalts. Die heute angewandten Verfahren der
Aktivitätsmessung mittels MR bieten zwar gegenüber den ande
ren obengenannten Verfahren Vorteile, insbesondere ist eine
relativ präzise Lokalisierung der Aktivität möglich. Nachtei
lig ist allerdings, daß hier nicht der primäre Effekt, näm
lich ein Stromfluß bzw. das damit verbundene Magnetfeld er
faßt wird, sondern ein Sekundäreffekt, nämlich die mit der
Nervenaktivität einhergehende Blutsauerstoffsättigung. Ein
Nachteil besteht z. B. darin, daß diese dem auslösenden Ereig
nis nur mit einer Verzögerung folgt.
Ein f-MRI-Verfahren, bei dem zur Verbesserung des Signal-
Rausch-Verhältnisses eine Kreuzkorrelation zwischen der Sti
mulationsfunktion und dem Zeitverlauf von mit einem Single-
Shot-EPI-Verfahren gewonnenen MR-Bildern durchgeführt wird,
ist in der Literaturstelle Bandettini et al., "Processing
Strategies for Time-Course Data Sets in Functional MRI of the
Human Brain", Magnetic Resonance in Medicine, 1993, Bd. 30,
S. 161-173, beschrieben.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren bzw. eine
Vorrichtung anzugeben, mit der Nervenaktivitäten besser ver
folgt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale
des Anspruchs 1.
Im Gegensatz zu herkömmlichen fMRI-Verfahren wird hier also
nicht der Sekundäreffekt einer Signalerhöhung aufgrund einer
erhöhten Blutsauerstoffsättigung erfaßt, sondern die durch
eine aktivitätsbedingte Magnetfeldänderung induzierte Phasen
drehung der MR-Signale. Die Magnetfeldänderung rührt wiederum.
von der elektrischen Aktivität lebender Nervenzellen her. Die
Magnetfeldschwankungen in der Umgebung der Nervenzellen lie
gen in der Größenordnung von 1 bis 100 pT. Solche Magnetfeld
schwankungen sind allerdings zu schwach für einen direkten
Nachweis aufgrund der Phasendrehung der Kernresonanzsignale.
Die von diesen Magnetfeldschwankungen herrührenden Phasendre
hungen hängen von den Echozeiten ab. Bei Echozeiten von etwa
50 ms liegen die aktivitätsbedingten Phasendrehungen des
Kernresonanzsignals im Bereich von 0,05 bis 0,7°. Phasendre
hungen von unter 5 bis 15° gehen jedoch im heute üblicherwei
se erreichten Rauschpegel unter. Ein brauchbares Signal er
hält man daher nur dadurch, daß man während wiederholt ein
tretender, eine elektrische Aktivität verursachender Ereig
nisse eine Serie von MR-Signalen gewinnt und durch eine Kor
relationsanalyse auswertet. Die dazu notwendige Anzahl von
ereigniskorrelierten MR-Signalen läßt sich je nach Intensität
der elektrischen Nervenaktivität zu 50 bis etwa 10.000 ab
schätzen.
Die Vielzahl der für die Korrelation benötigten Ereignisse
erhält man vorteilhafterweise dadurch, daß die elektrische
Aktivität von Nervenzellen durch externe Reize nach einer
Stimulationsfunktion ausgelöst wird und daß die dadurch ver
ursachten Phasendrehungen durch zeitliche Korrelation mit der
Stimulationsfunktion ermittelt werden. Alternativ ist aber
auch eine Korrelation zwischen mehrfach nacheinander auftre
tenden Ereignissen und der gemessenen Phasendrehung der Kern
resonanzsignale möglich. Bei solchen Ereignissen kann es sich
z. B. um epileptische Anfälle handeln. Es liegt dann also ein
Ereignis-Gating vor.
Vorteilhafterweise kann das Signal/Rausch-Verhältnis durch
eine zeitliche Korrelation der Phasendrehung der Kernreso
nanzsignale mit einem Modell über den Zeitverlauf des Stroms
durch die Nervenzellen ermittelt werden.
Eine Verbesserung des Signal/Rausch-Verhältnisses ist ferner
durch eine örtliche Korrelation der Phasendrehung der Kernre
sonanzsignale mit einem Modell über den Magnetfeldverlauf von
Stromdipolen der elektrischen Aktivität der Nervenzellen mög
lich. Aufgrund eines solchen Modells kann auch der Ort von
Stromdipolen, die elektrischen Aktivitäten von Nervenzellen
entsprechen, ermittelt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Fig. 1 bis 10 dargestellt. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Beispiel für einen durch Aktivität von
Nervenzellen erzeugten Stromdipol mit Ma
gnetfeldverlauf,
Fig. 2 den typischen Verlauf einer aktivitätsbe
dingten Magnetfeldänderung über die Zeit,
Fig. 3 schematisch den Aufbau einer MR-Anlage zur
Durchführung des Verfahrens,
Fig. 4 bis 8 ein Beispiel für eine bei dem Verfahren an
gewandte Pulssequenz,
Fig. 9 den typischen Verlauf des Korrelationsfak
tors ψ für ein Pixel über die Zeit,
Fig. 10 ein Ablaufdiagramm des Verfahrens.
In Fig. 1 ist ein charakteristischer Stromdipol für ein neu
ronales Aktivitätszentrum dargestellt. Plus- und Minuspol
liegen etwa 3 mm auseinander. Mit dem MR-Effekt kann jedoch
nicht der Strom I direkt, sondern lediglich das dadurch indu
zierte Magnetfeld, ausgewertet werden. Die entsprechenden Ma
gnetfeldlinien sind in Fig. 1 eingezeichnet. Wie bereits
eingangs erwähnt, liegen die durch neuronale Aktivitäten ver
ursachten Magnetfeldänderungen in der Größenordnung von 1 bis
100 pT.
In Fig. 2 ist ein typischer Zeitverlauf für die durch eine
neuronale Aktivität verursachte Magnetfeldänderung ΔB darge
stellt. Das Strommaximum und damit auch das Maximum der Ma
gnetfeldänderung liegen typischerweise etwa 200 ms nach einem
auslösenden Ereignis.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann im Prinzip mit einer her
kömmlichen MR-Anlage durchgeführt werden, wobei lediglich ei
nige im folgenden beschriebene Zusätze erforderlich sind.
Schematisch ist der Aufbau des MR-Geräts in Fig. 3 darge
stellt. Ein Patient 1 wird in einen Magneten 2 eingebracht,
der zur Erzeugung eines Grundmagnetfeldes dient und außerdem
der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellte Einbauten zur
Erzeugung von magnetischen Gradientenfeldern sowie Hochfre
quenzantennen zum Senden und zum Empfangen von Hochfrequenz
pulsen aufweist. Die Gradientenspulen und Hochfrequenzanten
nen werden von einer Steuereinheit 7 angesteuert. Soweit ent
spricht der Aufbau herkömmlichen Anlagen, deren Funktion als
bekannt vorausgesetzt wird.
Zur Stimulation neuronaler Aktivitäten wird von einem Impuls
geber 5 eine Stimulationsfunktion erzeugt, mit der z. B. ein
Lichtsender 3 angesteuert wird. Es kann aber z. B. auch eine
elektrische Stimulation erfolgen oder der Patient kann - bei
spielsweise durch optische Signale - dazu veranlaßt werden,
entsprechend der Stimulationsfunktion Bewegungen durchzufüh
ren. Die mit einer Auswerteeinheit 4 gewonnenen MR-Daten und
die im Impulsgeber 5 erzeugte Stimulationsfunktion werden in
einer Korrelationsrecheneinheit 6 miteinander korreliert. Die
so gewonnenen Daten werden auf einem Monitor 8 dargestellt.
Die Auswerteeinheit 4, die Korrelationsrecheneinheit 6 und
der Impulsgeber 5 werden von der Steuereinheit 7 gesteuert.
Auch insoweit ist der Aufbau der MR-Anlage z. B. bereits aus
dem US-Patent 5, 662,112 bekannt. Wie im folgenden noch näher
ausgeführt, beruht das hier angewandte Verfahren jedoch auf
einem völlig andersartigen physikalischen Effekt.
Zur Gewinnung der MR-Rohdaten eignet sich eine sogenannte
EPI-(Echo Planar Imaging)-Sequenz, wie sie in den Fig. 4
bis 8 dargestellt ist, besonders gut. Diese Sequenz stellt
jedoch nur ein Ausführungsbeispiel dar, es kommen auch andere
Pulssequenzen, wie z. B. Turbospinechosequenzen, FISP- oder
FLASH-Sequenzen in Betracht.
Bei der EPI-Sequenz wird zunächst entsprechend Fig. 4 ein
Hochfrequenzpuls RF1 eingestrahlt. Gleichzeitig wirkt gemäß
Fig. 5 ein Schichtselektionsgradient SS, so daß abhängig vom
Frequenzspektrum des Hochfrequenzpuls RF1 und von der Stärke
des Schichtselektionsgradienten SS nur eine Schicht des Un
tersuchungsobjekts angeregt wird. An den positiven Teilpuls
des Schichtselektionsgradienten SS schließt sich ein negati
ver Teilpuls an, mit dem die durch den positiven Teilpuls
verursachte Dephasierung wieder rückgängig gemacht wird.
Gleichzeitig mit dem negativen Teilpuls des Schichtselekti
onsgradienten SS werden gemäß den Fig. 6 und 7 Vordepha
sierpulse PCV, ROV in Phasencodierrichtung bzw. Readout-
Richtung eingestrahlt. Anschließend wird der Auslesegradient
RO mit wechselnder Polarität eingeschaltet. Durch das alter
nierende Vorzeichen des Auslesegradienten RO werden die Kern
resonanzsignale immer wieder rephasiert, wobei unter jedem
Teilpuls des Auslesegradienten RO ein Signal S entsteht. Die
Signale S werden jeweils unterschiedlich phasencodiert, indem
man die Phase von Signal zu Signal durch kleine Phasencodier
pulse PC zwischen den Signalen fortschaltet. Die Signale wer
den phasenempfindlich demoduliert und in einem Raster digita
lisiert. Je Signal werden die erhaltenen Digitalwerte in eine
Zeile einer Rohdatenmatrix eingetragen. In der schnellsten
Variante des EPI-Verfahrens, dem sogenannten "Single-Shot-
EPI" werden nach einer einzigen Anregung genügend viele Si
gnale S gewonnen, um einen kompletten Rohdatensatz für ein
Bild zu erstellen. Das Bild kann in bekannter Weise durch
zweidimensionale Fourier-Transformation aus der Rohdatenma
trix gewonnen werden.
Neu ist nun, daß die in den Signalen S enthaltene Phasenin
formation nicht nur bezüglich des Signalursprungs, sondern
auch bezüglich von Magnetfeldänderungen ausgewertet wird, die
durch neuronale Aktivitäten verursacht werden. Wie bereits
eingangs ausgeführt, reicht es hierbei allerdings nicht aus,
die aktivitätsbedingte Phasenänderung nur einmal zu messen.
Diese Änderung ist nämlich so gering, daß sie im Rauschen un
tergehen würde. Aus diesem Grund wird eine Vielzahl von Sti
mulationen durchgeführt, die jeweils erhaltene Phase des
Kernresonanzsignals ausgewertet und für jedes Ortspixel eine
Phasenverlaufsfunktion g(t) bestimmt. Anschließend wird eine
Kreuzkorrelationsfunktion ψcross der Stimulationsfunktion f(t)
mit der Phasenverlaufsfunktion g(t) bestimmt:
ψcross = f(t) × g(t - r)dt
Der Verlauf dieser Kreuzkorrelationsfunktion ψ ist in Fig. 9
dargestellt. Aufgrund der Korrelationsfunktion ist es mög
lich, bei einer entsprechenden Zahl von Stimulationen und
Messungen die ansonsten im Rauschen untergehende aktivitäts
bedingte Phasendrehung aus den MR-Signalen herauszufiltern
und z. B. auf einem Monitor darzustellen. Je nach Höhe der
darzustellenden elektrischen Aktivität müssen zwischen 50 und
10.000 ereigniskorrelierte Messungen durchgeführt werden.
Das Signal/Rausch-Verhältnis kann dadurch weiter verbessert
werden, daß gewisse Informationen über die Feldverteilung ma
gnetischer Dipole und das Zeitverhalten der neuronalen Ma
gnetfelder vorliegen. Dazu kann z. B. ein Modell des Magnet
feldverlaufs bei einer angenommenen Überlagerung von Dipol
feldern erstellt und dann der anhand der Phasendrehung gemes
sene Feldverlauf mit diesem Modell korreliert werden. Solche
Modelle liegen auch der Magneto-Enzephalographie mit Hilfe
von Magnetfelddetektoren zugrunde. Dieses Verfahren ist bei
spielsweise in der US-Patentschrift 5,417,211 beschrieben.
In Fig. 2 ist der typische zeitliche Verlauf der Magnetfeld
änderung dargestellt. Auch durch Korrelation der gemessenen
Phasenlage der MR-Signale mit einem solchen Modell über den
Zeitverlauf kann das Signal/Rausch-Verhältnis verbessert wer
den. Mit einem solchen Modellverfahren kann aus dem gemesse
nen Feldverlauf auch der eigentlich interessierende Ort des
Dipols bestimmt werden. Da im Unterschied zum MEG-Verfahren
mit Magnetfelddetektoren hier das Magnetfeld direkt am Ent
stehungsort gemessen wird und man somit weniger auf Annahmen
und Randbedingungen bezüglich des zugrundeliegenden Modells
angewiesen ist, kann man den tatsächlichen Ort des magneti
schen Dipols zuverlässiger und genauer bestimmen.
In Fig. 10 ist ein Ablaufdiagramm für die Bestimmung neuro
naler Aktivitäten nach der Erfindung dargestellt. Durch Anre
gung und Auslesen von Kernresonanzsignalen gewinnt man Rohda
ten. Aus diesen werden nach herkömmlichen Verfahren durch ei
ne FFT(Fast Fourier Transform)-Transformation komplexe Daten
sätze im Ortsraum gewonnen. Aus diesen komplexen Datensätzen
wird ein Betragsdatensatz und ein Phasendatensatz ermittelt.
Aufgrund des Betragsdatensatzes wird eine Bildmatrix er
stellt. Bezüglich des Phasendatensatzes erfolgt eine Kreuz
korrelation der Phasenlage dieser Rohdaten mit einer Stimula
tionsfunktion. Weiterhin erfolgt eine Korrelation mit einem
Zeitmodell für die durch neuronale Aktivitäten hervorgerufe
nen Magnetfelder. Schließlich erfolgt eine Korrelation mit
einem Modell des Ortsverlaufs der Magnetfelder magnetischer
Dipole. Aufgrund dieser Korrelationen wird aus den Rohdaten
eine Information über neuronale Aktivitäten herausgefiltert
und örtlich aufgelöst in einem funktionellen Bild darge
stellt.
Es ist darauf hinzuweisen, daß das Verfahren auch durch Mit
aufzeichnung spontan eintretender Ereignisse, z. B. aufgrund
von epileptischen Anfällen durchgeführt werden kann. In die
sem Fall tritt anstelle der Stimulationsfunktion eine Ereig
nisfunktion.
Claims (7)
1. Verfahren zur ortsaufgelösten Messung der elektrischen Ak
tivität von Nervenzellen mittels magnetischer Resonanz (MR),
beinhaltend
- - eine Serie von MR-Aufnahmen zur Gewinnung von ortsaufgelö sten MR-Signalen wird durchgeführt,
- - die von Magnetfeldänderungen, die durch die elektrische Aktivität von Nervenzellen hervorgerufen werden, herrüh renden Phasendrehungen der MR-Signale werden bestimmt,
- - durch eine Korrelation der Phasendrehungen der MR-Signale mit Ereignissen, die die elektrische Aktivität verursa chen, werden die ereignisabhängigen Phasendrehungen der MR-Signale ausgewertet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die elektrische Aktivität
von Nervenzellen durch externe Reize nach einer Stimulations
funktion f(t) ausgelöst wird und wobei die dadurch verursach
ten Phasendrehungen durch zeitliche Korrelation der Phasen
drehungen mit der Stimulationsfunktion f(t) ermittelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei eine Korrelation zwischen
mehrfach nacheinander auftretenden Ereignissen und der gemes
senen Phasendrehung der Kernresonanzsignale erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei eine
zeitliche Korrelation der Phasendrehung der Kernresonanzsi
gnale mit einem Modell über den Zeitverlauf des Stroms durch
die Nervenzellen ermittelt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei eine
örtliche Korrelation der Phasendrehung der Kernresonanzsigna
le mit einem Modell über den Magnetfeldverlauf von Stromdipo
len der elektrischen Aktivität der Nervenzellen erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei aufgrund
eines aus der Phasendrehung von Kernresonanzsignalen ermit
telten Magnetfeldverlaufs und einem Modell für den Magnet
feldverlauf von Stromdipolen der Ort von Stromdipolen, die
elektrischen Aktivitäten von Nervenzellen entsprechen, ermit
telt wird.
7. MR-Tomographiegerät zur ortsaufgelösten Messung der elek
trischen Aktivität von Nervenzellen mit folgenden Merkmalen:
- - einer Einrichtung (2) zur Gewinnung von ortsaufgelösten MR-Signalen,
- - einer Einrichtung (4) zur Messung der von der elektrischen Aktivität von Nervenzellen herrührenden Phasendrehungen der MR-Signale,
- - einer Einrichtung (6) zur Korrelation der MR-Signale mit Ereignissen, die die elektrische Aktivität verursachen.
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| DE19860037A DE19860037C2 (de) | 1998-12-23 | 1998-12-23 | Verfahren zur ortsaufgelösten Messung der elektrischen Aktivität von Nervenzellen mittels magnetischer Resonanz und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
| JP11363042A JP2000189401A (ja) | 1998-12-23 | 1999-12-21 | 磁気共鳴により神経細胞の電気的活動を位置解析して測定するための方法および磁気共鳴トモグラフィ装置 |
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| DE19860037C2 DE19860037C2 (de) | 2001-01-25 |
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