DE19860474A1 - Verfahren und Einrichtung zum Beschichten von Substraten mittels bipolarer Puls-Magnetron-Zerstäubung - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Beschichten von Substraten mittels bipolarer Puls-Magnetron-ZerstäubungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Beschichten von Substraten mittels bipolarer Puls-Magnetron-Zerstäubung mit drei oder mehr Targets. Die Substrate werden gegenüber den Targets im wesentlichen im Bereich hoher Plasmadichte angeordnet, wobei jeweils mindestens zwei Targets mit einer potentialfreien bipolaren Stromversorgungseinrichtung verbunden und für eine vorgegebene Zeit bipolar zerstäubt werden und die Auswahl der jeweils mit der bipolaren Stromversorgungseinrichtung verbundenen Targets im Verlauf des Beschichtungsvorganges nach dem techologisch vorgebenen Programm geändert wird. DOLLAR A Die Einrichtung besteht aus mindestens drei Magnetronquellen (17, 17', 17''...) mit Targets (18, 18', 18''...), einer potentialfreien bipolaren Stromversorgungseinrichtung (21...) und einer Umschalteinrichtung (20...) zur Umschaltung der aktuellen elektrischen Verbindung ausgewählter Targets mit der bipolaren Stromversorgungseinrichtung (21...) nach einem technologisch vorgebenen Programm.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung
zum Beschichten von Substraten mittels bipolarer Puls-
Magnetron-Zerstäubung im Frequenzbereich von 10 kHz bis
100 kHz. Insbesondere sollen mit der Erfindung elektrisch
schlecht leitende oder isolierende Schichten auf Substra
ten abgeschieden werden. Derartige Schichten finden vor
zugsweise Anwendung als optische, elektrische oder mecha
nische Funktionsschichten, wie sie für optische Bauelemen
te, elektronische Bauelemente oder für reibungsmindernde
und verschleißhemmende Schutzschichten benötigt werden.
Das Magnetron-Zerstäuben wird in breitem Umfang für die
Abscheidung metallischer und elektrisch isolierender
Schichten eingesetzt. Insbesondere für die wirtschaftliche
Abscheidung elektrisch schlecht leitender oder isolieren
der Schichten brachte in letzter Zeit die Einführung des
reaktiven Puls-Magnetron-Sputterns einen entscheidenden
Fortschritt (Schiller u. a., Society of Vacuum Coaters,
38th Ann. Techn. Conference Proceedings 1995 S. 293-297).
Dabei sind Verfahren zum unipolaren und bipolaren Puls-
Magnetron-Zerstäuben bekannt. Beim unipolaren Puls-Magne
tron-Zerstäuben wird die Energie in Form von Gleichspan
nungs-Pulsen in das zerstäubende Target eingespeist. Eine
spezielle Art der Einspeisung unipolar gepulster Energie
bei Verwendung mehrerer unipolar zerstäubter Targets ist
in der DE 197 02 187 beschrieben.
Besonders hohe Prozeßstabilität und die Möglichkeit zur
großflächigen Beschichtung weitgehend ebener Substrate
kann durch das reaktive Zerstäuben mit einer Doppelmagne
tron-Anordnung unter Verwendung einer bipolaren
Pulsstromversorgung mit einer Frequenz für die Polwechsel
im Bereich von 10 kHz bis 100 kHz erreicht werden. Dabei
ist es für den Prozeß von untergeordneter Bedeutung, ob
als Art der Pulsstromquelle eine getaktete Gleichstrom
quelle oder ein Mittelfrequenzgenerator gewählt wird.
Bei einer Doppelmagnetron-Anordnung, die auch als Dual-
Magnetron-System oder TwinMag (Bräuer u. a., Proc. of the
3rd ISSP, Tokio 1995, S. 63-70) in die Beschichtungstech
nik eingeführt worden ist, wirkt jedes Target der Doppel
magnetron-Anordnung im Rhythmus der Polwechsel abwechselnd
als Kathode bzw. Anode einer zwischen den Targets brennen
den Gasentladung. Bekannte Anordnungen bestehen aus zwei
parallel zueinander angeordneten Magnetronquellen mit
rechteckigen Targets, die in einer Ebene liegen oder in
einem bestimmten Winkel dachförmig zueinander geneigt
sind. Die dabei auftretende Überlagerung der Magnetfelder
der beiden Magnetronquellen erfordert spezielle Maßnahmen
oder Einrichtungen zur Kompensation der ungleichen Ero
sionsgeschwindigkeit verschiedener Bereiche der Targets.
Im Bereich der eng benachbarten Erosionsgräben findet im
allgemeinen jedoch trotz dieser Vorkehrungen die Target
erosion mit höherer Geschwindigkeit statt als im Bereich
der weit voneinander entfernten Erosionsgräben. Damit ist
eine Verkürzung der Gebrauchsdauer der kostenintensiven
Targets verbunden.
Entscheidend für die Qualität der beim Zerstäuben abge
schiedenen Schichten ist die Plasmadichte, d. h. die Dichte
geladener Teilchen im Bereich der Substrate. Sie beein
flußt die mittlere Energie der kondensierenden Teilchen
und damit die Struktur der Schichten und viele andere
physikalische Schichteigenschaften. Im targetnahen Bereich
ist die Plasmadichte beim Magnetron-Zerstäuben sehr hoch.
Sie nimmt in Richtung zu den Substraten jedoch sehr
schnell ab und ist im Bereich der Substrate größenord
nungsmäßig geringer.
Aus der Beschichtungstechnik mit Einzel-Magnetronquellen
sind verschiedene Verfahren und/oder Einrichtungen be
kannt, die der Erhöhung der Plasmadichte im Bereich der
Substrate dienen sollen. So wird durch unsymmetrische
Gestaltung des Magnetfeldes der Magnetronquelle (Window
und Savvides, Unbalanced dc magnetrons as sources . . .,
J. Vac. Sci. Technol. A4 (3) 1986, S. 453-456) die räumliche
Plasmadichteverteilung derart verändert, daß die Plasma
dichte im Bereich der Substrate erhöht wird.
Ähnliche Wirkungen werden mit Magnetfeldern erreicht, die
durch zusätzliche Spulen, sogenannten Plasma-Booster-
Anordnungen, erzeugt werden (Hofmann, New Multilayer
PVD-coating technique for cutting tools, Surf. Coat. Technol.,
Nr. 61 (1993), S. 326-330). Es sind auch Anordnungen mit
vier Gleichstrom-Magnetronquellen bekannt, deren Magnet
felder so gepolt sind, daß durch deren Überlagerung ein
geschlossenes Magnetfeld mit erhöhter Plasmadichte in
Substratnähe erreicht wird.
Beim Puls-Magnetron-Zerstäuben mit Doppel-Magnetron-Anord
nungen befindet sich der Bereich hoher Plasmadichte nahe
der Oberfläche der Targets, insbesondere auch in der
Umgebung des Spaltes zwischen den Targets. Die auf den
Substraten abgeschiedenen Schichten kondensieren unter der
Wirkung einer vergleichsweise geringen Plasmadichte und
weisen deshalb in vielen Fällen Qualitätsmängel auf. Eine
Übertragung der Maßnahmen oder der Anordnungen zum Ver
schieben des Bereiches hoher Plasmadichte in Substratrich
tung auf Doppelmagnetron-Anordnungen ist nicht bekannt
geworden. Dem Fachmann ist von diesen Mitteln lediglich
die Einführung großräumiger Zusatzspulen vorstellbar.
Davon wäre jedoch ein hoher apparativer Aufwand und nur
begrenzte Wirksamkeit zu erwarten.
Besonders nachteilig wirkt sich die Konzentration des
Plasmas in der unmittelbaren Umgebung der
Doppel-Magnetron-Anordnung aus, wenn dreidimensional
ausgedehnte Substrate oder solche, die zum Zweck der
gleichmäßigen Bedeckung auf bewegten Halterungen wie
Drehkörben oder rotierenden Substrataufnahmen mit mehreren
parallelen Rotationsachsen angeordnet sind, beschichtet
werden sollen. Auf solchen Substraten erfolgt nach dem
Stand der Technik die Kondensation der Schichten beim
Puls-Magnetron-Zerstäuben mit örtlich sehr unterschiedli
cher Plasmadichte bzw. bei bewegten Substraten mit zeitlich
stark schwankender Plasmadichte. Daraus ergeben sich
gravierende Nachteile für die Struktur der Schichten bzw.
für die örtliche Gleichmäßigkeit der Schichteigenschaften.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Einrichtung zum Beschichten von Substraten mit
tels bipolarer Puls-Magnetron-Zerstäubung zu schaffen, die
die Abscheidung der Schichten mit hoher Qualität sichern.
Insbesondere sollen auch Substrate mit hoher Qualität
beschichtet werden, die in drei Dimensionen ausgedehnt
sind und/oder Substrate sowie Gruppen von Substraten in
Form von Substratanordnungen, die während der Beschichtung
auf vorzugsweise bewegten Halterungen, wie Drehkörben oder
rotierenden Substrataufnahmen mit mehreren parallelen
Rotationsachsen, angeordnet sind. Des weiteren besteht die
Aufgabe, Anwendungen für das Verfahren und die erfindungs
gemäße Einrichtung anzugeben.
Die Aufgabe für das Verfahren wird durch die Merkmale nach
Anspruch 1 gelöst. Die Aufgabe für die Einrichtung wird
durch die Merkmale nach Anspruch 5 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen des Verfahrens sowie der Einrichtung sind
in den jeweils zugehörigen Unteransprüchen angegeben. Die
Anwendungen des Verfahrens und der erfindungsgemäßen
Einrichtung werden in den Ansprüchen 14 und 15 angegeben.
Der Kern der Erfindung besteht dabei darin, daß durch das
erfindungsgemäße Verfahren sowie durch die
erfindungsgemäße Einrichtung drei oder mehr Targets derart
gegenüber den Substraten angeordnet werden, daß sich die
Substrate im wesentlichen im Bereich hoher Plasmadichte
befinden, wenn jeweils mindestens zwei der Targets für
eine bestimmte Zeit mit den Target-Anschlußklemmen einer
bipolaren Stromversorgungseinrichtung verbunden werden und
im Verlauf des Beschichtungsvorganges die mit der Strom
versorgungseinrichtung verbundenen Targets nach einem
technologisch vorgegebenen Programm geändert werden.
Dabei hat sich gezeigt, daß das bipolare Puls-Magnetron-
Zerstäuben im Frequenzbereich zwischen 10 kHz und 100 kHz
in stabiler Weise auch mit Magnetronquellen betrieben
werden kann, die in großem räumlichen Abstand zueinander
angeordnet sind. In dieser Betriebsweise ist das Plasma
auf einen großräumigen Bereich zwischen den Magnetronguel
len ausgedehnt und weist auch im Bereich der dort angeord
neten Substrate eine hohe Dichte auf. Wird der Zerstäu
bungsprozeß mit mehr als zwei Magnetronquellen durchge
führt und die Auswahl und Einschaltdauer der mit den
Ausgangsklemmen der bipolaren Stromversorgungseinrichtung
verbundenen Targets durch ein geeignetes Programm gesteu
ert, so kann im zeitlichen Mittel eine geeignete, vorzugs
weise gleichmäßige Verteilung der Plasmadichte im gesamten
dreidimensionalen Raum, in dem sich die Substrate befin
den, erreicht werden. Das Programm kann vorteilhafterweise
so gestaltet sein, daß gleichzeitig mehrere Targets posi
tiv und mehrere andere Targets negativ gepolt sind. Ver
glichen mit dem bipolaren Puls-Magnetron-Zerstäuben unter
Verwendung einer Doppel-Magnetron-Anordnung entsprechend
dem Stand der Technik können auf diese Weise Schichten
unter erhöhter Plasmaaktivierung auf den Substraten abge
schieden werden. Sie weisen eine verbesserte Struktur,
z. B. eine höhere Dichte, höhere Kristallinität und eine
höhere Isotropie des Kristallwachstums auf. Daraus leiten
sich vorteilhafte optische, elektrische und mechanische
Eigenschaften der Schichten ab.
Je nach dem technologischen Erfordernis kann es auch
zweckmäßig sein, daß das Programm zur Umschaltung der mit
der Stromversorgungseinrichtung verbundenen Targets zeit
lich aperiodisch eingestellt wird. Ein Beispiel dafür ist
die Abscheidung von Schichtsystemen mittels bipolarer
Puls-Magnetron-Zerstäubung, wenn diese aus mehreren Teil
schichten bestehen, von denen mindestens zwei ein- und
dieselbe metallische Komponente enthalten. Auf diese Weise
läßt sich der apparative Aufwand durch Reduzierung der
insgesamt erforderlichen Anzahl von Targets verringern.
Noch entscheidender ist jedoch der Gewinn an Schichtquali
tät, der sich durch die weitere Erhöhung der Plasmadichte
infolge der räumlichen Konzentration ergibt.
Weiterhin kann es zweckmäßig sein, daß das Programm eine
zeitlich periodische Umschaltung beinhaltet. Diese Ver
fahrensweise ist besonders für die Abscheidung von Schich
ten auf räumlich sehr weit ausgedehnten Substratanord
nungen geeignet. Wird zum Beispiel die Verbindung von zwei
gegebenen Targets mit der bipolaren Stromversorgungsein
richtung jeweils nur für eine Zeitdauer aufrechterhalten,
in der sich die Position der Substrate nur unwesentlich
verändert, so resultiert daraus eine maximale Homogenisie
rung der Plasmadichte.
Ein besonderer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß
die Brennspannung der erfindungsgemäßen bipolaren Magne
tronentladung gegenüber der Brennspannung einer Doppelma
gnetron-Anordnung entsprechend dem Stand der Technik unter
vergleichbaren Bedingungen von Targetmaterial, Gaszusam
mensetzung und Gasdruck bei gleicher Energieeinspeisung
durch Erhöhung der Impendanz der Gasentladung wesentlich
erhöht werden kann. Die Erhöhung kann zwischen 5 und 25%
liegen. Damit wird eine höhere mittlere Energie der Teil
chen und eine weitere Steigerung der Plasmaaktivierung bei
der Schichtkondensation bewirkt.
Soll eine Schicht, vorzugsweise aus einer elektrisch
schlecht leitenden oder isolierenden Metallverbindung,
abgeschieden werden, dann wird das Verfahren mit minde
stens drei Magnetronquellen mit Targete aus dem gleichen
Metall durchgeführt.
Bei der Abscheidung eines Schichtsystems aus Teilschich
ten, bei denen mindestens eine metallische Komponente
gleich ist, werden Magnetronquellen mit Targets aus unter
schiedlichen Materialien eingesetzt. Das Programm zur
Umschaltung ist dabei so gestaltet, daß neben der Homoge
nisierung der Plasmaverteilung die angestrebte Zusammen
setzung und Dicke der Teilschichten gesichert wird.
Wenn die Ausdehnung der Substrate in einer Dimension
deutlich geringer ist als in den anderen beiden Dimensio
nen, ist es zweckmäßig, die Targets der Magnetronquelle in
zwei Ebenen anzuordnen, wobei sich die Substrate zwischen
den Targets befinden und jeweils mindestens zwei gegen
überliegende Targets bipolar zerstäubt werden.
Für die Beschichtung anderer Substrate, insbesondere, wenn
diese allseitig beschichtet werden sollen und zu diesem
Zweck bewegt werden, ist eine Einrichtung zweckmäßig, bei
der sich mindestens zwei der Magnetronquellen gegenüber
stehen. Eine besonders zweckmäßige Einrichtung enthält
mindestens drei Magnetronquellen, die im etwa gleichen
Winkelabstand zueinander kreisförmig um die Substrate
angeordnet sind. Der Winkel α zwischen den Targetnormalen
beträgt dann 360°/k, wenn k die Anzahl der Magnetronquel
len ist.
Zweckmäßigerweise umfaßt eine Einrichtung Magnetronquel
len, deren Targets mit einem geerdeten oder potiental
freien Schirm umgeben sind, welcher in den Freiraum zwi
schen der Targetebene und den Substraten hineinragt. Mit
Hilfe solcher Schirme wird die Impendanz der Gasentladung
erhöht, eine Erhöhung der mittleren Energie der kondensie
renden Teilchen bewirkt und die Plasmadichte im Bereich
der Substrate vergrößert.
Die Einrichtung wird zweckmäßigerweise so gestaltet, daß
sich ein so großer Abstand zwischen den einzelnen Magne
tronguellen ergibt und sich deren Magnetfelder gegenseitig
nicht wesentlich beeinflussen. Dieses Kennzeichen in
Verbindung mit einem geeigneten Umschaltprogramm sichert
eine weitgehend gleichförmige Zerstäubung des Targets auf
allen Bereichen des Erosionsgrabens und damit eine lange
Gebrauchsdauer der Targets.
Durch eine sinnvolle Ausgestaltung des Umschaltprogrammes
kann erreicht werden, daß jedes Target im Mittel gleich
lange mit anderen Targets zusammengeschaltet wird und
somit alle Targets im wesentlichen gleichmäßig zerstäubt
werden.
Eine andere zweckmäßige Einrichtung mit ringförmig an
geordneten Substraten enthält Magnetronquellen, die kreis
förmig um die Substrate angeordnet sind und deren Target
normalen in Richtung der Substrate zeigen. Die Anordnung
kann darüber hinaus eine oder mehrere im Zentrum der
Substratanordnung positionierte Magnetronquellen aufwei
sen, deren Targetnormalen ebenfalls in Richtung der Sub
strate zeigen. Durch das Umschaltprogramm wird sicherge
stellt, daß zumindest für Anteile der Beschichtungszeit
eine oder mehrere äußere Magnetronquellen und eine oder
mehrere innere Magnetronquellen gleichzeitig mit der Puls-
Stromversorgungseinrichtung zusammenwirken.
Die genannte Einrichtung kann vorteilhafterweise auch
derart modifiziert sein, daß im Zentrum der Substratanord
nung eine Magnetronquelle mit rohrförmigem Target und
einer um die Symmetrieachse des Targetrohres drehbaren
Magnetanordnung positioniert ist. Die Magnetanordnung wird
dann jeweils zu dem Target ausgerichtet, welches gleich
zeitig an die Stromversorgungseinrichtung angeschlossen
ist.
Sollen linear bewegte Substrate beschichtet werden, so
kann es zweckmäßig sein, mehrere Magnetronquellen in zwei
Reihen so anzuordnen, daß ihre Targetnormalen auf die
Substrate gerichtet sind. Das Umschaltprogramm wird dazu
so gestaltet, daß zumindest für Anteile der Beschichtungs
zeit jeweils eine oder mehrere Magnetronquellen der einen
Reihe mit einer oder mehreren Magnetronquellen der anderen
Reihe zeitgleich zusammenwirken.
Als Substrat wird in dieser Beschreibung grundsätzlich das
Einzel-Substrat wie auch die Anordnung von mehreren Sub
straten in sogenannten Substratträgern verstanden.
Nachfolgend wird die Erfindung an vier Ausführungsbei
spielen näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt das Prinzip der bipolaren Puls-Magnetron-
Zerstäubung an einer Doppel-Magnetron-Anordnung nach dem
Stand der Technik.
Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung mit drei
peripher zu den Substraten angeordneten Magnetronquellen.
Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung mit vier
Magnetronquellen, die in zwei Ebenen beidseitig der Sub
strate angeordnet sind.
Fig. 4 zeigt eine Einrichtung mit ringförmig angeordneten
Substraten, einer zentralen Magnetronquelle und sechs
peripheren Magnetronquellen.
Fig. 5 zeigt eine Einrichtung zur Herstellung eines Sy
stems aus mehreren Schichten auf einem rohrförmigen Sub
strat entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren.
In Fig. 1 wird zur Erläuterung der Erfindung das Prinzip
der bipolaren Puls-Magnetron-Zerstäubung an einer
Doppel-Magnetron-Anordnung nach dem Stand der Technik
dargestellt. Beispielhaft wird zur Beschichtung des Sub
strates 7 eine Doppel-Magnetron-Anordnung verwendet. Diese
enthält zwei rechteckige Targets 8 und 8' mit den zugehö
rigen Magnetanordnungen 9 und 9'. Die Targets 8 und 8'
sind parallel zueinander angeordnet und durch einen engen
Spalt 10 voneinander getrennt. Üblicherweise ist eine
Doppel-Magnetron-Anordnung von einem gemeinsamen Gehäuse
11 umschlossen. Die Targets 8 und 8' liegen in einer
Ebene.
Nach dem Stand der Technik sind auch Bauformen bekannt,
bei denen die Targetnormalen einen Winkel α < 180° bilden.
Die Targets 8 und 8' sind je mit einer der Ausgangsklem
men 12 und 12' der potentialfreien bipolaren Puls-Strom
versorgungseinrichtung 13 verbunden. Nach dem Zünden einer
Glimmentladung bildet sich ein Plasma 14 aus, welches im
wesentlichen im targetnahen Bereich und im Bereich des
Spaltes 10 zwischen den Targets 8 und 8' konzentriert ist.
Im Programmschema 1, zugehörig zur bipolaren Puls-Strom
versorgungseinrichtung 13, ist der zeitliche Verlauf des
bipolar gepulsten Stromes schematisch dargestellt. Wird
während der Glimmentladung und damit während der Zerstäu
bung die Frequenz für die Polwechsel im bevorzugten Be
reich von 10 kHz bis 100 kHz gewählt, so wird eine hohe
Prozeßstabilität für die Magnetronzerstäubung erreicht.
Das gilt auch für die reaktive Abscheidung elektrisch
isolierender Schichten. In anderen Frequenzbereichen gehen
die spezifischen Vorteile der bipolaren Puls-Magnetron-
Zerstäubung verloren.
Der Nachteil der Lösungen nach dem Stand der Technik
besteht darin, daß sich der Kernbereich des Plasmas 14 auf
kurzem Weg zwischen den Targets 8 und 8' ausbildet und es
in der Praxis schwierig ist, die Substrate nahe an diesen
Bereich heranzubringen, um eine effektive Abscheidung des
von den Targets 8 und 8' zerstäubten Materials auf den
Substraten unter Wirkung eines dichten Plasmas zu errei
chen.
Die Fig. 2 bis 5 zeigen verschiedene Ausführungsbei
spiele unter Nutzung der erfindungsgemäßen Einrichtungen.
Fig. 2 zeigt eine Vakuumbeschichtungskammer 16, in der
Substrate 15 zentrisch angeordnet sind. Drei Magnetron
quellen 17, 17' und 17" mit Magnetanordnungen und metal
lischen Targets 18, 18' und 18" sind peripher zu den Sub
straten 15 angeordnet. Die Normalen der Targets 18, 18'
und 18" sind zu den Substraten 15 und zueinander gleich
mäßig in einen Winkel α von 120° ausgerichtet. Jede Magne
tronquelle 17, 17' und 17" ist mit einem Gehäuse 19, 19'
und 19" umgeben, welches die Dunkelfeldabschirmung be
wirkt. Die Targets 18, 18' und 18" sind elektrisch mit
einer Umschalteinrichtung 20 verbunden. Zur Energieein
speisung dient eine potentialfreie bipolare Puls-Strom
versorgungseinrichtung 21.
Nachfolgend soll eine Anwendung der beschriebenen Einrich
tung zur Beschichtung der Substrate unter Nutzung des
erfindungsgemäßen Verfahrens näher beschrieben werden.
Die reaktive bipolare Puls-Magnetron-Zerstäubung erfolgt
unter Verwendung der Umschalteinrichtung 20 derart, daß
für bestimmte Zeitabschnitte des Beschichtungsprozesses
jeweils zwei der drei Magnetronquellen 17, 17' und 17"
mit den Anschlußquellen der Puls-Stromversorgungseinrich
tung verbunden werden und daß die Auswahl der Magnetron
quellen 17, 17' und 17" und die Zeitdauer ihres Zusammen
wirkens nach einem vorgegebenen Programm gesteuert werden.
Im Anwendungsfall werden jeweils zwei benachbarte Magne
tronquellen 17, 17' und 17" für eine Zeitdauer von einer
Sekunde mit der Stromversorgungseinrichtung 21 verbunden.
Bei einer Frequenz der Polwechsel der bipolaren Puls-
Magnetronentladung von 50 kHz entspricht das 50.000 Pol
wechseln. Danach wird eine andere Kombination von zwei der
drei Magnetronquellen 17, 17' und 17" für eine Zeitdauer
von wiederum einer Sekunde mit der Stromversorgungsein
richtung 21 verbunden, und so weiter. Das Programm si
chert, daß im Zeitmittel jede Magnetronquelle 17, 17' und
17" gleich lange eingeschaltet ist. Anders als bei der
Verwendung von Doppel-Magnetron-Anordnungen nach dem Stand
der Technik ist im Ausführungsbeispiel der gesamte die
Substrate 15 umschließende Raum von einem dichten Plasma
erfüllt. Wird eine Vorspannung (Bias) an die Substrate
gelegt, so läßt sich ein hoher Ionenstrom (z. B. 10 bis
100 mA/cm2) extrahieren. Im Programmschema 2, zugehörig
zur Umschalteinrichtung 20, ist der zeitliche Verlauf des
bipolar gepulsten Stromes schematisch dargestellt, der von
der bipolaren Puls-Stromversorgungseinrichtung 21 für die
einzelnen Magnetronquellen 17, 17 und 17" mit den Tar
gets 18, 18' und 18" bereitgestellt wird.
In Fig. 3 ist die Erfindung am Beispiel der bipolaren
Puls-Magnetron-Zerstäubung zur Beschichtung eines flächen
haft ausgedehnten Substrates erläutert. Das mit Durch
brüchen versehene Substrat 22 wird zum Zwecke der Be
schichtung in Richtung des Pfeiles durch den Beschich
tungsraum zwischen vier Magnetronquellen 24, 24', 24" und
24''' bewegt.
Beispielhaft soll eine reaktive bipolare Puls-Magnetro
nentladung betrieben werden. Dazu ist der Beschichtungs
raum mit einem Argon-Stickstoff-Gemisch gefüllt. Das zu
zerstäubende Material wird in Form von vier rechteckigen
Platten zugeführt, welche als Targets 23, 23', 23" und
23''' an den vier Magnetronguellen 24, 24', 24" und 24'''
vorgesehen sind.
Die Magnetronquellen 24, 24', 24" und 24''' sind von
Gehäusen 25, 25', 25" und 25''' umgeben. Die Magnetron
quellen 24 und 24' sind in einer unteren und die Magne
tronquellen 24" und 24''' in einer oberen Reihe
angeordnet. Alle Targetnormalen sind parallel bzw. anti
parallel auf die Substrate 22 gerichtet. Die Targets 23,
23', 23" und 23''' sind somit beidseitig der Substrate 22
angeordnet. Eine Umschalteinrichtung 26 verbindet jeweils
zwei der Magnetronquellen 24, 24', 24" und 24''' für eine
gegebene Zeitdauer mit den Ausgangsklemmen einer bipolaren
Puls-Stromversorgungseinrichtung 27.
Im Programmschema 3, zugehörig zur Umschalteinrichtung 20,
ist der zeitliche Verlauf des bipolar gepulsten Stromes
schematisch dargestellt, der von der bipolaren Puls-Strom
versorgungseinrichtung 27 für die einzelnen Magnetron
quellen 24, 24', 24" und 24''' mit den Targets 23, 23'
23" und 23''' bereitgestellt wird.
Das Programmschema 3 verdeutlicht das Programm für die
Auswahl und die Einschaltdauer jeder Kombination der
Magnetronquellen 24, 24', 24" und 24'''. Eine schematisch
dargestellte Zeiteinheit entspricht 0,1 Sekunden, so daß
das Programm mit einer Periodendauer 1P von 1,2 Sekunden
arbeitet. Für den gesamten Beschichtungsvorgang wird diese
Sequenz zum Beispiel 500 mal durchlaufen.
Fig. 4 zeigt eine Einrichtung mit ringförmig angeordneten
Substraten 28, einer zentralen Magnetronquelle mit einem
rohrförmigen Target 29 und einer drehbaren Magnetanordnung
30 im Inneren des Targets 29. Koaxial und peripher zu den
Substraten 28 sind sechs Magnetronquellen 31 mit Targets
32 angeordnet.
Die Substrate 28 befinden sich im Ausführungsbeispiel auf
Halterungen, mittels derer sie während der Beschichtung
planetenartig um die zentrale Achse der Gesamtanordnung
und um ihre eigene Achse gedreht werden.
Die Magnetanordnung 30 rotiert gleichförmig mit einer
Drehzahl von 20 min-1 um die zentrale Achse der Einrich
tung. Die Normalen der Targets 32 sind auf das Zentrum
gerichtet. Alle äußeren Magnetronquellen 31 haben zuein
ander einen Winkelabstand von 60°.
Die Stromversorgung der Targets 32 erfolgt von einer
bipolaren Puls-Stromversorgungseinrichtung 34 über
eine Umschalteinheit 33. Dabei arbeitet die Umschaltein
heit 33 beispielhaft mit einem Programm, bei dem jeweils
drei benachbarte Magnetronquellen 31 parallelgeschaltet
und mit einer Ausgangsklemme der bipolaren Puls-Stromver
sorgungseinrichtung 34 verbunden sind. Die zentrische
Magnetronquelle mit dem rohrförmigen Target 29 ist ständig
mit der anderen Ausgangsklemme der Stromversorgungsein
richtung 34 verbunden.
Das Programmschema der Umschalteinheit 33 gibt dabei vor,
daß jeweils die drei Targets 32 parallelgeschaltet und mit
einer Ausgangsklemme der Stromversorgungseinrichtung 34
verbunden werden, die der momentanen Position der Magnet
anordnung 30 der zentralen Magnetronquelle gegenüberste
hen. Auf diese Weise entsteht eine Dampf- und Plasmawolke,
deren höchste Konzentration mit der Umdrehungsgeschwindig
keit der Magnetanordnung 30 der zentralen Magnetronquelle
umläuft.
Fig. 5 illustriert eine Einrichtung zur Abscheidung eines
Schichtsystems, beispielsweise bestehend aus drei Teil
schichten, mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und einer
erfindungsgemäßen Einrichtung.
Ein Rohr 35 soll auf seiner Außenseite mit einem Schicht
system versehen werden, das aus den Teilschichten Titanni
trid (TiN), Titan-Aluminium-Nitrid (TiAlN) und Aluminium
oxid (Al2O3) besteht. Das Rohr 35 rotiert während der
Beschichtung um die Achse 36. Die Einrichtung besteht aus
zwei Magnetronguellen 37 und 37' mit den Titan-Targets 38
und 38' und zwei Magnetronquellen 37" und 37''' mit den
Aluminium-Targets 38" und 38'''.
Im einem ersten Prozeßabschnitt erfolgt die Zerstäubung
der Titan-Targets 38 und 38' in einem Argon-Stickstoff-Ge
misch. Mittels der Umschalteinrichtung 39 sind dabei die
beiden Ausgangsklemmen der bipolaren Puls-Stromversor
gungseinrichtung 40 mit den Titan-Targets 38 und 38' ver
bunden. Nach Erreichung der erforderlichen Dicke der in
diesem Prozeßschritt abgeschiedenen Titannitridschicht
wird programmgemäß über die Umschalteinrichtung 39 das
Titan-Target 38 und das Aluminium-Target 38" bzw. ent
sprechend das Titan-Target 38' und das Aluminium-Target
38''' mit den Ausgangsklemmen der Stromversorgungsein
richtung 40 verbunden. Beide Target-Paare werden im Sekun
dentakt abwechselnd und im Zeitmittel gleich lange in den
Zerstäubungsprozeß einbezogen. Nach Erreichen der vor
gegebenen Schichtdicke der hierbei abgeschiedenen Titan-
Aluminium-Nitrid-Schicht wird das Prozeßgas entfernt und
durch ein Argon-Sauerstoff-Gemisch ersetzt. Die Umschalt
einrichtung verbindet nun die beiden Aluminium-Targets
38" und 38''' mit den Ausgangsklemmen der Stromversor
gungseinrichtung 40, und es wird Aluminiumoxid abgeschie
den. Wenn die Aluminiumoxidschicht ihre vorgegebene Dicke
erreicht hat, ist die Abscheidung des Schichtsystems
abgeschlossen.
Die Beschichtungseinrichtung ist mit einem System von
Schirmblechen 41 umgeben, welches potientalfrei ist. Teile
42 dieser Schirmbleche 41 ragen in den Raum zwischen den
Targets 38, 38', 38" und 38''' und dem Rohr 35 als Sub
strat. Aufgrund ihrer geometrischen Form und des resul
tierenden elektrischen Feldes tragen sie zu einer weiteren
Erhöhung der mittleren Plasmadichte im Substratbereich
bei. Die beschriebene Einrichtung ist geeignet, um ein
Schichtsystem mit höchster Qualität abzuscheiden, weil die
Schichtbildung unter intensiver Plasmaaktivierung statt
findet.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die be
schriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. So ist es
ohne weiteres möglich, die Anordnung der Substrate und der
Targets zueinander in breitem Maße zu verändern. Insbeson
dere kann die Anzahl der Targets und die jeweilige Zu
sammenschaltung stark variiert werden. Letzteres ist ins
besondere für die Herstellung spezifischer Schichtsysteme
auf den Substraten vorteilhaft. Im gleichen Sinne können
auch mehrere bipolare Stromversorgungseinrichtungen und
Umschalteinrichtungen vorteilhaft sein, von denen jede
jeweils mit einem Anteil der Targets zusammenwirkt.
Claims (15)
1. Verfahren zum Beschichten von Substraten mittels bipo
larer Puls-Magnetron-Zerstäubung im Frequenzbereich
zwischen 10 kHz und 100 kHz mit drei oder mehr Tar
gets, die gegenüber den Substraten derart angeordnet
werden, daß sich die Substrate während des Beschich
tungsvorganges im wesentlichen im Bereich hoher Plas
madichte befinden, wobei jeweils mindestens zwei Tar
gets mit einer potentialfreien bipolaren Stromversor
gungseinrichtung verbunden und für eine vorgegebene
Zeit bipolar zerstäubt werden und die Auswahl der
jeweils mit der bipolaren Stromversorgungseinrichtung
verbundenen Targets im Verlauf des Beschichtungsvor
ganges nach einem technologisch vorgebenen Programm
geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Auswahl der mit der Stromversorgungseinrichtung
verbundenen Targets nach dem technologischen Programm
zeitlich periodisch oder aperiodisch erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß als vorgegebene Zeit für die bipolare Zer
stäubung der jeweils ausgewählten Targets mindestens
10, vorzugsweise 1.000 bis 100.000, Polwechsel der
bipolaren Puls-Magnetronentladung gewählt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß als Materialien der Targets unter
schiedliche Materialien ausgewählt werden und das
technologisch vorgegebene Programm zur Änderung der
Verbindung der Targets mit der bipolaren Stromversor
gungseinrichtung derart eingestellt wird, daß die auf
den Substraten abgeschiedene Schicht der technologisch
vorgegebenen Beschichtungsaufgabe entspricht.
5. Einrichtung zum Beschichten von Substraten mittels
bipolarer Puls-Magnetron-Zerstäubung im Frequenzbe
reich zwischen 10 kHz und 100 kHz, bestehend aus drei
oder mehr Magnetronquellen (17, 17', 17" . . .) mit Tar
gets (18, 18', 18" . . .), die gegenüber den Substraten
(15 . . .) derart angeordnet sind, daß sich die Substra
te (15 . . .) während des Beschichtungsvorganges im we
sentlichen im Bereich hoher Plasmadichte befinden, mit
einer potentialfreien bipolaren Stromversorgungsein
richtung (21 . . .) für die Targets (18, 18', 18" . . .)
und einer Umschalteinrichtung (20 . . .) zur Umschaltung
der aktuellen elektrischen Verbindung ausgewählter
Targets mit der bipolaren Stromversorgungseinrichtung
(21 . . .) auf andere ausgewählte Targets, wobei die Um
schalteinrichtung (20 . . .) nach einem technologisch
vorgebenen Programm veränderbar jeweils mindestens
zwei der Targets für eine bestimmte Zeit mit den An
schlußklemmen der bipolaren Stromversorgungseinrich
tung (21 . . .) verbinden kann.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Targets (24, 24', 24", 24''') zu den Substra
ten (22) einseitig oder beidseitig in parallelen Ebe
nen angeordnet sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Targets (29, 32 . . .) zu den Substraten
(28 . . .) zentrisch und/oder peripher angeordnet sind.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß Einrichtungen vorhanden sind, mit
denen die Targets (29, 32 . . .) und die Substrate
(28. . .) relativ zueinander bewegt werden können.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß bei Anordnung der Targets (23,
23', 23", 23''' . . .) beidseitig zu den Substraten (22 . . .)
sich von den jeweils gleichzeitig mit den An
schlußklemmen der bipolaren Stromversorgungseinrich
tung (27. . .) verbindbaren Targets mindestens eines
auf einer Seite und mindestens eines auf der anderen
Seite der Substrate befindet.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umschalteinrichtung (33) derart ausgebildet
ist, daß ein Target (29) auf einer Seite der Substrate
(28) ständig mit einer Anschlußklemme der bipolaren
Stromversorgungseinrichtung (34) verbunden ist und die
andere Anschlußklemme veränderbar jeweils mit einem
der anderen Targets verbunden werden kann.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß gegenüber den Substraten (28) ein zentrisches
Target (29) und mindestens zwei periphere Targets (32)
angeordnet sind, wobei das zentrische Target (29)
rohrförmig ausgebildet und mit einer Anschlußklemme
der bipolaren Stromversorgungseinrichtung (34) ver
bunden ist und eine zentrische drehbare Magnetanord
nung (30) aufweist, die jeweils derart drehbar ist,
daß die effektiv wirkende Targetfläche des zentrischen
Targets (29) auf das periphere Target gerichtet ist,
welches jeweils mit der anderen Anschlußklemme der
bipolaren Stromversorgungseinrichtung (34) verbunden
ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den einzelnen
Magnetronguellen (17, 17', 17" . . .) so groß ist, daß
sich ihre Magnetfelder gegenseitig nicht wesentlich
beeinflussen.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens ein Target (37, 37',
37", 37''') einer Magnetronquelle (38, 38', 38",
38''') von einem geerdeten oder potentialfreien Schirm
(41) umgeben ist, welcher in den Freiraum zwischen der
Targetebene und den Substraten hineinragt.
14. Anwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1
bis 4 für die Herstellung dekorativer oder funktionel
ler Schichten auf optischen, elektrischen oder mecha
nischen Bauelementen oder Werkzeugen.
15. Anwendung einer Einrichtung nach einem der Ansprüche 5
bis 13 für die Herstellung dekorativer oder funktio
neller Schichten auf optischen, elektrischen oder
mechanischen Bauelementen oder Werkzeugen.
Priority Applications (4)
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| DE19860474A DE19860474A1 (de) | 1998-12-28 | 1998-12-28 | Verfahren und Einrichtung zum Beschichten von Substraten mittels bipolarer Puls-Magnetron-Zerstäubung |
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