DE19859073A1 - Kolbenpumpe - Google Patents
KolbenpumpeInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kolbenpumpe. Um entstehende Geräusche möglichst gering zu halten und die Pumpe möglichst kompakt bauen zu können, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß der Kuppelring radial geführt ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Kolbenpumpe nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine gattungsgemäße Kolbenpumpe ist beispielsweise aus der
DE 195 03 621 A1 bekannt. Bei dieser Kolbenpumpe sind zwei
Kolben einander abgewandt radial zur Rotationsachse eines
zwischen ihnen befindlichen Exzenters angeordnet. Die
Kolben werden von einer als Kuppelring dienenden C-förmigen
Bügelfeder, die sich um den Umfang des Exzenters herum
wölbt und deren Enden mit jeweils einem Kolben verbunden
sind, gegen eine Umfangsfläche des Exzenters gedrückt.
Durch die exzentrische Bewegung des Exzenters um seine
Rotationsachse werden die beiden Kolben in eine hin- und
hergehende Hubbewegung versetzt, wobei jeweils ein Kolben
einen Arbeitshub ausführt, während der andere Kolben einen
Ansaughub ausführt.
Nachteilig an der bekannten Kolbenpumpe ist, daß der
Kuppelring an angrenzenden Flächen des Pumpengehäuses, des
Motors oder einer zusätzlichen Anlaufscheibe anstoßen kann,
was im Betrieb der Pumpe zu Geräuschen führt. Außerdem ist
um den Exzenter herum ein großer Bauraum erforderlich, da
sich der Kuppelring während des Betriebs verdrehen kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, eine Kolbenpumpe der eingangs genannten Art so
weiterzubilden, daß die Geräuschbildung der Pumpe
verringert und gleichzeitig um den Exzenter herum ein
geringerer Bauraum benötigt wird.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch
die Gesamtheit der Merkmale des Patentanspruchs 1. Die
übrigen Ansprüche beschreiben vorteilhafte Aus- und
Weiterbildungen der Erfindung.
Erfindungsgemäß ist der Kuppelring bezogen auf die
Drehachse des Exzenters radial geführt, wodurch sein
Verdrehen verhindert wird. Dadurch wird um den Exzenter
herum ein kleinerer Bauraum benötigt, da nun lediglich die
Größe des rotierenden Exzenters diesen im wesentlichen
festlegt. Insgesamt wird dadurch ein kleineres
Pumpengehäuse benötigt. Zudem wird die Geräuschbildung der
Pumpe verringert, da der Kuppelring nicht an gehäusefesten
Flächen anschlägt.
Vorzugsweise ist der Kuppelring an einem gehäusefesten
Zapfen geführt, durch den die bei der Bewegung des
Kuppelrings auftretenden Kräfte direkt an das Pumpengehäuse
übertragen werden. Der gehäusefeste Zapfen kann als
Stützachse der Kolbenpumpe dienen, wenn dieser von der
Antriebswelle des Elektromotors getrennt ist. Dadurch ist
die Welle des Elektromotors radiallastfrei. Eine Verbindung
des Exzenters zur Antriebswelle des Elektromotors kann
beispielsweise durch eine Drehmomentübertragungshülse
erfolgen.
Alternativ zur Führung am Zapfen kann der Kuppelring auch
an der Antriebswelle geführt sein. Bei einer ausreichenden
Dimensionierung der Lager der Antriebswelle kann diese die
bei der Bewegung des Exzenters und des Kuppelrings
auftretenden Radialkräfte problemlos aufnehmen, so daß bei
dieser Ausführungsform der Erfindung der zusätzliche Zapfen
nicht zwingend benötigt wird und eine kostengünstige
Herstellung gewährleistet ist.
Es ist jedoch auch möglich, den Kuppelring an der
Antriebswelle zu führen, wenn der als Stützachse
ausgebildete Zapfen vorhanden ist. Der Kuppelring ist
bezogen auf die Innenflächen seiner äußeren Kontur entweder
einseitig oder zweiseitig an der Antriebswelle bzw. dem
gehäusefesten Zapfen geführt. Im ersten Fall weist der
Kuppelring eine offene Form und im zweiten Fall eine
geschlossene Form bzw. Kontur auf. Durch eine einseitige
Führung des Kuppelrings wird eine besonders platzsparende
Ausführung erreicht. Bei zweiseitiger Führung des
Kuppelrings ist dessen Bewegung in axialer Richtung
beschränkt und es wird dadurch ein besonders sicherer
Betrieb der Kolbenpumpe gewährleistet.
Mit Vorteil sind die Enden des Kuppelrings in einem Winkel
von etwa 90° abgewinkelt und als Ösen ausgebildet, die
durch eine Schnappverbindung mit den Kolben verbunden
werden können. Es sind aber auch, je nach baulichen
Gegebenheiten, andere Winkel denkbar, wobei es sich als
vorteilhaft erwiesen hat, wenn die Winkel im Bereich von
75° bis 105° und vorzugsweise im Bereich von 88° bis 92°
liegen.
Vorzugsweise ist der Kuppelring aus Metall gefertigt, um
den beim Betrieb der Kolbenpumpe auftretenden thermischen
und mechanischen Belastungen dauerhaft Stand zu halten.
Insbesondere kann der Kuppelring aus Draht oder Blech
gefertigt sein, um eine kostengünstige und einfache
Herstellung zu ermöglichen.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den
zeichnerischen Darstellungen einer bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe. In den
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine besonders vorteilhafte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Kolbenpumpe im Längsschnitt,
Fig. 2 einen vergrößert dargestellten Bereich der
Kolbenpumpe nach Fig. 1 im Bereich des Exzenters
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung und
Fig. 3 den Kuppelring der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe
in perspektivischer Ansicht.
In Fig. 1 sind ein Elektromotor mit 1, dessen Gehäuse mit
3 und ein Pumpengehäuse mit 2 bezeichnet. Im Gehäuse 3 des
Elektromotors 1 ist eine Antriebswelle 4, auf der ein Rotor
5 angeordnet ist, gegenüber einem Stator 6 drehbar
gelagert. Im Pumpengehäuse 2 ist als gehäusefester Zapfen
eine Stützachse 7 befestigt. Ein mit der Antriebswelle 4
verbundener Exzenter 8 bewegt zwei gegenüberstehende Kolben
9 radial hin und her, um so den z. B. für den Betrieb eines
Antiblockiersystems einer Fahrzeugbremse erforderlichen
Bremsdruck aufzubauen. Die Kolben 9 sind durch einen
Kuppelring 10 miteinander verbunden, so daß jeweils der
eine Kolben 9 einen Arbeitshub ausführt, während der andere
Kolben 9 gleichzeitig einen Saughub ausführt.
Fig. 2 zeigt eine vergrößert dargestellte Ansicht der
erfindungsgemäßen Kolbenpumpe im Bereich des Exzenters 8 im
Längsschnitt. Der Kuppelring 10 weist erfindungsgemäß eine
radiale Führung im Bereich des Exzenters 8 in dieser
bevorzugten Ausführungsform an der Stützachse 7 unterhalb
der Kolben 9 auf. Eine Drehmomentübertragungshülse 11 ist
mit der Antriebswelle 4 verbunden und überträgt das
Drehmoment auf den Exzenter 8. Die bei der Hin- und
Herbewegung der Kolben 9 auftretenden Reaktionskräfte
werden über den Innenring eines Dreiringlagers 12 auf die
Stützachse 7 und damit in das Pumpengehäuse 2 übertragen.
Die Verwendung eines Dreiringlagers mit Nadeln als
Wälzkörpern ergibt eine radial eng bauende Lagerung.
In Fig. 3 ist der Kuppelring 10 in perspektivischer
Ansicht dargestellt. Der Kuppelring 10 ist vorzugsweise aus
Metall, insbesondere aus Draht gefertigt und weist gemäß
dieser Ausführungsform eine geschlossene Form auf. Er weist
einen geraden, zentralen Bereich 13 auf, in dem zwei
gegenüberliegenden Teile des Drahts parallel zueinander
verlaufen. Der Abstand dazwischen ist geringfügig größer
als der Durchmesser der Stützachse 7. Dadurch wird die
genaue, radiale Führung des Kuppelrings 10 an der
Stützachse 7 erreicht. An beiden Enden des geraden,
zentralen Bereichs des Kuppelrings 10 ist der Draht
vorzugsweise zu hakenförmigen Ösen 14 gebogen. Die Ösen
stehen im wesentlichen senkrecht zu der von dem zentralen
Bereich aufgespannten Ebene. Die Ösen 14 besitzen eine
Kreisbogenform mit einem Innendurchmesser, der etwas
kleiner als der Nutgrunddurchmesser einer Ringnut 15 der
Kolben 9 ist. Zur Montage wird der Kuppelring 10 in
Motormontagerichtung über die Stützachse 7 geschoben und
seine Ösen 14 gehen mit den Kolben 9 eine Schnappverbindung
ein. Durch die Rückfederwirkung der Schnappverbindung wird
eine axiale Fixierung im Betrieb gewährleistet.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern vielmehr auf
weitere übertragbar.
So ist z. B. denkbar, anstelle der zuvor beschriebenen
beidseitigen radialen Führung des Kuppelrings an der
Stützachse 7, oder der Antriebswelle 4 eine nur einseitige
radiale Führung vorzunehmen.
1
Elektromotor
2
Pumpengehäuse
3
Gehäuse des Elektromotors
4
Antriebswelle
5
Rotor
6
Stator
7
Stützachse
8
Exzenter
9
Kolben
10
Kuppelring
11
Drehmomentübertragungshülse
12
Dreiringlager
13
gerader, zentraler Bereich des Kuppelrings
14
Ösen des Kuppelrings
15
Ringnut
Claims (7)
1. Kolbenpumpe mit einem mittels einer Antriebswelle (4)
eines Elektromotors (1) antreibbaren Exzenter (8),
mit einem Gehäuse (2), in welchem zwei Kolben (9)
einander gegenüberliegend radial zur Antriebswelle
(4) angeordnet sind, und mit einem die Kolben (9)
verbindenden Kuppelring (10), dadurch gekennzeichnet,
daß der Kuppelring (10) radial geführt ist.
2. Kolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kuppelring (10) an einem gehäusefesten Zapfen
(7) geführt ist.
3. Kolbenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kuppelring an der Antriebswelle geführt ist.
4. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kuppelring (10) einseitig
oder beidseitig geführt ist.
5. Kolbenpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden des Kuppelrings (10) in einem Winkel um
den Bereich 75° bis 105°, vorzugsweise 88° bis 92°,
insbesondere mit einem Winkel von 90° abgewinkelt und
als Ösen (14) ausgebildet sind.
6. Kolbenpumpe nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kuppelring (10) aus Metall
gefertigt ist.
7. Kolbenpumpe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kuppelring (10) aus Draht oder Blech
gefertigt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998159073 DE19859073A1 (de) | 1998-12-21 | 1998-12-21 | Kolbenpumpe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998159073 DE19859073A1 (de) | 1998-12-21 | 1998-12-21 | Kolbenpumpe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19859073A1 true DE19859073A1 (de) | 2000-06-29 |
Family
ID=7891999
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998159073 Withdrawn DE19859073A1 (de) | 1998-12-21 | 1998-12-21 | Kolbenpumpe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19859073A1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3420520A1 (de) * | 1984-06-01 | 1985-12-05 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Verdraengerpumpe mit etwa radial angeordneten kolben |
| DE19503621A1 (de) * | 1995-02-03 | 1996-08-08 | Bosch Gmbh Robert | Hubkolbenpumpe |
-
1998
- 1998-12-21 DE DE1998159073 patent/DE19859073A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3420520A1 (de) * | 1984-06-01 | 1985-12-05 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Verdraengerpumpe mit etwa radial angeordneten kolben |
| DE19503621A1 (de) * | 1995-02-03 | 1996-08-08 | Bosch Gmbh Robert | Hubkolbenpumpe |
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