DE19858516C2 - Rollenwickelvorrichtung - Google Patents
RollenwickelvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rollenwickelvorrichtung mit
mehreren Wickelpositionen, die in zwei Wickelpositions
gruppen an zwei Längsseiten einer Kontaktwalze angeord
net sind, und mit einer Hülsenzuführeinrichtung, die
eine Längstransporteinrichtung aufweist und eine Hül
senverlagerungseinrichtung mit zwei Trägeranordnungen
aufweist, die sich über die axiale Länge der Kontakt
walze erstrecken und jeweils an Haltearmen befestigt
sind, die um die Mittelachse der Kontaktwalze ver
schwenkbar sind.
Eine derartige Rollenwickelvorrichtung ist aus DE 32 43 994 C2
bekannt. Diese Rollenwickelvorrichtung
weist eine Schlittenanordnung mit zwei Schlitten auf,
von denen jeder eine Wickelpositionsgruppe zugeordnet
ist. Die Wickelhülsen werden in Axialrichtung lagerich
tig auf der Schlittenanordnung positioniert und der
Schlitten dann in die Wickelvorrichtung eingefahren.
Durch Neigen der Schlitten, die auf Hebelarmen angeord
net sind, die um die Achse der Kontaktwalze verschwenk
bar sind, können die Wickelhülsen von den Schlitten
herunterrollen bis zu einer Position, wo sie von Spann
dornen ergriffen werden können.
WO 91/18815 zeigt ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum automatischen Hülsenzuführen in Rollenschneidema
schinen des Stützwalzentyps, bei der die Wickelhülsen
in einer Rinne in Axialrichtung hintereinander zuge
führt werden können. Hierbei kann man durchaus Wickel
hülsen mit unterschiedlichen Durchmessern in Axialrich
tung hintereinander anordnen. Die Übergabe der Wickel
hülsen an die einzelnen Wickelpositionen erfolgt da
durch, daß die Rinne gekippt wird. Die Wickelhülsen,
die freigegeben werden sollen, rollen dann zu einer Hu
beinrichtung, die die Wickelhülsen im wesentlichen li
near anhebt bis zu den jeweiligen Spanndornen. Die an
deren Wickelhülsen, die nicht freigegeben werden sol
len, werden durch Haltearme in der Rinne festgehalten.
In einer alternativen Ausgestaltung können die Wickel
hülsen durch Stößel aus der Rinne herausgestoßen wer
den.
DE 90 17 555 U1 zeigt eine Einrichtung zum Handhaben
von Teilen, beispielsweise Wickelhülsen, bei der die
Wickelhülsen mit Hilfe eines Saugkopfes erfaßt werden
können, der durch Druckluft betreibbar ist.
Eine weitere Rollenwickelvorrichtung ist aus DE 33 08 271 C2
bekannt. Die Wickelhülsen werden hierbei
unterhalb der Kontaktwalze auf zwei parallel zueinander
liegenden Transportbändern zugeführt. Die Position der
einzelnen Wickelhülse in Bezug auf ihre Wickelposition
wird durch einen Anschlag festgelegt, der der jeweiligen
Wickelposition zugeordnet ist. Da die einzelnen
Wickelpositionen der beiden Wickelpositionsgruppen auf
Lücke zueinander angeordnet ist, kann man die Wickel
hülsen nicht gemeinsam zuführen, sondern man muß einen
relativ großen Aufwand für die lagerichtige Positionie
rung der Wickelhülsen im Bereich der Wickelposition
treiben. Wenn die Wickelrollen fertig gewickelt sind
und eine neue Wickelhülse in die Wickelposition ver
bracht werden soll, dann muß die jeweilige Wickelhülse
seitlich von dem Transportband abgestoßen werden und
gelangt dann auf einen Hubtisch, mit dem sie in eine
Höhe angehoben werden kann, wo der jeweilige Spanndorn
der Wickelposition sie ergreifen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Hülsenzu
führung zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird bei einer Rollenwickelvorrichtung
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die
Längstransporteinrichtung einen Förderpfad für alle
Wickelhülsen eines Sets aufweist, der durch eine verti
kale Ebene verläuft, die auch durch die Mittelachse der
Kontaktwalze geht, daß jede Trägeranordnung mit Saug
köpfen versehen ist und daß die Saugköpfe der beiden
Trägeranordnungen auf Lücke zueinander angeordnet sind
und in der Aufnahmeposition zahnartig ineinandergrei
fen.
Mit dieser Ausgestaltung ist eine Bewegung von einer
Aufnahmeposition an der Längstransporteinrichtung zu
der Abgabeposition, in der die jeweiligen Wickelhülsen
von den entsprechenden Spanndornen ergriffen werden
können, stark vereinfacht worden. Sie ist beschränkt
worden auf eine reine Verschwenkbewegung der Hebelarme,
an denen die Trägeranordnungen befestigt sind. Mit dieser
Ausgestaltung können alle Wickelhülsen einer Wic
kelpositionsgruppe gemeinsam von der Aufnahmeposition
an der Längstransporteinrichtung zu ihrer Abgabepositi
on im Bereich der Spanndorne verbracht werden. Es ist
nur ein relativ kleiner Bauraum nötig, um den Transport
zu ermöglichen, weil im Grunde nur ein Ringraum um die
Kontaktwalze herum frei gehalten werden muß, der aus
reicht, um die Wickelhülsen dort bewegen zu können. Die
Zufuhr der Wickelhülsen in die Rollenwickeleinrichtung
wird stark vereinfacht. Man kann nämlich alle Wickel
hülsen eines Sets, d. h. aller Wickelrollen, die gemein
sam gewickelt werden sollen, hintereinander anordnen
und entlang des Förderpfades in die Rollenwickelvor
richtung einschieben. Die Längstransporteinrichtung muß
hierbei nicht aktiv sein. Es kann sich auch um eine
Rinne handeln, auf der die Wickelhülsen in Axialrich
tung verschoben werden können. Die einzelnen Wickelhül
sen müssen dann lediglich von der "richtigen" Trägeran
ordnung ergriffen werden, also abwechselnd von der Trä
geranordnung der einen Wickelpositionsgruppe und der
Trägeranordnung der anderen Wickelpositionsgruppe. Da
mit ist eine lagerichtige Verteilung der einzelnen Wic
kelhülsen auf ihre jeweilige Wickelpositionen sicherge
stellt. Da sie zu Beginn der Übergabe in einer vertika
len Ebene liegen, die durch die Mittelachse der Kon
taktwalze verläuft, haben bei symmetrischer Anordnung
der Wickelpositionsgruppen beide Hebelarme den gleichen
Weg zurückzulegen, bis sie zu der Abgabeposition gelan
gen. Die Saugköpfe können die Wickelhülsen durch Unter
druck festhalten. Damit sind an den Trägeranordnungen
keine beweglichen Greifmittel erforderlich, die ihrer
seits wieder störanfällig sind. Mit den Saugköpfen wird
auch eine winkelmäßige Festlegung der Wickelhülsen er
reicht, die beispielsweise dann von Nutzen ist, wenn
die Wickelhülsen bereits mit einem Klebstoffauftrag
versehen sind. Bei dieser Ausgestaltung werden sämtli
che Wickelhülsen gleichartig ergriffen und zwar unab
hängig davon, ob sie in die eine oder in die andere
Wickelpositionsgruppe verbracht werden. Mit der axialen
Positionierung der Saugköpfe auf den Trägeranordnungen
ist gleichzeitig festgelegt, welche Wickelhülse in wel
che Wickelpositionsgruppe gelangt. Damit werden kompli
zierte Steuermaßnahmen zum Beaufschlagen der einzelnen
Saugköpfe mit Unterdruck überflüssig.
Vorzugsweise weist jede Wickelposition ein Paar Spann
köpfe auf, die in radialer Richtung zur Kontaktwalze
auf einer Basis verlagerbar sind, wobei die Haltearme
eine Abgabestellung aufweisen, in der die Achsen der
Wickelhülsen, die Mittelachse der Kontaktwalze und die
Achsen der Spannköpfe in einer Ebene liegen. Damit kann
man auf einfache Art und Weise unterschiedlich große
Wickelhülsen handhaben. Die Anpassung an die unter
schiedlichen Größen oder Durchmesser der Wickelhülsen
erfolgt einfach dadurch, daß die Spannköpfe radial zur
Kontaktwalze verlagert werden. Bei einer Wickelhülse
mit größerem Durchmesser müssen die Spannköpfe etwas
weiter weg von der Kontaktwalze angeordnet werden, um
die Wickelhülse aufnehmen zu können. Wenn der Förder
pfad in der vertikalen Ebene durch die Mittelachse der
Kontaktwalze liegt und die Spannköpfe horizontal verla
gerbar sind, dann müssen die Hebelarme einen Schwenk
winkel von 90° aufweisen.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Längstrans
porteinrichtung unterhalb der Kontaktwalze angeordnet
ist. Man kann sie hier gut abstützen, so daß die Gefahr
einer Durchbiegung insbesondere bei größeren axialen
Längen der Rollenwickelvorrichtung nicht zu befürchten
ist.
Mit Vorteil weist die Längstransporteinrichtung eine
höhenverstellbare Ablagefläche auf. Man kann dann die
Trägeranordnungen tatsächlich auf eine reine Schwenkbe
wegung beschränken. Dennoch ist ein Zuführen der Wic
kelhülsen in die Rollenwickelvorrichtung bereits wäh
rend des Wickelns möglich, weil man einen ausreichenden
Abstand zur Kontaktwalze beibehalten kann. Wenn die
Wickelhülsen an die Saugköpfe übergeben werden sollen,
wird die Ablagefläche angehoben.
Vorzugsweise greifen die Saugköpfe in der Aufnahmeposi
tion vertikal oben oder unten an den Wickelhülsen an.
Damit ergibt sich eine radiale Ausrichtung der Wickel
hülsen zu der Kontaktwalze, was wiederum die Übergabe
an die Spannköpfe vereinfacht.
In einer alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
die Längstransporteinrichtung oberhalb der Kontaktwalze
angeordnet ist und eine abklappbare Ablagefläche auf
weist. Wenn die Wickelhülsen in die Rollenwickelvor
richtung eingeschoben worden sind, und eine Übergabe
der Wickelhülsen an die Hülsenverlagerungseinrichtung
nötig ist, dann kann man die Ablagefläche abklappen und
die Wickelhülsen auf die Hülsenverlagerugnseinrichtung
herabfallen lassen.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Trägeranord
nungen in der Aufnahmeposition V-förmig zueinander aus
gerichtet sind. Die Trägeranordnungen bilden dann einen
Fänger für die Wickelhülsen, so daß die Wickelhülsen
wieder in der gewünschten Lage gehalten werden können,
d. h. mit ihren Mittelachsen in der vertikalen Ebene
durch die Mittelachse der Kontaktwalze liegen.
Vorzugsweise ist die Ablagefläche durch zwei Klappen
gebildet, die symmetrisch zueinander auf beiden Seiten
einer vertikalen Ebene durch die Mittelachse der Kon
taktwalzen angeordnet sind. Beim Freigeben der Wickel
hülsen werden die Wickelhülsen symmetrisch beidseits
dieser Ebene gehandhabt. Damit entstehen keine Seiten
kräfte und die Wickelhülsen können senkrecht nach unten
fallen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von ein bevor
zugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der
Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Rollen
wickelvorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Trägeranordnung,
Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht der Trägeran
ordnung,
Fig. 4 eine zweite Ausgestaltung einer Rollenwickel
vorrichtung und
Fig. 5 eine vergrößerte Ausschnittsansicht von Fig.
4.
Eine Rollenwickelvorrichtung 1 in Fig. 1 weist eine
Kontaktwalze 2 auf, die über einen Antrieb 3 angetrie
ben ist. Auf der linken Seite der Kontaktwalze 2 ist
eine erste Wickelpositionsgruppe 4 und auf der rechten
Seite eine zweite Wickelpositionsgruppe 5 angeordnet.
In jeder Wickelpositionsgruppe können mehrere Wickel
rollen 6 in jeweils einer Wickelposition gewickelt wer
den, wobei die Achsen der Wickelrollen im wesentlichen
auf einer Linie liegen. Die Wickelrollen 6 in der Wic
kelposition 4 sind auf Lücke zu den nicht näher darge
stellten Wickelrollen in der Wickelpositionsgruppe 5
angeordnet, d. h. die Lücken zwischen den einzelnen Wic
kelrollen 6 in der Wickelpositionsgruppe 4 sind genauso
groß, wie die axiale Länge der jeweils gegenüberliegen
den Wickelrolle in der Wickelpositionsgruppe 5.
Für jede Wickelrolle sind zwei Wickelböcke 7 vorgese
hen, wobei jeder Wickelbock über einen Antrieb 8 ver
schwenkbar ist, wie dies in der Wickelpositionsgruppe 5
dargestellt ist. Der Antrieb 8 dient beispielsweise da
zu, den Wickelbock 7 in eine Position zu kippen, in der
die Wickelrolle 6 auf dem Fußboden oder auf einer
Transporteinrichtung abgelegt werden kann. Auf jedem
Wickelbock 7 ist ein Spannkopf 9 angeordnet, der über
einen Antrieb 10 in Rotationsbewegung versetzt werden
kann. Der Spannkopf 9 wird zum Wickeln in eine Wickel
hülse 11 eingefahren und dient dann als Zentrumsan
trieb.
Der Spannkopf 9 mit seinem Antrieb 10 ist auf einem
Träger 12 befestigt, der wiederum auf dem Wickelbock 7,
der hierzu eine ebene Oberfläche aufweist, im wesentli
chen horizontal verfahrbar ist, wenn der Wickelbock 7
seine Grundstellung eingenommen hat. Damit bewegt sich
der Spannkopf 9 mit seiner Achse auf einer horizontalen
Ebene 13, die auch durch die Achse 14 der Kontaktwalze
2 verläuft.
Unterhalb der Kontaktwalze 2 ist eine Längstranspor
teinrichtung 15 für Wickelhülsen 16 angeordnet. Die
Längstransporteinrichtung weist eine Hülsenrinne 17
auf, die an mindestens einem stirnseitigen Ende offen
ist. Die Hülsenrinne ist auf einem Hubzylinder 18 ange
ordnet, der die Hülsenrinne 17 anheben kann. Um dies zu
verdeutlichen, sind die Wickelhülsen 16 in verschiede
nen Höhen dargestellt.
Oberhalb der Hülsenrinne befindet sich eine Aufnahmepo
sition 19 für die Wickelhülsen 16. Zum Transport der
Wickelhülsen 16 von der Hülsenrinne 17 zu den Spannköp
fen 9 ist eine Hülsenverlagerungseinrichtung vorgese
hen, die für jede Wickelpositionsgruppe 4, 5 eine Trä
geranordnung 20, 21 aufweist, wobei die Trägeranordnung
20 an einem Haltearm 22 und die Trägeranordnung 21 an
einem Haltearm 23 befestigt ist. Die Haltearme 22, 23
sind um die Mittelachse 14 der Kontaktwalze herum ver
schwenkbar. Hierbei ist der Haltearm 22 axial vor dem
Haltearm 23 angeordnet.
Jeder Haltearm 20, 21 weist eine Reihe von Saugköpfen
24, 25 auf, die zueinander auf Lücken stehen und so an
geordnet sind, daß sie in der Aufnahmeposition 19
zahnartig ineinander greifen. Dies geht beispielsweise
aus Fig. 2 hervor. Mit dieser Ausbildung ist es mög
lich, alle Saugköpfe 24, 25 in einer Linie hintereinan
der anzuordnen und zwar so, daß diese Linie in der ver
tikalen Ebene 26 durch die Mittelachse 14 der Kontakt
walze 2 liegt. In dieser Ebene liegen auch die Mitte
lachsen der Wickelhülsen 16, so daß dann, wenn die Hül
senrinne 17 mit Hilfe des Zylinders 18 angehoben wird,
die Wickelhülsen 16 an ihrem Scheitelpunkt von den
Saugköpfen 24, 25 erfaßt werden.
Die Wickelhülsen 16 können axial über die Hülsenrinne
17 eingeführt werden, solange Wickelrollen 6 noch ge
wickelt werden. Wenn dann eine Übergabe der neuen Wic
kelhülsen 16 an die Spannköpfe 9 erforderlich ist,
schwenken die Haltearme 22, 23 nach unten, so daß die
Saugköpfe 24, 25 oberhalb der Hülsenrinne 17 angeordnet
sind. Die Hülsenrinne 17 wird angehoben und die Saug
köpfe saugen sich an den Wickelhülsen fest. Die einzige
Voraussetzung ist, daß die Saugköpfe 24, 25 zuvor lage
richtig in Position gebracht worden sind, d. h. mit ei
ner Wickelposition übereinstimmen. Dies läßt sich aber
relativ einfach dadurch erreichen, daß die Länge der
Wickelhülsen entsprechend der axialen Länge der Wickel
rolle gewählt wird und alle aufeinander folgenden Wic
kelpositionen besetzt werden. Danach werden die Halte
arme 22, 23 um 90° nach oben verschwenkt. Damit sind
die Wickelhülsen in der richtigen Höhe, so daß sie von
den Spannköpfen 9 erfaßt werden können. Durchmesserun
terschiede der Wickelhülsen 16 können ausgeglichen wer
den, indem der Träger 12 auf seinem Wickelbock 7 ver
fahren wird. Sobald die Wickelhülsen an ihren Spannköp
fen erfaßt worden sind, kann der Unterdruck bei den
Saugköpfen aufgehoben werden. Die Trägeranordnungen
kommen frei und die Haltearme können wieder nach unten
geschwenkt werden.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine alternative Ausführungs
form einer Rollenwickelvorrichtung 1', bei der gleiche
mit gleichen Bezugszeichen und entsprechende Teile mit
gestrichenen Bezugszeichen versehen sind.
Im Gegensatz zur Fig. 1 ist die Längstransporteinrich
tung nicht mehr unterhalb der Kontaktwalze 2, sondern
oberhalb von ihr angeordnet. Gleichwohl liegt die Mit
telachse der Wickelhülsen 16 auf der vertikalen Ebene
26 durch die Mittelachse 14 der Kontaktwalze 2. Die
Längstransporteinrichtung 15' ist in Fig. 5 in vergrö
ßerter Darstellung zu erkennen.
Sie weist ein Paar von Traversen 27 auf, die beidseits
der vertikalen Ebene 26 in gleichem Abstand angeordnet
sind. An jeder Traverse ist eine Klappe 28 angelenkt
und mit Hilfe eines Motors 29 von einer mit strichpunk
tierten Linien dargestellten geschlossenen Position in
eine mit durchgezogenen Linien dargestellte geöffnete
Position verschwenkbar. Es können nicht näher darge
stellte Mittel vorgesehen sein, um die Bewegung der
beiden Klappen 28 zu synchronisieren.
Die Haltearme 22, 23 sind in ihrer Aufnahmeposition 90°
nach oben geschwenkt worden. Die Trägeranordnungen 20',
21' bilden eine V-förmige Aufnahmerinne 30, die eben
falls symmetrisch zur Ebene 26 angeordnet ist. Wenn nun
die Klappen 28 geöffnet werden, dann fallen die Wickel
hülsen 16 nach unten und werden in der V-förmigen Auf
nahmerinne 30 aufgefangen. Hierbei kommen sie auch auf
den Saugköpfe 24, 25 zu liegen. Um die Wickelhülsen 16
in die einzelnen Wickelpositionsgruppen zu verbringen,
werden dann jeweils die Saugköpfe 24, 25 aktiviert, die
zu der jeweiligen Wickelpositionsgruppe gehören. Die
nicht aktivierten, jeweils gegenüberliegenden Saugköpfe
24, 25 dienen dazu, die Wickelhülsen 16 abzustützen,
bis diese durch die Saugköpfe 24, 25 gehalten werden.
Wenn die Wickelhülsen 16 an den Saugköpfen 24, 25 fest
gesaugt sind, dann werden die Arme 22, 23 um 90° nach
unten geschwenkt und die Wickelhülsen können an die
Spannköpfe 9 übergeben werden.
Claims (8)
1. Rollenwickelvorrichtung mit mehreren Wickelpositio
nen, die in zwei Wickelpositionsgruppen an zwei
Längsseiten einer Kontaktwalze angeordnet sind, und
mit einer Hülsenzuführeinrichtung, die eine Längs
transporteinrichtung und eine Hülsenverlagerungs
einrichtung mit zwei Trägeranordnungen aufweist,
die sich über die axiale Länge der Kontaktwalze er
strecken und jeweils an Haltearmen befestigt sind,
die um die Mittelachse der Kontaktwalze verschwenk
bar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Längstransporteinrichtung (15, 15') einen Förder
pfad für alle Wickelhülsen (16) eines Sets auf
weist, der durch eine vertikale Ebene (26) ver
läuft, die auch durch die Mittelachse (14) der Kon
taktwalze (2) geht, daß jede Trägeranordnung (20,
21; 20', 21') mit Saugköpfen (24, 25) versehen ist
und daß die Saugköpfe (24, 25) der beiden Trägeran
ordnungen (20, 21; 20', 21) auf Lücke zueinander
angeordnet sind und in der Aufnahmeposition (19)
zahnartig ineinandergreifen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß jede Wickelposition ein Paar Spannköpfe
(9) aufweist, die in radialer Richtung zur Kontakt
walze (2) auf einer Basis (7) verlagerbar sind, wo
bei die Haltearme (22, 23) eine Abgabestellung auf
weisen, in der die Achsen der Wickelhülsen (16),
die Mittelachse (14) der Kontaktwalze (2) und die
Achsen der Spannköpfe (9) in einer Ebene liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Längstransporteinrichtung (15)
unterhalb der Kontaktwalze (2) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Längstransporteinrichtung (15) eine
höhenverstellbare Ablagefläche (17) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Saugköpfe (24, 25) in
der Aufnahmeposition (19) vertikal oben oder unten
an den Wickelhülsen (16) angreifen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Längstransportein
richtung (15') oberhalb der Kontaktwalze (2) ange
ordnet ist und eine abklappbare Ablagefläche (28)
aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß die Trägeranordnungen (20', 21') in der
Aufnahmeposition V-förmig zueinander ausgerichtet
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ablagefläche durch zwei Klappen
(28) gebildet, die symmetrisch zueinander auf bei
den Seiten einer vertikalen Ebene (26) durch die
Mittelachse (14) der Kontaktwalzen (2) angeordnet
sind.
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Legal Events
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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Owner name: VOITH PAPER PATENT GMBH, 89522 HEIDENHEIM, DE |
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| D2 | Grant after examination | ||
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