DE19857642A1 - Verstellvorrichtung für einen Kraftfahrzeugsitz - Google Patents
Verstellvorrichtung für einen KraftfahrzeugsitzInfo
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Abstract
Eine Verstellvorrichtung für einen Kraftfahrzeugsitz besitzt eine in einem Rahmenteil drehbar, quer zur Fahrtrichtung gelagerte Welle. Die Drehposition der Welle ist über eine Rastvorrichtung fixierbar. Die Welle wird von einer Torsionsfeder beaufschlagt, deren eines Ende am Rahmenteil und deren anderes Ende an der Welle festgelegt ist. Die Festlegung des Endes an der Welle erfolgt mittels eines Zwischenelements, das drehfest auf der Welle fixiert ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Verstellvorrichtung nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei einer Verstellvorrichtung der als bekannt vorausgesetz
ten Art, die zur Neigungsverstellung bzw. Höhenverstellung
des Sitzteils eines Kraftfahrzeugsitzes dient, sind zwei
Torsionsfedern vorgesehen. Die beiden Torsionsfedern sind
mit ihrem einen Ende an unterschiedlichen, einander gegen
überliegenden Seitenteilen des Rahmens des Kraftfahrzeug
sitzteils befestigt. Das jeweils andere Ende der Torsions
federn ist an einer gemeinsamen Welle oder einem gemeinsa
men Rohr angeschweißt, das drehbar in den einander gegen
überliegenden Seitenteilen gelagert ist. Mit dem Rohr bzw.
der gemeinsamen Welle sind auf beiden Seiten des Kraftfahr
zeugsitzes Lenker drehfest verbunden. Weiterhin ist mit dem
Rohr drehfest ein Zahnsegment verbunden, in das ein Arre
tierhebel eingreifen und das Zahnsegment, und damit die
Lenker, in unterschiedlicher Einstellposition arretieren
kann. Die Schweißverbindung zwischen den Enden der beiden
Torsionsfedern und dem Rohr ist problematisch, da die zu
verschweißenden Materialien unterschiedlich, ferner die
Kontaktflächen an der Schweißstelle für eine Schweißverbin
dung ungünstig ausgebildet sind, und schließlich die
Schweißstelle durch erhebliche Federkräfte und häufige
Lastwechsel stark beansprucht ist.
Es ist auch bereits bekannt (DE 43 17 480 A1), Kraftfahr
zeugsitze mit Schwingen zu versehen, die über eine Torsi
onsfeder gedämpft werden. Bei solchen Lösungen wird nicht
das Ende einer Torsionsfeder drehfest auf einer Welle fi
xiert.
Es ist weiterhin bekannt, bei einer Vorrichtung zum Ver
stellen einer Lordosenstütze U-förmig ausgebildete Torsi
onsfedern vorzusehen (DE 38 17 977 C2). Auch bei derartigen
Lösungen bedarf es nicht einer Fixierung solcher Torsions
federn gegenüber einer drehbar gelagerten Welle.
Ausgehend von dem eingangs erwähnten Stand der Technik
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Verstellvor
richtung der als bekannt vorausgesetzten Art zu schaffen,
bei der einfache und sichere Verbindungen zwischen
Torsionsfeder und Welle bestehen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Pa
tentanspruchs 1.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die erfindungsgemäße Verstellvorrichtung erlaubt einen ein
fachen und problemlosen Zusammenbau der verschiedenen Tei
le. Da nicht geschweißt werden muß, spielt die Materialpaa
rung keine Rolle. Die erfindungsgemäße Verstellvorrichtung
ist besonders funktionssicher und hat eine praktisch unbe
grenzte Lebensdauer auch bei Vibrationsbelastungen und auch
bei einer sehr hohen Anzahl von Verstellbewegungen.
Nachstehend wird die Erfindung anhand zweier bevorzugter
Ausführungsformen im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein Rahmenteil eines Kraftfahrzeugsitzteils
mit zwei an einer Welle befestigten Torsions
federn in perspektivischer Darstellung;
Fig. 2 eine perspektivische, vergrößerte Darstellung
eines Ausschnitts des Rahmenteils nach Fig. 1,
in einer ersten Ausführungsform mit teilweise
weggeschnitten dargestellten Teilbereichen ei
ner Rastvorrichtung;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Zwischen
elements der in Fig. 2 dargestellten ersten
Ausführungsform;
Fig. 4 eine perspektivische, isolierte Darstellung
zweier Torsionsfedern in Einbaulage;
Fig. 5 eine Fig. 2 entsprechende Darstellung einer
zweiten Ausführungsform;
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung eines Zwi
schenelements der in Fig. 5 dargestellten
zweiten Ausführungsform.
In den Zeichnungen sind gleiche Teile jeweils mit den glei
chen Bezugszeichen versehen, die sich im Bedarfsfall ledig
lich durch Hochstriche voneinander unterscheiden.
Ein geschlossenes Rahmenteil 1 eines Sitzteils weist Sei
tenteile 1a und 1b sowie vordere und hintere Querholme 1c
auf. Am hinteren Ende des Rahmenteils 1 ist eine parallel
zu den Querholmen 1c verlaufende Welle 2 um eine horizonta
le Längsachse drehbar gelagert. An den stirnseitigen Enden
der Welle 2 sind zwei Zwischenelemente 6 angeordnet. Die
Zwischenelemente 6 sind unverdrehbar und in Achsrichtung
unverschieblich auf der Welle 2 fixiert.
In die Zwischenelemente 6 greifen Endbereiche 4a und 5a
zweier Torsionsfedern 4 und 5 ein (s. Fig. 4). Die gegen
überliegende Enden der Torsionsfedern 4 und 5 weisen rela
tiv lange, abgewinkelte Schenkel 4c und 5c auf. Die Schen
kel 4c und 5c werden in nicht dargestellter Weise an den
Seitenteilen 1a und 1b fixiert.
Fig. 2 zeigt die gemäß Fig. 1 linke hintere Ecke des Rah
menteils 1 im Detail. In dem Seitenteil 1b ist eine Rast
vorrichtung 3 drehbar gelagert, von der ein Segment einer
mit einer Verzahnung 3c versehenen Rastscheibe 3b darge
stellt ist. Eine nicht dargestellte, sich am Seitenteil 1b
abstützende Klinke ist zum Eingriff in die Verzahnung 3c in
unterschiedlichen Schwenkpositionen der Rastscheibe 3b aus
gebildet.
Die Rastvorrichtung 3 besitzt einen vierkantig ausgebilde
ten Zapfen 3a, der über das Zwischenelement 6 mit der koa
xial angeordneten, vierkantig ausgebildeten Welle 2 verbun
den ist. Das Zwischenelement 6 ist mit einer Durchgangsöff
nung 6b auf den vierkantigen Zapfen 3a aufgesteckt. Von der
gegenüberliegenden Seite her ragt die Welle 2 in die Durch
gangsöffnung 6b hinein. Das Zwischenelement 6 ist in nicht
näher dargestellter Weise gegen eine Verschiebung in axia
ler Richtung der Welle 2 gesichert. In der Zeichnung ist
das Zwischenelement 6 im Bereich der Durchgangsöffnung 6b
teilweise aufgeschnitten dargestellt, so daß die Stoßfuge
zwischen dem Zapfen 3a und der mit diesem Zapfen fluchten
den Welle 2 sichtbar wird.
Neben der Durchgangsöffnung 6b befindet sich eine als
Schlitz ausgebildete Ausnehmung 6a, die parallel zur Durch
gangsöffnung 6b verläuft. In die Ausnehmung 6a wird die am
gegenüberliegenden Seitenteil 1a befestigte, in Fig. 2
nicht dargestellte Torsionsfeder 5 eingesetzt.
Die Ausnehmung 6a besitzt eine Breite b, die dem Durchmes
ser d der Torsionsfedern 4 und 5 entspricht (vgl. Fig. 4).
In ihren Endbereichen 4a und 5a weisen die Torsionsfedern 4
und 5 abgebogene Endstücke 4b und 5b, im folgenden als Ösen
bezeichnet, auf. Die Länge l der Ausnehmung 6a entspricht
der Breite a der Ösen 4b und 5b am Ende der Torsionsfedern
4 und 5. Die Ausnehmung 6a durchdringt das Zwischenelement
6. Da die Welle 2 als Vierkantrohr ausgebildet ist, das mit
seinen Endbereichen 2a in die entsprechend vierkantig aus
gebildete Durchgangsöffnung 6b eingreift, ist das Zwi
schenelement unverdrehbar mit der Welle 2 verbunden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 entsprechen der Rahmen
teil 1 und die Rastvorrichtung 3 denen der Fig. 1 und 2.
Durch das Zwischenelement 6' ist ein vierkantiger Zapfen 3a
der Rastvorrichtung 3 mit einer als Rohr mit kreiszylindri
schem Querschnitt ausgebildeten Welle 2' verbunden. Die
Welle 2' besitzt an ihren Enden einen mehrkantig ausgepräg
ten Bereich 2a', der ein Verdrehen der Welle 2' gegenüber
dem Zwischenelement 6' verhindert.
Die Durchgangsöffnung 6b' des in Fig. 6 im einzelnen darge
stellten Zwischenelements 6' weist einen Aufnahmebereich 6c
für die Welle 2' und einen Aufnahmebereich 6d für den Zap
fen 3a auf. Die Ausnehmung 6a' zur Aufnahme der Ösen 4b und
5b ist einseitig offen. Der Grund der Ausnehmung 6a' ent
spricht dem Radius der Ösen 4b und 5b. Die Breite b der
schlitzförmigen Ausnehmung 6a' richtet sich nach dem Durch
messer der Torsionsfedern 4 und 5. Die Länge l ist iden
tisch mit der Breite a der Ösen 4b und 5b. Die Endbereiche
4a und 5a der Torsionsfedern 4 und 5 werden in der Ausneh
mung 6a' unverdrehbar gehalten.
Die Torsionsfedern 4 und 5 spannen die Verstellvorrichtung
in jeweils gleicher Richtung vor. Dies dient dazu, die Ein
stellung des Kraftfahrzeugsitzes, beispielsweise Höhenver
stellung oder Neigungsverstellung, im gelösten Zustand der
Rastvorrichtung 3 zu erleichtern.
Claims (11)
1. Verstellvorrichtung für einen Kraftfahrzeugsitz, mit ei
ner in einem Rahmenteil (1) drehbar, quer zur Fahrtrich
tung gelagerten Welle (2; 2'), deren Drehposition über
eine Rastvorrichtung (3) fixierbar ist und die von einer
Torsionsfeder (4; 5) beaufschlagt wird, deren eines Ende
am Rahmenteil (1) und deren anderes Ende an der Welle
(2; 2') festgelegt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Festlegung des Endes an der Welle (2; 2') mit
tels eines Zwischenelements (6; 6') erfolgt, das dreh
fest auf der Welle (2; 2') fixiert ist.
2. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das festgelegte Ende der Torsionsfeder (4; 5) an ei
nem annähernd in Richtung der Welle (2; 2') verlaufenden
Endbereich (4a; 5a) vorgesehen ist und ein quer zu des
sen Endbereich (4a; 5a) abgebogenes Endstück aufweist.
3. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Endstück in Form einer Öse (4b; 5b) abgebogen
ist.
4. Verstellvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Endstück der Torsionsfeder (4; 5) in einer die
ses umgebenden Ausnehmung (6a; 6a') liegt.
5. Verstellvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung (6a; 6a') als Schlitz ausgebildet
ist, dessen Breite (b) dem Durchmesser (d) der Torsions
feder (4; 5) und dessen Länge (l) der Breite (a) der Öse
(4b; 5b) entspricht.
6. Verstellvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenelement (6; 6') kraftschlüssig drehfest
auf der Welle (2; 2') fixiert ist.
7. Verstellvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenelement (6; 6') formschlüssig drehfest
auf der Welle (2; 2') fixiert ist.
8. Verstellvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprü
che 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Formschluß durch einen unrunden Querschnitt der
Welle (2; 2') und einer die Welle (2; 2') umgreifenden
Durchgangsöffnung (6b; 6b') des Zwischenelements (6;
6') gebildet wird.
9. Verstellvorrichtung nach einem oder mehreren der An
sprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß neben einem für die Aufnahme eines Endes der Welle
(2') bestimmten Aufnahmebereich (6c) der Durchgangsöff
nung (6b') ein zusätzlicher Aufnahmebereich (6d) für
einen mit der Welle (2') fluchtenden Zapfen (3a) der
Rastvorrichtung (3) vorgesehen ist.
10. Verstellvorrichtung nach einem oder mehreren der An
sprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenelement (6; 6') über geprägte Bereiche
(2a') der Welle (2; 2') in deren Achsrichtung fixiert
ist.
11. Verstellvorrichtung nach einem oder mehreren der An
sprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (2; 2') von zwei Torsionsfedern (4 und 5)
beaufschlagt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19857642A DE19857642C2 (de) | 1998-12-14 | 1998-12-14 | Verstellvorrichtung für einen Kraftfahrzeugsitz |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19857642A DE19857642C2 (de) | 1998-12-14 | 1998-12-14 | Verstellvorrichtung für einen Kraftfahrzeugsitz |
Publications (2)
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| DE19857642A1 true DE19857642A1 (de) | 2000-06-21 |
| DE19857642C2 DE19857642C2 (de) | 2001-02-01 |
Family
ID=7891036
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19857642A Expired - Fee Related DE19857642C2 (de) | 1998-12-14 | 1998-12-14 | Verstellvorrichtung für einen Kraftfahrzeugsitz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19857642C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| PL422810A1 (pl) * | 2017-09-12 | 2019-03-25 | Korzekwa Anita Przedsiębiorstwo Produkcyjno-Handlowe Anitex | Blokada położenia oparcia fotelika, zwłaszcza mocowanego w wózkach i fotelikach samochodowych dla dzieci |
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| DE102005054491B3 (de) * | 2005-11-16 | 2007-05-03 | Keiper Gmbh & Co.Kg | Einstellermodul für einen Fahrzeugsitz |
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1998
- 1998-12-14 DE DE19857642A patent/DE19857642C2/de not_active Expired - Fee Related
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| PL237432B1 (pl) * | 2017-09-12 | 2021-04-19 | Korzekwa Anita Przed Produkcyjno Handlowe Anitex | Blokada położenia oparcia fotelika, zwłaszcza mocowanego w wózkach i fotelikach samochodowych dla dzieci |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19857642C2 (de) | 2001-02-01 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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Owner name: FAURECIA AUTOSITZE GMBH & CO. KG, 31655 STADTHAGEN |
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Owner name: FAURECIA AUTOSITZE GMBH, 31655 STADTHAGEN, DE |
|
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Effective date: 20110701 |