DE19856601A1 - Leiterverbindungsverfahren zwischen einer Lichtwellenleitervorrichtung und einer Lichtleitfasermatrix - Google Patents
Leiterverbindungsverfahren zwischen einer Lichtwellenleitervorrichtung und einer LichtleitfasermatrixInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verpackungsverfahren für eine
Lichtwellenleitervorrichtung und insbesondere auf ein Leiterverbindungsverfahren zwischen
einer Lichtwellenleitervorrichtung und einer Lichtleitfasermatrix.
Im allgemeinen werden Lichtwellenleitervorrichtungen unter Verwendung einer
planaren Wellenleitertechnologie auf einem planaren Substrate geformt. Die Lichtwellenlei
tervorrichtungen umfassen einen Lichtverteiler, einen Lichtmodulator, ein Lichtschalter
element, einen Lichtsignalmultiplexer, einen Equalizer und dergleichen. Für Anwendungen
der Lichtwellenleitervorrichtungen in optischen Kommunikationssystemen sind verschiede
ne Techniken untersucht worden, die sich grob in die Gebiete des Wellenleiterdesigns, der
Wellenleiterfertigung, der Wellenleiterverpackung und der Messung von Umgebungseigen
schaften einer Wellenvorrichtung aufteilen.
Unter diesen Techniken ist die Wellenleiterverpackung eine wesentliche Technik,
da sie einer Lichtwellenleitervorrichtung nach ihrer Herstellung ermöglicht, ihre optischen
Eigenschaften voll zu entfalten. Insbesondere ist ein Leiterverbindungsverfahren zwischen
der Lichtwellenleitervorrichtung und einem Lichtleitfasermatrixmodul von großer Bedeu
tung für die Verbesserung der optischen Eigenschaften der Lichtwellenleitervorrichtung.
Fig. 1 ist eine Draufsicht, die ein herkömmliches Leiterverbindungsverfahren zwi
schen einer Lichtwellenleitervorrichtung und einem Lichtleitfasermatrixmodul zeigt.
Wie in Fig. 1 gezeigt, umfaßt eine Lichtwellenleitervorrichtung 5 mit einem auf
einem Substrat 1 geformten Lichtwellenleiter 3 einen Eingangsanschluß 7 und einen Aus
gangsanschluß 9. Ein erstes Lichtleitfasermatrixmodul 11a mit einer darauf angeordneten,
ersten Lichtleiterfaser 10a und ein zweites Lichtleitfasermatrixmodul 11b mit einer darauf
angeordneten, zweiten Lichtleiterfaser 10b sind an dem Eingangsanschluß 7 beziehungs
weise an dem Ausgangsanschluß 9 befestigt. Das herkömmliche Leiterverbindungsverfah
ren zwischen der Lichtwellenleitervorrichtung 5 und dem Lichtleitfasermatrixmodulen wird
so durchgeführt, daß der Eingangsanschluß 7 der Lichtwellenleitervorrichtung 5 und das
erste Lichtleitfasermatrixmodul 11a aneinander ausgerichtet werden, das erste Lichtleitfa
sermatrixmodul 11a an dem Eingangsanschluß 7 befestigt wird, wenn der Ausgangspegel
am Ausgangsanschluß 9 am höchsten ist, und dann der Ausgangsanschluß 9 der Licht
wellenleitervorrichtung 5 und das zweite Lichtleitfasermatrixmodul 11b aneinander ausge
richtet werden, um dann aneinander befestigt zu werden.
Da jedoch entsprechend dem oben beschriebenen, herkömmlichen Leiterverbin
dungsverfahren zwischen der Lichtwellenleitervorrichtung 5 und den Lichtleitfasermatrix
modulen 11a und 11b der Eingabeanschluß 7 und der Ausgabeanschluß 9 der Lichtwellen
leitervorrichtung 5 in unterschiedlichen Ebenen liegen, müssen die Lichtleitfasermatrixmo
dule 11a und 11b getrennt an beide Ebenen befestigt werden. Somit muß bei dem Leiter
verbindungsverfahren zwischen einer Lichtwellenleitervorrichtung und einer Lichtleitfaser
der Schritt, der für die Befestigung eines Lichtleitfasermatrixmoduls notwendig ist, zwei
mal, also für einen Eingangsanschluß und einen Ausgangsanschluß, durchgeführt werden.
Als Ergebnis ist das herkömmliche Leiterverbindungsverfahren zwischen einer Lichtwellen
leitervorrichtung und einer Lichtleitfaser kostenintensiv.
Zur Lösung des obigen Problems ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Leiterverbindungsverfahren zwischen einer Lichtwellenleitervorrichtung und einem
Lichtleitfasermatrixmodul zu schaffen, wie es in den beigefügten Patentansprüchen definiert
ist.
Insbesondere werden obige und weitere Aufgaben erfindungsgemäß gelöst durch
ein Leiterverbindungsverfahren zwischen einer Lichtwellenleitervorrichtung und einem
Lichtleitfasermatrixmodul, welches folgende Schritte aufweist: Vorbereiten einer Licht
wellenleitervorrichtung mit Lichtwellenleitern mit N Eingangsanschlüssen und N Ausgangs
anschlüssen auf der seitlichen Oberfläche eines Substrats, wobei N eine ganze Zahl größer
oder gleich 1 ist, Ausrichtung des Lichtleitfasermatrixmoduls mit in gleichen Abständen
zwischen den Eingangsanschlüssen und Ausgangsanschlüssen angeordneten Lichtleitfasern
mit den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen der Lichtwellenleitervorrichtung und Be
festigen des ausgerichteten Lichtleitmatrixmoduls an der seitlichen Oberfläche der Licht
wellenleitervorrichtung.
Die Lichtwellenleiter der Lichtwellenleitervorrichtung sind auf der Oberfläche des
Substrats geformt und umfassen einen vertikalen Ausbreitungsbereich senkrecht zur seitli
chen Oberfläche des Substrats und einen horizontalen Ausbreitungsbereich. Vorzugsweise
liegt der Mittenabstand zwischen den Lichtwellenleitern in dem horizontalen Ausbreitungs
bereich im Bereich von 5-125 µm oder von 125-1000 µm.
Die mit den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen verbundenen Lichtwellenleiter
umfassen wenigstens einen Kreisbogen mit einem Krümmungsradius zum Positionieren der
Eingangs- und Ausgangsanschlüsse auf einer seitlichen Oberfläche der Lichtwellenleitervor
richtung. Hier sind wenigstens zwei der Krümmungsradien der Kreisbögen der mit den
Eingangs- und Ausgangsanschlüssen verbundenen Lichtwellenleiter dieselben, oder die
Krümmungsradien der Kreisbögen der mit den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen ver
bundenen Lichtwellenleiter sind voneinander verschieden.
Die obigen Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch eine
detaillierte Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels derselben unter Bezug
nahme auf die beigefügten Zeichnungen deutlicher.
Fig. 1 ist eine Draufsicht, die ein herkömmliches Leiterverbindungsverfahren zwi
schen einer Lichtwellenleitervorrichtung und einem Lichtleitfasermatrixmodul zeigt.
Fig. 2 ist eine Draufsicht, die ein Leiterverbindungsverfahren zwischen einer Licht
wellenleitervorrichtung und einem Lichtleitfasermatrixmodul nach der vorliegenden Erfin
dung zeigt.
Fig. 3 ist eine vergrößerte Ansicht des Bereichs "A" der Fig. 2.
Fig. 2 ist eine Draufsicht, die das Leiterverbindungsverfahren zwischen einer Licht
wellenleitervorrichtung und einem Lichtleitfasermatrixmodul nach der vorliegenden Erfin
dung zeigt, und Fig. 3 ist eine vergrößerte Ansicht des Bereichs "A" der Fig. 2.
Wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt, besitzt bei dem Leiterverbindungsverfahren
nach der vorliegenden Erfindung zwischen einer Lichtwellenleitervorrichtung 21 und einem
Lichtleitfasermatrixmodul 31 die Lichtwellenleitervorrichtung 21 einen Lichtwellenleiter 29
mit N (wobei N eine ganze Zahl größer oder gleich 1 ist) Ausgangsanschlüssen 27 auf der
seitlichen Oberfläche eines Substrats 23, zum Beispiel eines LiNbO3-Substrats, eines Silizi
umwafers, eines Si3N4-Substrats, eines Silikatglases oder eines Halbleitersubstrats der
III-V-Gruppe (z. B. GaAs). Insbesondere entspricht die Lichtwellenleitervorrichtung 21 nach
der vorliegenden Erfindung einem 1 × 4-Lichtverteiler mit einem Eingangsanschluß 25 und
vier Ausgangsanschlüssen 27. Auch wenn in diesem Ausführungsbeispiel ein Lichtverteiler
als Lichtwellenleitervorrichtung verwendet wird, könnten auch ein Lichtkoppler, ein Licht
modulator, ein optisches Schaltelement, ein optischer Signalmultiplexer oder ein Equalizer
verwendet werden. Weiterhin umfaßt der Lichtwellenleiter 29 einen vertikalen Ausbrei
tungsbereich senkrecht zur seitlichen Oberfläche des Substrats 23 und einen horizontalen
Ausbreitungsbereich. Insbesondere muß der Lichtwellenleiter 29, der mit dem Eingangs
anschluß 25 und den Ausgangsanschlüssen 27 verbunden ist, wenigstens einen Kreisbogen
mit einem Krümmungsradius (R) besitzen, der 100 µm übersteigt, wie in Fig. 3 gezeigt, um
zu ermöglichen, daß der Eingangsanschluß 25 und die Ausgangsanschlüsse 27 in einem
Bereich angeordnet sind. Hier sind die Krümmungsradien des Kreisbogens des Lichtwellen
leiters 29, der mit dem Eingangsanschluß 25 und den Ausgangsanschlüssen 27 verbunden
ist, solcherart, daß wenigstens zwei davon dieselben sind oder daß alle voneinander ver
schieden sind.
In Fig. 2 bezeichnet S1 den Mittenabstands zwischen dem Eingangsanschluß 25 und
den Ausgangsanschlüssen 27, und S2 bezeichnet den Mittenabstand zwischen zwei benach
barten Ausganganschlüssen 27. S1 und S2 sind größer oder gleich 125 µm und liegen
vorzugsweise zwischen 125-1000 µm. Weiterhin bezeichnet T1 den Mittenabstand zwi
schen Lichtwellenleitern, die von dem Lichtwellenleiter 29 abgespalten sind und sich in der
horizontalen Ausbreitungsrichtung erstrecken, wobei dieser Abstand zwischen 5-125 µm
oder zwischen 125-1000 µm liegt. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Lichtwellenleiter
vorrichtung 21 mit einem Eingangsanschluß 25 versehen. Wenn die Lichtwellenleitervor
richtung 21 jedoch N Eingangsanschlüsse besitzt, liegt der Mittenabstand zwischen diesen
bei 125 µm oder mehr und vorzugsweise zwischen 125-1000 µm wie bei den Ausgangs
anschlüssen. Weiterhin können in diesem Ausführungsbeispiel die Eingangsanschlüsse und
die Ausgangsanschlüsse vertauscht werden.
Weiterhin besitzt das Lichtleitfasermatrixmodul 31 Lichtleitfasern 35, die auf einem
Substrat 33 mit gleichen Abständen wie zwischen dem Eingangsanschluß 25 und zwischen
den Ausgangsanschlüssen 27 der Lichtwellenleitervorrichtung 21 angeordnet sind. Somit
wird, wenn das Lichtleitfasermatrixmodul 31 an der Lichtwellenleitervorrichtung 21 mit
dem Eingangsanschluß 25 und den Ausgangsanschlüssen 27 befestigt wird, das Lichtleitfa
sermatrixmodul 31 mit den darauf angeordneten Lichtleitfasern 35 entsprechend den Posi
tionen der Eingangs- und Ausgangsanschlüsse 25 und 27 der Lichtwellenleitervorrichtung
21 ausgerichtet, wie in Fig. 2 gezeigt. Danach wird das Lichtleitfasermatrixmodul 31 an der
seitlichen Oberfläche der Lichtwellenleitervorrichtung 21 befestigt. Als Ergebnis kann
entsprechend der vorliegenden Erfindung, weil die Eingangs- und Ausgangsanschlüsse der
Lichtwellenleitervorrichtung auf einer seitlichen Oberfläche derselben geformt sind, das
Leiterverbindungsverfahren zwischen der Lichtwellenleitervorrichtung und einem Licht
leitfasermatrixmodul beendet werden, indem die für die Befestigung des Lichtfasermatrix
moduls notwendigen Schritte im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren, bei dem die
Schritte zum Befestigen eines Lichtleitfasermatrixmoduls für die Eingangsanschlüsse und
die Ausgangsanschlüsse getrennt wiederholt werden müssen, nur einmal durchgeführt
werden.
Wie oben beschrieben, kann bei dem Leiterverbindungsverfahren zwischen einer
Lichtwellenleitervorrichtung und einem Lichtleitfasermatrixmodul nach der vorliegenden
Erfindung das für die Befestigung des Lichtleitfasermatrixmoduls an der Lichtwellenleiter
vorrichtung notwendige Verfahren vereinfacht werden, wodurch die Herstellungskosten
verringert.
Auch wenn die vorliegende Erfindung hiervor im Detail beschrieben und gezeigt
worden ist, ist die Erfindung nicht auf solche Details beschränkt, und es ist klar, daß ver
schiedene Modifikationen und Änderungen innerhalb des Umfangs und des Wesens der
Erfindung vom Fachmann ohne weiteres durchgeführt werden können.
Claims (10)
1. Leiterverbindungsverfahren zwischen einer Lichtwellenleitervorrichtung (21) und
einem Lichtleitfasermatrixmodul (31), welches folgende Schritte aufweist:
Vorbereiten der Lichtwellenleitervorrichtung mit Lichtwellenleitern (29) mit N Eingangsanschlüssen (25) und N Ausgangsanschlüssen (27) auf der seitlichen Oberfläche eines Substrats (23), wobei N eine ganze Zahl größer oder gleich 1 ist,
Ausrichtung des Lichtleitfasermatrixmoduls mit in gleichen Abständen zwischen den Eingangsanschlüssen und Ausgangsanschlüssen angeordneten Lichtleitfasern mit den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen der Lichtwellenleitervorrichtung und
Befestigen des ausgerichteten Lichtleitmatrixmoduls an der seitlichen Oberfläche der Lichtwellenleitervorrichtung.
Vorbereiten der Lichtwellenleitervorrichtung mit Lichtwellenleitern (29) mit N Eingangsanschlüssen (25) und N Ausgangsanschlüssen (27) auf der seitlichen Oberfläche eines Substrats (23), wobei N eine ganze Zahl größer oder gleich 1 ist,
Ausrichtung des Lichtleitfasermatrixmoduls mit in gleichen Abständen zwischen den Eingangsanschlüssen und Ausgangsanschlüssen angeordneten Lichtleitfasern mit den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen der Lichtwellenleitervorrichtung und
Befestigen des ausgerichteten Lichtleitmatrixmoduls an der seitlichen Oberfläche der Lichtwellenleitervorrichtung.
2. Leiterverbindungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lichtwellenleiter der Lichtwellenleitervorrichtung auf der Oberfläche des Substrats geformt
sind und einen vertikalen Ausbreitungsbereich senkrecht zur seitlichen Oberfläche des
Substrats und einen horizontalen Ausbreitungsbereich umfassen.
3. Leiterverbindungsverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mittenabstand zwischen den Lichtwellenleitern in dem horizontalen Ausbreitungsbereich
im Bereich von 5-125 µm oder von 125-1000 µm liegt.
4. Leiterverbindungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lichtwellenleitervorrichtung ein Lichtkoppler, ein Lichtmodulator, ein optisches Schalt
element, ein optischer Signalmultiplexer oder ein Equalizer ist.
5. Leiterverbindungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Substrat ein LiNbO3-Substrat, ein Siliziumwafer, ein Si3N4-Substrat, ein Silikatglas oder ein
Halbleitersubstrat der III-V-Gruppe ist.
6. Leiterverbindungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mittenabstand zwischen den Eingangsanschlüssen der Lichtwellenleitervorrichtung im
Bereich von 125-1000 µm liegt.
7. Leiterverbindungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mittenabstand zwischen den Ausgangsanschlüssen der Lichtwellenleitervorrichtung im
Bereich von 125-1000 µm liegt.
8. Leiterverbindungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
mit den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen verbundenen Lichtwellenleiter wenigstens
einen Kreisbogen mit einem Krümmungsradius zum Positionieren der Eingangs- und Aus
gangsanschlüsse auf einer seitlichen Oberfläche der Lichtwellenleitervorrichtung umfassen.
9. Leiterverbindungsverfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß we
nigstens zwei der Krümmungsradien der Kreisbögen der mit den Eingangs- und Ausgangs
anschlüssen verbundenen Lichtwellenleiter dieselben sind.
10. Leiterverbindungsverfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Krümmungsradien der Kreisbögen der mit den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen ver
bundenen Lichtwellenleiter voneinander verschieden sind.
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