DE19855232A1 - Unterkonstruktion für ein Zahnersatzteil sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Unterkonstruktion für ein Zahnersatzteil sowie ein Verfahren zu dessen HerstellungInfo
- Publication number
- DE19855232A1 DE19855232A1 DE1998155232 DE19855232A DE19855232A1 DE 19855232 A1 DE19855232 A1 DE 19855232A1 DE 1998155232 DE1998155232 DE 1998155232 DE 19855232 A DE19855232 A DE 19855232A DE 19855232 A1 DE19855232 A1 DE 19855232A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- substructure
- layer
- reinforcing layer
- metal
- metal layer
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 title claims abstract description 16
- 239000010970 precious metal Substances 0.000 title claims description 7
- 238000007747 plating Methods 0.000 title description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims abstract description 54
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims abstract description 54
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 claims abstract description 32
- 239000004020 conductor Substances 0.000 claims abstract description 11
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims abstract description 11
- 239000002245 particle Substances 0.000 claims abstract description 4
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 13
- 239000004033 plastic Substances 0.000 claims description 9
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 claims description 9
- 239000004918 carbon fiber reinforced polymer Substances 0.000 claims description 7
- 239000011152 fibreglass Substances 0.000 claims description 7
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 claims description 4
- 238000000576 coating method Methods 0.000 claims description 4
- 238000009713 electroplating Methods 0.000 claims description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 4
- 229910001020 Au alloy Inorganic materials 0.000 claims description 3
- PCHJSUWPFVWCPO-UHFFFAOYSA-N gold Chemical compound [Au] PCHJSUWPFVWCPO-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 239000010931 gold Substances 0.000 claims description 3
- 229910052737 gold Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000003353 gold alloy Substances 0.000 claims description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 3
- 239000012779 reinforcing material Substances 0.000 claims description 2
- 238000001723 curing Methods 0.000 claims 3
- 230000014759 maintenance of location Effects 0.000 claims 2
- 238000006116 polymerization reaction Methods 0.000 claims 2
- 229920000049 Carbon (fiber) Polymers 0.000 claims 1
- 239000004917 carbon fiber Substances 0.000 claims 1
- 239000003365 glass fiber Substances 0.000 claims 1
- VNWKTOKETHGBQD-UHFFFAOYSA-N methane Chemical compound C VNWKTOKETHGBQD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 238000001029 thermal curing Methods 0.000 claims 1
- 238000000151 deposition Methods 0.000 description 5
- 238000005266 casting Methods 0.000 description 4
- 230000008021 deposition Effects 0.000 description 4
- 238000011161 development Methods 0.000 description 4
- 230000018109 developmental process Effects 0.000 description 4
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- 239000004922 lacquer Substances 0.000 description 2
- 229920001187 thermosetting polymer Polymers 0.000 description 2
- WAIPAZQMEIHHTJ-UHFFFAOYSA-N [Cr].[Co] Chemical class [Cr].[Co] WAIPAZQMEIHHTJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000919 ceramic Substances 0.000 description 1
- 230000001055 chewing effect Effects 0.000 description 1
- 230000002950 deficient Effects 0.000 description 1
- 238000005137 deposition process Methods 0.000 description 1
- 238000005538 encapsulation Methods 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 238000001465 metallisation Methods 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- 229910000510 noble metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011505 plaster Substances 0.000 description 1
- 230000000379 polymerizing effect Effects 0.000 description 1
- 229910000923 precious metal alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 239000002966 varnish Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C13/00—Dental prostheses; Making same
- A61C13/225—Fastening prostheses in the mouth
- A61C13/2255—Frames for partial dentures; Lingual bars
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C13/00—Dental prostheses; Making same
- A61C13/0003—Making bridge-work, inlays, implants or the like
- A61C13/0006—Production methods
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
- Dentistry (AREA)
- Epidemiology (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Dental Prosthetics (AREA)
- Dental Preparations (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft eine Unterkonstruktion für ein Zahnersatzteil. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Unterkonstruktion mindestens eine galvanisch abgeschiedene erste Metallschicht aufweist, daß über dieser mindestens einen galvanisch abgeschiedenen ersten Metallschicht mindestens eine Verstärkungsschicht aus einem verstärkenden Material angeordnet ist, und daß über der mindestens einen Verstärkungsschicht mindestens eine weitere Metallschicht aus einem galvanisch abgeschiedenen Metall angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Unterkonstruktion für ein Zahnersatzteil, sowie ein Ver
fahren zu dessen Herstellung.
Zur Herstellung von Zahnersatzteilen wird bis jetzt derart vorgegangen, daß ein
vom Zahnarzt genommener Abdruck des Kieferbereichs, in den das herzustellen
de Zahnersatzteil eingesetzt werden soll, von einem Zahntechniker in ein Modell
aus Gips oder Kunststoff umgesetzt wird. Danach wird die Unterkonstruktion des
Zahnersatzteiles aus einer Edelmetall-Legierung, insbesondere einer Goldlegie
rung oder einer Cobalt-Chrom-Legierung, durch ein Gußverfahren hergestellt. Ei
ne derartige Vorgangsweise besitzt den Nachteil, daß hierdurch eine große Men
ge des Edelmetalls benötigt wird, was in nachteiliger Art und Weise die Herstel
lungskosten einer derartigen Unterkonstruktion verteuert. Dies ist insbesondere
deshalb problematisch, da für die Mehrzahl der Patienten die Kosten des Zahner
satzes nicht oder nicht in vollem Umfang von den Krankenkassen erstattet wer
den. Außerdem ist bei den bekannten Unterkonstruktionen für einen heraus
nehmbaren Zahnersatz problematisch, daß im Mund des Patienten sich verschie
dene Metalle befinden.
Desweiteren ist es bekannt, Unterkonstruktionen für einen Zahnersatz aus Kunst
stoff herzustellen. Eine derartige Vorgangsweise ist natürlich deutlich kostengün
stiger als die o. g. Herstellung aus einem Edelmetall. Sie besitzt jedoch den
Nachteil, daß derartig hergestellte Unterkonstruktionen qualitativ den aus Edel
metall hergestellten Unterkonstruktionen unterlegen sind.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Unterkonstruktion für ein Zahn
ersatzteil sowie ein Verfahren zu deren Herstellung zu schaffen, welche sich
durch ihre Kostengünstigkeit auszeichnen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Unterkonstruktion
mindestens eine galvanisch abgeschiedene erste Metallschicht aufweist, daß
über dieser mindestens einen galvanisch abgeschiedenen ersten Metallschicht
mindestens eine Verstärkungsschicht aus einem verstärkenden Material angeord
net ist, und daß über der mindestens einen Verstärkungsschicht mindestens eine
weitere Metallschicht aus einem galvanisch abgeschiedenen Metall angeordnet
ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, daß auf einem Positivmodell eines
Kieferbereichs eine Schicht aus einem leitfähigen Material aufgetragen wird, wo
bei die Außenkonturen dieser Schicht aus leitfähigem Material den Außenkontu
ren der herzustellenden Unterkonstruktion entsprechen, daß das Positivmodell in
ein Galvano-Bad eingebracht wird, so daß auf die Schicht aus leitfähigem Materi
al galvanisch Metall abgeschieden wird, daß nach dem Galvano-Bad auf die der
art hergestellte mindestens eine Metallschicht mindestens eine Verstärkungs
schicht aufgebracht wird, und daß das Positivmodell wieder in ein Galvano-Bad
gebracht wird, so daß auf die Verstärkungsschicht mindestens eine zweite Metall
schicht abgeschieden wird.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird in vorteilhafter Art und Weise ei
ne Unterkonstruktion geschaffen, die sich nicht nur durch ihre kostengünstige
Herstellung, sondern auch durch ihre hohe, einfach zu erreichende Paßgenauig
keit sowie ihre hohe Biokompatibilität auszeichnet. Indem nun vorgesehen ist,
daß die Unterkonstruktion nicht in einer vollständig aus Edelmetall bestehenden
Bauweise in einem Gußverfahren, sondern durch eine Sandwich-Konstruktion
aus galvanisch abgeschiedenen Metallschichten unter Zwischenlage von minde
stens einer verstärkenden Trägerschicht erzeugt wird, wird in vorteilhafter Art und
Weise die zur Herstellung der erfindungsgemäßen Unterkonstruktion benötigte
Edelmetallmenge verringert, wobei aber gleichzeitig die Vorteile einer Edelmetall
konstruktion erhalten bleiben. Da die Paßgenauigkeit im wesentlichen durch die
Genauigkeit des Kiefermodells bestimmt wird, wird regelmäßig eine äußerst hohe
Paßgenauigkeit erreicht, da in vorteilhafter Art und Weise kein die Paßgenauig
keit eventuell vermindernder Gußvorgang mehr erforderlich ist. Mit dem erfin
dungsgemäßen Verfahren ist es desweiteren möglich, bei der Unterkonstruktion
auch hinterschnittene Bereiche, die einem Gießen nicht zugänglich sind,
herzustellen.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Unterkonstruktion besteht darin, daß
sie - im Gegensatz zu gegossenen Unterkonstruktionen - leicht reparabel ist,
indem einfach der defekte Teil der Unterkonstruktion entfernt und zwischen die
beiden verbleibenden Teilstücke in entsprechender Art und Weise ein neues Zwi
schenstück eingesetzt wird. Desweiteren besitzt die erfindungsgemäße Unterkon
struktion den Vorteil, daß da/s Metall einer unbrauchbar gewordenen Unterkon
struktion leicht wiederverwendet werden kann, da es chemisch von der Verstär
kungsschicht ablösbar ist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Verstärkungs
schicht aus einem glasfaser- und/oder kohlefaserverstärkten Kunststoff, insbe
sondere einem vor seiner Verarbeitung plastischen Kunststoff, hergestellt wird.
Eine derartige Maßnahme besitzt den Vorteil, daß hierdurch einfach und mit einer
hohen Genauigkeit die Verstärkungsschicht ausgebildet werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die auf die
mindestens eine erste Metallschicht aufgebrachte mindestens eine Verstärkungs
schicht nicht-kongruent mit der Außenkontur der Metallschicht ausgebildet ist,
sondern daß die Außenkontur der Verstärkungsschicht hinter die Außenkontur
der darunterliegenden Metallschicht zurücktritt, so daß ein Rand der ersten Me
tallschicht ausgebildet ist, auf dem sich galvanisch Metall abscheiden läßt. Eine
derartige Maßnahme besitzt den Vorteil, daß bei der fertigen Unterkonstruktion
die Verstärkungsschicht vollständig von den mindestens zwei Metallschichten
umschlossen ist, so daß das Material der Verstärkungsschicht in weiten Grenzen
frei gewählt werden kann, ohne daß gesundheitliche Bedenken gegen etwaige
freiliegende Bereiche der Verstärkungsschicht gegeben sind. Die erfindungsge
mäße Unterkonstruktion zeichnet sich somit durch ihre hohe Biokompatibilität
aus.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Verstär
kungsschicht elektrisch leitende Partikel aufweist. Diese Maßnahme besitzt den
Vorteil, daß hierdurch in einfacher Art und Weise die Beschichtung der Verstär
kungsschicht der erfindungsgemäßen Unterkonstruktion erleichtert wird.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind dem Ausführungsbeispiel zu
entnehmen, das im folgenden anhand der Figuren näher beschrieben wird. Es
zeigen:
Fig. 1 ein Positivmodell eines Kieferbereichs mit einer aufgebrachten
Schicht eines leitfähigen Materials,
Fig. 2 das Positivmodell der Fig. 1 mit einer ersten Metallschich,
Fig. 3 das Positivmodell mit einer auf die galvanisch abgeschiedene erste
Metallschicht aufgebrachten Verstärkungsschicht,
Fig. 4 das Positivmodell mit der im wesentlichen fertigen
Unterkonstruktion,
Fig. 5 ein Schnitt entlang der Linie V-V der Fig. 4 in vergrößertem Maß
stab, und
Fig. 6 das Positivmodell der Fig. 1 bis 4.
In der Fig. 6 ist nun ein Positivmodell 1 dargestellt, welches einen Positivab
druck des Kieferbereichs darstellt, für den eine Unterkonstruktion 10 (siehe Fig.
4) für einen Zahnersatz hergestellt werden soll. In dem hier beschriebenen Fall
soll der Zahnersatz 10 an den Zähnen Z1-Z5 des Positivmodells 1 verankert
werden, so daß die Unterkonstruktion 10 die Zähne Z1-Z5 verbindet, wobei der
in Fig. 4 linke Bereich 10a' der Unterkonstruktion 10 mit dem in Fig. 4 rechten
Bereich 10b' - zur Erhöhung der Stabilität - durch ein transversales Element 10c'
verbunden ist. Außerdem soll die Unterkonstruktion 10 die Zähne Z1-Z5 diese
zumindest teilweise überdeckend abdecken. Dem Fachmann ist klar ersichtlich,
daß die beschriebene Ausgestaltung der Unterkonstruktion 10 nur einen exem
plarischen Charakter besitzt und die Allgemeingültigkeit der folgenden Erläute
rungen nicht einschränken soll. Ihm ist bewußt, wie er die weiter unten beschrie
bene, auf den obigen Annahmen über das Positivmodell 1 und die Anordnung der
Zähne Z1-Z5 beruhende Ausgestaltung der Unterkonstruktion 10 für andere
Konstellationen zu modifizieren hat. Desweiteren ist es nicht zwingend erforder
lich, daß durch die Unterkonstruktion eine Art Vollprothese für eine Kieferhälfte
ausgebildet wird. Somit ist es auch möglich, daß durch die Unterkonstruktion 10,
z. B. nur zwei oder mehrere Zähne Z1-Z5 verbunden werden sollen.
Zur Herstellung der Unterkonstruktion 10 wird nunmehr in einem ersten Schritt
auf das Positivmodell 1 - wie am besten aus Fig. 1 ersichtlich ist - ein leitfähiges
Material, insbesondere eine leitfähige Lackschicht 11, auf das Positivmodell 1
aufgebracht, deren Außenkonturen 11a und 11b - wie ein Vergleich der Fig. 1
und 4 zeigt - im wesentlichen der Außenkontur 10a, 10b (siehe Fig. 4) der her
zustellenden Unterkonstruktion 10 entspricht. Diese leitfähige Lackschicht 11
wird in Fig. 1 durch den einfach strichlierten Bereich symbolisiert. Dem Fach
mann ist es bekannt, welches leitfähige Material und insbesondere welchen leit
fähigen Lack er zur Ausbildung der Schicht 11 zu verwenden hat, wenn er - wie
nachstehend beschrieben - ein bestimmtes Metall auf der leitfähigen Schicht 11
abscheiden möchte.
Das derart vorbereitete Positivmodell 1 wird dann in einem zweiten Schritt zur Er
zeugung einer ersten Metallschicht 12 in ein Galvano-Bad, insbesondere in ein
Goldbad, eingebracht. Dies bewirkt, daß sich auf der leitfähigen Schicht 11 das
im Galvano-Bad gelöste Metall, insbesondere Gold oder eine Goldlegierung, auf
der leitfähigen Schicht 11 niederschlägt, während auf den übrigen, nichtleiten
den Bereichen des Kiefermodells 1 keine Metallabscheidung stattfindet. Dieser
galvanische Abscheideprozeß wird nun solange durchgeführt, bis die in Fig. 2
kreuzend-strichliert dargestellte Metallschicht 12 eine hinreichend große Dicke
aufweist, wobei es dem Fachmann wiederum ohne weiteres ersichtlich ist, wie er
die erforderliche Dicke der auf der leitfähigen Schicht 11 abgeschiedenen Metall
schicht 12 im Hinblick auf die konstruktiven Anforderungen und auf die von der
Unterkonstruktion 10 standzuhaltenden Belastung beim Kauvorgang zu wählen
hat.
Nach dem Abscheiden der ersten Metallschicht 12 kann gegebenenfalls vorgese
hen sein, daß in einer Reihe von weiteren Zwischenschritten noch eine oder
mehrere weitere Metallschichten (nicht gezeigt) auf die erste Metallschicht 12 ab
geschieden werden. Im folgenden wird aber - ohne Beschränkung der Allgemein
heit der folgenden Erläuterungen - davon ausgegangen, daß bei dem hier be
schriebenen Ausführungsbeispiel diese optional vorsehbaren Zwischenschritte
zur Abscheidung von weiteren Zwischen-Metallschichten nicht durchgeführt
werden.
Nachdem das Positivmodell 1 samt der ersten Metallschicht 12 aus dem Galva
no-Bad entnommen und gegebenenfalls gesäubert und getrocknet wurde, wird -
wie aus Fig. 3 ersichtlich ist - auf die Oberfläche 12' der ersten Metallschicht 12
eine Verstärkungsschicht 13 aufgebracht. Diese Verstärkungsschicht 13 be
stimmt nun im wesentlichen die Festigkeitseigenschaften der herzustellenden Un
terkonstruktion 10. Es ist also bei der beschriebenen Unterkonstruktion 10 nicht
mehr - wie bei den bekannten Unterkonstruktionen - vorgesehen, daß die mecha
nische Festigkeit der Unterkonstruktion im wesentlichen durch die Festigkeit der
bisher ausschließlich aus Metall bestehenden Unterkonstruktion gegeben ist.
Vielmehr dient bei der beschriebenen Unterkonstruktion 10 das Metall im wesent
lichen nur zur Kapselung der Verstärkungsschicht 13, um die Biokompatibilität
der Unterkonstruktion 10 zu erhöhen.
Zur Ausbildung der Verstärkungsschicht 13 werden vorzugsweise glasfaser- und
/oder kohlefaserverstärkte Kunststoffe in plastischer oder flüssiger Form, welche -
vorzugsweise lichthärtend, wärmehärtend, wärmedruckhärtend oder polymerisie
rend - aushärtbar sind, verwendet.
Hierbei wird bevorzugt, daß die Verstärkungsschicht 13 aus einer Anzahl von in
plastischer Form vorliegenden Fertigteilen 13a-13c aus den o. g. Kunststoffmate
rialien mit entsprechender Steifigkeit und Härte bestehen, die eine entsprechen
de Form aufweisen: je nach Verwendungszweck der Unterkonstruktion 10 sind
diese Fertigteile als ein Überzug zur Ausbildung einer Art Krone, in Klammern
form, als Platte, als Zwischenglied, als Redention, oder als Sublingnalbügel, um
exemplarisch nur einige Ausbildungen zu nennen, ausgeführt. Die die Verstär
kungsschicht 13 ausbildenden Fertigteile werden nun - wie aus Fig. 2 ersichtlich
ist - auf die Oberfläche 12' der ersten Metallschicht 12 in entsprechender Form
aufgebracht, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, daß die Außenkontur 13a', 13b'
der Verstärkungsschicht 13 innerhalb der Außenkontur 12a, 12b der ersten Me
tallschicht 12 liegt, so daß die Oberfläche 12' der Metallschicht 12 im wesentli
chen bis auf einen Rand 12c von der Verstärkungsschicht 13 bedeckt wird. Es ist
aber auch möglich, die Verstärkungsschicht 13 durch das Auftragen von flüssigen
Kunststoffen auszubilden. Ebenso ist es möglich, daß die Verstärkungsschicht 13
elektrisch leitende Partikel enthält, wodurch die nachstehend beschriebene Be
schichtung mit einer zweiten Metallschicht 15 erleichtert wird.
Im darauffolgenden vierten Schritt wird das derart vorbereitete Positivmodell 1
nun in ein entsprechendes Galvano-Bad eingebracht und die zweite Metallschicht
15 wird zumindest auf die Oberfläche 13' der Verstärkungsschicht 13 abgeschie
den, wobei bevorzugt wird, daß die Abscheidung derart erfolgt, daß durch das
Abscheiden der zweiten Metallschicht 15 eine Kapselung der Verstärkungs
schicht 13 erreicht wird. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, daß die zweite
Metallschicht 15 nicht nur auf die Oberfläche der Verstärkungsschicht 13, son
dern auch auf den Rand 12c der ersten Metallschicht 12 abgeschieden wird. Die
se zweite Metallschicht 15 wird in der Draufsicht der Fig. 4 als schwarze Fläche
ausgeführt.
Nach dem Abscheiden der zweiten Metallschicht 15 kann jeweils vorgesehen
sein, daß auf die zweite Metallschicht 15 noch eine oder mehrere weitere Metall
schichten (nicht gezeigt) abgeschieden werden.
Die derartig hergestellte Unterkonstruktion 10 wird nun vom Positivmodell 1 ab
genommen und kann nun ebenfalls mit Keramik oder einem anderen Material ver
blendet werden.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß durch die beschriebenen Maßnahmen in
vorteilhafter Art und Weise eines sowohl für einen festsitzenden als auch für ei
nen herausnehmbaren Zahnersatz geeignete Unterkonstruktion 10 geschaffen
wird, die sich durch ihre kostengünstige Herstellung bei einer gleichzeitigen ho
hen Paßgenauigkeit und einer hohen Biokompatibilität auszeichnet.
Claims (16)
1. Unterkonstruktion für ein Zahnersatzteil, dadurch gekennzeichnet, daß die
Unterkonstruktion (10) mindestens eine galvanisch abgeschiedene erste Me
tallschicht (12) aufweist, daß über dieser mindestens einen galvanisch abge
schiedenen ersten Metallschicht (12) mindestens eine Verstärkungsschicht
(13) aus einem verstärkenden Material angeordnet ist, und daß über der min
destens einen Verstärkungsschicht (13) mindestens eine weitere Metall
schicht (15) aus einem galvanisch abgeschiedenen Metall angeordnet ist.
2. Unterkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
stärkungsschicht (13) aus mindestens einem glasfaser- und/oder kohlefaser
verstärkten Kunststoff ausgebildet ist.
3. Unterkonstruktion nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der in flüs
siger oder plastischer Form vorliegende glasfaser- und/oder kohlefaserver
stärkte Kunststoff durch Lichthärtung, Wärme-, Wärmedruckhärtung oder
durch Polymerisation ausgehärtet ist.
4. Unterkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Außenkontur (13a, 13b) der Verstärkungsschicht (13)
derart bestandet zur Außenkontur (12a, 12b) der mindestens einen ersten
Metallschicht (12) angeordnet ist, daß ein von der Verstärkungsschicht (13)
nicht überdeckter Rand (12c) ausgebildet ist.
5. Unterkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen der Verstärkungsschicht (13) und der Metall
schicht (12) eine Schicht (11) aus einem leitfähigen Material angeordnet ist.
6. Unterkonstruktion nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver
stärkungsschicht (13) elektrisch leitende Partikel enthält.
7. Unterkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß mindestens eine der Metallschichten (12, 15) aus einem
galvanisch abgeschiedenen Edelmetall, insbesondere aus Gold oder einer
Gold-Legierung, ausgebildet ist.
8. Fertigteil zur Ausbildung einer Verstärkungsschicht (13) einer Unterkonstrukti
on (10) für ein Zahnersatzteil, dadurch gekennzeichnet, daß das Fertigteil
(13a-13c) aus mindestens einem glasfaser- und/oder kohlefaserverstärkten
Kunststoff ausgebildet ist.
9. Fertigteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Fertigteil
(13a-13c) in Form eines Überzugs zur Ausbildung einer Krone, in Klammern
form, als Platte, als Zwischenglied, als Redention, oder als Sublingualbügel
ausgebildet ist.
10. Verwendung von glas- und/oder kohlefaserverstärkten Kunststoffen zur Her
stellung einer Verstärkungsschicht (13) einer Unterkonstruktion (10) für ein
Zahnersatzteil.
11. Verfahren zur Herstellung einer Unterkonstruktion (10) für ein Zahnersatzteil,
bei dem in einem ersten Verfahrensschritt auf einem Positivmodell (1) eines
Kieferbereichs eine Schicht (11) aus einem leitfähigen Material aufgetragen
wird, wobei die Außenkonturen (11a, 11b) dieser Schicht (11) aus leitfähigem
Material den Außenkonturen (10a, 10b) der herzustellenden
Unterkonstruktion (10) entsprechen, daß das Positivmodell (1) in ein Galva
no-Bad eingebracht wird, so daß auf die Schicht (11) aus leitfähigem Material
galvanisch Metall abgeschieden wird, daß nach dem Galvano-Bad auf die
derart hergestellte mindestens eine Metallschicht (12) mindestens eine Ver
stärkungsschicht (13) aufgebracht wird, und daß das Positivmodell (1) wieder
in ein Galvano-Bad eingebracht wird, so daß auf der Verstärkungsschicht (13)
mindestens eine zweite Metallschicht (15) abgeschieden wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung
der Verstärkungsschicht (13) ein glas- und/oder kohlefaserverstärkter Kunst
stoff verwendet wird.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß zur Ausbildung der Verstärkungsschicht (13) Fertigteile (13a-13c)
verwendet werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Fertigteile
(13a-13c) als ein Überzug zur Ausbildung einer Art Krone, in Klammernform,
als Platte, als Zwischenglied, als Redention, oder als Sublingualbügel ausge
führt sind.
15. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstär
kungsschicht (13) in plastischer oder flüssiger Form aufgebracht wird.
16. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der glas- und/oder
kohlefaserverstärkte Kunststoff nach dem Auftragen auf die Oberfläche
(12') der mindestens einen ersten Metallschicht (12) durch Lichthärtung, Wär
mehärtung, Wärmedruckhärtung oder Polymerisation ausgehärtet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998155232 DE19855232A1 (de) | 1998-11-30 | 1998-11-30 | Unterkonstruktion für ein Zahnersatzteil sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998155232 DE19855232A1 (de) | 1998-11-30 | 1998-11-30 | Unterkonstruktion für ein Zahnersatzteil sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19855232A1 true DE19855232A1 (de) | 2000-06-08 |
Family
ID=7889519
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998155232 Ceased DE19855232A1 (de) | 1998-11-30 | 1998-11-30 | Unterkonstruktion für ein Zahnersatzteil sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19855232A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3831230A1 (de) * | 1988-09-14 | 1990-03-22 | Strobl Walter | Abnehmbare zahnprothese |
| DE3840399A1 (de) * | 1988-11-30 | 1990-05-31 | Hornig Wolfgang | Verfahren zur herstellung von metallischen zahnersatzteilen |
| DE4011865C2 (de) * | 1990-04-12 | 1993-10-07 | Hahn Rainer Dr | Galvanobrücke |
| DE4400073A1 (de) * | 1994-01-04 | 1995-07-06 | Burghardt Krebber | Zahnersatz aus faserverstärkten Verbandwerkstoffen und Verfahren zu dessen Herstellung und Anwendung |
| DE19749321A1 (de) * | 1997-11-07 | 1999-05-20 | Rosentritt Martin Dipl Ing Fh | Hybridzahnversorgung aus glasfaserverstärktem Kunststoff und Keramik |
-
1998
- 1998-11-30 DE DE1998155232 patent/DE19855232A1/de not_active Ceased
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3831230A1 (de) * | 1988-09-14 | 1990-03-22 | Strobl Walter | Abnehmbare zahnprothese |
| DE3840399A1 (de) * | 1988-11-30 | 1990-05-31 | Hornig Wolfgang | Verfahren zur herstellung von metallischen zahnersatzteilen |
| DE4011865C2 (de) * | 1990-04-12 | 1993-10-07 | Hahn Rainer Dr | Galvanobrücke |
| DE4400073A1 (de) * | 1994-01-04 | 1995-07-06 | Burghardt Krebber | Zahnersatz aus faserverstärkten Verbandwerkstoffen und Verfahren zu dessen Herstellung und Anwendung |
| DE19749321A1 (de) * | 1997-11-07 | 1999-05-20 | Rosentritt Martin Dipl Ing Fh | Hybridzahnversorgung aus glasfaserverstärktem Kunststoff und Keramik |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69304572T2 (de) | Implantat mit porösermetallische Auflage und Verfahren dafür | |
| EP3053541A1 (de) | Rohling zur herstellung eines zahnersatzes | |
| DE102012108217A1 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Formteils | |
| DE4426994A1 (de) | Kunststoffzahn | |
| DE102011055393A1 (de) | Rohling für künstliche Zähne mit mehreren unterschiedlichen Farbschichten und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE2518355A1 (de) | Verfahren zum herstellen kuenstlicher zaehne | |
| EP3930625B1 (de) | Verfahren zum herstellen eines formkörpers und geschichteter formkörper | |
| EP0236782B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von metallischen Zahnersatzteilen | |
| DE3935275C1 (de) | ||
| DE3735558C2 (de) | ||
| DE3919792C2 (de) | ||
| EP0094615B1 (de) | Verfahren zum Herstellen von Zahnersatzteilen aus Metall | |
| DE102015111048B4 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Halterung von Prothesenzähnen | |
| DE19855232A1 (de) | Unterkonstruktion für ein Zahnersatzteil sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE3827657C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Zahnmodells sowie Zahnmodell | |
| EP0957813B1 (de) | Schichtmaterial für stützkörper für dentale prothesen, stützkörper und verfahren zur herstellung eines stützkörpers | |
| DE3840399C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von metallischen Zahnersatzteilen | |
| DE29821383U1 (de) | Unterkonstruktion für ein Zahnersatzteil | |
| DE3415653A1 (de) | Verfahren zur herstellung einer aus patrize und matrize zweiteilig aufgebauten geschiebeverbindung zwischen einem verankerungsteil, sowie vorgefertigte wachsteile zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE102011115031A1 (de) | Laborimplantat mit Indexierungen zum Einbringen in Kunststoffmodelle | |
| DE29811618U1 (de) | Kronen- und Brückengerüst | |
| DE3911520A1 (de) | Verfahren zur herstellung einer stahlarmierten, dauerhaft weichbleibend unterfuetterten totalen oder partiellen zahnprothese und nach dem verfahren hergestellte zahnprothese | |
| DE1566259C3 (de) | Verfahren und Körper zur Herstellung einer mit Kunststoffbeschichteten Goldkrone | |
| DE102019202559A1 (de) | Verfahren zum Herstellen einer zahnmedizinischen Apparatur | |
| DE19944349C2 (de) | Werkzeugplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |