DE19854595A1 - Drosseklappenstutzen - Google Patents
DrosseklappenstutzenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Drosselklappenstutzen (1), der ein Drosselklappengehäuse (2) aus Kunststoff aufweist, wobei in einem Leitungsabschnitt (3) des Drosselklappengehäuses (2) eine Drosselklappe (5) verschwenkbar gelagert ist, wobei erfindungsgemäß zumindest in einem Teilschwenkbereich der Drosselklappe (5) ein Metallzylinder (12) in dem Leitungsabschnitt (3) vorgesehen ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Drosselklappenstutzen mit einem Drosselklappen
gehäuse aus Kunststoff gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Patent
anspruches 1.
Drosselklappengehäuse von Drosselklappenstutzen werden in der Regel aus
Aluminium in Druckgußtechnik hergestellt. Dies hat jedoch den Nachteil, daß
eine aufwendige und sorgfältige Nachbearbeitung erforderlich ist, wobei noch
dazu kommt, daß solche Drosselklappengehäuse ein hohes Gewicht aufweisen
und eine schlechte Korrosionsfestigkeit haben.
Deshalb ist schon daran gedacht worden, die Drosselklappengehäuse aus
Kunststoff im Spritzgußverfahren herzustellen. Solche Drosselklappengehäuse
aus Kunststoff haben den Vorteil, daß sie ein geringeres Gewicht aufweisen
gegenüber Aluminiumgehäusen, daß das Herstellungsmaterial kostengünstiger
ist und auch daß in beim Spritzgußvorgang mitgeformten Öffnungen Einsätze,
beispielsweise für die Lagerung, eingepreßt werden können, so daß eine
Nachbearbeitung entweder gar nicht mehr erforderlich ist oder deutlich mini
miert werden kann.
Jedoch weisen aus Kunststoff hergestellte Drosselklappengehäuse den Nach
teil auf, daß sie während und nach dem Spritzgußvorgang schrumpfen und sich
nach dem Entformen verziehen können. Gleiches gilt für Temperatur- und
Krafteinwirkungen, zumal solche Drosselklappenstutzen im Motorraum von
Fahrzeugen angeordnet sind, wo sie sehr großen Temperaturschwankungen
unterworfen sind. Ist zum Beispiel der Antriebsmotor des Fahrzeuges nicht in
Betrieb und herrscht eine geringe Außentemperatur, werden sehr niedrige
Temperaturen erreicht (zum Beispiel um den Gefrierpunkt oder sogar darunter);
andererseits wird beim Betrieb der Brennkraftmaschine eine sehr hohe Tempe
ratur (insbesondere über 100°C) erreicht. Daher kommt es insbesondere auf
grund dieser starken Temperaturschwankungen zu nachteiligen Verformungen
im Verschwenkbereich der Drosselklappe, so daß die hohen Leckluftanforde
rungen, insbesondere in der Leerlaufstellung der Drosselklappe und um diese
herum, nicht eingehalten werden können. Gerade dieser Bereich ist aber be
sonders wichtig, da er einen großen Einfluß auf den Kraftstoffverbrauch und
auch auf die Abgasqualität ausübt. Daher ist es besonders wichtig, daß die An
saugwandung des Drosselklappenstutzens sowohl bei den genannten Bedin
gungen als auch über eine lange Zeit, insbesondere mehrere Jahre hinweg,
ihre Maßhaltigkeit beibehält.
Deshalb ist in der DE 43 34 180 A1 schon vorgeschlagen worden, daß in den
aus Kunststoff hergestellten Drosselklappenstutzen ein ringförmiges Einlegeteil
quer zum Ansaugkanal eingebettet ist, wobei dieses Einlegeteil abgewinkelte
Laschen aufweist, durch die die Drosselklappenwelle ragt und die Laschen mit
jeweils einer der Drosselklappe abgewandten Laschenfläche an einer der
Drosselklappe zugewandten Lagerstirnfläche der Lagereinrichtungen anliegen.
Zunächst hat dieses ringförmige Einlegeteil aufgrund seiner geometrischen
Ausbildung den Nachteil, daß es kostenintensiv bei der Herstellung, insbeson
dere bei einer Serienproduktion von Drosselklappenstutzen, ist.
Der wesentliche Nachteil ist jedoch der, daß das ringförmige Einlegeteil nach
dem Spritzgußvorgang vollständig von Kunststoff umgeben ist, so daß sich der
Drosselklappe in ihrem Schwenkbereich wieder eine großflächige aus Kunst
stoff bestehende Innenkontur der Ansaugwandung bietet. Aufgrund der hohen
Anforderungen in Bezug auf Umweltschutz (Abgasqualität) und Kraftstoffver
brauch ist weiterhin die erforderlich Maßhaltigkeit, auch wenn sie schon etwas
verbessert wurde, nicht gegeben, so daß sich die aus Kunststoff bestehende
Ansaugwandung trotz ringförmigem Einlegeteil verformen, zusammenziehen
beziehungsweise ausdehnen kann, so daß die hohen Leckluft-Anforderungen
nach wie vor nicht erfüllt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen solchen Drosselklap
penstutzen weiter zu verbessern, so daß die gestellten Anforderungen hinsicht
lich der Abgasqualität und des Kraftstoffverbrauches, gleichzeitig aber auch im
Hinblick auf ein gleichmäßiges Ansprechen der Brennkraftmaschine auf Gas
geben, erfüllt werden. Dabei sollen die Vorteile eines Kunststoff
drosselklappenstutzens nicht aufgegeben werden.
Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß zumindest in einem Teilschwenkbereich
der Drosselklappe ein Metallzylinder in dem Leitungsabschnitt vorgesehen ist.
Aufgrund der Stabilität eines Metallzylinders wird der Drosselklappe zumindest
in dem betreffenden Teilschwenkbereich immer eine genau definierte und
maßhaltige Innenwandung dargeboten, die sich auch bei Temperaturschwan
kungen und über einen großen Zeitraum hinweg nicht oder in zu vernachlässi
gender Weise verändert, so daß die geforderte Maßhaltigkeit gegeben ist. Der
Metallzylinder kann in die Spritzgußform eingelegt werden und anschließend so
mit Kunststoff umspritzt werden, daß seine Innenwandung frei bleibt, so daß
also der Drosselklappe eine metallene Oberfläche dargeboten wird. Alternativ
dazu ist es auch möglich, erst das Drosselklappengehäuse aus Kunststoff her
zustellen und anschließend den Metallzylinder einzusetzen. Denkbar ist auch,
den Metallzylinder aus mehreren Teilen herzustellen, wobei zum Beispiel zwei
Hälften in der Ebene, in der sich die Drosselklappenwelle befindet, aneinander
stoßen können. Man könnte auch daran denken, die Innenwandung des Me
tallzylinders mit einer dünnen Schutzschicht (zum Beispiel aus dem gleichen
Kunststoff, aus dem auch das Drosselklappengehäuse besteht) zu überziehen,
deren Dicken keinen Einfluß auf die Maßhaltigkeit hat. Eine solche Schutz
schicht verhindert wirksam die Ablagerung von störenden Partikeln auf der In
nenwandung.
In Weiterbildung der Erfindung ist der Metallzylinder in Strömungsrichtung un
terhalb und/oder oberhalb der die Drosselklappe tragenden Drosselklappen
welle vorgesehen. Gerade der Bereich um die Ebene, in der die Drosselklap
penwelle angeordnet ist, ist besonders wichtig, da es sich hierbei um den Be
reich handelt, in dem mit der Drosselklappe die Leerlaufdrehzahl eingestellt
wird. Daher ist besonders in diesem Bereich eine gute Maßhaltigkeit erforder
lich, die mit dem Metallzylinder erzielt wird. Darüber hinaus kann sich der Me
tallzylinder aber auch über größere Verschwenkbereiche der Drosselklappe
und gegebenenfalls auch darüber hinaus erstrecken.
In Weiterbildung der Erfindung ist der Metallzylinder zur Aufnahme für die Lager
der Drosselklappenwelle ausgebildet. Dadurch wird eine weiterhin erhöhte Fe
stigkeit erreicht, wodurch auch der Herstellungsprozeß vereinfacht wird. Es
kann zunächst der Metallzylinder hergestellt werden, der dann mit den Lagern
für die Drosselklappe versehen und anschließend mit Kunststoff umspritzt wird.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß in ein und der selben Form für das
Drosselklappengehäuse verschiedene Metallzylinder (insbesondere mit unter
schiedlicher Längserstreckung und/oder unterschiedlichem Durchmesser) ein
setzbar sind, wodurch die Teilevielfalt, insbesondere die Zahl der Formen für
das Drosselklappengehäuse, verringert werden kann.
In Weiterbildung der Erfindung ist der Metallzylinder auch zur Aufnahme weite
rer Elemente des Drosselklappenstutzens wie zum Beispiel zur Aufnahme ei
nes Drosselklappenpotentiometers oder eines Antriebsmotors ausgebildet.
Weitere Elemente des Drosselklappenstutzens können auch Wellen für ein
Getriebe, über das die Drosselklappenwelle von einem Elektromotor angetrie
ben wird, sein. Ebenso können Bohrungen in dem Metallzylinder vorgesehen
sein, an denen die weiteren Elemente, wie beispielsweise eine Trägerplatte des
Drosselklappenpotentiometers, nach der Herstellung des Drosselklappenge
häuses angeschraubt werden. Ebenso kann der Metallzylinder Anschläge, zum
Beispiel für eine Endstellung der Drosselklappe beziehungsweise der Drossel
klappe, aufweisen.
In Weiterbildung der Erfindung weist der Metallzylinder eine Innenkontur zur
Erzielung einer vorgebbaren Kennlinie für den Volumendurchsatz in Abhängig
keit von der Verschwenkung der Drosselklappe auf. Durch Herstellung eines
entsprechenden Metallzylinders zum Beispiel aus Aluminium- oder Magnesium-
Druckguß (wobei auch andere Materialien und Herstellverfahren möglich sind)
und einer gegebenenfalls erforderlich werdenden Nachbearbeitung ist durch
die Innenkontur des Metallzylinders eine Kennlinie für den Volumendurchsatz
durch den Leitungsabschnitt erzielbar, die sich in Abhängigkeit von der Ver
schwenkung der Drosselklappe einstellt. Somit kann zum Beispiel eine Innen
kontur bewirken, daß in der Schließstellung der Drosselklappe kein oder nahe
zu kein Volumendurchsatz durch den Leitungsabschnitt erfolgt. Die eine End
stellung, die bisher als Schließstellung bezeichnet wurde, muß den Leitungsab
schnitt nicht zwangsweise vollständig schließen, sondern es kann sich bei die
ser Endstellung auch um eine Minimalstellung handeln, bei der eine definierte
Leckluftmenge den Leitungsabschnitt durchströmt. Mit zunehmender Ver
schwenkung der Drosselklappe aus der Schließstellung beziehungsweise der
Minimalstellung nimmt der Volumendurchsatz in Abhängigkeit der verwendeten
Innenkontur weiter zu, bis eine weitere Endstellung, die insbesondere eine voll
ständige Öffnung des Leitungsabschnittes darstellt, erreicht wird.
Zusammenfassend ist also festzustellen, daß mit der Erfindung die Vorteile ei
nes Drosselklappengehäuses aus Kunststoff (wie niedriges Gewicht und gerin
ge Materialkosten) beibehalten werden, jedoch die bei einem Drosselklappen
gehäuse aus Kunststoff bestehenden Nachteile wie nicht ausreichende Maß
haltigkeit durch Einsatz des Metallzylinders beseitigt werden, so daß die ge
wünschte Kennlinie auch bei Temperaturschwankungen und über einen langen
Zeitraum (mehrere Jahre) sicher einstellbar ist und beibehalten wird.
Bei dem erfindungsgemäßen Drosselklappenstutzen kann es sich um ein so
genanntes gekoppeltes System handeln, bei dem die Drosselklappe über Ver
bindungselemente wie Bowdenzüge oder dergleichen mit einem Gaspedal zur
Leistungsanforderung verbunden ist. Ebenso ist es bei solchen Systemen
denkbar, zusätzlich in Teilbereichen (insbesondere im Leerlaufbereich) über
einen Stellantrieb (insbesondere Elektromotor) eine überlagerte Regelung (ins
besondere Leerlaufregelung) vorzunehmen. Genausogut findet der Drossel
klappenstutzen bei sogenannten Drive-by-wire-Systemen Anwendung, bei de
nen die Leistungsanforderung (zum Beispiel Betätigen eines Gaspedales) in
elektrische Signale umgesetzt wird, wobei die Signale einer Steuereinheit zu
geführt werden, die wiederum einen Stellantrieb ansteuert, der dann die Dros
selklappe zumindest in Abhängigkeit der Leistungsanforderung und gegebe
nenfalls weiterer Parameter einstellt.
Die vorliegende Erfindung wird am Beispiel eines Drosselklappenstutzens er
läutert, wobei dieses Anwendungsgebiet als bevorzugt angesehen wird; dabei
ist die vorliegende Erfindung jedoch nicht auf dieses Ausführungsbeispiel be
schränkt, sondern kann auch in entsprechender Weise, gegebenenfalls unter
Vornahme geringfügiger Modifikationen, auf anderen Anwendungsgebieten ein
gesetzt werden.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Drosselklappenstutzen in dreidimensionaler Schnittdarstel
lung,
Fig. 2 den Drosselklappenstutzen gemäß Fig. 1 im Querschnitt mit ab
genommenem Deckel,
Fig. 3 den Drosselklappenstutzen gemäß Fig. 1 im Querschnitt mit auf
gesetztem Deckel,
Fig. 4 den Drosselklappenstutzen im Längsschnitt gemäß Fig. 1,
Fig. 5 den Drosselklappenstutzen gemäß Fig. 1 in geschnittener, drei
dimensionaler Ansicht,
Fig. 6 den Drosselklappenstutzen im Schnitt in einer abgewandelten
Ausführung gegenüber Fig. 1,
Fig. 7 den Drosselklappenstutzen im Längsschnitt gemäß Fig. 1, mit
einem Metallzylinder mit Innenkontur.
Fig. 1 zeigt einen Drosselklappenstutzen 1 in dreidimensionaler Schnittdar
stellung. Solche Drosselklappenstutzen dienen dazu, der Einspritzeinrichtung
einer Brennkraftmaschine, insbesondere für ein Fahrzeug, Luft oder ein Kraft
stoffluftgemisch zuzuführen. Zu diesem Zweck weist der Drosselklappenstutzen
1 ein Drosselklappengehäuse 2 auf, das aus Kunststoff, insbesondere in einem
Spritzgußverfahren, hergestellt ist. In diesem Drosselklappengehäuse 2 ist ein
Leitungsabschnitt 3 vorhanden, über den der nicht gezeigten Einspritzvorrich
tung die Luft beziehungsweise das Kraftstoffluftgemisch zugeführt wird. Zur
Einstellung des zuzuführenden Volumens ist auf einer Drosselklappenwelle 4
eine Drosselklappe 5 angeordnet, wobei durch Drehung der Drosselklappen
welle 4 auch die Drosselklappe 5 verschwenkt wird und den Querschnitt im
Leitungsabschnitt 3 mehr oder weniger vergrößert beziehungsweise verkleinert
und somit den Volumendurchsatz reguliert.
In einer einfachen Ausführung des Drosselklappenstutzens 1 ist ein Ende der
Drosselklappenwelle 4 zum Beispiel mit einer Seilscheibe verbunden, wobei
diese Seilscheibe wiederum über einen Bowdenzug mit einer Einstellvorrich
tung für eine Leistungsanforderung verbunden ist, wobei die Einstellvorrichtung
zum Beispiel das Gaspedal eines Fahrzeuges ist, so daß durch Betätigung die
ser Einstellvorrichtung durch den Fahrer eines Fahrzeuges die Drosselklappe 5
von einer Stellung minimaler Öffnung, insbesondere einer Schließstellung, bis
in eine Stellung maximaler Öffnung gebracht werden kann, um damit die Lei
stungsabgabe der Brennkraftmaschine einstellen zu können.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Drosselklappenstutzen 1 handelt es sich um ei
nen solchen Drosselklappenstutzen, bei dem die Drosselklappe 5 entweder in
einem Teilbereich, zum Beispiel dem Leerlaufbereich, von einem Stellantrieb,
ansonsten über das Gaspedal, einstellbar ist oder bei dem die Drosselklappe 5
über den gesamten Verstellbereich von einem Stellantrieb einstellbar ist. Bei
diesen sogenannten "E-Gas"- oder "Drive-by-wire"-Systemen wird die Lei
stungsanforderung zum Beispiel durch Niederdrücken des Gaspedales in ein
elektrisches Signal umgesetzt, wobei dieses Signal einer Steuereinheit zuge
führt wird, die dann ein Ansteuersignal für den Stellantrieb erzeugt. Das heißt,
bei diesen genannten Systemen gibt es keine mechanische Verbindung zwi
schen der Sollwertvorgabe (Gaspedal) und der Drosselklappe 5.
Daher weist das Drosselklappengehäuse 2 des Drosselklappenstutzens 1 ein
Getriebegehäuse 6 sowie ein Antriebsgehäuse 7 auf, wobei in bevorzugter
Ausführungsform das Drosselklappengehäuse 2, das Getriebegehäuse 6 und
das Antriebsgehäuse 7 eine einstückige Baueinheit bilden und im gleichen
Herstellungsgang produziert werden. Denkbar ist auch eine solche Anordnung,
bei der einzelne Gehäuse zusammengesetzt werden können. In dem Antriebs
gehäuse 7 ist ein als Stellantrieb ausgebildeter Elektromotor (in Fig. 1 nicht
gezeigt) untergebracht, der über ein Untersetzungsgetriebe (in Fig. 1 eben
falls nicht gezeigt) auf die Drosselklappenwelle 4 wirkt, so daß durch Ansteue
rung des Elektromotors die Drosselklappe 5 verschwenkt wird. Die Ansteue
rung des Elektromotors erfolgt über einen in dem Getriebegehäuse 6 angeord
neten Stecker 8, wobei der Drosselklappenstutzen 1 über den Stecker 8 mit
einer Steuereinheit verbunden ist. Über den Stecker 8 erfolgt auch eine Rück
meldung der jeweiligen Position der Drosselklappe 5 an die Steuereinheit, wo
bei diese Steuereinheit durch Vergleich des Sollwertes (Gaspedal) mit dem Ist
wert für die Position der Drosselklappe 5 den Elektromotor regelt, bis die Diffe
renz zwischen Sollwert und Istwert gleich Null ist. Die Ist-Position der Drossel
klappe 5 kann durch einen entsprechenden Sensor, insbesondere ein soge
nanntes Drosselklappen-Potentiometer, bei dem der Schleifer des Potentio
meters mit der Drosselklappenwelle 4 verbunden ist, erfaßt werden.
Das Getriebegehäuse 6 einschließlich des Antriebsgehäuses 7 wird von einem
Gehäusedeckel 9 verschlossen. Die Ausgestaltung und Montage des Gehäu
sedeckels 9 wird in den Fig. 2 und 3 noch näher beschrieben.
Der Drosselklappenstutzen 1 ist in der Regel in einer Sauganlage der Brenn
kraftmaschine angeordnet und wird als Modul montiert, wozu der in Fig. 1 ge
zeigte Drosselklappenstutzen 1 einen Flansch 10 aufweist, mit dem er über
eine nicht gezeigte Saugleitung mit einem Ansaugluftfilter verbunden werden
kann oder direkt mit diesem Ansaugluftfilter verbunden ist. Zur Befestigung des
Drosselklappenstutzens 1 an der Einspritzvorrichtung mit der dem Flansch 10
abgewandten Seite sind Bohrungen 11 vorgesehen, mit dem der Drosselklap
penstutzen 1 dichtend an die Einspritzvorrichtung angeschraubt werden kann.
Die Art der Befestigung ist nur beispielhaft und nicht erfindungswesentlich.
Weiterhin ist in der dreidimensionalen Schnittdarstellung des Drosselklappen
stutzens 1 ein gestrichelt gezeichneter Metallzylinder 12 in dem Leitungsab
schnitt 3 angeordnet. Die Außenumfangsfläche des Metallzylinders 12 ist voll
ständig von dem Kunststoff des Drosselklappengehäuses 2 umgeben, wobei
die metallene Innenwandung des Metallzylinders sich über den Verschwenkbe
reich der Drosselklappe 5, gegebenenfalls etwas weniger oder etwas mehr als
dieser Verschwenkbereich, erstreckt. Verschiedene Ausgestaltungen des Me
tallzylinders 12 sind in den folgenden Figuren erkennbar.
Fig. 2 zeigt den Drosselklappenstutzen 1 gemäß Fig. 1 im Schnitt mit abge
nommenem Gehäusedeckel 9. Sehr gut in diesem Querschnitt ist die Lage des
Metallzylinders 12 erkennbar, der in einfacher Form ein Stück Rohr ist, das
Durchführungen 13 für die Drosselklappenwelle 4 aufweist. Die Innenwandung
des Metallzylinders 12 kann konturiert bearbeitet sein, um vorgegebene Kenn
linien für den Volumendurchsatz durch den Leitungsabschnitt 3 in Abhängigkeit
der Stellung der Drosselklappe 5 einstellen zu können. In Fig. 2 ist eine Aus
gestaltung des Metallzylinders 12 gezeigt, bei der der Metallzylinder 12 im Be
reich der Durchführungen 13 jeweils einen Fortsatz 14 aufweist, wobei diese
Fortsätze 14 Lager 15, 19 für die Drosselklappenwelle 4 aufnehmen. Damit er
höht sich die Montagefreundlichkeit, da nach dem Umspritzen des Metallzylin
ders 12 mit Kunststoff zur Formung des gesamten Drosselklappengehäuses 2
auch schon die Lager für die Drosselklappenwelle 4 zur Verfügung stehen. Die
Drosselklappenwelle 4 endet - bei Betrachtung der Fig. 2 auf der linken Seite - in
einem Raum 16, in dem beispielsweise sogenannte Rückstellfedern und
Notlauffedern untergebracht sein können. Die Rückstellfeder bewirkt eine Vor
spannung der Drosselklappenwelle 4 in Schließrichtung, so daß der Stellantrieb
gegen die Kraft dieser Rückstellfeder arbeitet. Eine sogenannte Notlauffeder
bewirkt, daß bei Ausfall des Stellantriebes die Drosselklappe 5 in eine definierte
Position gebracht wird, die in der Regel etwas oberhalb der Leerlaufdrehzahl
liegt. Alternativ oder ergänzend dazu kann auch die Drosselklappenwelle 4
über den Raum 16 hinaus aus dem Drosselklappengehäuse 2 hervorstehen,
wobei dann an diesem Ende der Drosselklappenwelle 4 zum Beispiel eine Seil
scheibe montiert wird, die über einen Bowdenzug mit einem Gaspedal in Ver
bindung steht, womit eine mechanische Sollwertvorgabe realisiert ist. Das dem
Raum 16 abgewandte Ende des Fortsatzes 14 (dessen Stirnfläche) kann zur
Aufnahme weiterer Elemente wie zum Beispiel der Befestigung einer Träger
platte des Drosselklappen-Potentiometers eingesetzt werden. Ebenso kann die
Stirnfläche dieses Fortsatzes 14 oder weitere Fortsätze, deren Stirnflächen in
das Getriebegehäuse 6 ragen, zur Aufnahme weiterer Elemente, wie zum Bei
spiel Steckwellen für Zahnräder oder Zahnsegmente des nicht gezeigten Ge
triebes, eingesetzt werden.
Das Drosselklappengehäuse 2 weist weiterhin in Richtung des Gehäuse
deckels 9 zeigend eine umlaufende Abflachung 17 auf, die mit einem umlaufenden
Steg des Gehäusedeckels 9 korrespondiert. Bisher war es so, daß der Gehäu
sedeckel 9 durch Verschrauben oder mittels Klippsverbindungen unter Zwi
schenlegung einer Dichtung mit dem Drosselklappengehäuse 2 verbunden
wurde. Dies bedeutete einen hohen Aufwand, da bei der Herstellung der Form
für das Drosselklappengehäuse 2 und den Gehäusedeckel 9 entsprechende
Ausbildungen vorgesehen sein mußten. Außerdem bedeutete das Vorhanden
sein der Dichtung ein weiteres Bauteil und damit verbunden das Einlegen der
Dichtung einen weiteren Montageschritt, was sich gerade bei der Serienpro
duktion von Drosselklappenstutzen als nachteilig herausstellte. Durch die um
laufende Abflachung 17 an dem Drosselklappengehäuse 2 und den umlaufen
den Steg 18 an dem Gehäusedeckel 9 (oder umgekehrt), die schon bei der
Herstellung für die Form des Drosselklappengehäuses 2 und des Gehäuse
deckels 9 aus Kunststoff vorgesehen werden können, wird zunächst erreicht, daß
nach dem Aufsetzen des Gehäusedeckels 9 eine definierte Lage auf dem
Drosselklappengehäuse 2, gegebenenfalls unter leichtem Spiel, erzielt wird.
Fig. 3 zeigt den Drosselklappenstutzen 1 gemäß Fig. 1 im Querschnitt mit
aufgesetztem Gehäusedeckel 9. Der Steg 18 liegt nun umlaufend über der Ab
flachung 17, die sich damit beide überlappen. Auf diesen Bereich dieser Über
lappung wird jetzt umlaufend ein Laserstrahl 20 gerichtet, der so ausgerichtet
und von seiner Intensität her so dimensioniert ist, daß die beiden einander zu
gewandten Flächen der Abflachung 17 und des Steges 18 sich erwärmen und
zu schmelzen beginnen. Dadurch verschmelzen an dieser Stelle umlaufend das
Drosselklappengehäuse 2 mit dem Gehäusedeckel 9, so daß das unter dem
Gehäusedeckel 9 liegende Getriebegehäuse 6 sowie das Antriebsgehäuse 7
dichtend verschlossen werden. Das Einlegen und Montieren einer Dichtung
kann entfallen. Der Gehäusedeckel 9 ist mit dem Drosselklappengehäuse 2
unlösbar verbunden, das heißt, er kann ohne Zerstörung der beteiligten Bau
teile nicht wieder von dem Drosselklappengehäuse 2 gelöst werden. Dies hat
neben der absoluten Dichtheit noch den Vorteil, daß alle Bauteile, die in diesem
Räumen angeordnet sind, vor Manipulationen geschützt sind. Dies ist insbe
sondere dann von Vorteil, wenn in dem Drosselklappengehäuse 2, abgedeckt
von dem Gehäusedeckel 9, eine elektronische Steuereinheit untergebracht ist.
Der in Fig. 3 gezeigte Gehäusedeckel 9 weist noch ein Gegenlager 21 auf, mit
dem die Antriebswelle des nicht gezeigten Elektromotors gelagert ist. Genauso
kann mittels eines Gegenlagers 22 auch die Drosselklappenwelle 4 gegengela
gert sein.
Fig. 4 zeigt den Drosselklappenstutzen 1 im Längsschnitt gemäß der Fig. 1.
Hier ist erkennbar, daß der Metallzylinder 12 als einfacher Zylinder ausgebildet
ist, dessen Außenumfangsfläche und zumindest ein Teil der Stirnflächen von
dem Kunststoff des Drosselklappengehäuses 2 umgeben ist. Die nach innen
weisende Innenwandung des Metallzylinders 12 ist gradlinig ausgebildet, kann
aber auch zur Realisierung vorgebbarer Kennlinien für den Volumendurchsatz
konturiert sein. Solche Ausgestaltungen sind zum Beispiel in der Fig. 7 ge
zeigt. In Fig. 4 ist die Drosselklappe 5 in ihrer Schließstellung gezeigt und
kann durch Verdrehen entgegen dem Uhrzeigersinn in eine geöffnete Stellung
gebracht werden, wobei eine Drehung um etwa 90° (das heißt bis in eine bei
Betrachtung der Fig. 4 in etwa senkrechte Position) der Voll-Laststellung ent
spricht.
Fig. 5 zeigt den Drosselklappenstutzen 1 gemäß Fig. 1 in geschnittener,
dreidimensionaler Ansicht, wobei wiederum die Anordnung des Metallzylinders
12 in dem Drosselklappengehäuse 2 sichtbar ist. Ebenfalls erkennbar ist eine
Möglichkeit der Montage der Drosselklappe 5 an der Drosselklappenwelle 4.
Die Drosselklappenwelle 4 weist einen Schlitz auf, in den die Drosselklappe 5
einsteckbar ist, wobei die Drosselklappe 5 nach Ausrichtung in ihrer Sollpositi
on an der Drosselklappenwelle 4 unbewegbar fixiert wird. Dies kann beispiels
weise durch Stifte oder Schrauben erfolgen, die durch die Drosselklappenwelle
4 und die Drosselklappe 5 gesteckt werden. Alternativ dazu kann die Drossel
klappe 5 auch in dem Schlitz mit der Drosselklappenwelle 4 verstemmt oder
verklebt werden.
Fig. 6 zeigt den Drosselklappenstutzen 1 im Schnitt in einer abgewandelten
Ausführung gegenüber Fig. 1, wobei erkennbar ist, daß der Metallzylinder 12
nicht nur die Fortsätze 14 zur Aufnahme der Lager 15, 19 für die Drosselklap
penwelle 4 aufnimmt, sondern auch einen Lagerschild 23 umfaßt, der ein Ende
des als Elektromotor ausgebildeten Stellantriebes aufnimmt. Dadurch erhöht
sich die Festigkeit, wobei als weiterer Vorteil zu nennen ist, daß über das La
gerschild 23 eine beim Betrieb des Elektromotors entstehend Verlustwärme an
die Innenwandung des Metallzylinders 12 geführt wird, wobei an dieser Stelle
die Verlustwärme durch die den Leitungsabschnitt 3 durchströmende Luft (oder
das Kraftstoffluftgemisch) abgeführt wird. Somit werden durch das Lagerschild 23
auch die thermischen Eigenschaften des Drosselklappenstutzens 1 verbes
sert.
Fig. 7 zeigt den Drosselklappenstutzen 1 im Längsschnitt gemäß Fig. 1, wo
bei hier der Metallzylinder 12 mit einer Innenkontur gezeigt ist. In der Fig. 7 ist
nochmals deutlich zu erkennen, daß der Metallzylinder 12 in das Drosselklap
pengehäuse aus Kunststoff so eingesetzt ist beziehungsweise derart von dem
Kunststoff umgeben ist, daß der Metallzylinder 12 sicher in dem Drosselklap
pengehäuse 2 gehalten ist, während die Innenwandung des Metallzylinders 12
nicht von Kunststoff bedeckt ist, also die metallischen Eigenschaften beibehal
ten werden. Die Drosselklappe 5 ist durch Drehung der Drosselklappenwelle 4 -
bei Betrachtung der Fig. 7 im Uhrzeigersinn - in eine Schwenkrichtung 24 aus
der in Fig. 7 gezeigten Minimalstellung, in der der Leitungsabschnitt 3 voll
ständig oder nahezu vollständig verschlossen ist, verschwenkbar. Die den Lei
tungsabschnitt 3 durchströmende Luft (oder das Kraftstoffluftgemisch) hat eine
Strömungsrichtung 24. Durch Verschwenken der Drosselklappe 5 in
Schwenkrichtung 24 wird der Leitungsabschnitt 3 mit zunehmender Ver
schwenkung weiter geöffnet, so daß durch eine Innenkontur 26 des Metallzy
linders 12 eine Kennlinie des den Leitungsabschnitt 3 durchströmenden Volu
mens in Abhängigkeit von dem Öffnungswinkel der Drosselklappe 5 einstellbar
ist. Durch unterschiedliche Innenkonturen 26, die mit verschiedenen Metallzy
lindern 12 realisierbar sind, können somit bei Beibehaltung eines standardi
sierten Drosselklappengehäuses 2 auf einfache Art und Weise unterschiedli
che, dem jeweiligen Brennkraftmaschinen-Typ angepaßte Kennlinien realisiert
werden. Die in Fig. 7 gezeigte Innenkontur 26 des Metallzylinders 12 ist ober
halb und unterhalb der Drosselklappenwelle 4 symmetrisch, wobei in
Schwenkrichtung 24, ausgehend von der in Fig. 7 gezeigten Minimalstellung
(oder auch Nullstellung) der Drosselklappe 5 die Innenkontur 26 zunächst ei
nen geradzylindrischen Abschnitt aufweist, dem sich ein kreisbogenförmiger
Abschnitt anschließt.
Es ist anzustreben, daß im Übergangsbereich zwischen der Innenwandung des
Leitungsabschnittes 3 und der Innenwandung des Metallzylinders 12 kein Ab
satz vorhanden ist, um Verwirbelungen der Luft oder des Kraftstoffluftgemi
sches in Strömungsrichtung 25 zu vermeiden.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die in Fig. 7 gezeigte Innenkontur 26
des Metallzylinders 12 nur beispielhaft ist und beliebige andere Konturen (auch
oberhalb und unterhalb der Ebene der Drosselklappenwelle 4 asymmetrische
Konturen) beim Herstellen und/oder beim Bearbeiten des Metallzylinders 12
erzielbar sind.
1
Drosselklappenstutzen
2
Drosselklappengehäuse
3
Leitungsabschnitt
4
Drosselklappenwelle
5
Drosselklappe
6
Getriebegehäuse
7
Antriebsgehäuse
8
Stecker
9
Gehäusedeckel
10
Flansch
11
Bohrung
12
Metallzylinder
13
Durchführung
14
Fortsatz
15
Lager
16
Raum
17
Abflachung
18
Steg
19
Lager
20
Laserstrahl
21
Gegenlager
22
Gegenlager
23
Lagerschild
24
Schwenkrichtung
25
Strömungsrichtung
26
Innenkontur
Claims (6)
1. Drosselklappenstutzen (1), aufweisend ein Drosselklappengehäuse (2)
aus Kunststoff, wobei in einem Leitungsabschnitt (3) des Drosselklap
pengehäuses (2) eine Drosselklappe (5) verschwenkbar gelagert ist, da
durch gekennzeichnet, daß zumindest in einem Teilschwenkbereich der
Drosselklappe (5) ein Metallzylinder (12) in dem Leitungsabschnitt (3)
vorgesehen ist.
2. Drosselklappenstutzen (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Metallzylinder (12) in dem Kunststoff des Drosselklappengehäu
ses (2) eingesetzt ist, wobei im Bereich des Leitungsabschnittes (3) die
metallene Innenwandung des Metallzylinders (12) freiliegt.
3. Drosselklappenstutzen (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Metallzylinder (12) in einer Strömungsrichtung (25)
unterhalb und/oder oberhalb einer die Drosselklappe (5) tragende Dros
selklappenwelle (4) vorgesehen ist.
4. Drosselklappenstutzen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Metallzylinder (12) zur Aufnahme für die Lager
(15, 19) der Drosselklappenwelle (4) ausgebildet ist.
5. Drosselklappenstutzen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Metallzylinder (12) zur Aufnahme
weiterer Elemente des Drosselklappenstutzens (1), wie zum Beispiel ei
nem Drosselklappen-Potentiometer, einem Antriebsmotor oder derglei
chen ausgebildet ist.
6. Drosselklappenstutzen (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Metallzylinder (12) eine Innenkontur
(26) zur Erzielung einer vorgebbaren Kennlinie für den Volumendurch
satz durch den Leitungsabschnitt (3) in Abhängigkeit von der Ver
schwenkung der Drosselklappe (5) aufweist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SIEMENS AG, 80333 MUENCHEN, DE |
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