DE19853912C2 - Elektronische Brille - Google Patents
Elektronische BrilleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektronische Brille nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige elektronische Brillen sind vom Markt her bekannt.
Sie dienen der Orientierungs- und Mobilitätshilfe von Sehbe
hinderten und Blinden. Diese elektronischen Brillen
umfassen ein brillenartiges Teil, welches also nach Art
einer Brille am Kopf des Benutzers getragen wird. Dieses
brillenartige Teil ist mit mindestens einer elektronischen
Kamera ausgerüstet, welche das Blickfeld erfaßt, das
normalerweise von den Augen des Benutzers betrachtet
würde. Die von der elektronischen Kamera erhaltenen
Bildsignale werden einer Bildverarbeitungselektronik
zugeführt, welche aus diesen Signale erzeugt, die je
nach der Behinderung des Benutzers in unterschiedlicher
Weise zur Darstellung gebracht werden. Liegt beispiels
weise ein ausreichender Sehrest vor, können diese Bild
signale auf Displays gebracht werden, welche anstelle
von Brillengläsern in dem brillenartigen Teil ange
bracht sind. Ein sehr wichtiger Anwendungsfall ist
der, daß die erfaßten Bilder mit im Rechner gespeicherten
Modellen (z. B. Beschreibungen von speziellen Objekten)
verglichen und Übereinstimmungen akustisch ausgegeben
werden.
Bei den bekannten, elektronischen Brillen dieser Art ergeben
sich bei den aufgenommenen Bildern systematische Abwei
chungen dadurch, daß das brillenartige Teil schief sitzen
kann, der Kopf des Benutzers schief gehalten werden
kann oder daß durch die Bewegung beim Gehen stochastische
Abweichungen von der richtigen Kameraorientierung entstehen.
Dies erschwert die Wiedererkennung der in den Ausgangs
signalen der Bildverarbeitungselektronik enthaltenen In
formationen entweder durch den Benutzer selbst oder
durch eine Wiedererkennungselektronik, welche diese
Informationen mit abgespeicherten Informationen zu ver
gleichen hat. Zwar kann bei einer starren Verbindung zwi
schen Kamera und Brille ein noch ausreichend gut Sehender
seine Kopfhaltung korrigieren, wenn ein Schiefhalten des
Kopfes zu enstprechend schiefen Bildern auf den Displays
führt. Bei stark sehbehinderten Personen jedoch kann
ein extremes Schiefsitzen der Brille zu Irritationen
führen.
Es wäre daher wünschenswert, die von der elektronischen
Kamera erzeugten Bilder entweder so elektronisch zu
korrigieren, daß sie den bei richtiger Orientierung
der Kamera zur Vertikalen aufgenommenen Bildern ent
sprechen, oder die elektronische Kamera entsprechend
motorisch nachzustellen. Dies setzt jedoch eine ent
sprechende Einrichtung zur Bestimmung der Vertikalen
voraus, die auch in einem beschleunigten System, wie es
der Kopf eines Benutzers ist, noch arbeitet. Die einfachen,
bekannten Neigungssensoren, die beispielsweise die Lage
einer Flüssigkeitsoberfläche erfassen, versagen unter
diesen Umständen.
Die DE 195 36 588 A1 beschreibt zwar eine Einrichtung
zur Lage-, Azimut- und Positionsbestimmung in einem
hauptsächlich vertikalen Bechleunigungen ausgesetzten
System, mit dessen Hilfe grundsätzlich eine Bestimmung
der Vertikalen möglich wäre. Auf deren Verwendbarkeit
bei einer elektronischen Brille aus den oben genannten
Gründen gibt diese Druckschrift aber keinen Hinweis.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektro
nische Brille der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei welcher die dem Benutzer zur Verfügung gestellten
Informationen weitgehend unabhängig von Kippungen des
brillenartigen Teils gegenüber der Vertikalen der
realen Umwelt ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angege
bene, elektronische Brille gelöst.
Mit der vorliegenden Erfindung werden mit Hilfe von drei
Beschleunigungssensoren die Einflüsse der Beschleunigung,
insbesondere der vertikalen Beschleunigung, rechnerisch
eliminiert. Aus den von den drei Beschleunigungssensoren
erhaltenen Ausgangssignalen wird direkt die Verkippung des
Koordinatensystemes, welches von den drei Beschleunigungs
sensoren aufgespannt wird, gegenüber dem realen, dreidimen
sionalen Koordinatensystem errechnet, und die Bildsignale
werden entsprechend korrigiert.
Besonders vorteilhaft ist, wenn die drei Beschleunigungs
sensoren ein rechtwinkliges Koordinatensystem aufspan
nen. Dann werden die mathematischen Formeln, die bei
der Auswertung eingesetzt werden, besonders einfach.
Außerdem ist der mechanische Aufbau der Einrichtung
leicht zu bewerkstelligen, da rechte Winkel maschinell
mit geringerem Aufwand präzise erzielt werden können.
In vielen Fällen, in denen die erfindungsgemäße Ein
richtung eingesetzt wird, spielt die Beschleunigung
in horizontaler Richtung keine oder nur eine unterge
ordnete Rolle. Auch der Gehvorgang eines Benutzers einer
elektronischen Brille kann als Bewegung mit nahezu kon
stanter Geschwindigkeit in horizontaler Richtung aufgefaßt
werden, der allerdings in vertikaler Richtung durch
Kopfbewegungen erhebliche, vertikale Beschleunigungen
überlagert sein können. Die von den einzelnen Schritten
herrührenden, horizontalen Beschleunigungskomponenten
stellen mehr oder weniger periodische Vorgänge mit dem
Mittelwert "0" dar. Für derartige Einsatzzwecke eig
net sich diejenige Ausgestaltung der Erfindung beson
ders, bei welcher die Recheneinheit ein elektronisches
Filter enthält, welches die horizontalen Beschleuni
gungskomponenten entsprechenden Anteile aus den Aus
gangssignalen der Beschleunigungssensoren entfernt.
In diesem Fall wird der mathematische Formalismus,
mit dem die Verkippung des von den Beschleunigungssen
soren aufgespannten Koordinatensysteme gegenüber dem
Koordinatensystem der realen Umwelt errechnet wird,
sehr einfach. Die Recheneinheit kann den Nickwinkel α und
den Kippwinkel β des von den drei Beschleunigungssensoren
aufgespannten Koordinatensystems gegenüber den dreidimen
sionalen Koordinaten der realen Umwelt nach folgenden
Gleichungen errechnen:
Als Beschleunigungsensor innerhalb der erfindungsgemäßen
Einrichtung kommt grundsätzlich jede Bauart in Betracht,
bei der sich aufgrund der gemessenen Beschleunigung
die Lage von Flüssigkeiten, Federmassen und Ähnlichem
ändert und diese Lageänderung nach außen durch elektri
sche Signale angezeigt wird. Besonders einfach und günstig
ist diejenige Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ein
richtung, bei welcher jeder Beschleunigungssensor eine
Masse umfaßt, die über zwei Federn an gegenüberliegenden
Seiten eines Gehäuses befestigt ist. Weisen diese Federn
eine lineare Kennlinie auf, so ist die Auslenkung der
Masse aus einer neutralen Mittelstellung direkt propor
tional zu der Beschleunigung, welche diese Masse in
der Wirkungsrichtung erfährt. Die Auslenkung wiederum
ist elektronisch sehr einfach erfaßbar und in ein elek
trisches Signal umsetzbar.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Einrichtung zur Messung der
Vertikalen in einem die reale Welt beschrei
benden, dreidimensionalen Koordinatensystem;
Fig. 2 einen schematischen Schnitt durch einen in
der Einrichtung von Fig. 1 verwendeten Be
schleunigungssensor;
Fig. 3 die schematische Seitenansicht des Beschleu
nigungssensors von Fig. 2.
Der Benutzer der nachfolgend bechriebenen, elektronischen
Brille bewegt sich im realen Raum, der durch ein dreidi
mensionales Koordinatensystem (x, y, z) beschrieben wird.
Dabei entspricht die z-Achse der
Vertikalen; die y-Achse zeigt in Bewegungsrichtung des
Benutzers horizontal nach vorne; die x-Achse entspricht
der Richtung senkrecht zur Bewegungsrichtung, ebenfalls
horizontal, also etwa der Richtung, in welcher die Schul
tern des Benutzers stehen.
Beim Gehvorgang wirkt auf die elektronische Brille und
damit auf die in ihr untergebrachte Einrichtung zur
Messung der Vertikalen eine effektive Beschleunigung,
deren Komponenten in den drei Achsrichtungen nachfolgend
ez, ey und ex genannt werden. Die Beschleunigungskom
ponente ez setzt sich aus der Erdbeschleunigung g und
aus beim Gehen entstehenden, zusätzlichen aufwärts- und
abwärtsgerichteten Beschleunigungsanteilen zusammen.
Die in Richtung der y-Achse wirkende Beschleunigungs
komponente ey resultiert insbesondere aus beim Gehen
entstehenden Beschleunigungsanteilen in Folge von Kopf
bewegungen in Nickrichtung. Die in Richtung der x-Achse
wirkende Beschleunigungskomponente ex schließlich resul
tiert vornehmlich aus beim Gehen entstehenden Beschleuni
gungsanteilen in Folge von seitlichen Kopfneigungen.
Die schematisch in Fig. 1 dargestellte Einrichtung
zur Messung der Vertikalen umfaßt drei Beschleunigungs
sensoren A, B und C. Beim dargestellten Ausführungs
beispiel spannen die drei Beschleunigungssensoren A,
B, C ebenfalls ein rechtwinkliges Koordinatensystem
auf; ihre Wirkrichtungen stehen also rechtwinklig aufein
ander. Die Verkippung dieses "inneren" Koordinatensystems
gegenüber dem die reale Welt beschreibenden Koordinaten
system x, y, z wird durch die Winkel αz, βz und γz
beschrieben, welche die fraglichen Achsen jeweils mit der
z-Achse des "äußeren" Koordinatensystems einschließen.
Die Beschleunigungssensoren A, B und C sind so aufgebaut,
daß sie ein Signal erzeugen, welches der in ihrer
Achsrichtung wirkenden Beschleunigungskomponente pro
portional ist. Ein Ausführungsbeispiel für einen derar
tigen Beschleunigungssensor ist in Fig. 2 dargestellt.
In einem zylindrischen Gehäuse 1 befindet sich eine
Masse 2, die über zwei Federn 3, 4 an den Stirnseiten
des Gehäuses 1 beweglich befestigt ist. Die Achse des
zylindrischen Gehäuses 1 liegt auf der "inneren" Koordina
tenachse des entsprechenden Beschleunigungsmessers A,
B, C. Diese Achse entspricht somit der Wirkrichtung,
in welcher durch den jeweiligen Beschleunigungsmesser
A, B, C die effektive Beschleunigung gemessen wird.
Unterstellt man, daß die Federn 3, 4 eine lineare Kenn
linie haben, bedeutet dies, daß die Auslenkung der Masse
2 aus ihrer Ruhelage direkt proportional zu der auf
die Masse 2 wirkenden Beschleunigungskomponente a, b, c
ist. Diese Auslenkung der Masse 2 läßt sich durch einen ge
eigneten Lagesensor erfassen und in ein elektrisches
Signal umsetzen, welches der gemessenen Beschleunigungs
komponente a, b, c ebenfalls proportional ist.
Die von den drei Beschleunigungsensoren A, B, C er
zeugten, elektrischen Signale werden in einer Rechen
einheit weiter verarbeitet. Die hierbei verwendeten,
mathematischen Formeln werden aus folgenden Überlegun
gen verständlich:
Die auf die drei Meßsensoren A, B und C einwirkenden Beschleunigungen a, b und c setzen sich allgemein aus Anteilen ax, ay, az; bx, by, bz; cx, cy, cz zusammen, die von den drei Beschleunigungskomponenten ex, ey und ez herrühren.
Die auf die drei Meßsensoren A, B und C einwirkenden Beschleunigungen a, b und c setzen sich allgemein aus Anteilen ax, ay, az; bx, by, bz; cx, cy, cz zusammen, die von den drei Beschleunigungskomponenten ex, ey und ez herrühren.
Betrachtet man insbesondere den Meßsensor A, so gilt
für den auf diesen einwirkenden Anteil az, der aus
der Vertikalbeschleunigung ez resultiert, folgende
Gleichung:
az = ezcosαz.
Entsprechende Gleichungen lassen sich für die auf den
Meßsensor A einwirkenden Beschleunigungsanteile ax und
ay, die aus den beiden Horizontalbeschleunigungen ex
und ey resultieren, aufstellen. Insgesamt gilt für den
vom Meßsensor A tatsächlich gemessenen Beschleunigungswert
a folgende Gleichung:
a = ax + ay + ezcosαz.
Ähnliche Gleichungen ergeben sich für die tatsächlich von
den Beschleunigungssensoren B und C gemessenen Beschleu
nigungen, nämlich:
b = bx + by + bzcosβz
c = cx + cy + ezcosγz.
In den obigen Gleichungen sind αz und βz der gesuchte
Nickwinkel bzw. der gesuchte Neigewinkel, nach denen
die obigen Gleichungen aufzulösen sind.
Zur Vereinfachung des mathematischen Formalismus werden
nunmehr folgende Annahmen gemacht:
Die in den obigen Gleichungen für a, b und c enthaltenen beiden ersten Terme, die jeweils die Indizes x bzw. y tragen, sind offensichtlich unabhängig von der Vertikal beschleunigung. Sie verschwinden vollständig, wenn der Benutzer der Brille steht bzw. sich mit konstanter Ge schwindigkeit vorwärtsbewegt. Beim tatsächlichen Gehen erscheinen diese Anteile als mehr oder weniger periodische Vorgänge mit dem Mittelwert "0". Durch entsprechende, elektronische Maßnahmen in der Recheneinheit, z. B. durch geeignete Filterung, lassen sich daher die Terme ax, ay, bx, by, cx, cy bis auf einen vernachlässigbar kleinen Wert verkleinern. Auf diese Weise ergibt sich das nachfol gende Gleichungssystem, welches nur noch von der Vertikal beschleunigung abhängt:
Die in den obigen Gleichungen für a, b und c enthaltenen beiden ersten Terme, die jeweils die Indizes x bzw. y tragen, sind offensichtlich unabhängig von der Vertikal beschleunigung. Sie verschwinden vollständig, wenn der Benutzer der Brille steht bzw. sich mit konstanter Ge schwindigkeit vorwärtsbewegt. Beim tatsächlichen Gehen erscheinen diese Anteile als mehr oder weniger periodische Vorgänge mit dem Mittelwert "0". Durch entsprechende, elektronische Maßnahmen in der Recheneinheit, z. B. durch geeignete Filterung, lassen sich daher die Terme ax, ay, bx, by, cx, cy bis auf einen vernachlässigbar kleinen Wert verkleinern. Auf diese Weise ergibt sich das nachfol gende Gleichungssystem, welches nur noch von der Vertikal beschleunigung abhängt:
a = ezcosαz
b = ezcosβz
c = ezcosγz.
Dieses Gleichungssystem läßt sich nach den gesuchten
Winkeln αz und βz wie folgt auslösen:
Die auf diese Weise ermittelten Werte für den momentan
auftretenden Nick- und Kippwinkel können nunmehr von
der Bildverarbeitungselektronik der elektronischen Brille
weiter verwertet werden, so daß eine etwaige Schrägstel
lung der elektronischen Kamera, die sich an der elektro
nischen Brille befindet, in der Bildverarbeitungselek
tronik berücksichtigt werden kann. Das auf den Displays,
die sich in der elektronischen Brille befinden, darge
stellte Bild wird dann um diese Schrägstellung korrigiert,
so daß der Benutzer das von derartigen Schrägstellungen
unbeeinflußte und von ihm leichter erkennbare Bild be
trachtet. Alternativ kann das um die Neigungswinkel
korrigierte Bildsignal auch einer Wiedererkennungselek
tronik zugeführt werden, in welcher das von der elektro
nischen Kamera aufgenommene Bild mit vorhandenen, gegebe
nenfalls auch typisierten Bildern zur Wiedererkennung
verglichen werden kann.
Die von der Einrichtung zur Bestimmung der Vertikalen
gelieferten Informtionen können auch dazu genutzt werden,
die Position der Kamera am brillenartigen Teil motorisch
nachzustellen.
Claims (5)
1. Elektronische Brille mit:
- a) einem brillenartigen, vom Benutzer zu tragenden Teil, an welchem mindestens eine elektronische Kamera befestigt ist;
- b) einer Bildverarbeitungselektronik, welcher die von der elektronischen Kamera erzeugten Bildsignale zugeleitet werden,
- a) das brillenartige Teil eine Einrichtung zur Bestimmung
der Vertikalen trägt, welche umfaßt:
- a) drei Beschleunigungssensoren (A, B, C), deren Wirk richtungen ein dreidimensionales Koordinatensystem aufspannen und die jeweils ein Ausgangssignal (a, b, c) erzeugen, welches der in ihrer Wirkrichtung gemessenen Beschleunigung entspricht;
- b) eine Recheneinheit, welche aus den von den drei Be schleunigungssensoren (A, B, C) erzeugten Ausgangs signalen (a, b, c) die momentane Verkippung des von den Beschleunigungssensoren (A, B, C) aufgespannten Koordinatensystems gegenüber der Vertikalen in der realen Umwelt errechnet;
- b) die Bildverarbeitungselektronik die von der elektronischen Kamera erhaltenen Bildsignale entsprechend den von der Einrichtung zur Bestimmung der Vertikalen erhaltenen Infor mationen so korrigiert, als ob die Bildsignale bei unver kippter, elektronischer Kamera aufgenommen worden wären.
2. Elektronische Brille nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die drei Beschleunigungssensoren (A, B, C)
ein rechtwinkliges Koordinatensystem aufspannen.
3. Elektronische Brille nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Recheneinheit ein elektroni
sches Filter enthält, welches die horizontalen Beschleu
nigungskomponenten entsprechenden Anteile aus den Ausgangs
signalen (a, b, c) der Beschleunigungssensoren (A, B, C)
entfernt.
4. Elektronische Brille nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Recheneinheit den Nickwinkel (α) und
den Kippwinkel (β) des von den drei Beschleunigungssen
soren (A, B, C) aufgespannten Koordinatensystems gegenüber
dem dreidimensionalen Koordinatensystem der realen Umwelt
nach folgenden Gleichungen errechnet:
5. Elektronische Brille nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Beschleuni
gungssensor (A, B, C) eine Masse (2) umfaßt, die über
zwei Federn (3, 4) an gegenüberliegenden Seiten eines
Gehäuses (1) befestigt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998153912 DE19853912C2 (de) | 1998-11-23 | 1998-11-23 | Elektronische Brille |
| PCT/EP1999/008417 WO2000031501A1 (de) | 1998-11-23 | 1999-11-04 | Einrichtung zur bestimmung der vertikalen in einem hauptsächlich vertikalen beschleunigungen ausgesetzten system sowie elektronische brille mit einer derartigen einrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998153912 DE19853912C2 (de) | 1998-11-23 | 1998-11-23 | Elektronische Brille |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19853912A1 DE19853912A1 (de) | 2000-06-15 |
| DE19853912C2 true DE19853912C2 (de) | 2003-07-17 |
Family
ID=7888669
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998153912 Expired - Fee Related DE19853912C2 (de) | 1998-11-23 | 1998-11-23 | Elektronische Brille |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| WO (1) | WO2000031501A1 (de) |
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1998
- 1998-11-23 DE DE1998153912 patent/DE19853912C2/de not_active Expired - Fee Related
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- 1999-11-04 WO PCT/EP1999/008417 patent/WO2000031501A1/de not_active Ceased
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| DE19536588A1 (de) * | 1994-07-05 | 1997-04-03 | Data Tec Corp | Lage-, Azimut- und Positionsmessvorrichtung |
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|---|---|
| WO2000031501A1 (de) | 2000-06-02 |
| DE19853912A1 (de) | 2000-06-15 |
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