DE19853580C1 - Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall - Google Patents
Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit FlüssigmetallInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall, enthaltend zwei Elektroden (1) aus Festmetall und mehrere teilweise mit Flüssigmetall (7) aufgefüllte, zwischen den Elektroden (1) hintereinander liegende Verdichterräume (4), die durch druckfeste Isolierkörper (5, 11) und durch diese gehaltene isolierende Zwischenwände (12) mit Verbindungskanälen (8) gebildet werden. Das zu lösende Problem besteht in der Einsparung preis- und arbeitsintensiver Materialien. Dazu weisen die Zwischenwände (12) im Bereich der Verbindungskanäle (8) Buchsen (13) aus hochtemperatur- und abbrandfestem isolierendem Material auf und bestehen im übrigen aus einem demgegenüber geringwertigeren Werkstoff; oder die Zwischenwände bestehen aus einem temperatur- und abbrandfesten nichtkeramischen Werkstoff oder die Zwischenwände bestehen aus einer bearbeitbaren Glaskeramik.
Description
Die Erfindung betrifft eine selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit
Flüssigmetall nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der Druckschrift SU 922 911 A ist eine selbsterholende Strombegren
zungseinrichtung bekannt, die zwei Elektroden aus Festmetall enthält, die
durch als druckfestes Isoliergehäuse ausgebildete erste Isolierkörper getrennt
sind. Innerhalb des Isoliergehäuses sind durch isolierende Zwischenwände
und dazwischen angeordnete zweite Isolierkörper, die als ringförmige Dicht
scheiben ausgeführt sind, mit Flüssigmetall teilweise aufgefüllte, hintereinan
der liegende Verdichterräume ausgebildet, die untereinander über mit Flüs
sigmetall ausgefüllte, außermittig angeordnete Verbindungskanäle der Zwi
schenwände verbunden sind. Damit besteht im Normalbetrieb über das Flüs
sigmetall eine durchgehende innere leitende Verbindung zwischen den Elek
troden. Im Strombegrenzungsfall wird infolge der hohen Stromdichte schlagar
tig das Flüssigmetall aus den Verbindungskanälen verdrängt. Damit ist die
elektrische Verbindung der Elektroden über das Flüssigmetall unterbrochen,
was zur Begrenzung des Kurzschlußstromes führt. Nach Abschaltung oder
Beseitigung des Kurzschlusses füllen sich die Verbindungskanäle wieder mit
Flüssigmetall, worauf die Strombegrenzungseinrichtung erneut betriebsbereit
ist. In der Druckschrift DE 40 12 385 A1 wird als Medium über dem Flüssig
keitsspiegel Vakuum, Schutzgas oder eine isolierende Flüssigkeit erwähnt. Zur
Verbesserung der Begrenzungseigenschaften sind nach Druckschrift
SU 1 076 981 A die Verbindungskanäle benachbarter Zwischenwände gegeneinan
der versetzt angeordnet. Es ist nach Druckschrift DE 26 52 506 A1 bekannt,
bei Kontakteinrichtungen Gallium-Legierungen, insbesondere GalnSn-Legie
rungen zu verwenden.
Die Zwischenwände müssen dem im Kurzschlußfall auftretenden Druckan
stieg, insbesondere infolge der teilweisen Verdampfung von Flüssigmetall und
der Lichtbogenbildung, standhalten. Sie bestehen daher aus hochwertigem
keramischem Material, beispielsweise auf der Basis von Aluminiumoxid, mit
einer hohen Temperatur- und Druckfestigkeit und einer gegenüber Lichtbo
genwirkung hohen Abbrandfestigkeit. Nachteile der bekannten hochwertigen
Materialien sind die schwierige Bearbeitbarkeit und der hohe Preis.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Umfang des Einsatzes
hochwertigen Materials zu senken.
Ausgehend von einer Strombegrenzungseinrichtung der eingangs genannten
Art wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale
der unabhängigen Ansprüche gelöst, während den abhängigen Ansprüchen
vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zu entnehmen sind. Das führt zu
dem Vorteil, daß der Anteil hochwertiger Materialien für die Zwischenwände
auf ein notwendiges Maß reduziert wird, wobei die Beständigkeit der Eigen
schaften und Kennwerte der Strombegrenzungseinrichtung gegenüber den
Einwirkungen der auftretenden Drücke, Temperaturen und Lichtbögen beibe
halten wird.
Eine erste Lösung besteht darin, daß die Zwischenwände im Bereich der Ver
bindungskanäle Buchsen aus hochtemperatur- und abbrandfestem isolieren
dem Material aufweisen und im übrigen aus einem demgegenüber geringwer
tigeren Werkstoff, beispielsweise einem preiswerten keramischen Material be
stehen. Der Einsatz hochwertiger Materialien wird dadurch wirksam auf dieje
nigen Bereiche der Zwischenwände, die im Kurzschlußfall den extremen Be
dingungen ausgesetzt sind, eingeschränkt. Die Buchsen sind vorteilhaft beid
seitig bündig oder einseitig bündig und anderseits mit einem Bund an einer
Stirnseite dauerhaft befestigt. Die Buchsen können auch in den Zwischen
wänden eingeklebt werden. Stirnseitige und an die benachbarten Zwischen
wände oder Elektroden stoßende Ansätze der Buchsen, die in Nachbarschaft
der Ansätze mit der zugehörigen Zwischenwand wieder bündig abschließen
können, stabilisieren die räumliche Zuordnung im Innern der Strombegren
zungseinrichtung und können gezielt zur vorteilhaften Beeinflussung des
Strom- und Lichtbogenverlaufes genutzt werden. Es lassen sich auch vorteil
haft bis zu den benachbarten Zwischenwänden bzw. Elektroden reichende
Buchsen einsetzen, die mit Querkanälen zur Gewährleistung des durchge
henden Stromflusses versehen sind, wobei wieder die Vorteile zu verzeichnen
sind, die im Zusammenhang mit der Ausgestaltung der Buchsen mit Fortsät
zen angeführt worden sind. Vorteilhaft sind die Zwischenwände - ausgenom
men die Buchsen - aus einem preiswerten Formstoff hergestellt, der den
außerhalb des Nahbereiches der Verbindungskanäle auftretenden geringeren
Temperaturanforderungen genügt. Die Buchsen sind zweckmäßig als im
wesentlichen zylindrische oder konische Preßbuchsen oder als Gewindebuch
sen ausgebildet.
Eine zweite Lösung besteht darin, daß die Zwischenwände aus einem tempe
ratur- und abbrandfesten nichtkeramischen Werkstoff bestehen. Insbesondere
Glimmer ist ein preiswerter und leicht, beispielsweise mittels Zerspanung, be
arbeitbarer Werkstoff und weist eine ausreichende Beständigkeit gegen hohe
Temperaturen und gegen Lichtbogeneinwirkung auf. Die Zwischenwände las
sen sich auch preiswert, insbesondere bei hohen Stückzahlen, aus einem
hochtemperaturfesten Formstoff herstellen.
Eine dritte Lösung besteht darin, daß die Zwischenwände aus einer bearbeit
baren Glaskeramik bestehen. Derartige Glaskeramiken sind heutzutage
preiswerter als die bisher für die Zwischenwände verwendeten herkömmlichen
keramischen Werkstoffe, insbesondere lassen sie sich problemlos spanend
bearbeiten oder bei großen Stückzahlen als Formteil herstellen.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der genannten Lösungen besteht darin, daß
als Isolierkörper, welche die Zwischenwände und die Elektroden halten, ein
umschließendes Formgehäuse und zwischen den scheibenförmigen Zwi
schenwänden angeordnete Dichtringe vorgesehen sind. Eine andere vorteil
hafte Ausgestaltung besteht demgegenüber darin, daß als Isolierkörper allein
ein umschließendes Formgehäuse vorgesehen ist und die Zwischenwände
randseitig mit Kragen versehen sind, welche die vorgenannten Dichtringe er
übrigen, jedoch deren Funktion übernehmen. GalnSn-Legierungen als zu ver
wendendes Flüssigmetall sind einfach zu handhaben durch ihre physiologi
sche Unbedenklichkeit. Eine Legierung aus 660 Gewichtsanteilen Gallium,
205 Gewichtsanteilen Indium und 135 Gewichtsanteilen Zinn ist bei
Normaldruck von 10°C bis 2000°C flüssig und besitzt eine ausreichende elek
trische Leitfähigkeit.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgen
den, anhand von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen
Fig. 1: im Längsschnitt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Strombegrenzungseinrichtung;
Fig. 2: eine einzelne Zwischenwand aus der Strombegrenzungseinrichtung
nach Fig. 1;
Fig. 3: im Schnitt A-A die Zwischenwand nach Fig. 2;
Fig. 4: im Längsschnitt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemä
ßen Strombegrenzungseinrichtung;
Fig. 5: eine einzelne Zwischenwand aus der Strombegrenzungseinrichtung
nach Fig. 4;
Fig. 6: im Schnitt B-B die Zwischenwand nach Fig. 5;
Fig. 7 bis Fig. 12: im Längsschnitt unterschiedliche Ausgestaltungen der
Zwischenwände für die erste Ausführungsform.
Die Strombegrenzungseinrichtung 10 nach Fig. 1 enthält zu beiden Seiten je
eine Elektrode 1 aus Festmetall, vorzugsweise Kupfer, die bezüglich der
Längsachse 3 der Strombegrenzungseinrichtung 10 rotationssymmetrisch
ausgebildet ist und in einen äußeren Anschlußleiter 2 übergeht. Zwischen den
Elektroden 1 befinden sich mehrere Verdichterräume 4, die durch eine ent
sprechende Anzahl von ringförmigen Dichtscheiben 11 sowie von isolierenden
Zwischenwänden 12 gebildet werden. Durch ein Formgehäuse 5 werden die
Elektroden 1, die Dichtscheiben 11 und die Zwischenwände 12 gehalten, wo
bei bekannte Mittel zum Abdichten der Verdichterräume 4 und zum kraft
schlüssigen Verbinden der im Formgehäuse 5 gelagerten Elemente 1, 11 und
12 vorgesehen, jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt
sind. Die Mittel zum Abdichten können beispielsweise Dichtringe zwischen den
Dichtscheiben 11 und den Zwischenwänden 12 bzw. Elektroden 1 sein. Die
Mittel zum kraftschlüssigen Verbinden sind beispielsweise durchgehende
Spannschrauben entlang der beiden Linien 6. Die beiden äußeren Verdichter
räume 4 werden seitlich jeweils durch eine der Elektroden 1 sowie durch eine
Zwischenwand 12 begrenzt. Die inneren Verdichterräume 4 werden seitlich
jeweils durch zwei Zwischenwände 12 begrenzt. Das im allgemeinen mehrtei
lige Formgehäuse 5 und die Dichtscheiben 11 sind druckfeste erste bzw.
zweite Isolierkörper. Alle Verdichterräume 4 sind teilweise mit einem Flüssig
metall 7, beispielsweise einer GalnSn-Legierung, ausgefüllt. Oberhalb des
Flüssigmetalls 7 befindet sich beispielsweise Vakuum. Die Zwischenwände 12
sind mit Verbindungskanälen 8 versehen. Die Verbindungskanäle 8 sind
ebenfalls mit Flüssigmetall 7 gefüllt, so daß zwischen den Elektroden 1 eine
durchgehende elektrisch leitende Verbindung besteht. Die Zwischenwände 12
weisen gemäß Fig. 2 und Fig. 3 jeweils einen außerhalb der Längsachse 3
angeordneten Verbindungskanal 8 auf, wobei die Verbindungskanäle 8 be
nachbarter Zwischenwände 12 jeweils um einen bestimmten Winkelbetrag
versetzt sind, um im Strombegrenzungsfall einen durchgehenden Lichtbogen
zu verhindern. Oberhalb des Flüssigmetalls 7 weisen die Zwischenwände 12
Druckausgleichsbohrungen 9 auf, die ebenfalls gegenüber den Druckaus
gleichsbohrungen 9 benachbarter Zwischenwände 12 versetzt sind. Die Zwi
schenwände 12 bestehen aus einem temperaturbeständigen Formstoff, der
jedoch nicht den hohen Anforderungen an die Bedingungen genügen muß, die
im Kurzschlußfall durch die entstehenden hohe Temperaturen und die Licht
bögen entstehen. Dazu sind die Zwischenwände 12 im Bereich ihrer Verbin
dungskanäle 8 mit Buchsen 13 versehen, die aus einem bekannten hochtem
peratur- und abbrandfesten keramischen Material bestehen.
In Fig. 7 bis Fig. 12 sind verschiedene Ausgestaltungen für derartige Buchsen
sowie ihre Befestigung in den Zwischenwänden 12 dargestellt. In Fig. 7, Fig. 8
und Fig. 10 bis Fig. 12 sind Preßbuchsen 14, 15, 13, 17 bzw. 18 dargestellt.
Die Fig. 9 zeigt dagegen Gewindebuchsen 16. In Fig. 7 und in Fig. 10 bis Fig.
12 werden Preßbuchsen 14, 13, 17 bzw. 18 mit zylindrischer Preßpassung
gezeigt. In Fig. 8 werden dagegen Preßbuchsen 15 mit konischer Preßpas
sung gezeigt. Die Gewindebuchsen 16 nach Fig. 9 und die Preßbuchsen nach
Fig. 10 schließen mit beiden Stirnseiten bündig mit den Außenflächen der Zwi
schenwände 12 ab. Die Preßbuchsen 14 und 15 gemäß Fig. 7 bzw. Fig. 8
schließen einseitig bündig mit den Zwischenwänden 12 ab und liegen auf der
anderen Seite mit einem auslaufenden Bund 141 bzw. 151 dicht an den Zwi
schenwänden 12 an. Die Buchsen 17 nach Fig. 11 bilden an ihren beiden
Stirnseiten jeweils einen Fortsatz 171 in Form eines Hohlzylindersegmentes
aus, wobei die Stirnseiten im übrigen mit der jeweiligen Zwischenwand 12
bündig abschließen. Endseitig stoßen die Fortsätze 171 an die benachbarte
Zwischenwand 12 bzw. Elektrode 1. Die Buchsen 18 nach Fig. 12 setzen sich
zu beiden Seiten über die Außenflächen der zugehörigen Zwischenwand 12
fort und stoßen an die benachbarten Zwischenwände 12. Sie weisen zur Ge
währleistung einer durchgehenden leitenden Verbindung Querkanäle 181 auf.
Die Buchsen 18 benachbarter Zwischenwände 12 müssen gegeneinander
versetzt angeordnet werden. Die Buchsen 14, 15, 16, 13, 17 benachbarter
Zwischenwände 12 nach Fig. 7 bis Fig. 11 sind vorteilhaft versetzt angeordnet.
Eine versetzte Anordnung der Buchsen 13 bis 18 benachbarter Zwischen
wände 12 vermindert im Kurzschlußfall die Wahrscheinlichkeit für das Entste
hen eines durchgehenden langen Lichtbogens über alle Verdichterräume 4
und zwingt dagegen zur Aufteilung in mehrere, wirksamer begrenzende Teil
lichtbögen.
Die Strombegrenzungseinrichtung 20 nach Fig. 4 enthält zu beiden Seiten je
eine Elektrode 1 aus Festmetall, vorzugsweise Kupfer, die bezüglich der
Längsachse 3 der Strombegrenzungseinrichtung 20 rotationssymmetrisch
ausgebildet ist und in einen äußeren Anschlußleiter 2 übergeht. Zwischen den
Elektroden 1 befinden sich mehrere Verdichterräume 4, die durch eine ent
sprechende Anzahl von isolierenden Zwischenwänden 22 gebildet werden, die
jeweils mit einem ringförmigen Kragen 221 versehen sind. Die Kragen 221
bestimmen die Breite der Verdichterräume 4 und dienen zur Abdichten der
Verdichterräume 4. Die zur rechten Elektrode 1 benachbarte Zwischenwand
22 wird durch eine einzelne ringförmige Dichtscheibe 11 beabstandet zu die
ser Elektrode 1 gehalten. Durch ein Formgehäuse 5 werden die Elektroden 1,
die Dichtscheibe 11 und über ihre Kragen 221 die Zwischenwände 22 gehal
ten. Die Dichtscheibe 11 und das im allgemeinen mehrteilige Formgehäuse 5
sind druckfeste Isolierkörper. Alle Verdichterräume 4 sind teilweise mit einer
GalnSn-Legierung als Flüssigmetall 7 ausgefüllt. Oberhalb des Flüssigmetalls
7 befindet sich beispielsweise ein Inertgas. Die Zwischenwände 22 sind mit
Verbindungskanälen 8 versehen. Die Verbindungskanäle 8 sind ebenfalls mit
Flüssigmetall 7 gefüllt, so daß zwischen den Elektroden 1 eine durchgehende
elektrisch leitende Verbindung besteht. Die Zwischenwände 22 weisen gemäß
Fig. 2 und Fig. 3 jeweils einen außerhalb der Längsachse 3 angeordneten
Verbindungskanal 8 auf, wobei die Verbindungskanäle 8 benachbarter Zwi
schenwände 22 jeweils um einen bestimmten Winkelbetrag versetzt sind, um
im Strombegrenzungsfall einen durchgehenden Lichtbogen möglichst zu ver
hindern. Oberhalb des Flüssigmetalls 7 weisen die Zwischenwände 22 Druck
ausgleichsbohrungen 9 auf, die ebenfalls gegenüber den Druckausgleichsboh
rungen 9 benachbarter Zwischenwände 22 versetzt sind. Die Zwischenwände
22 bestehen aus einem temperatur- und abbrandfesten nichtkeramischen
Material, z. B. aus preiswertem und einfach zu bearbeitendem Glimmer. Damit
genügen die Zwischenwände 22 den extremen Bedingungen, die im Strombe
grenzungsfall in den Verdichterräumen 4 und den Verbindungskanälen 8 auf
treten. Die Zwischenwände 22 können mit gleichem Vorteil auch alternativ aus
einer bearbeitbaren Glaskeramik oder aus einem hochtemperaturfesten Form
stoff hergestellt werden.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausfüh
rungsformen beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung
gleichwirkenden Ausführungsformen. Die Erfindung läßt sich beispielsweise
dahingehend verbessern, daß zur Senkung des inneren Bahnwiderstandes
und damit der Verlustleistung Maßnahmen für eine bessere Abführung der
innerhalb der Strombegrenzungseinrichtung entstehenden Wärme ergriffen
werden. Diese Maßnahmen können hinsichtlich der Gestaltung der Außenflä
che des Formgehäuses darin bestehen, daß sie zur Erhöhung der Wärmeab
strahlung mit einer Vielzahl äußerer Kühlrippen und/oder einer schwarzen
Einfärbung und/oder einer in einem gewissen Grade aufgerauhten Oberfläche
versehen sind.
Claims (17)
1. Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall, enthal
tend Elektroden (1) aus Festmetall zum Anschließen an einen zu schüt
zenden Stromkreis und mehrere teilweise mit Flüssigmetall (7) aufgefüllte,
zwischen den Elektroden (1) hintereinander liegende Verdichterräume (4),
die durch druckfeste Isolierkörper (5, 11) und durch diese gehaltene isolie
rende Zwischenwände (12) mit Verbindungskanälen (8) gebildet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände (12) im Bereich der
Verbindungskanäle (8) Buchsen (13; 14; ... 18) aus hochtemperatur- und
abbrandfestem isolierendem Material aufweisen und im übrigen aus einem
im Vergleich dazu geringwertigeren Werkstoff bestehen.
2. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Buchsen (13; 14; ... 18) aus einem keramischen Material be
stehen.
3. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Buchsen (13; 16) mit beiden Stirnseiten bündig ab
schließend in den Zwischenwänden (12) befestigt sind.
4. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Buchsen (14; 15) mit einer Stirnseite bündig abschlie
ßend und anderseits mit einem Bund (141; 151) anliegend in den Zwi
schenwänden (12) befestigt sind.
5. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Buchsen (17) an beiden Stirnseiten einen Fortsatz (171)
ausbilden, der mit der benachbarten Zwischenwand (12) bzw. Elektrode
(1) in Berührung steht, und demgegenüber der übrige Teil der Stirnseiten
zurückgesetzt ist.
6. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Buchsen (17) mit dem übrigen Teil der Stirnseiten bündig mit
der zugehörigen Zwischenwand (12) abschließen.
7. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Buchsen (18) mit jeder Stirnseite mit der benachbarten
Zwischenwand (12) bzw. Elektrode (1) in Berührung stehen sowie beidsei
tig zu den benachbarten Verdichterräumen (4) durchgehende Querkanäle
(181) aufweisen und daß die Buchsen (18) benachbarter Zwischenwände
(12) zueinander versetzt sind.
8. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände (12) im übrigen aus
einem temperaturbeständigen Formstoff bestehen.
9. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Buchsen (13; 14; 15; 17; 18) Preß
buchsen sind.
10. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Buchsen (16) Gewindebuchsen sind.
11. Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall, enthal
tend Elektroden (1) aus Festmetall zum Anschließen an einen zu schüt
zenden Stromkreis und mehrere teilweise mit Flüssigmetall (7) aufgefüllte,
zwischen den Elektroden (1) hintereinander liegende Verdichterräume (4),
die durch druckfeste Isolierkörper (5, 11) und durch diese gehaltene isolie
rende Zwischenwände (22) mit Verbindungskanälen (8) gebildet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände (22) aus einem tem
peratur- und abbrandfesten nichtkeramischen Werkstoff bestehen.
12. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Zwischenwände (22) aus Glimmer bestehen.
13. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Zwischenwände (22) aus einem hochtemperaturfesten Form
stoff bestehen.
14. Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall, enthal
tend Elektroden aus Festmetall zum Anschließen an einen zu schützen
den Stromkreis und mehrere teilweise mit Flüssigmetall (7) aufgefüllte,
zwischen den Elektroden (1) hintereinander liegende Verdichterräume (4),
die durch druckfeste Isolierkörper (5, 11) und durch diese gehaltene isolie
rende Zwischenwände (22) mit Verbindungskanälen (8) gebildet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände (22) aus einer bear
beitbaren Glaskeramik bestehen.
15. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß als Isolierkörper ein Formgehäuse (5) und
zwischen den scheibenförmigen Zwischenwänden (12) angeordnete
Dichtscheiben (11) ausgebildet sind.
16. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß in einem als Formgehäuse (5) ausgebildeten
Isolierkörper die randseitig mit einem Kragen (221) versehenen Zwi
schenwände (22) einander dicht gehalten werden.
17. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigmetall (7) eine GalnSn-Legie
rung ist.
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| DE1998153580 Expired - Fee Related DE19853580C1 (de) | 1998-11-20 | 1998-11-20 | Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1998
- 1998-11-20 DE DE1998153580 patent/DE19853580C1/de not_active Expired - Fee Related
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