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DE19853580C1 - Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall - Google Patents

Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall

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DE19853580C1
DE19853580C1 DE1998153580 DE19853580A DE19853580C1 DE 19853580 C1 DE19853580 C1 DE 19853580C1 DE 1998153580 DE1998153580 DE 1998153580 DE 19853580 A DE19853580 A DE 19853580A DE 19853580 C1 DE19853580 C1 DE 19853580C1
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limiting device
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walls
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DE1998153580
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Michael Anheuser
Andreas Kraetzschmar
Frank Berger
Wolfgang Kremers
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Eaton Industries GmbH
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Moeller GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H87/00Protective devices in which a current flowing through a liquid or solid is interrupted by the evaporation of the liquid or by the melting and evaporation of the solid when the current becomes excessive, the circuit continuity being reestablished on cooling

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall, enthaltend zwei Elektroden (1) aus Festmetall und mehrere teilweise mit Flüssigmetall (7) aufgefüllte, zwischen den Elektroden (1) hintereinander liegende Verdichterräume (4), die durch druckfeste Isolierkörper (5, 11) und durch diese gehaltene isolierende Zwischenwände (12) mit Verbindungskanälen (8) gebildet werden. Das zu lösende Problem besteht in der Einsparung preis- und arbeitsintensiver Materialien. Dazu weisen die Zwischenwände (12) im Bereich der Verbindungskanäle (8) Buchsen (13) aus hochtemperatur- und abbrandfestem isolierendem Material auf und bestehen im übrigen aus einem demgegenüber geringwertigeren Werkstoff; oder die Zwischenwände bestehen aus einem temperatur- und abbrandfesten nichtkeramischen Werkstoff oder die Zwischenwände bestehen aus einer bearbeitbaren Glaskeramik.

Description

Die Erfindung betrifft eine selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der Druckschrift SU 922 911 A ist eine selbsterholende Strombegren­ zungseinrichtung bekannt, die zwei Elektroden aus Festmetall enthält, die durch als druckfestes Isoliergehäuse ausgebildete erste Isolierkörper getrennt sind. Innerhalb des Isoliergehäuses sind durch isolierende Zwischenwände und dazwischen angeordnete zweite Isolierkörper, die als ringförmige Dicht­ scheiben ausgeführt sind, mit Flüssigmetall teilweise aufgefüllte, hintereinan­ der liegende Verdichterräume ausgebildet, die untereinander über mit Flüs­ sigmetall ausgefüllte, außermittig angeordnete Verbindungskanäle der Zwi­ schenwände verbunden sind. Damit besteht im Normalbetrieb über das Flüs­ sigmetall eine durchgehende innere leitende Verbindung zwischen den Elek­ troden. Im Strombegrenzungsfall wird infolge der hohen Stromdichte schlagar­ tig das Flüssigmetall aus den Verbindungskanälen verdrängt. Damit ist die elektrische Verbindung der Elektroden über das Flüssigmetall unterbrochen, was zur Begrenzung des Kurzschlußstromes führt. Nach Abschaltung oder Beseitigung des Kurzschlusses füllen sich die Verbindungskanäle wieder mit Flüssigmetall, worauf die Strombegrenzungseinrichtung erneut betriebsbereit ist. In der Druckschrift DE 40 12 385 A1 wird als Medium über dem Flüssig­ keitsspiegel Vakuum, Schutzgas oder eine isolierende Flüssigkeit erwähnt. Zur Verbesserung der Begrenzungseigenschaften sind nach Druckschrift SU 1 076 981 A die Verbindungskanäle benachbarter Zwischenwände gegeneinan­ der versetzt angeordnet. Es ist nach Druckschrift DE 26 52 506 A1 bekannt, bei Kontakteinrichtungen Gallium-Legierungen, insbesondere GalnSn-Legie­ rungen zu verwenden.
Die Zwischenwände müssen dem im Kurzschlußfall auftretenden Druckan­ stieg, insbesondere infolge der teilweisen Verdampfung von Flüssigmetall und der Lichtbogenbildung, standhalten. Sie bestehen daher aus hochwertigem keramischem Material, beispielsweise auf der Basis von Aluminiumoxid, mit einer hohen Temperatur- und Druckfestigkeit und einer gegenüber Lichtbo­ genwirkung hohen Abbrandfestigkeit. Nachteile der bekannten hochwertigen Materialien sind die schwierige Bearbeitbarkeit und der hohe Preis.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Umfang des Einsatzes hochwertigen Materials zu senken.
Ausgehend von einer Strombegrenzungseinrichtung der eingangs genannten Art wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst, während den abhängigen Ansprüchen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zu entnehmen sind. Das führt zu dem Vorteil, daß der Anteil hochwertiger Materialien für die Zwischenwände auf ein notwendiges Maß reduziert wird, wobei die Beständigkeit der Eigen­ schaften und Kennwerte der Strombegrenzungseinrichtung gegenüber den Einwirkungen der auftretenden Drücke, Temperaturen und Lichtbögen beibe­ halten wird.
Eine erste Lösung besteht darin, daß die Zwischenwände im Bereich der Ver­ bindungskanäle Buchsen aus hochtemperatur- und abbrandfestem isolieren­ dem Material aufweisen und im übrigen aus einem demgegenüber geringwer­ tigeren Werkstoff, beispielsweise einem preiswerten keramischen Material be­ stehen. Der Einsatz hochwertiger Materialien wird dadurch wirksam auf dieje­ nigen Bereiche der Zwischenwände, die im Kurzschlußfall den extremen Be­ dingungen ausgesetzt sind, eingeschränkt. Die Buchsen sind vorteilhaft beid­ seitig bündig oder einseitig bündig und anderseits mit einem Bund an einer Stirnseite dauerhaft befestigt. Die Buchsen können auch in den Zwischen­ wänden eingeklebt werden. Stirnseitige und an die benachbarten Zwischen­ wände oder Elektroden stoßende Ansätze der Buchsen, die in Nachbarschaft der Ansätze mit der zugehörigen Zwischenwand wieder bündig abschließen können, stabilisieren die räumliche Zuordnung im Innern der Strombegren­ zungseinrichtung und können gezielt zur vorteilhaften Beeinflussung des Strom- und Lichtbogenverlaufes genutzt werden. Es lassen sich auch vorteil­ haft bis zu den benachbarten Zwischenwänden bzw. Elektroden reichende Buchsen einsetzen, die mit Querkanälen zur Gewährleistung des durchge­ henden Stromflusses versehen sind, wobei wieder die Vorteile zu verzeichnen sind, die im Zusammenhang mit der Ausgestaltung der Buchsen mit Fortsät­ zen angeführt worden sind. Vorteilhaft sind die Zwischenwände - ausgenom­ men die Buchsen - aus einem preiswerten Formstoff hergestellt, der den außerhalb des Nahbereiches der Verbindungskanäle auftretenden geringeren Temperaturanforderungen genügt. Die Buchsen sind zweckmäßig als im wesentlichen zylindrische oder konische Preßbuchsen oder als Gewindebuch­ sen ausgebildet.
Eine zweite Lösung besteht darin, daß die Zwischenwände aus einem tempe­ ratur- und abbrandfesten nichtkeramischen Werkstoff bestehen. Insbesondere Glimmer ist ein preiswerter und leicht, beispielsweise mittels Zerspanung, be­ arbeitbarer Werkstoff und weist eine ausreichende Beständigkeit gegen hohe Temperaturen und gegen Lichtbogeneinwirkung auf. Die Zwischenwände las­ sen sich auch preiswert, insbesondere bei hohen Stückzahlen, aus einem hochtemperaturfesten Formstoff herstellen.
Eine dritte Lösung besteht darin, daß die Zwischenwände aus einer bearbeit­ baren Glaskeramik bestehen. Derartige Glaskeramiken sind heutzutage preiswerter als die bisher für die Zwischenwände verwendeten herkömmlichen keramischen Werkstoffe, insbesondere lassen sie sich problemlos spanend bearbeiten oder bei großen Stückzahlen als Formteil herstellen.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der genannten Lösungen besteht darin, daß als Isolierkörper, welche die Zwischenwände und die Elektroden halten, ein umschließendes Formgehäuse und zwischen den scheibenförmigen Zwi­ schenwänden angeordnete Dichtringe vorgesehen sind. Eine andere vorteil­ hafte Ausgestaltung besteht demgegenüber darin, daß als Isolierkörper allein ein umschließendes Formgehäuse vorgesehen ist und die Zwischenwände randseitig mit Kragen versehen sind, welche die vorgenannten Dichtringe er­ übrigen, jedoch deren Funktion übernehmen. GalnSn-Legierungen als zu ver­ wendendes Flüssigmetall sind einfach zu handhaben durch ihre physiologi­ sche Unbedenklichkeit. Eine Legierung aus 660 Gewichtsanteilen Gallium, 205 Gewichtsanteilen Indium und 135 Gewichtsanteilen Zinn ist bei Normaldruck von 10°C bis 2000°C flüssig und besitzt eine ausreichende elek­ trische Leitfähigkeit.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgen­ den, anhand von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen
Fig. 1: im Längsschnitt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Strombegrenzungseinrichtung;
Fig. 2: eine einzelne Zwischenwand aus der Strombegrenzungseinrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3: im Schnitt A-A die Zwischenwand nach Fig. 2;
Fig. 4: im Längsschnitt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemä­ ßen Strombegrenzungseinrichtung;
Fig. 5: eine einzelne Zwischenwand aus der Strombegrenzungseinrichtung nach Fig. 4;
Fig. 6: im Schnitt B-B die Zwischenwand nach Fig. 5;
Fig. 7 bis Fig. 12: im Längsschnitt unterschiedliche Ausgestaltungen der Zwischenwände für die erste Ausführungsform.
Die Strombegrenzungseinrichtung 10 nach Fig. 1 enthält zu beiden Seiten je eine Elektrode 1 aus Festmetall, vorzugsweise Kupfer, die bezüglich der Längsachse 3 der Strombegrenzungseinrichtung 10 rotationssymmetrisch ausgebildet ist und in einen äußeren Anschlußleiter 2 übergeht. Zwischen den Elektroden 1 befinden sich mehrere Verdichterräume 4, die durch eine ent­ sprechende Anzahl von ringförmigen Dichtscheiben 11 sowie von isolierenden Zwischenwänden 12 gebildet werden. Durch ein Formgehäuse 5 werden die Elektroden 1, die Dichtscheiben 11 und die Zwischenwände 12 gehalten, wo­ bei bekannte Mittel zum Abdichten der Verdichterräume 4 und zum kraft­ schlüssigen Verbinden der im Formgehäuse 5 gelagerten Elemente 1, 11 und 12 vorgesehen, jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind. Die Mittel zum Abdichten können beispielsweise Dichtringe zwischen den Dichtscheiben 11 und den Zwischenwänden 12 bzw. Elektroden 1 sein. Die Mittel zum kraftschlüssigen Verbinden sind beispielsweise durchgehende Spannschrauben entlang der beiden Linien 6. Die beiden äußeren Verdichter­ räume 4 werden seitlich jeweils durch eine der Elektroden 1 sowie durch eine Zwischenwand 12 begrenzt. Die inneren Verdichterräume 4 werden seitlich jeweils durch zwei Zwischenwände 12 begrenzt. Das im allgemeinen mehrtei­ lige Formgehäuse 5 und die Dichtscheiben 11 sind druckfeste erste bzw. zweite Isolierkörper. Alle Verdichterräume 4 sind teilweise mit einem Flüssig­ metall 7, beispielsweise einer GalnSn-Legierung, ausgefüllt. Oberhalb des Flüssigmetalls 7 befindet sich beispielsweise Vakuum. Die Zwischenwände 12 sind mit Verbindungskanälen 8 versehen. Die Verbindungskanäle 8 sind ebenfalls mit Flüssigmetall 7 gefüllt, so daß zwischen den Elektroden 1 eine durchgehende elektrisch leitende Verbindung besteht. Die Zwischenwände 12 weisen gemäß Fig. 2 und Fig. 3 jeweils einen außerhalb der Längsachse 3 angeordneten Verbindungskanal 8 auf, wobei die Verbindungskanäle 8 be­ nachbarter Zwischenwände 12 jeweils um einen bestimmten Winkelbetrag versetzt sind, um im Strombegrenzungsfall einen durchgehenden Lichtbogen zu verhindern. Oberhalb des Flüssigmetalls 7 weisen die Zwischenwände 12 Druckausgleichsbohrungen 9 auf, die ebenfalls gegenüber den Druckaus­ gleichsbohrungen 9 benachbarter Zwischenwände 12 versetzt sind. Die Zwi­ schenwände 12 bestehen aus einem temperaturbeständigen Formstoff, der jedoch nicht den hohen Anforderungen an die Bedingungen genügen muß, die im Kurzschlußfall durch die entstehenden hohe Temperaturen und die Licht­ bögen entstehen. Dazu sind die Zwischenwände 12 im Bereich ihrer Verbin­ dungskanäle 8 mit Buchsen 13 versehen, die aus einem bekannten hochtem­ peratur- und abbrandfesten keramischen Material bestehen.
In Fig. 7 bis Fig. 12 sind verschiedene Ausgestaltungen für derartige Buchsen sowie ihre Befestigung in den Zwischenwänden 12 dargestellt. In Fig. 7, Fig. 8 und Fig. 10 bis Fig. 12 sind Preßbuchsen 14, 15, 13, 17 bzw. 18 dargestellt. Die Fig. 9 zeigt dagegen Gewindebuchsen 16. In Fig. 7 und in Fig. 10 bis Fig. 12 werden Preßbuchsen 14, 13, 17 bzw. 18 mit zylindrischer Preßpassung gezeigt. In Fig. 8 werden dagegen Preßbuchsen 15 mit konischer Preßpas­ sung gezeigt. Die Gewindebuchsen 16 nach Fig. 9 und die Preßbuchsen nach Fig. 10 schließen mit beiden Stirnseiten bündig mit den Außenflächen der Zwi­ schenwände 12 ab. Die Preßbuchsen 14 und 15 gemäß Fig. 7 bzw. Fig. 8 schließen einseitig bündig mit den Zwischenwänden 12 ab und liegen auf der anderen Seite mit einem auslaufenden Bund 141 bzw. 151 dicht an den Zwi­ schenwänden 12 an. Die Buchsen 17 nach Fig. 11 bilden an ihren beiden Stirnseiten jeweils einen Fortsatz 171 in Form eines Hohlzylindersegmentes aus, wobei die Stirnseiten im übrigen mit der jeweiligen Zwischenwand 12 bündig abschließen. Endseitig stoßen die Fortsätze 171 an die benachbarte Zwischenwand 12 bzw. Elektrode 1. Die Buchsen 18 nach Fig. 12 setzen sich zu beiden Seiten über die Außenflächen der zugehörigen Zwischenwand 12 fort und stoßen an die benachbarten Zwischenwände 12. Sie weisen zur Ge­ währleistung einer durchgehenden leitenden Verbindung Querkanäle 181 auf. Die Buchsen 18 benachbarter Zwischenwände 12 müssen gegeneinander versetzt angeordnet werden. Die Buchsen 14, 15, 16, 13, 17 benachbarter Zwischenwände 12 nach Fig. 7 bis Fig. 11 sind vorteilhaft versetzt angeordnet. Eine versetzte Anordnung der Buchsen 13 bis 18 benachbarter Zwischen­ wände 12 vermindert im Kurzschlußfall die Wahrscheinlichkeit für das Entste­ hen eines durchgehenden langen Lichtbogens über alle Verdichterräume 4 und zwingt dagegen zur Aufteilung in mehrere, wirksamer begrenzende Teil­ lichtbögen.
Die Strombegrenzungseinrichtung 20 nach Fig. 4 enthält zu beiden Seiten je eine Elektrode 1 aus Festmetall, vorzugsweise Kupfer, die bezüglich der Längsachse 3 der Strombegrenzungseinrichtung 20 rotationssymmetrisch ausgebildet ist und in einen äußeren Anschlußleiter 2 übergeht. Zwischen den Elektroden 1 befinden sich mehrere Verdichterräume 4, die durch eine ent­ sprechende Anzahl von isolierenden Zwischenwänden 22 gebildet werden, die jeweils mit einem ringförmigen Kragen 221 versehen sind. Die Kragen 221 bestimmen die Breite der Verdichterräume 4 und dienen zur Abdichten der Verdichterräume 4. Die zur rechten Elektrode 1 benachbarte Zwischenwand 22 wird durch eine einzelne ringförmige Dichtscheibe 11 beabstandet zu die­ ser Elektrode 1 gehalten. Durch ein Formgehäuse 5 werden die Elektroden 1, die Dichtscheibe 11 und über ihre Kragen 221 die Zwischenwände 22 gehal­ ten. Die Dichtscheibe 11 und das im allgemeinen mehrteilige Formgehäuse 5 sind druckfeste Isolierkörper. Alle Verdichterräume 4 sind teilweise mit einer GalnSn-Legierung als Flüssigmetall 7 ausgefüllt. Oberhalb des Flüssigmetalls 7 befindet sich beispielsweise ein Inertgas. Die Zwischenwände 22 sind mit Verbindungskanälen 8 versehen. Die Verbindungskanäle 8 sind ebenfalls mit Flüssigmetall 7 gefüllt, so daß zwischen den Elektroden 1 eine durchgehende elektrisch leitende Verbindung besteht. Die Zwischenwände 22 weisen gemäß Fig. 2 und Fig. 3 jeweils einen außerhalb der Längsachse 3 angeordneten Verbindungskanal 8 auf, wobei die Verbindungskanäle 8 benachbarter Zwi­ schenwände 22 jeweils um einen bestimmten Winkelbetrag versetzt sind, um im Strombegrenzungsfall einen durchgehenden Lichtbogen möglichst zu ver­ hindern. Oberhalb des Flüssigmetalls 7 weisen die Zwischenwände 22 Druck­ ausgleichsbohrungen 9 auf, die ebenfalls gegenüber den Druckausgleichsboh­ rungen 9 benachbarter Zwischenwände 22 versetzt sind. Die Zwischenwände 22 bestehen aus einem temperatur- und abbrandfesten nichtkeramischen Material, z. B. aus preiswertem und einfach zu bearbeitendem Glimmer. Damit genügen die Zwischenwände 22 den extremen Bedingungen, die im Strombe­ grenzungsfall in den Verdichterräumen 4 und den Verbindungskanälen 8 auf­ treten. Die Zwischenwände 22 können mit gleichem Vorteil auch alternativ aus einer bearbeitbaren Glaskeramik oder aus einem hochtemperaturfesten Form­ stoff hergestellt werden.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausfüh­ rungsformen beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungsformen. Die Erfindung läßt sich beispielsweise dahingehend verbessern, daß zur Senkung des inneren Bahnwiderstandes und damit der Verlustleistung Maßnahmen für eine bessere Abführung der innerhalb der Strombegrenzungseinrichtung entstehenden Wärme ergriffen werden. Diese Maßnahmen können hinsichtlich der Gestaltung der Außenflä­ che des Formgehäuses darin bestehen, daß sie zur Erhöhung der Wärmeab­ strahlung mit einer Vielzahl äußerer Kühlrippen und/oder einer schwarzen Einfärbung und/oder einer in einem gewissen Grade aufgerauhten Oberfläche versehen sind.

Claims (17)

1. Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall, enthal­ tend Elektroden (1) aus Festmetall zum Anschließen an einen zu schüt­ zenden Stromkreis und mehrere teilweise mit Flüssigmetall (7) aufgefüllte, zwischen den Elektroden (1) hintereinander liegende Verdichterräume (4), die durch druckfeste Isolierkörper (5, 11) und durch diese gehaltene isolie­ rende Zwischenwände (12) mit Verbindungskanälen (8) gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände (12) im Bereich der Verbindungskanäle (8) Buchsen (13; 14; ... 18) aus hochtemperatur- und abbrandfestem isolierendem Material aufweisen und im übrigen aus einem im Vergleich dazu geringwertigeren Werkstoff bestehen.
2. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Buchsen (13; 14; ... 18) aus einem keramischen Material be­ stehen.
3. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Buchsen (13; 16) mit beiden Stirnseiten bündig ab­ schließend in den Zwischenwänden (12) befestigt sind.
4. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Buchsen (14; 15) mit einer Stirnseite bündig abschlie­ ßend und anderseits mit einem Bund (141; 151) anliegend in den Zwi­ schenwänden (12) befestigt sind.
5. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Buchsen (17) an beiden Stirnseiten einen Fortsatz (171) ausbilden, der mit der benachbarten Zwischenwand (12) bzw. Elektrode (1) in Berührung steht, und demgegenüber der übrige Teil der Stirnseiten zurückgesetzt ist.
6. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich­ net, daß die Buchsen (17) mit dem übrigen Teil der Stirnseiten bündig mit der zugehörigen Zwischenwand (12) abschließen.
7. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Buchsen (18) mit jeder Stirnseite mit der benachbarten Zwischenwand (12) bzw. Elektrode (1) in Berührung stehen sowie beidsei­ tig zu den benachbarten Verdichterräumen (4) durchgehende Querkanäle (181) aufweisen und daß die Buchsen (18) benachbarter Zwischenwände (12) zueinander versetzt sind.
8. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände (12) im übrigen aus einem temperaturbeständigen Formstoff bestehen.
9. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchsen (13; 14; 15; 17; 18) Preß­ buchsen sind.
10. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchsen (16) Gewindebuchsen sind.
11. Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall, enthal­ tend Elektroden (1) aus Festmetall zum Anschließen an einen zu schüt­ zenden Stromkreis und mehrere teilweise mit Flüssigmetall (7) aufgefüllte, zwischen den Elektroden (1) hintereinander liegende Verdichterräume (4), die durch druckfeste Isolierkörper (5, 11) und durch diese gehaltene isolie­ rende Zwischenwände (22) mit Verbindungskanälen (8) gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände (22) aus einem tem­ peratur- und abbrandfesten nichtkeramischen Werkstoff bestehen.
12. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich­ net, daß die Zwischenwände (22) aus Glimmer bestehen.
13. Strombegrenzungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich­ net, daß die Zwischenwände (22) aus einem hochtemperaturfesten Form­ stoff bestehen.
14. Selbsterholende Strombegrenzungseinrichtung mit Flüssigmetall, enthal­ tend Elektroden aus Festmetall zum Anschließen an einen zu schützen­ den Stromkreis und mehrere teilweise mit Flüssigmetall (7) aufgefüllte, zwischen den Elektroden (1) hintereinander liegende Verdichterräume (4), die durch druckfeste Isolierkörper (5, 11) und durch diese gehaltene isolie­ rende Zwischenwände (22) mit Verbindungskanälen (8) gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenwände (22) aus einer bear­ beitbaren Glaskeramik bestehen.
15. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da­ durch gekennzeichnet, daß als Isolierkörper ein Formgehäuse (5) und zwischen den scheibenförmigen Zwischenwänden (12) angeordnete Dichtscheiben (11) ausgebildet sind.
16. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da­ durch gekennzeichnet, daß in einem als Formgehäuse (5) ausgebildeten Isolierkörper die randseitig mit einem Kragen (221) versehenen Zwi­ schenwände (22) einander dicht gehalten werden.
17. Strombegrenzungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigmetall (7) eine GalnSn-Legie­ rung ist.
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