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DE19852902A1 - Minenräumfahrzeug - Google Patents

Minenräumfahrzeug

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Publication number
DE19852902A1
DE19852902A1 DE1998152902 DE19852902A DE19852902A1 DE 19852902 A1 DE19852902 A1 DE 19852902A1 DE 1998152902 DE1998152902 DE 1998152902 DE 19852902 A DE19852902 A DE 19852902A DE 19852902 A1 DE19852902 A1 DE 19852902A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
chains
vehicle according
mine clearing
clearing vehicle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1998152902
Other languages
English (en)
Inventor
Edison Fatehpour
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1998152902 priority Critical patent/DE19852902A1/de
Publication of DE19852902A1 publication Critical patent/DE19852902A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
    • F41H11/00Defence installations; Defence devices
    • F41H11/12Means for clearing land minefields; Systems specially adapted for detection of landmines
    • F41H11/16Self-propelled mine-clearing vehicles; Mine-clearing devices attachable to vehicles
    • F41H11/18Self-propelled mine-clearing vehicles; Mine-clearing devices attachable to vehicles with ground-impacting means for activating mines by the use of mechanical impulses, e.g. flails or stamping elements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Road Paving Machines (AREA)

Abstract

Ein Minenräumfahrzeug (10) besitzt einen vorne angebrachten Ausleger (16), an dessen Ende eine Schlegeleinheit (22) mit einer rotierenden Walze (24) und an deren Umfang befestigten Ketten (26) vorgesehen ist. Bei bekannten Fahrzeugen besteht die Gefahr, daß manche Minen nicht ausgelöst werden und andererseits ausgelöste Panzerminen den Ausleger und die Walze beschädigen. Um ein sicheres Auslösen der Minen zu gewährleisten und gleichzeitig die Beschädigungsgefahr an der Schlegeleinheit zu vermindern, wird vorgeschlagen, daß der Abstand der Walze (24) vom Boden und die Länge der Ketten (26) so gewählt sind, daß die infolge der auftretenden Fliehkraft nach außen von der Walze weggeschleuderten Ketten (26) in einem Winkel vor der Walze (24) und dem Ausleger (16) auf den Boden treffen, in welchem ihre Bewegung eine im wesentlichen abwärts gerichtete Geschwindigkeitskomponente aufweist. Ein hoher Schlagimpuls sorgt für eine große Auslösesicherheit, und im ungünstigsten Fall werden lediglich einzelne Ketten beschädigt.

Description

Die Erfindung befaßt sich mit einem Minenräumfahrzeug mit einem vorne angebrachten Ausleger, an dessen Ende eine Schlegeleinheit angeordnet ist, die im wesentlichen aus ei­ ner rotierenden Walze und an deren Umfang befestigten Ket­ ten besteht.
Das Räumen von Minenfeldern gehört zu den dringendsten und schwierigsten Aufgaben nach Friedensschliessungen, da der­ artige Minenfelder eine enorme Gefahr insbesondere für die Zivilbevölkerung darstellen. Während Personenminen alleine dadurch beseitigt werden könnten, daß man sie mit einem ge­ panzerten Fahrzeug überfährt, das der Sprengkraft der Per­ sonenminen problemlos widerstehen kann, besteht die Schwie­ rigkeit beim Räumen von Minenfeldern darin, daß zumeist Panzerminen zwischen den Personenminen verlegt werden, die genau diese Möglichkeit des Räumens von Personenminen ver­ hindern sollen. Hinzu kommt, daß in Entwicklungsländern, die leider besonders häufig Schauplatz von Kriegen sind, oftmals keine gepanzerten Fahrzeuge in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.
Das manuelle Räumen von Minenfeldern birgt zum einen sehr große Gefahren für die Entschärfungsspezialisten und ist auch viel zu zeitaufwendig, um damit die riesigen Minen­ felder überhaupt in angemessener Zeit räumen zu können.
Es sind daher bereits Vorrichtungen entwickelt worden, die mit einer an einem Ausleger vor dem Fahrzeug angeordneten Schlegeleinheit arbeiten. Bei den bekannten Ausführungsfor­ men rotiert die relativ kleine Walze mit ungefähr 500 Um­ drehungen pro Minute und die am Außenumfang der Walze befe­ stigten Ketten treffen in einem stumpfen Winkel im Bereich unterhalb der Walze auf den Boden. Das Problem bei diesen bekannten Minenräumfahrzeugen besteht darin, daß die Ketten einerseits nur einen relativ geringen Schlagimpuls auf den Boden ausüben und dadurch unter Umständen nicht alle Minen ausgelöst werden, so daß das nachfolgende Fahrzeug unter Umständen auf solche Minen auffahren kann. Andererseits be­ steht die Gefahr, daß ausgelöste Panzerminen, deren Spreng­ kraft gewöhnlich sehr stark nach oben gerichtet ist, den Ausleger und die Walze beschädigen und dadurch umfangreiche Reparaturmaßnahmen an dem Minenräumfahrzeug notwendig wer­ den.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Minenräumfahr­ zeug zu schaffen, das für ein sichereres Auslösen der Minen sorgt und gleichzeitig die Gefahr von Beschädigungen an der Schlegeleinheit vermindert.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Minenräumfahr­ zeug der eingangs beschriebenen Art gelöst, bei welchem der Abstand der Walze vom Boden und die Länge der Ketten so ge­ wählt sind, daß die infolge der auftretenden Fliehkraft von der Walze wegweisenden Ketten in einem Winkel vor der Walze und dem Ausleger auf den Boden treffen, in welchem ihre Be­ wegung im wesentlichen aus einer abwärts gerichteten Ge­ schwindigkeitskomponente besteht.
Das erfindungsgemäße Minenräumfahrzeug bietet den Vorteil, daß die Ketten während ihrer Abwärtsbewegung auf den Boden schlagen, wodurch ein sehr hoher Kraftimpuls in den Boden eingeleitet wird, der auch tiefer im Boden liegende Minen auslösen kann.
Dadurch ergibt sich auch ein Auftreffpunkt der Kettenenden deutlich vor der Walze, so daß durch die Explosion einer ausgelösten Panzermine, deren Sprengkraft im wesentlichen nach oben gerichtet ist, allenfalls eine einzelne Kette be­ schädigt werden kann. Der Ausleger und die relativ niedrig über dem Boden angeordnete Walze bleiben unbeschädigt.
Vorzugsweise ist bei dem erfindungsgemäßen Minenräumfahr­ zeug die Kettenlänge kleiner als der Walzenumfang.
Durch den frühen Auftreffpunkt der Ketten auf dem Boden werden diese sehr stark abgebremst und ein relativ langes Stück über den Boden gezogen. Bei im Verhältnis zum Walzen­ umfang zu groß gewählten Kettenlängen könnte es dabei zu einem Aufwickeln der Ketten auf der Walze kommen, wodurch die Wirkung der Schlegeleinheit erheblich eingeschränkt werden würde. Bei einer kleiner als der Walzenumfang ge­ wählten Kettenlänge ist dies nicht zu befürchten. Eine be­ sonders vorteilhafte Kettenlänge entspricht ungefähr dem halben Umfang der Walze.
Um eine möglichst hohe Schlagfrequenz zu erreichen, sind in mehreren nebeneinander liegenden Bereichen jeweils zwei oder drei Ketten auf einem Umfang angeordnet. Durch die be­ grenzte Länge der Ketten in Bezug auf den Walzenumfang be­ steht nicht die Gefahr, daß sich die auf einem Umfang ange­ ordneten Ketten gegenseitig stören. Die Walze selbst ist dabei über ihre Breite mit mehreren solcher nebeneinander liegenden Kettenpaare ausgestattet, um über die gesamte Breite des Minenräumfahrzeuges ein sicheres Erfassen aller verlegten Minen zu gewährleisten.
Bei zweckmäßigen Durchmessern der Walze, die größer als 0,5 Meter sein sollten, liegt die Drehzahl der Walze deutlich unterhalb von 500 Umdrehungen pro Minute. Diese Drehzahl, die von Schlegeleinheiten bekannter Minenräumfahrzeuge er­ reicht wird, ist bei dem erfindungsgemäßen Minenräumfahr­ zeug zum sicheren Auslösen der Minen nicht erforderlich.
Zur Erhöhung der Schlagkraft der Ketten ist es zweckmäßig, an deren freien Enden Kugeln anzuordnen.
Um zu verhindern, daß das Minenräumfahrzeug auf evtl. nicht ausgelöste Minen auffährt und dadurch das Personal und das Minenräumfahrzeug zu Schaden kommen, ist in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, daß an dem Außenumfang der Walze mehrere Fräswerkzeuge angeord­ net sind, die bis in den Boden reichen. Die Fräswerkzeuge lösen mit großer Sicherheit diejenigen Minen aus, die von den Ketten verfehlt worden sind oder besonders unempfindli­ che Zünder besitzen. Zwar können unter Umständen durch aus­ gelöste Panzerminen Beschädigungen an der Walze und den Fräswerkzeugen auftreten, jedoch wird eine weitergehende Beschädigung des Minenräumfahrzeuges und vor allem eine Ge­ fährdung des Personals vermieden.
Statt der an der Walze angeordneten Fräswerkzeuge kann auch zwischen der Schlegeleinheit und dem Fahrzeug auch ein separates, rotierendes Fräswerkzeug angeordnet sein, wel­ ches in das Erdreich eindringt.
Ein separates Fräswerkzeug kann mit einer von der Walze un­ terschiedlichen Drehzahl angetrieben werden. Auch die Ge­ fahr, daß die Ketten durch die Fräswerkzeuge beschädigt werden, ist ausgeschlossen.
Selbstverständlich ist es besonders zweckmäßig, zwischen der Schlegeleinheit und dem eigentlichen Minenräumfahrzeug ein Schutzschild vorzusehen, das einerseits das Fahrzeug vor den explodierenden Minen schützt und andererseits den von der Schlegeleinheit aufgewirbelten Boden von der Fahrerkabine des Fahrzeuges fernhält.
Eine gelenkige Befestigung des Auslegers an dem Fahrzeug und eine Einstellbarkeit des Walzenabstands vom Boden sind zweckmäßig, um den Walzenabstand den Bodengegebenheiten an­ zupassen, da beispielsweise auf steinigem und sandigem Bo­ den unterschiedliche Walzenabstände vom Boden zu besonders guten Räumergebnissen führen können. Auch ist es zweck­ mäßig, den gesamten Ausleger nach oben zu verschwenken, wenn das Minenräumfahrzeug nicht im Einsatz ist.
Nachfolgend wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher auf ein Ausführungsbeispiel der Erfindung eingegangen. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Mi­ nenräumfahrzeuges;
Fig. 2 eine Ansicht des Minenräumfahrzeuges nach Fig. 1 mit verschwenktem Aufbau;
Fig. 3 eine Seitenansicht des Minenräumfahr­ zeuges nach Fig. 1.
In Fig. 1 ist ein Minenräumfahrzeug 10 dargestellt, das im wesentlichen aus einem kettengetriebenen Fahrgestell 12, einem darauf verschwenkbar angeordneten Fahrzeugaufbau 14 und einem Ausleger 16 besteht, der an dem Fahrzeugaufbau 14 verschwenkbar angelenkt ist.
Der Fahrzeugaufbau 14 und das Fahrgestell 12 entsprechen dabei im wesentlichen einem handelsüblichen Bagger, so daß die Kosten für das Minenräumfahrzeug 10 insgesamt niedrig gehalten werden können.
Der Ausleger 16 verfügt über zwei Auslegerarme 18, die über Gelenke 20 an dem Fahrzeugaufbau 14 schwenkbar angebracht sind. An den freien Enden der Auslegerarme 18 ist eine Schlegeleinheit 22 vorgesehen, welche die verlegten Minen vor dem Minenräumfahrzeug 10 auslösen soll. Die Schlegel­ einheit 22 besteht im wesentlichen aus einer rotierenden Walze 24, an deren Außenumfang eine Vielzahl von Ketten 26 angebracht sind. Die Länge der Ketten 26 entspricht unge­ fähr dem halben Umfang der Walze 24, wobei auf einer Um­ fangslinie der Walze 24 jeweils zwei Ketten angeordnet sind. Um über die gesamte Walzenbreite ein sicheres Auslö­ sen der verlegten Minen zu erreichen, sind mehrere solcher Kettenpaare in bestimmten Abständen über die Walzenbreite verteilt vorgesehen. An den freien Enden der Ketten 26 sind Kugeln 28 angebracht, deren Gewicht zum einen für ein bes­ seres Strecken der Ketten 26 unter der Rotationsbewegung der Walze 24 sorgen und auch für eine erhöhte Schlagkraft der auf den Boden auftreffenden Kettenenden sorgen.
Zwischen der Schlegeleinheit 22 und dem Fahrzeugaufbau 14 ist ein Schutzschild 30 angeordnet, das den Fahrzeugaufbau 14 und das Fahrgestell 12 vor den explodierenden Minen und dem durch die Ketten 26 bzw. die Kugeln 28 aufgewirbelten Boden schützt. Der Ausleger 16 ist zudem über zwei Hydrau­ likzylinder 32 an dem Fahrzeugaufbau 14 angelenkt, die ein Verschwenken des Auslegers und damit ein Verstellen der Höhe der Walze 24 über dem Boden erlauben.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Breite der Walze 24 geringfügig kleiner als die Spurbreite des Fahrgestells 12. Dies ist jedoch insofern unproblematisch, weil ein Verschwenken des Fahrzeugaufbaus 14 bezüglich des Fahrgestells 12 möglich ist und somit die gesamte Breite des Fahrgestells 12 durch entsprechendes Verfahren des Fahrzeugaufbaus 14 abgedeckt werden kann.
Fig. 2 zeigt das Minenräumfahrzeug 10 mit einem im Ver­ gleich zum Fahrgestell 12 verschwenkten Fahrzeugaufbau 14.
Im Minenräumbetrieb bewegt sich das Minenräumfahrzeug 10 mit geringer Geschwindigkeit vorwärts. Das kettengetriebene Fahrgestell 12 sorgt dabei für eine sichere Fortbewegung auch in unwegsamem Gelände. Die Schlegeleinheit 22 rotiert dabei mit einer hohen Drehzahl, so daß die Ketten 26 mit den an ihren Enden vorgesehenen Kugeln 28 radial nach außen geschleudert werden. Der Abstand der Walze 24 vom Boden ist dabei relativ gering gewählt, so daß die Ketten 26 mit den Kugeln 28 in ihrer Abwärtsbewegung von oben noch vor der Walze 24 auf den Boden aufschlagen. Dabei wird eine sehr hohe Impulsenergie in den Boden eingeleitet, die auch das Auslösen tieferliegender Minen im Boden erlaubt. Nach dem Auftreffen auf dem Boden werden die Ketten 26 durch die weiter rotierende Walze durch den Spalt zwischen der Walze 24 und dem Boden gezogen, und sobald die Kugel 28 wieder vom Boden abhebt, erfährt sie eine erneute Beschleunigung in radialer Richtung.
Während der Vorwärtsbewegung des Minenräumfahrzeuges 10 führt der Fahrzeugaufbau 14 eine leichte Pendelbewegung um eine vertikale Achse bezüglich des Fahrgestells 12 aus. Da­ durch ist es möglich, mit der relativ schmalen Walze 24 die gesamte Spurbreite des Fahrgestells 12 abzudecken und auch die Anzahl der nebeneinander angeordneten Kettenpaare auf dem Umfang der Walze 24 kann geringer ausfallen, da die hin- und hergehende Bewegung der Walze 24 für eine breit­ flächige Räumung des Untergrundes auch bei höheren Ketten­ abständen sorgt. Der vergrößerte Abstand der Ketten 26 quer zur Fahrtrichtung verringert auch die Gefahr, daß benach­ barte Ketten miteinander verhaken. Die Ketten können an der Walze auch tangential festgelegt sein.
Aufgrund der Tatsache, daß die Kugeln 28 ein deutliches Stück vor der Walze 24 auf dem Boden aufschlagen und die Minen bereits dort zur Auslösung bringen, verringert sich die Gefahr, daß die aufwendige Schlegeleinheit 22 beim Räu­ men eines Minenfeldes beschädigt wird. Allenfalls kommt es zu Beschädigungen einzelner Ketten 26, die sich jedoch re­ lativ schnell und kostengünstig austauschen lassen. Die Ausfallzeiten des Minenräumfahrzeug 10 sind damit wesent­ lich kürzer als bei den bisher üblichen Minenfahrzeugen.
Der Bodenabstand der Walze 24 läßt sich durch einfaches Verstellen der Hydraulikzylinder 32 den Gegebenheiten an­ passen. Auch ein Hochklappen des gesamten Auslegers 16 ist möglich, um beim Verfahren des Minenräumfahrzeuges 10 außerhalb von Minenfeldern eines bessere Sicht nach vorne zu haben.
Die Anzahl der nebeneinander angeordneten Kettenpaare auf der Walze 24 kann gegenüber der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform erhöht werden, um eine noch flächendecken­ dere Arbeitsweise der Schlegeleinheit 22 zu erreichen. Die Pendelbewegung des Fahrzeugaufbaus 14 kann dann entfallen, wenn durch eine ausreichende Breite der Walze 24 die ge­ samte Spurbreite des Fahrzeuges 10 von Minen befreit werden kann.
Eine zusätzliche Fräseinheit, die vorzugsweise zwischen der Walze 24 und dem Fahrgestell 12 angeordnet ist, kann für eine zusätzliche Umwälzung des Erdreiches sorgen, um auch noch tiefer im Erdreich liegende Minen oder Minen mit be­ sonders schwergängigem Zünder auszulösen. Dadurch wird auf jeden Fall verhindert, daß eine Mine durch das Fahrgestell 12 des Minenräumfahrzeuges 10 ausgelöst wird, was zu einer erheblichen Gefährdung des Fahrzeugführers führen könnte.
Die im Vergleich zum Walzenumfang vergleichsweise geringe Kettenlänge verhindert ein Aufwickeln einzelner Ketten auf die Walze.

Claims (12)

1. Minenräumfahrzeug mit einem vorne angebrachten Ausle­ ger (16), an dessen Ende eine Schlegeleinheit (22) ange­ ordnet ist, die im wesentlichen aus einer rotierenden Walze (24) und deren Umfang befestigten Ketten (26) be­ steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Walze (24) vom Boden und die Länge der Ketten (26) so gewählt sind, daß die infolge der auftretenden Fliehkraft nach außen von der Walze weggeschleuderten Ketten (26) in ei­ nem Winkel vor der Walze (24) und dem Ausleger (16) auf den Boden treffen, in welchem ihre Bewegung eine im we­ sentlichen abwärts gerichtete Geschwindigkeitskomponente aufweist.
2. Minenräumfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Länge der Ketten (26) kleiner als der Umfang der Walze (24) ist.
3. Minenräumfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Kettenlänge ungefähr dem halben Umfang der Walze (24) entspricht.
4. Minenräumfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß in mehreren nebeneinander liegendenden Be­ reichen jeweils zwei oder drei Ketten (26) auf einem Um­ fangskreis angeordnet sind.
5. Minenräumfahrzeug nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Walze (24) größer als 0,5 Meter ist.
6. Minenräumfahrzeug nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (24) mit eine Drehzahl von deutlich weniger als 500 Umdrehungen pro Minute rotiert.
7. Minenräumfahrzeug nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den freien Enden der Ketten (26) Kugeln (28) angeordnet sind.
8. Minenräumfahrzeug nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Außenumfang der Walze (24) mehrere Fräswerkzeuge angeordnet sind, die bis in den Boden reichen.
9. Minenräumfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Schlegeleinheit (22) und dem Fahrzeug (12, 14) ein separates, rotieren­ des Fräswerkzeug angeordnet ist, welches in das Erdreich eindringt.
10. Minenräumfahrzeug nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Schle­ geleinheit (22) und dem Fahrzeug (12, 14) ein Schutz­ schild (30) vorgesehen ist.
11. Minenräumfahrzeug nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger (16) gelenkig an dem Fahrzeug (10, 14) befestigt ist und der Walzenabstand vom Boden einstellbar ist.
12. Minenräumfahrzeug nach einem der vorhergehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger quer zur Fahrrichtung des Minenräumfahrzeug (10) verstellbar oder verschwenkbar ist.
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