DE19852861C1 - Rohrpreßverbindung - Google Patents
RohrpreßverbindungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Rohrpreßverbindung, bestehend aus einem Preßfittingelement (1), das mindestens einen im Querschnitt wulstartig ausgebildeten, ein Dichtmittel (7) aufnehmenden Bereich (3) und einen daran anschließenden, der Einschubseite abgewandten zylindrisch ausgebildeten Bereich (4) aufweist, der einen Anschlag bildend in einen daran anschließenden zylindrisch ausgebildeten und einen geringeren Innendurchmesser aufweisenden Abschnitt übergeht und einem dünnwandigen Leitungsrohr (2), dessen glattendiger Endbereich nach dem Einschub in das Preßfittingelement am inneren Anschlag des Preßfittingelementes zur Anlage kommt und mittels eines das Preßfittingelement umfassenden, mindestens zwei Preßbacken aufweisenden Preßwerkzeuges nach dem Ansetzen und Schließen eine unlösbare, dichte Rohrpreßverbindung gebildet wird, wobei während des Verpressens die Preßbacken sowohl auf den Ringwulst einschließlich des darin eingelegten Dichtmittels als auch auf den der Einschubseite abgewandten zylindrisch ausgebildeten Abschnitt des Preßfittingelementes einwirken. DOLLAR A Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtmittel (7) ein ringförmiges metallisches Element ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Rohrpreßverbindung, bestehend aus einem
Preßfittingelement und einem darin eingeschobenen Leitungsrohr gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Das Preßfitting-System für die Hausinstallation aus C-Stahl (Kohlenstoffstahl) oder
hochlegiertem Stahl ist bekannt (siehe Prospekt der Mannesmann Pressfitting GmbH,
Mannesmann Pressfitting-System/Sanitär, Ausgabe 8/94 und Mannesmann
Pressfitting-System/Heizung, Ausgabe 11/94 oder DE-OS 27 25 280). Dieses System
ist gekennzeichnet durch ein plastisch verformbares Preßfittingelement aus Metall, das
je nach Ausbildung als Bogen oder T-Stück oder Muffe oder Übergangsstück
mindestens einen im Querschnitt wulstartig ausgebildeten, einen Dichtring
aufnehmenden Bereich aufweist, woran sich ein in Längsrichtung erstreckender
zylindrisch ausgebildeter Bereich anschließt. Am Ende der Erstreckung dieses
zylindrischen Bereiches ist eine radial nach innen sich erstreckende sickenförmige
Vertiefung angepreßt, die als Anschlag für das einschiebbare glattendige dünnwandige
Leitungsrohr aus Metall dient. Das dritte bereits schon genannte Element des
Preßfitting-Systems ist der Dichtring. Dieser wird aus einem gummielastischen
Werkstoff, wie z. B. Butylkautschuk meist in Form eines Runddichtringes hergestellt.
Mittels eines mindestens zwei Preßbacken aufweisenden Preßwerkzeuges wird das
wulstartige Ende des Preßfittingelementes plastisch und der darin eingeschlossene
Dichtring elastisch verformt. Zusätzlich wird mit dem gleichen Preßvorgang imzylindrischen Bereich des Preßfittingelementes in unmittelbarer Nähe des wulstartigen
Endes eine sickenförmige Vertiefung plastisch angepreßt, die auch das darunter
liegende eingeschobene Leitungsrohr miterfaßt. Der nur elastisch verformte Dichtring
übernimmt bei diesem Verbindungssystem die Dichtfunktion, während die angepreßte
sickenförmige Vertiefung die durch den Innendruck entstehenden Längskräfte sowie
einen Teil der Momente aufnimmt. Diese Rohrpreßverbindung mit einer Kombination
aus einer plastischen Verformung der metallischen Elemente wie Preßfitting und
Leitungsrohr und einer rein elastischen Verformung des eingelegten Dichtringes hat
sich seit mehr als zwanzig Jahren in der Sanitär- und Heizungstechnik bewährt, da die
Verpreßtechnik gegenüber Löten und Schweißen sowie Gewindeverbindungen
hinsichtlich der Montagezeit und Vermeidung von Brandgefahr von Vorteil ist.
Nachteilig bei dieser Anordnung aber ist, daß bedingt durch das für den Dichtring
verwendete Material der Einsatzbereich des Systems hinsichtlich der Temperatur und
bezüglich der zu transportierenden Medien begrenzt ist.
In der Vergangenheit hat es schon Versuche gegeben, den Einsatzbereich des
Preßfitting-Systems zu erweitern. Beispielsweise ist in der DE 195 44 161 A1 offenbart,
die Querschnittsgeometrie und/oder die Struktur des verwendeten Dichtringes so zu
verändern, daß auch ein Einsatz bis zu einer Temperatur von 300°C möglich ist.
Dabei wird statt eines Dichtringes aus Butyl-Kautschuk einer auf der Basis von
Fluorpolymeren verwendet. Die praktischen Versuche blieben aber nur unbefriedigend,
da die grundsätzliche Problematik des stark unterschiedlichen
Ausdehnungskoeffizienten zwischen Kunststoff für den Dichtring und Metall für das
Preßfittingelement zwar etwas verringert, aber nicht beseitigt werden konnte. Die
Akzeptanz zu transportierender aggressiver Medien ist dabei nicht untersucht worden,
so daß auch dieses Problem weiterhin nicht gelöst ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Rohrpreßverbindung anzugeben, die unter
Beibehaltung der bewährten Verpreßtechnik universell einsetzbar ist und mit der
insbesondere höhere Temperaturen und der Transport aggressiver Medien
beherrschbar sind.
Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff in Verbindung mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. In den Unteransprüchen
sind vorteilhafte Weiterbildungen festgelegt.
Nach der Lehre der Erfindung wird statt eines Dichtringes aus einem
gummielastischen Werkstoff wie z. B. Butylkautschuk oder vergleichbaren Materialien
ein ringförmiges metallisches Element als Dichtmittel eingesetzt. Beispielsweise kann
dies ein Ring aus Kupfer sein, dessen Streckgrenze sehr viel niedriger liegt als die des
aus Stahl gefertigten Preßfittingelementes bzw. Leitungsrohres. Beim Verpressen wird
der Kupferring plastisch verformt und bildet mit dem Leitungsrohr und dem Ringwulst
metallische Dichtflächenpaarungen, so daß die hydraulische Dichtheit gewährleistet ist.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, das metallische Element als Federelement
auszubilden, wobei dessen nach der Verpressung sich einstellende
Rückfederungskraft geringer ist als die Steifigkeit des plastisch verformten
Ringwulstes. Die letztgenannte Bedingung bedeutet, daß die Dicke und die
Federkonstante für das Federelement so gewählt werden, daß die sich nach der
Verpressung ergebende Rückfederungskraft nicht ausreicht, um den plastisch
verformten Ringwulst aufzubiegen. Andererseits muß die Rückfederungskraft so groß
sein, daß auch unter Langzeiteinwirkung eine metallische Dichtung gewährleistet ist.
Der Vorteil der vorgeschlagenen Anordnung ist darin zu sehen, daß der Einsatzbereich
des Systems hinsichtlich Temperatur und Transport kritischer Medien durch den
verwendeten Werkstoff für das Leitungsrohr und das Preßfittingelement bestimmt
werden und nicht durch den bisher üblichen gummielastischen Werkstoff für den
Dichtring. Erfindungswesentlich ist daher, daß die bei Rohrpreßverbindungen als
bisher unabdingbar gehaltene Kombination von metallischen Elementen
(Preßfittingelement, Leitungsrohr) mit gummielastischen nichtmetallischen Elementen
(Dichtring) verlassen wurde und alle drei Elemente, d. h. Preßfittingelement,
Leitungsrohr und Dichtmittel aus Metall sind. Im Falle der Ausbildung des Dichtmittels
als Federelement wird im Regelfall dies aus einem hochlegierten Stahl gefertigt, ein
Werkstoff, der dem für das Preßfittingelement und das Leitungsrohr verwendeten
Werkstoff mindestens gleichwertig ist.
Um das Federelement in einfacher Weise montieren zu können, ist der äußere
Durchmesser des Federelementes auf einen Wert verringerbar, der höchstens gleich
oder kleiner ist als der Durchmesser der der Einschubseite zugewandten Öffnung des
Preßfittingelementes. Alternativ ist es auch möglich, das Federelement in das noch
nicht endgültig geformte Preßfittingelement vorab einzulegen und anschließend die
Wulstform anzupressen.
Vorzugsweise besteht das Federelement aus einem dünnen Blechstreifen mit einer
Dicke im Bereich von 0,1 bis 0,4 mm. Das Federelement kann zu verschiedenen
Querschnittskonfigurationen geformt werden, denen aber allen gemeinsam ist, daß
diese mindestens eine dem Leitungsrohr zugewandte Kontaktfläche aufweisen. Im
Regelfall wird das Federelement mindestens eine dem Leitungsrohr und dem
Ringwulst zugewandte Kontaktfläche aufweisen. Als Sonderfall können auch je zwei
Kontaktflächen gebildet werden, im Sinne einer zweifachen Sicherheit, falls eine
Dichtebene versagen sollte. Die Querschnittskonfiguration des Federelements kann
auch so ausgebildet sein, daß diese dem einzuschiebenden Leitungsrohr nur einen
geringen Widerstand, aber dem herauszuziehenden Leitungsrohr einen großen
Widerstand entgegensetzt. Dann ist beispielsweise das Federelement mit einer auf
das Leitungsrohr gerichteten in Richtung des Einschiebens geneigten Ausklinkung
versehen. Damit erfüllt das Federelement eine Doppelfunktion; einmal die
Dichtfunktion und zum anderen eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Herausziehen
des Leitungsrohres aus dem Preßfittingelement vor der Verpressung. Dieses
Herausziehen kann auftreten, wenn bei der Installation des vorverlegten
Leitungsrohrabschnittes beispielsweise versucht wird, die Länge eines etwas zu kurz
geschnittenen Leitungsrohres auszugleichen. Dabei kann durch das Herausziehen
eine Positionierung zwischen eingeschobenem Leitungsrohr und Preßfittingelement
sich ergeben, mit der eine einwandfreie Verpressung nicht mehr gewährleistet ist.
In der Zeichnung wird anhand mehrerer Ausführungsbeispiele die erfindungsgemäß
ausgebildete Rohrpreßverbindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 im Längsschnitt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäß
ausgebildeten Rohrpreßverbindung vor der Verpressung
Fig. 2 das Detail "X"
Fig. 3 wie Fig. 1, aber nach der Verpressung
Fig. 4 das Detail "X"
Fig. 5-16 Ausführungsbeispiele für das Federelement nach der Montage aber vor
der Verpressung
Fig. 17 Ausführungsbeispiel mit Ausziehsicherung
In Fig. 1 ist in einem Längsschnitt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäß
ausgebildeten Rohrpreßverbindung dargestellt. Diese Rohrpreßverbindung besteht
aus einem Preßfittingelement 1 und einem darin eingeschobenen Leitungsrohr 2. Das
Preßfittingelement 1 weist in bekannter Weise einen nach außen sich erstreckenden
wulstförmig ausgebildeten Bereich 3 auf, einen daran sich anschließenden zylindrisch
ausgebildeten Abschnitt 4, der mit einem Absatz 5 versehen übergeht in einen einen
geringeren Durchmesser aufweisenden ebenfalls zylindrisch ausgebildeten Abschnitt
6. Das hier dargestellte Preßfittingelement 1 kann Bestandteil einer Muffe, eines
Bogens, eines T-Stückes, eines Reduzierstückes oder dergleichen sein. Im
Unterschied zum bekannten Stand der Technik ist im wulstförmig ausgebildeten
Bereich 3 kein Dichtring aus Butylkautschuk, sondern ein metallisches Federelement
7 angeordnet. Die hier dargestellte Querschnittskonfiguration entspricht in etwa einer
Brezelform, deren Abrundungsbereich der Einschubseite zugewandt ist. Die
Einschubrichtung des Leitungsrohres 2 in das Preßfittingelement 1 ist mit einem dick
ausgezogenen Pfeil 8 und die Gegenrichtung mit einem mit gestrichelten Linien
dargestellten Pfeil 9 gekennzeichnet.
Um das Federelement 7 montieren zu können, muß der äußere Durchmesser so weit
verringerbar sein, daß er höchstens gleich oder kleiner ist als der Durchmesser 10 der
der Einschubseite zugewandten Öffnung des Preßfittingelementes 1. Die Montage
kann erleichtert werden, wenn dieser Durchmesser 10 der Öffnung größer als
ansonsten üblich gewählt wird. Alternativ ist es auch möglich, das Federelement 7 in
das noch nicht endgültig geformte Preßfittingelement einzulegen und anschließend
den wulstförmig ausgebildeten Bereich 3 anzuformen.
Das Detail "X" (Fig. 2) zeigt deutlicher als die Darstellung in Fig. 1, daß das
Federelement 7 im Durchmesser verringerbar ist, um eine Montage durch die Öffnung
16 des Preßfittingelementes 1 zu ermöglichen. Weiterhin ist erkennbar, daß nach der
Montage, aber vor der Verpressung der innere Durchmesser 17 des Federelementes
7 größer ist als der äußere Durchmesser 18 des eingeschobenen Leitungsrohres 2.
Das hat den Vorteil, daß das Leitungsrohr 2 ohne Widerstand in das
Preßfittingelement 1 einschiebbar ist und durch das noch nicht verpreßte
Federelement 7 keine radiale Kraft auf das Leitungsrohr 2 ausgeübt wird.
Fig. 3 zeigt die gleiche Rohrpreßverbindung wie Fig. 1, aber nach der Verpressung.
Das plastisch verformte Preßfittingelement 1' so wie der plastisch verformte Ringwulst
3' und das elastisch verformte Federelement 7' sind im Unterschied zu Fig. 1 mit
einem Hochstrich gekennzeichnet.
Das Detail "X" (Fig. 4) verdeutlicht die Verhältnisse nach der Verpressung. Das
Federelement 7' ist durch die plastische Verformung des Ringwulstes 3' elastisch
zusammengedrückt, so daß die beiden konvex gekrümmten Bereiche 19, 20 des
Federelementes 7' metallisch abdichtend zum einen am Scheitelbereich des
Ringwulstes 3' und zum anderen auf dem Leitungsrohr 2 zur Anlage kommen. Die
Festigkeitsebene und damit die axiale Sicherung gegen ein Herausschieben des
Leitungsrohres 2 aus dem Preßfittingelement 1 bilden die beiden durch die
Verpressung angeformten Sicken 14, 15 zum einen im zylindrischen Abschnitt 4 des
Preßfittingelementes 1' und zum anderen im Leitungsrohr 2.
In den Fig. 5-16 sind Ausführungsbeispiele für das Federelement 7.1-7.12 nach
der Montage in das Preßfittingelement 1, aber vor der Verpressung dargestellt, wobei
die in Fig. 5 dargestellte Ausführungsform 7.1 identisch ist mit der Darstellung in Fig.
1 und 2. Den Darstellungen in den Fig. 6, 7, 9, 10, 12 sowie 16 ist zu entnehmen, daß
für die Form des Ringwulstes 3 die Lage des gekrümmten abstützenden Abschnittes
des Federelementes 7 von Bedeutung ist. Liegt dieser Abschnitt der Einschubseite
zugewandt, dann wird wie Fig. 5, 8 zeigt, eine Form des Ringwulstes 3 gewählt mit
einem die Öffnung 16.1 bildenden radial geraden Abschnitt 22. Liegt der abstützende
Abschnitt dagegen der Einschubseite abgewandt, dann verläuft der die Öffnung 16.2
bildende Abschnitt 23 schräg (siehe Fig. 6, 7, 9, 10, 12, 13). Um die richtige
Positionierung des Federelementes bei der Montage zu erleichtern, kann das
Federelement 7.3, 7.6, 7.7, 7.8, 7.9 mindestens einen in die Öffnung 16.2 sich
erstreckenden Abschnitt 11, 12 aufweisen (siehe Fig. 7, 10, 11, 12, 13). Der in der
Bohrung der Öffnung 16.1 anliegende Abschnitt 11 kann zusätzlich ein in Richtung
Scheitelbereich des Ringwulstes 3.1 liegende Abwinkelung 13 aufweisen (Fig. 11).
Eine Sonderstellung nimmt die Ausführungsform des Federelementes 7.11 gemäß
Fig. 15 ein. Diese weist zwei im axialen Abstand voneinander liegende konvex
gekrümmte Bereiche 24, 25 auf, die mit jeweils zwei Bereichen im Ringwulst 3.4 und
zwei Bereichen auf dem Leitungsrohr 2 in Kontakt treten. Das bedeutet eine Art
Doppelsicherung, falls eine Dichtflächenpaarung versagen sollte.
In Fig. 17 ist eine Ausführungsform eines Federelementes 7.13 dargestellt, die mit
einer Ausziehsicherung versehen ist. Dazu weist das Federelement 7.13 mindestens
eine am Umfang angeordnete Ausklinkung 21 auf, die dem Leitungsrohr 2 zugewandt
und in Einschubrichtung 8 geneigt ist. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß beim
Einschieben 8 des Leitungsrohres 2 in das Preßfittingelement 1 der die Ausklinkung 21
aufweisende Abschnitt 26 elastisch nachgibt. Wird dagegen versucht, vor der
Verpressung das Leitungsrohr 2 wieder herauszuziehen 9, dann würden sich die oder
mehrere Ausklinkungen 21 in die äußere Oberfläche des Leitungsrohres 2 eingraben
und somit das Leitungsrohr 2 fixieren.
Claims (16)
1. Rohrpreßverbindung, bestehend aus einem Preßfittingelement, das
mindestens einen im Querschnitt wulstartig ausgebildeten, ein Dichtmittel
aufnehmenden Bereich und einen daran anschließenden, der Einschubseite
abgewandten zylindrisch ausgebildeten Bereich aufweist, der einen Anschlag
bildend in einen daran anschließenden zylindrisch ausgebildeten und einen
geringeren Innendurchmesser aufweisenden Abschnitt übergeht und einem
dünnwandigen Leitungsrohr, dessen glattendiger Endbereich nach dem
Einschub in das Preßfittingelement am inneren Anschlag des
Preßfittingelementes zur Anlage kommt und mittels eines das
Preßfittingelement umfassenden, mindestens zwei Preßbacken aufweisenden
Preßwerkzeuges nach dem Ansetzen und Schließen eine unlösbare, dichte
Rohrpreßverbindung gebildet wird, wobei während des Verpressens die
Preßbacken sowohl auf den Ringwulst einschließlich des darin eingelegten
Dichtmittels, als auch auf den der Einschubseite abgewandten zylindrisch
ausgebildeten Abschnitt des Preßfittingelementes einwirken,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dichtmittel ein ringförmiges metallisches Element ist.
2. Rohrpreßverbindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das metallische Element als Federelement (7) ausgebildet ist, dessen
nach der Verpressung sich einstellende Rückfederungskraft für eine
metallische Dichtung ausreichend, aber geringer ist als die Steifigkeit des
plastisch verformten Ringwulstes.
3. Rohrpreßverbindung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (7) mindestens einen dem eingeschobenen
Leitungsrohr (2) zugewandten Abschnitt aufweist, der nach der Verpressung
mit dem jeweiligen Bereich des Leitungsrohres (2) eine metallische
Dichtflächenpaarung bildet.
4. Rohrpreßverbindung nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (7) mindestens einen dem Ringwulst (3) und dem
eingeschobenen Leitungsrohr (2) zugewandten Abschnitt aufweist, der nach der
Verpressung mit dem jeweiligen Bereich des Ringwulstes (3) und des
Leitungsrohres (2) eine metallische Dichtflächenpaarung bildet.
5. Rohrpreßverbindung nach einem der Ansprüche 2-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (7) im Montagezustand auf einen Wert seines äußeren
Durchmessers verringerbar ist, der höchstens gleich oder kleiner ist als der
Durchmesser (10) der der Einschubseite zugewandten Öffnung (16) des
Preßfittingelementes (1).
6. Rohrpreßverbindung nach einem der Ansprüche 2-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (7) aus einem dünnen Blechstreifen geformt wird.
7. Rohrpreßverbindung nach den Ansprüchen 4-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Querschnittskontur des Federelementes (7.1-7.3, 7.5, 7.10,
7.12) in der Kontaktzone zum Scheitelbereich des Ringwulstes (3.1, 3.2, 3.3,
3.5) und zum Leitungsrohr (2) hin konvex gekrümmt ist.
8. Rohrpreßverbindung nach den Ansprüchen 4-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Querschnittskontur des Federelementes (7.4, 7.6, 7.7, 7.8, 7.9)
in der Kontaktzone zum Scheitelbereich des Ringwulstes (3.1, 3.2) konvex
gekrümmt und zum Leitungsrohr (2) parallelliegend gerade ist.
9. Rohrpreßverbindung nach den Ansprüchen 4-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Querschnittskontur des Federelementes (7.11) zwei im axialen
Abstand voneinander konvex gekrümmte Bereiche (24, 25) aufweist, die mit je
zwei Kontaktzonen des Ringwulstes (3.4) und zwei Kontaktzonen des
Leitungsrohres (2) in Berührung kommen.
10. Rohrpreßverbindung nach den Ansprüchen 2-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (7.3, 7.6, 7.7, 7.8) mindestens einen mindestens in die
Öffnung (16) des Preßfittingelementes (1) sich erstreckenden parallelliegenden
Abschnitt (11, 12.1) aufweist.
11. Rohrpreßverbindung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (7.7, 7.8) zwei durch die Öffnung (16) sich erstreckende
parallelliegende Abschnitte (11, 12) aufweist.
12. Rohrpreßverbindung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der den Bohrungsbereich der Öffnung (16) kontaktierende Abschnitt (11)
zum Scheitelbereich des Ringwulstes (3.1) hin eine Abwinkelung (13) aufweist.
13. Rohrpreßverbindung nach einem der Ansprüche 2-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (7.13) eine Querschnittskonfiguration aufweist, die dem
in das Preßfittingelement (1) einzuschiebenden Leitungsrohr (2) weniger
Widerstand entgegensetzt als dem aus dem Preßfittingelement (1)
herauszuziehenden Leitungsrohr (2).
14. Rohrpreßverbindung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (7.13) mindestens eine am Umfang angeordnete und
dem Leitungsrohr (2) zugewandte und in Einschubrichtung (8) geneigte
Ausklinkung (21) aufweist.
15. Rohrpreßverbindung nach einem der Ansprüche 2-14,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement (7) aus einem hochlegierten Stahl gefertigt ist.
16. Rohrpreßverbindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das metallische Element aus einem plastisch verformbaren Werkstoff
hergestellt ist, dessen Streckgrenze weit unterhalb der Streckgrenze des
Preßfittingelementes und des Leitungsrohres (2) liegt.
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| Firmenprospekt der Mannesmann Preßfitting GmbH "Preßfitting-System/Heizung", Ausgabe 11/94 * |
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