DE19851898A1 - Drehstation für Wickel - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Ändern der Abrollrichtung von zeitlich nacheinander von einer Abgabestation (1) abgegebenen Wickeln (W, W1) zur Bildung einer Wickelgruppe (WG), in welcher die Stirnflächen benachbarter Wickel (W) einen gleichen Abstand (a) aufweisen und die Längsachsen (LA) der Wickel (W) in einer Linie liegen. In der Praxis ist es manchmal erforderlich, die Vorbereitungsmaschine zur Herstellung eines Wickels (W) in Bezug auf die zu bedienende Kämmmaschinengruppe so anzuordnen, so dass die aus der Vorbereitungsmaschine abgegebenen Wickel in der ausgestoßenen Abrollrichtung eine andere Abrollrichtung aufweisen, als dies bei der nachfolgenden Kämmmaschine notwendig ist. Es ist deshalb notwendig, die Wickel um 180 DEG zu drehen, wobei die Teilung einer Wickelgruppe erhalten bleiben soll. DOLLAR A Es wird deshalb vorgeschlagen, dass die von der Abgabestation (1) abgegebenen Wickel (W) schrittweise quer zu ihrer Abgaberichtung über eine Aufnahme (41, 42) einer Drehvorrichtung (30) verschoben werden, mittels welcher sie um 180 DEG in einer Ebene, in der die Längsachse (LA) des Wickels (W) liegt, gedreht werden und die Wickel anschließend aus dem Bereich der Aufnahme (42) in Richtung ihrer Längsachse (LA) verschoben werden.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Ändern der Abrollrichtung von zeitlich
nacheinander von einer Abgabestation abgegebenen Wickel zur Bildung einer Wickel
gruppe, in welcher die Stirnflächen benachbarter Wickel einen gleichen Abstand auf
weisen und die Längsachsen der Wickel in einer Linie liegen. Ebenso bezieht sich die
Erfindung auf eine Vorrichtung zum Drehen eines Wickels in einer Ebene quer zu sei
ner Längsachse, wobei die Vorrichtung mit einer Drehachse versehen ist.
Die an einer Vorbereitungsmaschine hergestellten Wickel (z. B. Wattewickel) werden
durch Aufwickeln einer Wattebahn auf eine Hülse hergestellt und anschliessend unter
Erzeugung eines Abrisses aus der Vorbereitungsmaschine ausgestossen.
Um die Vorbereitungsmaschine mit Textilmaterial (z. B. Faserbänder) zu versorgen,
werden mehrere Kannenreihen dem Einlauftisch der Vorbereitungsmaschine vorgelegt.
Diese Kannen werden an Strecken, welche der Vorbereitungsmaschine vorgelagert
sind, befüllt und anschliessend über Transportsysteme oder von Hand zum Einlauftisch
der Vorbereitungsmaschine transportiert.
Um die Transportwege klein zu halten und somit die aufgewandte Zeit für den Kannen
transport zu minimieren, muss die Vorbereitungsmaschine, bzw. deren Einlauftisch mit
den Kannenstellplätzen entsprechend zu den vorgelagerten Maschinen (Strecken) zu
geordnet werden.
Um die von der Vorbereitungsmaschine hergestellten Wickel in einer Gruppe über ein
Transportsystem an nachfolgende Kämmaschinen zu überführen, werden die von der
Vorbereitungsmaschine ausgestossenen Wickel von einer Fördereinrichtung übernom
men und schrittweise zu einer Wickelgruppe zusammengestellt, wobei benachbarte
Wickel in einem gleichbleibenden Abstand zueinander angeordnet sind. Eine derartige
Einrichtung ist z. B. aus der JP-52-25 125 zu entnehmen, wobei die von der Vorberei
tungsmaschine abgegebenen Wickel quer zur Abgabestelle über ein Förderband abge
führt und zu einer Wickelgruppe zusammengestellt werden. Diese Gruppe wird dann
mittels eines Transportsystems, das auf einer Kranbahn geführt wird, zur jeweiligen
Kämmaschine überführt. Eine ähnliche Einrichtung ist auch aus der noch nicht veröf
fentlichten DE-197 20 545.3 zu entnehmen.
Bei den genannten Ausführungen wird die an der Vorbereitungsmaschine zusammen
gestellte Wickelgruppe von dem Transportsystem übernommen und an der jeweiligen
Kämmaschine abgesetzt, wobei die Enden der aufgewickelten Wattebahn so ausge
richtet sind, so dass die Wickel in der gewünschten Abrollrichtung vorliegen.
Um den Materialfluss innerhalb der Spinnerei entsprechend den örtlichen Gegebenhei
ten anzupassen, kann der Fall eintreten, dass die anschliessende Kämmaschinenreihe
um 180° verdreht zu der bereitgestellten Wickelgruppe in bezug auf die zuvor genann
ten Ausführungen angeordnet werden. In diesem Fall würde nach Überführung der
Wickel in zuvor beschriebener Weise das Wickelende in die falsche Richtung zeigen.
Das heisst, die Abrollrichtung der an der Kämmaschine aufgelegten Wickel wäre ent
gegengesetzt zur gewünschten Abrollrichtung gerichtet.
In diesen Fällen ist es notwendig, die Wickel in einer Ebene ihrer Mittelachse zu dre
hen, um die gewünschte Abrollrichtung zu erzielen.
Aus der JP-54-8184 ist eine Vorrichtung bekannt, wobei der von einer Vorbereitungs
maschine ausgestossene Wickel in ein Muldenblech überführt wird, welches mit einer
Dreh- und Hubeinrichtung in Verbindung steht. Bei dieser Einrichtung wird das Mul
denblech überein Winkelgetriebe in Drehung versetzt, wobei gleichzeitig unter Zuhilfe
nahme einer Kulissenführung eine Hubbewegung erzeugt wird. Sobald der Wickel ver
dreht wurde (in diesem Fall um 90° in horizontaler Richtung), kann er von den Greifar
men eines Transportsystems übernommen werden.
Die gezeigte Anordnung ist sehr aufwendig und nicht geeignet zur Bildung einer Wic
kelgruppe mit entsprechend ausgerichteten Watteenden.
Aus der EP-A2-406 923 ist eine Einrichtung bekannt, wobei eine Vorrichtung vorgese
hen ist, um die Orientierung von Fadenspulen zu ändern. Diese Einrichtung ist eben
falls sehr aufwendig und ausserdem nicht vorgesehen, bzw. geeignet zur Erstellung
einer gleichmässigen Wickelgruppe.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung
vorzuschlagen, die es ermöglicht, die Orientierung der Wickelenden nach Abgabe von
einer Vorbereitungsmaschine auf einfachste Weise zu ändern, wobei die anschliessen
de Bildung einer gleichmässigen Wickelgruppe zur Übergabe an ein nachfolgendes
Transportsystem gewährleistet wird.
Diese Aufgabe wird einerseits durch ein Verfahren gelöst, wobei die von der Abgabe
station abgegebenen Wickel schrittweise quer zu ihrer Abgaberichtung über eine Auf
nahme einer Drehvorrichtung verschoben werden, mittels welcher sie um 180° in einer
Ebene, in der die Längsachse des Wickels liegt, gedreht werden und die Wickel an
schliessend aus dem Bereich der Aufnahme in Richtung ihrer Längsachse verschoben
werden. Durch dieses Verfahren ist es möglich, auf einfachste Weise die Orientierung
der Abrollrichtung zu verändern, wobei die horizontale Transportrichtung zur Bildung
der Wickelgruppe beibehalten werden kann. Ausserdem kann diese horizontale Trans
portbewegung gleichzeitig benutzt werden, um die Wickel direkt auf die Drehvorrich
tung aufzuschieben.
Zur Schonung der äusseren Schicht des Wickels wird weiter vorgeschlagen, dass die
Wickel vor und nach dem Drehvorgang quer zu ihren Längsachsen bewegt werden.
Das heisst, die Wickel werden vor dem Drehvorgang von ihrer Fördereinrichtung abge
hoben und anschliessend wieder aufgesetzt.
Des weiteren wird die Erfindung durch eine Vorrichtung gelöst, wobei Mittel vorgesehen
sind, um die von einer Abgabestation in zeitlichen Abständen abgegebenen Wickel
quer zur Abgaberichtung absatzweise zu verschieben, um eine Gruppe von Wickeln zu
bilden, in welcher die Stirnflächen benachbarter Wickel einen gleichen Abstand aufwei
sen und die Längsachsen der Wickel in einer Linie liegen und die Vorrichtung zum Dre
hen der Wickel wenigstens teilweise in den Verschiebebereich der Wickel ragt und mit
wenigstens zwei in entgegengesetzter Richtung weisende Aufnahmemittel versehen ist.
Mit dieser Vorrichtung ist es möglich, die Wickel während ihrer schrittweisen Transport
bewegung direkt der Dreheinrichtung zu zuführen und durch diese zu erfassen, um die
Orientierung der Abrollrichtung zu verändern.
Vorteilhafterweise wird vorgeschlagen, die Drehvorrichtung mit einer Hubeinrichtung zu
versehen.
Um die Querfördereinrichtung zur Bereitstellung der Wickelgruppe auf das notwendige
Mass zu beschränken und zur Einhaltung der Seitenabstände zwischen der Wickel in
der Wickelgruppe wird vorgeschlagen, dass der kleinste Abstand zwischen der Dreh
achse der Vorrichtung und der Stirnfläche des vollständig auf dem Aufnahmemittel auf
geschobenen Wickels dem halben Abstand zwischen den Stirnflächen benachbarter
Wickel innerhalb der Gruppe entspricht.
Vorzugsweise wird dabei vorgeschlagen, dass die Drehvorrichtung den Wickel um 180°
dreht und um eine Wickelteilung - in Verschieberichtung der Wickel gesehen - ent
sprechend den vorgegebenen Abständen benachbarter Wickel innerhalb der Gruppe,
bewegt.
Um die Positionierung des Wickels während der Drehbewegung auf der Drehvorrich
tung zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, dass die Aufnahmemittel zumindest teilwei
se mit einer rutschfesten Auflage versehen sind.
Weiter Vorteile der Erfindung sind anhand nachfolgender Ausführungsbeispiele näher
beschrieben und aufgezeigt.
Es zeigen:
Fig. 1 Eine schematische Draufsicht auf eine Kämmereistufe einer Spinnerei.
Fig. 2 Eine vergrösserte Seitenansicht X gemäss Fig. 1.
Fig. 3 Eine Seitenansicht nach Fig. 2.
Fig. 1 zeigt eine Kämmereistufe einer Spinnereianlage mit einer Vorbereitungsmaschi
ne 1, auf welcher Wattewickel W (kurz Wickel genannt) hergestellt werden. Die Vorbe
reitungsmaschine 1 ist dabei mit einem Einlauftisch 2 versehen, welcher Kannenreihen
K1 und K2 zugeordnet sind. Die von den Kannen abgezogenen Faserbänder werden
nicht gezeigten Streckwerken zugeführt und zu Faservliesen verstreckt. Die Faservliese
werden auf dem Einlauftisch 2 aufeinander gelegt und gemeinsam einer Wickelvorrich
tung 4 (Fig. 2) zugeführt. Bevor die so erzeugte Wattebahn 6 der Wickelvorrichtung 4
zugeführt wird, wird diese über nicht näher gezeigte Kalanderwalzen geleitet. Der in der
Wickelvorrichtung 4 über den Wickelwalzen 7 und 8 gebildete Wickel W wird nach sei
ner Fertigstellung über einen Stössel 10 nach hinten ausgestossen. Bei diesem Vor
gang wird die Wattebahn 6 getrennt, wobei sich das Ende E an den Aussenumfang des
Wickels anlegt. Bei dem Ausstossvorgang in Pfeilrichtung wird der Wickel W in eine
Mulde 15 eines Transportbandes 14 überführt, welches Teil einer Querfördereinrich
tung 12 ist.
Die auf dem Transportband 14 aufgelegten Wickel W werden schrittweise in Pfeilrich
tung verschoben und zu einer Wickelgruppe WG zusammengeführt. Der Querförderer
12 erstreckt sich dabei in den Bewegungsbereich einer Verschiebebrücke 20, die auf
Schienen 21 und 22 über Kopf geführt wird. Die Schienen 21 und 22 stützen sich auf
schematisch gezeigten Trägern T auf dem Boden ab. Wie durch einen Doppelpfeil an
gedeutet, kann sich die Verschiebebrücke 20 entlang der Schienen 21 und 22 in beiden
Richtungen bewegen und wird dabei von einer nicht näher gezeigten Antriebsquelle
angetrieben, die wiederum über eine schematisch in Fig. 3 gezeigte Steuervorrichtung
gesteuert wird.
Parallel zu dem Querförderer 12 sind Kämmaschinen K1 bis K5 in Reihe hintereinander
angeordnet, welche ebenfalls von der Verschiebebrücke 20 überfahren werden. Die
einzelnen Kämmaschinen K1 bis K5 weisen verschwenkbare Mulden 24 auf, auf wel
chen eine Gruppe von acht Reservewickeln RW für die Nachführung in eine Arbeits
position AP in Bereitschaft liegen.
Wie insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmen, werden die Wickel W bei der Wickelbil
dung auf eine mit einem lichten Durchmesser DL versehenen Hülse H aufgewickelt.
Wie schematisch in Fig. 2 gezeigt, ist an der Verschiebebrücke 20 ein in der Höhe ver
stellbarer Greiferbalken 26 angebracht, der mit einzelnen Greiferarmen 27 versehen ist,
welche zur Aufnahme der Wickel in die lichten Durchmesser DL der Hülsen H ein
schwenkbar sind.
Die an den einzelnen Kämmköpfen (in der Regel acht) der Kämmaschinen hergestell
ten Faserbänder werden in Pfeilrichtung zu einem nicht gezeigten Streckwerk der ein
zelnen Kämmaschine überführt und zu einem Kämmaschinenband zusammengefasst,
das in schematisch gezeigte Kannen K abgelegt wird. Die Kannen K werden nach Be
füllung ausgestossen und von Hand oder über eine Transporteinrichtung in schema
tisch dargestellter Pfeilrichtung zur Weiterverarbeitung an nachfolgende Maschinen
überführt.
Die in Fig. 1 gezeigte Aufstellung der Kämmaschinen zu der Vorbereitungsmaschine 1
kann sich durch entsprechende Vorgaben in der Materialzu- bzw. -abführung ergeben.
Durch die Wahl dieser Aufstellung ergibt sich, dass die Abrollrichtung des von der Vor
bereitungsmaschine ausgestossenen Wickels W in bezug auf den nachfolgenden Wei
tertransport zu den Kämmaschinen K1 bis K5 in verkehrter Richtung vorliegt. Dies ist
insbesondere aus der Fig. 2 zu entnehmen, wobei der auf die Mulde 15 ausgestossene
Wickel W eine Abrollrichtung in Uhrzeigerrichtung aufweist, während der auf der Mulde
24 aufliegende Reservewickel RW eine Abwickelrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn
benötigt. Dies wird insbesondere auch aus der Darstellung des Wickels ersichtlich, wel
cher sich in der Arbeitsposition AP befindet. Es ist deshalb notwendig, dass die von der
Vorbereitungsmaschine 1 abgegebenen Wickel W vor Übernahme durch die Verschie
bebrücke 20 um 180° gedreht werden. Dies geschieht an einer Drehstation 30, welche
anhand der Fig. 2 und 3 näher erläutert wird. Die Drehstation 30 weist einen Rah
men 32 auf, der sich dem Boden abstützt und dort befestigt ist. Auf dem Rahmen 32 ist
ein Zylinder 33 befestigt, dessen Kolbenstange 34 an einem Getriebekasten 36 befe
stigt ist. An dem Getriebekasten 36 ist ein Motor M angeflanscht, der eine nicht näher
gezeigte Getriebestufe innerhalb des Getriebegehäuses 36 antreibt. Ein Antriebsele
ment dieser Getriebestufe ist mit einer Welle 38 drehfest verbunden, welche in einem
Rohr 40 drehbar gelagert ist. Das Rohr 40 ist dabei drehfest am Getriebegehäuse 36
angeflanscht und wird im Rahmen 32 in vertikaler Richtung geführt. Am unteren Ende
der Welle 38 sind zwei in entgegengesetzter Richtung zeigende Aufnahmen 41, bzw.
42 befestigt. Die Aufnahmen 41 und 42 können dabei als Wellen ausgeführt sein, die
z. B. mit einer rutschfesten Auflage versehen sind, damit die von der jeweiligen Auf
nahme aufgenommenen Wickel ihre Position bei der Drehung einhalten. Der Abstand b
von der Mittelachse DA der Drehstation 30 zur Stirnfläche des Wickels W1 entspricht
dem halben Abstand a zwischen den benachbarten Wickeln einer Wickelgruppe WG.
Daraus resultiert, dass der Wickel W1 nach durchgeführtem Drehvorgang um 180° in
die strichpunktiert gezeichnete Stellung so positioniert wird, so dass der Abstand a zum
zuvor gedrehten Wickel W4 erhalten bleibt.
Wie schematisch gezeigt, werden die leeren Hülsen H auf dem inneren Drum des
Transportbandes 14 zu der Vorbereitungsmaschine 1 zurückbefördert. Eine detaillierte
re Beschreibung dieser Einrichtung ist z. B. aus der DE-A1-197 20 545.3 zu entnehmen.
Nachfolgend wird die Funktionsweise der Dreheinrichtung 30 näher erläutert:
Der von der Vorbereitungsmaschine 1 ausgestossene Wickel W gelangt durch die
schrittweise Verschiebung in Pfeilrichtung des Förderbandes 14 in die Wickelposition
W1, wobei bei dieser Verschiebung sich die Hülse H mit ihrem lichten Durchmesser DL
über das freie Ende der Aufnahme 41 schiebt. Sobald die Position erreicht ist (welche
über die Teilungsvorschiebung gesteuert wird), wird auch die schrittweise Bewegung
des Förderbandes 14 unterbrochen. Der Zylinder 33 wird nun über eine schematisch
gezeigte Steuereinrichtung S beaufschlagt und verschiebt seine Kolbenstange 34 in
vertikaler Richtung um einen vorgegebenen Betrag. Durch die entsprechende Verbin
dung wird auch das Getriebegehäuse 36 sowie das Rohr 40 mit der Welle 38 angeho
ben. Gleichzeitig verschieben sich die Aufnahmen 41 und 42 ebenfalls in vertikaler
Richtung nach oben, wodurch die Aufnahme 41 auf der Innenfläche der Hülse H zum
Anliegen kommt. Bei weiterer vertikaler Verschiebung wird der Wickel W1 vom Trans
portband 14 abgehoben. Nach Erreichen einer strichpunktiert angedeuteten Höhe wird
der Motor M über die Steuereinheit S beaufschlagt und setzt dadurch das Getriebe in
nerhalb des Getriebegehäuses 36 in Bewegung. Dadurch wird auch die Welle 38 und
somit die Aufnehmer 41 und 42 in einer horizontalen Ebene verdreht, bis ein Drehwin
kel von 180° erreicht ist und sich der Wickel W1 in der Wickelposition W3 befindet. So
bald diese Position erreicht ist, wird der Motor M wieder stillgesetzt und der Zylinder 33
durch die Steuereinheit S beaufschlagt. Dadurch wird die Kolbenstange 34 wieder nach
unten bewegt, wobei die Aufnahme 41 ebenfalls eine vertikale Verschiebung nach un
ten durchführt. Diese Verschiebung erfolgt solange, bis die Position, wie sie in Fig. 3
gezeigt ist, erreicht ist, wobei der Wickel W3 vollständig auf dem Transportband 14 auf
liegt und die Aufnahme 41 keine Berührung mit der Innenfläche der Hülse mehr auf
weist. Nach Durchführung dieses Drehvorganges befindet sich nunmehr das Wickelen
de in der richtigen Abrollrichtung für die nachfolgenden Kämmaschinen; der Wickelplatz
W1 ist wieder leer und bereit für eine nachfolgende Aufnahme. Sobald ein neuer Wickel
W von der Vorbereitungsmaschine 1 wieder an das Transportband 14 abgegeben wur
de, wird dieses wieder schrittweise um eine Wickelteilung verschoben, bis sich dieser
neue Wickel wieder in der Wickelposition W1 befindet. Durch diese schrittweise Bewe
gung wird der zuvor gedrehte Wickel W3 in die Wickelposition W4 verschoben, wo
durch sich der Aufnehmer 42 wieder frei drehen kann, um ein nachfolgender Wickel W1
in die Wickelposition W3 zu überführen. Sobald sich eine vollständige Wickelgruppe
WG im Bereich der Aufnahme durch die Greifer 26 der Verschiebebrücke 20 befindet,
kann eine vollständige Gruppe zur Nachführung z. B. an die Kämmaschine K4 über
nommen werden.
Die vorgeschlagene Einrichtung ermöglicht eine einfache und schonende Wickeldre
hung, wobei die Querverschiebung der Wickel direkt miteinbezogen wird.
Claims (8)
1. Verfahren zum Ändern der Abrollrichtung von zeitlich nacheinander von einer Ab
gabestation (1) abgegebenen Wickeln (W, W1) zur Bildung einer Wickelgruppe
(WG), in welcher die Stirnflächen benachbarter Wickel (W) einen gleichen Abstand
(a) aufweisen und die Längsachsen (LA) der Wickel (W) in einer Linie liegen, da
durch gekennzeichnet, dass die von der Abgabestation (1) abgegebenen Wickel
(W) schrittweise quer zu ihrer Abgaberichtung über eine Aufnahme (41, 42) einer
Drehvorrichtung (30) verschoben werden, mittels welcher sie um 180° in einer
Ebene, in der die Längsachse (LA) des Wickels (W) liegt, gedreht werden und die
Wickel anschliessend aus dem Bereich der Aufnahme (42) in Richtung ihrer
Längsachse (LA) verschoben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickel (W1) vor
und nach dem Crehvorgang quer zu ihren Längsachsen (LA) bewegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickel (W1) für
den Drehvorgang von einer Fördereinrichtung (14) über die Drehvorrichtung (30)
abgehoben und nach Beendigung des Drehvorganges wieder auf die Förderein
richtung (14) aufgelegt werden.
4. Vorrichtung zum Drehen eines Wickels (W) in einer Ebene und quer zu seiner
Längsachse (LA), wobei die Vorrichtung (30) mit einer Drehachse (DA) versehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (14) vorgesehen sind, um die von einer
Abgabestation (1) in zeitlichen Abständen abgegebenen Wickel (W) quer zur Ab
gaberichtung absatzweise zu verschieben, um eine Gruppe (WG) von Wickeln (W)
zu bilden, in welcher die Stirnflächen benachbarter Wickel einen gleichen Abstand
(a) aufweisen und die Längsachsen (LA) der Wickel in einer Linie liegen und die
Vorrichtung (30) zum Drehen der Wickel (W) wenigstens teilweise in den Verschie
bebereich der Wickel ragt und mit wenigstens zwei in entgegengesetzter Richtung
weisende Aufnahmemittel (41, 42) versehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehvorrichtung
(30) mit einer Hubeinrichtung (33, 34) versehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der
kleinste Abstand (b) zwischen der Drehachse (DA) der Vorrichtung (30) und der
Stirnfläche des vollständig auf dem Aufnahmemittel (41) aufgeschobenen Wickels
(W1) dem halben Abstand (a) zwischen den Stirnflächen benachbarter Wickel in
nerhalb der Gruppe (WG) entspricht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Drehvorrichtung (30) den Wickel um 180° dreht und um eine Wickelteilung - in Ver
schieberichtung der Wickel gesehen - entsprechend den vorgegebenen Abständen
benachbarter Wickel innerhalb der Gruppe, bewegt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Aufnahmemittel (41, 42) zumindest teilweise mit einer rutschfesten Auflage verse
hen sind.
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