DE19851681A1 - Aufsitzkehrmaschine mit Heckmotor - Google Patents
Aufsitzkehrmaschine mit HeckmotorInfo
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Abstract
Beschrieben wird eine Aufsitzkehrmaschine mit Heckmotor und einer zwischen Vorder- und Hinterachse angeordneten, angetriebenen Kehrwalze, welche den Schmutz in einen hinter der Kehrwalze angeordneten Grobschmutzbehälter befördert, aus dem der Feinschmutz mittels einer Filter-Gebläseeinheit abgesaugt wird, wobei die Filter-Gebläseeinheit im Bereich vor dem Heckmotor in vertikaler Übereinander-Anordnung angeordnet ist und daß die Gebläseturbine mit dem Feinfilter in einem gemeinsamen Kasten angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Aufsitzkehrmaschine mit Heckmotor nach dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1. Eine derartige Aufsitzkehrmaschine ist
beispielsweise mit dem Gegenstand der PCT/WO 97/15 731 bekannt geworden.
Bei dieser bekannten Aufsitzkehrmaschine ist der Heckmotor stehend angeordnet
und eine nach oben gerichtete Antriebswelle ist direkt an eine Gebläseturbine
angeflanscht, welche über einen Saugschlauch, ein im Heckbereich angeordnetes
Feinfilter beaufschlagt. Damit ist allerdings eine relativ ungünstige
Gewichtsverteilung verbunden. Denn die im Heckbereich angeordnete Feinfilter-
Entstaubung mit einem zugeordneten Absaugkanal, der in den
Grobschmutzbehälter führt, macht das gesamte Fahrzeug hecklastig.
Darüber hinaus ist ein relativ hoher Aufbau des Fahrzeuges zu vergegenwärtigen,
weil das ebenfalls stehend angeordnete Gebläse mit einem oben heraufgeführten
Saugschlauch eine entsprechende Bauhöhe beansprucht.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Aufsitzkehrmaschine der
eingangs genannten Art so weiter zu bilden, daß sie bei geringerer Bauhöhe eine
günstigere Gewichtsverteilung aufweist.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist der Erfindung durch die technische Lehre
des Anspruches 1 gekennzeichnet.
Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, daß nun eine Filter-Gebläseeinheit
vorgeschlagen wird, bei der das Feinfilter und die Gebläseturbine in einem
gemeinsamen Kasten angeordnet sind und vertikal übereinander liegend im
Bereich des Heckmotors vor der Hinterachse des Fahrzeuges angeordnet sind.
Vorteil dieser Maßnahme ist also, daß durch die direkte Verbindung von
Gebläseturbine Feinfilter in einem gemeinsamen Kasten, in den auch der Antrieb
für die Gebläseturbine hineingeführt ist, ein gedrängter Aufbau gewährleistet ist.
Wird dieser Anordnung noch in vertikaler Übereinander-Anordnung ausgebildet,
gibt sich der weitere Vorteil, daß eine über dem Heckbereich des Fahrzeuges
hinaus ragende Gewichtseinheit vermieden wird. Es ergibt sich damit die
Möglichkeit, eine derartige vertikale Übereinander-Anordnung von Filter-
Gebläseeinheit unmittelbar vor dem Heckmotor im Zwischenraum zwischen
Vorder- und der Hinterachse anzuordnen.
Wird diese Filter-Gebläseeinheit unmittelbar an dem Grobschmutzbehälter
angeflanscht, ergibt sich der weitere Vorteil, daß ein ungünstiger Absaugkanal
zwischen dem Feinfilter und dem Grobschmutzbehälter sowie ein
Feinstaubbehälter entfallen kann. Insgesamt werden dadurch die
Herstellungskosten des Fahrzeuges niedriger, bei gleichzeitiger
Gewichtseinsparung und günstigerer Raumverteilung.
Der vom Feinfilter angesaugte Schmutz kann mittels einer
Abreinigungsvorrichtung vom Feinfilter entfernt werden und fällt dann wieder in
den Grobschmutzbehälter zurück.
Insgesamt ergibt sich auch ein niedriger, gedrängter Aufbau dadurch, daß der
Heckmotor seine stehende Antriebswelle nach unten herausgeführt hat und von
dort aus alle Antriebe für die verschiedenen anzutreibenden Organe abgeleitete
werden.
Eine nach oben herausgeführte, die Bauhöhe erhöhende Antriebswelle wird
dadurch vermieden.
Die Erfindung beansprucht noch eine weitere Ausführungsform als
erfindungswesentlich, bei der ebenfalls die Aufgabe gelöst wird, ein möglichst
gedrängter Aufbau mit niedriger Bauhöhe zu erreichen.
Kennzeichnend für diese Ausführungsform ist, daß die Feinstaubbehälter-Filter-
Gebläseeinheit in horizontaler Hintereinander-Schaltung im Heckbereich des
Fahrzeuges angeordnet ist und die Gebläseturbine mit dem Feinfilter und
Feinstaubbehälter in einem gemeinsamen Kasten angeordnet sind. Insgesamt
ergibt sich dadurch ein gedrängter Aufbau, weil Gebläseturbine Feinfilter und
Feinstaubbehälter in einem gemeinsamen Kasten angeordnet sind. Es entfällt
also ein beim Stand der Technik notwendiger Absaugschlauch zwischen einer
entfernt, vom Feinfilter angeordneten Gebläseturbine.
Zwar ist die Feinstaubbehälte-Filter-Gebläseeinheit im Heckbereich des
Fahrzeuges angeordnet; es ist aber vorgesehen, daß der Heckmotor nicht über
der Hinterachse liegt, sondern etwas vor der Hinterachse, um eine möglichst
gewichtsgünstige Gewichtsverteilung auf die Hinterachse zu ermöglichen.
Ein gedrängter Aufbau ergibt sich bei dieser Ausführungsform auch dadurch, daß
der Antrieb für die Gebläseturbine im Zwischenraum zwischen der Gebläseturbine
und dem Feinfilter und Feinstaubbehälter über eine Riemenscheibe erfolgt, die
über einen Winkeltrieb mit der hängenden Antriebswelle des Heckmotors
verbunden ist.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus
dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der
Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.
Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung, offenbarten
Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte
räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie
einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehrere Ausführungswege
darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen
und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der
Erfindung hervor.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisiert in Seitenansicht eine erste Ausführungsform einer
Aufsitzkehrmaschine,
Fig. 2 schematisiert in Seitenansicht eine zweite Ausführungsform einer
Aufsitzkehrmaschine.
Die Aufsitzkehrmaschine nach Fig. 1 besteht aus einem Fahrgestell mit einer
Vorderachse 3 und einer Hinterachse 4, wobei im Bereich etwa vor der
Hinterachse ein Heckmotor ein angeordnet ist. Er weist eine hängende
Antriebswelle auf, die auf einen Winkeltrieb 8 arbeitet, von dem aus der
Fahrantrieb über ein weiteres Winkelgetriebe 17 auf der Hinterachse 4 abgeleitet
ist. Vom Winkeltrieb 8 ist im übrigen ein Riementrieb zwei abgeleitet, der zum
Antrieb einer Gebläseturbine 10 und ferner zum Antrieb der Kehrwalze 5 und der
Seitenbesen 15 geeignet ist.
Die Seitenbesen 15 werden hierbei durch einen eigenen Riementrieb 14
angetrieben, der von dem Winkeltrieb 8 abgeleitet ist.
Die gegen den Uhrzeigersinn angetriebene Kehrwalze 5 befördert den
aufgenommenen Schmutz nach dem Überwurfprinzip in einen
Grobschmutzbehälter 6, der zwischen Vorder- und Hinterachse 3, 4 angeordnet
ist. Aus diesem Behälter wird der entstehende Feinstaub direkt nach oben
abgesaugt, weil an dem Grobschmutzbehälter 6 unmittelbar ein Feinfilter 11
angeflanscht ist, der ist demzufolge mit seiner gesamten Oberfläche unmittelbar
Teil des Deckelbereiches des Grobschmutzbehälters 6 ist. Hieraus ergibt sich
eine außerordentliche wirksame Staubabscheidung.
In Ausströmrichtung hinter dem Feinfilter 11 ist ein Antrieb mit einer
Riemenscheibe 18 für die Antriebswelle 9 der Gebläseturbine 10 angeordnet. Die
Gebläseturbine 10 ist damit in Ausströmrichtung hinter dem Feinfilter 11
angeordnet. Die Antriebswelle 9 ist einseitig hängend in zwei hintereinander
liegenden Lagern 7, 7a gelagert.
Der Grobschmutzbehälter 6 ist im übrigen als Schublade 19 ausgebildet, der
senkrecht zur Zeichenebene nach Fig. 1 herausziehbar und hereinschiebbar ist.
Es ist nicht dargestellt, daß dem Feinfilter 11 eine Abreinigungsvorrichtung
zugeordnet ist, die es gestattet, den Feinfilter von Zeit zu Zeit abzureinigen.
Wichtig ist, daß die Gebläseturbine 10 und der Feinfilter in einem gemeinsamen,
die beiden Aggregate umschließenden Kasten 24 angeordnet sind, so daß sich
ein gedrängter, raumsparender Aufbau ergibt. Die Riemenscheibe 18 für den
Antrieb der Gebläseturbine 10 ist deshalb im Zwischenraum 13 zwischen den
beiden Aggregaten angeordnet.
In Fig. 2 ist eine gegenüber Fig. 1 abgewandelte Ausführungsform dargestellt,
bei dem ebenfalls ein Heckmotor eine Filter-Gebläseeinheit 10, 11 antreibt, die
jedoch in Heckbereich des Fahrzeuges liegend angeordnet ist. Der Antrieb der
Gebläseturbine 10 erfolgt wiederum über eine Riemenscheibe 18, die im
Zwischenraum 23 zwischen den beiden Aggregaten 10, 11 angeordnet ist. Die
Riemenscheibe 18 wird von einer untenliegenden Riemenscheibe 21 angetrieben,
die drehfest mit einer Antriebswelle 20 verbunden ist, die in ein Zwischengetriebe
16 hineingeführt ist, welches von dem Heckmotor 1 angetrieben ist.
Es versteht sich von selbst, daß der vorher erwähnte Winkeltrieb 8 des
Heckmotors 1 auch mit dem Zwischengetriebe 16 zusammengefaßt werden kann.
Diese Ausführungform ist wiederum wesentlich, da der Feinfilter 11 und die
Gebläseturbine 10 in einem gemeinsamen Kasten 24 angeordnet sind.
Der niedrige Aufbau des Gesamtfahrzeuges ergibt sich im übrigen aus Fig. 1,
aus der erkennbar ist, daß eine Abdeckung 22 in niedriger Höhe über alle im
ereich zwischen Vorder- und Hinterachse zusammengefaßten Aggregate
1, 10, 11 geführt werden kann.
Gleiches ergibt sich aus der Fig. 2, aus der ebenfalls ein relativ niedriger Aufbau
dadurch erreicht wird, daß auf eine nach oben herausgeführte Antriebswelle des
Heckmotors verzichtet wird, welche die Bauhöhe erhöhen würde.
1
Heckmotor
2
Riemenantrieb
3
Vorderachse
4
Hinterachse
5
Kehrwalze
6
Grobschmutzbehälter
7
Lager
7
a
8
Winkeltrieb
9
Antriebswelle
10
Gebläseturbine
11
Feinfilter
12
Absaugkanal
13
Sammelkanal-Feinstaubbehälter
14
Riementrieb
15
Seitenbesen
16
Zwischengetriebe
17
Winkelgetriebe
18
Riemenscheibe
19
Schublade
20
Antriebswelle
21
Riemenscheibe
22
Abdeckung
23
Zwischenraum
24
Kasten
Claims (5)
1. Aufsitzkehrmaschine mit Heckmotor und einer zwischen Vorder- und
Hinterachse angeordneten, angetriebenen Kehrwalze (5), welche den Schmutz in
einen hinter der Kehrwalze angeordneten Grobschmutzbehälter (6) befördert, aus
dem der Feinschmutz mittels einer Filter-Gebläseeinheit abgesaugt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Filter-Gebläseeinheit (10, 11) im Bereich vor dem
Heckmotor (1) in vertikaler Übereinander-Anordnung angeordnet ist und daß die
Gebläseturbine (10) mit dem Feinfilter (11) in einem gemeinsamen Kasten (24)
angeordnet ist.
2. Aufsitzkehrmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb
der Gebläseturbine (10) über einen vom Motor (1) abgeleiteten Riementrieb (2)
erfolgt, daß die Riemenscheibe (18) für die Antriebswelle (9) der Gebläseturbine
(10) im Zwischenraum (23) zwischen der Ausströmseite des Feinfilters (11) und
der Ansaugseite der Gebläseturbine (10) angeordnet ist.
3. Aufsitzkehrmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Filter-Gebläseeinheit (10, 11) direkt über dem
Grobschmutzbehälter (6) angeordnet ist.
4. Aufsitzkehrmaschine mit Heckmotor und einer zwischen Vorder- und
Hinterachse angeordneten, angetriebenen Kehrwalze (5), welche den Schmutz in
einen hinter der Kehrwalze angeordneten Grobschmutzbehälter (6) befördert, aus
dem der Feinschmutz mittels einer Filter-Gebläseeinheit abgesaugt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Feinstaubbehälter-Filter-Gebläseeinheit (10, 11) in
horizontaler Hintereinander-Schaltung im Heckbereich des Fahrzeuges
angeordnet ist und die Gebläseturbine (10) mit dem Feinfilter (11) und
Feinstaubbehälter (13) in einem gemeinsamen Kasten (24) angeordnet sind.
5. Aufsitzkehrmaschine nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Heckmotor (1) lediglich eine vertikale nach unten
gerichtete, einzige Antriebswelle aufweist, von der der Fahrantrieb, der Antrieb
der Kehrwalze (5) und der Seitenbesen (15) und der Antrieb der Filter-
Gebläseeinheit (10, 11) abgeleitet ist.
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