DE19851484A1 - Federbein für Fahrzeuge - Google Patents
Federbein für FahrzeugeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Federbein für Fahrzeuge, das einen Schwingungsdämpfer und eine durch eine Schraubenfeder gebildete Tragfeder aufweist, wobei der Schwingungsdämpfer einen Behälter besitzt, der an seinem unteren Ende mit einem ein Fahrzeugrad aufnehmenden Radträger verbunden ist. Eine im Behälter abdichtend geführte Kolbenstange ist in einem Fahrzeugaufbau gelagert, während sich die Tragfeder mit dem einen Federende auf einem fest mit dem Behälter verbundenen Federteller abstützt und mit dem anderen Federende über einen Federteller auf den Fahrzeugaufbau einwirkt. Zur besseren Kompensation des auf den Schwingungsdämpfer durch die Radialkräfte einwirkenden Biegemoments ist der Behälter im Bereich der Ebene der Federauflage des Federtellers auf der dem Fahrzeugrad abgekehrten Seite mit einer Einbuchtung versehen, in die zumindest die untere Windung der Tragfeder teilweise eingreift.
Description
Die Erfindung betrifft ein Federbein für Fahrzeuge, das einen Schwingungsdämpfer und
eine durch eine Schraubenfeder gebildete Tragfeder aufweist, wobei der Schwingungs
dämpfer einen Behälter besitzt, der an seinem unteren Ende mit einem ein Fahrzeugrad
aufnehmenden Radträger verbunden ist und eine im Behälter abdichtend geführte Kol
benstange in einem Fahrzeugaufbau gelagert ist, während sich die Tragfeder mit dem
einen Federende auf einem fest mit dem Behälter verbundenen Federteller abstützt und
mit dem anderen Federende über einen Federteller auf den Fahrzeugaufbau einwirkt.
Derartige Federbeine übernehmen Radführungskräfte, da sie meist mit dem unteren
Ende auf einem Querlenker gelagert sind und über den Radträger Kräfte auf den
Schwingungsdämpfer einwirken, die beispielsweise von den Radaufstandskräften und
von Seitenführungskräften herrühren und ein Biegemoment bilden, wodurch Klemm-
und Reibungskräfte an der Kolbenstange in der Führung und am Kolben an der Zylinde
rinnenwand entstehen, die ein Ansprechen des Schwingungsdämpfers zumindest bei
kleinen Fahrbahnstößen vermindert oder sogar verhindert. Dadurch wird das Fahrverhal
ten und der Fahrkomfort verschlechtert, da die kleinen Fahrbahnstöße ungefedert und
ungedämpft auf den Fahrzeugaufbau übertragen werden.
Zur Vermeidung der vorstehend geschilderten Nachteile wird entsprechend der DE-OS 1
5 05 616 die Schraubenfeder derart ausgebildet, daß im eingebauten Zustand die der
Fahrzeugaußenseite zugekehrte Hälfte der Schraubenfeder eine größere Vorspannung
aufweist als die der Fahzeuginnenseite zugekehrte Hälfte. Dadurch wirkt auf den
Schwingungsdämpfer dem von den Radkräften verursachten Biegemoment ein durch
die Schraubenfeder erzeugtes Gegenmoment entgegen, so daß die Funktion des
Schwingungsdämpfers auch bei kleinen Fahrbahnstößen sichergestellt ist. Nachteilig ist
bei dieser Konstruktion, daß die Schraubenfeder infolge ihrer komplizierten Formge
bung teuer in der Herstellung ist und einen aufwendigen und lagegerechten Einbau
erfordert, der gegen Verdrehung der Schraubenfeder gesichert werden muß.
Weiter ist es bekannt, daß durch eine gegenüber der Achse des Schwingungsdämpfers
geneigt angeordnete Achse der Schraubenfeder eine den Radkräften entgegenwirkende
Querkraft erzeugt wird. Das von den Radkräften ausgeübte Biegemoment kann jedoch
nicht ausreichend ausgeglichen werden, da der zur Verfügung stehende Einbauraum
der Außenkontur der Feder Grenzen setzt, d. h. die Feder einen bestimmten Außen
durchmesser nicht überschreiten darf, also noch eine relativ hohe Querkraft auf den
Schwingungsdämpfer wirkt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Federbein für Fahrzeuge zu schaffen,
das einen weitestgehenden Biegemomentausgleich aufweist und mit normalen zylindri
schen Tragfedern versehen werden kann, das Federbein einen geringen Einbauraum
benötigt und einfach in der Herstellung und Montage ist.
Diese Aufgabe wird entsprechend der Erfindung dadurch gelöst, daß der Behälter des
Schwingungsdämpfers im Bereich der Ebene der Federauflage des Federtellers auf der
dem Fahrzeugrad abgekehrten Seite mit einer Einbuchtung versehen ist, in welche zu
mindest die untere Windung der Tragfeder teilweise eingreift. Damit wird auf einfache
Weise eine optimale Annäherung der Wirkungslinie der Tragfeder an die Wirklinie der
Abstützbasis erzielt, wobei kostengünstige übliche zylindrische Tragfedern eingebaut
werden können und gleichzeitig die auf den Schwingungsdämpfer wirkenden Querkräf
te, minimiert bzw. ausgeglichen werden.
Die Einbuchtung im Behälter wird entsprechend weiteren Merkmalen der Erfindung
entweder durch eine Delle gebildet, die im Querschnitt des Behälters gesehen kreisab
schnittsförmig ausgebildet ist, oder daß die Einbuchtung durch eine im Querschnitt des
Behälters kreisbogenförmige Eindrückung gebildet ist, die einen der Innenkontur der
Tragfeder angepaßten Radius aufweist. Besonders bei Zweirohrschwingungsdämpfern
ist die Einbuchtung vorzugsweise nur so groß gewählt, daß der im Innern des Behälters
angeordnete Zylinder nicht umgeformt wird, wodurch dieser problemlos hergestellt
werden kann. Es kann jedoch auch der Zylinder umgeformt werden, dabei ist nur darauf
zu achten, daß die Kolbenstange nicht an der Zylinderinnenwand streift und der Zugan
schlag sowie der Kolben nicht in den umgeformten Bereich des Zylinders kommen.
Damit die Tragfeder im Bereich der Einbuchtung nicht an der Behälterwand reibt, ver
läuft erfindungsgemäß die axiale Erstreckung der Einbuchtung parallel zur Achse der
Tragfeder. Ein weiterer wesentlicher Vorteil einer solchen Anordnung der Tragfeder be
steht noch darin, daß die Einbuchtung eine Fangeinrichtung bildet, die ein Ausweichen
der Tragfeder zum Fahrzeugrad verhindert. Dies ist ein wesentliches Sicherheitsmerkmal,
da auch bei einem eventuellen Federbruch der Gummireifen nicht durch Federnden auf
geschlitzt werden kann. Zum Schutz der Behälterwand ist es vorteilhaft, wenn der Fe
derteller im Bereich der Einbuchtung Ausklinkungen aufweist, die der Kontur der Ein
buchtung angepaßt sind. Diese Ausklinkungen bilden eine radiale Anlage für die Innen
kontur der Tragfeder und verhindern den direkten Kontakt der Federwindungen mit der
Wand der Einbuchtung. Auch für hängend auf dem Behälter befestigte Federteller ist
die Einbuchtung ohne weiteres anwendbar. So ist es auch ohne weiteres möglich, die
Einbuchtung nach dem Befestigen des Federtellers auf dem Behälter herzustellen.
Anhand des in der Zeichnung dargestellten vorteilhaften Ausführungsbeispiels wird die
Erfindung nachfolgend näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein mit einem Radträger versehenes Federbein, das zwischen dem. Fahrzeugauf
bau und einem Querlenker eingebaut ist;
Fig. 2 eine Ansicht der in Fig. 1 gezeigten Einbuchtung des Federbeins entsprechend der
Linie A-A;
Fig. 3 die Ansicht einer weiteren Ausführung der Einbuchtung entsprechend der Linie A-
A in Fig. 1.
Das in Fig. 1 gezeigte Federbein besteht aus einem Schwingungsdämpfer 1 und einer
Tragfeder 7, die zwischen einem oberen Federteller und einem unteren Federteller 15
eingespannt ist. Der Schwingungsdämpfer 1 besitzt einen Behälter 3 und eine darin
abdichtend geführte Kolbenstange 5, die am oberen Ende elastisch mit einem Fahr
zeugaufbau 13 verbunden ist und den oberen Federteller trägt. Auf dem Behälter ist der
untere Federteller 15 und außerdem am unteren Ende ein Radträger 9 befestigt. Ferner
ist der Schwingungsdämpfer 1 vorzugsweise mit dem Radträger 9 gelenkig mit einem
Querlenker 29 verbunden und übernimmt als sog. McPherson-Federbein Radführungs
kräfte, die sich insbesondere aus Aufstands- und Seitenführungskräften zusammenset
zen und ein Biegemoment auf den Schwingungsdämpfer ausüben, was durch die
Wirklinie 27 der Abstützbasis verdeutlicht ist. Die Wirklinie 11 der Tragfeder 7 sollte
möglichst nahe zur Wirklinie 27 der Abstützbasis verlaufen, bzw. im günstigsten Fall
deckungsgleich sein, also kein Winkel zwischen den zwei Wirklinien vorhanden sein,
damit auf den Schwingungsdämpfer 1 nur ein sehr geringes oder kein Biegemoment
einwirkt. Dies wird durch eine entsprechende Vergrößerung der Schrägstellung der
Tragfeder 7 möglich, wozu der Behälter 3 im Bereich der unteren Windung der Tragfe
der 7 auf der dem Fahrzeugrad abgekehrten Seite mit einer Einbuchtung 17 versehen
ist. Diese Einbuchtung 17 besitzt eine nach oben verlaufende axiale Erstreckung 19, die
parallel zur Achse der Tragfeder 7 verläuft. Diese Einbuchtung 17 kann so tief gewählt
werden, daß z. B. bei einem Zweirohrschwingungsdämpfer auch der im Behälter 3 an
geordnete Zylinder noch eingedrückt ist. Die Einbuchtung 17 kann, wie in Fig. 2 ge
zeigt, als Delle 21 oder wie in Fig. 3 dargestellt, als kreisbogenförmige Eindrückung 23
ausgebildet sein und es muß nur die axiale Beweglichkeit der Kolbenstange 5 und des
Kolbens sichergestellt sein.
Durch die Anordnung der Einbuchtung 17 im Behälter 3 ist eine Wirklinie 11 der Trag
feder 7 möglich, die mit einer Wirklinie der Abstützbasis 27 zusammenfällt oder nur ge
ringfügig von dieser abweicht und somit entweder keine oder nur eine geringe Quer
kraft 31 vorhanden ist, deren Biegemoment auf den Schwingungsdämpfer keinen Ein
fluß auf die Beweglichkeit der Kolbenstange 5 im Behälter bei kleinen Fahrbah
nunebenheiten hat, so daß auch bei diesen Fahrzuständen eine einwandfreie Federung
und Dämpfung des Fahrzeugaufbaus, also ein hoher Fahrkomfort, sichergestellt ist.
Um eine Reibung zwischen der Tragfeder 7 und der Wand des Behälters 3 im Bereich
der Einbuchtung 17 zu vermeiden, ist der Federteller 15 im Bereich der Einbuchtung 17
mit Ausklinkungen 25 versehen, die in die Einbuchtung 17 ragen und die radial innere
Anlagefläche der unteren Windung der Tragfeder 7 bilden. Diese Ausklinkungen 25
werden nach dem Aufbringen des Federtellers 15 auf den Behälter 3 in die Einbuchtung
17 gebogen und können so hergestellt sein, daß der Federteller-Außenrand nicht unter
brochen ist. Auf diese Weise wird eine gute Führung der Tragfeder 7 im Federteller 15
geschaffen, wobei die Einbuchtung 17 außerdem als Fangeinrichtung für die Tragfeder
7 bei einem eventuellen Federbruch wirkt und somit ein Aufschlitzen des Gummireifens
durch gebrochene Federenden vermieden wird.
Claims (6)
1. Federbein für Fahrzeuge, das einen Schwingungsdämpfer und eine durch eine
Schraubenfeder gebildete Tragfeder aufweist, wobei der Schwingungsdämpfer ei
nen Behälter besitzt, der an seinem unteren Ende mit einem ein Fahrzeugrad auf
nehmenden Radträger verbunden ist und eine im Behälter abdichtend geführte
Kolbenstange in einem Fahrzeugaufbau gelagert ist, während sich die Tragfeder mit
dem einen Federende auf einem fest mit dem Behälter verbundenen Federteller ab
stützt und mit dem anderen Federende über einen Federteller auf den Fahrzeugauf
bau einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (3) im Bereich der Ebene
der Federauflage des Federtellers (15) auf der dem Fahrzeugrad abgekehrten Seite
mit einer Einbuchtung (17) versehen ist, in welche zumindest die untere Windung
der Tragfeder (7) teilweise eingreift.
2. Federbein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbuchtung (17)
durch eine Delle (21) gebildet ist, die im Querschnitt des Behälters (3) kreisab
schnittsförmig ausgebildet ist.
3. Federbein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbuchtung (17)
durch eine kreisbogenförmige Eindrückung (23) gebildet ist, die einen der Innen
kontur der Tragfeder (7) angepaßten Radius aufweist.
4. Federbein nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale
Erstreckung (19) der Einbuchtung (17) in Achsrichtung des Behälters (3) parallel zur
Achse der Tragfeder (7) angeordnet ist.
5. Federbein nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einbuchtung (17) eine Fangeinrichtung bildet, die ein Auswei
chen der Tragfeder (7) zum Fahrzeugrad verhindert.
6. Federbein nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Feder
teller (15) im Bereich der Einbuchtung (17) Ausklinkungen (25) aufweist, die der
Form der Einbuchtung (17) angepaßt sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998151484 DE19851484B4 (de) | 1998-11-09 | 1998-11-09 | Federbein für Fahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1998151484 Expired - Fee Related DE19851484B4 (de) | 1998-11-09 | 1998-11-09 | Federbein für Fahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19851484B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013217938A1 (de) | 2013-09-09 | 2015-03-12 | Zf Friedrichshafen Ag | Schwingungsdämpfer für ein Kraftfahrzeug |
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- 1998-11-09 DE DE1998151484 patent/DE19851484B4/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
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| DE19851484B4 (de) | 2005-05-12 |
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