DE19849454A1 - Verfahren zur aluminothermischen Verbindungsschweißung zweier auf Lücke verlegter Schienen und Gießform zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur aluminothermischen Verbindungsschweißung zweier auf Lücke verlegter Schienen und Gießform zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren zur aluminothermischen Verbindungsschweißung zweier auf Lücke verlegter Schienen, bei dem der aluminothermisch in einem Tiegel erzeugte Stahl in eine die Schienenenden umgebende mindestens zweiteilige Gießform eingegossen wird und der Zwischenraum zwischen den Schienenenden unter Auffüllung eines über dem Schienenkopf vorgesehenen Freiraums und in den Formteilen vorgesehenen Steigern aufgefüllt wird; ist zur besseren Ausnutzung der Schmelzenergie und zur Verbesserung des Erschmelzens der Schienenenden vorgesehen, DOLLAR A daß bei Einsatz einer zweiteiligen Gießform der Stahl über einen einzigen in dem einen Formteil vorgesehenen und mit dem Kopfraum der Gießform und dem Fußraum der Gießform verbundenen Flußsteiger eingegossen wird und in dem anderen Formteil Stahl über einen zumindest mit dem Fußraum verbundenen und mindestens einen mit dem Kopfraum der Gießform verbundenen Steiger abströmt.
Description
Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zur aluminothermischen
Verbindungsschweißung zweier auf Lücke verlegter Schienen, bei dem der
aluminothermisch in einem Tiegel erzeugte Stahl in eine die Schienenenden
umgebende mindestens zweiteilige Gießform eingegossen wird und der
Zwischenraum zwischen den Schienenenden unter Auffüllung eines über dem
Schienenkopf vorgesehenen Freiraums und in den Formteilen vorgesehenen
Steigern aufgefüllt wird.
Aus der DE 196 37 283 ist ein gattungsgemäßes Verfahren bekannt, bei dem
unter Einsatz einer dreiteiligen Form gemäß Fig. 3 der erschmolzene Stahl aus
einem mit Abstand oberhalb der Gießform gehalteten Tiegel auf ein im oberen
Bereich der Gießform den Schienenkopf überdeckend angebrachtes Formstück in
Form eines Riegels aufprallt und dann seitlich in jeweils in den beiden
Formhälften angeordneten Flußsteigern einströmt und an den unteren Enden der
Steiger in den Fußraum der Gießform eintritt, bis der Raum zwischen Fahrfläche
des Schienenkopfs und der Unterseite des Riegels und die Steiger mit
entsprechendem Niveau mit Stahl aufgefüllt sind. Auch die Schlacke strömt aus
dem Tiegel ab und füllt das Restvolumen der Form, sowie seitlich an der Form
angebrachte Schlackeschalen.
Bei dieser Verfahrensführung verliert der Schmelzstrahl an der als Prallfläche
wirkenden Oberseite des Riegels Bewegungs- und Wärmeenergie. Weiterhin ist
bei der aufsteigenden Strömungsrichtung an den Schienenenden kein sicheres
Erschmelzen der Schienenendenflächen erreichbar.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein gattungsgemäßes Verfahren
anzugeben, bei dem die Schmelzenergie besser ausgenutzt wird und das
Aufschmelzen der Schienenenden verbessert wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei Einsatz einer zweiteiligen Gießform
der Stahl über einen einzigen in dem einen Formteil vorgesehenen und mit dem
Kopfraum der Gießform und dem Fußraum der Gießform verbundenen
Flußsteiger eingegossen wird und in dem anderen Formteil Stahl über einen
zumindest mit dem Fußraum verbundenen und mindestens einen mit dem
Kopfraum der Gießform verbundenen Steiger abströmt.
Da der Schmelzstrahl ohne vorheriges Aufprallen auf einen Riegel direkt in den
Flußsteiger eingeführt wird und von dort in den Formhohlraum umgelenkt wird,
kann die notwendige Vorwärmenergie durch Beaufschlagung der Form mit einem
Brenner und/oder das Gewicht der zu erschmelzenden Portion reduziert werden.
Durch die erfindungsgemäße Führung der Schmelzströme in der Gießform fließt
der Stahl zumindest im Fußbereich und im Kopfbereich horizontal bzw. leicht
ansteigend von der Eingußseite her am Schienenstoß vorbei. Auf diese Weise
können die Flächen in der Mitte des Fußes und des Kopfes, die zu Kaltschweißen
neigen, verstärkt von heißem Schmelzstahl mit Wärme beaufschlagt werden. Die
Fließgeschwindigkeiten bzw. Fließmengen der erfindungsgemäßen
Querströmungen der Schmelze können durch die Größen der zugeordneten
Einlauf- und Auslaufquerschnitte eingestellt werden.
Vorzugsweise ist vorgesehen, daß Stahl über zwei Steiger aus dem Kopfraum
abströmt.
Bei der Verfahrensführung gemäß der DE 196 37 283 ist eine Kopflegierung
vorgesehen, indem die härtebildendenden Legierungsszuätze über den Riegel in
der Gießform zulegiert werden. Aus der Beschreibung ist ersichtlich, daß dort
zumindest auch eine an sich unerwünschte Auflegierung des Stegs erfolgt.
Wenn bei der vorliegenden erfindungsgemäßen Verfahrensführung die
Schweißung im Kopfteil auflegiert werden soll, wird durch die Querströmung im
Kopfteil ein Auflegieren des Stegs weitgehendst vermieden, da überschüssiges
legiertes Material in den oder die Kopfsteiger ausgetragen wird. Die
härtebildenden Legierungszusätze können im Zulauf zum Kopf, im Kopfraum
selbst und/oder im Freiraum über dem Kopf angeordnet werden.
Unter Umständen ist es zweckmäßig Zähigkeit spendende Impfmittel der
Schweißung im Fußteil und ggfs. Stegteil zuzuführen, wobei die Impfmittel im
Zulauf und/oder im Fußraum und/oder Stegraum der Form angeordnet werden.
Schließlich ist es zweckmäßig, wenn der Stahl in geschlossenen Strom aus
einem formschlüssig auf die Gießform aufgesetzten Tiegel in den Fußsteiger
einströmt, da durch eine Verlängerung der geschlossenen Gießsäule in den
Tiegel hinein höheren Fließgeschwindigkeiten und ein zusätzlicher
Energiegewinn zu erwarten sind.
Die Erfindung richtet sich auch auf eine Gießform zur Durchführung des
Verfahrens.
Diese ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß bei einer zweiteiligen
Gießform ein einziger in dem einen Formteil ausgebildeter Fußsteiger über einen
Kanal mit dem Kopfraum der Gießform und über einen Kanal zumindest mit dem
Fußraum verbunden ist und in dem anderen Formteil zumindest der Fußraum mit
einem Steiger und der Kopfraum mit mindestens einem weiteren Steiger
verbunden sind.
Der Anspruch 7 richtet sich auf eine bevorzugte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Gießform.
Bei dem Verbindungsschweißen von Schienen spielen insbesondere die
unterschiedlichen Querschnitte von Schienenkopf und Schienenfuß eine
erhebliche Rolle, da der den Gießhohlraum im Bereich des Schienenfußes
auffüllende Stahl schneller abkühlt als der Stahl im Bereich des Schienenkopfs.
Es kann also zu unterschiedlicher Gefügebildung in den beiden Bereichen der
Verbindungsschweißung kommen; die Gefahr einer Lunkerbildung ist möglich.
Die Ansprüche 8-10 richten sich auf bevorzugte Gießformen, bei denen diese
Probleme im wesentlichen nicht auftreten.
Weiterhin ist bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgsehen, daß den
Speiserkammern ein als Messeranschnitt ausgebildeter Speiserkanal zugeordnet
ist, der im wesentlichen den gesamten Fuß und den Übergangsradius von Fuß zu
Steg abdeckt. Hierdurch wird vermieden, daß es insbesondere bei größeren
Schweißlücken mittig auf dem sich bildenden Schweißwulst am Fuß zu
Warmrissen infolge von Lunkerbildung kommen kann. Die Neigung zu einer
solchen Rißbildung tritt im Radius des Übergangs vom Fuß zum Steg durch den
sogenannten Sandkanten-Effekt in höherem Maße auf. Diese Gestaltung des
Speisers und/oder Steigers mit Speiserkammer und Messeranschnitt-Speiserhals
kann nicht nur bei der Gießform nach Anspruch 1 mit Vorteil eingesetzt werden
sondern auch z. B. bei den Speisern gemäß der DE 196 37 283 C2 und anderen
Speisern bzw. Steigern.
Der Anspruch 12 richtet sich auf ein Gießsystem, bei dem der Tiegel schlüssig
auf die Gießform aufgesetzt ist derart, daß die Eingießsäule verlängert wird.
Neben einer Erhöhung der Gießgeschwindigkeit ist ein Einfließen des Stahls
unter Luftabschluß möglich, wodurch eine hohe Reinheit des Stahls und geringere
Energieverluste zu erwarten sind. Auch dieses Gießsystem könnte mit Vorteil bei
Gießformen anderer Bauart eingesetzt werden.
Der Anspruch 13 richtet sich auf ein Verfahren, bei dem eine schnelle Abkühlung
des in den Freiraum oberhalb des Schienenkopfs eintretenden Stahls erreicht
wird. Der Anspruch 14 richtet sich auf eine entsprechend gestaltete Gießform.
Die Erfindung soll nun an Hand der beigefügten Figuren näher erläutert werden.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt quer zur Schienenrichtung durch eine über den
Schienen zusammengesetzte Gießform mit einem auf Abstand von der
Gießform angeordneten Langzeittiegel und eingehängtem
Legierungsträger,
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend Fig. 2 zur Darstellung der Schnittebenen
der nachfolgenden Fig. 3-6,
Fig. 3-6 Horizontalschnitte entsprechend den Linien III-III/VI-VI in Fig. 2,
Fig. 7 eine Aufsicht auf die Gießform gemäß Fig. 1 und
Fig. 8 einen Schnitt vgl. Fig. 1 mit einem auf die Form aufgesetzten
Einmaltiegel.
Gemäß der Fig. 1 besteht die Gießform 1 aus einem ersten Gießformteil 2 und
einem zweiten Gießformteil 3, die die zu verschweißenden Schienenenden
umgeben. Die beiden Gießformteile 2 und 3 bestimmen einen dem Schienenkopf
zugeordneten Kopfraum K, einen dem Schienensteg zuzuordnenden Stegraum S
und einen dem Schienenfuß zuzuordnenden Fußraum F und einen nach oben an
den Kopfraum K anschließenden und nach oben offenen Freiraum FF.
In dem ersten Gießformteil 2 ist ein Flußsteiger 4 mit einem Einlauftrichter 5
vorgesehen. Der Flußsteiger 4 steht über einen Kanal 6 mit dem Kopfraum K in
Verbindung, bevorzugt mit dessen unteren Bereich. Das untere Ende des
Flußsteigers 4 ist als Speiserkammer 7 ausgebildet, die über einen als
Messeranschnitt ausgebildeten Speiserhals 8 mit dem Fußraum F in Verbindung
steht. (vgl. insbesondere Fig. 1 und Fig. 6).
In dem zweiten Gießformteil 3 ist ein mit dem Fußraum verbundener Steiger 9
vorgesehen, dessen unteres Ende als Speiserkammer 10 ausgebildet ist. Die
Speiserkammer 10 ist ebenfalls über einen als Messeranschnitt ausgebildeten
Speiserhals 11 mit dem Fußraum F verbunden. Das Volumen der Speiserkammer
8 ist vorzugsweise kleiner als das Volumen der Speiserkammer 11, da die
Speiserkammer 10 mit weniger heißer Schmelze aufgefüllt wird.
Auf verschiedenen Seiten des Steigers 9 sind gegenüberliegend zwei weitere
Steiger 12 und 13 angeordnet, die mit dem Kopfraum K verbunden sind,
wiederum bevorzugt mit dessen unteren Bereich. Wie aus den Fig. 3-4. ersichtlich
ist, ist der Querschnitt der Steiger 12 und 13 jeweils vorzugsweise größer als der
Querschnitt des Kopfsteigers 9.
Die Gießformteile 2 und 3 sind auf ihrer Oberseite mit Rändern 14 bzw. 15
versehen, die die Schlacke in der Fig. 1 nach rechts und links in Schlackeschalen
16 und 17 ableiten.
In dem Gießformteil 3 ist vorzugsweise eine geneigte Führungs- und Haltekerbe
18 vorgesehen, in die ein an seinem vorderen Abschnitt 19a mit
Legierungszusätzen gefülltes Rohr 19 eingelegt ist. Der vordere Abschnitt 19a
des Rohrs erstreckt sich quer über den Schienenkopf in dem Freiraum FF. Der
mittlere Abschnitt 19b des Rohrs ist flachgepreßt und in der aus der
Fig. 1 ersichtlichen Weise abgewinkelt. Der hintere Rohrabschnitt 19c ist nicht
flachgepreßt und dient als Handhabungshandgriff. Der Freiraum FF weist an
seinem oberen Ende eine Querschnittsverringerung auf, wie sie aus den Fig. 1
und 2 ersichtlich ist. Das Behältnis zur Aufnahme der Legierungsträger kann
auch eine andere Form als ein Rohr aufweisen; Büchsen oder Dosen sind auch
geeignet.
Oberhalb und mit Abstand von der Gießform 1 ist ein konusartiger Langzeittiegel
20 gehalten, aus dem nach Zündung der aluminothermischen Masse der
erschmolzene Stahl und Schmelzen des in einem Stöpselträger gehaltenen
Stöpsels 21 Boden des Tiegels in freiem Strahl in den Trichter 5 einströmt.
Der Stahlfluß aus der Speiserkammer 7 über den Fußraum F zur Speiserkammer
10 baut Strömung mit wesentlicher horizontaler Komponente und/oder leicht
steigender Komponente auf und es strömt Stahl in den Stegraum F ein. Aus der
Speiserkammer 10 steigt Schmelze in dem Steiger 9 auf.
Der Stahlfluß aus dem Verbindungskanal 6 über den Kopfraum K zu den
Eintrittsöffnungen in den zum Kopfraum hin abgewinkelten Enden der Steiger
12 und 13 hin baut eine Querströmung mit im wesentlicher horizontaler
Komponente auf. Der Freiraum FF wird aufgefüllt und schmilzt den Rohrabschnitt
19a auf. Die Querströmung behindert die Eindiffusion von Legierungsgut in den
Schienensteg. Die Steiger 12 und 13 werden aufgefüllt. Die aus dem Tiegel
nachströmende Schlacke fließt in die Schlackenschalen 16 und 17 ab.
Die Strömungsgeschwindigkeiten bzw. die Mengen der Querströmungen werden
durch das Verhältnis der Querschnitte des Flußsteigers 4, des Verbindunskanals
6, der Kopfsteiger 12 und 13 einerseits und des Flußsteigers 4, der Speiserhälse
8 und 10 und des Steigers 9 andererseits bestimmt.
Bei der in der Fig. 8 gezeigten Ausführungsform weist die rechte Gießformteil 2'
eine abweichende Gestaltung auf. Das Feuerfestmaterial ist über die Randhöhe
hinaus gezogen und am oberen Ende des Flußspeisers 4' ist eine ringförmige
oder eckige Ausnehmung 22 ausgebildet, in die ein Fortsatz 23 eines auf die
Gießform 1' aufgesetzten zylinderartigen Einmaltiegels 20' eingreift. In dem
rohrartigen Fortsatz ist der Gießstöpsel 21' angeordnet. Bei diesem Gießsystem
verlängert sich die Gießsäule in den Tiegel hinein und der Stahl kann unter
Luftabschluß in den Flußsteiger 4' einströmen. Bei dieser Anordnung kann bei
geeigneter Geometrie von Gießform und Tiegel erreicht werden, daß die
Schlacke im Tiegel verbleibt, da die sich in den Steigern 9, 12 und 13 bildenden
Säulen hydrostatisch die leichtere Schlackesäule in dem Tiegel abstützen
können. Derselbe formschlüssige Eingriff kann auch bei einem Langzeittiegel
vorgesehen sein. Zur schlüssigen dichten Verbindung zwischen Langzeittiegel
oder Einmaltiegel kann auch eine geeignetes Adapterstück Verwendung finden.
Beim Schweißen von gehärtetem Stahl entsteht in der wärmebeinflußten Zone
(WEZ) durch den mit dem Wärmeeintrag verbundenen Anlaßeffekt ein
Härteeinbruch. Wenn daher kopfgehärtete Schienen durch eine
aluminothermische Schweißverbindung miteinander verschweißt werden sollen,
ist es erstrebenswert, die wärmebeinflußte Zone und damit das unvermeidbare
Härtetal so klein wie möglich zu halten.
Beim aluminothermischen Verbindungsschweißen breitet sich nach dem Füllen
des Hohlraums zwischen den beiden zu verbindenden Schienenenden durch den
schmelzflüssigen Stahl die eingebrachte Wärme durch Wärmeleitung in
Schienenlängsrichtung aus. Da die den Schienenstoß umgebende Feuerfestform
erst nach Abscheren des überstehenden Schweißwulstes entfernt werden kann,
kann sich in der Zwischenzeit in den beiden einander gegenüberstehenden
Schienenenden eine nicht zufriedenstellenden wärmebeeinflußte Zone und damit
ein großes Härtetal ausbilden. Ein Abscheren des Schweißwulstes ist aber erst
möglich, wenn die schmelzflüssige Phase im Freiraum oberhalb des
Schienenkopfs erstarrt ist. Um der schmelzflüssigen Phase in Freiraum FF
Wärme zu entziehen, wird vor dem Befüllen des Freiraums FF oder bereits vor
dem Vorwärmen der Schienen in diesen oberhalb des Kopfs mindestens ein
Kühleisen 24 eingelegt, wie dies in der Figur punktiert dargestellt ist. Das
Kühleisen 24 entzieht dem einlaufenden Stahl Wärme, wobei es vorzugsweise
selbst erschmilzt. Durch das Kühleisen 24 wird die Dauer der schmelzflüssigen
Phase wesentlich verkürzt und es kann somit erheblich früher der überflüssige
Schweißwulst entfernt und danach die Feuerfestform von der Schweißnaht
abgezogen werden. Die Folge hiervon ist eine wesentlich verkleinerte
wärmebeinflußte Zone und damit ein wesentlich verkürztes Härtetal.
Bei der in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsform besteht das Kühleisen 24 aus
dem eigentlichen Kühlkörper 24a, einem Handhabungsgriff 24b und einem
Auflager 24c. Der Kühlkörper 24a kann z. B. zylindrisch oder quaderförmig sein.
Ein solches Kühleisen kann auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8.
eingesetzt werden. Dann wäre für das Auflager 24c in dem Gießformteil 2' eine
entsprechende Ausnehmung vorzusehen.
Wenn Legierungszusätze wie z. B. mit dem Rohr 19 eingebracht werden, muß der
Kühlköper 24 selbstverständlich oberhalb des Rohrs 19 in dem Freiraum FF
angeordnet werden.
Claims (14)
1. Verfahren zur aluminothermischen Verbindungsschweißung zweier auf
Lücke verlegter Schienen, bei dem der aluminothermisch in einem Tiegel
erzeugte Stahl in eine die Schienenenden umgebende mindestens
zweiteilge Gießform eingegossen wird und der Zwischenraum zwischen
den Schienenenden unter Auffüllung eines über dem Schienenkopf
vorgesehenen Freiraums und in den Formteilen vorgesehenen Steigern
aufgefüllt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Einsatz einer zweiteiligen Gießform der Stahl über einen einzigen
in dem einen Formteil vorgesehenen und mit dem Kopfraum der
Gießform und dem Fußraum der Gießform verbundenen Flußsteiger
eingegossen wird und in dem anderen Formteil Stahl über einen zumindest
mit dem Fußraum verbundenen und mindestens einen mit dem Kopfraum
der Gießform verbundenen Steiger abströmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Stahl über zwei Steiger aus dem Kopfraum abströmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schweißung im Kopfteil durch härtebildende Legierungszusätze
legiert wird.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schweißung im Fußteil und ggfs. im Stegteil
zähigkeitsbildende Impfzusätze zugeführt werden.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stahl in geschlossenem Strom aus einem formschlüssig auf die
Gießform aufgesetzten Tiegel in den Flußsteiger einströmt.
6. Gießform zur aluminothermischen Verbindungsschweißung zweier
auf Lücke verlegter Schienen zur Durchführung des Verfahrens nach
mindestens einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer zweiteiligen Gießform (1; 2, 3) ein einziger in dem einen
Formteil (2) ausgebildeter Flußsteiger (4) über einen Kanal (6) mit dem
Kopfraum (K) der Gießform und über einen Kanal (8) zumindest mit dem
Fußraum (F) verbunden ist und in dem anderen Formteil (3) der Fußraum
(F) mit einem Steiger (9) und der Kopfraum (K) mit mindestens einem
weiteren Steiger (12; 13) verbunden sind.
7. Gießform nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem anderen Formteil (3) zwei Kopfraumsteiger (12; 13) jeweils auf
verschiedenen Seiten des Fußraumsteigers (9) vorgesehen sind.
8. Gießform nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem einen Formteil (2) am unteren Ende des Flußsteigers (4) eine
Speiserkammer (7) vorgesehen ist.
9. Gießform nach mindestens einem der Ansprüche 6-8,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem einen Formteil (3) am unteren Ende des Fußsteigers (9) eine
Speiserkammer (10) vorgesehen ist.
11. Gießform nach mindestens einem der Ansprüche 6-10,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Speiserkammern (7, 10) ein als Messerschnitt ausgebildeten
Speiserkanal (8; 11) zugeordnet ist, der im wesentlichen den gesamten Fuß
und den Übergangsradius von Fuß zu Steg abdeckt.
10. Gießform nach mindestens einem Ansprüche 6-9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Volumen der Speiserkammer (7) des Flußsteigers (4) in dem
einen Formteil (2) kleiner ist als das Volumen der Speiserkammer (10) in
dem anderen Formteil.
12. Verschweißungssystem bestehend aus der Gießform nach mindestens
einem der Ansprüche 6-11 und einem Tiegel,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tiegel (20; 20') formschlüssig auf die Gießform aufsetzbar ist
derart, daß die Eingießsäule verlängert wird.
13. Verfahren zur aluminothermischen Verbindungsschweißung zweier auf
Lücke verlegter Schienen, bei dem der aluminothermisch in einem Tiegel
erzeugte Stahl in eine die Schienenenden umgebende mindestens
zweiteilge Gießform eingegossen wird und der Zwischenraum zwischen
den Schienenenden unter Auffüllung eines über dem Schienenkopf
vorgesehenen Freiraums und in den Formteilen vorgesehenen Steigern
aufgefüllt wird, insbesondere Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem in den Freiraum oberhalb des Schienenkopfs aufsteigenden Stahl
über mindestens einen in den Freiraum eingebrachten metallischen
Kühlkörper, insbesondere Eisen- bzw. Stahlkörper Wärme, vorzugsweise
unter Erschmelzen des Metallkörpers, entzogen wird.
14. Gießform nach mindestens einem der Ansprüche 6-10,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Freiraum (FF) oberhalb des Schienenkopfs mindestens ein
metallischer Kühlkörper (24), vorzugsweise ein Kühleisen angeordnet ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19849454A DE19849454A1 (de) | 1998-10-06 | 1998-10-28 | Verfahren zur aluminothermischen Verbindungsschweißung zweier auf Lücke verlegter Schienen und Gießform zur Durchführung des Verfahrens |
| AU11516/00A AU1151600A (en) | 1998-10-06 | 1999-10-06 | Method for aluminothermic joint welding of two rails separated by a gap and casting mold for implementing said method |
| EP99970043A EP1121221A1 (de) | 1998-10-06 | 1999-10-06 | Verfahren zur aluminothermischen verbindungsschweissung zweier auf lücke verlegter schienen und giessform zur durchführung des verfahrens |
| DE19981958T DE19981958D2 (de) | 1998-10-06 | 1999-10-06 | Verfahren zur aluminothermischen Verbindungsschweissung zweier auf Lücke verlegter Schienen und Giessform zur Durchführung des Verfahrens |
| PCT/EP1999/007448 WO2000020156A1 (de) | 1998-10-06 | 1999-10-06 | Verfahren zur aluminothermischen verbindungsschweissung zweier auf lücke verlegter schienen und giessform zur durchführung des verfahrens |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19845897 | 1998-10-06 | ||
| DE19849454A DE19849454A1 (de) | 1998-10-06 | 1998-10-28 | Verfahren zur aluminothermischen Verbindungsschweißung zweier auf Lücke verlegter Schienen und Gießform zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19849454A1 true DE19849454A1 (de) | 2000-05-04 |
Family
ID=7883510
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19849454A Withdrawn DE19849454A1 (de) | 1998-10-06 | 1998-10-28 | Verfahren zur aluminothermischen Verbindungsschweißung zweier auf Lücke verlegter Schienen und Gießform zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19849454A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202017101491U1 (de) * | 2017-03-15 | 2017-03-31 | Railtech Deutschland GmbH | Reaktionstiegel |
-
1998
- 1998-10-28 DE DE19849454A patent/DE19849454A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202017101491U1 (de) * | 2017-03-15 | 2017-03-31 | Railtech Deutschland GmbH | Reaktionstiegel |
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