DE19846219A1 - Stromschalter - Google Patents
StromschalterInfo
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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Abstract
Es soll ein Stromschalter geschaffen werden, der bei möglichst geringen Kosten universell einsetzbar ist. DOLLAR A Hierzu sieht die Erfindung einen Stromschalter vor, der einen sowohl durch einen daran angebrachten Betätigungshandknebel (3) betätigbaren als auch fremdauslösbaren oder selbstauslösenden Schaltmechanismus (4) aufweist. Der Schaltmechanismus wirkt auf zumindest einen Kontakt (6). Der Stromschalter (1) ist bausatzartig in ein den Kontakt (6) aufnehmendes Grundträgermodul (5) und ein separates, zumindest den Betätigungshandknebel (3) lagerndes Anbaumodul (2) unterteilt. Die beiden Module sind wahlweise in verschiedenen Relativlagen zueinander zusammensetzbar. DOLLAR A Der erfindungsgemäß bausatzartig aufgeteilte Stromschalter kann sowohl ein fremdauslösbarer Zusatzschalter zum Anbau an einen Leistungsschutzschalter als auch der selbstauslösende Leitungsschutzschalter selbst sein.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Stromschalter gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein gattungsgemäßer Stromschalter ist beispielsweise ein Zusatz
schalter zum Anbau an einen Leitungsschutzschalter, der aus der
DE 39 20 822 C2 bekannt ist. Dieser herkömmliche Zusatzschalter
weist einen Schaltmechanismus auf, der sowohl von dem Leitungs
schutzschalter über ein Koppelglied als auch von einem am Zu
satzschalter angelenkten Betätigungshandknebel betätigbar ist.
Der Schaltmechanismus schaltet einen Hilfs- und/oder Fehlersi
gnalkontakt. Der Betätigungshandknebel zeigt die Schaltstellung
des Zusatzschalters nach außen erkennbar an.
Derartige herkömmliche Zusatzschalter werden gewöhnlich seitlich
an den Leitungsschutzschalter angebaut und mit diesem beispiels
weise durch Klammern verkoppelt. Der Zusatzschalter wird mit
seinem Gehäuse an dem Leitungsschutzschalter gehalten, welcher
auf einer meist horizontal an einer Wand befestigten Hutschiene
aufgerastet wird. Die Einbaulage des Zusatzschalters ist dabei
so festgelegt, daß der in der oberen Endlage stehende Betäti
gungshandknebel anzeigt, daß der Zusatzschalter eingeschaltet
ist. Dies entspricht den in allen Ländern der Europäischen Union
einheitlichen Vorschriften.
Die Einspeisung von Strom zu den auf der Hutschiene aufgeraste
ten Schaltern erfolgt beispielsweise in Deutschland über eine
unterhalb der Hutschiene liegende Sammelschiene, während in an
deren Ländern, wie Frankreich und Italien, die Zuleitung von
Strom über eine oberhalb der Hutschiene liegende Sammelschiene
erfolgt. Da der Zusatzschalter über separate Anschlüsse verfügt,
die beim Aufstecken auf die Hutschiene auf der von der Sammel
schiene abgewandten Seite zu liegen kommen sollen, müssen her
kömmlich verschiedene spiegelsymmetrische Bautypen der Zusatz
schalter für die verschiedenen Länder bereitgestellt werden. Nur
dann ist sichergestellt, daß der Betätigungshandknebel bei ein
geschaltetem Zusatzschalter in der vorgeschriebenen oberen End
lage steht, obwohl seine Anschlüsse in verschiedenen Ländern we
gen der unterschiedlich angebrachten Sammelschiene auf verschie
denen Seiten der Hutschiene liegen. Dies führt zu erhöhten Ent
wicklungskosten, Lagermehrkosten und einem Verwaltungsmehrauf
wand.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Stromschal
ter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so weiterzubilden, daß
er bei möglichst geringen Kosten universell einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des An
spruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
Der erfindungsgemäße Stromschalter besteht aus zwei separaten
Modulen, die wahlweise in verschiedenen Lagen zusammensetzbar
sind. Auf diese Weise ist ein für alle Länder einheitlicher
Stromschalterbausatz geschaffen, so daß die Lagerkosten verrin
gert sind und der Verwaltungsaufwand reduziert ist. Die beiden
Module werden vor Ort in einer den Vorschriften entsprechenden
Weise zusammengesetzt und als Stromschalter verbaut. Der erfin
dungsgemäß bausatzartig aufgeteilte Stromschalter kann sowohl
ein fremdauslösbarer Zusatzschalter zum Anbau an einen Leitungs
schutzschalter als auch der selbstauslösende Leitungsschutz
schalter selbst sein.
Zweckmäßig ist die Ausgestaltung des Stromschalters als
fremdauslösbarer Zusatzschalter, der über Koppeleinrichtungen an
einen Leitungsschutzschalter angebaut werden kann.
In einer vorteilhaften Weiterentwicklung trägt das mit dem
Grundträgermodul zusammengesetzte Anbaumodul des Bausatzes nicht
nur den Betätigungshandknebel sondern auch den kompletten
Schaltmechanismus. Dadurch wird eine Aufteilung des Stromschal
ters in ein nur den elektrischen Kontakt aufweisendes Grundträ
germodul und ein Anbaumodul erreicht, das sämtliche mechanischen
Komponenten aufweist. Diese Teilung in ein elektrisches Modul
und ein mechanisches Modul hat auch bei der Wartung einen großen
Vorteil. Im Falle eines mechanischen Defekts muß nur das mecha
nische Modul erneuert werden, so daß die laufenden Betriebsko
sten senkbar sind. Ferner kann ein mechanisches Modul eines be
nachbart montierten Zusatzschalters zu Testzwecken umgesetzt
werden, so daß die Prüfarbeit ohne ein umständliches Lösen der
Anschlüsse durchgeführt werden kann. Selbstverständlich muß bei
einem Defekt im elektrischen Modul nur dieses ausgetauscht wer
den, während das mechanische Modul wiederverwendet werden kann.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Anbaumodul von vorne in
eine Ausnehmung des Grundträgermoduls einschiebbar ist, wobei es
vorzugsweise durch Führungseinrichtungen geführt ist. Das Anbau
modul wird zunächst in die Ausnehmung des Grundträgermoduls so
eingeschoben, daß die Lage des Betätigungshandknebels den Vor
schriften zur eingeschalteten Stellung des Stromschalters ent
spricht. Der zusammengesetzte Bausatz wird dann je nach Lage der
Sammelschiene in der richtigen Lage an den Leitungsschutzschal
ter angebaut. Im Fall der Verwendung des Stromschalters als Zu
satzschalter wird der zusammengesetzte Bausatz mithilfe der Kop
peleinrichtungen mit dem Leitungsschutzschalter verbaut. Diese
Montage ist für den Monteur besonders vorteilhaft, weil es zu
keinen versehentlichen Verwechslungen der Einbaulagen kommen
kann.
Zur Vermeidung von Kurzschlüssen und dergleichen beim Einbau ist
das Grundträgermodul des Zusatzschalters auf nur einer Hälfte in
Höhenrichtung mit von vorne zugänglichen Anschlüssen versehen.
Das Grundträgermodul kann dann an dem auf der Hutschiene aufge
rasteten Leitungsschutzschalter so montiert werden, daß diese
Hälfte auf der von der Sammelschiene abgewandten Seite liegt, so
daß Kurzschlüsse durch einen versehentlichen Kontakt der in die
Anschlüsse des Zusatzschalters gesteckten Leitungen mit der Sam
melschiene vermieden werden.
Ein besonderer Vorteil ergibt sich, wenn aus dem Anbaumodul ein
Stößel des Schaltmechanismus nach hinten in Höhenrichtung mittig
übersteht. Das Zusammenwirken des Stößels mit dem Kontakt im
Grundträgermodul ist damit zuverlässig gewährleistet, insbeson
dere wenn beide Module dieselbe Breite haben und die verschiede
nen Einbaulagen des Anbaumoduls in das Grundträgermodul um 180
Grad zueinander versetzt sind.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen betreffen Führungseinrich
tungen an beiden Modulen, die ein störungsfreies Einschieben
fördernd unterstützen, sowie eine besonders einfach zu montie
rende Teilung des Anbaumoduls in ein vertieftes Gehäuseseiten
teil zur Vormontage der mechanischen Komponenten und in eine
flache Gehäuseabdeckung.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Ausführungsbei
spiel eines Zusatzschalterbausatzes im zusammengesetzten Zu
stand,
Fig. 2 zeigt schematisch das Ausführungsbeispiel der Fig. 1 kurz
vor dem Zusammensetzen zum Einsatz in Deutschland,
Fig. 3 zeigt schematisch das Ausführungsbeispiel der Fig. 1 kurz
vor dem Zusammensetzen zum Einsatz in Frankreich bzw. Itali
en,
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Gehäuseseiten
teils eines Anbaumoduls,
Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Gehäuseabdeckung
für das in Fig. 4 gezeigte Gehäuseseitenteil und
Fig. 6 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Grundmoduls,
mit dem das Anbaumodul der Fig. 4 und 5 zusammensetzbar ist.
Fig. 1 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel eines Strom
schalters in Form eines Zusatzschalterbausatzes im zusammenge
setzten Zustand. Der Zusatzschalter 1 dient als Hilfsschalter,
der an einen nicht gezeigten Leitungsschutzschalter seitlich an
baubar ist. Der Hilfsschalter 1 besteht aus zwei separaten zu
sammensetzbaren Modulen, einem Grundträgermodul 5 und einem dar
an anbaubaren Anbaumodul 2.
Ein Betätigungshandknebel 3 zum Handquittieren sowie Ein- und
Ausschalten von Hand ist an dem Anbaumodul 2 angelenkt. Inner
halb des Anbaumoduls 2 befindet sich ein Schaltmechanismus 4,
der durch den Betätigungshandknebel 3 betätigbar ist. Der
Schaltmechanismus 4 weist eine Vielzahl von in dem Anbaumodul 2
angelenkten Hebeln auf, die in Fig. 1 symbolisch dargestellt
sind.
Der Schaltmechanismus 4 wird beim Anbau des Hilfsschalters 1 an
den Leitungsschutzschalter durch ein nicht gezeigtes Koppelglied
mit einem nicht gezeigten Schaltmechanismus des Leitungsschutz
schalters verkoppelt. Somit ist der Schaltmechanismus 4 des
Hilfsschalters 1 fremdauslösbar. Vorzugsweise ist das Koppelglied
ein in den Leitungsschutzschalter eingreifender gerader Stift
oder zweimal rechtwinklig gekröpfter Bügel in Z-ähnlicher Form.
Der Stift oder Bügel ragt durch eine in Fig. 4 gezeigte Öffnung
2'd oder durch eine in Fig. 5 gezeigte Öffnung 2''d seitlich
durch das Gehäuse des Anbaumoduls 2 in das Innere des Gehäuses.
Im Auslieferungszustand sind die Öffnungen 2'd und 2''d durch
Verschlüsse abgedeckt, die nach Bedarf einfach abgenommen werden
können, um die Öffnung freizugeben. Diese Öffnungen 2'd und 2''d
sind auf beiden Seiten des Anbaumoduls 2 vorgesehen, so daß es
von beiden Seiten an den Leitungsschutzschalter anbaubar ist.
Außerdem ist der Hilfsschalter 1 nicht nur von beiden Seiten an
den Leitungsschutzschalter anbaubar, sondern es kann eine Viel
zahl von weiteren Zusatzschaltern beliebig gestapelt werden, die
jeweils über Stifte oder Bügel verkoppelt werden. Der erfin
dungsgemäße Hilfsschalter 1 kann an eine derartige Mehrfachkom
bination von Schaltern sowohl an äußerster rechter oder linker
Position oder in einer mittleren Position angebaut werden.
Der Stift oder Bügel steht an einem Kopplungspunkt mit einem
oder mehreren Hebeln des Schaltmechanismus 4 des Anbaumoduls 2
in Wirkeingriff. Der Bügel zum Verkoppeln weist die zweimal
rechtwinklig gekröpfte Z-ähnliche Form auf, so daß bei nicht ge
nau übereinstimmenden Lagen der Kopplungspunkte durch Verdrehen
des Z-Bügels eine saubere Verkopplung der Schaltmechanismen er
zielt wird. Eine weitere, an sich bekannte Verkopplung erfolgt
über einen den Knauf des Betätigungshandknebels 3 durchdringen
den Stift, der in den Knauf eines Betätigungshandknebels des
Leitungsschutzschalters eingeschoben wird. Beide Betätigungs
handknebel bewegen sich dann gemeinsam.
Der Schaltmechanismus 4 ist vorzugsweise so aufgebaut, wie es in
der DE 39 20 822 C2 gezeigt ist. Auf den Inhalt dieser Druck
schrift wird hiermit ausdrücklich Bezug genommen. Anstelle des
in der DE 39 20 822 C2 gezeigten Schaltmechanismus kann jedoch
ebenso jeder weitere Schaltmechanismus zum Einsatz kommen, vor
ausgesetzt, daß er sowohl von dem Betätigungshandknebel 3 als
auch über das Koppelglied von dem Leitungsschutzschalter ausge
löst werden kann. Diese beiden technischen Funktionen sind für
den Schaltmechanismus 4 von vorrangiger Bedeutung.
Selbstverständlich sollte der Schaltmechanismus 4 in seiner Me
chanik so gestaltet sein, daß er auf einen später zu beschrei
benden Kontakt 6 möglichst schlagartig und nicht allmählich ein
wirkt, um ein Entstehen eines Lichtbogens mit großer Hitzeent
wicklung beim Schalten zu vermeiden. Ferner sollte der Schaltme
chanismus 4 so aufgebaut sein, daß aufgrund einer Fremdauslösung
durch den Leitungsschutzschalter der Betätigungshandknebel 3
mitbetätigt wird. Dadurch ist ein unterbrochener Kontakt 6 für
einen Monteur oder eine sonstige Bedienungsperson von außen er
kennbar.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Schaltmechanismus 4
einen in Fig. 1 in Höhenrichtung etwa mittig aus dem Anbaumodul
2 nach hinten (rechts in der Fig. 1) ragenden Stößel 4a auf.
Dieser nach hinten überstehende Stößel 4a wirkt auf den Kontakt
6, wie später beschrieben wird. Wahlweise können anstelle des in
den Figuren gezeigten einzigen Stößels 4a auch zwei oder mehrere
Stößel nach hinten überstehen. Diese mehreren Stößel sind vor
zugsweise spiegel- oder punktsymmetrisch angeordnet.
Unter erneuter Bezugnahme auf die Fig. 1, 4 und 5 ist zu erken
nen, daß das Anbaumodul 2 ein Gehäuse aufweist, das kastenförmig
ausgebildet ist. Der Querschnitt des Gehäuses ist am hinteren
Abschnitt (in Fig. 4 unten) kleiner als am vorderen Abschnitt.
Zwischen dem vorderen und hinteren Abschnitt befindet sich ein
mittlerer Abschnitt, in dem der Querschnitt symmetrisch stetig
zunimmt. Das Gehäuse des Anbaumoduls 2 weist ein vertieftes, in
Fig. 4 gezeigtes Gehäuseseitenteil 2' mit umlaufenden Begren
zungswänden auf. An dem Gehäuseseitenteil 2' können der Schalt
mechanismus 4 und der Betätigungshandknebel 3 vormontiert wer
den. Hierzu weist das vertiefte Gehäuseseitenteil 2' an seinem
Boden eine damit einstückig ausgebildete Nabe 2'c für den Betä
tigungshandknebel 3 auf, auf die der Betätigungshandknebel 3
aufsteckbar ist. Ferner sind einstückig mit dem Boden des Gehäu
seseitenteils 2' mehrere Anlenkachsen zum Aufsetzen von Hebeln
des Schaltmechanismus 4 und Stifte als Anschläge der Hebel bzw.
als Haltepunkte für Federn ausgebildet. Das Gehäuseseitenteil 2'
weist ferner die Öffnung 2'd auf, durch die der Stift oder Z-
Bügel einführbar ist, wenn der Zusatzschalter 1 am Leitungs
schutzschalter seitlich montiert wird.
Das in Fig. 4 gezeigte Gehäuseseitenteil 2' des Anbaumoduls 2
weist ferner Rastvertiefungen 2'f in seinen umlaufenden Begren
zungswänden auf. Eine weitere Rastvertiefung befindet sich mit
tig innerhalb der Nabe 2'c. Die Rastvertiefungen 2'f sind mit
Rastnasen 2''f in Eingriff bringbar, die an einer in Fig. 5 ge
zeigten plattenförmigen Gehäuseabdeckung 2'' damit einstückig
überstehend ausgebildet sind. Ferner weist die Gehäuseabdeckung
2'' Augen auf, die den Anlenkachsen bzw. Stiften gegenüberlie
gend angeordnet sind, um diese aufzunehmen. Die Gehäuseabdeckung
2'' ist auch mit der oben genannten Öffnung 2''d versehen, durch
die der Stift oder Z-Bügel eingeführt werden kann.
Das mit dem Schaltmechanismus 4 und dem Betätigungsbandknebel 3
bestückte, vormontierte Gehäuseseitenteil 2' wird durch die Ge
häuseabdeckung 2'' mithilfe der Rastnasen 2''f und Rastvertie
fungen 2'f verrastend verschlossen, wobei der Schaltmechanismus
4 und der Betätigungsknebel 3 in ihren Wirklagen positioniert
werden. Anstelle der Rastnasen und Rastvertiefungen können auch
andere Mittel zum sicheren Verbinden der Gehäuseteile, wie
Schrauben, Nieten oder dergleichen, eingesetzt werden. Vorzugs
weise sind sowohl das Gehäuseseitenteil 2' als auch die Gehäuse
abdeckung 2'' aus einem Harzwerkstoff, wie beispielsweise Kunst
stoff, hergestellt.
Anstelle der asymmetrischen Aufteilung des Gehäuses 2 in das Ge
häuseseitenteil und die Gehäuseabdeckung kann das Gehäuse auch
symmetrisch in zwei gleiche Hälften in Höhenrichtung geteilt
sein. Ebenso ist eine Dreiteilung des Gehäuses denkbar mit einer
den Schaltmechanismus tragenden vormontierbaren mittleren Plat
te, die an beiden Seiten durch Gehäuseabdeckungen umschlossen
ist. Die einzelnen Gehäuseteile werden durch geeignete Mittel,
wie Rasteinrichtungen, Schrauben, Nieten und dergleichen, unter
einander sicher verbunden.
Es sollte angemerkt werden, daß das Anbaumodul 2 sämtliche me
chanischen Komponenten des Hilfsschalters 1 lagert. Somit genügt
es zur Instandsetzung im Fall eines mechanischen Defekts, wenn
nur das Anbaumodul 2 ausgetauscht wird.
Gemäß Fig. 1 ist das Anbaumodul 2 von vorne (in der Fig. 1
links) in eine Ausnehmung 5a an der Vorderseite eines Grundträ
germoduls 5 eingeschoben. Das Grundträgermodul 5 nimmt den zu
schaltenden elektrischen Kontakt 6 sowie von vorne zugängliche
elektrische Anschlüsse 51, 52, 53 auf, die über Stromschienen
mit dem Kontakt 6 elektrisch verbunden sind. Es trägt somit
hauptsächlich nur elektrische Komponenten. Somit genügt es zur
Instandsetzung im Fall eines elektrischen Defekts, wenn nur das
Grundträgermodul 5 ausgetauscht wird.
Mit einer seiner Seitenflächen wird das Gehäuse des Grundträger
moduls 5 von rechts oder links an den nicht gezeigten Leitungs
schutzschalter angesetzt und durch Klammern oder dergleichen
Mittel damit verkoppelt, nachdem das Anbaumodul 2 in das
Grundträgermodul 5 eingeschoben worden ist. Der Leitungsschutz
schalter wird auf eine an einer Wand montierte Hutschiene (nicht
gezeigt) aufgerastet. Dazu ist die Rückseite 5b mit einer minde
stens der Breite der Hutschiene entsprechenden Ausnehmung verse
hen, so daß sich die obere und untere Begrenzungswand der Aus
nehmung um die Hutschiene legt. Der auf die Hutschiene aufgera
stete Leitungsschutzschalter mit dem daran montierten Grundträ
germodul 5 dient als Träger des gesamten Hilfsschalters 1.
Bei dem in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispiel befin
den sich die von vorne zugänglichen Anschlüsse 51, 52, 53 für
den Kontakt 6 an in Höhenrichtung nur einer Hälfte des Grundträ
germoduls 5, der in den Fig. 1 und 2 oberen Hälfte und der in
Fig. 3 unteren Hälfte. Wie in den Fig. 2 und 3 gut zu erkennen
ist, liegt die Hälfte mit den Anschlüssen 51, 52, 53 bei mon
tiertem Hilfsschalter 1 auf der zu einer Stromversorgungssammel
schiene S entgegengesetzten Seite. Es wurde in der Beschrei
bungseinleitung erwähnt, daß die Stromversorgungssammelschiene S
länderspezifisch entweder oberhalb oder unterhalb der Hutschiene
liegt. Aus diesem Grund muß das Grundträgermodul 5 in zwei ver
schiedenen, um 180 Grad zueinander versetzten Lagen auf der Hut
schiene montierbar sein. Dadurch wird sichergestellt, daß die
Anschlüsse 51, 52, 53 auf der zur Sammelschiene S abgewandten
Hälfte des Grundträgermoduls 5 liegen. Auf der zur Sammelschiene
S zugewandten Ober- bzw. Unterseite weist das Grundträgermodul 5
eine Vertiefung 5c auf, in der die Sammelschiene S bei an dem
Leitungsschutzschalter angebauten Grundträgermodul 5 kontaktfrei
geschützt zu liegen kommt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei Anschlüsse 51, 52, 53
vorhanden, wobei an den obersten Anschluß 51 eine L-förmig gebo
gene Stromschiene angeschlossen ist, die an ihrem kürzeren
Schenkel eine biegsame Blattfeder trägt. An die beiden anderen
Anschlüsse 52 und 53 sind ebenfalls L-förmig gebogene Strom
schienen angeschlossen, die an ihren freien Enden jeweils eine
erhabene Kontaktstelle aufweisen, welche jeweils mit der Blatt
feder in elektrischen Kontakt bringbar ist. Im zusammengesetzten
Zustand drückt der durch die Öffnung 5d in das Grundträgermodul
5 eingeführte Stößel 4a des Anbaumoduls 2 bei Betätigung oder
Auslösung des Schaltmechanismus 4 mit seinem freien hinteren En
de auf die Blattfeder, um sie gegen ihre eigene Vorspannung aus
zulenken. Dabei kommt die Blattfeder von der einen Kontaktstelle
frei und wird mit der anderen Kontaktstelle in elektrischen Kon
takt gebracht. Wird der Schaltmechanismus 4 zurückgestellt,
kehrt die Blattfeder unter ihrer eigenen Vorspannung in ihre
Ausgangsstellung zurück, wobei sie von der anderen Kontaktstelle
freikommt und mit der einen Kontaktstelle in Kontakt kommt.
Während der Kontakt zuvor detailliert als ein Wechsler beschrie
ben ist, kann der Kontakt ebenso ein Öffner oder Schließer sein.
Auch Kombinationen bestehend aus mehreren Kontakten der genann
ten Arten können eingesetzt werden.
Das Anbaumodul 2 und das Grundträgermodul 5 haben in etwa die
selbe Breite, wobei das Anbaumodul 2 in zwei zueinander um 180
Grad versetzte Lagen in die Ausnehmung 5a des Grundträgermoduls
5 einsetzbar ist. Die Ausnehmung 5a liegt in Höhenrichtung mit
tig im Grundträgermodul 5, so daß das Grundträgermodul 5 je nach
länderspezifisch liegender Sammelschiene um 180 Grad versetzt an
den auf die Hutschiene aufgerasteten Leitungsschutzschalter an
gebaut werden kann, ohne daß die Ausnehmung 5a in verschiedenen
Höhenlagen im Grundträgermodul 5 liegt. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn sowohl das Grundträgermodul 5 als auch das Anbaumo
dul 2 mit Führungseinrichtungen 54, 55, 2a, 2b versehen sind.
Wie in Fig. 4 gezeigt ist, weist das Gehäuseseitenteil 2' des
Anbaumoduls 2 an in Höhenrichtung (in der Fig. 4 Seitenrichtung)
entgegengesetzten Seiten am hinteren (in der Fig. 4 unteren) Ab
schnitt mit kleinerem Querschnitt Nuten 2a, 2b auf. Diese Nuten
2a, 2b sind auf Stege 54, 55 aufpaßbar, die in gegenüberliegen
den Begrenzungswänden der Ausnehmung 5a ausgeformt sind. Das An
baumodul 2 wird beim Einschieben von vorne in die Ausnehmung 5a
des Grundträgermoduls 5 durch diese Nut/Stege-Kombination zuver
lässig geführt.
Wie in Fig. 5 zu erkennen ist, hat die Gehäuseabdeckung 2'' an
ihrer hinteren (in der Fig. 5 unteren) Kante eine über die Kon
tur der Gehäuseabdeckung 2'' überstehende Rastnase 2''e. Diese
Rastnase 2''e wird zum sicheren Halten des Anbaumoduls 2 in der
Ausnehmung 5a mit einer in Fig. 6 gezeigten Rastvertiefung 5e am
Boden der Ausnehmung 5a in Eingriff gebracht. Die Rastvertiefung
5e ist vorzugsweise auf einer Erhöhung 5f am Boden der Ausneh
mung 5a vorgesehen. Anstelle der genannten Rasteinrichtungen
können ebenso andere geeignete Mittel zum lösbaren Halten des
Anbaumoduls 2 in dem Grundträgermodul 5 vorgesehen sein.
Die Fig. 2 zeigt schematisch den Hilfsschalter 1 kurz vor dem
Zusammensetzen für den Fall, bei dem die Sammelschiene S, wie in
Deutschland, unterhalb der nicht gezeigten Hutschiene verläuft.
Das Grundträgermodul 5 wird an den auf die nicht gezeigte Hut
schiene aufgerasteten Leitungsschutzschalter so angebaut, daß
seine Vertiefung 5c der Sammelschiene S zugewandt ist und die
Anschlüsse 51, 52, 53 auf der oberen Hälfte liegen. Zuvor wir
das Anbaumodul 2 so in die Ausnehmung 5a eingeschoben, daß der
nach unten gekippte Betätigungshandknebel 3 die Stellung AUS des
Hilfsschalters 1 bewirkt. Dies bedeutet gleichzeitig, daß der
nach oben gekippte Betätigungshandknebel 3 die Stellung EIN des
Hilfsschalters 1 bewirkt.
In Fig. 3 ist dagegen das Grundträgermodul 5 in der zu Fig. 2 um
180 Grad versetzten Lage an den auf die nicht gezeigte Hutschie
ne aufgerasteten Leitungsschutzschalter angebaut. Die zur Sam
melschiene S zugewandte Vertiefung 5c kommt dabei in der oberen
Hälfte zu liegen, während die Anschlüsse 51, 52, 53 an der unte
ren Hälfte sind. Zuvor wird hier das Anbaumodul 2 in derselben
Lage wie in Fig. 2 angesetzt, um die vorgeschriebene Stellung
des Betätigungshandknebels 3 sicherzustellen.
Obwohl das in den Figuren gezeigte Ausführungsbeispiel einen
fremdauslösbaren Hilfsschalter zeigt, ist die bausatzartige
Zweiteilung ebenso bei einem Fehlersignalschalter oder einer
Kombination aus Hilfsschalter und Fehlersignalschalter anwend
bar. Ferner kann die Modulbauweise in vorteilhafter Weise bei
einem Hauptschalter, wie beispielsweise einem Leitungsschutz
schalter angewendet werden. Im Fall eines Leitungsschutzschal
ters erfolgt die modulartige Aufteilung des Schalters nicht
zwangsweise in ein mechanisches und ein elektrisches Modul.
Vielmehr können beide Module gemischt aus mechanischen und elek
trischen Komponenten bestehen. In einem vereinfachten Ausfüh
rungsbeispiel lagert das Anbaumodul nur den Betätigungshandkne
bel, während das Grundträgermodul alle weiteren Elemente auf
nimmt.
Claims (10)
1. Stromschalter mit einem sowohl durch einen daran angebrachten
Betätigungshandknebel (3) betätigbaren als auch fremdauslösbaren
oder selbstauslösenden Schaltmechanismus (4), der auf zumindest
einen Kontakt (6) einwirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Stromschalter (1) bausatzartig in ein den Kontakt (6) auf
nehmendes Grundträgermodul (5) und ein separates, zumindest den
Betätigungshandknebel (3) lagerndes Anbaumodul (2) unterteilt
ist, die wahlweise in verschiedenen Relativlagen zueinander zu
sammensetzbar sind.
2. Stromschalter nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
Koppeleinrichtungen zum Anbau des Stromschalters (1) als
fremdauslösbarer Zusatzschalter an einen Leitungsschutzhaupt
schalter, wobei der zumindest eine Kontakt (6) ein Hilfs-
und/oder Fehlersignalkontakt ist.
3. Stromschalter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Anbaumodul (2) außer den Betätigungshandknebel (3) auch den
Schaltmechanismus (4) lagert.
4. Stromschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Anbaumodul (2) in eine Ausnehmung (5a) an der Vorderseite
des Grundträgermoduls (5) von vorne einschiebbar ist, das mit
seiner Rückseite (5b) einer Hutschiene zum Aufrasten des Lei
tungsschutzhauptschalters zugewandt ist und eine Vertiefung (5c)
an einer zu einer Sammelschiene (S) zugewandten Ober- bzw. Un
terseite hat.
5. Stromschalter nach Anspruch 4 soweit dieser auf Anspruch 2
zurückgeht,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Grundträgermodul (5) von vorne zugängliche Anschlüsse (51,
52, 53) für den zumindest einen Hilfs- und/oder Fehlersignal
kontakt (6) an in Höhenrichtung nur einer Hälfte aufweist und
derart mit dem auf die Hutschiene aufgerasteten Leitungsschutz
hauptschalter verbaubar ist, daß die Anschlüsse (51, 52, 53) nur
auf der zum Verlauf der Sammelschiene (S) entgegengesetzten
Hälfte liegen.
6. Stromschalter nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Schaltmechanismus (4) einen in Höhenrichtung etwa mittig aus
dem Anbaumodul (2) nach hinten ragenden Stößel (4a) aufweist,
der beim Anbau des Anbaumoduls (2) von vorne durch eine Öffnung
(5d) in das Grundträgermodul (5) einführbar ist, um auf den zu
mindest einen Hilfs- und/oder Fehlersignalkontakt (6) zu wirken.
7. Stromschalter nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Anbaumodul (2) dieselbe Breite wie das Grundträgermodul (5)
hat und in die Ausnehmung (5a) des Grundträgermoduls (5) in zwei
verschiedenen Lagen einschiebbar ist, die um 180 Grad zueinander
versetzt sind.
8. Stromschalter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausnehmung (5a) des Grundträgermoduls (5) etwa mittig in Hö
henrichtung im Grundträgermodul (5) vorgesehen ist und an zwei
ihrer gegenüberliegenden Begrenzungswände Führungseinrichtungen
(54, 55) aufweist, die mit Führungseinrichtungen (2a, 2b) an
entgegengesetzten Seiten des Anbaumoduls (2) in Eingriff bring
bar sind.
9. Stromschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Anbaumodul (2) ein vertieftes Gehäuseseitenteil (2') auf
weist, an dem der Schaltmechanismus (4) und der Betätigungskne
bel (3) vormontierbar sind und das seitlich durch eine Gehäuse
abdeckung (2'') verrastend verschließbar ist, wodurch der
Schaltmechanismus (4) und der Betätigungsknebel (3) in ihren
Wirklagen positioniert werden.
10. Stromschalter nach Anspruch 9 soweit dieser auf Anspruch 4
zurückgeht,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gehäuseabdeckung (2'') im wesentlichen als flache Platte
ausgebildet ist und an ihrer Hinterkante eine überstehende Rast
nase (2''e) aufweist, die mit einer Rastöffnung (5e) in der Aus
nehmung (5a) am Grundträgermodul (5) in Eingriff bringbar ist.
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