DE19843389C2 - Perforierte Otoplastik für Hörgeräte - Google Patents
Perforierte Otoplastik für HörgeräteInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft Otoplastiken für Hörgeräte, bestehend aus einem Material, welches zur Aufnahme und zur Ableitung von Feuchtigkeit perforiert ist.
Description
Die Erfindung geht aus von üblichen Otoplastiken.
Aus EP 326 513 A2 ist ein im Ohr zu tragendes Hörgerät mit einer Cerumen-
Schutzvorrichtung bekannt. Diese Schutzvorrichtung weist einen Bügel (7) auf, welcher die
Schallaustrittsöffnung (4) des Hörgeräts übergreift. Die Schutzvorrichtung kann einteilig mit
der Wandung eines Gehörgangsteiles ausgebildet sein. Sie kann aber auch als gesondertes
Element (10) gestaltet sein, welches aus einer ebenen Platte 11 und dem auf dieser
Platte 11 angebrachten Bügel (7) besteht.
Bisher konnte man nur bei einem schwachen bis mittleren Grad
von Schwerhörigkeit, soweit nur Hochtonverluste auftraten, helfend einschreiten. Dies
geschah durch die sogenannte offene Versorgung. Dabei wird gewährleistet, dass die
entstehende Feuchtigkeit nach außen abgeleitet wird, um so die Verstopfung der
Schallaustrittsöffnung zu vermeiden. Als Mittel der offenen Versorgung dienen in der
Regel entweder die Verlängerung des Schallschlauches unter Verzicht auf eine
Otoplastik oder das Anbringen großer Belüftungsbohrungen in die Otoplastik.
In beiden Fällen ist es unmöglich, große Hörschwächen oder besondere Verluste im
Tieftonbereich befriedigend auszugleichen, da unvermeidlich Rückkopplungen
entstehen.
Auch der Einsatz eines Sperrmittels in den Belüftungskanal (siehe DE 40 08 982 A1)
- um einen variablen Querschnitt zu erreichen - erfüllt nicht die
Aufgabe, die Feuchtigkeit von der Haut um das Ohrstück abzuleiten, da entweder die
Bohrung zu klein ist (dadurch große Verstopfungsgefahr) oder bei größerer
Querschnittsauswahl je nach Verlängerungsbedarf Rückkopplungsgefahr vorhanden
ist. Dieses gilt auch bei festgelegter Belüftungsbohrungsgröße, die nach Wunsch bei
der Herstellung definiert werden kann (siehe Patentschrift: DE 43 39 899 C2).
Eine gasdurchlässige aber flüssigkeitsundurchlässige Membran gemäß
EP 629101 A1 schützt den Lautsprecher (siehe auch Patentschrift DE 43 39 899 C2/
Spalte 4, Zeilen 38-60), ist wasser- und ölabstoßend und daher wird die Feuchtigkeit
im Gehörgang gestaut (gesammelt), so dass sie beim Herausnehmen des Ohrstücks auf
einmal über den Hals abfließen kann. Außerdem ist so ein feuchter Gehörgang ein
geeigneter Platz für Pilze, etc.
Nachteilig an diesen bekannten Lösungen ist die Tatsache, dass Feuchtigkeit aus dem
Gehörgang gar nicht oder nur unzureichend abgeführt wird. Der Erfindung liegt deshalb die
Aufgabe zugrunde, eine Otoplastik bereitzustellen, welche die Ableitung von Feuchtigkeit
ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch eine Otoplastik gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Ein vorteilhafte
Ausgestaltung ist im Patentanspruch 2 angegeben.
Damit die im Ohr aufkommende Feuchtigkeit auf diese Weise nicht
die Möglichkeit hat, sich in Tropfen zu verdichten und um die geschützte
Schallaustrittsöffnung und kleine Belüftungsbohrung als Druckausgleich (bei
mittlerem Grad von Schwerhörigkeit) zu lagern, wird sie durch die Perforation von
DS-Otoplastik Dirinpur-Spezial-Otoplastik abgeleitet (s. b. Abb. 1). Die Feuchtigkeit, die die Haut produziert, wird
u. a. durch die außen an der Belüftungsbohrung angebrachten Rillen zusammengeführt
und durch die Perforation nach innen in die Otoplastik abgeleitet. Sie kann täglich oder
nach Bedarf durch leichtes Schütteln oder Ausschlagen entfernt werden. Über Nacht
sorgt ein Entfeuchtungsgranulat (Kieselsäure) - das (in verpackter Form/Papiertütchen)
mit dem Hörgerät in das Hörgeräteetui gelegt wird - dafür, die verbliebene
Restfeuchtigkeit abzutrocknen.
Die perforierte DS-Otoplaslik bietet Menschen Hilfe, deren
Hörfähigkeit in tiefen Frequenzbereichen erhebliche Hörverluste aufweist und denen
bisher aufgrund starker Feuchtigkeit im Gehörgang nicht zufriedenstellend geholfen
werden konnte.
Das besondere daran ist: Sie ist perforiert und mit leichten seitlichen Rillen versehen.
Beispiele hierfür:
- - Secret Ear-Geräte SE (HdO)
- - Modul/Semimodulgeräte (IdO)
- - Conchageräte CE* (IdO)
- - Semi-Conchageräte SC* (IdO)
- - Gehörgangsgeräte CC* (IdO)
- - Kanalgeräte CIC* (IdO)
* custom-made Geräte
Abb. 1: Stellt (als Beispiel) eine perforierte und mit Rillen versehene custom-made
Hohlschale dar. Die Perforierung von anderen HdO- und IdO-Gerätetypen erfolgt
entsprechend.
Abb. 2: Eingesetzt wird in die perforierte Hohlschale ein perforierter Cerumenschutz als
Bügel. Dieser Bügel ist als sogenannter Kulman-Bügel ohne Perforation auf dem Markt
erhältlich und wurde durch die Firma Kulman-Hörgerätetechnik patentiert.
(EP 0326513 A2, US 4.945.569)
Abb. 3: In die perforierte Hohlschale wird ein gekapselter Elektronikbausatz, montiert auf
eine Grundplatte, eingesetzt. Hörer und Drahtverbindung sind gegen Feuchtigkeit isoliert.
Aufbau und Zusammensetzung des perforierten Hörgeräts erfolgt in gleicher Weise wie bei
normalen Geräten üblich.
Claims (2)
1. Otoplastik für Hörgeräte bestehend aus einem Material, welches zur Aufnahme und zur
Ableitung von Feuchtigkeit perforiert ist.
2. Otoplastik nach Patentanspruch 1 mit Rillen zum Zusammenführen der Feuchtigkeit.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19843389A DE19843389C2 (de) | 1998-09-22 | 1998-09-22 | Perforierte Otoplastik für Hörgeräte |
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| DE19843389A1 DE19843389A1 (de) | 2000-04-20 |
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1998
- 1998-09-22 DE DE19843389A patent/DE19843389C2/de not_active Expired - Fee Related
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