DE19842283C1 - Kopfstütze für einen Kraftfahrzeugsitz - Google Patents
Kopfstütze für einen KraftfahrzeugsitzInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kopfstütze für einen Kraftfahrzeugsitz, die mittels einer Tragkonstruktion (4) höhenverstellbar in der Rückenlehne (1) geführt und sattelförmig ausgebildet ist, wobei bei in Nicht-Gebrauchslage befindlicher Kopfstütze (3) deren vorderer Bereich (3.1) einen oberen Abschnitt der Rückenlehne-Vorderseite (1.1) übergreift und deren hinterer Bereich (3.2) im wesentlichen der Kontur der Rückenlehnen-Oberseite (1.2) folgt. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, für eine derartige Kopfstütze (3) eine Lösung zur Verfügung zu stellen, mit der bei einem geringen Ausfahrweg der Tragkonstruktion (4) der Kopfstütze (3) eine möglichst hohe Lage der Oberkante der Kopfstütze (3) in Gebrauchslage erreicht werden kann. Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß die Kopfstütze (3) um eine zur Rückenlehne (1) im wesentlichen parallele Schwenkachse (7) schwenkbar an ihrer Tragkonstruktion (4) befestigt ist und beim Ausfahren selbsttätig in eine Gebrauchslage, in der der Abschluß (3.3) ihres hinteren Bereichs (3.2) ihre Oberkante bildet, sowie beim Einfahren wieder selbsttätig in ihre Nicht-Gebrauchslage schwenkt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kopfstütze für einen
Kraftfahrzeugsitz mit den Merkmalen des Oberbegriffs von An
spruch 1.
Derartig ausgebildete Kopfstützen sind in der Fachwelt unter
dem Terminus "kommaförmige Kopfstütze" bekannt, da sie in ihrer
Form an ein umgedrehtes Komma erinnern. Insbesondere als Fond
kopfstütze haben sie den Vorteil, daß sie sich in ihrer Nicht-
Gebrauchslage, also wenn sie vollständig eingefahren sind, ge
wissermaßen an die Kontur des Rückenlehnenkopfes anschmiegen und
so dem Fahrer eine freie Sicht nach hinten gestatten. Sie sind
nicht so aufwendig wie andere Konstruktionen, die ein Wegklappen
oder ein Versenken der Kopfstütze in die Rückenlehne erfordern.
Ein Beispiel für eine gattungsgemäße Kopfstütze ist in WO
98/09838 zu finden.
Neue ECE-Richtlinien schreiben einen größeren Mindestabstand
zwischen dem sogenannten H-Punkt und Oberkante Kopfstütze als
bisher vor. Demnach muß dieser Abstand in der hinteren Sitzreihe
750 mm betragen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, für eine gat
tungsgemäße Kopfstütze eine Lösung zur Verfügung zu stellen, mit
der der geforderte Mindestabstand zwischen dem H-Punkt und der
Oberkante der Kopfstütze bei geringem Ausfahrweg der Tragkon
struktion der Kopfstütze realisierbar ist. Diese Aufgabe wird
mit einer Kopfstütze gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 1
aufweist.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Lösung stellt sich beim Aus
fahren der Kopfstütze deren hinterer Bereich auf, d. h. er ad
diert sich in der Höhe zum Ausfahrweg der Tragkonstruktion der
Kopfstütze, so daß der durch die ECE-Richtlinie vorgeschriebene
Mindestabstand zwischen H-Punkt und Oberkante Kopfstütze trotz
eines relativ geringen Ausfahrweges der Kopfstütze realisiert
werden kann.
Die erfindungsgemäße Kinematik der Kopfstütze läßt sich in
weiterer Ausgestaltung der Erfindung sehr einfach auf mechani
schem Wege erreichen. Dazu ist ein Hebel vorgesehen, der mit
seinem einen Ende über ein Drehgelenk an die Unterseite der
Kopfstütze in deren vorderem Bereich und mit seinem anderen Ende
über ein Drehgelenk im Bereich der Rückenlehnen-Oberseite an die
Rückenlehne angelenkt ist. Aufgrund dieser mechanischen Kopplung
der Kopfstütze an die Rückenlehne ergibt sich beim Ein- bzw.
Ausfahren die erwünschte Schwenkbewegung der Kopfstütze.
Beim Ausfahren der Kopfstütze ist es erwünscht, daß sich
diese gleichzeitig vorverlagert. Hier bringt die vorliegende Er
findung den Vorteil, daß die aufgrund des geringen Ausfahrweges
entsprechend kurz bauende Tragkonstruktion der Kopfstütze rela
tiv schräg in der Rückenlehne geführt werden kann, da auch dann
das untere Ende der Tragkonstruktion bei eingefahrener Kopfstüt
ze frei von der Rückseite der Rückenlehne bleibt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbei
spiels näher erläutert. In der dazugehörigen Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Rüc
kenlehne mit einer Kopfstütze, die voll
ständig eingefahren ist, sich also in
Nicht-Gebrauchslage befindet,
Fig. 2 eine Darstellung gemäß Fig. 1 mit etwa halb
aus- bzw eingefahrener Kopfstütze, und
Fig. 3 eine Darstellung gemäß Fig. 1 mit vollstän
dig ausgefahrener Kopfstütze.
Die Zeichnung zeigt in rein schematischer Weise die Seiten
ansicht einer Rückenlehne 1 eines Kraftfahrzeugsitzes, wobei das
Sitzteil und weitere, wesentliche Teile des Kraftfahrzeugsitzes
weggelassen wurden, da sie für die vorliegende Erfindung unwe
sentlich sind.
Am unteren Ende der Rückenlehne 1 ist durch einen Kreis 2
symbolisch eine Schwenkachse dargestellt, über die die Rücken
lehne 1 mit dem nicht dargestellten Sitzteil klappbar und/oder
neigungsverstellbar verbunden ist.
Die Rückenlehne 1 ist mit einer Kopfstütze 3 ausgestattet,
die sattelförmig ausgebildet ist, d. h. bei in Nicht-
Gebrauchslage befindlicher Kopfstütze 3 (Fig. 1) schmiegt sich
diese gewissermaßen wie aufgesattelt, der Kontur des oberen Rüc
kenlehnen-Bereichs an. Dabei übergreift ihr vorderer Bereich 3.1
die Lehnen-Vorderseite 1.1 in einem Abschnitt von oben, und ihr
hinterer Bereich 3.2 folgt im wesentlichen der Kontur der Rüc
kenlehnen-Oberseite 1.2. Aus Fig. 1 geht hervor, daß die Kopf
stütze 3 in ihrer Nicht-Gebrauchslage eine freie Sicht nach hin
ten nicht oder nur unwesentlich behindert.
Die Kopfstütze 3 ist über eine Tragkonstruktion 4 höhenver
stellbar in der Rückenlehne 1 gelagert. Dazu ist eine Führung 5
vorgesehen, die am Querholm 6 eines ansonsten nicht weiter dar
gestellten Lehnenrahmens starr befestigt ist. Wie aus der Zeich
nung hervorgeht, ist die Führung 5 schräg angeordnet, so daß die
Kopfstütze 3 beim Ausfahren nach vorn verlagert wird.
Die Kopfstütze 3 ist über eine parallel zur Rückenlehne 1
angeordnete Schwenkachse 7 mit ihrer Tragkonstruktion 4 verbun
den. Diese Schwenkachse 7 ist an der Unterseite der Kopfstütze 3
etwa in der Mitte zwischen deren vorderem 3.1 und hinterem Be
reich 3.2 angeordnet und gestattet ein Verschwenken der Kopf
stütze 3 nach vorn und hinten quer zur Rückenlehne 1. Des weite
ren ist ein Hebel 8 vorgesehen, dessen eines Ende ein Drehgelenk
8.1 mit der Rückenlehne 1 und dessen anderes Ende ein Drehgelenk
8.2 mit der Kopfstütze 3 bildet. Das Drehgelenk 8.1 ist im Be
reich der Rückenlehnen-Oberseite 1.2 hinter dem Austrittsort der
Tragkonstruktion 4 und das Drehgelenk 8.2 an der Unterseite der
Kopfstütze 3 in deren vorderem Bereich 3.2 angeordnet.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, durchgreift der Hebel 8
die Tragkonstruktion 4. Besteht diese, wie sehr häufig, aus zwei
parallelen Tragstangen, so ist zwischen diesen beiden genügend
Platz für den Hebel 8. Wenn für die Tragkonstruktion 4 ein flä
chiges Element, z. B. eine Platte eingesetzt wird, so muß dieses
in der Bewegungsebene des Hebels 8 entsprechend geschlitzt sein
oder die Hebel 8 werden seitlich daran vorbeigeführt. Es ist na
türlich selbstverständlich, daß anstelle eines Hebels 8, der -
bezogen auf die Breite der Kopfstütze 3 - mittig an diese ange
lenkt ist, auch zwei Hebel 8 vorgesehen werden können, die dann
im Abstand voneinander an die Kopfstütze 3 angelenkt sind.
Wenn die Kopfstütze 3 in ihre Gebrauchslage (Fig. 3) ausge
fahren wird, das kann manuell oder auch elektromotorisch erfol
gen, verlagert sich die Schwenkachse 7 und damit die Kopfstütze
3 als Ganzes nach schräg vorn und oben. Gleichzeitig wird das
kopfstützenfeste Drehgelenk 8.2 des Hebels 8 mitgenommen, wel
ches sich während der Ausfahrbewegung der Kopfstütze 3 mit dem
Radius r um die lehnenfeste Drehachse 8.1 des Hebels 8 bewegt.
Dadurch schwenkt die Kopfstütze 3 im Gegenuhrzeigersinn um ihre
Schwenkachse 7, d. h. ihr hinterer Bereich 3.2 richtet sich auf,
während ihr vorderer Bereich 3.1 einwärts zur Tragkonstruktion 4
hin schwenkt. Am Ende des Ausfahrweges liegt die in Fig. 3 ge
zeigte Situation vor. Im Vergleich mit Fig. 1 (Nicht-
Gebrauchslage) - hier ist die Oberkante der Kopfstütze 3 etwa in
dem durch den Pfeil A angedeuteten Bereich anzusiedeln - ist zu
erkennen, daß nun der Abschluß 3.3 des hinteren Bereichs 3.2 die
Oberkante der Kopfstütze 3 bildet. Des weiteren geht aus dem
Vergleich beider Figuren hervor, daß sich durch den Ausfahrvor
gang der Abstand a zwischen der Schwenkachse 7 und der Oberkante
der Kopfstütze 3 vergrößert hat. Dieser vergrößerte Abstand a
addiert sich zum Ausfahrweg der Tragkonstruktion 4 der Kopfstüt
ze 3, so daß trotz eines kurzen Ausfahrweges eine relativ hohe
Lage der Oberkante der Kopfstütze 3 erreicht werden kann.
Beim Einfahren der Kopfstütze 3 kehren sich die oben be
schriebenen Bewegungsabläufe um, so daß die Kopfstütze 3 wieder
selbsttätig ihre freie Sicht nach hinten gebende Nicht-
Gebrauchslage einnimmt.
Claims (4)
1. Kopfstütze für einen Kraftfahrzeugsitz, die mittels einer
Tragkonstruktion (4) höhenverstellbar in der Rückenlehne
(1) geführt und sattelförmig ausgebildet ist, wobei bei in
Nicht-Gebrauchslage befindlicher Kopfstütze (3) deren vor
derer Bereich (3.1) einen oberen Abschnitt der Rückenleh
nen-Vorderseite (1.1) übergreift und deren hinterer Bereich
(3.2) im wesentlichen der Kontur der Rückenlehnen-Oberseite
(1.2) folgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfstütze (3)
um eine zur Rückenlehne (1) im wesentlichen parallele
Schwenkachse (7) schwenkbar an ihrer Tragkonstruktion (4)
befestigt ist und beim Ausfahren selbsttätig in eine Ge
brauchslage, in der der Abschluß (3.3) ihres hinteren Be
reichs (3.2) ihre Oberkante bildet, sowie beim Einfahren
wieder selbsttätig in ihre Nicht-Gebrauchslage schwenkt.
2. Kopfstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schwenken der Kopfstütze (3) in ihre Gebrauchs- bzw. Nicht-
Gebrauchslage durch mechanische Mittel erfolgt.
3. Kopfstütze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Hebel (8) vorgesehen ist, der mit seinem einen Ende über
ein Drehgelenk (8.2) an die Unterseite der Kopfstütze (3)
in deren vorderem Bereich (3.1) und mit seinem anderen Ende
über ein Drehgelenk (8.1) im Bereich der Rückenlehnen-
Oberseite (1.2) an die Rückenlehne (1) angelenkt ist.
4. Kopfstütze nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tragkonstruktion (4) derart schräg
in der Rückenlehne (1) geführt ist, daß sich die Kopfstütze
(3) beim Ausfahren nach vorn verlagert.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19842283A DE19842283C1 (de) | 1998-09-16 | 1998-09-16 | Kopfstütze für einen Kraftfahrzeugsitz |
| FR9911146A FR2783212B1 (fr) | 1998-09-16 | 1999-09-02 | Appui-tete pour un siege de vehicule automobile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19842283A DE19842283C1 (de) | 1998-09-16 | 1998-09-16 | Kopfstütze für einen Kraftfahrzeugsitz |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE19842283C1 true DE19842283C1 (de) | 2000-02-17 |
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ID=7881080
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19842283A Expired - Fee Related DE19842283C1 (de) | 1998-09-16 | 1998-09-16 | Kopfstütze für einen Kraftfahrzeugsitz |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19842283C1 (de) |
| FR (1) | FR2783212B1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2832365A1 (fr) * | 2001-11-21 | 2003-05-23 | Cera | Appui-tete a reglage suivant les directions z et x |
| DE202004004251U1 (de) * | 2004-03-18 | 2005-05-04 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Coburg | Kopfstütze für einen Kraftfahrzeugsitz |
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1998
- 1998-09-16 DE DE19842283A patent/DE19842283C1/de not_active Expired - Fee Related
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1999
- 1999-09-02 FR FR9911146A patent/FR2783212B1/fr not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2783212B1 (fr) | 2001-11-02 |
| FR2783212A1 (fr) | 2000-03-17 |
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Legal Events
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