DE19841151A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben und zur Überwachung einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben und zur Überwachung einer BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Es werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben und zur Überwachung einer Brennkraftmaschine vorgeschlagen, bei welchem in wenigstens einem Betriebszustand mit einem mageren Luft-/Kraftstoffverhältnis betrieben wird, wobei wenigstens eine den Fahrpedalbetätigungsgrad repräsentierende Größe und eine die Motordrehzahl repräsentierende Größe erfaßt wird und in wenigstens einem Betriebszustand nur ein Betrieb der Brennkraftmaschine mit einem näherungsweisen stöchiometrischen oder fetten Gemisch und/oder nur ein Betrieb mit begrenzter Luftzufuhr zulässig ist und der Betrieb auf Basis wenigstens einer Betriebsgröße der Brennkraftmaschine überwacht wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Betreiben und zur Überwachung einer Brennkraftmaschine.
Aus der DE-A 195 36 038 (US-Patent 5 692 472) wird die Über
wachung der Steuerung einer herkömmlichen Brennkraftmaschine
auf Drehmomentenbasis dargestellt. Dort wird wenigstens auf
der Basis der Fahrpedalstellung ein maximal zulässiges
Drehmoment oder eine maximal zulässige Leistung ermittelt.
Ferner wird das aktuelle Drehmoment bzw. die aktuelle Lei
stung der Brennkraftmaschine abhängig von Motordrehzahl,
Zündwinkeleinstellung und Last (Luftmasse, etc.) berechnet.
Zur Überwachung wird der maximal zulässige Wert mit dem be
rechneten aktuellen Wert verglichen. Fehlerreaktionsmaßnah
men werden eingeleitet, wenn der aktuelle Wert den maximal
zulässigen überschreitet. Die Fehlerreaktionsmaßnahmen be
stehen in einer Leistungsbeschränkung, zum Beispiel in einer
Abschaltung der Kraftstoffzufuhr zur Brennkraftmaschine, bis
der aktuelle Wert den maximal zulässigen wieder unterschrei
tet.
Diese Überwachungsstrategie bietet eine zuverlässige und zu
friedenstellende Überwachung der Steuerung der Brennkraftma
schine im gesamten Betriebsbereich. Die basiert allerdings
auf der gemessenen der Brennkraftmaschine zugeführten Luft
masse. Bei Brennkraftmaschinen, die zumindest in einem Be
triebszustand mit magerem Luft-/Kraftstoff-Gemisch betrieben
werden, entspricht das aus der gemessenen Luftmasse ermit
telte Drehmoment bzw. die ermittelte Leistung nicht den tat
sächlichen Werten, so daß die beschriebene Überwachung nur
bedingt einsatzfähig ist.
Dies gilt vor allem für Brennkraftmaschinen mit Direktein
spritzung, da dort im Schichtbetrieb die erfaßte Luftmasse
und der eingestellte Zündwinkel zur Berechnung des aktuellen
Drehmoments nicht ausreichend ist. Die nicht meßbare, einge
spritzte Kraftstoffmasse besitzt hier wie bei allen mager
betriebenen Motoren einen starken Einfluß auf das Drehmo
ment, der durch die Vorgehensweise im Stand der Technik
nicht berücksichtigt werden kann. Insbesondere die Kraft
stoffmasse kann aber durch Fehlereinflüsse wie ein zu hoher
Raildruck oder ein zu langsam schließendes Einspritzventil
zu hoch sein, so daß ein zu hohes Drehmoment auftreten kann
und somit ungewollte Betriebszustände der Brennkraftmaschine
sich ergeben können.
Es ist Aufgabe der Erfindung, Maßnahmen zur Überwachung der
Steuerung einer Brennkraftmaschine anzugeben, die zumindest
in einigen Betriebszuständen mit einem mageren Luft-/Kraft
stoffgemisch betrieben wird.
Dies wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils der
unabhängigen Patentansprüche erreicht.
Eine Vorgehensweise zur Steuerung für eine direkteinge
spritzte Benzinbrennkraftmaschine ist aus der
DE-A 196 31 986 bekannt. Diese Brennkraftmaschine wird im
wesentlichen in zwei unterschiedlichen Betriebsarten, dem
Schichtbetrieb und einem Homogenbetrieb, gesteuert. Im Homo
genbetrieb wird Kraftstoff während der Ansaugphase einge
spritzt und die Brennkraftmaschine gedrosselt, im Schichtbe
trieb wird in die Verdichtungsphase eingespritzt und die
Brennkraftmaschine ungedrosselt betrieben.
Im Homogenbetrieb wird zumindest aus der Stellung eines
Fahrpedals ein Sollmomentenwert bestimmt, der in eine einzu
spritzende Kraftstoffmasse umgesetzt wird. Ferner wird aus
gehend von dieser Kraftstoffmasse ein Solldrosselklappenwin
kel zur Einstellung der Luftzufuhr zur Brennkraftmaschine
bestimmt im Sinne einer Einstellung eines vorgegebenen Soll
wertes für die Abgaszusammensetzung. Letzteres gilt nicht
für den Schichtbetrieb, in dem die Brennkraftmaschine unge
drosselt, d. h. mit geöffneter Drosselklappe, betrieben wird.
Der Homogenbetrieb findet zumindest im Bereich höherer La
sten statt, während der Schichtbetrieb im Bereich niederer
Lasten bzw. im Teillastbereich Anwendung findet. Maßnahmen
zur Funktionsüberwachung des Steuersystems werden in der ge
nannten Veröffentlichung nicht beschrieben.
Die erfindungsgemäße Lösung erlaubt eine wirkungsvolle und
zufriedenstellende Überwachung der Steuerung einer Brenn
kraftmaschine, die zumindest in einigen Betriebszuständen
mit einem mageren Luft-/Kraftstoffgemisch betrieben wird.
Besondere Vorteile zeigen sich bei der Überwachung der Funk
tion der Steuerung von Brennkraftmaschinen mit Benzindi
rekteinspritzung.
Von besonderem Vorteil ist, daß beim Betrieb der Brennkraft
maschine mit magerem Gemisch abhängig von der Fahrpedalstel
lung eine maximal zulässige Drehzahl abgeleitet wird, ober
halb derer die Luftzufuhr zur Brennkraftmaschine begrenzt
wird. Dies erfolgt vorzugsweise durch Schließen der Drossel
klappe.
Von besonderem Vorteil ist, daß lediglich bei losgelassenem
Fahrpedal, d. h. bei Pedalstellung Leerlauf, eine Maximal
drehzahl vorgegeben wird, oberhalb derer die Luftzufuhr be
grenzt wird. Dadurch wird zumindest ein besonders kritischer
Betriebszustand durch eine genaue und sichere Fehlererken
nung abgedeckt, so daß es in diesem Betriebszustand zu kei
ner ungewollten Betriebssituationen kommt.
Dadurch wird sichergestellt, daß bei abgeschaltetem Kraft
stoff z. B. durch ein undichtes Einspritzventil weiterhin zu
einem zündfähigen Gemisch kommt, das Drehmoment bzw. die
Leistung nicht unzulässig hoch wird. In vorteilhafter Weise
wird die Frischluftzufuhr so eingestellt, daß wenn eine Ein
spritzung erfolgen würde, sich bei stöchiometrischer Ge
mischzusammensetzung ein Drehmoment ergeben würde, welches
zu keine unzulässigen Fahrzeugreaktion führt.
Von besonderem Vorteil ist ergänzend oder alternativ zur
obigen Lösung das Umschalten auf stöchiometrischen oder fet
ten Betrieb, wobei dann auf das aus dem Stand der Technik
bekannte Überwachungsverfahren zurückgegriffen wird. In vor
teilhafter Weise wird dies durchgeführt, wenn das Fahrpedal
losgelassen ist. Auch hier es vorteilhaft, wenn die zuge
führte Frischluftmenge durch Steuerung der Drosselklappe ab
hängig von Fahrervorgabe und Drehzahl so eingestellt wird,
daß sich ein Leerlaufmoment ergibt. Überschreitet dann das
aktuell berechnete Moment oder die aktuell berechnete Lei
stung, so wird dieser Fehler erkannt und Gegenmaßnahmen ein
geleitet.
In besonders vorteilhafter Weise wird bei losgelassenem Pe
dal die Maximaldrehzahl zur Überwachung herangezogen und die
Frischluftmenge begrenzt, wobei entweder gleichzeitig
SC-Kraftstoffzufuhr abgeschaltet wird oder in besonderen Be
triebszuständen, in denen z. B. ein Abschalten oberhalb der
Drehzahl beispielsweise aufgrund eines heißen Katalysators
oder aus Komfortgründen z. B. im ersten Gang nicht stattfin
den kann, der stöchiometrische Betrieb eingeleitet wird. In
beiden Fällen wird auf das bekannte Überwachungsverfahren
basierend auf der ermittelten Luftzufuhr zurückgegriffen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsformen näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Steuereinrichtung zur Steuerung einer Brenn
kraftmaschine, während in Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Lösung als Flußdiagramm am bevorzugten
Ausführungsbeispiel einer Brennkraftmaschine mit Benzindi
rekteinspritzung skizziert ist. Die Wirkungsweise dieser Lö
sung ist in Fig. 3 anhand von Zeitdiagrammen verdeutlicht.
In Fig. 1 ist eine Steuereinheit 10 dargestellt, welche als
Elemente zumindest eine Eingangsschaltung 12, wenigstens ei
nen Mikrocomputer 14, eine Ausgangsschaltung 16 und ein die
se verbindendes Kommunikationssystem 18 umfaßt. Der Ein
gangsschaltung 12 werden Eingangsleitungen zugeführt, über
die von entsprechenden Meßeinrichtungen Signale zugeführt
werden, die Betriebsgrößen repräsentieren oder aus denen Be
triebsgrößen ableitbar sind. In Bezug auf die nachfolgend
beschriebene erfindungsgemäße Lösung sind in Fig. 1 eine
Eingangsleitung 20 dargestellt, welche die Steuereinheit mit
einer Meßeinrichtung 22 verbindet, die ein den Betätigungs
grad β des Fahrpedals repräsentierende Größe ermittelt. Fer
ner ist eine Eingangsleitung 24 vorgesehen, die von einer
Meßeinrichtung 26 stammt und über die ein die Motordrehzahl
NMOT repräsentierende Größe zugeführt wird. Ferner verbindet
eine Eingangsleitung 28 die Steuereinheit 10 mit einer
Meßeinrichtung 30, welche ein die zugeführte Luftmasse HFM
repräsentierendes Signal abgibt. Eine Eingangsleitung 32
führt von einer Meßeinrichtung 34 eine Größe zu, die der ak
tuellen Übersetzung IGES im Antriebsstrang entspricht. Fer
ner sind Eingangsleitungen 36 bis 40 vorgesehen, die Be
triebsgrößen repräsentierende Signale von Meßeinrichtungen
42 bis 46 herbeiführen. Beispiele für derartige Betriebsgrö
ßen, die bei der Steuerung der Brennkraftmaschine Verwendung
finden, sind Temperaturgrößen, die Stellung des Drosselklap
penwinkels, etc. Zur Steuerung der Brennkraftmaschine gehen
in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel von der
Ausgangsschaltung 16 Ausgangsleitungen 48 bis 52 zur Steue
rung der Einspritzventile 54 sowie eine Ausgangsleitung 56
zur Steuerung der elektromotorisch verstellbaren Drossel
klappe 58 aus. Daneben sind zumindest nicht dargestellte
Leitungen zur Steuerung der Zündung vorgesehen.
Auf der Basis des Betätigungsgrads β des Fahrpedals wird die
Kraftstoff- und Luftzufuhr nach Maßgabe eines vorbestimmten
Luft-/Kraftstoffverhältnisses gesteuert. Letzteres kann ma
ger sein oder während des Betriebs je nach Betriebssituation
sich zwischen einer fetten, einer nahezu stöchiometrischen
oder einer mageren Einstellung verändern.
Bei der Steuerung von Motoren mit Benzindirekteinspritzung
gemäß dem eingangs genannten Stand der Technik wird auf der
Basis des Betätigungsgrads β ein Momentensollwert gebildet,
welcher in einen Wert für die einzuspritzende Kraftstoffma
sse umgesetzt wird. Die Umrechnung erfolgt beispielsweise
unter Berücksichtigung der Motordrehzahl und des jeweilig
aktuellen Betriebsart. Die Umschaltung zwischen Homogen- und
Schichtbetrieb erfolgt beispielsweise abhängig vom Last zu
stand der Brennkraftmaschine. So wird die Brennkraftmaschine
z. B. bei höherer Last im Homogenbetrieb, bei niedriger Last,
auch im Leerlauf und bei Teillast im Schichtbetrieb betrie
ben. Im Homogenbetrieb wird abhängig von der berechneten
Kraftstoffmasse unter Berücksichtigung des aktuellen Be
triebszustandes der Brennkraftmaschine ein Solldrosselklap
penwinkel berechnet, in dessen Abhängigkeit die elektromoto
risch verstellbare Drosselklappe und damit die Luftzufuhr
zur Brennkraftmaschine eingestellt wird. Dabei wird ein vor
gegebener Sollwerte für das Luft-Kraftstoffverhältnis be
rücksichtigt. Im Schichtbetrieb arbeitet die Brennkraftma
schine ungedrosselt, d. h. mit magerer Gemischzusammenset
zung. Eine Einstellung der Drosselklappe findet nicht statt.
Umschaltstrategien zwischen den beiden Betriebszuständen
sind z. B. aus dem eingangs genannten Stand der Technik be
kannt.
Die in Fig. 1 beschriebene Steuereinheit dient je nach Aus
führungsbeispiel für die Steuerung eines Saugrohreinsprit
zermotors, der mager betrieben wird, oder zur Steuerung ei
nes Motors mit Benzindirekteinspritzung.
Im Magerbetrieb ist die zufriedenstellende Funktionsfähig
keit der eingangs genannten Vergleich zur Überwachung der
Funktion der Steuerung des Brennkraftmaschine nicht gewähr
leistet. Um dennoch auch diesen Steuerungskonzepten eine zu
friedenstellende Überwachung der Steuerungsfunktion bereit
zustellen, ist vorgesehen, wenigstens in einem bestimmten
Betriebszustand nur einen Betrieb mit stöchiometrischem bzw.
nahezu stöchiometrischem oder mit fettem Luft-/Kraftstoff
verhältnis oder mit begrenzter Frischluftzufuhr zuzulassen.
Dadurch kann die eingangs genannte Momenten- bzw. Leistungs
überwachung in diesem Betriebszustand zufriedenstellend
durchgeführt werden.
Der wenigstens eine Betriebszustand ist ein Betriebszustand,
in dem das Fahrpedal nahezu losgelassen ist, insbesondere
seine Stellung einen vorgegebenen Schwellenwert unterschrei
tet und die Motordrehzahl einen Grenzwert überschreitet.
Dann wird nur wenigstens eine der oben dargestellten Be
triebsarten zugelassen. Werden Abweichungen z. B. aufgrund
der Momentenüberwachung erkannt, werden Fehlermaßnahmen ein
geleitet. Ist die Drehzahl unterhalb des Grenzwertes
und/oder die Fahrpedalstellung oberhalb des Schwellenwerts
ist der Betrieb mit magerem Luft-/Kraftstoffverhältnis zuge
lassen. Eine Überwachung durch Momentenvergleich findet
nicht statt.
Ist im bestimmten Betriebszustand die Motordrehzahl oberhalb
eines Schwellenwerts (z. B. 1500 Umdr./min), so wird die
Kraftstoffzufuhr abgeschaltet (Schubabschaltung). Gleichzei
tig beim Betrieb mit begrenzter Frischluftzufuhr wird die
Drosselklappe und damit die Frischluftzufuhr so eingestellt,
daß sich ein Motormoment im Bereich des Leerlaufmoments er
geben würde, wenn anstelle der Schubabschaltung z. B. infolge
eines Fehlerzustandes eine zur Frischluftmenge bzw. -masse
stöchiometrische Kraftstoffmenge bzw. -masse eingespritzt
würde. Beispielsweise wird die Drosselklappenstellung über
eine entsprechende drehzahlabhängige Kennlinie eingestellt.
Dies gilt auch, wenn die Brennkraftmaschine mit einem
stöchiometrischem bzw. nahezu stöchiometrischem oder mit ei
nem fettem Luft-/Kraftstoffverhältnis betrieben wird. Dies
ist vor allem dann der Fall, wenn die Schubabschaltung z. B.
aus Abgasgründen nicht erlaubt ist, also Kraftstoff einge
spritzt wird. Auch hier wird die Frischluftmenge bzw. -masse
und damit die Kraftstoffmenge bzw. -masse derart begrenzt,
daß sich ein im Bereich des Leerlaufmoments liegender Momen
tenwert ergibt. Ist die Drehzahl unterhalb des Schwellen
werts, übernimmt der Leerlaufregler die Momentensteuerung.
Während des Betriebs mit stöchiometrischem bzw. nahezu
stöchiometrischem oder mit fettem Luft-/Kraftstoffverhältnis
oder mit begrenzter Frischluftzufuhr findet der bekannte Mo
menten- bzw. Leistungsvergleich auf der Basis eines aus ei
nem gemessenen, die Frischluftmenge bzw. -masse repräsentie
renden Signals berechneten Vergleichswert statt. Überschrei
tet der Vergleichswert den maximal zulässigen, wird die
Stromzufuhr für die elektrisch gesteuerte Drosselklappe ab
geschaltet und/oder die Kraftstoffzufuhr unterbrochen.
Wird die Brennkraftmaschine mit Benzindirekteinspritzung be
trieben, wird im Schichtbetrieb zur Fehlererkennung in einem
ersten Ausführungsbeispiel überprüft, ob das Fahrpedal sich
in Leerlaufstellung befindet, d. h. vollständig losgelassen
ist. In diesem Betriebszustand wird eine Maximalmotordreh
zahl, beispielsweise 1500 Umdr./min vorgegeben. Überschrei
tet die Istdrehzahl diese Maximaldrehzahl wird die Kraft
stoffzufuhr zur Brennkraftmaschine abgeschaltet, bis die Mo
tordrehzahl wieder unter die Maximaldrehzahl absinkt. Ein
erhöhter Raildruck kann sich daher nicht negativ auswirken,
ungewollte Betriebssituationen in dieser Betriebsphase sind
wirksam vermieden. In einem ergänzenden Ausführungsbeispiel
wird eine Maximaldrehzahl nicht nur im Betriebszustand Leer
lauf, d. h. bei losgelassenem Fahrpedal, vorgegeben, sondern
im gesamten Fahrpedalstellungsbereich. Dabei ist eine Kenn
linie abgelegt, in der die Maximaldrehzahl abhängig vom Be
tätigungsgrad des Fahrpedals ausgelesen wird. Überschreitet
die Istdrehzahl die vom Betätigungsgrad abhängige Maximal
drehzahl, wird die Kraftstoffzufuhr wie oben dargestellt ab
geschaltet.
Alternativ wird in wenigstens einem Betriebszustand bei
Schichtbetrieb, zumindest, wenn sich das Fahrpedal in Leer
laufstellung befindet, auf stöchiometrischen Betrieb umge
schaltet (λ = 1). In diesem Betriebszustand wird dann der
aus dem eingangs genannten Stand der,Technik bekannte Momen
tenvergleich durchgeführt. Die Kraftstoffmasse muß nicht be
rücksichtigt werden, so daß mögliche Fehlerzustände erkannt
und ungewollte Betriebssituationen in diesem Betriebszustand
wirksam vermieden werden. Anstelle einer Momentenüberwachung
wird eine entsprechende Überwachung der Leistung der Brenn
kraftmaschine durchgeführt.
Ferner können diese beiden Maßnahmen kombiniert werden. Da
bei wird bei Schichtbetrieb zunächst der Maximaldrehzahlver
gleich durchgeführt. In Betriebszuständen, in denen eine
Kraftstoffabschaltung oberhalb der vorgegebenen Motordreh
zahl nicht durchgeführt wird, beispielsweise in Betriebszu
ständen, in denen die Motordrehzahl aufgrund eines heißen
Katalysators überschritten werden muß oder aus Komfortgrün
den, wie beispielsweise im ersten Gang, nicht durchgeführt
wird, wird auf λ = 1-Betrieb umgeschaltet. In diesen speziel
len Betriebssituationen wird dann der oben genannte Momen
ten- oder Leistungsvergleich zur Fehlerüberwachung einge
setzt.
Ergebnis ist somit eine zufriedenstellende Überwachung einer
Brennkraftmaschine mit Benzindirekteinspritzung, wobei im
Homogenbetrieb die aus dem Stand der Technik bekannte Momen
ten- bzw. Leistungsüberwachung durchgeführt wird.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für eine Brennkraftma
schine mit Benzindirekteinspritzung ist anhand des Flußdia
gramms in Fig. 2 ein Rechnerprogramm skizziert. Ein ent
sprechendes Programm ergibt sich bei der Anwendung der be
schriebenen Lösung bei Saugrohreinspritzern.
Das Programm wird in vorgegebenen Zeitintervallen gestartet.
Im ersten Schritt 100 werden die notwendigen Betriebsgrößen
wie beispielsweise Betätigungsgrad β, Motordrehzahl NMOT,
Getriebeübersetzung IGES und ggf. Katalysatortemperatur TKAT
eingelesen. Im darauffolgenden Schritt 102 wird durch Ver
gleich des Betätigungsgrades mit einem Grenzwert überprüft,
ob sich das Fahrpedal in Leerlaufstellung (LL) befindet.
Ist dies nicht der Fall, wird das Programm beendet und zum
nächsten Zeitpunkt eingeleitet.
Ist dies der Fall, so wird gemäß Schritt 104 überprüft, ob
eine Kraftstoffabschaltung oberhalb der bei Leerlaufstellung
des Fahrpedals vorgegebenen Maximaldrehzahl nicht durchge
führt werden würde. Dies wird z. B. anhand der Getriebeüber
setzung und/oder der Katalysatortemperatur ermittelt. Ist
die Katalysatortemperatur hoch und/oder weist die Getriebe
übersetzung auf einen eingelegten ersten Gang hin, wird die
Abschaltung nicht durchgeführt. In diesem Fall wird gemäß
Schritt 106 auf stöchiometrischen Betrieb (λ = 1-Betrieb) um
geschaltet bzw. der bereits eingeleitete stöchiometrische
Betrieb weitergeführt. Ferner wird zumindest für Motordreh
zahl oberhalb des Leerlaufbereichs die Frischluftzufuhr be
grenzt, in den die Drosselklappe entsprechend gesteuert wird.
Dadurch wird eine Einstellung der Drosselklappe und damit
der Frischluftzufuhr sichergestellt, die zu einem Leerlauf
moment führt. Kann dies in fehlerhafter Weise nicht erfolgen
oder wurde der stöchiometrische Betrieb nicht oder nicht
vollständig eingeleitet, wird ein wie nachfolgend beschrie
ben ein Fehler erkannt. Anstelle einer nahezu stöchiometri
schen Einstellung kann auch eine fette Einstellung des Ge
mischs erfolgen. Daraufhin wird im Schritt 108 wie bekannt
auf der Basis des Betätigungsgrades des Fahrpedals sowie
ggf. weiterer Betriebsgrößen das zulässige Drehmoment MZUL
sowie auf der Basis der Luftmasse und weiteren Betriebsgrö
ßen das aktuelle Istmoment MIST bestimmt. Im nächsten
Schritt 110 wird das Istmoment mit dem maximal zulässigen
Moment verglichen. Überschreitet das Istmoment das maximal
zulässige Moment, wird gemäß Schritt 112 eine Fehlerreaktion
eingeleitet, beispielsweise die Kraftstoffzufuhr abgeschal
tet und/oder die elektrisch steuerbare Drosselklappe strom
los geschaltet. Diese wird dann durch eine Rückstelleinrich
tung in ihre Ruheposition zurückgeführt. Überschreitet das
Istmoment das maximal zulässige Moment nicht, wird das Pro
gramm wie nach Schritt 112 beendet und zum nächsten Zeit
punkt erneut durchgeführt.
Hat Schritt 104 ergeben, daß die Abschaltung der Kraftstoff
zufuhr oberhalb der Grenzdrehzahl durchgeführt werden würde,
so wird im Schritt 114 die aktuelle Motordrehzahl NMOT mit
dem vorgegebenen Grenzwert N0 verglichen. Überschreitet die
Motordrehzahl diesen Grenzwert, wird gemäß Schritt 116 die
Kraftstoffzufuhr abgeschaltet. Ferner wird wie oben be
schrieben die Frischluftzufuhr begrenzt. Danach das Programm
wie im Falle einer Nein-Antwort im Schritt 104 beendet oder
mit Schritt 110 fortgeführt.
In einem anderen Ausführungsbeispiel wird im Schritt 106
nicht λ = 1-Betrieb, sondern ein Betrieb mit einem anderen
vorgegebenen λ-Wert durchgeführt, wobei bei der Istmomenten
berechnung die Abweichung des λ-Werts von 1 berücksichtigt
wird.
Im Homogenbetrieb, in dem die Kraftstoffmasse während der
Ansaugphase eingespritzt wird, wird die Funktionsweise wie
bekannt im Rahmen des Momenten- oder Leistungsvergleichs
überprüft, so daß das in Fig. 2 dargestellte Programm nur
bei Betrieb im Schichtbetrieb, d. h. bei Einspritzung in die
Verdichtungsphase durchlaufen wird.
Das in Fig. 2 beschriebene Ausführungsbeispiel ist in Fig.
3 anhand einer beispielhaften Betriebssituation mit Hilfe
von Zeitdiagrammen verdeutlicht. Fig. 3a zeigt dabei den
Verlauf des Betätigungsgrades β über der Zeit, Fig. 3b den
der Motordrehzahl NMOT bzw. des Grenzwertes N0 der Mo
tordrehzahl, Fig. 3c den Verlauf des maximal zulässigen Mo
ments MZUL sowie des Istmoments MIST. In Fig. 3d ist der
Betriebszustand Abschalten der Kraftstoffzufuhr anhand eines
zweiwertigen Signals über der Zeit dargestellt.
Zunächst sei das Fahrpedal betätigt. Bis zum Zeitpunkt T0
(vgl. Fig. 3a) läßt der Fahrer das Pedal los, so daß ab dem
Zeitpunkt T0 für die restliche Zeit des dargestellten Be
triebszustandes das Fahrpedal sich in Leerlaufstellung be
findet. Die Brennkraftmaschine wird im Schichtbetrieb be
trieben. In Fig. 3b ist dargestellt, wie sich die Mo
tordrehzahl NMOT (durchgezogene Linie) entsprechend der Fah
rervorgabe (vgl. Fig. 3a) verändert. Zum Zeitpunkt T0 ist
die Leerlaufdrehzahl erreicht. Es wird die Grenzdrehzahl N0
(gestrichelte Linie) vorgegeben. Zum Zeitpunkt T1 über
schreitet die Motordrehzahl den Grenzwert (vgl. Fig. 3b),
zum Zeitpunkt T2 wird der Grenzwert wieder unterschritten.
Daher wird zwischen den Zeitpunkten T1 und T2 gemäß Fig. 3d
die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet. In Fig. 3c ist der Ver
lauf des maximal zulässigen Moments (gestrichelte Linie) und
des aktuellen Istmoments (durchgezogene Linie) dargestellt.
Vor dem Zeitpunkt T0 verläuft das Istmoment und das maximal
zulässige Moment im wesentlichen entsprechend der Fahrervor
gabe β. Ab dem Zeitpunkt T0 wird das für den Leerlaufzustand
ein maximal zulässiges Moment vorgegeben. Zu den Zeitpunkten
T1 und T2 wird die Überprüfung anhand des Motordrehzahlver
laufes durchgeführt. Nach dem Zeitpunkt T2 wird auf stöchio
metrischen Betrieb umgeschaltet. Dies bedeutet, daß in die
sem Fall die Überwachung auf der Basis der Momentensignale
stattfindet. Überschreitet das Istmoment also zum Zeitpunkt
T3 das maximal zulässige Moment und unterschreitet es dieses
Moment zum Zeitpunkt T4, so wird zwischen den Zeitpunkten T3
und T4 die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet (vgl. Fig. 3d).
Zur Verdeutlichung ist der Motordrehzahlverlauf und der Ist
momentenverlauf deutlich voneinander getrennt aufgezeichnet.
In der zweiten Betriebsphase führt daher ein Überschreiten
der Grenzdrehzahl durch die Motordrehzahl nicht zu einer
Kraftstoffabschaltung, sondern lediglich die Überschreitung
des maximal zulässigen Moments durch das Istmoment zum Zeit
punkt T3.
Claims (8)
1. Verfahren zum Betreiben und zur Überwachung einer Brenn
kraftmaschine, die in wenigstens einem Betriebszustand mit
einem mageren Luft-/Kraftstoffverhältnis betrieben wird, wo
bei wenigstens eine den Fahrpedalbetätigungsgrad repräsen
tierende Größe und eine die Motordrehzahl repräsentierende
Größe erfaßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in wenigstens
einem Betriebszustand nur ein Betrieb der Brennkraftmaschine
mit einem näherungsweisen stöchiometrischen oder fetten
Luft-/Kraftstoffverhältnis und/oder nur ein Betrieb mit be
grenzter Luftzufuhr zulässig ist und der Betrieb dann auf
Basis wenigstens einer Betriebsgröße der Brennkraftmaschine
überwacht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Betrieb mit einem näherungsweisen stöchiometrischen oder
fetten Luft-/Kraftstoffverhältnis die Luftzufuhr so einge
stellt wird, daß sich ein Drehmoment oder eine Leistung im
Bereich des Leerlaufwerts sich ergibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Betrieb mit begrenzter Luftzufuhr und abgeschalteter Kraft
stoffzufuhr die Luftzufuhr derart eingestellt wird, daß sich
ein Motormoment bzw. eine Motorleistung im Bereich des Leer
laufwerts ergeben würde, wenn eine zur Luftzufuhr in etwa
stöchiometrische Kraftstoffmenge eingespritzt würde.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Betriebszustand ab
hängig von Fahrpedalbetätigungsgrad und Motordrehzahl be
stimmt wird, insbesondere dann vorliegt, wenn bei einem
Fahrpedalbetätigungsgrad unterhalb eines vorgegebenen
Schwellenwerts, vorzugsweise nahe der Leerlaufstellung, eine
Motordrehzahl oberhalb eines vorgegebenen Schwellenwerts
vorliegt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem wenigstens einen Betriebszustand
ein maximal zulässiges Drehmoment oder eine maximal zulässi
ge Leistung berechnet wird, dieser Wert mit einem Ver
gleichswert verglichen wird und ein Fehler erkannt wird,
wenn der Vergleichswert den zulässigen Wert überschreitet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vergleichswert aus wenigstens einem die aktuelle Luftzufuhr
repräsentierenden Signal berechnet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß bei erkanntem Fehler die Stromzufuhr zu
einer elektrisch betätigten Drosselklappe unterbrochen wird
und/oder die Kraftstoffzufuhr unterbrochen wird.
8. Vorrichtung zum Betreiben und zur Überwachung einer Brenn
kraftmaschine, die in wenigstens einem Betriebszustand mit
einem mageren Luft-/Kraftstoffverhältnis betrieben wird, mit
einer Steuereinheit, die wenigstens eine den Fahrpedalbetä
tigungsgrad repräsentierende Größe und eine die Motordreh
zahl repräsentierende Größe erfaßt, dadurch gekennzeichnet,
daß in wenigstens einem Betriebszustand nur ein Betrieb der
Brennkraftmaschine mit einem näherungsweisen stöchiometri
schen oder fetten Gemisch und/oder nur ein Betrieb mit be
grenzter Luftzufuhr zulässig ist und die Steuereinheit Mit
tel aufweist, die den Betrieb dann auf Basis wenigstens ei
ner Betriebsgröße der Brennkraftmaschine überwachen.
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