DE19840131A1 - Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen - Google Patents
Vorrichtung zum Schutz von KabelsträngenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen in der Montage von Kraftfahrzeugen. Sie weist ein Gehäuse (1) auf, das mit einem Scharnier (2) und einem Verschluß (3) versehen ist. Das Gehäuse (1) weist darüber hinaus eine Befestigungseinrichtung (4) auf.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen in der Montage von
Kraftfahrzeugen.
Moderne Kraftfahrzeuge weisen eine Vielzahl von elektrischen Verbrauchern. Diese
Verbraucher benötigen elektrische Energie, die im Kraftfahrzeug von der Lichtmaschine
bzw. der Fahrzeugbatterie bereitgestellt wird. Zur Versorgung der Verbraucher ist folglich
eine Verbindung vom Verbraucher zur Lichtmaschine/Batterie notwendig. Sind die
Verbraucher im Fahrzeuginneren angeordnet, müssen die Verbindungen zwischen
Verbraucher und Energieversorger, die in Form von Kabeln ausgebildet sind, durch die
Spritzwand - das ist die Wand, die den Motorraum des Kraftfahrzeugs von dem
Fahrgastraum trennt - hindurchgeführt werden. Aufgrund der Vielzahl elektrischer
Verbraucher und deren Kabel werden diese gebündelt und zu sogenannten
Kabelsträngen oder -bäumen zusammengefaßt und als solche durch die Spritzwand
hindurchgeführt.
Bei der Montage von Kraftfahrzeugen tritt das Problem auf, daß die Kabelstränge mit ihren
freien Enden durch die Spritzwand des Kraftfahrzeugs hindurchragen und auf der dem
Motorraum zugewandten Seite herabhängen. Hierdurch sind Beschädigungen an den
Anschlüssen, die an den freien Enden der Kabel vorgesehen sind nicht auszuschließen.
Um solche Beschädigungen zu vermeiden ist es üblich, die einzelnen Kabelstränge in
Kunststofftüten oder Jutetüten einzubinden und diese an der Spritzwand zu befestigen.
Diese Lösung weist den Nachteil auf, daß die einzelnen Kabel mit ihren Anschlüssen
jeweils in Tüten eingefädelt werden müssen. Diese Arbeit ist sehr zeitaufwendig. Darüber
hinaus sind insbesondere die Kunststofftüten verschleißanfällig, so daß ein sicherer
Schutz während der Montage des Kraftfahrzeugs nicht gewährleistet ist. Weiterhin
müssen die verwendeten Tüten im Anschluß an die Montage entsorgt werden, wodurch
die Abfallproduktion zusätzlich erhöht ist.
Bei der Verwendung von Montageplatten für das Cockpit, auf denen bereits das
Pedalwerk, der Bremskraftverstärker und andere Teile montiert sind, und die in einen
Ausschnitt in der Spritzwand des Kraftfahrzeugs eingesetzt wird, muß die Montageplatte
zur Spritzwand hin abgedichtet sein. Hierzu wird auf eine in der Montageplatte
vorgesehene Sicke eine Betaseal- bzw. Silikonraupe aufgetragen, die Montageplatte und
Spritzwand gegeneinander gegen Wassereinbruch abdichtet. Zum Auftragen der Raupe
findet eine Düse Anwendung, die entlang der Sicke verfährt und die Raupe in die Sicke
einbringt. Dabei tritt oftmals das Problem auf, daß die in die Tüten eingesteckten
Kabelstränge im Wege sind, wodurch die Düse in ihrer Arbeit behindert wird.
Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen zu schaffen, die einerseits auf einfache und
schnelle Weise einen Schutz der Kabelstränge in der Montage von Kraftfahrzeugen
ermöglicht und andererseits für eine wiederholte Verwendung geeignet ist. Gemäß der
Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Gehäuse gelöst, das mit einem Scharnier und
einem Verschluß versehen ist und eine Befestigungseinrichtung aufweist.
Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen in der Montage von
Kraftfahrzeugen geschaffen, durch die die Kabelstränge auf einfache und preiswerte
Weise geschützt sind. Dabei erfolgt insbesondere das Einbringen der Kabelstränge in die
Vorrichtung in kurzer Zeit, wodurch die Montagezeit des Kraftfahrzeugs zusätzlich
reduziert werden kann. Darüber hinaus ist die Vorrichtung wieder verwendbar, was zu
einer Reduzierung des in der Produktion anfallenden Abfalls beiträgt. Außerdem ist durch
die Befestigungseinrichtung die Vorrichtung an einem definierten Ort an der
Spritzwand/Montageplatte angeordnet, so daß die Kabelstränge die in der Montage
verwendeten Werkzeuge nicht behindern, insbesondere die Düse, mit der eine Betaseal-
bzw. Silikonraupe aufgetragen wird.
In Ausgestaltung der Erfindung weist das Gehäuse einen rohrförmigen Querschnitt auf.
Bei dem Querschnitt kann es sich um jede geometrische Form handeln, wie
beispielsweise Kreiszylinder, Ovalzylinder oder Zylinder mit mehreckigem Querschnitt.
Aufgrund der rohrförmigen Ausgestaltung ist eine einfache Anpassung an die
Erfordernisse in der Montage von Kraftfahrzeugen möglich.
Vorteilhaft ist das Gehäuse an beiden Enden offen. Hierdurch ist auf einfache Weise die
Möglichkeit geschaffen, die Kabelstränge von der jeweils günstigsten Seite in die
Vorrichtung einzulegen. Folglich ist grundsätzlich auch nicht die Veränderung der
Vorrichtung bei zu montierenden Linkslenker- oder Rechtslenker-Fahrzeugen notwendig.
In anderer Ausgestaltung ist das Scharnier auf der Längsmittellinie des Gehäuses
angeordnet. Hierdurch ist das Gehäuse in zwei symmetrische Teile aufgeteilt, was zu
einer Reduzierung der Produktionskosten der Vorrichtung führt, da zur Herstellung der
Gehäuseteile nur ein Werkzeug benötigt wird.
Bevorzugt besteht der Verschluß aus einer mit einem Loch versehenen Lasche, die mit
einem Stift korrespondiert, der an seinem Ende einen Knauf aufweist. Diese Art des
Verschlusses ist sehr preiswert und gleichzeitig einfach zu bedienen, so daß bei der
Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kein unnötiger Zeitverlust auftritt.
In anderer Ausgestaltung der Erfindung besteht die Befestigungseinrichtung aus einem
Halter, der an seinem dem Gehäuse abgewandten Ende eine Rändelmutter aufweist.
Hierdurch ist eine stabile Befestigung an der Spritzwand/der Montageplatte des zu
montierenden Fahrzeugs möglich, wodurch eine während der gesamten Montagephase
zuverlässige Befestigung erzielt ist.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist die Befestigungseinrichtung an ihrem
dem Gehäuse zugewandten Ende eine Konsole auf, die in ihrer Form auf der dem
Gehäuse zugewandten Seite der Außenkontur des Gehäuses angepaßt ist. Durch diese
Ausgestaltung ist ein präziser Sitz und damit eine hohe Stabilität der
Befestigungsvorrichtung an dem Gehäuse hervorgerufen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird
nachfolgend im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische und perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum
Schutz von Kabelsträngen in geschlossenem Zustand;
Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung in geöffnetem Zustand;
Fig. 3 die Ansicht einer Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen in geöffnetem
Zustand und
Fig. 4 die Seitenansicht von links der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung.
Die als Ausführungsbeispiel gewählte Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen in der
Montage von Kraftfahrzeugen besteht aus einem Gehäuse 1, das mit einem Scharnier 2
und einem Verschluß 3 versehen ist. Das Gehäuse 1 weist darüber hinaus eine
Befestigungseinrichtung 4 auf.
Das Gehäuse 1 weist einen rohrförmigen Querschnitt auf. Der Querschnitt ist im
Ausführungsbeispiel kreisrund. Es ist jedoch auch jeder andere Querschnitt für das
Gehäuse 1 möglich. Das Gehäuse 1 ist an beiden Enden offen. Es ist aus einem Material
mit geringem Eigengewicht, wie beispielsweise Aluminium oder Kunststoff hergestellt. Die
Länge des Gehäuses 1 ist abhängig von der Länge der aufzunehmenden Kabelstränge.
Zwar ist es im Rahmen der Erfindung möglich, daß ein kurzes Stück des Kabelstranges
aus der Vorrichtung in eingelegtem Zustand herausragt. Um einen optimalen Schutz des
Kabelstranges zu gewährleisten, sollte dieser jedoch vollständig in dem Gehäuse Platz
finden. Das Gehäuse 1 besteht aus zwei Gehäuseteilen 11 und 12, die im
Ausführungsbeispiel identisch sind.
Bei dem Scharnier 2 handelt es sich um ein Stangen-Scharnier - auch Klavierband
genannt -. Hierzu sind an Lappen 21 und 22 Ösen 23 hintereinander angeordnet. Die
Ösen 23 sind durch einen Draht 24 zu einem "endlosen" Scharnier verbunden.
Auf der dem Scharnier 2 abgewandten Seite des Gehäuses 1 ist der Verschluß 3
vorgesehen. Im Ausführungsbeispiel besteht der Verschluß 3 aus einer mit einem Loch 31
versehenen Lasche 32. Die Lasche 32 ist aus einem Gummi hergestellt und auf ihrer dem
Loch 31 abgewandten Seite mit einer Schraube an dem Gehäuseteil 11 befestigt. Die
Befestigung kann auch mit Hilfe eines Niets oder einer Klemmeinrichtung erfolgen. Auch
die Verwendung eines Klettverschlusses ist möglich. Das Loch 31 der Lasche 32
korrespondiert mit einem Stift 33, der an dem Gehäuseteil 12 befestigt ist. Der Stift 33
weist an seinem freien Ende einen Knauf 34 auf. Beim Verschließen der Vorrichtung wird
die Lasche 32 mit ihrem Loch 31 über den Stift 33 geführt. Der Knauf 34 am Ende des
Stiftes 33 verhindert das Abrutschen der unter Spannung stehenden Lasche 32.
Die Befestigungseinrichtung 4 besteht aus einem Halter 41. Der Halter 41 ist im
Ausführungsbeispiel aus Kunststoff hergestellt. Er weist an seinem dem Gehäuse 1
zugewandten Ende eine Konsole 42 auf, die in ihrer Form auf der dem Gehäuse 1
zugewandten Seite der Außenkontur des Gehäuses 1 angepaßt ist, wodurch ein
paßgenauer Sitz der Befestigungseinrichtung 4 auf dem Gehäuse 1 hervorgerufen ist. Die
Befestigungseinrichtung 4 ist mit dem Gehäuse 1 verschraubt. An seinem dem Gehäuse 1
abgewandten Ende weist der Halter 41 eine Rändelmutter 43 auf, mit deren Hilfe die
Vorrichtung an der Spritzwand bzw. der Montageplatte des Cockpits anschraubbar ist. Die
Verwendung einer Rändelmutter ermöglicht eine in der Montage des Fahrzeugs schnelle
Befestigung der Vorrichtung an dem Fahrzeug und sichert die Vorrichtung gleichzeitig
zuverlässig gegen Herabfallen. Anders als im Ausführungsbeispiel dargestellt können
auch zwei oder mehr Befestigungseinrichtungen 4 an dem Gehäuse 1 für den Fall
vorgesehen sein, daß das Gehäuse 1 aufgrund der Länge der einzulegenden
Kabelstränge große Abmessungen aufweist.
Bei der Montage wird die Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen in aufgeklapptem
Zustand auf die Spritzwand bzw. die Montageplatte des Cockpits gesteckt und mit der
Rändelmutter 43 gegen Herabfallen gesichert. Im Anschluß daran werden die
Kabelstränge, die zur Motorseite des Kraftfahrzeugs gelegt werden sollen zu einem
Bündel zusammengefaßt und in das Gehäuse 1 gelegt. Das Gehäuse 1 wird dann
zugeklappt und mit dem Verschluß 3 verschlossen. In diesem Zustand durchfährt die
Vorrichtung die Vormontage und bei Verwendung einer Montageplatte für das Cockpit die
Station "mechanisches Auftragen der Betasealraupe" auf die Spritzwand.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ein Schutz und eine Transportmöglichkeit
für die Kabelstränge in der Mechanisierung und in den Montagelinien erreicht, bis die
einzelnen Kabelstränge in ihrer Einbaulage montiert werden. Dabei wird zum einen auf
das Einbinden der Kabelenden in Tüten verzichtet, wodurch eine erhebliche Zeitersparnis
eintritt. Zum anderen ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zeitlich unbegrenzt zu
verwenden, wodurch eine erhebliche Reduzierung der Abfallmengen erzielt ist. Die
Vorrichtung ist so konstruiert, daß in der Montage keine Behinderung der verwendeten
Werkzeuge auftritt.
1
Gehäuse
2
Scharnier
3
Verschluß
4
Befestigungseinrichtung
11
Gehäuseteil
12
Gehäuseteil
21
Lappen
22
Lappen
23
Öse
24
Draht
31
Loch
32
Lasche
33
Stift
34
Knauf
41
Halter
42
Konsole
43
Rändelmutter
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen in der Montage von Kraftfahrzeugen,
gekennzeichnet durch ein Gehäuse (1), das mit einem Scharnier (2) und einem
Verschluß (3) versehen ist und das eine Befestigungseinrichtung (4) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1)
einen rohrförmigen Querschnitt aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(1) an beiden Enden offen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Scharnier (2) auf der Längsmittellinie des Gehäuses (1) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verschluß (3) auf der dem Scharnier (2) abgewandten Seite des Gehäuses (1)
vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verschluß (3) aus einer mit einem Loch (31) versehenen Lasche (32) besteht, die
mit einem Stift (33) korrespondiert, der an seinem Ende einen Knauf (34) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Befestigungseinrichtung (4) aus einem Halter (41) besteht, der an seinem dem
Gehäuse (1) abgewandten Ende eine Rändelmutter (43) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Befestigungseinrichtung (4) an ihrem dem Gehäuse (1) zugewandten Ende eine
Konsole (42) aufweist, die in ihrer Form auf der dem Gehäuse (1) zugewandten
Seite der Außenkontur des Gehäuses (1) angepaßt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998140131 DE19840131A1 (de) | 1998-09-03 | 1998-09-03 | Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998140131 DE19840131A1 (de) | 1998-09-03 | 1998-09-03 | Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19840131A1 true DE19840131A1 (de) | 2000-03-09 |
Family
ID=7879660
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998140131 Withdrawn DE19840131A1 (de) | 1998-09-03 | 1998-09-03 | Vorrichtung zum Schutz von Kabelsträngen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19840131A1 (de) |
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| DE10304586A1 (de) * | 2003-02-05 | 2004-08-19 | Abb Research Ltd. | Anordnung zur Bildung einer Wicklung |
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-
1998
- 1998-09-03 DE DE1998140131 patent/DE19840131A1/de not_active Withdrawn
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